National Panasonic SG 6070 L

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nisaan
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 17. Aug 2017, 11:18
Hallo zusammen,

lange ist es her, dass ich überhaupt mal etwas gepostet habe.
Nachdem ich aber lange im Forum gestöbert habe, ist es nun an der Zeit, dass ich mich an euch wende

Es geht um das oben genannte Schätzchen. Das letzte Mal wurde 2005 in diesem Forum darüber geschrieben.

Nun bin ich durch sehr glückliche Umstände an diese Anlage gekommen,
Es scheint tatsächlich alles zu funktionieren. Abgesehen von einer Glühbirne vom Kasettendeck und leider ist der linke Kanal auch futsch, deshalb läuft gerade auch der rechte Kanal auf beiden Lautsprechern.

Der Klang ist super, die Verarbeitung der Kompaktanlage selbst ist überragend. Kein Billig Plastik

Meine Frage an euch: Könnt ihr mir weitere Infos über diese Anlage geben? Wie bringe ich den linken Kanal wieder ans Laufen? Was ist diese Anlage heutzutage wert?

Freue mich schon auf eure Antworten.
Viele Grüße, NIsaan


IMAG0290

IMAG0291
höanix
Inventar
#2 erstellt: 02. Sep 2017, 16:22

nisaan (Beitrag #1) schrieb:
Wie bringe ich den linken Kanal wieder ans laufen?

Erstmal eine Frage, ist bei den Lautsprecheranschlüssen bei Speaker A und B auf dem linken Kanal kein Ton?
Wenn ja würde das für Probleme mit der Endstufe sprechen, dann empfehle ich im Bereich Reparaur nachzufragen.
Hast du nur die Anlage oder auch die Begleitpapiere (BA / SM)?

Gruß Jörg
Django8
Inventar
#3 erstellt: 04. Sep 2017, 10:06
Hast Du Stereoton über Kopfhörer? Falls nein, könnte es mit etwas Glück bloss ein (relativ banales) Kontaktproblem in der Vorstufe sein. Falls nein, würde ich auch wie höanix auf ein Problem mit der Endstufe tippen. Und das wäre dann weniger lustig

Könnt ihr mir weitere Infos über diese Anlage geben?

Stammt von ca. 1978 und war damals die grösste "Kompakt"-Anlage, die National Panasonic im Angebot hatte . Ein Kumpel von mir (hat(te mal) die nächst kleinere SG-5090, auch die ist schon genial. Die SG-6070 aber ist ein Traum von einer Anlage, da lohnt es sich m.E. auch, Geld für eine Reperatur auszugeben. Siehe auch hier:
http://wegavision.py...78/national78-58.jpg
http://wegavision.py...78/national78-59.jpg
childofman
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 17. Mai 2018, 15:13
Zunächst ein Hallo in die Runde. Habe ein Modell besagter Anlage im Moment auf dem Tisch zu einer Generalüberholung. Einerseits ein grandioses Teil andererseits ein Verkabelungsirrsinn sondersgleichen im Innern. Anlage hatte ich vor rund 8 Jahren in München für 20 Euro erstanden und stand nun die ganzen Jahre (angeblich voll funktionstüchtig) in meinem Lager. Nach dem Auspacken vor rund vier Wochen deutliche Ernüchterung: Ein Kanal läuft (rechts) der andere extrem leise, Lautstärkeregler praktisch unbrauchbar (leise = rechts volle Lautstärke), Lampen defekt...Test sofort abgebrochen und erstmal SM bei Lange bestellt und kommen lassen (Romanformat).
Werde hier lose drüber berichten.
National Panasonic SG 6070 geöffnet

Ich bitte die Bildqualität zu entschuldigen, hatte ursprünglich gar nicht vor die Arbeit zu dokumentieren, allerdings wurden die Arbeiten sehr schnell sehr unübersichtlich - deshalb wurde das Auseinandernehmen mit Handy dokumentiert. Die Verarbeitung ist sehr wertig, das SM recht gut - der Zustand selbst eher mäßig und die Servicefreundlichkeit noch ausreichend, wobei das Grundkonzept der Kompaktanlage nicht gerade für Servicefreundlichkeit steht.
National Panasonic SG 6070 Service PreAmp und Tape Amp

