Loewe Aventos 3981 ZW lässt sich nicht mehr einschalten

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w.master
Neuling
#1 erstellt: 12. Sep 2018, 22:20
Hallo zusammen,


Ich habe ein Problem mit meinem Loewe-Röhrenfernseher.

Es handelt sich um den Aventos 3981 ZW.

Das Gerät hat im laufenden Betrieb plötzlich ausgeschaltet und kann nicht wieder eingeschaltet werden.

Beim Einschalten über die Taste am TV-Gerät, leuchten zusammen die rote Standby-LED und die grüne Betriebs-LED auf, welche normalerweise im TV-Betrieb dauerhaft leuchtet und man hört dass ein Relais schaltet. Auch in den Lautsprechern hört man ein kurzes „Klopfen“. Nach ca. 2 Sekunden, also noch bevor normalerweise das TV-Bild aufgebaut ist, schaltet das Relais abermals und die grüne LED erlischt wieder. Es leuchtet dann nur noch die rote LED, also wie im Standby-Modus.

Wenn man dann die Einschalt-Taste auf der Fernbedienung betätigt leuchtet abermals die grüne LED und das Relais schaltet. Jedoch erfolgt auch hier die automatische Abschaltung nach ca. 2 Sekunden (Relais schaltet und grüne LED erlischt). Eine weitere Aktion über die Fernbedienung ist dann nicht mehr möglich. Beim Betätigen der Fernbedienungstasten flackert nur die rote LED, das Relais schaltet dann nicht mehr.

Nach dem Ausschalten des Schalters am Gerät und Wiedereinschalten kann man die o. g. Prozedur jedoch wiederholen. Das Gerät schaltet jedoch abermals wieder aus bevor ein Bild erscheint.

Ich habe eine Sichtprüfung durchgeführt. Dabei ist mir nichts Außergewöhnliches aufgefallen. Also keine offensichtlichen kalten Lötstellen oder schwarze Verfärbungen an Bauelementen.

Die Bildröhre scheint schon eine der neueren Generation zu sein, also die von LG (es gab da ja mal Probleme mit älteren Philips-Bildröhren), zumindest war ein LG-Etikett auf der Bildröhre zu sehen.

Wo könnte der Fehler liegen? Lohnt es sich überhaupt noch an dem Gerät Reparaturen auszuführen oder ist es eher ein Fall für den Verwerter?

Ich würde mich über hilfreiche Antworten freuen.

Viele Grüße
sohndesmars
Stammgast
#2 erstellt: 13. Sep 2018, 13:29
Hi w.master,

ich reparierte in der Hochzeit der Röhrengeräte viele LOEWE mit entsprechendem Chassis (Q2500...).
Eine Reparatur kann ich nur ausgebildeten Fachkräften anraten. Denn wahrscheinlich ist entweder das Schaltnetzteil defekt (häufiger Fehler bei diesem Modell) oder die Zeilenendstufe. Und bei letzterer sehr oft der DST (Zeilentrafo).

Vielleicht findest du noch einen Radio- und Fernsehtechniker, der Ersatzteile rumliegen hat. Ansonsten gibt es bei Ebay (auch -Kleinanzeigen) ständig vergleichbare intakte Röhrengeräte für kleines Geld (zweistellige Eurobeträge).
w.master
Neuling
#3 erstellt: 13. Sep 2018, 15:58
Hallo Sohndesmars,

vielen Dank für Deine Einschätzung. Die Chassisnr. ist 110Q25M. Macht sich ein Defekt des Schaltnetzteils oder der Zeilenendstufe wie oben von mir beschrieben bemerkbar?

Leider gibt es ja heutzutage kaum noch Ersatzteile, bzw. lohnt so eine Reparatur beim Fachmann bei dem alten Gerät nicht mehr. Somit werde ich das Gerät wohl entsorgen müssen sofern sich niemand im Umkreis von Mönchengladbach findet der es als Ersatzteilspender gebrauchen kann.

