neuer Sub im Stereosystem - Bass

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log11
Stammgast
#1 erstellt: 21. Sep 2013, 09:10
Guten Morgen,

ich möchte kurz die Ausgangssituation schildern. In meinem bescheidenen Wohnzimmer mit den Abmessungen 3,7 x 4,7m betreibe ich bisher einen Marantz SR4021 Stereo Receiver an Standboxen Magnat Quantum 505. Im Mittel und Hotonbereich haben die meine Asprüche immer erfüllt, mir fehlte jedoch etwas der Bassbereich.
Aus diesem Grund hab ich mir gestern den Heco Phalanx Micro 200A zugelegt.

http://www.areadvd.de/hardware/2012/heco_phalanx_micro200a.shtml

Das Teil habe ich nun zwischen Pre-Out und Main-In mittels Cinch Y-Kabek am Marantz angeschlossen.
Für den Heco hab ich mich entschieden, weil er sich platzmäßig sehr gut in mein WZ integrieren läßt (sehr kompakt) und in diveresen Test für kleine bis mittere Räume gut abgeschnitten hat.

Generell funktioniert der Sub. Ich habe am Marantz via Klinke einen Laptop angeschlossen, mit dem ich diverse Testsignale (50,40,30Hz) geprüft habe.
Das Ding ist eingestellt auf 70Hz Trennfrequenz, Gain halb offen und 0 Grad Phasendrehung. Damit hab ich jetzt die besten Ergebnisse erzielt.
Bei wirklich basslastiger Musik (z.Bsp. Paul Kalkbrenner - Das Gezabel) ist de Bassunterstützung wahrnehmbar. Bei Rock und Pop oder auch bei Satellitenradio höre ich keinen Unterschied ob mit oder ohne Sub.

Fragen:
1. Ist das normal was ich schildere?
2. Verbessert sich die Basswiedergabe wenn der Heo eingespielt ist? Laufzeit derzeit 5h
3. Wäre in meiner Wohnsituatin vielleicht der Austausch der Standboxen gegen etwas wärmer / basslastiger abgestimmte Boxen (z.Bsp. JBL ES90) die bessere Wahl gewesen als einen Sub zu platzieren?

Zur Unterstützung habe ich nochmal den Grundriss meines recht minimalistisch eingerichteten WZ angehangen.
Vielen Dank für Eure Tipps. Wohnzimmer


[Beitrag von log11 am 21. Sep 2013, 09:11 bearbeitet]
Frank_Helmling
Inventar
#2 erstellt: 21. Sep 2013, 12:29
1. Ja

2. Nein

3. Wahrscheinlich.

Ein sub ist nicht dazu da, "mehr" Bass zu machen, sondern die Wiedergabe des Basses zu verbessern:
- Tiefer im Frequenzspektrum hinunter zu kommen
- die anderen LS samt Verstärkung zu entlasten
- durch aufstellungsflexiblere Eigenschaften die Raumeinflüße zu minimieren
- einen höheren Gesamtpegel zu ermöglichen
- eine homogenre Gesamtverteilung über einen größeren Hörbereich zu ermöglichen usw....!

"Mehr" Baß ist eine Geschmacksfrage und hat mit einem sub an sich nichts zu tun. Wenn Dir persönlich Baß "fehlt", dann ist es Dein individuelles Anliegen den Baß mehr reinzudrehen und dein Equipment muß in der Lage sein da mit zu gehen. Möglicherweise brauchst Du dann ohnehin den sub, um den möglichen Gesamtpegel des Systems zu gewährleisten, welchen Du Dir vorstellst.

Daß der Sub oft nicht zu hören ist, hängt damit zusammen, daß, wenn richtig eingestellt und eingepegelt, er dann in Erscheinung tritt, wenn es vom Musikmaterial verlangt wird und zwar so heftig oder schwach wie es dieses eben vorgibt und da ist die Wahrheit, die, das nunmal in aller Regel dramatisch weniger Baß auf einer Aufnahme ist als das gemeinhin erwartet wird...oder anders ausgedrückt: 98% - 99% der Konsumenten ist völlig versaut mit "Bummsbaß" und "Dröhngewummer" und ist überhaupt nicht mehr in der Lage auch nur eine annährende Vorstellung zu entwickeln, was trockener, präziser, harter Baß im realistischen Maße überhaupt ist, geschweige den wie er sich anhört....

Ich habe fertig!


[Beitrag von Frank_Helmling am 21. Sep 2013, 14:47 bearbeitet]
log11
Stammgast
#3 erstellt: 21. Sep 2013, 15:37
@ Frank , hab vielen Dank für Deine Ausführungen.
Generell passt der Klang der Quantum 505 ja.Nur manchmal entsteht halt der Wunsch mehr Basspegel bei Zimmerlautstärke oder auch leicht gehobener Zimmerlautstärke zu erreichen.
Man darf nicht vergessen daß ich hier ein Zimmerchen von 17,5m² beschalle.

