German loudspeaker tradition: HIFI-FORUM zu Besuch bei Canton in Weilrod!

Canton feierte Ende April gemeinsam mit zehn Mitgliedern des HIFI-FORUMs ausgiebig Geburtstag! Die musikbegeisterten Hessen können nunmehr auf 45 Jahre Historie in Sachen Lautsprecherbau zurückblicken…

HIFI-FORUM bei Canton in Weilrod
Mitglieder des HIFI-FORUMs zu Besuch bei Canton in Weilrod

 

Doch beginnen wir am Anfang der Geschichte. In der urig anmutenden Bar des Hotel Lindner in Frankfurt nahmen Oliver Hennel (Marketing Director Canton), Moritz Jung (Marketing Manager Canton) und Dirk Halfmann (Training Manager Canton) am 23. April 2017 ihre Gäste herzlich in Empfang, bevor es nach einer ersten Kennenlernrunde per Shuttle bestens gelaunt zur Jahrhunderthalle im Stadtteil Höchst ging.

Hotel Lindner Bar
Landhaus-Ambiente im Hotel Lindner
Jahrhunderthalle Frankfurt
Jahrhunderthalle in Frankfurt

Szenenwechsel – Vom Landhausstil zum Retro-Interieur

Seit 2014 steht Besuchern der Frankfurter Konzert- und Kongresshalle im Rahmen exklusiver Veranstaltungen die Canton-Lounge zur Verfügung. Kulinarische Leckereien, dezente musikalische Untermalung sowie das ausgefallene Sechzigerjahre-Retro-Design laden zum Wohlfühlen, Verweilen und guten Gesprächen ein. Besonderer Augenschmaus: Cantons Flaggschiff 1 K. Ein perfekter Auftakt also für alles, was an diesen beiden Tagen noch auf unsere Event-Teilnehmer zukommen sollte.

Canton-Lounge
Retro-Look in der Canton-Lounge
Dessert
Süße Stärkung für Naschkatzen
Canton-Lounge
Zeit für Plaudereien

Red Bull Flying Illusion – Kampf zwischen Gut und Böse

Bereits bei der Ankunft am Ort des Geschehens erhielt man angesichts der vor der Halle trainierenden Personen einen kleinen Vorgeschmack auf das nachfolgende Bühnenereignis, bei dem die zahlreichen Zuschauer in eine völlig neue Dimension von Tanz, Musik und Lichtspiel eintauchten. Red Bull Flying Illusion, so heißt die am 21. März 2014 uraufgeführte Show der Flying Steps – eine Tanz-Crew, deren Gründung in die 90er Jahre zurückdatiert, als Vartan Bassil und Kadir „Amigo“ Memis in Berlin die heute über zwanzigjährige Geschichte des Teams zu schreiben begannen.

Stand zunächst Johann Sebastian Bach mit seinem Wohltemperierten Klavier musikalisch Pate für die initiale Show Red Bull Flying Bach – eine Kombination aus Street Culture und Hochkultur – so wandte man sich mit der Premiere der Red Bull Flying Illusion im Berliner Tempodrom dem Thema „Breakdance meets Illusions“ zu. Zwölf der weltweit besten Tänzer aus sämtlichen Bereichen des Urban Dance zeigen hier ihr schier unglaubliches Können. Mit ihrer bislang größten künstlerischen Darbietung sind die Flying Steps europaweit auf Tournee und begeistern kontinuierlich ein internationales Publikum.

Flying Steps
Die Flyings Steps in Aktion
Flying Steps
Illusion oder Realität?

 

Die Liebe zu Tanz und Musik sowie das Motto „Geht nicht, gibts nicht“ treiben die Akteure zu immer neuen Höchstleistungen an. Da wäre z.B. Rubber Legz, dessen gummiartige Beine seinem Namen alle Ehre machen; Benny, der, einem Hubschrauberpropeller gleich, sekundenlang Pirouetten auf dem Kopf dreht sowie der als Kind an Polio erkrankte Franzose Junior – auf seinen Armen behänder unterwegs als manch ein Normalsterblicher auf den Beinen, um nur drei der Ausnahmetalente zu nennen. Für das beeindruckende Bühnenbild zeichnet übrigens Illusionist Florian Zimmer verantwortlich, welcher bereits erfolgreich mit Janet und Michael Jackson kooperierte und von Siegfried und Roy mit dem „Golden Lion Award“ ausgezeichnet wurde. Nicht nur unsere Event-Teilnehmer, sondern der ganze Saal belohnte dieses Show-Highlight mit tosendem Applaus und Standing Ovations. Zum Abschluss des im wahrsten Sinne bewegten Abends blieb noch genügend Zeit für einen ausgiebigen Plausch in gemütlicher Runde mit Oliver Hennel, Moritz Jung und Dirk Halfmann.

