Quad II Classis

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Klangfreak
Inventar
#1 erstellt: 23. Sep 2014, 21:48
Hallo,

die seit den 1950ern produzierte Quad gibt es auch heute noch oder wieder neu zu kaufen
http://www.quad-hifi.co.uk/Series.aspx?lang=En&Tab=II-classic

Hat schon einer von euch Erfahrungen damit gemacht ?
Ich habe irgendwie den Verdacht, dass das Gerät heute in China hergestellt wird und nicht unbedingt eine "Investition für Generationen" ist...



Schöne Grüße,
Olaf
Tucca
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 24. Sep 2014, 18:34
Nabend Olaf,

Ich habe irgendwie den Verdacht, dass das Gerät heute in China hergestellt wird

Stimmt... aber lies mal hier weiter...

Grüße,

Michael
Klangfreak
Inventar
#3 erstellt: 25. Sep 2014, 01:49
Hallo Michael,

danke für den Link
hifi-collector
Stammgast
#4 erstellt: 26. Sep 2014, 12:24
Hallo Olaf,

von den neu gebauten China Quad II gibt es verschiedene Varianten. Die im Link von Michael getestete Quad II Classic Integrated ist ein Stereo Vollverstärker und entspricht von allen Quad Nachfertigungen am wenigsten dem Original. Es gibt von diesem Hersteller aber auch die Quad II Cassic, eine Monoendstufe, die dem englischen Original von der Röhrenbestückung und der Optik sehr nahe kommt. Und dazu noch die Modell II fourty und II eighty mit anderen Röhren und größerer Ausgangsleistung. Darüberhinaus gibt es auch noch die kleine rührige Firma Quad Musikwiedergabe in Gering (Eifel, BRD) von Holger Stein, die sich rührend um Ersatzteile und Restauration der alten englischen Originale kümmert und ggf. auch noch welche nachfertigt.

Mein Rat: Die Chinakracher sind bestimmt gut und klingen auch exzellent. Aber es sind nun mal Chinesen. Und das macht sich bei einem etwaigen Wiederverkauf deutlich bemerkbar. Die will nämlich für hohe Preise kaum einer haben.

Besser ist folgender Weg: Schau mal bei Ebay in England rein. Da werden jede Menge alter Originale angeboten. Tw. in grauseligem Zustand und nicht restauriert, teilweise in Top Zustand und restauriert. So z.B. hier oder hier. Suche Dir das beste Angebot raus, kaufe die Dinger und lasse sie hier in Deutschland, wenn nötig, aufarbeiten. Das wird nicht die Welt kosten und Du bekommst echte Originale dafür, die nahezu keinen Wertverlust haben werden. Und glaube mir bitte: Originale Quad II in einwandfreiem technischen Zustand klingen herausragend. Die modernen Kopien sind keinen Deut besser.

Gruß

Andreas (der natürlich 2 originale Quad II in seiner Sammlung hat)
Klangfreak
Inventar
#5 erstellt: 26. Sep 2014, 16:01
Hallo Andreas,

vielen Dank für deinen ausführlichen und konstruktiven Beitrag

Die Idee finde ich schon recht Interessant!
Kannst du vielleicht grob abschätzen, was mich eine in England gebrauchte Quad II (mit 15watt) plus kompletter Restauration in Deutschland zusammen kosten würde ?
Also pro Monoblock...

Ich habe schon öfters gelesen, dass die alten Quad´s zwar sehr beliebt und verbreitet sind, aber nicht die zuverlässigsten sind. Ähnlich den englischen Automobilen...
Und dann sind die noch ca. 50Jahre alt, da frag ich mich ob sich die Investition lohnen würde...

Wie sieht es mit der originalen Röhrenbestückung aus ?
Bekommt man die Ersatzröhren noch zu akzeptablen Preisen oder muss man auf andere ausweichen ?


