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Vinyl ... DAS Hifi-Medium

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DOSORDIE
Inventar
#102 erstellt: 02. Jun 2026, 20:42
Ich war eben wieder mit einem Walkman DD Laufen. Das Handy hab ich zuhause gelassen, so bin ich zur Ruhe gekommen und hab richtig schön Musik gehört und durch die offenen Bügelkopfhörer gleichzeitig auch die Umgebung wahr genommen.
RainerG.
Ist häufiger hier
#103 erstellt: 02. Jun 2026, 21:50
[quote="tubescreamer61 (Beitrag #73)"]Aber auch ansonsten komme ich so langsam zu der Überzeugung, das gerade in der Szene der Hifi-Fans sehr oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird.
Verstärkerleistungen von mehreren 100 Watt, mannshohe Lautsprechertürme (welche schon annähernd die Punktbelastungsgrenze eines Wohnraum-Fussbodens herausfordern) ............... hat der durchschnittliche deutsche Eigenheimbesitzer mittlerweile Ballsaal-große Wohnzimmer oder Hörräume ?
Da wird offensichtlich sehr viel Geld für "Möglichkeiten" ausgegeben, die sich real in den jeweiligen Aufstellungsräumen gar nicht sinnvoll nutzen lassen.
Gruß
Arvid[/quote]
Perfekt ausgedrückt, Arvid!
Genau dasselbe habe ich auf den Norddeutschen Hifi-Tagen gedacht, als mir die großen Wilson Audio Lautsprecher in der 3. Etage des Le Meridien in Hamburg die Trommelfelle durchdrücken wollten.
Scheiß drauf! Brauch ich solche Pegel? Nein!!!
Und brauche ich perfekte RT60? Nein! Vernünftige RT40 sind gut genug.
Und auf 115dB Dynamik sch... ich. Denn keine Aufnahme hat mehr als 90dB. Und bei Filmen rauscht - dank DIY Hush-box nur ganz leise - der Beamer.
Von allen Seiten beschallt man uns damit, nach dem ultimativen Kick streben zu müssen.
Was für ein Quatsch!
Umso mehr, wenn man bedenkt, dass Platten-Hobel offenbar ausgenommen sind von dieser Jagd nach Superlativen. Da ist man schon zufrieden, wenn die Nadel nicht aus der Rille springt.
Verrückte Hifi-Welt!


[Beitrag von RainerG. am 02. Jun 2026, 22:21 bearbeitet]
RainerG.
Ist häufiger hier
#104 erstellt: 02. Jun 2026, 22:24

tubescreamer61 (Beitrag #73) schrieb:
Aber auch ansonsten komme ich so langsam zu der Überzeugung, das gerade in der Szene der Hifi-Fans sehr oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird.
Verstärkerleistungen von mehreren 100 Watt, mannshohe Lautsprechertürme (welche schon annähernd die Punktbelastungsgrenze eines Wohnraum-Fussbodens herausfordern) ............... hat der durchschnittliche deutsche Eigenheimbesitzer mittlerweile Ballsaal-große Wohnzimmer oder Hörräume ?
Da wird offensichtlich sehr viel Geld für "Möglichkeiten" ausgegeben, die sich real in den jeweiligen Aufstellungsräumen gar nicht sinnvoll nutzen lassen.
Gruß
Arvid

Perfekt ausgedrückt, Arvid!
Genau dasselbe habe ich auf den Norddeutschen Hifi-Tagen gedacht, als mir die großen Wilson Audio Lautsprecher in der 3. Etage des Le Meridien in Hamburg die Trommelfelle durchdrücken wollten.
Scheiß drauf! Brauch ich solche Pegel? Nein!!!
Und brauche ich perfekte RT60? Nein! Vernünftige RT40 sind gut genug.
Und auf 115dB Dynamik sch... ich. Denn keine Aufnahme hat mehr als 90dB. Und bei Filmen rauscht - dank DIY Hush-box nur ganz leise - der Beamer.
Von allen Seiten beschallt man uns damit, nach dem ultimativen Kick streben zu müssen.
Was für ein Quatsch!
Umso mehr, wenn man bedenkt, dass Platten-Hobel offenbar ausgenommen sind von dieser Jagd nach Superlativen. Da ist man schon zufrieden, wenn die Nadel nicht aus der Rille springt.
Verrückte Hifi-Welt!
schorschi666
Stammgast
#105 erstellt: 02. Jun 2026, 22:46

RainerG. (Beitrag #104) schrieb:

Scheiß drauf! Brauch ich solche Pegel? Nein!!!
Und brauche ich perfekte RT60? Nein! Vernünftige RT40 sind gut genug.
Und auf 115dB Dynamik sch... ich. Denn keine Aufnahme hat mehr als 90dB. Und bei Filmen rauscht - dank DIY Hush-box nur ganz leise - der Beamer.
Von allen Seiten beschallt man uns damit, nach dem ultimativen Kick streben zu müssen.
Was für ein Quatsch!
Umso mehr, wenn man bedenkt, dass Platten-Hobel offenbar ausgenommen sind von dieser Jagd nach Superlativen. Da ist man schon zufrieden, wenn die Nadel nicht aus der Rille springt.
Verrückte Hifi-Welt!

