Eumig M1000 wieder fit machen

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Letzterille
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Apr 2026, 17:52
Hallo Leute.

Bin in meinem Lager auf den Eumig M1000 gestoßen. Habe vor vielen Jahren einen defekten EndTransistor ausgebaut, und damals keinen Ersatz gefunden.

Das ist der "2SA1106" der anders gepolte Kollege vom 2SC2581. Davon sind 4 Pärchen eingebaut.
Wie würdet Ihr vorgehen? Das Paar ersetzen, oder alle neu?

Außerdem habe ich noch keinen Schaltplan, bzw. Service Manual.

Zuerst ist einmal Saubermachen angesagt.(Raucher Haushalt)

Ich habe den Kraftprotz kurz mit Strombremse ausprobiert, und es kommt bei allen Lautsprecheranschlüssen Musik raus.
Kann mich nicht mehr erinnern, ob ich damals was umgebaut (herumgepfuscht) habe. Der A1106 hatte Kurzschluss (weis ich noch), und ist draußen.
Das war noch im letzten Jahrhundert .
Wie das Signal am Oszi ausschaut, habe ich nicht probiert.
Kennt dieses Gerät jemand genauer?


Liebe Grüße Letzterille


[Beitrag von Letzterille am 21. Apr 2026, 20:23 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#2 erstellt: 23. Apr 2026, 10:08
Den 2SA1106 gibt es mehrmals bei Ebay. Der von Kessler liegt bei 1,49 Euro. Kauf den doch einfach und schau, ob der praktisch läuft. Fernost ist immer heikel, weil viele Transitorentypen gefälscht werden.

Möglicherweise sind die Treiberkondensatoren mit betroffen. Die auch prüfen. Ausserdem sollten die Elkos nach >25 Jahren Standzeit definitiv erneuert werden. Bei sowas lasse ich zunächst nur die Ladeelkos unangetastet.
Letzterille
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Apr 2026, 19:00
Hallo. Ach den 2SA1106, und den 2SC2581 gibt's ja bei Reichelt um ca. einen Euro. Bestell ich gleich alle 8.
Den Schaltplan habe ich inzwischen auch. Danach gehören 2SA2146, und 2SC2706 hinein. Die wurden also schon einmal ersetzt.

Die Treiber Elkos. Sind das die bipolaren mit 47uF und 100V ? (C205, C207 Versuche den Schaltplan hochzuladen, aber wird wieder nicht klappen, glaub ich)
Die sind fertig mit der Welt. Muss noch schauen, was ich noch tauschen sollte, bevor ich bestelle.

Liebe Grüsse Letzterille
shabbel
Inventar
#4 erstellt: 26. Apr 2026, 20:02
Wird schon irgendwie klappen...
Letzterille
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 28. Apr 2026, 20:15
https://ibb.co/35T2QpZG schauen ob's klappt :-)
Der Verstärker von innen. https://ibb.co/7J2VSggZ


[Beitrag von Letzterille am 28. Apr 2026, 20:40 bearbeitet]
Letzterille
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 29. Apr 2026, 13:30
Hallo. Reichelt hat alles, was ich brauche, und da hab ich schon oft bestellt. Nur finde ich die Ungepolten Elkos in Radial nicht.
ZB. 47uF / 100V, oder 10uF / 16V. Axiale reinwürgen muss ja wohl nicht sein. Such ich an der falschen Stelle, oder muss ich die extra wo anders bestellen?

Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.

Liebe Grüße Letzterille
shabbel
Inventar
#7 erstellt: 29. Apr 2026, 13:59
Es gibt Ebay-Anbieter, die unpolare Elkos haben.
Letzterille
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 07. Mai 2026, 20:39
Hallo.
Hat jemand Infos zum Einstellen von Bias und DC Offset?

Hab jetzt einmal VR201, VR202 zum probieren so eingestellt, dass ich 10mV auf den Emittern von Q207, Q208 habe. Weis nicht, ob das Sinn macht

Liebe Grüsse werner
shabbel
Inventar
#9 erstellt: 12. Mai 2026, 10:42
Grundsätzlich wird der Ruhestrom über die Widerstände eingestellt, die zwischen den Leistungstransistoren liegen.

