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Quad ERA-1 / Magnetostat Over-Ear

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Jens1066
Inventar
#51 erstellt: 27. Okt 2018, 13:05

Ich sage bewusst, dass kein eventuell besserer Klang rausgekommen wäre, weil der Era-1 ja anscheinend jedem Käufer bisher gefällt....also was will Quad bzw. der Käufer mehr? Warum sich daran stören?

Genau so sehe ich das auch. Wer einen KH letzendlich produziert ist doch egal. Wichtig ist in erster Linie der Klang und dann noch die Haptik/Optik. Beides stimmt offensichtlich beim Quad. Auch der Preis bewegt sich, im Gegensatz zu manch anderem Hörer, im Rahmen.

Hier lassen sich einige Leute über den (OEM) Quad aus, ohne ihn jemals gehört, oder in der Hand gehabt zu haben. Gehe ich jetzt mal von den Höreindrücken und den gezeigten Fotos aus, kann ICH FÜR MICH jetzt weder klanglich noch verarbeitungstechnisch irgend etwas verwerfliches finden.

Da der Hörer offensichtlich für viele interessant erscheint, aber noch nicht wirklich viel Info darüber zu kriegen sind, wird halt auf dieser OEM Geschichte rumgehackt. Der McIntosh MHP1000 stammt von Beyerdynamic, Astell & Kern läßt von Beyerdynamic und JH Audio bauen, war da nicht auch was mit Fostex und Denon...........

Ist das was anderes, nur weil Yogada nicht "bekannt" ist und sie aus China kommen? Wer weiß, wie viele (OEM) KH von denen in der Vergangenheit positiv aufgefallen sind, ohne das wir es wussten?
cyfer
Inventar
#52 erstellt: 27. Okt 2018, 13:27
Ich finde das auch nicht so schlimm, solange die Qualität stimmt. Man könnte jetzt natürlich anführen, dass der Kopfhörer im Einkauf wahrscheinlich nicht mal die Hälfte im Vergleich zur UVP, aber das ist im Audiobereich auch alles andere als unüblich. Von Produktions- und Materialkosten vs Verkaufspreis brauchen wir erst gar nicht anzufangen.


[Beitrag von cyfer am 27. Okt 2018, 13:27 bearbeitet]
trashman
Ist häufiger hier
#53 erstellt: 27. Okt 2018, 13:37

cyfer (Beitrag #52) schrieb:
Man könnte jetzt natürlich anführen, dass der Kopfhörer im Einkauf wahrscheinlich nicht mal die Hälfte im Vergleich zur UVP, aber das ist im Audiobereich auch alles andere als unüblich.

Wobei dieses Thema vielleicht tatsächlich mal mehr Empörung wert wäre. Oder gibt es nicht nur eine Anti-Kartell-Matratze, sondern auch einen Anti-Kartell-Kopfhörer?
i.car
Stammgast
#54 erstellt: 27. Okt 2018, 14:01
Man könnte sich auch über die Arbeitsbedingungen hier und dort unterhalten, soziale Absicherung, und, und, und ......wieder ein anderes Thema, lassen wir es. Und es ist auch ein Unterschied, ob ein Joint-Venture in Fernost gegründet wird od. man sich eines mehr od. minder anonymen OEM bedient. Jedenfalls ist eine Auftragsfertigung McIntosh/beyer od. Denon/Fostex sicher nicht mit einem Fernost-OEM vergleichbar. So, und jetzt wieder zurück zum ach so guten Klang des Quad.......