Tja, es ist, denke ich, eine Art Rückkopplungsspirale. All diese "unnötigen" Geräte werden angeboten, weil es offensichtlich eine Nachfrage gibt. Möglicherweise verstärken sich Angebot und Nachfrage gegenseitig, aber wenn es keine Nachfrage gäbe, gäbe es auch kein Angebot. Eine andere Frage ist, warum es die Nachfrage gibt. Hat sie etwas mit Musik hören zu tun, oder mit ganz anderen Bedürfnissen :)?
Ich habe nie einen Plattenspieler besessen (um mal zu dem eigentlichen Thread-Thema zurückzukommen), deshalb kann ich den sentimentalen bzw. nostalgischen Wert einer Schallplattenhörsession nicht nachvollziehen, kann mir aber gut vorstellen, dass es den für manche Leute durchaus gibt. Muss man deswegen sofort eine Materialschlacht lostreten? Vermutlich nicht, es gibt aber möglicherweise auch noch andere Motivation als Nostalgie. Also jedem das Seine, oder, nach Friedrich II, jeder soll nach seiner Façon selig werden.
Jörg_A.
Inventar
#106 erstellt: 02. Jun 2026, 22:55
Das mit Nachfrage und Angebot sehe ich anders.
Es wird genug Scheixxx produziert und dann den Leuten (mit entsprechender Werbung) erzählt dass sie so was unbedingt brauchen.
Yamahaphilist
Stammgast
#107 erstellt: 03. Jun 2026, 08:10
Vielleicht, nur eine Vermutung, geht das Kaufen und dann zur Schau Stellung von maximal überteuerten HiFi Equipment bei dem einen oder anderen auch ein wenig in Richtung einer Art Selbstüberschätzung bis hin zum extremsten Fall einer narzisstische Persönlichkeitsstörung. Betroffene inszenieren eine großartige Fassade ihrer Person, um dahinter ein schwaches und brüchiges Selbstwertgefühl zu verstecken.
hifi_raptor
Inventar
#108 erstellt: 03. Jun 2026, 10:21
Morgähn
Stellt euch vor, da kauft einer teures Equipment, hat dafür keinen Showroom, sondern hört einfach nur Musik damit und keine Unterschiede.
Hat mächtig Spass damit. So was gibt es ganz sicher auch! Da braucht es keine Persönlichkeitsstörung. Welcher Art auch immer.
Wir sind da etwas voreilig mit unseren Urteilen.
Wer weiß, wenn das Umfeld stimmen würde und die Portokasse es hergeben würde - warum keine Naim Statement
Wäre unter diesen Umständen auch anfällig
Schöne Wochenmitte
tubescreamer61
Inventar
#109 erstellt: 03. Jun 2026, 10:23
Moin,
gut und schön ........... aber wie passen die Hifi-Zeitschriften in den ganzen Kreislauf ?
Da wird ja gelobhudelt auf Teufel komm`raus, sobald ein Hersteller die nächste "Superlative" vorstellt ........ und in den "Bestenlisten" dieser Hifi-Gazetten gibt`s ja nicht nur die "Spitzenklasse" ........ da wird ja noch die Referenzklasse obendrauf getoppt (also "Gut" ist nicht mehr gut genug - das muss für den "wahren Audiophilisten" jetzt superhyperdupergut sein :-) ).
Oder sind diese Zeitschriften letztendlich das, was ich schon seit längerem vermute: Werbeblättchen der Hifi-Industrie ?
Wenn dem tatsächlich so ist, ziehe ich den Hut vor den Herstellern sowie Herausgebern - sie haben es endlich geschafft, sich ihre "Werbeprospekte" von den Konsumenten bezahlen zu lassen.
Gruß
Arvid
doc_sisiphus
Stammgast
#110 erstellt: 03. Jun 2026, 11:54
mache doch Jeder, was er möcht und was er kann,
und gestehe Jeder den Anderen die gleiche Freiheit zu.
Wozu Kritik?


[Beitrag von doc_sisiphus am 03. Jun 2026, 12:11 bearbeitet]
rat666
Inventar
#111 erstellt: 03. Jun 2026, 12:36
Natürlich soll jeder machen was er möchte.
Wenn ich es richtig verstehe bezieht sich die Kritik nicht auf die Platte als solches, sondern auf die Behauptungen, dass Dreher für 5 stellige Beträge nötig sind um den optimalen Klang rauszuholen oder das Vinyl prinzipiell die hochwertigste Wiedergabequalität bietet.

Faktisch ist jeder 50k€ Dreher einem 500€ CD Player oder Streamer klanglich unterlegen.
Das Problem ist durch das Medium und das Wiedergabeverfahren bestimmt und nicht durch die Geräte selbst.
Dennoch macht Plätze Spaß
DOSORDIE
Inventar
#112 erstellt: 03. Jun 2026, 12:43
Naja früher waren eben die Technischen Daten ausschlaggebend für sowas.

Guckst du dir z.B. Tests alter Cassettendecks an ist die Referenz nicht ohne Grund die Referenz. Das ist nicht, weil irgendwer das "emotional so berührend" fand und der lautere Rauschteppich beim zweiten Gerät sogar irgendwie zu mehr "Luftigkeit" führte, sondern weil eben das Gerät genau an der IEC war, die Dynamik am Besten war, der W&F hervorragend, der Azimut stabil, der Einmesscomputer mit jedem Band beste Ergebnisse lieferte etc. Das ist Alles nachweislich in Zahlen und Diagrammen dort abgedruckt und dann gibts halt n Preis/Leistungs Sieger, eine Referenz im Klang und so weiter. Und wenn dann beim nächsten Test ein besseres Gerät kommt, gibt es halt ne neue Referenz.

So war es dann beispielsweise auch mit Verstärkern, ums Hören geht es da gar nicht so. Der Verstärker, der auf dem Blatt die Besten Werte hat, ist die Referenz. Ob man das hört ist erst mal egal. Dementsprechend wird eingeordnet. Hast du 2x380 Watt RMS mit weniger als 0,008% Klirr an 4 Ohm, super Laststabil, bester Dämpfungsfaktor, Frequenzgang bis 100 kHz (sowas gabs) plus die Meisten Anschlüsse, Features, Verarbeitung, MM/MC Eingang, Kapazität anpassbar, Gain einstellbar, Fernbedienung, Display und Pegelanzeige, ist das natürlich besser als 1xTape, 5 Analogeingänge mit Phono nur MM und solide 2x80 Watt RMS mit gesundem Klirr, obwohl das hörbar keinen Unterschied macht, aber trotzdem ist das bessere Gerät technisch gesehen dann nunmal besser.

Heute hast du 5 Seiten irgendwelche emotionalen Berichte mit Gen Z Typen, die 5 mal den selben Plattenspieler mit unterschiedlichen Labels drauf testen und jedes Mal was Anderes dazu schreiben. Flasche Rotwein, geiles Licht, Referenzplatten, Half Speed 596 g Pressungen mit Kirchenorgel und Kunstkopfstereophonie… Technische Daten stehen da nicht, die Beurteilung ist rein subjektiv und eigentlich nicht hilfreich, weil es keine Orientierungen ausser die schwurbeligen und schwammigen Texte ohne wirkliche Aussage gibt. Liest sich vielleicht ganz nett, ist aber nicht zielführend, wenn man einen soliden Plattenspieler kaufen will.

Und je High Endiger und Nischiger die Zeitung ist umso schlimmer wirds.

In der Audio Video Foto Bild stehen mittlerweile mehr sinnvolle Informationen, als in der Stereo, Audio oder wie die Alle heißen.