Das Ohmsche Gesetz sagt: U = R x I

Wenn Du dort 0,5 Ohm Widerstände hast, kannst Du an denen den Spannungsabfall messen. Meist werden Endstufen mit 30-40 mA Ruhestrom betrieben.

Also U = 0,5 Ohm x 40 mA = 20 mV

Das wäre die Spannung, die dem Ruhestrom von 40 mA entspricht.

Der Ansatz für Offset ist bei den meisten älteren Schaltungen zwischen den Endstufen etwas mehr als die Hälfte Versorgungsspannung der Endstufe. Bekommt die Endstufe 50 Volt, sollte zwischen den Endtransistoren etwas mehr als 25 Volt eingestellt sein. Also 25,5 bis 26,0 Volt. Also 1. Offset einstellen und 2. Ruhestorm. Verstellt man einen der beiden Werte, beeinflußt das auch den anderen Wert. Mehrmals beide messen und korrigieren ist sinnvoll.

Ohne Schaltbild ist das aber nicht klar. Es gibt auch Regelungen, bei denen die Gleichspannung am Lautsprecherausgang auf Null eingestellt werden soll. Das ist eine ganz andere Geschichte.


[Beitrag von shabbel am 12. Mai 2026, 10:43 bearbeitet]
oldiefan1
Inventar
#10 erstellt: 12. Mai 2026, 19:32
Das Schaltbild hat Letzterille hier ja weiter oben gezeigt. Es handelt sich um eine "modernere" Schaltung.

DC-offset wird hier auf 0V DC am Lautsprecherausgang eingestellt.

Der Ruhestrom wird über den Spannungsabfall über einem der 0,22 Ohm Emitterwiderstände eingestellt. Wenn keine anderslautenden Angaben vorhanden sind, sollten (ohne anliegendes Signal = Lautstärke auf Linksanschlag/Minimum) 7 mV DC Spannungsabfall über einem der Emitterwiderstände eingestellt werden. Das entsoricht einem Ruhestrom von 32 mA/Transistor.

Eine Einstellung von 20 mV über dem 0,22R Emitterwiderstand (= 90 mA Ruhestrom) wäre viel zu viel und könnte/würde auf längere Zeit zur Überhitzung und Zerstörung der Endtransistoren führen.

Gruß
Reinard


[Beitrag von oldiefan1 am 12. Mai 2026, 19:40 bearbeitet]
Ingor
Inventar
#11 erstellt: 13. Mai 2026, 09:03
Nur eine kleine Anmerkung, Shabbel bezog seinen Wert auf einen hypothetischen 0,5 Ohm Widerstand. Es war nur ein Beispiel.
shabbel
Inventar
#12 erstellt: 13. Mai 2026, 15:26
Ich hatte halt das Schaltbild übersehen. Aber immer wieder interessant, wie tagelang keiner antwortet und plötzlich sind alle da.
Letzterille
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 14. Mai 2026, 11:05
Vielen Dank. Ich habe viel zu kompliziert gedacht, wegen der (glaub ich) Darlington Anordnung, und 8 E widerständen.
Ob ich die Ströme addieren muss? :-( Aber es geht ja um den E -K Strom pro Transistor. :-)
Heute Schau ich noch, ob die Ruheströme alle gleich sind, denn ich habe nur 2 End Transistoren, und einen Emitterwiderstand getauscht
Die Spannungen an den Basen sind nicht gleich.
Vielleicht sollte ich alle 8 Transistoren und Emitterwiderstände ersetzen. Hab sie ja.

Und shabbl: Wie meinst Du das bei älteren Endstufen, und halbe Betriebsspannung für Offset
?

Liebe Grüße


[Beitrag von Letzterille am 14. Mai 2026, 11:09 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#14 erstellt: 14. Mai 2026, 11:22
Mit dem unscharfen Schaltbild komme ich nicht klar. Lade nochmal ein scharfes Schaltbildfoto hoch. Siehe unten in meiner Signatur.

