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Tom Waits

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arnaoutchot
Moderator
#1 erstellt: 28. Okt 2011, 14:17
Es gibt hier keinen gescheiten Waits-Thread, zumindest habe ich keinen gefunden. Anlässlich der neuen Platte "Bad as Me" will ich das ändern. Der Mann ist zu lange im Geschäft (> 40 Jahre) und zu innovativ, dass das nicht gerechtfertigt wäre.

Die neue Platte hab ich gestern bekommen und hab sie das erste Mal durchlaufen lassen. Sie hat ja - auch in den US-Foren - wahnsinnig einhellige gute Kritiken bekommen. Vorweggeschickt: Weitestgehend zu Recht. Das ist wirklich ein runde Sache. Waits legt ein Kompendium von Stücken und Stilen vor, die sein gesamtes Schaffen abdecken. Von Rock-Balladen der "Closing Time" über die ausgeflippte Low-Fi-Ästhetik der "Raindogs" und den Noise-Rock einer "Bone Machine" bis zur reifen "Mule Variations". Die Songs sind kurz und prägnant, kaum einer geht über 4 Minuten. Die Stimme ist nicht mehr so extrem wie auf einigen der Vorgänger, was sowohl physische als auch künstlerische Gründe haben kann. Auch wenn illustre Begleiter dabei sind, davon hört man jedoch nicht allzuviel. Klanglich ist die Platte (CD) gut, nicht so ein Klangmüll wie die "Glitter and Doom". Für Einsteiger in den Waitschen Kosmos ist die Platte meines Erachtens hervorragend geeignet. Je nach Gusto kann man sich dann in die o.g. früheren Bereiche vorarbeiten. Insgesamt ist sie natürlich ein typische Waits-Platte, und wenn in manchen Kritiken zu lesen war, sie sei "etwas völlig Neues", so ist das sicherlich etwas übertrieben.

Ich werde in den nächsten Tagen mal versuchen, eine kleine Diskographie der absolut essentiellen Waits-Platten erstellen. Diskussion und Beiträge gerne erwünscht.

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Jason_King
Inventar
#2 erstellt: 28. Okt 2011, 19:14
Meine Frau ist ein großer Fan von Tom Waits. Ich werde mit dieser Art von Vortrag nicht so recht warm. (Bei uns heißt er nur "Der Nachbar mit der Scheiß-Stimme"). Mir ist seine Musik zu morbid, zu unfröhlich. Das soll sicher auch so sein aber der Zugang ist für den "Normalhörer" doch recht schwierig.
CD´s hat meine Gemahlin reichlich von Waits und wenn Sie sich mal allein wähnt, singt Mr. Waits für Sie ganz allein.
Gruß....Jason
pilobulus
Stammgast
#3 erstellt: 29. Okt 2011, 08:08
gute idee, sowas hier zu starten.
nun ich bin ebenso bekennender waits-fan, von dem was von ihm zu hören und zu sehen ist.
seine letzten ergüsse haben wir aber auch immer weniger gefallen und um so mehr freue ich mich, dass er mit bad as me größtenteils wieder an alte stärke anknüpft.
arnaoutchot
Moderator
#4 erstellt: 29. Okt 2011, 16:30

pilobulus schrieb:
gute idee, sowas hier zu starten.


Keine Ursache, war nicht schwierig ...


Jason_King schrieb:
Mir ist seine Musik zu morbid, zu unfröhlich.


Morbid vielleicht manchmal, aber unfröhlich - ? Ich finde Waits musikalisch (und textlich sowieso) einen der humorigsten Musiker, den es gibt ! Gut, vielleicht schwarzer Humor, aber unfröhlich sicherlich nicht. Vielleicht kann man diesen Eindruck hier etwas zerstreuen. Lass doch hier mal Deine Frau mit ran ...


Aber gehen wir's mal etwas strukturiert an, insbesondere für die, die Waits nicht so gut kennen. Ich habe gerade gezählt, dass ich rd. 30 Platten von Waits habe, darunter alle offizielle Veröffentlichungen ausser den Soundtracks (wie zB One for the Heart oder Night on Earth).

Man kann das Werk von Waits aus meiner Sicht grob in drei Schaffensphasen einteilen: Die zunächst balladesk-jazzigen, später eher rockigen 70er, der völlig eigene skurille Stil der 80er (bis 1992) und das "reife" Werk ab Mule Variations (1999). Hier eine Liste der jeweils in die einzelnen Kategorien fallenden Platten:

Early Years Vol. 1 & 2 (frühe 70er)
Closing Time (1973)
Heart of Saturday Night (1974)
Nighthawks at the Diner (1975)
Small Change (1976)
Foreign Affairs (1977)
Blue Valentine (1978)
Heartattack and Vine (1980)

Swordfishtrombones (1983)
Rain Dogs (1984)
Frank's Wild Years (1987)
Big Time (1988)
The Black Rider (1993)
Bone Machine (1992)

Mule Variations (1999)
Alice (2002)
Blood Money (2002)
Real Gone (2004)
Orphans (2006)
Glitter and Doom (2009)
Bad as Me (2011)

Die fettgedruckten halte ich für absolut essentiell (und damit stehe ich nicht alleine da). Man stellt fest, dass damit ungefähr alle 10 Jahre eine epochale Platte kommt. Zeitlich wäre damit die "Bad as Me" überfällig, ich wage aber noch nicht zu sagen, ob sie die Ehre einer epochalen Platte verdient. Das muss schon noch ein wenig die Zeit zeigen.

