Videoaufnahme von Unterricht (Mikrofon)

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KimmJoe
Stammgast
#1 erstellt: 09. Mrz 2018, 13:33
Moin,
ich wurde von einem Dozenten angesprochen, der gerne Unterricht filmen möchte um ihn später zu analysieren. Es soll ein Camcorder in einer Ecke des Raumes fest aufgestellt werden und damit möglichst der Dozent und die Lernenden gefilmt und vor allem auch die Redebeiträge aufgenommen werden.
Das System sollte portabel sein und nicht fest im Raum installiert.

Ich denke hierbei kommt es nicht auf die Bildqualität an und jeder Camcorder (mit Mikrofoneingang) sollte dafür zu gebrauchen sein.
Ich denke am kompliziertesten ist es, den Ton gut hinzubekommen. Da man einerseiz einen ganzen Raum abnehmen muss und andererseits natürlich möglichst wenig Hintergrundgeräusche mit aufnhemen möchte.
Ich habe mich ein bisschen eingelesen und komme zu dem Schluss, dass ein Zusatzmikrofon mit Nieren-Richtungscharakteristik am besten dafür geeignet wäre. Ist das soweit richtig?

Ich habe mal hier geschaut:
https://geizhals.de/...amikrofon~6895_3.5mm
und diese ganzen RODE Videomic Teile scheinen zu passen. Stimmt das? bzw welche denn genau?

Wie gesagt, es sollen nicht mehrere Mikros im Raum verteilt werden oder so, das ganze soll möglichst in 10min auf und wieder abgebaut sein.

Ach so, bevor es jetzt ins rechtliche abdriftet, es geht um Erwachsenenbildung, alle im Raum stimmen der Aufnahme zu etc...
soundrealist
Gesperrt
#2 erstellt: 09. Mrz 2018, 13:48
Um was für eine Art von Unterricht handelt es sich hierbei denn überhaupt ? Wenn die Teilnehmer mit drauf sollen und ein bewegtes Bild grundsätzlich erforderlich ist, scheint ja irgend etwas inhaltliches (optisch) mit auf die Aufnahme zu müssen. Das wiederum würde Einfluß auf die Wahl der Kamera haben.

Auch die Frage der Mikrofon-Richtkarakteristik ist vom tatsächlichen Unterrichts-Ablauf, der Dialogabwicklung und den Räumlichkeiten abhängig. Daher bedarf es auch hier noch einiger zusätzlicher Informationen.

Die Problematik der rechtliche Seite ist Dir ja schon bekannt. Mein Tip: Die Einverständniserklärungen auf jeden Fall schriftlich vefassen und von jedem unterschreiben lassen.
KimmJoe
Stammgast
#3 erstellt: 09. Mrz 2018, 14:07
Also es geht schon um Schulunterricht (Volkshochschule) hauptsächlich. D.h. die meiste Zeit über wird das Plenum sitzen und der Dozent vorne stehen. Die Videoaufnahme soll wohl einfach nur die Situation ainfangen und Rückschlüsse auf Körpersprache etc geben. Also ich denke an der Bildqualität wird es nicht scheitern.

Ich muss nochmal nachfragen, ob der Focus auf der Lehrperson (also Kamera hinten) oder auf den Zuhörern (Kamera neben der Tafel) liegen soll. D.h. leider auch, dass entweder das Plenum oder der Dozent nicht direkt in die Kamera spricht.

Wenn die Kamera z.B. neben der Tafel stehen würde, könnte man mit einem Richtmikro die Lernenden aufnehmen und der Dozent könnte vll noch am Kragen eins tragen.

Die Frage nach Räumlichkeiten kann ich so nicht beantworten. Das System soll ja portabel sein und die Räume sind nunmal alle unterschiedlich. Also kleine und große Klassenräume mit teilweise auch hohen Decken.
soundrealist
Gesperrt
#4 erstellt: 09. Mrz 2018, 14:50
Hiermit könntest Du sicherlich alles abdecken, da ist schon (fast) die komplette Ausrüstung inclusive: Jede Menge Kameras, Netzwerkanschluß für Fernzugriff (= damit ist es den Dozenten beispielsweise auch möglich, sich über das Netzwerk einzuwählen, um Aufzeichnungen zu betrachten), ein Audioeingang ist ebenfalls vorhanden und sogar ein Anschluß für handelsübliche Festplatten ist dran. Wobei die eingebaute Festplatte von 1 TB sicherlich schon sehr üppig dimensioniert ist.

Weiterer Vorteil: die Kameras arbeiten ohne Autofocus und mit IR-Unterstützung bei schlechten Lichtverhältnissen, was genau für Deine Anwendung perfekt ist. Und das alles komplett unterhalb von 260 € mit der Möglichkeit "Preisvorschlag"

https://www.ebay.de/...0:g:3PsAAOSwm~daemkV

Da brauchst Du nur noch ein passendes Mikro und einen kleinen Mikrofonvorverstärker. Würde ein Mikro mit Kugel-Richtkarakteristik wählen, da die Antworten eines Referenten ohne hörbaren Bezug zu einem Fragesteller sicherlich nicht all zu hilfreich sein dürften.