Viele Grüße, Uwe


[Beitrag von w.master am 13. Sep 2018, 17:30 bearbeitet]
sohndesmars
Stammgast
#4 erstellt: 14. Sep 2018, 04:58
Hi again,

das Gerät versucht das Hauptnetzteil zu starten, erkennt aber, dass ein Fehler vorliegt und verbleibt im Protectmode. Entweder liegt eine Überlast vor (meist eine defekte Zeilenendstufe > DST) oder das Netzteil selbst ist ausgefallen. Was wohl noch funktioniert, ist der FErnbedienungsempfänger, der vom Stand-By-Netzteil versorgt wird.

Ja, eine Reparatur ist wenig sinnvoll.
w.master
Neuling
#5 erstellt: 20. Sep 2018, 16:24
Hallo Sohndesmars,

danke für die Einschätzung. Da der TV nur als Zweitgerät im Schlafzimmer dient sowie aus Nostalgiegründen überlegen wir uns statt dem Kauf eines aktuellen Modells uns wieder ein Röhrengerät zuzulegen. Die bekommt man ja gebraucht zum schmalen Taler bzw. geschenkt.

Aktuell hätte ich ein paar Geräte zur Auswahl:

1. Sony "KV-32FX65E"
2. Philips "32PW9767/12"
3. Philips "32PW9544"
4. Thomson "32WF400G"
5. Samsung "WS-32M66V"

Da Du Dich mit den Röhrengeräten scheinbar gut auskennst wollte ich mal fragen, ob Du eine Empfehlung abgeben kannst, insbesondere bzgl. Bildqualität und Geräte die durch überdurchschnittlich hohen Ausfall/ Reparaturanfälligkeit bekannt waren.

Mein Favorit wäre wohl der Sony, auch wenn er wohl qualitativ an den bisherigen Loewe "Aventos 3981 ZW" nach meiner Einschätzung nicht ganz ran kommt.

Wie ist Deine Einschätzung?

viele Grüße


[Beitrag von w.master am 20. Sep 2018, 16:34 bearbeitet]
sohndesmars
Stammgast
#6 erstellt: 20. Sep 2018, 17:37
Hi w.master,

wenn der Sony einwandfrei ist, wäre er meine erste Wahl. Die Sony Trinitron-Röhren waren schon was spezielles. Zwar häufiger Farbreinheits- und Konvergenzfehler als die Mitbewerber. Aber auch deutlich höhere Brillianz. Thomson und Samsung vergiss lieber ganz schnell. Die beiden 16:9-Philipsgeräte waren Seinerzeit auch höhere Klasse, von der Bedienung her aber, sagen wir mal, umständlich. Und Ausfälle auch nicht so selten. Da brannte auch schon mal der Netzschalter ab.

Ich nehme mal an, du hast genug Platz und einen starken Unterstand. Die Kisten sind alle schwer und sehr tief. Ich würde die nicht bezahlen, sondern für die Entsorgung Geld nehmen

Ich will mir allerdings nie wieder ein Röhrengerät ins Haus holen, da mittlerweile auch die ersten LCD-TVs mit gutem Bewegtbild gebraucht sehr günstig werden, z.B. Loewe Xelos mit L2710-Chassis.

Aber wenn es dir gefällt, nur zu.
w.master
Neuling
#7 erstellt: 20. Sep 2018, 19:27
Hey,

der Sony wäre auch für mich der Favorit aufgrund der genannten Trinitron-Röhre. Platz haben wir für den Trümmer, da der Loewe mit ähnlicher Größe dann rausfliegt.

Die o. g. Geräte wären alle zu verschenken.

Auch wenn die LCD-TVs immer günstiger werden bin ich doch etwas nostalgisch angehaucht zumal es ja nur ein Zweitgerät ist. Ich habe z. B. neben dem kleinen digitalen Beamer auch noch einen Röhrenprojektor seit vielen Jahren im Einsatz (Sony VPH 1271).