Einsteigern, die eher von der sanfteren Songwriter-Seite kommen, sollten mal "Closing Time" hören, wer es härter mag die "Bone Machine". Leute mit extremerem Geschmack sei die "Rain Dogs" angeraten. Alle Platten gibt es m.W. aktuell billig, man kann also etwas wagen.

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(leider ist amazon-US verlinkt, amazon.de geht aktuell nicht)
pilobulus
Stammgast
#5 erstellt: 29. Okt 2011, 17:57
schaut bei mir so aus, und danke für's erstellen ;-)

Early Years Vol. 1 & 2 (frühe 70er)
Closing Time (1973)
Heart of Saturday Night (1974)
Nighthawks at the Diner (1975)
Small Change (1976)
Foreign Affairs (1977)
Blue Valentine (1978)
Heartattack and Vine (1980)

Swordfishtrombones (1983)
Rain Dogs (1984)
Frank's Wild Years (1987)
Big Time (1988)
The Black Rider (1993)
Bone Machine (1992)

Mule Variations (1999)
Alice (2002)
Blood Money (2002)
Real Gone (2004)
Orphans (2006)
Glitter and Doom (2009)
Bad as Me (2011)

kl tipp, ab 8.november im handel:

bei amazon für 22,98€

ansonsten auch eine empfehlung für den einsteiger:

kl. sampler von 73-80
9,49€ bei amazon, gebraucht dort ab 2,50€

leider gibt's es wohl keine richtige konzert-dvd, nur inoffizielle in bootleg qualität, oder täuschee ich mich da?

die fotos hab ich per ["img"]-tag eingefügt, von amazon.de, ist das okay so?


[Beitrag von pilobulus am 29. Okt 2011, 18:15 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#6 erstellt: 29. Okt 2011, 21:38
Deine etwas andere Auswahl kann ich weitgehend nachvollziehen. Nighthawks, Swordfish und Orphans definitiv Oberliga, wobei ich letztere nur wegen dem Compilation-Charakter nicht aufgenommen habe. Inhaltlich sicher ein Megatipp. Höre zufällig gerade die Bawlers (CD2), mein Liebling der Box "I Like My Town with a Little Drop of Poison".

Die einzige, wo ich etwas ratlos bin ist die "Foreign Affairs". Keine Grosstat für mich, eher Wendepunkt. Aber Du wirst Deine persönlichen Gründe haben.

Die Bad as Me muss sich erst noch beweisen. aber sie hat gute Chancen.

Wem die Orphans gefällt und der normale Katalog nicht reicht: Es gibt eine hervorragende Bootleg-Edition "Tales from the Underground", Volumes 1 - 5. Ich weiss nicht, wie leicht die CDs heute noch zugänglich sind, vor etwa knapp 10 Jahren waren sie über ebay für gehobene Preise zu erwerben. Da sind auch noch viele Gemmen dabei, unveröffentlichte Stücke, Live-Aufnahmen, Kooperationen mit anderen Musikern.

Tom_Waits-Tales_From_The_Underground
Jason_King
Inventar
#7 erstellt: 30. Okt 2011, 21:40
Ja, da muß ich mich als Gemahlin von Jason King wohl mal zu Wort melden. Erst mal Hallo an alle!
Meine erste Tom Waits-CD war "Mule Variations". Mich begeisterte daran diese rauhe Stimme des Sängers und die düstere Stimmung der meisten Stücke. Trotzdem verleiten viele Titel zum Fingerschnippen und Mitswingen( z.B. bei "Get behind the mule").
"Franks Wild Years" war dann meine 2. Waits-CD. Auf dieser CD zeigt Waits seine Wandlungsfähigkeit. Bei "Straight to the Top" denke ich an Sinatra, andere Stücke sind völlig unmelodiös und dann gibts wiederum die schwungvolle Seite Waits wie bei "Telephone Call from Istanbul".
Auf der CD "another 121 tears in a short glass" hört man Waits live bei einem Konzert in Italien 1999. Hier entdeckte ich meinen Lieblingstitel: Looking for the heart of the Saturday night. Den hört man und dann will man gleich losziehen und das Herz der Samstagnacht selbst entdecken.
Wenn ich an Waits denke, sehe ich ihn in einer verräucherten Kneipe sitzen und seinen Brandy mit einem Nagel umrühren.
Die neue CD werde ich wohl bald erwerben- wenn ich diese dann einige Male rauf-und runtergehört habe, melde ich mich wieder.

Die Gemahlin
arnaoutchot
Moderator
#8 erstellt: 30. Okt 2011, 23:03

Jason_King schrieb:
Ja, da muß ich mich als Gemahlin von Jason King wohl mal zu Wort melden. Erst mal Hallo an alle! ... Die neue CD werde ich wohl bald erwerben- wenn ich diese dann einige Male rauf-und runtergehört habe, melde ich mich wieder.

Die Gemahlin


Hallo, willkommen hier. Wir freuen uns über Deine Kommentare zum neuen (und den alten) Alben ...
Memory1931
Inventar
#9 erstellt: 30. Okt 2011, 23:13
Mein Lieblingstitel ist: God's away on business

http://www.youtube.com/watch?v=W9mhsW5aWJM

Von der CD: "Blood Money"


[Beitrag von Memory1931 am 30. Okt 2011, 23:15 bearbeitet]
pilobulus
Stammgast
#10 erstellt: 31. Okt 2011, 12:59
@Jason King, 'na das wär doch 'nen schönes Geschenk ;-)
fast-eddie
Stammgast
#11 erstellt: 10. Jan 2012, 12:19
Auf diesen Thread habe ich gewartet.