Besten Dank & Schöne Grüße,
Olaf
pragmatiker
Administrator
#6 erstellt: 26. Sep 2014, 16:22
Das größere Problem ist aus meiner Sicht, daß derjenige, der die restauriert, wirklich Ahnung von der Sache haben muß - also ein Fachmann alter Schule mit einem gewissen Lebensalter sein sollte. Und die Leute sterben allmählich aus bzw. machen solche Arbeiten in der Regel nicht für lau. Und ich glaube, daß man an einer Quad-II Endstufe ohne weiteres mal 10 Stunden dransitzen kann (und da sind umfangreiche optische und kosmetische Arbeiten noch gar nicht eingerechnet) - da sind dann je nach Tarif (und ohne jedes Material) pro Endstufe schnell mal ca. EUR 400,-- bis EUR 600,-- fällig (wie gesagt, ohne Material!).

Die Schaltung der Quad-II Endstufe www.keith-snook.info...20II%20Schematic.pdf ist nicht besonders aufwendig - aber ausgeklügelt und extravagant (Kathodengegenkopplung über den Ausgangsübertrager in der Endstufe; Phasenumkehrstufe mit zwei Stück EF86 (anstelle von Doppeltrioden wegen der höheren Verstärkung); sehr extravagante Phasenumkehr aus der Abschwächung eines bereits verstärkten Signals, welches wieder zurück in den Differenzverstärker, aus dem es stammt, geführt wird; schwache über-alles-Gegenkopplung, die direkt in den gemeinsamen (!) Kathodenwiderstand des Differenzverstärkers zurückgeführt wird; wechselspannungsmäßige Verbindung der Schirmgitter der beiden EF86, die aber nicht auf wechselspannungsmäßig 0[V] liegen usw.). Kurz: Diese Schaltung ist weitab von den ganzen durchgenudelten Standardschaltungen, die heute so gerne als Vorlagen für sehr viele China-Verstärker dienen. Die Quad-II Schaltung zu verstehen, heißt das Metier wirklich zu beherrschen (und das ist aus meiner Sicht für eine einwandfreie Restauration und Vermessung zwingend erforderlich - schließlich sollen bei einer solchen Aktion ja zum Schluß zwei Verstärker mit identischen Eigenschaften auf dem Tisch stehen, damit Stereo Spaß macht).

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 26. Sep 2014, 16:23 bearbeitet]
hifi-collector
Stammgast
#7 erstellt: 26. Sep 2014, 18:32
Hallo Olaf,

ich kann da Herbert nicht so ganz zustimmen. Meine beiden Quad II befinden sich im absoluten Originalzustand. Beim Erstkäufer, einem Pfarrer verrichteten die beiden Endstufen viele viele Jahre lang völlig unauffällig ihren Dienst auf dem Boden eines geschlossenen Musikschranks. Also so, wie es vom Hersteller vorgesehen war. Nach der Ersteigerung des Musikschranks vor ca. 10 Jahren fuhr ich beide Endstufen (optischer Neuzustand) vorsichtig mit meinem Regel-Trenntafo hoch und sie funktionierten einwandfrei. Nach Austausch der originalen KT-66 GEC Endröhren und der GZ 32 gegen gematchte KT-66 und GZ 34 vom Tube Amp Doctor (ca. 120 Euro) verrichteten sie lange Jahre ohne jegliche Ausfälle ihren Dienst inb meiner Röhrenanlage. Die originalen GEC Röhren funzten noch einwandfrei und ihr Austausch erfolgte nur, weil sie heute sauteuer und zu schade zum Verheizen sind. Im Moment stehen die beiden Quad II aber faul in meiner Sammlung rum, da ich stattdessen im Moment aus Spaß meine Leak Stereo 20 benutze.