[Beitrag von i.car am 27. Okt 2018, 14:09 bearbeitet]
Da1go
Ist häufiger hier
#55 erstellt: 27. Okt 2018, 14:11

Schlappen. (Beitrag #50) schrieb:

Also um da nicht missverstanden zu werden.. .ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn eine Firma wie QUAD die Einzelteile ihrer Hörer woanders in China oder sonstwo fertigen lässt.
Von mir aus auch den Treiber.
Aber die eigentliche Endmontage inkl. Abstimmung, Dämpfung, Schallführung, usw. sollte mMn dann von QUAD selbst, bzw. deren Klang-Experten vorgenommen werden, und zwar durch ihr eigenes Know-How, was sie sich über die Jahre erarbeitet haben.
Ansonsten gibt es dann für mich auch keinen "Sound made by Quad", sondern irgend einen 0815 Allerwelts-Klang, der zwar gut sein mag, sich aber nicht von anderen Hörern unterscheidet.
Gerade dieser "Haus-Sound" ist doch das, was es so interessant macht, finde ich.


Ja damit hast du auch Recht. Ein gewisser Ansatz des Herstellers sollte schon einfließen, ansonsten wäre das Firmenlabel eher fehl am Platz.

Aber selbst wenn ein Hersteller lediglich als "Publisher" fungiert und mir somit Zugang zu einem Produkt gewährt, nehme ich dieses Produkt in guter Qualität zu einem vertretbaren Preis gerne an auch wenn ich nachvollziehen kann, dass dadurch ein fader Beigeschmack entsteht, so habe ich lieber die Möglichkeit das Produkt zu kaufen, als gar keine. Vor allem, wenn es sich um solch ein positives Beispiel wie im Falle des Era-1 handelt. Solange es sich als Einzelperson nicht lohnt bei Yogada eine Version des Era-1 als Einzelstück (falls es überhaupt möglich ist) zu einem günstigeren Preis anzufertigen, kritisiere ich das Angebot seitens Quad nicht.

Exploding_Head
Inventar
#56 erstellt: 27. Okt 2018, 14:14

Jens1066 (Beitrag #51) schrieb:
Wer einen KH letzendlich produziert ist doch egal.

In Anbetracht des Umstands, dass ein hier im Forum recht beliebter KH-Hersteller sich bei einigen neueren Modellen massive Qualitätsprobleme eingeFANGen hat, möchte ich schon wissen, ob ein in Auftragsfertigung hergestelltes Produkt aus ebendieser Schmiede, die offenbar ein Problem entweder mit der Konstruktion und/oder mit der QS hat, kommt - und ich ggf. mit Ärger zu rechnen habe.
i.car
Stammgast
#57 erstellt: 27. Okt 2018, 14:30

Exploding_Head (Beitrag #56) schrieb:

Jens1066 (Beitrag #51) schrieb:
Wer einen KH letzendlich produziert ist doch egal.

In Anbetracht des Umstands, dass ein hier im Forum recht beliebter KH-Hersteller sich bei einigen neueren Modellen massive Qualitätsprobleme eingeFANGen hat, möchte ich schon wissen, ob ein in Auftragsfertigung hergestelltes Produkt aus ebendieser Schmiede, die offenbar ein Problem entweder mit der Konstruktion und/oder mit der QS hat, kommt - und ich ggf. mit Ärger zu rechnen habe.


Ob beim OEM in der Vergangenheit QS Probleme waren wird man eher nicht erfahren, denn die Fertigung bleibt i.aR. anonym. Insofern ist der Vergleich nicht fair.
Exploding_Head
Inventar
#58 erstellt: 27. Okt 2018, 15:28
Nach meinen schlechten Erfahrungen mit einem ONKYO-KH, der nach gut 3 Jahren äusserst seltenen und pfleglichen Gebrauchs völlig hin ist (Polsterbe"leder"ung an einer Seite rundherum abgerissen, MMCX-Kabelstecker in Buchse so gerissen, dass ein Teil des Steckers in Buchse steckt und nicht herauszukriegen ist = Totalschaden) und keineswegs das ist, was ich von ONKYO kenne und der wohl auch ganz woanders vom Band rollt, finde ich es schon interessant zu wissen, wer letztendlich ein Gerät zusammengedengelt hat. Ist ja schliesslich kein Klopapier, dass man nach einmaligem Gebrauch ohnehin herunterspült...