Und wenn ich dann son Geschwurbel wieder sehe, dann wird das ganz schnell aus meinem YouTube Algorithmus entfernt
https://www.youtube.com/watch?v=qXSaNicIzfI&t=672s

genau wie dieses HiFi Schluderbach Ding was Christian weiter oben verlinkt hatte. Das ist einfach nur Zeitverschwendung. Und sobald Leute anfangen subjektive Klangbeschreibungen in solchen Videos anzufangen, wenns nicht um irgendwelche DSPs, Klangregelungen oder von mir aus auch Lautsprecher geht bin ich echt raus und noch Schlimmer find ich dann so arrogante Leute, die sich erhaben und über Allem stehend fühlen, das ist ne ganz toxische Zusammensetzung. Bringt mir halt auch gar nix, wenn ich mich über bestimmte Geräte zielführend informieren will. Also von mir aus über irgendwelche Tapedecks, Bandmaschinen oder so, die spezielle Features haben, oder wenn wissen will, ob die Reparierbarkeit einigermaßen gut ist oder man Ultra Krasse Ingenieur Skills braucht. Ich find so Mend it Mark Videos z.B. viel viel geiler und auch hilfreicher.

Jetzt hab ich Lust auf ein Speakershocker Video um mich wieder über eine seiner komplett widersprüchlichen Klangbeschreibungen aufzuregen.

Kann ja auch jeder Machen was er will und kann. Ich - und auch sonst Niemand hier - verbiete es ja Keinem.
tubescreamer61
Inventar
#113 erstellt: 03. Jun 2026, 12:56
@rat666
Genau !!
Vielleicht mal als Beispiel:
Ich habe als Schallplattenabspielgerät (nennen wir`s mal so) einen Dual CS 70 (701). Seinerzeit das Spitzenprodukt von Dual und auch heute noch ein sehr gutes Gerät (fehlerfreie funktion und korrekte Einstellung des TA Systems vorausgesetzt).
Wenn ich das hier gesagte richtig interpretiere, sollte mein Dual also als Abspielgerät das technische Limit eines handelsüblichen Vinyl-Tonträgers zumindest erreichen.
So gesehen wäre also ein noch besseres Abspielgerät reine Geldverschwendung, weil "mehr" aus der Schallplatte/der Rille sowieso nicht rauszuholen ist.
Warum also 10 tsd. Euro für ein Analoglaufwerk ausgeben, wenn ein Gerät was ursprünglich als Neugerät 1/10tel davon gekostet hat völlig ausreicht.
Und zumindest was den Dual betrifft, ist das Teil 51 Jahre alt (sowas bekommt man als Gebrauchtgerät bestimmt auch schon für 1/5tel des Neupreises).
Das man evtl. für ein gleichwertiges Neugerät aus aktueller Produktion mittlerweile mehr bezahlen muss, als für den Dual damals mag ja durchaus sein - weil viele "Zulieferer" der Plattenspielerproduktion mit dem Großserien-Produktionsstopp dieser Geräte auch ihre Produktion der Zulieferteile eingestellt haben (Antriebsmotoren, Schneiden- bzw. Spitzenlager für kardanische Aufhängungen, oder sowas ). Wenn etwas in großen Stückzahlen von vielen Herstellern hergestellt wird, wird das Produkt eben vom Preis her günstiger - wenn`s davon nur noch wenige (Hersteller) gibt, eben teurer.
Nun sollte es aber mehr oder weniger vernünftige Gründe dafür geben, warum mancher Hifi-Fetischist solche Unsummen für ein Ungetüm an Plattenspieler ausgibt (das "mehr" an Wiedergabequalität kann`s ja nicht sein, denn das wird ja durch den Tonträger bereits weit früher begrenzt).

Jetzt verständlich genug ? ............... Eine einfache (ernstgemeinte) und völlig legitime Frage ............ ganz ohne "Hintergedanken oder Kritik"


[Beitrag von tubescreamer61 am 03. Jun 2026, 13:15 bearbeitet]
Christian_Mueller
Stammgast
#114 erstellt: 03. Jun 2026, 13:12
Alles richtig!

Wer aber tatsächlich alles aus seinen eventuell ebenfalls vorhandenen Mono- und Schellack Schallplatten rausholen will braucht, um nicht jedes mal den Tonabnehmer wechseln zu müssen, für jede Spielart einen eigenen Tonarm:



Oder nicht?

vG
Chris


[Beitrag von Christian_Mueller am 03. Jun 2026, 13:12 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#115 erstellt: 03. Jun 2026, 13:28
Hallo Chris,
und die 3 Tonarmbasen sollen der Grund dafür sein, das ich mir so`n "Bohrturm" für 10 K€ in die Bude stelle ?
Da würde ich mir lieber 3 Analogspieler aus der Hoch-Zeit der Schallplatte zulegen und diese entsprechend ausrüsten/einstellen - das kommt immer noch preiswerter (geschätzt die Hälfte).
........... wobei: Hab`ja bereits 3 Spieler ( den 701 + Dual 1019, Dual CS 601) - müsste ich also gar nicht :-)
Gruß
Arvid
P.s: "Können" diese "Bohrtürme" überhaupt 78 U/Min ?


[Beitrag von tubescreamer61 am 03. Jun 2026, 13:37 bearbeitet]
djsepulnation
Stammgast
#116 erstellt: 03. Jun 2026, 13:44
Mit ner Bohrmaschine können die sicher 78
Und der Angelo Kelly erinnert mich an den Karajan der damals Pate für die CD stand.
Hat die Plattenindustrie jetzt den Kelly ausgegraben um die Werbetrommel zu rühren?
Um das letzt Umsatzplus beim LP Absatz noch rauszuquetschen?


[Beitrag von djsepulnation am 03. Jun 2026, 13:50 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#117 erstellt: 03. Jun 2026, 14:21
Joar, so würd ich das vermutlich auch machen. Vor Allem für 78er reicht ja auch ein einfaches Gerät, solang es 78 kann.
#Gourmet
Stammgast
#118 erstellt: 03. Jun 2026, 17:09
Den Plattenspieler würde ich gerne gegen einen 500 € CD-Player anhören.

https://techdas.jp/pages/air-force-zero/
Dellebach
Ist häufiger hier
#119 erstellt: 03. Jun 2026, 17:26
Warum kauft sich jemamd so einen teueren Spieler?
Ganz einfach. Weil er ihm gefällt,
er sich es leisten kann und ihn deshalb will. Punkt.
Das ist schon Grund genug.