Die Frage ist auch, ob Standboxen mit 2x20cm Treibern für den Tieftonbereich nicht deutlich mehr Bassvolumen erzeugen als der 17cm TT in den Quantum. In diesem Fall ist der Wechsel auf beispielsweise die Canton GLE490 oder die JBL ES90 vielleicht wirklich zu überlegen. Vorteil dabei: Ich bräuchte keinen zusätzlichen Sub der auch Platz weg nimmt und Energie verbraucht. Ob man die Quantum 505 gebraucht allerdings noch los wird kann ich zur Zeit schlecht beurteilen.

Berichtige mich wenn ich damit falsch liege. Den Heco könnte ich noch problemlos zurücksenden.

Besten Dank.
Frank_Helmling
Inventar
#4 erstellt: 21. Sep 2013, 18:30
nochmal: Es gibt nicht "mehr" Baß! Baß ist immer gleich, nämlich so wie auf der Aufnahme drauf, da ist er festgelegt und Ende!

Hundert Mark sind immer hundert Mark, "mehr" hundert Mark gibt es nicht, wenn's mehr wird sind's hundertzwanzig Mark oder was auch immer

Bei korrekter Wiedergabe wäre da wenig Spielraum. In der Realität gibt es viele Einflüße auf den Baß:
- gesoundetes Equipment...., ganz vorne sind da Boxen,
- Raumeinflüße (die "machen" am meisten Baß)
- und vom Hörenden vorgenommene Klangmanipulationen (Abstimmung der Anlage auf den eigenen Geschmack)

Die Frage ist auch, ob Standboxen mit 2x20cm Treibern für den Tieftonbereich nicht deutlich mehr Bassvolumen erzeugen als der 17cm TT in den Quantum Sie haben mehr Potential wo es gebraucht wird und falls sie danach abgestimmt sind! Mehr Membranfläche und mehr Hub kann entweder lauter oder tiefer (je nachdem wie abgestimmt ist) aber (!!) halt nur, wenn auch lauter gewollt ist oder "tiefer" auf der Aufnahme ist. Wenn auf der Aufnahme kein Baß von sagen wir mal beispielsweise 40Hz Tiefgang drauf ist und du nicht extrem laut hören willst (z.B. weil du noch zuhause wohnst und dein Zimmer klein ist), dann nützen dir große Boxen garnichts.

Eine Box gibt zuviel Baß wieder weil sie so abgestimmt ist oder so im Raum platziert wurde (absichtlich oder nicht) und das hat mit der Größe nix zu tun. Was du also suchst sind Boxen die "bassiger" abgestimmt wurden....
log11
Stammgast
#5 erstellt: 21. Sep 2013, 21:58
"Was du also suchst sind Boxen die "bassiger" abgestimmt wurden...."

Das trifft es wohl. Ich suche Standboxen die basslastiger ist und möglichst halbwegs aufstellungsunkritisch. Wandabstand bis 30cm ist gerade noch realisierbar, darüber wird es schwierig.
Was könnt Ihr in dem Bereich empfehlen?

Danke.


[Beitrag von log11 am 21. Sep 2013, 21:59 bearbeitet]
std67
Inventar
#6 erstellt: 21. Sep 2013, 22:49
na ich würds erstmal mit Loudnes probieren, wenn der Verstärker/AVR sowas hat
log11
Stammgast
#7 erstellt: 21. Sep 2013, 22:51

std67 (Beitrag #6) schrieb:
na ich würds erstmal mit Loudnes probieren, wenn der Verstärker/AVR sowas hat



Ja das wäre schön, leider hat der Marantz SR4021 diese Funktion nicht.
Frank_Helmling
Inventar
#8 erstellt: 22. Sep 2013, 03:18
So, jetzt wird's schwer! Wenn die Boxen nicht von der Wand weg können, solltest du doch über sub(s) nachdenken, in `Kombination mit ner Kompaktbox.
Idealerweise ne 2 Wegebox mit nicht sehr viel Tiefgang und dazu 2 geschloßene Subwoofer.

Deckenhöhe zu hause?
Beton oder Stein oder Rigipswände?
Flach oder schrägdecke?

Hörabstand?
Film oder Musik oder beides?
Eher Lauthörer?
log11
Stammgast
#9 erstellt: 22. Sep 2013, 08:03
@ Frank, kurz zu Deinen Fragen.