[Beitrag von Exploding_Head am 27. Okt 2018, 15:30 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#59 erstellt: 28. Okt 2018, 11:14

Jens1066 (Beitrag #51) schrieb:

Genau so sehe ich das auch. Wer einen KH letzendlich produziert ist doch egal. Wichtig ist in erster Linie der Klang und dann noch die Haptik/Optik.

Kann man grunsätzlich so sehen, ja.
Jetzt stell Dir aber mal vor, Du kaufst Dir den QUAD für 700 Taler und bist auch soweit sehr zufrieden.

Und irgendwann entdeckst Du im Netz, dass eine völig unbekannte Firma namens "Hong-Kong-Pfui" einen zu 95% optisch identischen und gar zu 100% klanglich identischen Hörer für 400 Taler anbietet...
Mit anderen Worten, die Fa. QUAD nimmt ganze 300 Euro mehr, nur für die Umlabelung, bzw. für ihren Namen... und vielleicht noch für die eine oder andere nette Applikation.
Wärst Du da nicht auch sauer.?

Das ist jetzt natürlich ein fiktives und extremes Beispiel. Aber vielleicht wird klar, worauf ich hinaus will.
active1
Ist häufiger hier
#60 erstellt: 28. Okt 2018, 11:54
Diese Schauergeschichten sind echt nicht mehr auszuhalten. Langsam sollte sich die Globalisierung und Veränderung der Produktionsmethoden doch auch mal bis in die letzte Ecke des HiFi Forums rumgesprochen haben.

Die Vertriebe nehmen den Aufpreis nicht für ihr Label, sondern für die Bereitstellung ihrer Infrastruktur, mutmaßlich inklusive Entwicklungsleistungen. Der fiktive "Hong-Kong-Pfui" (das könnte man m.E. übrigens durchaus als rassistische Bezeichnung interpretieren) verkauft zwar fertige KH nach Europa, übernimmt aber keine Garantie, keine Entsorgungskosten nach WEEE, es gibt kein Marketing (Tests mit hübschen Bildern zur Vorabinformation), keine Händler, bei denen man selbst hören kann, keine Ersatzteile und der Transport um die halbe Erde geht auch zu Lasten des Endkunden inklusive aller Gefahren. Auf die 400 Taler plus Versand kommen dann noch 22% Zoll und USt. (aber die zu hinterziehen ist ja nur ein Kavaliersdelikt, richtig?) und schon ist das Ganze kein so gutes Geschäft mehr.
Ganz davon abgesehen, dass es, wie du sagst, nur ein fiktives Beispiel ist und Yogada (oder wer auch immer) einfach nicht an Endkunden verkauft und Quad sicher für den Fall vorgesorgt hat, dass sie es doch tun. Es bleibt also rein hypothetisch.

Diese Milchmädchenrechnungen entlarven einfach nur mangelndes wirtschaftliches Verständnis, sonst nichts. Du konntest ja, um den Gegenbeweis anzutreten, mal ein Kleingewerbe gründen, die Mindestabnahmemenge selbst importieren und dann günstiger verkaufen. Ich nehme den Ersten, obwohl ich schon einen habe. Der ERA ist nämlich wirklich ein hervorragender Kopfhörer!

Unglaublich, dass solche Diskussionen im Jahr 2018 im HiFi-Forum noch aktuell sind. Ich habe hier seit Jahren nicht mehr reingeguckt und in der Zeit hat sich offenbar nichts getan.


[Beitrag von active1 am 28. Okt 2018, 11:56 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#61 erstellt: 28. Okt 2018, 12:31
https://www.youtube.com/watch?v=TRSEqG3Uyhw
Sehr "rassistische" Zeichentrickserie.