tubescreamer61
Inventar
#120 erstellt: 03. Jun 2026, 17:40

https://techdas.jp/pages/air-force-zero/

Da wird von der Entwicklung eines "Designs" gesprochen ............... welches Design ?
Für mich ist das ein schwülstiger Haufen "Altmetall" - da hätte der "Designer" mal lieber auf die Worte von Herrn Soichiro Honda hören sollen: Nur weil ein Gegenstand zweckmäßig ist, muss er deswegen nicht zwangsläufig auch häßlich sein ;-)
WAF = -10 ?
Schon alleine wenn ich die Rezension von Herrn J. H. (theabsolutesound) lese, wird mir vom Geschwurbel übel.
Soviel Blödsinn ...........ich bin sprachlos. Das erinnert mich an "des Kaiser`s neue Kleider" :-)
Da bohre ich mir lieber ein Loch in`s Knie und gieße Milch rein (genauso "hirnlos")


[Beitrag von tubescreamer61 am 03. Jun 2026, 17:50 bearbeitet]
doc_sisiphus
Stammgast
#121 erstellt: 03. Jun 2026, 18:10
@ Dellebach:


Das ist schon Grund genug.

genau so, korrekt.

da bedarf es nicht seitenlanger Ausführungen, die in diesem Fred zur Ermüdung ( gääähn) vorgetragen wurden, die Niemandem helfen oder ganz neue Erkenntnisse offenbaren, es ist imho so einfach.
hifi_raptor
Inventar
#122 erstellt: 03. Jun 2026, 18:15

Der Air-Force-Zero (was für ein peinlicher Name) ist ein krasses Stück Maschinenbau!
Der Preis ist eigentlich ohne Belang.
Die Frage ist doch eher wie soll so eine Maschine mehr aus einer LP rausholen wie drin - in der Rille - ist.
Und nur so aus Prinzip welche Plandrehmaschinen können das genauso gut.

Wie soll denn verglichen werden? Ein LP Mastering ist kein CD Mastering. Also wie bekommen wir eine Vergleichbarkeit hin?

Wahrscheinlich wird sich sowas auch ein Michael Fremer nicht leisten können.

Aber Spaß kann man damit locker haben. Nur gibt es auch genug Material wo sich der Aufwand dann auch lohnt.

Gruß
tubescreamer61
Inventar
#123 erstellt: 03. Jun 2026, 18:15
@doc_sisiphus
Lass` mich raten: Du findest so`n "Geschwür" auch toll ........... oder besitzt sogar sowas ähnliches :-) :-) :-)


[Beitrag von tubescreamer61 am 03. Jun 2026, 18:17 bearbeitet]
jandus
Stammgast
#124 erstellt: 03. Jun 2026, 18:39
Hier ein anderes Luxussegment und weil ja Luxusuhren ja auch immer zum Vergleichen herangezogen werden.

Jaeger-LeCoultre Duometre Heliotourbillon Perpetual

https://www.watchtim...tourbillon-perpetual

Kein Geschwurbel in dieser Rezension 👍

Der Preis für diese auf 20 Exemplare Limitierte Uhr 476000 Euro
tubescreamer61
Inventar
#125 erstellt: 03. Jun 2026, 18:51
Ich weiß zwar, das es eigentlich nicht hier hin gehört ........... aber weil ursprünglich von den "Problemen" bei der Wiedergabe auf Tonträger gespeicherter Musik gesprochen wird, gehört die wichtigste Komponenete einer Wiedergabekette - zumindest für mich - auch dazu.
Die Schallwandlung !!!
Anbei mal eine Schaltung für einen Kopfhörerverstärker - ich habe das Teil bereits vor Jahren aufgebaut und bin immer noch absolut zufrieden (höre augenblicklich damit).
Wenn`s um die "akustische Lupe" (Kopfhörer) geht, dann hier mal "der Handgriff" dazu:
https://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Siemens-C3g/c3g.htm
............ wer`s selber aufbauen kann - let`s go .......... besser als alles, was Kopfhörerausgänge an kommerziellen Hifi-Verstärker bieten können (sehr guter Kopfhörer vorausgesetzt).
Gruß
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 03. Jun 2026, 18:59 bearbeitet]
doc_sisiphus
Stammgast
#126 erstellt: 03. Jun 2026, 19:04
@tubescreamer61

ich verstehe nicht genau...
Meinst du mit "Geschwür" etwas dickes, was man eigentlich nicht braucht?
Wenn Ja, muss ich gestehen, das ich mir soetwas nicht leisten könnte, und wenn ich es mir leisten könnte, würde ich gernedarauf verzichten.
Ich habe hier ein paar Mittelklasse Dreher stehen, sowie einige CD maschinen, Tapedecks, und ein gernebenutztes UKW Radio,
zum Musikgenuss für mich mehr als genug. Wenn Andere etwas anderes benötigen, nehme ich daran kein Anstoß, Jeder, sowie er Kann und wie er möchte. Ein " Geschwür " dürfte wohl anders aussehen.
rat666
Inventar
#127 erstellt: 03. Jun 2026, 19:11

Den Plattenspieler würde ich gerne gegen einen 500 € CD-Player anhören.


Beeindruckendes Gerät, zweifellos aber auch der kann die technischen Unzulänglichkeiten der Platte nicht ausgleichen.
Nachdem ein Hörvergleich nicht möglich sein wird bleibt wohl nur der Vergleich von Messwerten.
Da dürfte jeder beliebige CD Player prinzipbedingt deutlich besser abschneiden.
tubescreamer61
Inventar
#128 erstellt: 03. Jun 2026, 19:17
Tut mir leid - ich bitte um Entschuldigung.
Das, was du da besitzt ist doch völlig okay. Wenn dich das zufriedenstellt (und das tut es ja offensichtlich) gibt`s überhaupt nix zu bemängeln und auch keinen Grund, in irgendeine Richtung nach was besserem "zu schielen" (du verstehst hoffentlich, was ich damit sagen möchte).
Mir scheint es lediglich, das die "bewerbung" solcher Geräte bei vielen Leuten den Anschein (und damit auch die "Begierde") erweckt, das sowas notwendig ist, um "gepflegt" Musik zu hören - das tut es m. E. n. nicht !!
Wer möchte, kann sich natürlich so`n Gerät in die Hütte stellen - nach meiner Meinung ist das aber völlig sinnlos und führt zu keiner Verbesserung des Klangerlebnisses.
Da kann man sein Geld sinnvoller in die eigene Anlage investieren (z. Bsp. am wirklichen "Flaschenhals" - den Lautsprechern ........ oder sollte ich sagen: Der elektrisch/akustischen Wandlung. Da geht wirklich "besser" - und zwar immer in irgendeiner Form/Art und Weise).
Gruß
Arvid

P.s. @ rat666
Meßwerten traue ich schon lange nicht mehr - ich hab`s schon mehr als einmal erlebt, das sich ein Gerät ganz hevorragend misst, klanglich aber eher "unterirdisch" war.
Was bleibt, ist der reale Hörvergleich ............. und wenn das nicht möglich ist: Vergess`das "Geschwurbel" in den Zeitschriften oder Werbeprospekten - das ist nicht von Belang.


