Sony gliedert TV-Geschäft in Joint Venture mit TCL aus

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Spacey
Stammgast
#1 erstellt: 20. Jan 2026, 11:30
...und hält künftig nur noch 49% am Gemeinschaftsunternehmen.

RIP Sony TVs

https://stadt-bremer...in-tv-geschaeft-aus/

(Crosspost hierzu im Sony OLED Subforum)


[Beitrag von Spacey am 20. Jan 2026, 13:41 bearbeitet]
celle
Inventar
#2 erstellt: 20. Jan 2026, 11:41
Jetzt kann man gleich zum Original greifen... Habe die Leute ja nie wahrhaben wollen, dass da vieles schon aus China inkl. Backlight kommt. Auch die Fotos der damaligen Prototypen haben schon stark nach TCL-Technik ausgeschaut.

https://www.techrada...vs-should-be-worried
Spacey
Stammgast
#3 erstellt: 20. Jan 2026, 12:00
Ich sehe da keine Hinweise auf eine TCL-Abstammung. Wie aus dem Artikel hervorgeht, startet das JV auch erst 2027.
Tigerdragon
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 20. Jan 2026, 12:16
TCL bekommt also endlich die Sony Ingenieure, die werden die Preise gnadenlos nach unten drücken gerade bei den eigenen C7K, C8K, C9K Modellen, die dann dank Sony Ingenieuren wahrscheinlich das gleiche Motion Processing haben, wie die Bravia Modelle.

Schlauer Schachzug von TCL, die werden den Markt komplett flooden.
Spacey
Stammgast
#5 erstellt: 20. Jan 2026, 12:46
Alles im Einsteigerbereich wird wahrscheinlich auf umgelabelte TCL-Ware hinauslaufen. Ich hoffe, wir bekommen wenigstens im High End noch die von Sony bekannte Technik und Qualität...
celle
Inventar
#6 erstellt: 20. Jan 2026, 15:15
Es liest sich eher wie bei TPV-Philips. Im AV-Bereich wird Sony zu 51% in Zukunft (2027) ein chinesisches Unternehmen sein. Ob Sony allein neben TCL noch TVs anbieten wird, bleibt fraglich, weil man von einem Gemeischaftsunternehmen spricht bei dem TCL 51% der Anteile hält.
Was hätte Sony auch davon, ihre eh schon mickrigen Anteile zu 51% an TCL zu verkaufen? Genauso TCL? TCL möchte das Branding und KnowHow auch für die eigenen TVs und Sony braucht mehr Marktanteile. So wie sich das liest, werden TCL und Sony in Zukunft unter chinesischer Leitung ein gemeinsam auftretendes AV-Unternehmen sein und Sony nicht neben TCL eigene TVs vermarkten.

https://www.flatpane...owfull&id=1768912998

Vorteil wäre, dass man nun die TV-Neuheiten auch auf der CES sehen könnte.

Da werden sicherlich bald noch weitere Meldungen und Erklärungen Seitens beider Unternehmen folgen. Vor März und der Absegnung der Kartellbehörde wird da wohl eh noch vieles bewusst offen gelassen um die Aktienkurse zu schützen.
Wombert
Stammgast
#7 erstellt: 20. Jan 2026, 15:29

Tigerdragon (Beitrag #4) schrieb:
TCL bekommt also endlich die Sony Ingenieure, die werden die Preise gnadenlos nach unten drücken gerade bei den eigenen C7K, C8K, C9K Modellen, die dann dank Sony Ingenieuren wahrscheinlich das gleiche Motion Processing haben, wie die Bravia Modelle.


Leider nicht laut Pressemitteilung:


Sony and TCL Sign Memorandum of Understanding for Strategic Partnership in Home Entertainment Field schrieb:
The new company plans to advance its business by leveraging Sony's high-quality picture and audio technology cultivated over the years, brand value and operational expertise including supply chain management[/b], while utilizing TCL's advanced display technology, global scale advantages, industrial footprint, end-to-end cost efficiency, and vertical supply chain strength.


Heisst TCL bekommt das technische Wissen, das Sony im Laufe der Zeit angesammelt hat, und Sony stellt nur die Marke und ein bisschen Lieferketten-Know-How.


[Beitrag von Wombert am 20. Jan 2026, 19:50 bearbeitet]
Tigerdragon
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 20. Jan 2026, 16:26
He? Exakt das habe ich geschrieben? Wer denkt das die Ingenieure nur für "Sony Bravia" als Marke arbeiten ist doch naiv. TCL wird das "Wissen" natürlich auch bei TCL TVs anwenden sonst wäre der Deal völlig sinnlos für die.