Zur Zuverlässigkeit von Quad II: Diese Endstufen sind äußerst zuverlässig, wenn man sie ohne das dazugehörige Geraffel benutzt. Wenn man die komplette alte Quad Anlage miteinander verbindet und benutzt, kann es Probleme durch Überhitzung/Überlastung desTrafos einer Quad II geben. Schließt man nämlich alle Geräte der Röhrenanlage zusammen (UKW Tuner mit Stereodecoder, MW Tuner, 22er Vorverstärker), so läuft die Spannungsversorgung nur über den einen Trafo einer Endstufe. Und der wird dann sehr heiß und kann kaputt gehen. Benutzt man die Quad II nur mit dem 22er Vorverstärker oder mit einer anderen beliebigen Vorstufe, so entfällt dieses Problem und die Dinger laufen äußerst zuverlässig.

Zur Überholung der Quad II: 400-600 Euro pro Quad Endstufe ist ein Preis, den teure Werkstätten von High End Händlern durchaus berechnen können. Als normalen und fairen Preis für eine solche Überholung inklusive Material (ohne Röhren) würde ich pro Endstufe ca. 200 Euro rechnen, falls die Geräte keine grundlegenden Defekte aufweisen. Dann tauscht der faire Reparateur augenscheinlich überhitzte/überlastete Bauteile und die Koppelkondensatoren aus. Ggf auch die Siebelkos der Netzteile, falls die Kapazitätsverlust haben. Dann kann es allerdings etwas teurer werden, da die bei den Quad II eine spezielle Bauform haben. Als Reparateur empfehle ich die Audioklinik in Mülheim. Meister Vogel hat sich selbst zwei verwarzte Quad II aufgebaut und kennt sich bestens damit aus. Er ist preislich äußerst fair und tauscht nur die Teile aus, die notwendig sind. Ich verdiene an dieser Empfehlung nichts, betrachte es bitte einfach als guten Rat. Den Gesamtpreis eines Kaufes und der Reparatur kann ich leider für Dich schlecht einschätzen. Das hängt von den gekauften Geräten, der Ehrlichkeit des Verkäufers und anderen von mir nicht einschätzbaren Faktoren ab. Für ca. 1500,-- Euro sollten aber 2 gute Exemplare in einwandfreiem optischen und technischen Zustand zu ergattern sein. Von den Quad II sind über ca. 30 Jahre lang ca. 70.000 Stück gebaut worden. Sie sind also keine wirklichen Raritäten. Ach ja, noch ein Tip: Achte bei der Akquise auf ein Paar mit nahe beeinander liegenden Seriennummern. Dann sollten die guten Stücke auch relativ identisch aufgebaut sein. Und bezahle den Kauf mit PayPal, das gibt Dir ein wenig Sicherheit.

Noch etwas: Auch die Leak Stereo 20 ist eine sehr gut klingende englische Röhrenendstufe. Und die ist wirklich supereinfach zu restaurieren. Alle Bauelemente sind geradlinig nebeneinander auf einer Platine aufgereiht und simpelst gegen Neuteile auszutauschen. Die Becher Siebelkos für das Netzteil gibt es in exzellenter Qualität bei Jan Wüsten und die Röhren (ECC 83, EL 84 und GZ 34) gibt es in guter Qualität beim Tube Amp Doctor. Die Stereo 20 ist Klasse, mehr braucht man nicht als Röhreneendstufe, vorausgesetzt, man schließt sie an Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad an. Auch die Stereo 20 wurde in hohen Stückzahlen gebaut, ihr Preis liegt bei ca. 900 Euro. Die Überholung einer grundsätzlich funktionierenden Stereo 20 ist einfach und sollte inklusive Röhren nicht mehr als 400 Euro kosten.