Ich habe die letzten 5 Jahre schon vorgehabt mir mal Mr. Waits zur Brust zu nehmen.
Nun werde ich mir die fettgedruckten zulegen und entscheiden mit welcher Epoche ich am besten klar komme.

Horcher2
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 12. Jan 2012, 17:50
Schöne Thread!

Auch ich habe vor längerer Zeit Bezug zu ihm gefunden.

Mein erstes Album war "Closing Time".
Die neue Scheibe finde ich auch genial. Lange hatte es gedauert...

Leider macht er sich live sehr rar. Eigentlich Schade.

Gut finde ich, dass er sich jenseits des Mainstream bewegt und konsequent seinen Stil treu bleibt, ohne langweilig zu sein.
Leider gibt es derzeit keine Musiker, denen ich eine ähnlich lange Karriere prophezeien würde.
Den Meisten geht es doch nur noch um's schnelle Geld...
Jason_King
Inventar
#13 erstellt: 12. Jan 2012, 21:08
Auch Mr. Waits macht`s nicht für lau.
Horcher2
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 12. Jan 2012, 23:17
Das ist mir klar.

Dennoch habe ich das Gefühl, dass es mehr "one-hit-wonder" in den aktuellen Charts gibt und kaum mehr Künstler mit nachhaltiger Musik, von denen wir unseren Enkeln erzählen können.


[Beitrag von Horcher2 am 12. Jan 2012, 23:18 bearbeitet]
Jason_King
Inventar
#15 erstellt: 12. Jan 2012, 23:26
Zugegeben, von den "Charts" habe ich auch keine Ahnung. Heute reicht es gut auszusehen und ein wenig tanzen zu können. Den Rest erledigen dann Computer und clevere PR-Leute. Tom Waits ist sicher einer, an dem sich Geister scheiden können aber gewiß auch ein guter Sänger und Performer. Davon gibt es zum Glück immer noch ein paar, denke z.B. an Leonard Cohen, Brian Ferry, David Bowie, Bob Dylan. Davon kann ich inzwischen sogar einen Enkeln erzählen.
Doctor_Wu
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 10. Apr 2012, 17:55
Die erste Platte, die ich von T.W. gehört habe, war Foreign Affairs.

Bekannt wurde er dann durch den Song "In The Neighborhood" auf Swordfishtrombone. War so etwas wie ein "kleiner Hit" damals und das Video wurde des öfteren auf MTV etc. gezeigt.

Zweimal habe ich ihn im Hamburg live gesehen. Diese Konzerte haben eine bleibende Erinnerung hinterlassen: Gute Musiker, kleine Show ohne große Technik. Sehr lustig auch - T.W. ist ein großartiger Performer.

Seine Platten nach Rain Dogs waren nicht so meine. Das neue Album finde ich allerdings wieder sehr gelungen.
Heijohpeih
Inventar
#17 erstellt: 28. Jul 2012, 08:25
Hallo, ich bin gerade über diesen Thread gestolpert. Wer auf eine Mischung aus Tom Waits und Nick Cave steht, sollte mal in Rome - Masse Mensch Material reinhören. Hier eine Hörporobe: Die Brandstifter
slugg11
Stammgast
#18 erstellt: 20. Sep 2012, 00:18
Schwupp! Da bin ich schon!

Dass ich das noch erleben darf! Ein Tom Waits Thread!
Habe jetzt aktuell far nichts besonderes anzumerken, außer vielleicht, dass ich nochmal nachgezählt habe. Ich habe doch ein bisschen übertrieben: es sind doch nur 45! Ich glaube aber, ein paar habe ich noch irgendwohin verliehen, dazu ein paar Videos und ein paar Platten. Asche auf mein Haupt!
Seit einiger Zeit wird der Markt ja gerade überschwemmt von TW - Bootlegs, so dass es eigentlich keinen Spaas mehr macht. Jahrelang habe ich alles gekauft, was ich in die Finger kriegen konnte. Das war allerdings nicht viel. Jetzt sind noch jede Menge Bootlegs unterwegs und jeden Tag kommen neue dazu! Ich kaufe keine mehr. Im Gegenteil, ein paar habe ich sogar schon verkauft.
Übrigens: meine zwei Lieblingsstücke sind eigentlich unverändert seit Jahren "Jitterbug Boy" (live) und vor allem
"Empty Pockets" (vielleicht fällt ja bei diesem Titel jemandem etwas auf!)


[Beitrag von slugg11 am 20. Sep 2012, 11:11 bearbeitet]
Jugel
Inventar
#19 erstellt: 20. Sep 2012, 10:28
40 TW-Scheiben. Da kann ich bei Weitem nicht mithalten. Was ich aber zu bieten habe ist/sind "der kölsche Tom Waits", nämlich The Piano Has Been Drinking". Die Band um Gerrd Köster hat Ende der 1980iger/Anfang der 1990iger jede Menge Tom-Wais-Covers in kölner Mundart gebracht.:

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TPHBD

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Nachtgedanken

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Der Märchenprinz

Ob man´s glaubt oder nicht: Zu Tom Waits bin ich -als gebürtiger Kölner, der diesen Dialekt versteht - über TPHBD gekommen. Für mich geht nichts über diese herrlichen Texte. ("Wärm Bier & köhl Wiever" oder "17 Memme in d´r Vringmaschin" als TW-Adaptionen) oder "Saddamalaaf", entstanden zur Zeit des Irakkrieges in dem das Schicksal eines Narren geschildert wird, der sich an Karneval als Saddam (Hussein) verkleidet...