[Beitrag von Tigerdragon am 20. Jan 2026, 16:28 bearbeitet]
JohnnyPlasmaBoy2000
Stammgast
#9 erstellt: 20. Jan 2026, 17:46
Das ist kein guter Tag
meistro.b
Inventar
#10 erstellt: 20. Jan 2026, 18:13
Das wars dann mit den Japanern und als nächstes sind die Süd Koreaner dran.

Es ist wirklich sehr schade das Sony den Stecker zieht oder ziehen muss.
Apalone
Inventar
#11 erstellt: 21. Jan 2026, 03:23

celle (Beitrag #6) schrieb:
....So wie sich das liest, werden TCL und Sony in Zukunft unter chinesischer Leitung ein gemeinsam auftretendes AV-Unternehmen.....


erinnert mich ein bisschen an Volvo und Geely.

So richtig breit bekannt ist mMn nicht, dass Volvo seit Jahren ein chinesisches Unternehmen ist.
LeDeNi
Inventar
#12 erstellt: 22. Jan 2026, 08:57
Weshalb wird China mit Billigware assoziiert?

Seit mehreren Jahrzehnten wird ein grosser Teil der weltweiten Industrieproduktion nach China ausgelagert. Unternehmen aus Europa und den USA verfolgten dabei vor allem Kostenreduktion, Skalierung und Effizienz. China bot niedrige Löhne, staatliche Unterstützung, eine hohe Arbeitskräfteverfügbarkeit und den gezielten Aufbau kompletter Lieferketten. In der Folge entstand eine einzigartige industrielle Infrastruktur, die von einfachen Konsumgütern bis hin zu hochkomplexer Technologie reicht.

Diese Entwicklung war kein Zufall, sondern das direkte Ergebnis von Millionen Produktionsaufträgen aus Europa und den USA. Mit jedem Auftrag wuchs nicht nur die Fertigungskapazität, sondern auch Know-how, Automatisierungsgrad, Qualitätsmanagement und technologische Eigenständigkeit. China lernte nicht nur zu produzieren, sondern Produktionsprozesse zu optimieren, zu skalieren und schliesslich selbst zu entwickeln.

Heute ist China längst nicht mehr nur Werkbank, sondern eine wirtschaftliche, industrielle und technologische Weltmacht. Das Land ist führend in zahlreichen Schlüsselindustrien wie Batterietechnologie, Solartechnik, E-Mobilität, Schiffbau und Drohnentechnik. Gleichzeitig kontrolliert China grosse Teile globaler Lieferketten und kann Industriepolitik strategisch steuern, während Europa fragmentiert, kostengetrieben und zunehmend regulierungsbelastet agiert.

Der heutige Status Chinas ist somit keine Überraschung, sondern die logische Konsequenz jahrzehntelanger Auslagerung westlicher Industrie. Wer über Jahrzehnte produziert, investiert, skaliert und lernt, wird zwangsläufig stark. China hat diesen Prozess konsequent genutzt und ist dadurch zur Weltmacht aufgestiegen – mit entscheidender Mitwirkung von Europa und den USA.
rollingstone53
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 22. Jan 2026, 09:23
Wunderbar beschrieben 🙏😇 ich würde sagen selbst schuld wenn man alles aus der Hand gibt.
G-M
Stammgast
#14 erstellt: 22. Jan 2026, 10:04

LeDeNi (Beitrag #12) schrieb:
Weshalb wird China mit Billigware assoziiert?

.

versteh ich auch nicht, sind wahrscheinlich diese Personen die seit Jahren mit der rosaroten Filzbrille umher laufen - einfach mal absetzen und in der Realität ankommen
Die Qualität der Produkte ist abhängig vom Auftraggeber. Fakt ist, ohne Produkte aus China würde es hier ganz schön Dunkel aussehen.
.
celle
Inventar
#15 erstellt: Gestern, 06:21