Unter der Steuerungsplatine (mehrere ICs sind darauf mit Technics gelabelt) findet sich ein ziemlicher Kabelverhau, leider ist nicht alles steckbar, eine ganze Reihe von Verbindungen ist in Wire Wrap ausgeführt. Teils müssen Kabel durchtrennt werden um Platinen rausnehmen zu können. Relativ schnell stellte sich heraus dass neben dem defekten Volumeregler (auch nach Reinigung) hier einiges an Arbeit warten würde. Etwa 30 Prozent aller (!) Elkos waren mit Grünspan versehen, insbesondere ALLE Matsushita Elkos mit 10 und 33 µF. Ok das Gerät hat laut Produktionsdatum des Plattenspielers exakt 40 Jahre auf dem Buckel. Trotz Grünspan an den Elkofüßen waren die Werte der Elkos lt Messgeräten ok oder sogar höher. Habe mich dennoch entschlossen hier Tabula Rasa zu machen - werden alle ersetzt. Schwierig war es einen passenden Lautstärkeregler zu finden, weil die SG 6070 einen Stereo Vierpolregler mit 50kohm (auch noch gerastert) hat: Potis mit Loudnessabgriff sind heute nicht gerade easy zu finden.. Habe dann aber in China was gefunden (Alps gelabelt... hüstel). Ich muss allerdings feststellen, dass das angebliche Alps Poti sich sowohl an Messgerät wie auch Oszi hervorragend schlägt was zum Beispiel den Gleichlauf betrifft. Das defekte Originalpoti wirkt dagegen wie Billigschrott (Gleichlauf ohnehin unter aller Kanone, möglicherweise altersbedingt - auch ein Grund es zu ersetzen). Mittlerweile sind die Revisionsarbeiten an Endstufen und Vorstufenplatine halbwegs abgeschlossen - Laut Einzelmessungen sind STKs und Widerstände ok. Bei den Potis werden auch die Klangregelpotis ausgetauscht (Problem: Potiachse um 0,2 mm am Schraubgewinde zu dick....und - natürlich - Achsen zu kurz...). Bei der Prüfung des Plattenspielers: Grünspan bei den Elkos und zwei angebröselte Widerstände (in Arbeit) - Fotos folgen..
Django8
Inventar
#5 erstellt: 17. Mai 2018, 15:43
Danke für die Infos und für die Bilder. Wünsche Dir viel Erfolg bei der reparatur (so wie Du schreibst, wird das ja nachher praktisch ein neues Gerät sein ). Ich denke, der Aufwand lohnt sich bei diesem tollen Gerät
childofman
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 18. Mai 2018, 09:13
Hallo Django8 - in der Tat - irgendwie habe ich auch das Gefühl dass das auf eine extreme Verjüngungskur rausläuft... Aber gut. Neues aus der Bastelecke: Hier kommt der Plattenspieler der SG 6070. In mehrfacher Hinsicht sehr interessant.

Plattenspieler der National Panasonic SG 6070 von unten, Direktantrieb

Erster und wesentlicher Punkt, der Plattenspielerantrieb unterscheidet sich relativ stark von der üblichen Technics Technik. Schon relativ früh hatte Matsushita, aka National Panasonic und Technics beim Plattenspieler Direktantrieb den Plattenteller selbst zum Teil des Motors gemacht, also zum Rotor
des Motors, dessen Spulen direkt unter dem Teller relativ zugänglich lagen. Das ist bei allen Technicsen so spätestens ab dem SL-1210. Lediglich beim SL-1900 scheint es wie bei der SG 6070 zu sein: Hier ist der Motor geschlossen und der Teller wird nur auf die Achse gesteckt - auf der er simpel aufliegt. Der Teller ist ein blanker Teller ohne Magnete oder Motorbestandteile. Die Drehbewegung wird über die Achse auf den Plattenteller übertragen. Die meisten Kompaktanlagen aus der fraglichen Zeit von 1976 bis 1979 hatten riemengetriebene Plattenspielermodule (SG 3090 - sehr populär und häufig anzutreffen hatte z.B. eine Variante des Technics SL 23A verbaut, allerdings ohne Antiskating). Angesichts des Aufbaus habe ich so meinen Zweifel ob der Aufbau bei der SG 6070 wirklich sinnvoll war: Da der Teller nur über die Achse angetrieben wird und auch nirgends eine Geschwindigkeitsrückkopplung des Tellers erfolgt dürfte da ein gewisser Schlupf vorhanden sein und ob die echten Messwerte besser sind als bei einem Riemenantrieb wie bei der SG 3090 - möchte ich bezweifeln. Dafür ist aber der getriebene Aufwand für die Bedienerfaulheit enorm: Synchrostart (Cassettenaufnahme), Motorlift mit Sensorsteuerung. Kanonen auf Spatzen...Im Bild gut zu sehen die grobe Geschwindigkeitsjustierung für 33 und 45 an der Motorunterseite. Das Plattenspielermodul besitzt ansonsten noch getrennte Pitchregler für 33 und 45 an der Bedienungsoberseite.