[Beitrag von tubescreamer61 am 03. Jun 2026, 19:25 bearbeitet]
doc_sisiphus
Stammgast
#129 erstellt: 03. Jun 2026, 19:23
hallo Arvid,
alles gut. Du brauchst dich nicht zu entschuldigen.
Ich liebe die Musik, alles Andere ist Mittel zum Zweck. Wir sollen die Musik nicht von dem Rest überwuchern lassen.
tubescreamer61
Inventar
#130 erstellt: 03. Jun 2026, 19:26
Hallo Wolfgang,
genau meine Einstellung - dafür "Daumen hoch".
DOSORDIE
Inventar
#131 erstellt: 03. Jun 2026, 19:31
500 Euro muss man für einen CD Spieler doch gar nicht ausgeben. Die klingen eh nicht. Allerhöchstens marginal. Selbst der billige von meiner Schneider Kompaktanlage klang nicht anders, als Alles Andere, das ich danach, daneben und die ganzen Jahre so gehört und benutzt habe. Sie unterscheiden sich eher darin, wie gut sie die CDs auslesen und wie gut die Fehlerkorrektur letztendlich ist. Aber die CD als Solches ist ja nur ein Datenspeicher. Ob der Stream von CD, von DAT oder von Festplatte kommt ist im Endeffekt piepegal.

Die DACs sind schon seit den späten 80ern auch in billigen Geräten so gut, dass da klanglich Nichts mehr hörbar zu unterscheiden ist. Das sind eher so Sachen wie ein leicht höheres Grundrauschen, das aber nur bei Stille auf der CD und hohen Lautstärken des Verstärkers wahrnehmbar ist, immer noch deutlich unter dem was analoge Medien so an Noise hinzufügen. Manchmal sind die DACs oder eher der analoge Teil in der Ausgangsstufe schlecht geschirmt, dann hört man schon mal Störgeräusche, aber das sind dann schon eher portable Billig Spieler in irgendwelchen Radiorecordern und Kompaktanlagen oder eben Discmans…

Also es gab und gibt ja teure Plattenspieler, die ihren z.B. der Laser Turntable von ELP, mit der Einschränkung, dass er Picture Platten oder Buntes und transparentes Vinyl nicht zuverlässig abspielt ist das wahrscheinlich die Beste Möglichkeit eine Schallplatte abzuspielen. Dann gab es von Nakamichi mal ein Gerät, das den Plattenteller nach dem Label ausrichtet, bis die Rille exakt rund läuft, weil das Loch ja nie exakt in der Mitte ist und die Platte deshalb immer etwas eiert. Ich glaube der konnte die Platte dann auch zusätzlich ansaugen, damit die Unebenheiten geglättet werden, dazu hatte das Ding auch einen Tangentialen Tonarm und konnte auch skippen/programmieren. Ich kenne das Ding jetzt nicht besonders gut, es gibt glaub ich auch 2 oder mehr Typen, die das können, aber da sehe ich definitiv den technischen Aufwand der betrieben wurde und das rechtfertigt und das hat ja dann auch einen Mehrwert, weil es die Platte eben bestmöglich abspielt. Son Bohrturm macht aber ja nix besser, als Jeder stinknormale HiFi Plattenspieler für 250 Mark, wenn man unter Beide das selbe System drunter schraubt.

Also ich mein wenn ich weiß, meine Platte läuft komplett rund und eben, wird ohne Fehlwinkel abgetastet und minimiert damit auch noch mal die Verzerrungen, speziell in der Innenrille (wobei es da glaub ich auch drauf ankommt, wie die Mutterplatte geschnitten wurde), rechtfertigt das für mich eher einen höheren Preis, als wenn ich weiß "da ist technisch nix besser, bis auf mehr und höherwertigere Materialien" und wir sprechen da ja nicht von 500 bis 1000 Euro, die ich noch verstehen kann und auch selber bereit bin auszugeben, sondern eben von 10.000 und mehr, da muss das für mich schon was können, was ein normales Gerät eben nicht kann.
rat666
Inventar
#132 erstellt: 03. Jun 2026, 20:16

Also ich mein wenn ich weiß, meine Platte läuft komplett rund und eben, wird ohne Fehlwinkel abgetastet


Dann brauchst du einen Tangentialarm, gibt es in günstig bis ehlend teuer.


Also es gab und gibt ja teure Plattenspieler, die ihren z.B. der Laser Turntable von ELP

Das wäre ein Grund für mich mehr Geld auszugeben, weder Nadel noch Platte nutzen sich ab.


Die DACs sind schon seit den späten 80ern auch in billigen Geräten so gut, dass da klanglich Nichts mehr hörbar zu unterscheiden

Da gehe ich zeitlich nicht ganz mit, die alten R2R Dacs hatten deutlich schlechtere Messwerte. Seit den 2000ern ist das Thema DAC aber vom Tisch.


Meßwerten traue ich schon lange nicht mehr - ich hab`s schon mehr als einmal erlebt, das sich ein Gerät ganz hevorragend misst, klanglich aber eher "unterirdisch" war.


Ich hatte noch nie ein Gerät mit seriösen guten Messwerten welches schlecht geklungen hat. Inzwischen gibt es aber bei den seriösen Hifi Geräten durchwegs nahezu nur noch Geräte mit sehr guten Messwerten.
DOSORDIE
Inventar
#133 erstellt: 03. Jun 2026, 20:44
Ein Tangentialtonarm allein gleicht aber keine eiernde Platte und Unebenheiten aus.
djsepulnation
Stammgast
#134 erstellt: 03. Jun 2026, 22:05
Fakt ist doch das die LP nie so genau "abgetastet" werden kann wie ein Laser es bei einer CD tut.Selbst bei einem Tangential Dreher kann ein Fehlwinkel entstehen.Das ist Massenware.Da wurde nicht jedes Gerät von einem Maschinenbautechniker exakt vermessen.Die hatten damals ihre Toleranzen und wenn die Geräte die einhielten ging es ab auf den Markt.
Ich glaube kaum das n Sharp oder Technics Tangentialdreher keinen Fehlwinkel hat und die Nadel aufs tausendstel parallel zur LP Oberfläche ist.Geschwweige den ein rechter Winkel
Ein Plattenspieler hat nunmal keine Fehlerkorrektur wie ein CD Player
rat666
Inventar
#135 erstellt: 03. Jun 2026, 22:29
Ein Tangentialarm sollte schon gerade verbaut sein und wenn du den Tonabnehmer gerade einbaust wirst du keinen Spurfehler haben.
Trotzdem bleiben gewisse Einschränkungen weiterhin.
schorschi666
Stammgast
#136 erstellt: 03. Jun 2026, 22:44

Jörg_A. (Beitrag #106) schrieb:
Das mit Nachfrage und Angebot sehe ich anders.
Es wird genug Scheixxx produziert und dann den Leuten (mit entsprechender Werbung) erzählt dass sie so was unbedingt brauchen.