Von der Illusion zur Produktion – Auf zu Canton nach Weilrod

„Wenn ihr irgendwann Angst bekommt und euch fragt, wo ihr seid… einfach noch ein bisschen weiterfahren!“, so riet man seitens Canton augenzwinkernd dem sich nach dem Frühstück Richtung Weilrod bewegenden PKW-Tross. Spätestens bei Ankunft an der Firmenniederlassung wusste jeder, was gemeint war. Eingebettet in sattes Grün mitten im hessischen „Nirgendwo“ beherbergen zwei recht unauffällige Gebäude Management und Entwicklungszentrum der beliebten Audio-Marke.

Firmensitz Canton
Firmensitz von Canton in Weilrod
Canton Firmensitz
Lautsprecherentwicklung mitten im Grünen

 

Vor dem Eingang wehen drei Flaggen: Europa, Deutschland und Canton. German loudspeaker tradition schreiben sich die audiophilen Hessen völlig zu Recht auf die Fahne, denn in Weilrod findet Handarbeit vom Feinsten statt. Aber man scheut sich auch nicht, die Verbindung nach Osteuropa  zu thematisieren. Im Gegenteil. „Darf ich mal kurz was sagen? Wir sind ein bisschen stolz auf uns…“, merkt Oliver Hennel schmunzelnd an, als er den Anwesenden verrät, dass man extra für diese Veranstaltung brandneue Fotos vom Werk in Tschechien geschossen habe, um den Besuchern des HIFI-FORUMs aktuelle Einblicke auch jenseits der deutschen Firmenzentrale zu gewähren. Hierzu zählt übrigens auch ein Pater Noster, der von Siemens eigens für Trockenvorgänge im Rahmen der Fertigung konstruiert wurde.

Alle im Nachbarland erstellten Einzelteile wie Schwingspulen, Chassis und Frequenzweichen werden zur Endmontage nach Weilrod geliefert, wo der finale Lautsprecherbau stattfindet. Für Überraschung und Anerkennung sorgte der Hinweis, dass in China gefertigte Produkte wie Soundbars oder Sounddecks in Weilrod grundsätzlich noch einmal zerlegt und auf hundertprozentige Qualität geprüft werden. Ein nicht selbstverständlicher oder gar branchenüblicher Service!

Es geht ans Eingemachte – Erste Höreindrücke und Do-it-yourself-Erfahrungen

Umringt von Canton-Lautsprechern der Vento- und Chrono SL-Serie sowie den imposanten Flaggschiffen der K-Reihe zeigte der Gastgeber beim ersten Testhören, während dessen das GLE-System nebst neuem AR-400 sowie Cantons jüngste Soundbar zum Einsatz kamen, mit The Dark Knight und Linkin Parks Iridescent sein Können in Sachen Heimkino – und zwar inklusive Dolby-Atmos-Sound.

Canton Reference K
Gewichtige Hochkaräter: Canton Reference K
Canton Chrono-Serie
Weitere Schmuckstücke: Chrono SL & Vento

 

Mit den Worten „Die ganze Produktion steht für euch still!“ führte Dirk Halfmann anschließend pünktlich um 11 Uhr die wissbegierigen Foristen in Bereiche des Weilroder Firmensitzes, in die sonst so schnell kein Externer Einblick erhält. „Jeder Teilnehmer baut jetzt einen Lautsprecher zusammen und dann noch zehn weitere, damit die Hotelzimmer bezahlt werden können!“ Cantons Training Manager hatte bei dieser Ankündigung die Lacher schnell auf seiner Seite und erläuterte daraufhin mit verschmitztem Lächeln den tatsächlichen Plan.

Unter Anleitung und prüfenden Blicken durchweg weiblicher Belegschaft galt es, je ein Pärchen Chrono SL 526 mit dem unabdingbaren Innenleben, Verkabelung und Chassis, zu bestücken. Wer sich zuvor schon einmal in Sachen Löten betätigt hatte, konnte nun auf dieses Know-how gänzlich ohne Angstschweiß auf der Stirn zurückgreifen. Die fertigen Lautsprecher wurden zum Abschluss einem Frequenztest unterzogen, sodann mit einem Fertigungssiegel des fleißigen Konstrukteurs versehen und diesem als Geschenk überreicht. Eine tolle Überraschung, die selbstredend für großen Jubel sorgte.

Canton-Holzkisten
Von Vintage bis High End
Lautsprecherbau Canton
DIY – Lautsprecherbau bei Canton
Canton Chrono SL 526
Chrono SL 526 in Hochglanz-Schwarz

Von Hausmannskost und schalltoten Räumen

Lautsprecherbau macht hungrig. Das merkten auch unsere Tester und genossen das bodenständig-schmackhafte Mittagessen, das Cantons gute Fee Heike Kalusche in der firmeneigenen Kantine kredenzte. Bei Kartoffelsalat, Frikadellen und Schnitzeln wurde munter geplaudert, bevor es weiterging in die heiligen Hallen der Entwicklung. Inmitten eines kleinen Büros, gespickt mit allerlei Lautsprecher-Equipment, darunter Prototypen, die das Licht der Hi-Fi-Welt nie offiziell erblickt hatten, erhielten die Teilnehmer durch Frank Göbl (Technical Director Canton) spannende Infos zur Entstehung der hessischen Schmuckstücke – vom Brainstorming über erste Entwürfe bis hin zum markttauglichen Exemplar.