Ich gerate ins Schwärmen und schweife vom Original ab - Sorry.

Gruß
Jugel


[Beitrag von Jugel am 20. Sep 2012, 10:53 bearbeitet]
slugg11
Stammgast
#20 erstellt: 20. Sep 2012, 11:07
Habe ich auch eine Zeit lang gerne gehört. Gerd Kösters Truppe gehört sicher zu den besseren Tom - Waits - Interpreten. Es gibt ja mittlerweile eine ziemliche Menge davon. Gute und wenige gute.
In letzter Zeit ist mir insbesondere die

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hier aufgefallen. Da kommt dann der Blues wirklich mit Tom Waits zusammen. Teilweise ein bisschen glatt produziert, wie ich finde, aber hörenswert, allein schon deshalb, weil der Meister selbst kräftigst mitmischt!

Und um gleich auch noch abschreckendes Beispiel zu nennen:

Ich glaube, die Frau heisst Claudia Bettinaglio oder so ähnlich. So schlimm, dass man ein Bild von dieser unsäglich schlechten Platte hier nicht veröffentlichen sollte!

Und wenn man schon 'mal dabei ist:

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Finde ich sehr gelungen, wenn auch ein bisschen zu glatt hier und da. Aber ein gewaltiger Sound und teilweise sehr originell arrangiert. Und TM macht auch auch bei ein oder zwei Nummern mit!


[Beitrag von slugg11 am 20. Sep 2012, 11:13 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#21 erstellt: 20. Sep 2012, 11:43
Danke für die interessanten Tipps ! Hammond und Southside Johnny klingen hörenswert.

Diese hier ist sicherlich auch bekannt. Holly Cole - Temptation

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Hab gerade nochmals nachgezählt, bringe es nur auf lächerliche 28 Waits-Platten, darunter fünf Volumes "Tales of the Underground". Bootlegs von Waits interessieren mich allerdings nicht.
slugg11
Stammgast
#22 erstellt: 20. Sep 2012, 11:53
Holly Cole ist natürlich auch zu nennen als positiv. Ist mir allerdings tatsächlich zu sehr in Richtung "Easy - Listenning - Jazz". Ist halt auch Geschmackssache. Aber ohne Frage sehr gut!

Das mit dem Bootleg - Desinteresse höre ich allerdings das erste Mal. Gerade die alten, klassischen Bootlegs (Mainstreet, Shadows of Intolerance z.B.)sind für mich die echten Perlen! Und meine beiden Lieblingssongs gibt es in dieser Form nur auf Bootlegs. "Empty Pockets" gibt es z.B. überhaupt nicht als offizielle Veröffentlichung.
Jason_King
Inventar
#23 erstellt: 20. Sep 2012, 14:15

Jugel schrieb:
jede Menge Tom-Wais-Covers in kölner Mundart gebracht.:
Gruß
Jugel

Oh, ihr Götter, warum habt ihr das zugelassen. Für Norddeutsche ist "kölsche Mundart" ähnlich "Suaheli". Ich glaube, da verstehe ich Mister Waits eher im Original als jemanden, der Kölsche Mundart singt.
Habe auch Herrn Niedecken nie auch nur ansatzweise verstanden.
Jugel
Inventar
#24 erstellt: 20. Sep 2012, 14:25

Jason_King schrieb:

Oh, ihr Götter, warum habt ihr das zugelassen. Für Norddeutsche ist "kölsche Mundart" ähnlich "Suaheli". ....


Das hat aber jetzt weh getan. Ich glaube wir sollten uns mal bei einem gepflegtem Kölsch (-Bier) zusammen setzen... - natürlich in Köln.

Gruß
Jugel
arnaoutchot
Moderator
#25 erstellt: 20. Sep 2012, 14:29

slugg11 schrieb:
Das mit dem Bootleg - Desinteresse höre ich allerdings das erste Mal. Gerade die alten, klassischen Bootlegs (Mainstreet, Shadows of Intolerance z.B.)sind für mich die echten Perlen!


Hmm ... Desinteresse schlichtweg, weil meistens die Klangqualität unter aller Kanone ist. Bei Waits bin ich ehrlich gesagt nie tiefer in die Materie eingestiegen. Bei Zappa und Grateful Dead hab ich mal eine Weile Bootlegs gekauft, aber dann eben wegen oben genanntem Punkt das Interesse verloren. Zappa und Grateful Dead haben dann eh den Bootleg-Sumpf mit legalen Veröffentlichungen ausgetrocknet.

Das mit Holly Cole sehe ich ähnlich, ist vom Ansatz her nicht schlecht, aber die teilweise rauhen Originale eignen sich wenig für den jazzig-smoothen Angang.
slugg11
Stammgast
#26 erstellt: 20. Sep 2012, 14:49
Klar, beim Sound muss man natürlich ab und zu Abstriche machen, teilweise schon ziemlich derbe. Da gibt es tatsächlich schlimme Sachen. Fast wie bei alten Blues - Aufnahmen aus den 20ern und 30ern. Aber alles in allem habe ich von anderen Interpreten schon weit, weit schlimmere Sachen gehört.