Gruß

Andreas

PS Weitere Tips von mir zur Restauration von Röhrenverstärkern gibt es in der Zeitschrift Analog (Hefft 1/2014) der AAA (Analogforum). Ich habe zwei Artikel zu diesem Thema in der Zeitschrift. Einen kann man sogar umsonst downloaden und lesen (Heft 1/2014, S. 25) unter Download
pragmatiker
Administrator
#8 erstellt: 26. Sep 2014, 20:28
Daß es immer - und wirklich immer - irgendeinen gibt, der es noch billiger macht, ist absolut unbestritten - das ist das grundsätzliche Strickmuster des Kapitalismus. Wie dann das erzielte Ergebnis im Vergleich mit dem (vorher verbindlich formulierten und nicht im Nachhinein galant zusammengestrichenen) Anforderungsprofil an das Ergebnis aussieht, das steht dann häufig auf einem ganz anderen Blatt. Maximales und regelmäßiges Gehalt wollen alle von uns pünktlich auf dem Konto haben - aber wenn's an's Zahlen eines fairen Preises für Dienstleistungen von Anderen geht (so, daß die Anderen auch ihren auskömmlichen Lebensunterhalt davon bestreiten und Steuern und Abgaben davon zahlen können), dann sieht die Welt auf einmal ganz anders aus. Da muß man dann suchen, ob es nicht doch Hobbyisten gibt, die es irgendwie "billiger" machen......weil einem der Fachbetrieb mit Personal, Overhead und Abgabenlast ja dann doch zu teuer ist.

Nur meine Gedanken, die sich hier aber förmlich aufdrängten - weil: Röhrenverstärker sind keine lebensnotwendigen Artikel (im Gegenteil: es sind pure Luxusartikel) und werden in aller Regel nicht von Leuten gekauft, die sich gar nichts leisten können.

Unerfreute Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 26. Sep 2014, 20:40 bearbeitet]
hifi-collector
Stammgast
#9 erstellt: 26. Sep 2014, 21:23
Herbert, die von mir erwähnte Audioklinik in Mülheim ist ein absolut anerkannter Fachbetrieb. Rainer Vogel ist Meister und hat viele Jahre lang als Werkstattleiter bei Radio Brandenburger gearbeitet, seiner Zeit einer der größten Hifi Händler im Rheinland. Nachdem der Betrieb durch Fehler der Geschäftsleitung Pleite gegangen ist, hat sich Herr Vogel mit all seinem Know How, einem riesigen Ersatzteil- und Schaltplanfundus und allen Messinstrumenten bzw. Werkzeugen selbstständig gemacht und unterhält seine Audioklinik seit Jahren. Der Mann hat schon alles an Hifi und High End auf seinem Tisch gehabt, was Rang und Namen hat. U.A. hat er auch eine bis dato unreparierbare SE-A1 Endstufe von Technics wieder hinbekommen. Oder auch meinen Sony PS-8750 Plattenspieler, bei dem ein nicht mehr zu bekommender Chip abgeraucht war. Das ist ein Fachbetrieb und der muß auch von seinen Reparaturen leben. In sofern verstehe ich Deine unerfreuten Grüße nicht.

Gruß

Andreas
DB
Inventar
#10 erstellt: 27. Sep 2014, 09:48
Nun, was müßte denn elektrischerseits gemacht werden:

- Röhren auf dem Prüfgerät untersuchen
- Kondensatoren prüfen, ggf. ersetzen.
- den zweifelhaften Netzspannungswähler prüfen / ändern
- Kaltgeräteanschluß nachrüsten (hier fängt der Ärger schon an, weil wenig Platz ist)
- Kohlemassewiderstände (?) gg. Metallfilm tauschen
- Inbetriebnahme, Messung sämtlicher Spannungen / Ströme ohne Signal
- Ermittlung von Fremdspannungsabstand, Verstärkung, Leistung(sbandbreite), Klirr- und Differenztonverzerrungen, Phasenreserve, Rechteckwiedergabe und ggf. Korrektur/Optimierung.
- Prüfung der elektrischen Sicherheit
- Probelauf über mehrere Stunden
Wie gesagt, hier ist noch keine Rede von abgerauchten Teilen.

Für die genannten Arbeiten halte ich Herberts Angaben zum Preis durchaus für realistisch.


MfG
DB


[Beitrag von DB am 27. Sep 2014, 09:52 bearbeitet]
Klangfreak
Inventar
#11 erstellt: 03. Okt 2014, 18:53
Hallo allesamt,


vielen Dank für eure sehr ausführlichen und hilfreichen Antworten.