Chassis
Audiophiler Setzkasten

 

Hören, zum Glück aber nicht Sehen, verging manchem beim Ausflug in den schalltoten Raum, den Canton inklusive eigener Computer-Software im Jahr 1989 einweihte. Das Bild, das sich dem Betrachter hier bot, nachdem die  zwölfköpfige Mannschaft auf den Standgittern des Zimmers versammelt war, erinnerte ein wenig an in Schaumstoff gepolsterte Ölsardinen, was Frank Göbl nach einigen fachlichen Ausführungen amüsiert mit „Wir wählen die Teilnehmeranzahl immer nach der Raumgröße aus.“ konstatierte. Das eigenartige Gefühl, welches sich in Ermangelung des für das menschliche Ohr gewohnten Schalls einstellt, führte beim einen oder anderen gar zu latenten Fluchtreflexen. Nichtsdestotrotz war es eine sehr interessante und sicher nicht alltägliche Erfahrung für die Besucher.

Canton schalltoter Raum Tür
Kleines Schild, große Wirkung…
Canton schalltoter Raum Tür
…die Tür zum schalltoten Raum…
Canton schalltoter Raum
…Fassungsvermögen: Mindestens zwölf Mann

Hört, hört – Listening-Session Teil 2

Das Beste kommt zum Schluss, so sagt man. Und wenngleich das bisherige Programm schwer zu überbieten war, so wartete an diesem Montag doch noch ein finales Highlight auf die Gruppe. Neben dem Jubiläumsmodell A 45 fuhr Canton mit der Reference 1 K richtig großes Geschütz auf. „Ich hab die Waschmaschine, er hat den Trockner…“ kommentierte grinsend Freddy Allen (Manager Marketing Services Canton), während er seinem Kollegen beim Platzieren der imposanten rund 135 Kilogramm schweren Lautsprecher half.

Schwergewicht: Canton Reference K
Flaggschiff Reference 1 K

 

Emotional mitreißend moderiert von Dirk Halfmann ging es auf eine musikalische Reise durch unterschiedlichste Genres, darunter Chuck Mangiones Children Of Sanchez, Wishbone Ash mit Lady Whiskey, Photograph von Ed Sheeran, der Gladiator-Thementitel Now We Are Free sowie die gefühlvolle Ballade Lost Highway des Duos Kurt Nilsen und Willie Nelson. Die wohltuend sonore Stimme Hannah Reids, Sängerin der Band London Grammar, unterstrich die nachdenklichen Töne ihres Liedes Strong, während man mit Blick aus dem Fenster die von der Nachmittagssonne gold gefärbten Grashalme in einer leichten Brise sacht mitschwingen sah. Ebenso ausdrucksstark trat Joy Williams mit One Day I Will vor das andächtig lauschende Community-Publikum.

Listening Session bei Canton
Mit Canton Musik erleben

 

Für ordentlich Spaßpegel und Club-Feeling sorgten Planet Dada von Yellow sowie Infected Mushrooms mit Never Ever Land. „Ist der Bass da hinten ok?“, so lautete Dirk Halfmanns eher rhetorisch zu verstehende Frage an seine Zuhörer, deren Ohren aufgrund der schieren 1 K-Power bereits respektabel schlackerten. „Joa, schon in Ordnung!“ ertönte prompt und begleitet von schelmischem Grinsen die Antwort des jüngsten Teilnehmers. Übrigens, den Song, den Forenmitglied BestPicture zuhause gerne mal via eigener Canton Reference mit seinen ahnungslosen Nachbarn teilt, wollte er der Weilroder Runde zurecht nicht vorenthalten: Vom Smartphone auf die 1 K – That’s Just The Way It Is (Phil Collins). Mit Marianne Mellnas‘ Julsang endete schließlich die zweite Listening-Session in ruhigeren musikalischen Gefilden. Der Titel der Band Toto bringt wohl auf den Punkt, was für alle Anwesenden galt: I will remember.

Ende gut, alles gut

Auf wippenden, aber „unkippbaren“ Stühlen – neben den zahlreichen Lautsprechern eine weitere bemerkenswerte Konstruktion im Hause Canton – gab es zum Abschied Kaffee und Kuchen, einen letzten angenehm ungezwungenen Austausch und natürlich ein Pärchen gut verpackte Chrono SL 526 als Reisebegleiter überreicht. Es waren zwei kurzweilige Tage mit tollen Menschen und voller neuer Eindrücke und Erlebnisse! Wir möchten uns ganz herzlich beim gesamten Canton-Team für dieses großartige Programm, das mit sympathischer Offenheit präsentiert wurde, bedanken. Gleichermaßen gilt unser Dank allen Teilnehmern, durch die das gemeinsame Event erst zu dem werden konnte, was es war: Ein voller Erfolg!

Die User-Reviews zur Veranstaltung stehen im Forum zum Lesen bereit.

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