Aber es gibt auch sehr gute Aufnahmen. Ich nenne da 'mal als Beispiel "Alice (The original Demos)" (besser und interessanter als die offizielle CD!) und "Rendezvous at Midnight" (Radio - Sendung), aber auch "Cold Beer on a Hot Night" (mit dem legendären "Silent Night") finde ich soundtechnisch absolut ok..

Fast vergessen!
Wo wir schon 'mal dabei sind:

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Eigentlich kaum zu fassen, aber gut!


[Beitrag von slugg11 am 21. Sep 2012, 13:46 bearbeitet]
PLOS
Inventar
#27 erstellt: 29. Apr 2013, 22:33
Hallo,

eigentlich ist ja alles gesagt, weshalb der Fred wohl auch leider eingeschlafen ist.

Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen und dem Meister huldigen!

Vor über 20 Jahren ist Schulfreund bei mir mit der Rain Dogs LP angerauscht und meinte, dass ich das unbedingt hören müsse - hmmm, mitten im allgemeinen Grunge Fieber... ja ja lass mal da - vielleicht später... Irgendwann habe die Platte dann doch aufgelegt und war weggeblasen! Von da an gab es viel zu entdecken. Tom als Pino man, jazzige Phasen, Frank, ... Anfang der 90iger wurde wir ja auch noch mit frischen Material versorgt, was vermutlich erklärt, warum mir vor allem die Alben zwischen Swordfishtrombones und The Black Rider ganz besonders am Herzen (und in den Ohren) liegt.
Die Annäherung an die (light) jazzigen Alben wie Foreign Affairs und Blue Valentine ist mir damals schwerer gefallen und auch heute bekommen die Alben am wenigsten Spielzeit - Tom als storyteller am piano ist einfach unschlagbar Closing Time gehört zu meinen absoluten Lieblingsplatten und auch das zunächst sperrige Nighthawks at the Diner hat mit jedem Durchlauf gewonnen.. Small Change hat ein feine Mischung an Stilen und wirkt am besten nach weit Mitternacht mit einem Glas Whisky in der Hand...Waltzing Matilda.., ich schweife ab...

Auf Mule Variations mussten wir dann lange warten. Tom verlegt sich wieder auf das Erzählen von Geschichten - die Perfekte Mischung aus dem alten storyteller und dem krächzenden Derwisch, der auf alte Möbel hämmert.. Zu diesem Zeitpunkt hat sich in meinem Leben auch einiges geändert, dazu passt dieses Übergangsalbum und ist daher einer der wichtigsten Alben für mich persönlich.
2002 wurden wir wieder verwöhnt. Alice ist dann doch mal zusammenhängend veröffentlicht worden und mit Blood Money kommt die Theaterphase zum Abschluss, wobei ich sagen muss, dass The Black Rider unerreicht bleibt.

Dann der Schock - das neue Album soll ohne Piano daherkommen... Über die letzten Jahre wurde die Gitarre in Verbindung mit diversen Schlagwerken ja schon immer präsenter, aber so ganz ohne Piano... Sicherlich das sperrigste aber auch kreativste Album seit langer Zeit. Ein radikaler Schritt, der vielen Fans nicht gefallen haben dürfte. Nicht für Einsteiger oder Liebhaber der frühen Alben...
Ganz anders (leider - zum Glück?) ist da Bad As Me, das nächste reguläre Studioalbum. Tom zitiert sich und seine Schaffensphasen, ohne sich selber zu kopieren! Das Album eignet sich daher hervorragend als Einstieg in die Welt von Tom....

So - wie eingangs erwähnt - eigentlich war schon alles gesagt.... Ach ja - da hier Nummern kursieren- ich habe bislang 38 Alben, wobei ich dann irgendwann aufgehört habe, die immer gleichen Aufgüsse aus den 70igern zu kaufen


must haves in fett (dürfe redundant sein)

Early Years Vol. 1 & 2 (frühe 70er)
Closing Time (1973)
Heart of Saturday Night (1974)
Nighthawks at the Diner (1975)
Small Change (1976)
Foreign Affairs (1977)
Blue Valentine (1978)
Heartattack and Vine (1980)

Swordfishtrombones (1983)
Rain Dogs (1984)
Frank's Wild Years (1987)
Big Time (1988)
Bone Machine (1992)
The Black Rider (1993)

Mule Variations (1999)
Alice (2002)
Blood Money (2002)
Real Gone (2004)
Orphans (2006)
Glitter and Doom (2009)
Bad as Me (2011)


Noch was: Hört Euch Gerd Köster - The Pino has been Drinking an - nicht nur für den kölschen Waits Fan (wie ich es einer bin) geeignet. Es wurde ja hier schon beschrieben, aber auch die späteren Eigenkompositionen sind große Klasse!