National Panasonic SG 6070 Plattenspieler Service

Zur eigentlichen Reparatursituation: Super augenfällig, der überall an den Elkos nagende Grünspan. Sieht man auf den Fotos relativ gut. Und auf der Motorsteuerungsplatine (Logiksteuerung) ist mir zum ersten Mal die BRÖSELPEST bei Widerständen über den Weg gelaufen. Bei genauer Betrachtung der Platinenbestückung waren zwei Widerstände betroffen: Einer extrem heftig, der zweite kaum sichtbar. Das wirkte ein bischen so wie gesprungenes Porzellan. Interessant vor allem, es waren die zwei einzigen Kleinwiderstände (1/4 Watt) unter einem Kilo-Ohm auf der gesamten Platine die betroffen waren: einer mit 470 Ohm, der andere mit 560 Ohm. Alle anderen Kleinwiderstände auf der Platine bewegen sich in der Regel oberhalb von 4.7 Kilo Ohm. Das allerbeste allerdings an der Sache: Die augenscheinlich bröselnden Widerstände hatten sogar auch nach dem Ausbau noch den richtigen Widerstand. Ich konnte es kaum glauben.

Bröselpest Widerstände SG 6070 National Panasonic

Nach dem Austausch aller Elkos, dem Durchmessen aller Widerstände auf dem Board, testen der Transen (SC945P) und Nachlöten aller Lötstellen erscheint alles in bester Ordnung. Auch wenn vor allem die ersetzten Bauteile allesamt einen ziemlich schlechten Eindruck machen - ein Bauteil das ganz offensichtlich seine Werte überhaupt nicht mehr gehalten hätte war bislang nicht dabei - was mich ziemlich überrascht.

Bröselwiderstände Bröselpest SG-6070 Panasonic

Immer wieder amüsant empfinde ich den internen Anschluss der Plattenspielermodule an den Vorverstärker der Kompaktanlagen bei Panasonic: Die Techniker verbauten damals grundsätzlich offenbar Cinchstecker - das hatte ich bereits schon mal in einer SG 3090 gesehen, ist auch hier wieder der Fall: Sogar mit Farbcodierung, der rechte Kanal ist mit rotem Cinchstecker versehen...Das verbaute Tonabnehmersystem EPC 270 II war auch in den Technics Einsteigermodellen und bei der SG 3090 schon eingesetzt worden und ist ganz brauchbar, aber nichts besonderes. Interessant vielleicht, dass man der SG 6070 Antiskating verpasste und damit die Möglichkeit andere Nadeln (eliptische) einzusetzen. Bei der SG 3090 war man offenbar noch der Meinung gewesen, Antiskating sei wohl überflüssig, da ohnehin nur EPS 270 SD als Nadel verbaut wurde (Sphärisch nicht eliptisch) und bei sphärischen Nadeln das Antiskating nicht sooo relevant ist und der Benutzer wohl kaum andere Tonabnehmer einsetzen würde....
Django8
Inventar
#7 erstellt: 18. Mai 2018, 12:05

Auch wenn vor allem die ersetzten Bauteile allesamt einen ziemlich schlechten Eindruck machen - ein Bauteil das ganz offensichtlich seine Werte überhaupt nicht mehr gehalten hätte war bislang nicht dabei - was mich ziemlich überrascht.

Na - immerhin. Das ist doch irgendwie beruhigend - auch im Hinblick auf die alten Geräte, die meir rumstehen
Was macht eigemtlich das Kassettendeck bzw. dessen Zustand?