Ansonsten, geh mal ne Runde um den Block, und entspann Dich.
Oder bist Du es, Otwin.?
Jens1066
Inventar
#62 erstellt: 28. Okt 2018, 12:41

Und irgendwann entdeckst Du im Netz, dass eine völig unbekannte Firma namens "Hong-Kong-Pfui" einen zu 95% optisch identischen und gar zu 100% klanglich identischen Hörer für 400 Taler anbietet...
Mit anderen Worten, die Fa. QUAD nimmt ganze 300 Euro mehr, nur für die Umlabelung, bzw. für ihren Namen... und vielleicht noch für die eine oder andere nette Applikation.
Wärst Du da nicht auch sauer.?

Na ja, sauer???? I.d.R. entdeckt man sowas eher selten und dann durch Zufall. Und wenn es dann so ist, ist es halt so. Solange der Artikel (auch mit dem höheren Preis) sein Geld, im Vergleich zu vergleichbaren Artikeln anderer Hersteller, "wert" ist...... Ob es nicht nur eine dreiste Kopie ist, bzw. wirklich identische Technik verbaut wurde, kann man eh nur entscheiden, wenn man beide vorliegen hat.


Die Vertriebe nehmen den Aufpreis nicht für ihr Label, sondern für die Bereitstellung ihrer Infrastruktur, mutmaßlich inklusive Entwicklungsleistungen

Da bin ich voll bei Dir. Habe mich an anderer Stelle ähnlich ausgelassen.


"Hong-Kong-Pfui" (das könnte man m.E. übrigens durchaus als rassistische Bezeichnung interpretieren)

Ne ne ne...... Das war der Held einer Zeichentrickserie aus den 70´ Jahren und sehr beliebt.

Hong Kong Pfui
Schlappen.
Inventar
#63 erstellt: 28. Okt 2018, 12:54
Hong Kong Pfui... ich finde das eher Tierquälerei...
Einen Hund zum Karate-Meister auszubilden, das geht mir eindeutig zu weit.
active1
Ist häufiger hier
#64 erstellt: 28. Okt 2018, 13:10
Warum sollte man auch beim Thema bleiben, wenn man jemandem Vorwerfen kann eine vierzig Jahre alte Zeichentrickserie nicht zu kennen...


[Beitrag von active1 am 28. Okt 2018, 13:24 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#65 erstellt: 28. Okt 2018, 14:05
Ich denke schon, das heutzutage so manchen nicht bewusst ist wie und wo gefertigt wird.
Das fängt bei Nahrungsmittel an, über Haushalts und Unterhaltungselektronik bis zu Autos und uvam.
Das jeder kleine Hersteller für ein Produkt eine eigene Fertigung aufzieht, das sollte man vergessen und ist seit vielen Jahrzehnten so. Damals gab es halt keine Foren wo man sich darüber heissquatschen konnte.
Ärgerlich ist es, wenn man sein Produkt, das man für 900 kauft 1:1 für 400 findet. Wann und wo passiert das aber?
Bei Lowbudget Produkten eher, da steckt man auch in den OEM-Auftrag keinen Aufwand rein. Farbe, Logo, etwas Abstimmung und fertig ist die Laube. Das Zielpublikum kauft auch ein 10er Pack Rolex in Istanbul.
Bei höherwertigen Produkten wird der Auftraggeber sich mit entsprechende Verträge absichern und das wird sich auch der OEM bezahlen lassen.
Ich habe keine Sorge, das der Quad so, wie er ist 1:1 auf den Markt kommt.
Was zählt ist die Produktqualität und ob man erwarten kann Verschleißteile auch nach > 10 Jahre Nutzung zu bekommen.
Das geht nur, wenn die Teile hochgradig standardisiert sind oder man die Lagerhaltung und Produktion schon mal mitbezahlt.