Noch was 2: Ein anspiel Tip- Sandy Dillon mit East Overshoes
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Jetzt bin ich aber auch gleich fertig: Thelonious Monster - haben mal ein Duett mit Tom aufgenommen. Deren 0815 Sänger ist .. na ja - hört Euch das ganze mal bis zum Einsatz von Tom an... klick

grüße
Michael
Jugel
Inventar
#28 erstellt: 30. Apr 2013, 08:54
Vielen Dank für den Tipp. Sieht ganz so aus bzw.. hört sich (aufgrund der neugierig geworden und schnell recherchierten Soundschnipsel) so an, als würde ich nach dem kölschen Tom Waits (Gerd Köster) jetzt auch mit dem weiblichen Tom Waits, nämlich eben Sandy Dillon, Bekannschaft machen.
Wie schön, dass man nie auslernt.

Gruß
Jugel
slugg11
Stammgast
#29 erstellt: 30. Apr 2013, 21:46
Sehr schöne Zusammenfassung.
Ich bin zwar in vielen Dingen grundsätzlich anderer Meinung, aber ich war schon immer überzeugt, Hauptsache, man beschäftigt sich mit Tom Waits.
Trotzdem muss ich noch 'mal wenigstens eins betonen:
Ohne die zum Teil hervorragenden Live - Aufnahmen, aus den 70er und 80er - Jahren ist jeder Eindruck von Tom Waits absolut unvollständig!
Das weiss ich allerdings auch erst, seit ich ihn in den 80ern zweimal live gesehen habe. Die Atmoshäre und Stimmung des ersten Konzertes war, wie ich mich noch deutlich erinnere, damals für mich eine absolute Überraschung!°
PLOS
Inventar
#30 erstellt: 30. Apr 2013, 22:20
@ Jugel - ja Sandy wurde auch schon als die kleine Schwester von Tom Waits bezeichnet - viel spass damit


@slugg11 - interessant, dass du die live alben ansprichst. ich hab gestern noch darüber nachgedacht, warum mir keine der post 80er aufnahmen wirklich gefällt? weder die offiziellen, noch die halboffiziellen aufnahmen vermitteln bei mir "Emotionen" - um so komischer, da ich normalerweise ein großer fan von live alben bin... ich stimme dir aber zu, dass vor allem die frühen aufnahmen - tom überwiegend am Klavier - einen wichtigen eindruck in sein schaffen geben. die interaktion mit dem publikum und die teil schrägen erzählungen machen das bild erst vollständig (wie sehr würde ich mir daher ein halbwegs aktuelle Konzert DVD wünschen)... ich hatte aber zwischenzeitlich den eindruck, dass nahezu jedes konzert der 70er und frühen 80er auf CD gebannt wurde


Michael
slugg11
Stammgast
#31 erstellt: 30. Apr 2013, 23:02
Dieses Gefühl habe ich eher in den letzten Jahren.
Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich jahrelang gesucht habe, live - Aufnahmen zu finden. Es war wirklich kaum etwas zu finden, und wenn musste man höllisch aufpassen, weil mnache Konzerte unter mehreren Titeln erschienen sind. Teilweise sogar aus unterschiedlichen Städten und an unterschiedlichen Daten.
Ich glaube, allein von der mir als erstes bekannt gewordene "Live at the Post Aula" in Bremen gibt es vier verschiedene Versionen in unterschiedlichen Städten (Bremen, Frankfurt z.B.). Oder eine Aufnahme, die unter "Live in the USA" verkauft wurde (glaube ich), wo er aber "Tom Traubert's Blues" ankündigt mit den Wortm dies sei "Eure inoffizielle Nationalhymne", womit klar ist, dass es sich um Australien handelt. Mittlerweile gibt es diese Aufnahme unter noch einem Titel ("Previousely Unleased"!), was weiss ich von wo.

Mittlerweile kaufe ich keine Bootlegs mehr von ihm, weil das Angebot unüberschaubar geworden ist und die "aktuellen" Playlists sich kaum unterscheiden.
Was leider offensichtlich immer noch nicht als CD erschienen ist, und nur als sündhaft teure LP erhältlich ist (wenn man sie findet), ist "I'll SIng You under the Table", was ein Konzert in Hamburg beinhalten soll, bei dem ich selbst war!
PLOS
Inventar
#32 erstellt: 02. Mai 2013, 08:21
oh der heiliger gral der tom waits aufnahmen die hat mich aufgrund der preise nie wirklich interessiert, aber wenn man selber beim konzert dabei war, ist das natürlich was anderes... vielleicht bekommst du sie ja eines tages - ich drücke die daumen
reuter15
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 08. Mai 2013, 13:16
Vor einigen Jahren war die Schweizerin Claudia Bettinalgio mal
im deutschen Fernsehen mit ihren sehr schönen Tom-Waits-Covern.
"Saving all my love" hieß die Scheibe. Finde ich heute noch gut.
Die Frau hat wohl erst recht spät ihr musikalisches Talent entdeckt-
als die Kinder aus dem Haus waren .
PLOS
Inventar
#34 erstellt: 08. Mai 2013, 14:47
Danke für den Tipp - werde mal reinhören