Übrigens: Die damals nächst kleinere Analge SG-5090 hatte vermutlich dasselbe Plattenspieler-Chassis (ebenfalls Direktantrieb), jedoch mit einem anderen Tonarm
childofman
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 18. Mai 2018, 13:34
Ganz ehrlich: ging mir auch so! Dachte im allerersten Moment: Wie abgefahren ist das denn? Das Bauteil sieht aus wie wenn es gleich zu Staub zerfällt und trotzdem tut es noch wie es soll! Ich hab wirklich ne Menge alte und schicke Hifi-Teile aus der Technics Ecke (auch in Betrieb) und gelegentlich bin ich da schon auch ein wenig unruhig (so im Schnitt nach über 30 Jahren).

Das Kassettendeck, soweit bin ich noch nicht wirklich. Zumindest in der Logiksteuerung sind schon mal dieselben Mängel zu sehen, Grünspan und Bröselwiderstände (auch 2 Stück..). War im Verhältnis sehr einfach zu zerlegen (sehr stringent modular). Der Mechanikblock liegt zwar draußen ist aber noch nicht geprüft. Festzuhalten ist: ZWEI Motoren - einer nur Capstan und einer nur für Vor und Rücklauf! Sämtliche Mechanik ansonsten über Elektromagnete - Insgesamt 4 Stück. Ich hatte mal ein Technics RS 615 - Ehrlich, das ist dagegen ein absolutes Plastikspielzeug (Rs-615 besteht aus heutiger Sicht zu 90% aus Metall) gewesen (stammt aus der selben Periode).

Selbst der auf der Hauptplatine - damals übliche - verbaute Play/Record Schiebeschalter wird per eigenem Elektromagnet betätigt! Aber die Infos kommen noch. Werde mich auch noch mit der Liftmechanik des Plattenspielers beschäftigen (Riemenzustand?).

Ja die SG 5090, da hast Du vermutlich Recht, dass das derselbe Plattenspielermotor sein könnte. Die hat aber wiederum denselben Tonarm wie die die SG 5070 - die steht bei mir im Lager - war als Ersatzteilträger für die SG 6070 gekauft worden. Das war ein wenig ein Fehlkauf, weil es nur zwischen SG 5090 und 6070 echte Parallelitäten gibt: Volume Poti / Preamp Loudness Schaltung usw. Die 5070 ist der 3090 ähnlicher: Riemenantrieb / Loudness nicht über Lautstärkepoti sondern fix usw...

Das Matsushita Kompaktanlagen-Department muss schon eine relativ eigene und auch eigenwillige Abteilung gewesen sein. Immerhin kann ich aus ein paar Unterlagen erschließen, dass die Abteilung NICHT in Osaka / Kadoma saß, sondern in Tokyo. Bis Anfang 1978 hatten sie sich vor allem bei Technics bedient - und das völlig offensichtlich und auch nachvollziehbar (hausintern sozusagen). Tonarme vom SL 19 SL 20 oder SL 23, Plattenteller ebenso - verbaut in SG 2080 / 3060 & 3090... Ab Anfang 78 tauchten plötzlich die neuen Tonarme auf - allesamt aus meiner Sicht relativ häßlich und nirgendwo bei Technics genutzt. Das betrifft übrigens auch die Bedienungsknöpfe: Bis 1978 sind die Reglerknöpfe praktisch teilweise identisch zu den SA 5160 er Serien, ab 78 gibts da keine Parallelen mehr. Und auch die SG 165 (Tangentialplattenspieler etwa 1980) geht Plattenspielertechnisch eigenständige Wege - sogar beim Tonabnehmer. Wobei Panasonic zu dieser Zeit sehr viel Fremdfirmen mit Kompaktanlagen und -teilen beliefert hat (große Teile von Schneider waren von Matsushita, MCO bekam in den USA Plattenspielermodule, Grundig bezog diverse Gerätelinien). Vielleicht wollten und konnten Sie sich nicht mehr richtig abgrenzen und das eigene Kompaktanlagengeschäft lohnte nur noch bedingt. Damals kam dann der Plattenspieler Panasonic SL-H401 auf den Markt (in Ergänzung zu den SG 60 und SG 65 / Casseivern) und der war praktisch eine 1:1 Kopie vom Technics SL D3 - allerdings sehr sehr Plastiklastig in der Anmutung. Und so langsam aber sicher war dann die Ära der Kompakten bei Panasonic zumindest endgültig vorbei.