Vorab; mir ist durchaus bewusst, dass eine Restauration z.T. sehr aufwendig werden kann und ihr Geld kostet. Ich bin aber gerne bereit einen Fachbetrieb für eine kompetente Instandsetzung fair zu bezahlen.
Ich denke Herberts Preisschätzungen können durchaus realistisch sein. Und die von Andreas auch, es kommt eben immer auf den einzelnen "Patienten" auf der Werkbank an, was eben alles gemacht werden muss...
Vielleicht frage ich auch mal etwas anders; ist die Restauration einer Röhrenendstufe generell teurer als die einer kleinen Transistor-Endstufe

Noch eine ganz andere Frage;
Wie lange braucht so eine Quad oder Leak überhaupt zum Vorheizen ?
Ich höre auch öfters mal nur so für 15-20minuten Musik... Das geht natürlich auf die Lebensdauer der Röhren, das ist mir bewusst...
Aber klingt so eine Röhrenendstufe in den ersten Minuten bedeutend schlechter bzw. muss ich da noch vorsichtig mit dem Lautstärkeregler sein ?


@ Andreas :
Die Leak gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut, zumal es eine Stereoendstufe ist
Ich habe nämlich vollaktive 3-Wege JBL Lautsprecher und bräuchte Röhrenendstufen für 4 Kanäle... Also für die Mitteltonhörner und Hochtonhörner.
Die haben zwar gute 105-110db, aber ich drehe die auch wirklich auf! Aber sollte die Leak wohl noch schaffen, oder ?



Besten Dank euch allen & noch ein schönes Wochenende,

Olaf
DB
Inventar
#12 erstellt: 04. Okt 2014, 10:47

Klangfreak (Beitrag #11) schrieb:

Vielleicht frage ich auch mal etwas anders; ist die Restauration einer Röhrenendstufe generell teurer als die einer kleinen Transistor-Endstufe

Ja. Für die üblicherweise in Halbleitergeräten auftretenden Spannungen geeignete Bauteile gibt es zuhauf. Zumindest das Material ist bei Transistortechnik günstiger.
Dafür sind Röhrengeräte in der Mehrzahl dankbare Reparaturobjekte.

MfG
DB
applewoi
Stammgast
#13 erstellt: 14. Okt 2014, 18:05

Klangfreak (Beitrag #11) schrieb:


Ich habe nämlich vollaktive 3-Wege JBL Lautsprecher und bräuchte Röhrenendstufen für 4 Kanäle... Also für die Mitteltonhörner und Hochtonhörner.
Die haben zwar gute 105-110db, aber ich drehe die auch wirklich auf! Aber sollte die Leak wohl noch schaffen, oder ?



Verstehe ich nicht. Wozu brauchst Du denn Röhrenendstufen, wenn Du vollaktive JBLs hast?
Klangfreak
Inventar
#14 erstellt: 22. Okt 2014, 22:30
Tut mir leid, habe mich falsch ausgedrückt.

Die JBL 3-Wege Lautsprecher werden vollaktiv betrieben, von eben 3 Endstufen und einer Aktivweiche und Vorstufe...
Bzw. suche ich gerade noch die passenden Endstufen
Klangfreak
Inventar
#15 erstellt: 24. Okt 2014, 23:19

Klangfreak (Beitrag #11) schrieb:


Noch eine ganz andere Frage;
Wie lange braucht so eine Quad oder Leak überhaupt zum Vorheizen ?
Ich höre auch öfters mal nur so für 15-20minuten Musik... Das geht natürlich auf die Lebensdauer der Röhren, das ist mir bewusst...
Aber klingt so eine Röhrenendstufe in den ersten Minuten bedeutend schlechter bzw. muss ich da noch vorsichtig mit dem Lautstärkeregler sein ?