Oft kann man einfach Masse gegen Transistorgehäuse messen. Der eine Transistor hat die volle Spannung, der andere etwa die halbe. Das ist aber alles hypothetisch.


[Beitrag von shabbel am 14. Mai 2026, 11:25 bearbeitet]
Letzterille
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 14. Mai 2026, 12:21
Das ganze Schaltbild:

https://ibb.co/cKPYYh1p

Ist anscheinend doch kein Darlington. Sieht parallel aus, die Last auf 2 aufgeteilt ??


[Beitrag von Letzterille am 14. Mai 2026, 12:48 bearbeitet]
Letzterille
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 14. Mai 2026, 14:23


[Beitrag von Letzterille am 14. Mai 2026, 14:26 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#17 erstellt: 15. Mai 2026, 08:48
Du hast auf jeder Seite 2 Paare spiegelbildlicher Endtransistoren. Es zählt der Ruhestrom zwischen einem Paar. Wenn Du R223 und R227 nimmst, sind die in Reihe geschaltet und durch beide muss der Ruhestrom durch. Du kannst entweder über einen Widerstand messen, dann sollten das 20 mV sein. Wenn Du über beide Widerstände misst, hast Du R = 0,44 Ohm und es ergibt sich 40 mV. Über beide Widerstände messen, ist etwas genauer.

Weil die Endtransistorenpaare parallel geschaltet sind, werden beide Paare eines Kanals gleich von der Ruhestromeinstellung beeinflusst. Achte zur Sicherheit auf die Temperatur der Leistungstranistoren. Sobald die mehr als handwarm werden, stimmt etwas nicht.


[Beitrag von shabbel am 15. Mai 2026, 08:51 bearbeitet]
Letzterille
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 15. Mai 2026, 15:01
Hallo. Hab jetzt zwischen:

Q207 - Q211. 17.05mV
Q209 - Q213. 20.10mV
Q208 - Q212. 19.95mV
Q210 - Q214. 27.00mV
Alles nur leicht warm. Gute 30 Grad

Kann ich das so lassen, oder sollte ich alle erneuern?

Liebe Grüsse


[Beitrag von Letzterille am 15. Mai 2026, 16:39 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#19 erstellt: 16. Mai 2026, 09:18
Wenn Du über beide Widerstände gemessen hast, ist das soweit OK. Dafür würde ich nicht an den Ruhestrompoti gehen. Erneuern brauchst Du da nichts. Der Ruhestrom ist so etwas niedrig, was bei ganz leisem Hören Einfluss bekommt. Technisch bedenkenlos.

Vielleicht misst Du alle Spannungen an den Leistungstransistoren gegen Masse und stellst die Werte hier ein. Also pro Transistor 3 Spannungen. Dann kann man sehen, ob da noch etwas auffällig ist.


[Beitrag von shabbel am 16. Mai 2026, 09:18 bearbeitet]
Letzterille
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 17. Mai 2026, 18:57
Hallo. Hab doch noch ein wenig herumgespielt.
Nach 1 Stunde:

44 Grad.

Q207. 211. 19.69mV
209. 213. 23.20mV
208. 212. 19.68mV
210. 214. 26.94mV

Q207. 10.4mV. 58.7V. 555mV
Q209. 10.7mV. 58.7V. 555mV
Q211. -7,9mV. -58.8V. -562mV
Q213. -10.9mV. -58.8V. -562mV

Q208. 14.5mV. 58.7V. 553mV
Q210. 17.5mV. 58.7V. 553mV
Q212. -10.3mV. -58.8V. -554mV
Q214. -13.1mV. -58.8V. -554mV

Über die einzelnen E Widerständen alle so zwischen 7 und 9mV

Halbe Stunde später Temperatur auf unter 40 Grad.
Spannungsabfall, und Spannungen an Emitter um 30prozent niedriger.
Nach einiger Zeit wieder annähernd wie früher. Werte werden aber nie höher, als gemessen.(wenn ich nichts mehr verstelle natürlich)

Die Railspannungen und Basis Spannungen ändern sich nicht.