Ich habe für die SG 6070 ein fast 70 Seiten langes Service Spezial Büchlein das sich ausschließlich mit der Logiksteuerung gefasst und sämtliche Programmierschritte erklärt - zur Schulung von Service Technikern. Das Ganze läuft unter "6070 Series". Da dachten die Macher wohl da kommt noch was nach..., stattdessen war's aber schon der Abgesang der Kompaktanlagen, nach 1980 wurde alles kleiner, billiger oder Einzelbausteiniger... Der Ruf der Kompaktanlagen im Allgemeinen war ja ohnehin nie sooo besonders.
Habe jetzt mal noch meine alte Canon Spiegelreflex ausgepackt - dann werden die Photos vielleicht ein wenig besser...
Django8
Inventar
#9 erstellt: 18. Mai 2018, 14:43
Danke für die spannenden "Insider-Infos" . Sehr interessant zu lesen


[Beitrag von Django8 am 18. Mai 2018, 14:44 bearbeitet]
childofman
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 19. Mai 2018, 15:11
Das Tape bzw. das Laufwerk des Cassettendecks der SG 6070. Dieses Modul hat wirklich was, das ist mit das Einfachste was mir bisher untergekommen ist, So wenige Riemen und Motorteile habe ich glaube ich bisher noch nie gesehen. Der Capstanriemen scheint mir etwas locker, was ich noch prüfen werde. Die Köpfe sehen gut aus, praktisch kein Einschliff, allerdings ist das auch noch im Detail zu klären. Der Playback/rec Head ist mit SA gekennzeichnet( Sen-alloy?). Die Kopfjustierung ist noch Original (Loctite). Bin wirklich gespannt was das Deck tonal bietet, einerseits Standard 2 Kopf mit FE/Cr/FeCr (kein Metal) und Dolby B, andererseits so wenig Mechanik.

Tapedeck Modul Panasonic SG 6070

Auch hier im Detail Grünspan an den Elkobeinen. Bis das bereit zum Mechaniktest ist - das dauert noch. Von der Gesamtanlage sind mittlerweile rund ein Drittel der Platinen geprüft und überarbeitet. Über den Daumen sind etwa 120 Elkos bislang ersetzt worden. 12 Widerstände (alle unter 1 kOhm, darüber tritt dieser Bröseleffekt nicht auf.).

National Panasonic Tapeck SG 6070

Eine Reihe von den von der Bröselpest betroffenen Widerständen reagierte massiv auf das Nachlöten Ihrer Platinenfüßchen: Die Widerstände blühten förmlich auf und die Farbcodehülle zerfiel praktisch unmittelbar - Die Widerstandswerte blieben aber ok.

National Panasonic Tapedeck Laufwerk SG 6070 Detail

Optokoppler / Scheibe zum Triggern des Laufwerkzustands am Zählwerk für Logicsteuerung Autostop etc. Die Öldämpfung des Cassettenfachs funktioniert, Hübsch die Rückbeleuchtung des Cassettenfensters. Laut Datenblatt / SM müsste das Tape bei CrO2 einen Frequenzgang bis 16 khz bei 3dB bieten - Für 1978 ganz anständig... Ich werde sehen...

Kondensatoren Matsushita 1978 85 Grad aus National Panasonic SG 6070

Die Bauteile stammen allein von der Timer Steuerung der Kompaktanlage, eine kleine Relaisplatine die das Gerät wahlweise ein- oder ausschaltet (Sleep Funktion, oder Weckerfunktion) - Nach dem Auslöten ist der Grünspan teilweise nicht mehr besonders gut zu sehen
höanix
Inventar
#11 erstellt: 20. Mai 2018, 00:39

Django8 (Beitrag #9) schrieb:
Danke für die spannenden "Insider-Infos" . Sehr interessant zu lesen

Für mich ist es eher deprimierend, habe leider von Elektronik nicht viel Ahnung.
Die Mechanik von Plattenspielern ist das einzige was ich wieder zum laufen bekomme.
Aber meine Hochachtung vor Allen die so viel Arbeit investieren um die alten Geräte wieder instand zu setzen!
Gruß Jörg
Django8
Inventar
#12 erstellt: 20. Mai 2018, 12:13

Für mich ist es eher deprimierend, habe leider von Elektronik nicht viel Ahnung.

Ich leider auch nicht . Und mit "Insider-Infos" meinte ich auch primär das ganue Hintergrundwissen über die verbaute Technik. Parallelen zu anderen Modellen etc.


Aber meine Hochachtung vor Allen die so viel Arbeit investieren um die alten Geräte wieder instand zu setzen

Da bin ich ganz bei Dir
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