Ich war schon immer der Meinung, dass ein Mensch intelligent und in der Lage ist, selbständig Entscheidungen zu treffen. Das Argument mit der Werbung spricht den Menschen die Fähigkeit ab, selbstbestimmt zu entscheiden. Egal, ob es um HiFi oder andere - wirklich wichtige - Themen geht. Ich möchte es nicht akzeptieren. Wenn wir es nämlich akzeptieren, dann akzeptieren wir de facto, dass wir als Menschen nicht besser als ein Haufen Hühner sind - manipulierbar und unfähig selbstbestimmt zu leben.
schorschi666
Stammgast
#137 erstellt: 03. Jun 2026, 23:02

Yamahaphilist (Beitrag #107) schrieb:
Vielleicht, nur eine Vermutung, geht das Kaufen und dann zur Schau Stellung von maximal überteuerten HiFi Equipment bei dem einen oder anderen auch ein wenig in Richtung einer Art Selbstüberschätzung bis hin zum extremsten Fall einer narzisstische Persönlichkeitsstörung. Betroffene inszenieren eine großartige Fassade ihrer Person, um dahinter ein schwaches und brüchiges Selbstwertgefühl zu verstecken.

Selbst wenn es so sein sollte - wäre dann nicht die "High-End Therapie" begrüßenswert? Ich meine doch. Besser so, als auf Kosten der Krankenkasse, oder?
dialektik
Inventar
#138 erstellt: 03. Jun 2026, 23:19
@ schorschi666: Nun ja, du kommst jetzt an eine Frage, die Philosophie schon ewig stellt: kann der Mensch die Wirklichkeit/Wahrheit erkennen "Höhlengleichnis" oder nur den Schein von etwas und wenn das Subjekt nur in etwas hineingeworfen geworfen wird, was es bestimmt und den Schein vorgibt, es würde autonom denken und handeln...


[Beitrag von dialektik am 03. Jun 2026, 23:26 bearbeitet]
schorschi666
Stammgast
#139 erstellt: 03. Jun 2026, 23:37

dialektik (Beitrag #138) schrieb:
@ schorschi666: Nun ja, du kommst jetzt an eine Frage, die Philosophie schon ewig stellt: kann der Mensch die Wirklichkeit/Wahrheit erkennen "Höhlengleichnis" oder nur den Schein von etwas und wenn das Subjekt nur in etwas hineingeworfen geworfen wird, was es bestimmt und den Schein vorgibt, es würde autonom denken und handeln...

So kurz ist der Weg von der modernen Hi-Fi Technik zu Platon (Höhlengleichnis). Aber ja, es geht um das autonome Denken und Handeln. Hi-Fi ist ein wunderbares Beispiel für solche Entscheidungen.
dialektik
Inventar
#140 erstellt: 04. Jun 2026, 00:02
Schon lange werfen nicht nur Kerzen ein Bild an die Wand, wir leben in einer durch digitale Medien Und Plattformen perfektionierten Schein-Welt, in der das "Subjekt" sich nur vormacht, selbstbestimmt zu Denken und Handeln. Wäre dies nur HiFi, wäre es vollkommen harmlos...
schorschi666
Stammgast
#141 erstellt: 04. Jun 2026, 00:16

dialektik (Beitrag #140) schrieb:
Schon lange werfen nicht nur Kerzen ein Bild an die Wand, wir leben in einer durch digitale Medien Und Plattformen perfektionierten Schein-Welt, in der das "Subjekt" sich nur vormacht, selbstbestimmt zu Denken und Handeln. Wäre dies nur HiFi, wäre es vollkommen harmlos...


Und genau das weigere ich mich zu akzeptieren. Ich, und niemand sonst, trifft die Entscheidungen. Es wirft natürlich sofort die Frage auf, was ist, wenn ich falsch lag. Tja, sage ich, das ist der Preis der Freiheit. Um zurück zu HiFi zu kommen - in der letzten Konsequenz bedeutet das, dass wir uns von den "HiFi-Gurus" nichts mehr vormachen sollten, sondern nach eigenen Kriterien entscheiden sollten - mögen sie auch noch so persönlich und praktisch sein.
DOSORDIE
Inventar
#142 erstellt: 04. Jun 2026, 06:19
Der Nachteil eines tangentialarms ist zumindest theoretisch dass ja immer mit einem zusätzlichen motor nachgefühlt werden muss, das passiert normalerweise über Zahnräder in kleinen Schritten. Erst wenn die Nadel so weit nach links drückt, dass der Motor denkt „oh ich muss nachregeln“ kommt der Impuls. Zumindest ist das bei den meisten Geräten so gelöst (bei denen die ich hatte), das heißt die Nadel ist im Prinzip nur immer an einem Punkt dieses Prozesses exakt gerade. In der Praxis ist das natürlich egal und die Abweichungen vermutlich geringer, als bei einem radialen Tonarm, aber was man definitiv hört, ist die Mechanik und der Motor. Das überträgt sich mit auf den Noise Floor. Bei besonders hochwertigen tangential Armen ist das vielleicht anders, aber bei einem normalen billig bis Mittelklasse 80er Jahre Tangential ist das definitiv so.

Es gibt ja auch high End Lösungen mit pneumatik, wo der Arm auf Luftkissen fährt oder auch mit hydraulik. Das soll dann wohl genauer sein. Ob ich mir aber (auch zum Ansaugen der Platte, hab nachgesehen, bei Nakamichi war das optional und der Plattenspieler kostete ohne die Kompressor Einheit 18.000 DM) einen Kompressor, der dann auch noch Luftgeräusche macht hinstellen will, steht dann wieder auf nem anderen Blatt.