Liebe Grüße Werner
shabbel
Inventar
#21 erstellt: 17. Mai 2026, 20:16
Ich schreibe das nochmal übersichtlicher:

Linker Kanal:

Q207. 0,01 V. 58.7V. 0,55V
Q209. 0,01V. 58.7V. 0,55V
Q211. -0,01V. -58.8V. -0,56V
Q213. -0,01V. -58.8V. -0,56V

Rechter Kanal:

Q208. 0,01V. 58.7V. 0,55V
Q210. 0,02V. 58.7V. 0,55V
Q212. -0,01V. -58.8V. -0,55V
Q214. -0,1V. -58.8V. -0,55V

Eigentlich sollten 60 Volt an der Endstufe anliegen. Wenn Du auf 240 Volt Netzspannung eingestellt hast, ist das aber richtig.

Die E-B Spannungen sind mit 0,55 Volt etwas niedrig. Da müssten die Fachleute etwas zu sagen, ob das noch bedenkenlos ist.


[Beitrag von shabbel am 17. Mai 2026, 20:17 bearbeitet]
Letzterille
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 17. Mai 2026, 20:19
Hallo. Hab da noch eine Frage:
Mit einem analogen 50 MHz Oszilloskop, kann man da?die Übernahmverzerrungen sehen,
wenn der Ruhestrom zu niedrig einstellt ist. Hab's mit diesem Verstärker versucht, aber nichts gesehen
außer schönen Sinus.??
LG.
shabbel
Inventar
#23 erstellt: 17. Mai 2026, 20:24
Ich habe noch nie mit Oszilloskop gearbeitet.

Letzterille
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 17. Mai 2026, 20:47
Dankeschön!

Ist nicht umgestellt auf 240V.
Letzterille
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 18. Mai 2026, 19:37
Hallo, Habe am Gleichrichter gegen Masse:

43VAc und 58,7VDc

Die großen Siebelkos werde ich wohl auch erneuern müssen.
Es brummt nichts, kein Ac aber die Werte sind schlecht.

Haben die auch Einfluss auf die Spannung?

Soll: 10 000 uF

Ist: 6 000 uF 4.1Ohm

5 800 uF. 1.9Ohm
shabbel
Inventar
#26 erstellt: 19. Mai 2026, 10:29
Die Ohmschen Widerstände deuten auf grosse Durchlässigkeit hin. Bei 10.000 µF ist es aber ziemlich schwer den Widerstand zu messen, weil die Meßspannung zunächst den Kondensator auflädt. Bevor Du viel Geld ausgibst, könntest Du testweise kleinere Kapazitäten einlöten. 1000 µF tun es auch. Und dann sehen, was mit der Spannung ist. Die Kapazitätsabweichung alleine ist schon heikel genug.

Zu den Spannungen am Gleichrichter sollte jemand was sagen, der sich besser auskennt.

oldiefan1
Inventar
#27 erstellt: 19. Mai 2026, 21:23

shabbel (Beitrag #26) schrieb:
Bei 10.000 µF ist es aber ziemlich schwer den Widerstand zu messen, weil die Meßspannung zunächst den Kondensator auflädt. ...
Zu den Spannungen am Gleichrichter sollte jemand was sagen, der sich besser auskennt.


Das wäre in der Tat sehr schwer, genauer gesagt, kompletter Unfug, weil es die Aufgabe eines Kondensators ist, dass sein Gleichstromwiderstand idealerweise unendlich gross ist. Und in der Praxis im Bereich von mehr als hundert Megaohm liegt.

Den Serien-Widerstand eines Kondensators nennt man ESR (äquivalenter Serienwiderstand) und man misst ihn natürlich nicht mit Gleichspannung sondern mit Wechselspannung. In diesem Fall bei - bei einem Ladeelko hinter dem Gleichrichter - mit einer Messfrequenz von 100 Hz. Der Kondensator lädt sich dabei nicht auf. Der ESR von einem 10000 µF Becherelko sollte im Bereich um ca. 0,05 Ohm liegen (gemessen mit 100 Hz).