Trotz der alten Technik noch immer ein tolles Gerät mit beeindruckender Bildqualität.
sohndesmars
Stammgast
#8 erstellt: 21. Sep 2018, 05:00
Oha, Röhrenprojektoren. Wenn wir die damals bei Kunden unter die Decke hängten, waren wir zu zweit oft den halben Tag beschäftigt (einstellen, erklären....). Reparaturen, besonders Röhrentausch, waren immer die Herausforderungen der Woche.
Tja, vorbei, vorbei. Der moderne HD-3D-LCD-Projektor mit LED-Lampen hält ewig, läßt sich in wenigen Minuten konfigurieren und platzieren, kostet nur ein Bruchteil der Röhrenprojektoren, wird kaum noch heiß....
Und meine Werkstatt hatte ich schon 2011 geschlossen
So ändern sich die Zeiten.
Also gut pflegen das Schätzchen. Es gibt keine Ersatzteile mehr und es ist kaum noch Jemand in der Lage, die Teile zu reparieren.
w.master
Neuling
#9 erstellt: 26. Sep 2018, 13:53
Hallo,

da ich von dem Herren mit dem Sony "KV-32FX65E" nichts mehr gehört habe kommt stattdessen nun noch ein Panasonic in die Auswahl, nämlich der "TX-32PX30D".


Was ist von dem Gerät zu halten (hinsichtlich Qualität und Reparaturanfälligkeit) oder sollte ich besser nach einem anderen Sony suchen aufgrund der Trinitron-Bildröhre?

viele Grüße
sohndesmars
Stammgast
#10 erstellt: 27. Sep 2018, 07:10
hi again,

Panasonic hat 'ne Zeitlang mit LOEWE zusammengearbeitet und bei den späten Röhrengeräten erkennt man noch bischen die Handschrift dieser gemeinsamen Entwicklungen. Die Geräte sind nicht besonders auffällig, eher nicht mit Sony vergleichbar
Das sieht bei den Flachgeräten ganz anders aus.
w.master
Neuling
#11 erstellt: 28. Sep 2018, 17:33
Hallo,

meinst Du mit "...Die Geräte sind nicht besonders auffällig, eher nicht mit Sony vergleichbar..." , dass beim Sony im Vergleich zum Panasonic öfter mit Defekten zu rechnen ist oder dass der Panasonic qualitativ nicht an den Sony herankommt? Das kann man irgendwie zweideutig sehen.

Ich war nur der Ansicht, dass die Quintix-Bildröhren der Panasonic damals wohl auch ganz vorn mitspielten bzgl. der Bildqualität. Oder sollte ich dann doch besser nach einer Sony-Trinitron-Röhre Ausschau halten? Es hat sich nämlich ein neues Angebot aufgetan und zwar ein Sony "KV32FX66E".

Weißt Du was der Unterschied zwischen dem "KV-32FX65E" und dem "KV32FX66E" ist?

Viele Grüße
sohndesmars
Stammgast
#12 erstellt: 29. Sep 2018, 06:42
Hallo auch,
im direktem Bildvergleich siegt der Sony. Panasonic ist nicht öfter defekt als Sony, zumindest die letzten Serien. Und die Typenbezeichnungen bei Sony sind relativ einfach zu entschlüsseln: KV32 steht für 32 Inch Diagonale (16:9), FX für die letzte 100Hz Serie. Und 66 ist neuer als 65. E steht sicher für Europa (Empfangsteil und Farbsystem sind für Asien und Amerika anders).

Ich würde da nicht zu stark typenbezogen differenzieren. Wichtig ist der optische Eindruck und ob alles funktioniert, ob die Fernbedienung noch arbeitet bzw. es relativ einfach Ersatz gibt, und was es mich kostet. Da kann es auch ein Philips sein. Was ich nie nehmen würde, sind Beko, die letzten Grundig, Sharp, Medion, Schneider..... Und keine 100% Flatröhre: viel unnötiges Glas und meist miese Farbreinheit bzw. Konvergenz.
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