Kurzfristig dürfte sich Sonys Premium-Produktpalette auf Mini-LED-Fernseher verlagern, in denen TCL einen Wettbewerbsvorteil hat. Langfristig gehen einige Analysten davon aus, dass Sony die Produktionskapazitäten von TCL für OLED-TV-Panels nutzen könnte , um einen wichtigen Vertriebskanal im Ausland zu etablieren. Laut TrendForce lieferte TCL im vergangenen Jahr rund 31 Millionen Fernseher aus, was einem Marktanteil von 15,7 % entspricht. Unterdessen sanken Sonys TV-Auslieferungen im letzten Jahr unter vier Millionen Einheiten, und der Marktanteil fiel auf 1,9 %. Obwohl er 2010 noch 11,4 % erreicht hatte, ging er seither aufgrund des starken Wettbewerbs mit Billigmarken aus China deutlich zurück, was die Preiswettbewerbsfähigkeit schwächte. Durch dieses Joint Venture will Sony seine Beschaffungsprozesse optimieren und seine Preiswettbewerbsfähigkeit durch die Ausweitung der Lieferungen von den Panel-Tochtergesellschaften der TCL Group, CSOT und MOKA, verbessern. Gleichzeitig wird die TCL Group ihren Anteil am globalen Markt für TV-Panels deutlich steigern.

TrendForce berichtete: „Mocha erweitert seine Produktionskapazitäten, zielt auf ausländische Marken ab und positioniert sich als wichtiger OEM-Partner für Sonys neue TV-Produktpalette. Infolgedessen verlagert sich Sonys Produktionsmethode schrittweise hin zu einer stärkeren Ausrichtung auf TCL.“


https://www-etnews-c...hl=de&_x_tr_pto=wapp


Weshalb wird China mit Billigware assoziiert?


Wer hat denn das hier geschrieben? Die Globalisierung und Raffgier der Unternehmen hat China stark gemacht und uns in die Abhängigkeit getrieben.
Autobranche auch so ein Beispiel. Billig produzieren aber zum unbezahlbaren Premiumpreis bei uns verkaufen (Firmwenwagenstrategie bei dem der Privatmarkt überhaupt keine Zielgruppe mehr ist) und sich dann wundern, wenn auch China keine deutschen Autos mehr will, weil die technologisch nun viel weiter sind und die günstiger produzieren können.

Das Problem an China liegt in der geopolitischen Strategie, was weltpolitisch fatale Folgen für die westliche Demokratie hat. TCL und Co. sind nun einmal keine klassischen Familienunternehmen, sondern Staatsunternehmen, wo ein politisch gelenkter Auftrag dahinter steht. Das sich "smart" chinesische Technik bis in die westlichen Privathaushalte ausbreitet (Saugroboter, Autos) und teils schon in kritischer Infrastruktur eingesetzt wird, könnte sich aus geopolitischer Sicht rächen, da so China leicht sein poltischen Interessen durchsetzen kann, die nicht unbedingt mit den moralischen Grundwerten des Westens übereinstimmen.


[Beitrag von celle am 23. Jan 2026, 06:21 bearbeitet]
LeDeNi
Inventar
#16 erstellt: Gestern, 09:22

celle (Beitrag #15) schrieb:
Laut TrendForce lieferte TCL im vergangenen Jahr rund 31 Millionen Fernseher aus, was einem Marktanteil von 15,7 % entspricht. Unterdessen sanken Sonys TV-Auslieferungen im letzten Jahr unter vier Millionen Einheiten, und der Marktanteil fiel auf 1,9 %. Obwohl er 2010 noch 11,4 % erreicht hatte, ging er seither aufgrund des starken Wettbewerbs mit Billigmarken aus China deutlich zurück, was die Preiswettbewerbsfähigkeit schwächte.


Sony verfügte im TV-Geschäft seit Jahren kaum noch über vertikale Integration. Panels, Hintergrundbeleuchtung und teils komplette Module mussten zugekauft werden. Damit fehlten nicht nur Kostenvorteile, sondern auch jede reale Preiskontrolle. Wer nahezu alle Schlüsselkomponenten einkauft, ist im Volumengeschäft strukturell nicht konkurrenzfähig – insbesondere gegenüber Herstellern, die ihre Kerntechnologien selbst entwickeln und produzieren.

Parallel dazu haben die südkoreanischen Hersteller, allen voran LG, den Markt über Jahre gezielt mit günstigen TVs geflutet. Durch eigene OLED-Panels, hohe Stückzahlen und aggressive Preispolitik wurde Premium-Technologie rasch in den Massenmarkt gedrückt. Die Folge war eine dauerhafte Verschiebung der Preisanker und eine branchenweite Erosion der Margen – ein Umfeld, in dem Qualitätsanbieter kaum noch wirtschaftlich skalieren können.

