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Nubert NuVero 170 + Antimode 2.0 Dualcore + Wandabstand+A -A |
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Rob_Darken
Stammgast |
#1
erstellt: Gestern, 22:06
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Hi, Hab immer gedacht, wie es fast überall heißt, je größer der Abstand der Stand-LS zur Rückwand (und Seitenwänden), desto besser. Ich habe eben ca 38qm offenen Wohnbereich, der Horbereich ist 6,46m lang, 3,40m breit, inkl Schrägen hinterm Sofa. Hab meine 170er bisher ca 68-70cm zur Rückwand ausgestellt, Sofa ca 1,35m hinten weg von der Wand. Jedoch fehlte mir gerade bei Metal- oder elektr. Musik immer etwas der Punch. Habs eingemessen und dann auch die große Auslöschung gesehen, die gerade den wichtigen Bassbereich bei Musik betrifft (60-100Hz). Hab dann echt einige Tage getestet, Sofa und Lautsprecher immer in 10cm Schritten vor und zurück gerückt. Dann erneut eingemessen und bin nun deutlich zufriedener. Perfekt ist es noch nicht, aber schon deutlich besser als davor. Hab die Distanz, Lautsprecher zur Rückwand, auf 50cm verkürzt und dafür dass Sofa nochmal um ca 35cm nach vorne geholt und eingemessen. Unten könnt ihr beide Diagramme sehen. Ich denke, man muss echt immer im eigenen Raum testen, wir wir der Lautsprecher zur Rückwand platzt braucht und sich nicht immer auf pauschale 1m, 75cm, etc Regeln verlassen. ![]() kleinerer Wandabstand![]() größerer Wandabstand![]() ![]() ![]()
[Beitrag von Rob_Darken am 08. Jun 2026, 22:12 bearbeitet] |
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Denon_1957
Inventar |
#2
erstellt: Gestern, 23:05
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Hi Rob Das mit den Abständen der LS kann man eben nicht verallgemeinern. Ich hatte in meiner alten Wohnung meine Fronts ca 30cm von der Wand frei im Raum stehend das hat vom Klang her sehr gut gepasst. In meiner neuen Wohnung stehen sie ca 50cm von der Wand frei im Raum das passt wiederum auch sehr gut. Jeder Raum ist anders und reagiert auf Raummoden anders. Ich bin 2025 im Juli in die neue Wohnung eingezogen und bin jetzt fast fertig mit einmessen umstellen und Raumakustik anpassen. Aber du kennst doch unser Hobby werden wir je fertig ?? Übrigens mein AM DC 2.0 nutze ich nur für die beiden Subwoofer. Schau in mein Profil das siehst du was ich an Geraffel hab. [Beitrag von Denon_1957 am 08. Jun 2026, 23:09 bearbeitet] |
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Silenced_Music
Stammgast |
#3
erstellt: Heute, 08:38
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Moin, ich glaube die Idee mit „ je größer der Abstand der Stand-LS zur Rückwand (und Seitenwänden), desto besser“ greift zu kurz. Grundsätzlich: Stehen Lautsprecher nah an der Wand, kann sich der Schall nicht kugelförmig ausbreiten und der Bass wird verstärkt (Boundary Gain, Grenzflächenverstärkung). Dann hast du noch den Effekt der Raummoden. Da gibt’s diverse Rechner im Netz. Der hier zeigt auch grafisch die Erhöhungen und Druckminima: (https://www.hunecke.de/de/rechner/raumeigenmoden.html). Je nach dem wo der Hörplatz ist sitzt du eher in einer Überhöhung/in einem Druckminimum. Dann kommt noch der SBIR Effekt zum tragen: Der „Speaker Boundary Interference Response“ beschreibt die Interaktion einer Schallquelle mit den sie umgebenden Begrenzungsflächen. Da Lautsprecher tiefe Frequenzen kugelförmig abstrahlen, breitet sich der Bass in alle Richtungen aus. Der tieffrequente Schall wandert vom Lautsprecher nach hinten zur Frontwand wird dort reflektiert und läuft nach vorne zum Hörer. Er überlagert sich mit dem direkt nach vorne abgestrahlten Schall. Beträgt der Umweg (Abstand zur Wand und zurück) genau eine halbe Wellenlänge kommt es zu einer Phasenverschiebung von 180° und damit zur Auslöschung. Das entspricht einem Wandabstand von einem Viertel der Wellenlänge. Damit hatte ich lange zu schaffen. Das sind bei dir mit ungefähr 70 cm Wandabstand