Wer sich mal ein Bild von Gerd Köster mit The Pino has been Drinking machen möchte:

die kölsche Version von "Sight for sore eyes" klick

vom letzten Konzert 1993 (immerhin war ich dabei ) - Hillije Naaach
slugg11
Stammgast
#35 erstellt: 08. Mai 2013, 20:30
Tut mir ja leid, aber vor dieser Claudia Bettinaglio kann ich nur warnen!
Ist natürlich Geschmackssache, aber diese Scheibe ist so ziemlich die schlimmste TW - Cover - Scheibe, die ich kenne! Nein, sie ist die schlimmste! Diese Frau ist dermassen am Knödeln, dass sie sogar die schönsten Tom - Waits - Stücke zu grunde richtet!
Da ist sogar "Ambros singt Waits" um Meilen besser!
Allerdings nichts gegen "The Piano has been Drinking". Klingt ab und an ein bisschen sehr gewollt, aber gut.
Ich bleibe dabei: (für mich) die bestern Tom Waits - Cover - Sachen sind von Scarlett Johansen, Southside Johnny und mit Abstrichen Holly Cole.
Jugel
Inventar
#36 erstellt: 22. Mai 2013, 13:35
Da hier ja mittlerweile die Tom-Waits-Cover im Vordergrund stehen, mal eine Nachfrage zu

jpc.de

Nach mir die Sintflut - Wolfgang Ambros singt Tom Waits

Kann da jemand was zu sagen? Das Album ist derzeit mit acht Talern ja recht preiswert zu haben.

Gruß + Dank im voraus
Jugel
slugg11
Stammgast
#37 erstellt: 22. Mai 2013, 14:07
Ich muss ja zugeben, dass Wolfgang Ambros bei mir irgendwie immer einen Stein im Brett hat, obwohl ich eigentlich gar nicht genau weiss warum.... .
Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich ihn 'mal vort ewigen Zeiten in Bad Segeberg gesehen habe (zusammen mit Roger Chapman, Kid Creole und Ideal, an die ich mich mit Schrecken erinnere).
Zwischendurch habe mir immer 'mal wieder ein paar Aufnahmen von ihm besorgt, war aber so gut wie immer enttäuscht. Also habe ich sie nach kurzer Zeit immer wieder abgestossen. Für mich nach wie vor sein bestes Stück "Zentralfriedhof".
Die Waits - CD ist die einzige, die ich noch habe.
Ich würde sagen, kann man gut hören, gibt wesentlich schlechteres. Besonders positiv ist die Tatsache, der WA einer ist, der seine Stimme nicht extrem umformen muss, um TW - Lieder zu singen. Dadurch klingt das alles ziemlich natürlich und er muss eben nocht wie so viele knödeln!
Die Texte sind gut übersetzt, vielleicht manchmal etwas "gewollt" und die Musik ab und zu ein bisschen zu "werkgetreu" und gleichzeitig weichgespült.
Aber alles in allem eine Scheibe für Leute, die gerne Tom Waiots hören wollen, ohne gleich verschreckt zu werden.
8 € allemal wert!
Jugel
Inventar
#38 erstellt: 22. Mai 2013, 14:15

slugg11 (Beitrag #37) schrieb:
...Aber alles in allem eine Scheibe für Leute, die gerne Tom Waiots hören wollen, ohne gleich verschreckt zu werden. 8 € allemal wert!

So lobe ich mir das. Schnell, ausführlich und aussagekräftig.
Jetzt hast Du einen gut bei mir!

Gruß + Dank
Jugel
arnaoutchot
Moderator
#39 erstellt: 22. Mai 2013, 15:14

slugg11 (Beitrag #37) schrieb:
Aber alles in allem eine Scheibe für Leute, die gerne Tom Waiots hören wollen, ohne gleich verschreckt zu werden.
8 € allemal wert!


Da werd ich lieber verscheckt. Ich mag Ambros auch, der Mann ist mir sympathisch, aber Waits in österreichisch muss nicht sein. Schon sein Dylan war grenzwertig.
slugg11
Stammgast
#40 erstellt: 22. Mai 2013, 18:51
1. Ich werde von TW nicht verschreckt.
2. Die Originale sind mir lieber.
3. Aber von den Cover - CDs ist das eine im oberen Mittelfeld, würde ich sagen.
4. Aber der Kölner - Dialekt liegt mir noch ferner, obwohl geographisch näher!


[Beitrag von slugg11 am 22. Mai 2013, 18:52 bearbeitet]
PLOS
Inventar
#41 erstellt: 22. Mai 2013, 22:51
Hallo,

hab mir auch mal ein paar von den cover versionen angehört und muss sagen, dass mich Scarlett Johansen sehr überrascht (über andere schweige ich lieber, habe es aber bei zB Claudia Bettinaglio keine 30 sekunden ausgehalten ). Die live Version von Yesterday is here klick von Frau Johansen ist echt mal eigenes und weit entfern von perfekt (oder stellenweise nur gut) gesungen - kann man durchaus hören. Ich bleibe aber lieber beim original...

Ach ja - zum thema schlimme TW cover Versionen - das steht ja wohl Rod Stewart ganz weit oben

Grüße
Michael
slugg11
Stammgast
#42 erstellt: 22. Mai 2013, 23:51
Sag' ich doch!
Naja, über Rod Stewart decken wir 'mal den Mantel des Schweigens. Den habe ich nicht genannt, weil ich nur zwei TW - Stücke von ihm kenne.
Von "Downtown Train" gibt es ja noch eine recht bekannte Pop - Fassung von Patti Smyth, die sogar wesentlich besser ist als Roddys! Lustig finde ich in dem Zusammenhang immer wieder, dass in einem Fernsehfilm über Patti Smith auf ihre Version von "Downtown Train" hingewiesen wurde. Sehr gut recherchiert, kann man da nur sagen!