Mal schauen, wo es den ERA-1 zum Probehören gibt ohne durch das halbe Land zu reisen.
Da1go
Ist häufiger hier
#66 erstellt: 28. Okt 2018, 14:29

Schlappen. (Beitrag #59) schrieb:


Kann man grunsätzlich so sehen, ja.
Jetzt stell Dir aber mal vor, Du kaufst Dir den QUAD für 700 Taler und bist auch soweit sehr zufrieden.

Und irgendwann entdeckst Du im Netz, dass eine völig unbekannte Firma namens "Hong-Kong-Pfui" einen zu 95% optisch identischen und gar zu 100% klanglich identischen Hörer für 400 Taler anbietet...
Mit anderen Worten, die Fa. QUAD nimmt ganze 300 Euro mehr, nur für die Umlabelung, bzw. für ihren Namen... und vielleicht noch für die eine oder andere nette Applikation.
Wärst Du da nicht auch sauer.?

Das ist jetzt natürlich ein fiktives und extremes Beispiel. Aber vielleicht wird klar, worauf ich hinaus will.


Solange ich mit dem Hörer grundsätzlich zufrieden bin, wäre ich nicht sauer. Zumindest nicht wenn das Irgendwann kein "morgen" oder "nächste Woche" bedeuten würde. Und preisabhängig wäre das Ganze auch noch. 50€ sind zu verschmerzen, 300€ eher nicht.

Da finde ich einige andere Beispiele wesentlich schlimmer bspw. Audeze, AKG (K812/K712), Audioquest, Beyerdynamic. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Ein oder Andere hier durchaus zwischen 200€ - 500€ und mehr innerhalb eines Monats verloren hat, weil die Preise kurze Zeit darauf gefallen sind.
Ist jetzt zwar ein anderes Thema, aber da wäre ich als Käufer schon sauer....betrifft also nicht nur OEM-Produkte die eventuell durch mehrere Anbieter vetrieben werden können. Von daher finde ich es, gerade weil es reine Fiktion ist, eher unbedenklich. Und man sollte sich immer vor Augen halten, dass es bei diesem Beispiel um ein ausgereiftes Produkt geht, was anscheinend nahezu jedem bisherigen Käufer gefällt und das für 700€. Ist zwar nicht wenig, aber in Anbetracht der frechen Preistreiberei der letzten Jahre relativieren sich die 700€ extrem. Ich könnte mir gut vorstellen das der Era-1 unter dem Namen MrSpeakers, Hifiman oder Audeze durchaus bei 1999€ UVP gelandet wäre...because it sounds so good.

i.car
Stammgast
#67 erstellt: 28. Okt 2018, 14:30

ZeeeM (Beitrag #65) schrieb:
Ich denke schon, das heutzutage so manchen nicht bewusst ist wie und wo gefertigt wird.
Das fängt bei Nahrungsmittel an, über Haushalts und Unterhaltungselektronik bis zu Autos und uvam.
Das jeder kleine Hersteller für ein Produkt eine eigene Fertigung aufzieht, das sollte man vergessen und ist seit vielen Jahrzehnten so. Damals gab es halt keine Foren wo man sich darüber heissquatschen konnte.
Ärgerlich ist es, wenn man sein Produkt, das man für 900 kauft 1:1 für 400 findet. Wann und wo passiert das aber?
Bei Lowbudget Produkten eher, da steckt man auch in den OEM-Auftrag keinen Aufwand rein. Farbe, Logo, etwas Abstimmung und fertig ist die Laube. Das Zielpublikum kauft auch ein 10er Pack Rolex in Istanbul.
Bei höherwertigen Produkten wird der Auftraggeber sich mit entsprechende Verträge absichern und das wird sich auch der OEM bezahlen lassen.
Ich habe keine Sorge, das der Quad so, wie er ist 1:1 auf den Markt kommt.
Was zählt ist die Produktqualität und ob man erwarten kann Verschleißteile auch nach > 10 Jahre Nutzung zu bekommen.
Das geht nur, wenn die Teile hochgradig standardisiert sind oder man die Lagerhaltung und Produktion schon mal mitbezahlt.