Doch. Es gibt ja Laser Plattenspieler. Die Tasten die Platte eben mit nem Laser ab und man kann sogar feinjustieren wo in der Rille der Laser hinstrahlt, wodurch man bei abgenutzten Platten evtl. den Teil der Rille erreicht, der von der groben Saphir Nadel mit der sowas passieren kann nicht hin kommt. Die Abtastung kann aber noch so genau erfolgen, das hebt die Limitierungen der Platte nicht auf und macht sie auch nicht zur CD. Wer das nicht versteht, hat das Prinzip von digitaler Musik und der CD als Medium nicht verstanden. Deshalb sind solche Sachen wie Riemenangetriebene CD Spieler auch totaler Blödsinn. Es ist einfach nur ein Datenstrom der in Paketen ausgelesen wird. Dabei sind die Pakete so angeordnet, dass im Fall eines Fehlers (Staub, Dreck, Kratzer) ein fehlerhaftes Paket bis zu einem bestimmten Punkt durch „Nachbarpakete“ errechnet werden können. Dafür muss das Signal (und bei digital ja grundsätzlich) gepuffert werden. Immer so weit, dass eine lückenlose Wiedergabe möglich ist.

Die Fehlerkorrektur ergibt sich aus mehreren Faktoren. Ein hochwertiger CD Player kann selbst bei tiefen Kratzern durch eine stärkere Optik noch sauber auslesen, wenn dazu die digitale Fehlerkorrektur noch gut ist, erreicht man damit bessere Ergebnisse als in billigeren CD Playern, die schon springen, wenn ein Fettfinger drauf ist. Dazu kommt natürlich mechanische Trittschalldämpfung. Bei einem billigen Player kann ich mit der Faust auf den Tisch hauen und die CD springt. Bei einem teuren Gerät wird nichts passieren. Das sind alles Faktoren, die ineinander spielen. Ironischerweise sind die besten CD Auslese Geräte die heute sehr billigen DVD Rom Laufwerke.

Bei Discmans ist das im Übrigen sehr eigenartig. In der Zeit wo Discmans noch richtig teuer waren und es noch kein digitales Anti Shock gab versuchte man die Aussetzer mit hochwertigen mechanischen Mitteln und besonders hochwertiger Fehlerkorrektur in den Griff zu kriegen. Also dann Anti Shock kam, wurden die Laufwerke billiger und lasen nicht mehr so gut aus. Ich habe einen Aiwa von 1997, mit 20 Sekunden. Der reagiert auf jede kleine Erschütterung. Man muss immer erst warten bis die Anzeige des Speichers voll gepuffert ist, dann kann man los gehen. Wenn man zu heftig schüttelt kann es sogar sein, dass er Aussetzer in den Puffer schreibt. Außerdem wird der Klang mit Anti Shock deutlich schlechter. Es hört sich an wie eine Art Grollen im Audio Signal. Logisch, Speicher war damals teuer, die mussten natürlich komprimieren. Erst später als die mp3 Discmans kamen, löste sich das Problem. MiniDisc war da komischerweise von Anfang an stabiler. Bei DAT Walkmans ist das übrigens auch erstaunlich. Da muss man schon echt heftig schütteln, bis da was aussetzt.
hifi_raptor
Inventar
#143 erstellt: 04. Jun 2026, 09:36
Morgähn
Im Jahr 2026 braucht es keine CD Player mehr.
Eine Festplatte kennt solche Probleme nicht.
Also CD rippen und auf HDD packen, von mir auch SSD. Wer dann meint er will was für den "Klang" tun, nimmt einen DAC seiner Begierde.
Die kann man auch in Galaxie -Ausführungen bekommen. Und auch der Kabelspieltrieb kann befriedigt werden.
Einzig gegen die eventuelle Geräuschkulisse bei HDD muss man entgegenwirken. Kann beim Bolero stören.
Kann man ggf. in den Flur auf das Ikea Regal stellen. Hier gibt es keine highfidelen Anforderungen.
Und CD's / LP's sind gewollter Anachronismus. Das macht aber wiederum Hobby aus.
Zudem füllt sich der letzte Meter im Regal endlich nicht mehr.
Also muss man sich "nur" um LS / Raum kümmern, was schon Herausforderung genug ist.
Schönen Tag noch.
DOSORDIE
Inventar
#144 erstellt: 04. Jun 2026, 10:12
Das war ja jetzt grad gar nicht die Aussage und ist nicht angezweifelt worden.

Als ich mein MacBook Air angeschafft habe, war ich froh über die Totenstille, da ist jeder CD Player lauter. Da musste dann auch zum sichern und für die ganzen mp3s eine SSD her, weil eine HDD die Ruhe kaputt gemacht hätte. Wenn ich jetzt mein noch halb funktionierendes Vorgänger Notebook einschalte, weil ich irgendwelche alten Fotos suche, frag ich mich immer, wie ich den Krach nur ausgehalten habe. Zu dem Zeitpunkt wäre ich mit einem MacBook Pro mit ähnlicher Konfiguration, das noch die coole Leiste hatte, die Alle doof fanden, ich aber irgendwie gut fand auf einen Preis gekommen, der nicht weit davon entfernt gewesen wäre. Ich habe mich dann aber bewusst dagegen entschieden, weil ich den Lüfter nicht wollte und die Leistung eh nicht brauchte. Wenn meine Freundin jetzt Playstation 5 spielt merke ich, wie empfindlich ich gegen solche Geräusche geworden bin. Die ist schon noch ganz schön laut, speziell wenn das Spiel auch noch physisch vorhanden ist.

Ich bin dann auch irgendwann darauf aus gewesen, das komplette Wohnzimmer still zu kriegen. u.A. habe ich dafür auch die alte Bahnhofsuhr aus dem Zimmer verbannt, die war einfach viel zu laut mit ihrem Geticke. Tja, Geräusche gibt es immer noch, der Trafo von dem alten AKAI Verstärker ist ziemlich laut und leider auch der Plasmafernseher, aber Computer und Festplatte(n) sind absolut geräuschlos. Also ein komplett geräuschloser Verstärker und Fernseher wäre noch mal ne gute Sache, wobei ich auch schon gehört hab, dass Schaltnetzteile gerne mal Röhrenfernseher artige Töne von sich geben (macht mein Plasma ja auch).

Das GX75 war übrigens auch deutlich lauter, als die Cassettendecks, die ich jetzt habe. Die GX747 mit ihren 3 riesigen Motoren wiederrum ist erstaunlich geräuschlos.

So viele Daten hab ich glücklicherweise nicht zu sichern, deshalb komme ich auch mit SSD recht günstig weg.