Diese Entwicklung wurde von den Käufern aktiv unterstützt. „Geiz ist geil“ wurde zum dominanten Entscheidungskriterium. Bildqualität, Verarbeitung und Langzeitstabilität verloren an Relevanz, sobald grössere Displays mit vermeintlicher High-End-Technik günstiger verfügbar waren. Für Sony, das traditionell höher kalkuliert und weniger über Volumen skaliert, stellte dies keinen operativen Fehler dar, sondern einen strukturellen Wettbewerbsnachteil.

Ein zentraler Aspekt wird in der Kosten- und Marktbetrachtung häufig übersehen: Trotz identischer OLED-Panels – meist von LG Display – schnitten Sony-Geräte in nahezu allen relevanten Shootouts regelmässig am besten ab. Besonders bei Farbtreue, Bewegtbilddarstellung, Tonemapping und Bildverarbeitung setzte Sony konstant Massstäbe. Der Unterschied lag nie im Panel selbst, sondern in der Signalverarbeitung, Kalibrierung und systemischen Abstimmung.

Dies verdeutlicht das ausgeprägte Qualitätsverständnis der japanischen Hersteller. Sony verstand den Fernseher stets als fein abgestimmtes Gesamtsystem und nicht als austauschbare Panelhülle mit Marketinglabel. Dieser Anspruch ist jedoch kostenintensiv und im heutigen Massenmarkt kaum noch refinanzierbar.
Der westliche Markt unterstützt dieses Qualitätsdenken zunehmend nicht mehr. Kaufentscheidungen orientieren sich an Preis, Diagonale und Datenblatt – nicht an realer Bildqualität oder Referenzvergleichen. Nutzen zwei Geräte das gleiche OLED-Panel, entscheidet für viele Käufer allein der Preis. Dass Sony aus identischer Hardware sichtbar mehr herausholt, bleibt wirtschaftlich weitgehend folgenlos.

Sonys Lage ist damit weniger das Ergebnis technischer Defizite als vielmehr die Konsequenz eines Marktes, der Qualität zwar einfordert, sie aber nicht bezahlt. Technologisch war Sony häufig führend, wirtschaftlich wurde dieser Vorsprung jedoch nicht honoriert. In einem Umfeld, das Preisführerschaft über Qualitätsführerschaft stellt, ist selbst exzellente Technik kein ausreichender Wettbewerbsvorteil mehr.
Spacey
Stammgast
#17 erstellt: Gestern, 09:39
Guter Kommentar von digitalfernsehen zum Niedergang/Ausstieg von Sony aus dem Consumer-Elektronikmarkt:

https://www.digitalf...n-kommentar-1171051/
meistro.b
Inventar
#18 erstellt: Gestern, 11:16
Ein sehr guter Artikel, Danke
celle
Inventar
#19 erstellt: Gestern, 11:23
Predige ich ja schon seit Jahren, dass Sony keine emotionalen Consumerprodukte mehr verkauft und nur noch auf Inhalte schaut und dadurch das Besondere verloren hat. Wird auch nicht mehr lange dauern und dann wird man mit der Strategie das Produkt "PlayStation" zu Grabe zu tragen. PlayStation-Spiele für PC ist einfach nur eine dämliche Strategie. Stringer war übrigens der Erste der Sony in diese falsche Richtung gelenkt hat. Unter seine Führung ging die eigene HiFi-Abteilung baden und Hirai konnte das Ruder dann auch nicht mehr herumreisen.


[Beitrag von celle am 23. Jan 2026, 11:25 bearbeitet]
Tigerdragon
Ist häufiger hier
#20 erstellt: Heute, 13:24
Sony TVs sind einfach zu teuer für die "Qualität" die sie abliefern. Man bekommt heute normale OLEDs von LG (B5, C5) für relativ wenig Geld die ein wirklich gutes Bild haben für den Preis. Dann kommt Sony mit seinen 8er OLEDs die vielleicht 5 % besseres Bild haben und verlangen teilweise das doppelte bis dreifache. Welcher normale Mensch macht das mit? Von den lächerlichen Mini LED Preisen fang ich erst gar nicht an. Hatte einen Bravia 9 hier und fand den für den Preis wirklich schlecht.

Und was irgendwelche professionellen Kalibrator Leute in einem Shoot out sagen dürfte den meisten Leuten doch völlig egal sein? Fast niemand hat das Equipment um den TV professionell zu kalibrieren.

