Warum schlechte PAL-Qualität?

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SonyFriend
Stammgast
#1 erstellt: 23. Nov 2007, 13:22
Hallo,

ich möchte euch mal fragen, warum das stinknormal Fernsehen, so wie es Kabel-D z.B. analog ausstrahlt, auf den LCD-TVs so schlecht dargestellt wird. Ich finde es eine Frechheit, das da so schlechte Qualität für 1000 EUR und mehr angeboten wird (wobei 1000 EUR sehr pauschal ausgedrückt sind).

Liegt das am Tuner? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass man nun schlechtere Tuner einbaut (im Vergleich zu den Röhren-TVs von vor 10 oder 15 Jahren)

Dann muss das am skalieren liegen, da die PAL-Auflösung nun überholt ist und Full-HD Standard ist (oder in Kürze sein wird). Dann aber stellt sich die Frage, warum man nicht eine bessere Schaltung einbauen kann wie die vorhandene! Das die Zukunft im hochauflösendem Fernsehen liegt ist wohl unstrittig. Aber bis es großflächig verfügbar sein wird vergehen noch einige Jahre.

Ich finde es schön, dass die neuen TVs nun auch tolle Bilder von BR und HDDVD anzeigen können, aber viele wird doch auch das normale TV interessieren, oder?
Beepo
Stammgast
#2 erstellt: 23. Nov 2007, 15:11
Es gibt ein schönes Sprichwort: Shit in - Shit out.

Wenn das Eingangssignal einfach Mist ist, kann auch der beste Fernseher nichts daraus zaubern.
SonyFriend
Stammgast
#3 erstellt: 23. Nov 2007, 15:35
Ich finde, zumindest die "alten" analogen TVs haben ein sehr anschauliches Bild gebastelt. Zumindest meine Thomson 32"-Röhre hat ein gutes Bild (zumindest für mein Empfinden) und ich werde mich wohl wahnsinnig darüber ärgern müssen, dass der neue LCD ein schlechteres Bild macht.
Noch habe ich kein neuen LCD, aber nächstes Jahr ist es dann soweit. Erste Tests zu hause mit 2 Philips-LCD habe jedenfalls für Ernüchterung gesorgt. Abhilfe hat nur ein wenig das digitale Kabel-Signal gebracht. Wahrscheinlich das "Must-Have" zum LCD (darum wirds wohl auch ein Sony-X mit Digi-Tuner)
Beepo
Stammgast
#4 erstellt: 23. Nov 2007, 16:25
Das Röhren allgemein ein besseres PAL Bild machen, lässt sich relativ einfach erklären: Röhren sind unscharf und in der Diagonale meist wesentlich kleiner.

Im Gegensatz zu LCDs, die pixelgenau ansteuerbar sind, lassen sich Röhren nur mäßig genau ansteuern. Aus einem quadratischen Punkt wird dann ein unscharf abgegrenzter Kreis. Dadurch wird ein Großteil der Fehler des Eingangssignals kaschiert.

Hinzu kommt, dass bei den Röhrenfernsehern meist bei 32" Ende im Gelände ist. Ein 720x576 Bild schaut auf 80cm einfach besser aus, als auf 102cm.
Bufobufo
Inventar
#5 erstellt: 23. Nov 2007, 17:03
Hi,

ein ganz großes Problem ist das interlaced Material ( was bei PAL die Regel ist).
Eine Röhre leuchtet optimal nach und kann so 576i ohne Probleme fürs Auge wunderbar darstellen.

Bei digitalen Displays gehts nicht so einfach, da muß interpoliert oder digital aufbereitet werden.
Das Resultat ist dabei immer schlechter als eine Röhre, die einfach nur zeilenweise schreibt/nicht schreibt (da wird nichts berechnert).

So genial scharf auch eine pixelgenaue Darstellung sein mag (z.B. bei HD), bei interpolierten und skalierten PAL kann das digitale Bild nicht besser werden als ein Röhrenbild.
Deshalb sollte man auch immer mit "normal PAL" eine Kaufentscheidung treffen, denn das sieht man in der Regel auch meistens später auf dem TV.

Gruß Jan
Master468
Inventar
#6 erstellt: 24. Nov 2007, 13:49

ein ganz großes Problem ist das interlaced Material ( was bei PAL die Regel ist).

Interlaced-Signale sind in der Tat die Regel (auch bei DVB, DVD), nur steckt oft doch progressives Material dahinter, weil es sich dann um Film handelt. Hier sind bezgl. des Deinterlaces dann vernünftige Implememtierungen gefordert, die die vorliegende Kadenz auch sicher erkennen. Leider sind die TV-Lösungen oft genug sehr "videolastig" ausgelegt.


bei interpolierten und skalierten PAL kann das digitale Bild nicht besser werden als ein Röhrenbild.

In PAL-SD steckt schon eine ganze Menge. Die Aussage kann ich insofern erstmal "nur" für das eigene Videoprocessing der meisten TVs unterstreichen. User von HTPCs/ Videoprozessoren können sich i.d.R. nicht beschweren. Dabei geht es hier nicht nur um die Basisfunktionen, sondern auch um Dinge wie detail enhancement oder noise reduction, die nochmal einiges bringen. Ab einer gewissen Grenze kann man sich natürlich strecken, wie man will. Gutes Beispiel sind "kaputtkomprimierte" Signale oder auch analoges TV => zaubern geht natürlich nicht ;-). Hier ist eine Röhre sicher im Vorteil.

Gruß

Denis


[Beitrag von Master468 am 24. Nov 2007, 13:56 bearbeitet]
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