Mal schauen, wo es den ERA-1 zum Probehören gibt ohne durch das halbe Land zu reisen.


Das ist aber eben kein OEM, wenn nur für Einen produziert wird.

Bei den anfallenden Kosten für die Ausschliesslichkeit kann QUAD vermutlich doch gleich F&E, PR und Vertrieb übernehmen. Das Wesen des OEM ist es doch, die Ingeniersleistung, das Know-How kostengünstig nur an einer Stellen zu erstellen und sie aber zigfach und meistbietend unter unterschiedlichen Labels zu platzieren und zu verkaufen. Natürlich wird die Verpackung oder das Design abweichen (müssen), um nicht zu plump daherzukommen. Dass der Erste, der sich des neuen OEM-Produkts annimmt, am meisten zahlt, dürfte einleuchten. Der OEMler wird es sicher nicht gleich verramschen und sukzessive auch anderen "Newcomern" immer leicht günstiger anbieten. Dass das Know-How früher oder später "weitergereicht" wird und schliesslich beim Discounter landet, der am Wenigsten dafür zahlt und das OEM-Produkt als amortisiert gelten kann, dürfte ebenfalls einleuchten.

Dass es auch anders geht beweist im übrigen doch der Dr. Fang, der hat doch (so glaube ich zumindest) alles von unten raus aufgezogen. 5 Jahre später existiert seine Firma immer noch. OEM bleibt OEM und landet früher od. später beim Discounter, das ist Fakt. Wem ein OEM-Produkt als "Markenartikel" verkauft wird, und nichts anderes passiert hier, der ist selber Schuld.

Zu glauben, dass der höhere Preis durch herstellereigene Vertriebs-, Garantie- und Reparaturleistungen gerechtfertigt sei, ist ebenfalls weltfremd, denn keine dieser Leistungen wird originär von QUAD geleistet, sondern wieder von OEMs. Da ist kein QUAD drin, wo QUAD drauf steht.


[Beitrag von i.car am 28. Okt 2018, 14:40 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#68 erstellt: 28. Okt 2018, 14:38

i.car (Beitrag #67) schrieb:
OEM bleibt OEM und landet früher od. später beim Discounter, das ist Fakt.


LOL .....

Wenn du wüsstest was Original Equipment Manufacturer so Alles für wen produzieren.
i.car
Stammgast
#69 erstellt: 28. Okt 2018, 14:47
Ja, das weiss ich schon, aber wir reden hier nicht über hohe Ingenieurskunst. Magnetos sind es heutzutage nicht (mehr), als der Dr. Fang vor 5 Jahren damit anfing schon, heute kann vermutlich jede Werkstatt die dünnen Membranen und die Neodym-Magnete besorgen und zusammenstecken. Je schlichter das Produkt umso eher wird es weitergereicht, ist doch das Wesen des OEM. So und jetzt ist Schluss mit der OEM-Geschichte (für mich). Jeder hat sich ausgelassen, jetzt gehts um den QUAD.


[Beitrag von i.car am 28. Okt 2018, 14:48 bearbeitet]
trashman
Ist häufiger hier
#70 erstellt: 28. Okt 2018, 15:29

Da1go (Beitrag #66) schrieb:
Ich könnte mir gut vorstellen das der Era-1 unter dem Namen MrSpeakers, Hifiman oder Audeze durchaus bei 1999€ UVP gelandet wäre...because it sounds so good.

In einer aktuellen Ausgabe der "Schwurbelpresse" aka 11/2018 von "Audio" landet der QUAD bei 90 Klangpunkten, der Audeze LCD-2C bei 92. Und den bekommt man für die 679,- Moppen, die ich dafür bezahlt habe, aktuell immer noch.