Klangfreak
Inventar
#16 erstellt: 19. Mai 2015, 21:44
Kann ich an eine Quad eigentlich gleichzeitig einen 8ohm und 16ohm Lautsprecher anschließen ?


Also meine Mitteltöner haben 16ohm Impedanz und die Hochtöner hingegen 8ohm... Wollte die vielleicht doch mit ner passiven Weiche trennen und dann zusammen an eine Quad anschließen.
smitsch
Stammgast
#17 erstellt: 28. Jul 2015, 01:50
Es gibt brücken im inneren der Quad's II's die eine Anpassung erlauben, also ja. Dies ist auch in der Bedienungsanleitung beschrieben.

Ich habe nun schon einige Quad's revidiert - Ist " im Normalfall" keine allzu schwierige Aufgabe für einen RTV- Elektroniker mit entsprechendem Löt & Mess- Equipment. Alle Bauteile - bis auf die Spulen - sind alle einigermassen leicht erhältlich. Wirklich teuer wird es, wenn Transformatoren oder Überträger ersetzt erden müssen.
Tatsache ist aber: selbst eine kleine Revision dauert locker 2, eher 3 Std. pro Einheit, oft sind die alten Kondensatoren und Widerstände fällig.
Will man die Röhrensockel gewechselt haben, oder das Netzteil auf "geerdet" umbauen, ist der aufwand noch grösser.

die wohl interessanteste Webseite zur quad II hier, in englisch


[Beitrag von smitsch am 28. Jul 2015, 01:52 bearbeitet]
Klangfreak
Inventar
#18 erstellt: 28. Jul 2015, 13:11

smitsch (Beitrag #17) schrieb:
Es gibt brücken im inneren der Quad's II's die eine Anpassung erlauben, also ja. Dies ist auch in der Bedienungsanleitung beschrieben.



Vielen Dank für deine Antwort und den lesenswerten Link


Ich dachte, dass man an diesen internen Brücken generell zwischen 8ohm oder 16ohm umschaltet... Aber wie kann man das auf 8 ohm und 16ohm einstellen?


Schöne Grüße,
Olaf
smitsch
Stammgast
#19 erstellt: 28. Jul 2015, 20:09
natürlich gilt: entweder - oder.

da du die beiden Treiber ja passiv trennst, ergibt sich eine Last, die vermutlich etwas unter 8 Ohm liegt.
Klangfreak
Inventar
#20 erstellt: 28. Jul 2015, 23:29
Ich denke schon, ich glaube der 16ohm Mitteltöner müsste durch nen Spannungsteiler oder sowas auf 8ohm gebracht werden...
selbstbauen
Inventar
#21 erstellt: 29. Jul 2015, 11:24
Entscheidend ist doch, welchen Schalldruck die beiden im Bereich der Übergangsfrequenz aufweisen. Wenn er gleich sein sollte, dann kann man sie einfach mit einer Weiche zusammenschalten. Wenn er geringer sein sollte - was zu vermuten ist - dann wird das ganze nicht funktionieren. Und wenn du dann noch einen Spannungsteiler zur Anpassung verwendest, dann hört man von dem Mitteltöner gar nichts mehr.

Die einzige Lösung wäre dann, von dem Mitteltöner zwei parallel zusammen schalten. Dann hat man die 8 Ohm und der Schalldruck stimmt auch wieder.

Gruß
sb
SilentHillTheBathroom
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 19. Feb 2018, 20:07
Bei ebay gibt es ein blaues englisches Paar, aber die Anschlüsse sehen irgendwie komisch aus. Ist das richtig so? 1500€, 730€ ergab automatische Ablehnung. Soll ich es es höher versuchen?
DB
Inventar
#23 erstellt: 19. Feb 2018, 21:14
Ich frage mich, wie man auf die Idee kommt, die Verstärker mit Powercon, Speakon und XLR zu verhunzen. Der Netzschalter ist auch nicht original, weil die Dinger mit dem Vorverstärker eingeschaltet werden.