so gute 120 Hz. Stehen die LS weiter von der Front entfernt wandert das Loch in tiefere Bereiche wo es mehr stört. In dem Fall ist näher an der Wand besser weil schmale Auslöschungen in höheren Frequenzbereichen besser „überhört“ werden. Ferner gibt es Kammfiltereffekte am Hörplatz die auch zu Auslöschungen führen können. Ich habe das von der Google KI für deine Maße errechnen lassen weil ich dafür zu faul bin: Alte Aufstellung (Raumlänge 6,47 m, Lautsprecher: 69 cm; Sofa: 1,35 m) Boundary Gain (Grenzflächenverstärkung): Mäßig. Durch den Abstand von 69 cm zur Frontwand wird die Bassenergie noch relativ weiträumig im Raum verteilt. Es gibt kaum zusätzliche Pegelunterstützung im Tiefbass. SBIR (Quellen-Auslöschung): Der erste tiefe Einbruch durch die Frontwand liegt bei ca. 124 Hz. Damit wurde der wichtige Übergangsbereich vom Bass zum Grundton geschwächt. Längsmoden am Hörplatz (1,35 m Abstand zur Rückwand): •1. Mode (26,5 Hz): Ausreichend vorhanden, da der Hörplatz sich in Richtung des Druckmaximums der Rückwand befindet. •2. Mode (53,1 Hz): Massiver Pegeleinbruch. Das Sofa stand sehr nah am theoretischen Druckminimum (Wellenknoten bei 1,62 m). •3. Mode (79,6 Hz): Starker Pegelabfall. Das Sofa befand sich im direkten Einzugsbereich des Druckminimums bei 1,08 m. Gesamteffekt Alt: Es entstand ein breites, extremes "Bassloch" zwischen 60 und 100 Hz. Hier summierten sich das Moden-Minimum bei 53 Hz, der Kammfiltereffekt der Rückwand bei 63,5 Hz und das Moden-Minimum bei 79,6 Hz zu einer fast perfekten Auslöschung. Neue Aufstellung (Lautsprecher: 50 cm / Sofa: 1,00 m) Boundary Gain (Grenzflächenverstärkung): Hoch. Das Heranrücken der Lautsprecher auf 50 cm verengt den Abstrahlraum im Bass. Die Energie wird effektiv nach vorne zum Hörer gebündelt, was den gesamten Bassbereich um bis zu 6 dB verstärkt. SBIR (Quellen-Auslöschung): Wandert durch den verkürzten Wandabstand mathematisch nach oben auf 171,5 Hz. Der gesamte musikalische Punch-Bereich darunter ist nun komplett frei von dieser quellseitigen Auslöschung. Längsmoden am Hörplatz (1,00 m Abstand zur Rückwand): •1. Mode (26,5 Hz): Noch kräftiger, da das Ohr noch näher an das Druckmaximum der Rückwand rückt (Druckkammer-Effekt im Tiefstbass). •2. Mode (53,1 Hz): Deutliche Erholung des Pegels. Der kritische Abstand zum Moden-Loch bei 1,62 m wurde signifikant vergrößert. •3. Mode (79,6 Hz): Der Hörplatz sitzt zwar nun fast punktgenau im theoretischen Minimum der dritten Mode (1,08 m), allerdings ist die verheerende Koppelung mit dem alten 63-Hz-Loch komplett aufgelöst. Gesamteffekt Neu: Das breite Bassloch ist verschwunden. Der verbleibende Rückwand-Kammfilter hat sich auf schmalbandige 85,8 Hz verschoben. Da dieser Einbruch nun isoliert steht und die Boxen über den Boundary Gain deutlich mehr Grundenergie in den Raum schieben, wird der Bassbereich subjektiv als extrem druckvoll, präzise und "auf den Punkt" wahrgenommen. Das kommt ja so ungefähr hin, wenn man die Bilder deiner Messungen betrachtet. Hab das bei mir Zuhause auch alles durchgerechnet. Auf das Hertz genau ist das nie aber weitgehend passt das immer zusammen. Wenn das am neuen Hörplatz nun passt ist ja gut. Ich finde dein empirisch erhobenes Ergebnis mit kleinerem Wandabstand + Antimode ziemlich gut. Das ist ja nur eine sehr schmale Auslöschung und etwas Verlust bei um 50 Hz. Ggf. kann man mit einem gut eingemessenen und positionierten Sub noch etwas rasuholen wenn man das versuchen möchte. Auf jeden Fall Glückwunsch dazu und zu dem Rest. Sieht ziemlich beeindruckend aus, was du da stehen hast 😊 Grüße |
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Rob_Darken
Stammgast |
#4
erstellt: Heute, 10:50
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Dann dir die den ausführlichen Bericht. War eben tagelang verrückrn, neu Einmessen, mit Musik testen und das ganze von vorne. Aber von so schon ganz gut zufrieden. |
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