Was leider nicht näher erläutert ist (müsstest Du ggf noch mal anfragen): Ob das System auf "Switchtechnik" oder auf "Multiplextechnik" basiert.

Switch-Technik = Es wird zwischen den Kameras in von Dir vorgegebenen Intervallen umgeschaltet

Multiplex-Technik = Die Frames der einzelnen Kameras werden ineinander "verschachtelt" und zu einem gemeinsamen (Multiplex) Bildsignal verarbeitet. Beim Betrachten der Aufnahme kannst Du also zwischen verschiedenen Perspektiven umschalten, weil der verbaute Multiplexer jede einzelne Kameraaufzeichnung beim Abspielen aus dem Multiplex-Bildsignal "herausfiltern" kann. Der Ton hingegen bleibt "statisch", läuft parallel zum Bild.

Und wenn die hier das Gewicht der kleinen Dome-Kameras tragen können.....

https://securityscou...bEAQYAyABEgJksvD_BwE

.... kannst Du den ganzen Zauber sogar "mobil" einsetzen.


[Beitrag von soundrealist am 09. Mrz 2018, 15:04 bearbeitet]
KimmJoe
Stammgast
#5 erstellt: 09. Mrz 2018, 15:11
An sich ist das gar keine schlechte Idee. Aber ich denke nicht, dass die sich das so vorstellen.
Denke auch, dass das zu viele Kabel sind und der Aufbau nicht mal so eben gemacht werden kann.
Es wird auch wirklich nur eine Perspektive benötigt und nicht 16
Ich glaube auch, dass das Ergebnis mit einem halbwegs ordentlichen FullDH Camcorder deutlich besser sein wird, als von diesen analogen Minikameras

Ein Camcorder mit Mikrofoneingang ist schon vorhanden und ich denke es geht wirklich nur darum, das richtige Mikrofon auszuwählen.
soundrealist
Gesperrt
#6 erstellt: 09. Mrz 2018, 15:42
Wenn wirklich nur der Referent drauf soll, klar..... zum (visuellen) Dokumentieren von Dialogen wirst Du aber um mehrere Perspektiven nicht herumkommen (= müssen ja nicht zwingend 16 sein ).

Sobald eine Kamera alles erfassen soll (und es okay ist, daß viele Personen ausschließlich von hinten zu sehen sind), geht das nur mit einem extrem weitwinkligen Objektiv (= das berühmte "Fischauge").Heißt: Die Kamera muß entweder bereits damit ausgerüstet sein (z.B.eine Action-Cam), oder aber zumindest ein Objektivgewinde haben, damit entsprechend nacherüstet werden kann.
Und dann wird der ganze Spaß mit einer Kamera vermutlich teurer, als das CCTV-Komplettpaket. Hinzu kommt, daß die Kosten für Hochleistungs-SD-Karten i.d.R. höher sind als für mobile Festplatten. Zumal das Set als "Vier-Kamera-Lösung" nur noch "179,-€ Preisvorschlag" kostet: https://www.ebay.de/...9:g:NEYAAOSwUd9aenAs

Ebenfalls wichtig: Bei einem einzelnen Camcorder muß der Autofocus zwingend abschaltbar sein. Sonst "pumpt" die Kamera jedes mal, wenn jemand nahe der Linse durchs Bild läuft.

Zur Frage des Mikros: Wie gesagt.... am besten Kugel-Richtkarakteristik (= wenn der Unterricht nicht auf einem permanenten Redner-Monolog basiert), Electret (kein Kondensator-Mikro) und: Auf eine möglichst hohe Empfindlichkeit achten. Die in Camcordern verbauten Mikros (sofern die verbaute Qualität passt) sind immer auf die Objektiv-Richtung konzentriert.


[Beitrag von soundrealist am 09. Mrz 2018, 16:07 bearbeitet]
EiGuscheMa
Inventar
#7 erstellt: 09. Mrz 2018, 16:17
Richtmikrofone (Niere, Superniere) müssen "gerichtet" werden:

Es muss jemand vorhanden sein der das Mikro immer auf den richtet der gerade zu verstehen sein soll.

Schau mal den Profiteams, wie sie ja immer wieder mal zu sehen sind, über die Schulter: da ist immer jemand dabei der den Ton "angelt"

Gibt es keinen der das machen kann dann kannst Du Richtmikrofone vergessen und musst eins mit Kugelcharakteristik verwenden.
Dann hast Du aber auch den Raumhall und alle Nebengeräusche mit aufgezeichnet.

Oder aber, wie in Vortragssälen mit Publikumsbeteiligung üblich, es sind (Richt-) Mikrofone an ausgewählten Stellen platziert zu denen sich der Sprechende bewegen muss.


[Beitrag von EiGuscheMa am 09. Mrz 2018, 19:17 bearbeitet]
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