Wer weiß, wie es dann untendrin aussieht. Biete ihm 300€ für den verbastelten Kram, seine Chance mit den 700€ hat er ja gehabt.


MfG
DB
phasenphreak
Stammgast
#24 erstellt: 08. Apr 2018, 18:14

DB (Beitrag #23) schrieb:
..., wie man auf die Idee kommt, die Verstärker mit Powercon, Speakon und XLR zu verhunzen.

Anpassung an die Peripherie eines Tonstudios, die haben mal Abhörmonitore befeuert. Habe die "Blauen" erworben nach Telefonat mit Anbieter, der einen äußerst seriösen Eindruck hinterließ...

DB (Beitrag #23) schrieb:

Wer weiß, wie es dann untendrin aussieht.

Jo, wirds sich zeigen, sobald die Dinger da sind. Wahrscheinlich nicht sooo übel. C4/C6 wurde ersetzt, ebenso diverse Rs. Wenns jemanden wirklich interessiert, kann ich dann berichten ...
DB
Inventar
#25 erstellt: 08. Apr 2018, 18:25
Derartige Anpassung bewältigt man üblicherweise mit Adapterkabeln.
Was hast Du denn dafür bezahlt?

MfG
DB


[Beitrag von DB am 08. Apr 2018, 18:26 bearbeitet]
phasenphreak
Stammgast
#26 erstellt: 08. Apr 2018, 21:25

DB (Beitrag #25) schrieb:
... mit Adapterkabeln.

Für die quadsche Eingangsbuchse ein Kabel Löten? Naja.
Und der übliche Adapter RCA --> Quad im Signalweg, wenn man sowieso eher der Hardwiring Fraktion angehört geht garnicht.
Ich sehe das erstmal eher positiv: Frühe Umrüstung --> Chance größer, dass 1 Endstufe (jene die Preamp und womöglich Tuner mit Strom versorgt hat) kein Problem mit dem Trafo hat.
U. U. ist eine bedingte Rückrüstung möglich/easy, anscheinend wurden Platten aufgesetzt, in die die Buchsen eingebaut wurden.
Wird sich zeigen.

DB (Beitrag #25) schrieb:
... bezahlt?

< 1K €

Ich berichte, sobald ich es selbst gesehen habe/poste pics vom Innenleben, wenns interessiert.
Will aber auch nicht den Thread nappen, und einen eigenen mach ich erst auf, wenns Probleme damit gibt
phasenphreak
Stammgast
#27 erstellt: 20. Apr 2018, 17:16
..falls es jemanden interessiert:
Die "Blauen" spielen gut. Nichts brummt (auch kein Trafo mechanisch), sind gleich laut. Als Zugabe gabs noch 2x GZ32 Gleichrichterröhren. Speakon/Powercon/XLR "Gebastel" sauber ausgeführt, rückrüstbar.
Lackierung dunkler als auf den Ebay Bildern, sauber ausgeführt (wurden vorher zerlegt).
C 6/7 erneuert, diverse Rs. Kann nicht klagen. Seit ein Paar Tagen laufen sie an SUG1-19 Horn mit Tang Band 1772, das noch auf den Sperrkreis wartet. Macht riesen Spaß. Räumliche Darstellung spektakulär, Stimmen unglaublich sauber, "S" Laute, stimmlose "D"s, noch nie vorher in dieser Qualität gehört.
Hängen direkt an Audiolab CD 8300. Vorher Vincent SPT 100.


[Beitrag von phasenphreak am 20. Apr 2018, 17:19 bearbeitet]
phasenphreak
Stammgast
#28 erstellt: 31. Mai 2018, 12:00

hifi-collector (Beitrag #4) schrieb:


Mein Rat: Die Chinakracher sind bestimmt gut und klingen auch exzellent.


...back to topic mit 4 Jahre altem quoting :
Gerade über das hier http://www.turneraudio.com.au/quad-II-40-re-engineering.html gestolpert. Die Quad II fourty scheint ja tatsächlich Chinagebastel der übelsten Sorte zu sein
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