4 oder 8 Ohm

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high.end
Neuling
#1 erstellt: 05. Jan 2008, 22:26
Wo schließe ich einen 6 Ohm LS an,an 8 oder der 4 Ohm KLemme
Es handelt sich um einen Röhrenverstärker


[Beitrag von high.end am 05. Jan 2008, 22:28 bearbeitet]
xutl
Inventar
#2 erstellt: 05. Jan 2008, 22:27
4
high.end
Neuling
#3 erstellt: 05. Jan 2008, 22:29
Was würde passieren wenn ich sie an 8 Ohm anschließe
xutl
Inventar
#4 erstellt: 05. Jan 2008, 22:32
Dann kann der Verstärker hops gehen.
dkoschuch
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 05. Jan 2008, 23:53
Also... bei Transen mag das so sein.
Bei Röhren dagegen sollte der Lautsprecher eine gleiche oder kleinere Impedanz haben, aber auf keinen Fall eine größere als der Verstärker!
Man kann den Ausgang eines Röhrenverstärkers sogar kurzschließen, ohne dass etwas passiert.
Nur Leerlauf verträgt er nicht!

Die 6 Öhmer gehören folglich an den 8 Ohm Anschluss.
saci
Stammgast
#6 erstellt: 06. Jan 2008, 01:36
Was heißt eigentlich Leerlauf?

An sein ohne Musik und mit Boxen angeschlossen?
An sein ohne Boxen und ohne Signal?
An sein ohne Boxen und mit Signal?
Was anderes?
dkoschuch
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 06. Jan 2008, 01:48
Das:
An sein ohne Boxen und mit Signal.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 06. Jan 2008, 01:53
Moin,

es ist beim Röhrenverstärker normalerweise nicht kritisch, wenn Lautsprecher abweichende Impedanzen haben.

Allerdings im Rahmen von ca 2 Ohm bis 16 Ohm.
(Kiloohm gilt nicht!)

Alerdings können zu niedrige Impedanzen bei Vollast auf Dauer durchaus die Röhren überlasten.

Der Widerstand Überträgt sich durch den Übertrager auf die Röhre, die dann die niedrigere Impedanz "sieht".


Bei normalen Lautstärken passiert nichts.

Schaden kann es dem Verstärker, wenn keine Lautsprecher angeschlossen sind.

Das kann auch ohne Signal sein.

Mit Signal, am besten richtig laut, wird die Wahrscheinlichkeit eines Defekts aber grösser.

Also Lautsprecher niemals im Betrieb abklemmen.



Gruss, Jens


[Beitrag von rorenoren am 06. Jan 2008, 01:54 bearbeitet]
olibar
Stammgast
#9 erstellt: 06. Jan 2008, 02:11
...hmm, in der Bedienungsanleitung meines Unison steht: Ausprobieren!, es können klangliche Unterschiede auftreten, kaputt geht nix.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 06. Jan 2008, 02:21
Klar, ist Lautsprecherabhängig.

An niedrigerer Ausgangsimpedanz theoretisch mehr Basskontrolle durch höheren Dämpfungsfaktor und höhere Stromlieferfähigkeit.

Am hochohmigeren Ausgang ist der Lautsprecher evtl. "freier", wird nicht so stark kontrolliert.
(kann voluminöseren Bass oder auch weniger Bass bedeuten)

Ausserdem sind die Wicklungen des Übertragers etwa doppelt so oft verschachtelt, kann im Hochton Vorteile bringen.
(Wicklungen liegen in Reihe)

Ausprobieren ist auf jeden Fall angesagt, weil Röhrenverstärker (meist) stärker auf Lautsprecher reagieren als Transistorverstärker.

Gruss, Jens
Ringkerntransformator
Stammgast
#11 erstellt: 06. Jan 2008, 04:15
hallo,
warum genau ist es eigendlich schädlich für den amp ohne lautsprecher betrieben zu werden der widerstand an den ausgängen wäre ohne lautsprecher ja sozusagen unendlich hoch und warum ist das schädlich?

mfg
Ringkern
rorenoren
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 06. Jan 2008, 11:24
Moin,

ganz grob:

Die Endröhre arbeitet über den Übertrager auf den Lautsprecher.

Dabei ist der "gefühlte" Arbeitswiderstand der Endröhre abhängig von der Impedanz (Ohmzahl) des Lautsprechers.

Der Strom fliesst über den Lautsprecher.

Wenn dieser nicht da ist, "sieht" die Endröhre nur die Induktivität des Übertragers (plus minimale Verluste).

Da die Ausgangsspannung sehr stark von der Last (Lautsprecher) abhängig ist, steigt die Ausgangsspannung an.

Am Lautsprecherausgang sind das ein paar Volt, an der Anode der Endröhre sind das zig- Volt.

Nun kann es passieren, dass Ausgangsübertrager und Röhre eine Art Schwingkreis bilden, der diese Spannung vervielfacht.
(Induktionsspannung)

Dabei entstehen Spannungen bis zu einigen tausend Volt.

Das bekommt dann weder Röhre noch Übertrager gut.

Es können Spannungsüberschläge entstehen, die beide Bauteile zerstören.

Die Erklärung ist nicht exakt richtig, macht aber ungefähr deutlich, was passiert.
(hoffe ich)


Wenn kein Eingangssignal anliegt und der Ausgang ist nicht belastet, kann die Gegenkopplung, die jetzt eine höhere Spannung bekommt (und wenn es nur Rauschen oder eine kurze Störung aus dem Netz ist) sich in eine Mitkopplung verwandeln.

Das geschieht durch die Phasenverschiebung des Übertragers.

Wieder schwingt es und Funkenüberschläge können die Folge sein.

Bei angeschlossenem Lautsprecher wird die Gegenkopplung in ihrer Spannung begrenzt, so dass das nicht auftreten kann.


Noch schlimmer:

Verstärker ohne LS und mit offenem Eingang.

Da kann der Verstärker die in der Endstufe entstehenden Schwingungen über den offenen Eingang nochmal verstärken. (Einstreuung des Signals) und so richtig schön schwingen, bis es funkt.


Bei einigen Verstärkern sind Einrichtungen verbaut, die Defekte beim Betrieb ohne Lautsprecher verhindern (sollen).
(Lastwiderstand am Ausgang, Funkenlöschstrecken, VDR oder Dioden am AÜ)

Stabile Verstärker mit sauberer Gegenkopplung sind nicht so anfällig.

Verlassen würde ich mich darauf aber nicht.

Wenn´s nur kurz ist und ohne lautes Eingangssignal, wird´s in den meisten Fällen ohne Schaden ausgehen.
(z.B. beim schnellen Umstecken von 4 auf 8 Ohm)

Besser ausschalten, wartn und dann umschalten.

Gruss, Jens
high.end
Neuling
#13 erstellt: 06. Jan 2008, 12:40
Hallo vielen Dank für die zahlreichen Antworten dann werd ich mich mal ans ausprobieren machen

Gruß und Danke

P.S. Für weitere Meinungen bin ich offen


[Beitrag von high.end am 06. Jan 2008, 13:43 bearbeitet]
Ringkerntransformator
Stammgast
#14 erstellt: 06. Jan 2008, 14:23
@rorenoren
danke wieder was gelernt

mfg
Ringkern
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