[Beitrag von slugg11 am 22. Mai 2013, 23:53 bearbeitet]
PLOS
Inventar
#43 erstellt: 26. Mai 2013, 19:50
so -Scarlett Johansen, Anywhere I Lay My Head ist bestellt... bei amazon beschweren sich so viele über die CD, dass sie einach gut sein muss werde berichten..
arnaoutchot
Moderator
#44 erstellt: 26. Mai 2013, 20:09
Jetzt habt ihr mich aber auch neugierig gemacht ... ich hab mir Frau Johansen nun auch mal per Schnipsel angehört.

Das meint ihr doch nicht Ernst, oder ? Was hat denn das noch mit Tom Waits zu tun ? Völlig überarrangierte Stücke mit schmieriger Elektronik, die in Hall ersaufen. Und Frau Johansen singt entweder ausdruckslos oder haucht in die Klangsauce ... sorry, ich hätte mal die 71 Cent für 'ne gebrauchte im Marketplace springen lassen, aber das wage ich schon anhand der Schnipsel abschlägig zu beurteilen ...

PLOS, freue mich trotzdem über Dein Urteil, wenn Du die Scheibe hast.
PLOS
Inventar
#45 erstellt: 26. Mai 2013, 20:33
he he -bin selber gespannt, ob sie die Investition von sagenhaften 0,71 cent lohnt (neu wäre mir das Risiko dann doch zu groß) hab bislang ein paar live Versionen gehört, die haben mir durchaus gefallen... ich kann die CD sonst ja auf Wanderschaft durch die Tom Waits Gemeinde schicken
slugg11
Stammgast
#46 erstellt: 26. Mai 2013, 20:59
Komisch, so eine Ablehnung der Scheibe kann ich wirklich nicht nachvollziehen!
Natürlich ist das Geschmackssache.
Aber wenn ich die Scheibe dieser Frau Bettinaglio und die von SJ vergleiche..... . Also ich weiss nicht.
Auf der einen Seite eine knödelnde und Kunst vorspielende "Sängerin". Auf der anderen Seite eine Schauspielerin, die völlig abseits ihres Schauspielerinnen - Images wirklich originelle Interpretationen bringt!
Keine auf "schön" getrimmte Stimme, wie auch die vom Meister, keine 08/15 Arrangements, gegen den Mainstream produziert,
Nichts was man von ihr erwarten würde!
Aber gut, wie gesagt Geschmackssache.
arnaoutchot
Moderator
#47 erstellt: 26. Mai 2013, 21:19
Ich muss ja auch zugeben, dass ich ungerechterweise nur die amazon-Schnipsel gehört habe. Eventuell muss man das komplett hören. Die andere Tussi hab ich gar nicht erst gehört, kann es also nicht vergleichen.
slugg11
Stammgast
#48 erstellt: 28. Mai 2013, 13:20
Aber ich habe da genausolche Probleme mit Sandy Dillon. Die kopiert zwar nicht, wird ja aber irgendwie mit Tom Waits ("der weibliche Tom Waits") in Verbindung gebracht.
Also mich erinnert das eher an eine - schlechte - Kopie von Annisette Hansen. Und die ist mir dann irgendwie doch lieber.
arnaoutchot
Moderator
#49 erstellt: 28. Mai 2013, 13:56
Generell hatte ich bislang mit allen weiblichen Waits-Interpretinnen so meine Probleme. Das passt irgendwie nicht, zumindest hab ich noch keine gehört, die mich vollends überzeugt hat. Im Grunde gilt das auch für die Männer, Bob Seger zB hat zwar einen ganz ordentlichen Job gemacht bei "New Coat of Paint" und "Ol' 55" ist sogar in der Eagles-Version noch erträglich, aber am liebsten ist mir der Meister immer noch selbst. Und umso exzentrischer die Stücke werden, desto mehr gilt das.
slugg11
Stammgast
#50 erstellt: 28. Mai 2013, 15:30

arnaoutchot (Beitrag #49) schrieb:
aber am liebsten ist mir der Meister immer noch selbst. Und umso exzentrischer die Stücke werden, desto mehr gilt das.


Das ist doch selbstverständlich!!

Aber Du wirst lachen! Mit Hinweis auf den Blues - Thread: das einzige Stück, das ich mir noch freiwillig von Bonamassa anhöre, ist "Jockey full of Bourbon"! Das finde ich Hammer! (vielleicht bin ja nicht ganz der Einzige)
PLOS
Inventar
#51 erstellt: 29. Mai 2013, 12:21
so - die CD von Frau Johansen ist da und ich bin entsetzt.

Hatten die Live Versionen noch einen gewissen Charme, ist auf dieser CD nur unsägliches Pop Synth Gedudel zu finden. Die Stimme ist indiskutabel produziert (sie kann es ja offenbar besser), die Arrangements würden sogar Ralph Siegel die Schamesröte ins Gesicht treiben und jeder Keyboard Anfänger würde besserer Sound zaubern können

Ich hab ne Menge CDs, die ein paar Durchläufe zum wirken benötigen, diese hier wirkt bein ersten Mal: Schrott!!

Wie angekündigt, werde ich die CD auf Wanderschaft schicken. Ich übernehme sogar die erste Runde der Versandkosten. Also wer Interesse hat, einfach per PM melden. Wer zuerst kommt, malt zuerst.. Bei Bedarf kann die CD ja durch mehrere Hände gehen. Zurück will ich sie nicht

jetzt höre ich das Original


[Beitrag von PLOS am 29. Mai 2013, 12:22 bearbeitet]
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