Liegt der ESR (bei 100 Hz) eines Elkos mit > 5000 µF bei mehr als 200 mOhm, ist er kaputt. Ursache für zu hohen ESR ist Austrocknung/Elektrolytverlust oder der Elektrolyt hat sich chemisch zersetzt. Der "zulässige" ESR ist abhängig von der Nennkapazität, der Bauart des Kondensators und des Kondensatortyps und ist den Datenblättern zu entnehmen.

Spannung hinter Gleichrichter:
Bei einem Brückengleichrichter mit normalen Si-Dioden in Graetz-Schaltung, wie hier, rechnet man für die Gleichspannung am Ladeelko mit der überschlägigen Formel:

Ausgangsgleichspannung (DC) am Elko = (Effektiv-Wechselspannung am Gleichrichtereingang x 1,4) -1,4 V

Also hier:
(43 V (AC) x 1,4) - 1,4 V = 58,8 V (DC)
Die gemessenen 58,7 V sind also in Ordnung.

Gruß
Reinhard


[Beitrag von oldiefan1 am 19. Mai 2026, 21:41 bearbeitet]
Letzterille
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 20. Mai 2026, 08:33
Hallo, die Widerstandswerte sind ESR mitsamt dem 4,7kohm Entladewiderstand. Gemessen mit AVR Transistortester . Auch mit einem zweiten Modell gleiche Werte.
Hab gestern zwei 6800uF, 80V von einem jüngeren Schlachtgerät ausgebaut. ESR gemessen ca. 0.5 Ohm.
Die alten 10 000uF Elkos haben eine Spannungsfestigkeit von nur 60V.

Werde ich heute einbauen.

Und das Umbauen auf 240V kann ich mir also sparen, oder soll ich probieren, welche Spannungen ich dann bekomme?


[Beitrag von Letzterille am 20. Mai 2026, 12:24 bearbeitet]
oldiefan1
Inventar
#29 erstellt: 20. Mai 2026, 19:39

Letzterille (Beitrag #28) schrieb:
Und das Umbauen auf 240V kann ich mir also sparen


Genau! Schaltplan sagt 60 V, Du misst 58 V, da brauchst Du nicht auf 240 V umzubauen.

Der AVR-Tester misst ESR nicht vorschriftsmässig für diesen Elkotyp bei 100 Hz, sondern bei grösserer Frequenz (125 kHz). Auch deshalb liefert er in diesem Fall keinen "richtigen" ESR-Wert, man muss mit einigen zehntel Ohm Fehler rechnen. Reicht aber zur groben Orientierung.

Dennoch halte ich 0,5 Ohm für einen 6800 µF Elko für zu viel. Für mich wäre dieser Elko ebenfalls schon kaputt.
Zum Vergleich: Bei einem 100 µF Elko misst man üblicherweise um 0,5 Ohm ESR. Mit höherer Kapazität wird ESR schnell kleiner. Für 10000µF ist der ESR typisch < 50 mOhm.

Gruß
Reinhard


[Beitrag von oldiefan1 am 20. Mai 2026, 20:08 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#30 erstellt: 20. Mai 2026, 22:35
Wobei sich Elkos, die lange nicht in Betrieb waren und schwächeln, auch reformieren können. Wenn die 6800µF aus dem Schlachtgerät tatsächlich lange nicht in Betrieb waren, kann es sein, dass die ESR-Messung nach 15 Minuten Betriebszeit schon wieder völlig normale Werte liefert.
oldiefan1
Inventar
#31 erstellt: 22. Mai 2026, 00:27

shabbel (Beitrag #30) schrieb:
Wenn die 6800µF aus dem Schlachtgerät tatsächlich lange nicht in Betrieb waren, kann es sein, dass die ESR-Messung nach 15 Minuten Betriebszeit schon wieder völlig normale Werte liefert.


Kann es sein?
Hoffnung kannst Du ja haben. Ich hätte sie nicht.
In erster Linie verbessert sich durch (Re)-Formieren der Leckstrom und als Folge profitiert davon (aber in geringerem Umfang) auch die Kapazität. Aber hoher ESR wird i.a. nicht deutlich besser.

Gruß
Reinhard


[Beitrag von oldiefan1 am 22. Mai 2026, 00:47 bearbeitet]
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