Selbst wenn der Einstiegsoled nur 3 Jahre hält und dann mit burn in verreckt kann man sich theoretisch einen neuen kaufen und hat immer noch nicht den Preis von Sony erreicht

Mag sein das LG den Markt gefloodet hat mit OLEDs aber die Qualität ist halt wirklich gut. Natürlich sind die auch nicht perfekt aber ich war echt erschrocken über Mini LED Qualität hab da echt mehr erwartet. Bin mal gespannt ob die Sony RGB Mini LEDs besser werden.
LeDeNi
Inventar
#21 erstellt: Heute, 14:59

Tigerdragon (Beitrag #20) schrieb:
Sony TVs sind einfach zu teuer für die "Qualität" die sie abliefern. Man bekommt heute normale OLEDs von LG (B5, C5) für relativ wenig Geld die ein wirklich gutes Bild haben für den Preis. Dann kommt Sony mit seinen 8er OLEDs die vielleicht 5 % besseres Bild haben und verlangen teilweise das doppelte bis dreifache. Welcher normale Mensch macht das mit?


Das Pareto-Prinzip wird in dieser Diskussion massiv unterschätzt. Die letzten 10 % Bildqualität erfordern einen überproportional hohen Aufwand – technologisch, zeitlich und finanziell. Von 0 auf 80 % Qualität kommt man vergleichsweise günstig, von 90 auf 100 % nicht. Genau in diesem Bereich positioniert sich Sony. Ob einem dieser Mehraufwand den Aufpreis wert ist, ist eine individuelle Entscheidung. So zu tun, als seien diese letzten Prozent praktisch gratis zu haben, ist jedoch realitätsfremd.

Ein weiterer Punkt, der häufig ignoriert wird: Sony produziert keine eigenen OLED-Panels, sondern bezieht sie von LG Display – und zwar nicht zum Selbstkostenpreis, sondern mit Marge. Trotzdem gelingt es Sony, aus exakt denselben Panels sichtbar mehr Bildqualität herauszuholen.

LG bietet ohne Frage eine sehr starke Preis-Leistung, während Sony hoch bepreist ist. Die oft zitierte Aussage „5 % besser für den doppelten Preis“ greift jedoch zu kurz, da sie den exponentiellen Aufwand der letzten Qualitätsstufen ignoriert, Sonys Fokus auf akkurate Bilddarstellung statt maximale Showroom-Wirkung ausblendet und den realen Mehrwert der Bildverarbeitung unterschlägt.
Unterm Strich gilt: Wer möglichst viel Bild fürs Geld sucht, ist bei LG hervorragend aufgehoben. Wer dagegen möglichst korrekte Bildwiedergabe schätzt und weiss, worauf er achtet, findet bei Sony das stimmigere Gesamtpaket. Beides ist legitim. Sony jedoch auf reines Marketing oder Markenaufschläge zu reduzieren, ist sachlich falsch.

Mit einem tieferen Einstieg in die Panel-Wertschöpfung durch ein Joint Venture verändert sich diese Ausgangslage perspektivisch. Wenn Sony künftig Panels zu vergleichbaren Kosten wie LG oder Samsung beziehen kann, bleibt ihr zentraler Vorteil – die Bildverarbeitung – voll erhalten, während der Preisabstand schrumpft. In diesem Szenario würde das heutige Argument der Überteuerung wegfallen, da bei gleichem Panel und gleichem Preis technisch kein Grund mehr bestünde, Sony unter LG oder Samsung einzuordnen.
Apalone
Inventar
#22 erstellt: Heute, 17:12

LeDeNi (Beitrag #21) schrieb:
......von 90 auf 100 % nicht. Genau in diesem Bereich positioniert sich Sony. Ob einem dieser Mehraufwand den Aufpreis wert ist, ist eine individuelle Entscheidung.....


DAS wäre aber noch je nach Modell zu klären...

Insgesamt scheint das PLV jedenfalls nicht mehr marktadäquat zu sein.
LeDeNi
Inventar
#23 erstellt: Heute, 17:26
Vergangenes Jahr sagte Shoji Charlie Ohama, Head of TV und Home Audio Video für Europa, man fokussiere sich bewusst auf das Premium-Segment und überlasse den Rest des Marktes der Konkurrenz – «freiwillig»

Mittlerweile sieht man das Ganze wohl wieder anders und möchte ab 2027 mit TCL zusammen, Sony Qualität zu LG Preisen anbieten
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