LG Tobi
tubescreamer61
Inventar
#145 erstellt: 04. Jun 2026, 10:13
Moin,

Ich, und niemand sonst, trifft die Entscheidungen.


Und das möchte ja auch keiner hier bezweifeln - bloß: Anhand welcher Informationen triffst du deine Entscheidungen ?
Und genau dort "liegt der Hase im Pfeffer" .............. man wird von der Werbung für alle möglichen Produkte quasi von allen Seiten bombadiert.
Da fällt die Unterscheidung zwischen "Werbung" und Tatsachen schon richtig schwer - zumal besagte Hifi-Gazetten ja vielen als Basis zur Informationsbeschaffung dienen.
Gruß
Arvid
#Gourmet
Stammgast
#146 erstellt: 04. Jun 2026, 10:23
Ich habe bevorzugte Hersteller, u.a. Magico, CH Precision, Nagra usw. Letztendlich zählt nur Klang und Anfassqualität. Alles andere Geschwätz interessiert mich nicht!
rat666
Inventar
#147 erstellt: 04. Jun 2026, 10:50

Ein hochwertiger CD Player kann selbst bei tiefen Kratzern durch eine stärkere Optik noch sauber auslesen,


Wäre schön, trifft aber in der Praxis nicht zu. "hochwertige" CD Player haben keine besseren Laufwerke, da keine Audio CD Laufwerke mehr produziert werden.


Ich habe bevorzugte Hersteller, u.a. Magico, CH Precision, Nagra usw. Letztendlich zählt nur Klang und Anfassqualität. Alles andere Geschwätz interessiert mich nicht!


In dem Fall eher Name, Optik, Haptik, Prestige, etc. der Klang scheint eher untergeordnet eine Rolle zu spielen.
DerHilt
Inventar
#148 erstellt: 04. Jun 2026, 11:47

tubescreamer61 (Beitrag #145) schrieb:
Anhand welcher Informationen triffst du deine Entscheidungen ?

Eine witzige Frage. Anhand welcher Infos entscheidest du?
Ich habe da meinen eigenen Modus Operandi, der sich aus jahrzehntelanger Erfahrung gepaart mit über Jahre erworbenem Wissen speist, und dann möglicherweise noch ner Tonne anderer Randbedingungen. Und da du weder über meine Erfahrungen noch über mein Wissen verfügst (sondern jeweils über deins) ist das für dich total irrelevant. Oder, wie wir hier sagen: geht dich nen Scheißdreck an.
Ja, ich war garnicht gefragt, aber meine Antwort gilt auch genrell.
DOSORDIE
Inventar
#149 erstellt: 04. Jun 2026, 11:57
Es ging mir um die Hochzeit der CD Player in den 80ern und 90ern. Das wär wie wenn du sagst "es gibt keine guten Cassettenlaufwerke mehr", und als hochwertiges Cassettendeck dann das letzte Verbliebene Tascam interpretierst, das gegenüber jedem Einsteiger HiFi Deck aus den 80ern und 90ern einfach Schund ist.

Wobei es ja bei CD Playern nicht verkehrt ist, wenn ein CD ROM Laufwerk drin ist. Das frisst dann zumindest Alles und sollte auch jede CD ordentlich auslesen.
flexiJazzfan
Inventar
#150 erstellt: 04. Jun 2026, 11:59
Es ist schon eigenartig, dass jemand , der seit Jahren in diesem Forum (tätig) ist, sich auf diese unflätige Art glaubt äußern zu müssen. Es muss hier keiner seine Erfahrungen oder Einstellungen teilen - am wenigsten seine schlechten Manieren.

Gruß
Rainer
tubescreamer61
Inventar
#151 erstellt: 04. Jun 2026, 12:00
Naja, ich muss zugeben, das ich mich auch mal habe "verleiten" lassen.
Vor einigen Jahren habe ich mir mal einen neuen CD-Player gegönnt ............ und mich in der Audio informiert.
Geworden ist es dann ein Marantz CD 6000 OSE KI . War ja auch anfangs nicht schlecht .......... später habe ich den optischen Ausgang genutzt und einen externen Wandler (Audio Alchemy DAC in the Box) angeschlossen, welcher den internen Wandler ersetzte (da dieser meiner Meinung nach etwas "hart" geklungen hat).
Leider hat der Marantz mit der Zeit angefangen zu "zicken" - macht manchmal die Schublade nicht auf oder nach dem öffnen unmittelbar wieder zu.
Da bedauere ich dann, meinen vorherigen Player (Philips CD 104) abgegeben zu haben.
Ein Pioneer PD-S 603 (mit dem stable pattern Laufwerk) habe ich noch als Zweitgerät - aber da habe ich auch schon mal das Lauwerk wechseln müssen, weil die Linse des Lasers herausgefallen war (lag dann einfach mal beim öffnen der Schublade auf dem Teller und ich Trottel hab`s weggeworfen).
Die Langzeitstabilität lässt bei manchen Playern offensichtlich auch zu wünschen übrig.
Wenn ich das mit einigen meiner anderen Geräte vergleiche: Dual CS 1019 - Bj. 1965 - `69, läuft (mit ein wenig regelmäßiger Wartung) noch immer ............
oder Grundig NF 2 Röhrenendstufe - Bj. 1961 - `65 , läuft bis auf einen Röhrenwechsel vor einigen Jahren bis heute problemlos. Entgegen weit verbreiteten Meinungen (Iiih - das Ding hat ja einen Reibradantrieb ...... oder: Die Übertrager sind für eine tiefreichende Tieftonwiedergabe viel zu klein) kann man mit diesen Geräten auch heute noch gut und entspannt Musik hören.
Klar - das sind "alte Kracher" und heutzutage nicht mehr Zeitgemäß (es gibt viele sehr viel bessere Geräte) aber was die Langzeitstabilität, Reparaturmöglichkeiten und Nachhaltigkeit angeht .................. und über die "Haptik" brauche ich ja kein weiteres Wort zu verlieren.
Gruß
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 04. Jun 2026, 12:06 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#152 erstellt: 04. Jun 2026, 12:13
@ DerHilt
und inwiefern soll mich deine "jahrelange Erfahrung" beeindrucken ?
Ich selbst habe ein halbes Jahrhundert an Erfahrung in der Hifi-Technik (nebst einem erlernten handwerklichen Beruf in dieser Branche).
Deine Aussage "überlese" ich ganz entspannt - sowas "trifft" mich nicht im geringsten.
MfG
Arvid
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