Dynavox TPR-2 Phonovorverstärker "unipolar Elko im Signalweg"

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dohc16vfreak
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 29. Nov 2011, 21:12
Beim Blick auf den Schaltplan des TPR-2, ist mir aufgefallen das direkt im Signalweg ein unipolar Elko sitzt (siehe Anhang). laut plan hat dieser 10µF, bei mir ist aber ein 100µF drin. kann mann diesen gegen einen kleineren Folien Kondensator taschen? Was meint ihr dazu?
MfG Daniel Schaltplan TPR-2
rorenoren
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 29. Nov 2011, 23:02
Moin,

im Schaltbild ist ein normaler, gepolter Elko gezeichnet.
(Plus links)
Du kannst natürlich jede Art von Kondensator da einbauen, wenn die Spannungsfestigkeit eingehalten wird.
Um in die Nähe des vorgeschriebenen oder jetzt vorhandenen Wertes zu kommen, wirst du allerdings kaum um einen Elko herumkommen.
Klanglich wirst du an dieser Stelle wohl kaum Fortschritte erzielen.
Wenn du dem Gerät etwas gutes tun willst, kannst du ja einen Elko von einem Markenhersteller verwenden.
Es gibt, glaube ich, von Wima ungepolte Folienkondensatoren mit hohen Kapazitäten und niedrigen Spannungen.
Vielleicht passt davon einer.
Da auf den Kondensator ein relativ niederohmiges Poti folgt, sollte die Kapazität nicht zu klein sein.
Ausrechnen kann ich das nicht, aber wenn anstatt 10µF bei dir 100µF verbaut sind, könnte das einen Grund haben.
(wobei 10µF an 25kOhm schon locker passen sollten)

Wie gesagt, klanglich wird sich da kaum etwas ändern, ausser du kommst in Bereiche wo die untere Grenzfrequenz steigt, und evtl. Phasenverschiebungen entstehen.

Gruss, Jens
dohc16vfreak
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 29. Nov 2011, 23:41
Ich wollte das Poti eh umgehen (aus der Schaltung nehmen), muss ich dann nen 25KOhm Wiederstand einsetzen (zwichen GND und Signal)?
rorenoren
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 29. Nov 2011, 23:58
Moin,

das Poti sollte bleiben, da die Röhre sonst übersteuert werden könnte.
Einen Ersatzwiderstand musst du nicht einsetzen, höchstens einen Spannungsteiler.
Einfacher wäre es, das Poti zu belassen oder wenn es unbedingt ein Kondensator wesentlich niedrigerer Kapazität sein soll, ein hochohmigeres Poti.
(z.B. 100kOhm log)
Auch der Spannungsteiler am Ausgang der IC Schaltung (15k und 51k) belastet diese und erhöht die Grenzfrequenz.
(bei Kapazität knapp an der Untergrenze)

Wenn du unbedingt experimentieren willst, mache doch Versuche auf eigene Faust.
(im Rahmen dessen was ungefährich ist, wenn du das einschätzen kannst)
Dadurch lernst du den Einfluss der verschiedenen Kondensatoren/Kapazitäten kennen.
Ich bin der Meinung, dass Kondensatoren bestenfalls in sehr niederohmigen Schaltungen, z.B. Frequenzweichen, überhaupt hörbaren Einfluss haben.
(gleiche Kapazität vorausgesetzt)
Von daher habe ich noch nie den Wunsch verspürt, ein Gerät zu "tunen".
Ausprobiert habe ich natürlich auch einiges.

Gruss, Jens
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 30. Nov 2011, 16:26
Wenn Dich C11 stört, dann musst Du aber auch C6 ersetzen! Der liegt im Grunde genau so im NF-Kreis. An C11 fällt hauptsächlich eine mögliche Gleichspannung (Offset) an, aber kaum eine Tonspannung, besonders mit dem verbauten Teiler mit 15k Längswiderstand. Die Spannung am Elko wird bei 20Hz rund 1/33 der Ausgangsspannung des OPV IC2 sein (oder 0.004dB). Das ist nicht hörbar!
Demgegenüber ist die Wirkung von C6 rund 1/4, also wesentlich stärker. Und auch das ist nicht hörbar!

Wenn ich etwas bemängeln müsste wäre es die hohe fixe Eingangskapazität von 377pF. Diese geht mit einem kurzen, kapazitätsarmen Plattenspielerkabel gerade noch für ein Shure-System, das auf rund 500pF Last ausgelegt ist, nicht aber für andere hochwertige MM-Systeme. Und weiter stimmt die Entzerrkurve sicher auch nicht all zu genau.

Wenn man also da etwas verbessern wollte, müsste man sich die Sache von einer anderen Seite angehen. Dazu gehört auch der hohe Ri der Röhrenausgangsstufe. Dies hätte man wesentlich eleganter lösen können...
dohc16vfreak
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 30. Nov 2011, 22:08
Die zu hohe Eingangskapazität ist mir auch schon aufgefallen, ich weis nur noch nicht, wieviel Eigenkapazität mein Cinchkabel hat (Inakustik NF 202)um es genau anzupassen. Für das 2M empfiehlt Ortofon 150-300pF. Kann ich das Poti einfach aus dem Signalweg nehmen, oder muss dann der 25kohm Wiederstand zu GND wieder rein?

MfG Daniel
richi44
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 01. Dez 2011, 09:58

dohc16vfreak schrieb:
Die zu hohe Eingangskapazität ist mir auch schon aufgefallen, ich weis nur noch nicht, wieviel Eigenkapazität mein Cinchkabel hat (Inakustik NF 202)um es genau anzupassen. Für das 2M empfiehlt Ortofon 150-300pF. Kann ich das Poti einfach aus dem Signalweg nehmen, oder muss dann der 25kohm Wiederstand zu GND wieder rein?

MfG Daniel :prost

Fur das Kabel kannst Du rund 100pF veranschlagen.
Und zur Frage des Potis hat Dir Jens schon alles gesagt.
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