Da stellen sich mir zwei Fragen:

- Traut man sich - wie ich bei diesen Zeitschriften oft den Verdacht habe - bei AUDIO einfach nur nicht, den QUAD besser zu beurteilen, weil es das Preisgefüge im Testspiegel durcheinanderwirbeln würde?

- Oder liegen die beiden Hörer insgesamt auf vergleichbarem Niveau - mit vielleicht unterschiedlichen Stärken, wodurch sie sich gut ergänzen würden? Ähnliches hat der pensionierte Wohnwagenbesitzer Tyll Hertsens ja mal vom LCD-2C und der offenen Variante des MrSpeakers AEON FLOW resümmiert ...


[Beitrag von trashman am 28. Okt 2018, 15:32 bearbeitet]
Da1go
Ist häufiger hier
#71 erstellt: 28. Okt 2018, 16:17

trashman (Beitrag #70) schrieb:

Da1go (Beitrag #66) schrieb:
Ich könnte mir gut vorstellen das der Era-1 unter dem Namen MrSpeakers, Hifiman oder Audeze durchaus bei 1999€ UVP gelandet wäre...because it sounds so good.

In einer aktuellen Ausgabe der "Schwurbelpresse" aka 11/2018 von "Audio" landet der QUAD bei 90 Klangpunkten, der Audeze LCD-2C bei 92. Und den bekommt man für die 679,- Moppen, die ich dafür bezahlt habe, aktuell immer noch.
...


Ich meinte eigentlich damit, dass es bei einem anderen Hersteller in einer haustypischen Verkleidung und mit anderem Namen z.B. Audeze LCD-3x durchaus möglich wäre, dass der Era-1 (also aus rein klanglicher Sicht) bei einer UVP von 1999€ gelandet wäre. Ich habe ihn noch nicht gehört und kann das nicht wirklich beurteilen. Ich wollte damit nur sagen, dass es dann womöglich nicht "aufgefallen" wäre, dass es sich hierbei um einen Hörer im Bereich unter 1000€ handelt und die Kritik wäre ebenfalls anders ausgefallen. Man lässt sich dann schnell vom Namen und der Modellbezeichnung ablenken. Deshalb gibt es meiner Meinung nach nicht viel am Era-1 zu kritisieren, was sich spätestens anhand des Feedbacks bewahrheitet.

Das man in vielen Zeitschriften meistens keine Objektivität erhält ist ohnehin nichts Neues.

ZeeeM
Inventar
#72 erstellt: 28. Okt 2018, 16:32
Die meisten Käufer wollen das der bezahlte Preis streng mit dem Material korreliert, das in den Händen gehalten wird.
Exploding_Head
Inventar
#73 erstellt: 28. Okt 2018, 17:23

ZeeeM (Beitrag #72) schrieb:
Die meisten Käufer wollen das der bezahlte Preis streng mit dem Material korreliert, das in den Händen gehalten wird.

Wenn dem so wäre, müssten alle KH ab 2Kilo€ zumindest aus Sterling-Silber gefertigt sein...

Nein, die meissten Käufer wollen einen angemessenen Gegenwert für ihre meisst hart erarbeiteten Kröten - und keine Kröten in Gestalt völlig unangemessener Preise schlucken.


[Beitrag von Exploding_Head am 28. Okt 2018, 17:24 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#74 erstellt: 28. Okt 2018, 17:50
Also ab ca. 1000 Euro macht sich Holz und Leder ganz gut.

Dann denken viele auch, das ist "angemessen".

Oder der Hörer muss ganz exklusiv aus einem 200 Jahre alten Mammutbaum aus der Nähe von Brooklyn geschnitzt worden sein, und zwar pünktlich am Todestag von Abraham Lincoln und mittels einer Machete.


[Beitrag von Schlappen. am 28. Okt 2018, 17:52 bearbeitet]
Exploding_Head
Inventar
#75 erstellt: 28. Okt 2018, 18:20

Schlappen. (Beitrag #74) schrieb:

Oder der Hörer muss ganz exklusiv aus einem 200 Jahre alten Mammutbaum aus der Nähe von Brooklyn geschnitzt worden sein, und zwar pünktlich am Todestag von Abraham Lincoln und mittels einer Machete. :hail

Und als Membran die Hymen von Elefantenkühen aus der Serengeti?

Sorry, ich schweife ab...
ZeeeM
Inventar
#76 erstellt: 28. Okt 2018, 20:19

Exploding_Head (Beitrag #73) schrieb:

ZeeeM (Beitrag #72) schrieb:
Die meisten Käufer wollen das der bezahlte Preis streng mit dem Material korreliert, das in den Händen gehalten wird.

Wenn dem so wäre, müssten alle KH ab 2Kilo€ zumindest aus Sterling-Silber gefertigt sein...


Nein, die Geschichte um das Produkt muss nur stimmen.
Debakel
Stammgast
#77 erstellt: Gestern, 15:01

mulfi (Beitrag #29) schrieb:

Der Quad klingt übrigens wirklich klasse und ist ausgesprochen bequem. Ja, ich gebe es zu, ich habe ihn einfach mal bestellt, auch wenn ich mich damit als Unwissender und Werbegeschwurbel-Affiner oute.

Hi,

könntets du noch etwas zum Tragekomfort sagen, speziell zur kleinsten Einstellung bezüglich Kopfumfang? Im verlinkten Test im ersten Beitrag wird u.a. erwähnt, dass selbst bei einem großen Kopf die kleinste Einstellung schon fast zu groß sei, kann ich eigentlich nicht so recht glauben, wer macht den so etwas? Ich suche einfach einen bequemeren Hörer, der Sennheiser HD 660S sitzt für meine Begriffe schon extrem stramm, keine Ahnung, wie man den in den ganzen Tests mit tollem Tragekomfort beurteilen konnte.


Beim ersten Aufsetzen fällt mir dann auch gleich der besonders bequeme Sitz des ERA-1 auf, er ist jedoch auch recht groß. Auf meinem großen Kopf ist der verstellbare Bügel auf die kleinste Stufe eingestellt. Großer dürfte er auch nicht sein, sonst würde er nicht mehr passen.


[Beitrag von Debakel am 19. Nov 2018, 15:29 bearbeitet]
mulfi
Stammgast
#78 erstellt: Gestern, 20:10
Der Tragekomfort ist wirklich klasse. Ich nutze die Lederpolster, weil die noch mehr Platz für die Ohren bieten. Die kleinste Bügeleinstellung ist mir zu eng. Bei sehr kleinen Köpfen könnte das aber vermutlich wirklich noch zu groß sein. Habe gerade mal gemessen. Die Länge des Kopfbügels von Oberkante der Ohrmuscheln zur anderen Seite ist ca. 28 cm in kleinster Stellung. Dazu kommen nochmal ca. 5,2 cm auf jeder Seite bis zur Mitte der Ohrpolster. Sorry, aber genauer bekomme ich die Messung auf die Schnelle nicht hin.
Debakel
Stammgast
#79 erstellt: Gestern, 21:16
Danke dir. Das hört sich eigentlich nicht nach sonderlich abweichenden Maßen an, sieht bei meinem Sennheiser ähnlich aus. Die Frage könnte eventuell die Ausdehnung seitwärts sein. Egal, ich schau ihn mir mal an, wenn zu knapp, kann man ihn ja zurück geben

In Audio 10/2018 stand aber dieses:


Für mich sitzt der offene Hörer allerdings zu locker und eine Spur zu tief. Im Zweifel sollte man ihn also vorher anprobieren


Eventuell doch auf eine neue Revision warten, so einen Bock kann man sich doch bei einer renommierter Firma nicht leisten, und das beim ersten Modell


[Beitrag von Debakel am 19. Nov 2018, 21:20 bearbeitet]
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