Deckenhöhe: 2,3m
Wände: Stein mit Raufaser tapeziert
Decke: flach, keine Schrägen
Hörabstand: 3,3m je Box (Stereodreieck)
70% Musik 30%Film
Ich höre bei Zimmerlautstärke oder ab und zu mal bei gehobener Zimmerlautstärke
std67
Inventar
#10 erstellt: 22. Sep 2013, 08:38
Hi

warum trennst du nicht einfach mal tiefer? 50Hz sollten die Quantum schon schaffen

Auf den Sub würde ich miich bei Musik mal gar nicht so verlassen, Ferndiagnosen sindnatürlich so gut wie unmöglich. Ohne mal nen Meßschrieb läßt sich nicht sagen wo genau bei dir die Probleme liegen, und welche Lautsprecher genau deine Wünsche erfüllen, ohne da in der rechten Ecke alles zuzudröhnen

Bei mir ist die Situatioj eigentlich ganz ähnlich. NUr das die rechte Box bei mir auch nooch nen Meter Platz hat da mein Raum da halt was breiter is. Zur Rückwand haben meine XTZauch nur 50cm Abstand (Chassis bis Wand) so das die Vorderkante mit dem Rack abschließt
Störend war da nur die 43Hz Mode, die ich durch die 50Hz Trennung kaschiert habe
Der Subwoofer läuft über ein Antimode, so das es auch damit kein FDröhnproblem gibt

Deswegen würde ich eher mal einen AVR vernünftigem Einmeßsystem ausprobieren. Ich denke das bringt dich weiter als ein Wechsel der Laurtsprecher.
So ein Inkyo 818 sollte da was bringen, und ne moderne Loudnes hat er gleich auch noch dabei


[Beitrag von std67 am 22. Sep 2013, 08:39 bearbeitet]
log11
Stammgast
#11 erstellt: 22. Sep 2013, 09:13

std67 (Beitrag #10) schrieb:


....
Deswegen würde ich eher mal einen AVR vernünftigem Einmeßsystem ausprobieren. Ich denke das bringt dich weiter als ein Wechsel der Laurtsprecher.
So ein Inkyo 818 sollte da was bringen, und ne moderne Loudnes hat er gleich auch noch dabei



Ich vermute Du meinst den Onkyo 818? Das ist ein 7.2 AVR, ich will def. bei einem Stereosystem bleiben. Mit 5.x und 7.x kann ich speziell bei Musik nichts anfangen.
Gibts nicht auch Einmess-Systeme die unabhängig vom Receiver / Verstärker sind?


[Beitrag von log11 am 22. Sep 2013, 09:15 bearbeitet]
std67
Inventar
#12 erstellt: 22. Sep 2013, 09:23
so ein AVR kann auch nur 2 Lauts precher antreiben Und das mal testen ist ja dank Fernabsatzgesetz möglich. Damit hast du dann wenigstens ein vernüngtiges Subwoofermanagement. Allerdings heißt es ¨friß oder stirb¨ da du hier mit der autom. Einmessung leben musst und nicht manuell beeinflussen kannst. Bis auf den Dyn.EQ (Loudnes) in 4 Stufen
Ansonsten gibt es schon einige Mögichkeiten.

- PC als Zuspieler nutzen und DIRAC einsetzen. Gibt neTestversion (IMO14 Tage) Vollversion glaub ich um 350€
- MniSDP zwishen Vor- und Endstufe, 140€. Erfordert aber Meßequipment und - kenntnisse
- DSpeaker Antimode Dualcore, 875€. Misst bis 500Hz automatisch, darüber kann man manuell eingreifen. Kann zwischen Vor-/Endstufe geschliffen werden. Bietet aber auch einen optischen und einen USB-Eingang. Letztere kann für den Datenaustausch genutzt werden und als USB-DAC

Dann ist noch ein MiniDSP mit DIRAC angekündigt. Aber keine Ahnung was das kosten soll. Wird dann aber wohl auch automatisch einmessen

Ich selber nutze ein Antimode und bin damit vollkommen zufrieden.


[Beitrag von std67 am 22. Sep 2013, 09:29 bearbeitet]
log11
Stammgast
#13 erstellt: 22. Sep 2013, 09:54
@ std67, danke für Deine Ausführungen, Das klingt alles ganz schön aufwändig was Du beschreibst.
Mit den Grundlagen der Akustik hab ich mich zwar ein wenig befasst, in Sachen Einmessen etc. bin ich aber absoluter Frischling.
Eine ANtimode ist eine Art Signalprozessor oder EQ, den man zwischen Vor und Endverstärker einschleifen kann?
Über einen hochwertigen EQ hab ich auch schon nachgedacht, mein Marantz hat ja ne auftrennbare Vor - Endstufe. Jedoch scheint es da für den Heimbereich nicht mehr viel zu geben, ich finde sowas immer nur für den PA Bereich. Oder hast Du da noch nen Tipp?
std67
Inventar
#14 erstellt: 22. Sep 2013, 10:17
als Standalones wie gesagt das MiniDSP, das derzeit noch vollständigen manuellen Eingriff erfordert. Mir DIRAC wird aber auch das komfortabel. Nur Preis weiß man halt noch nicht. Die PC-Versionzu der es hier auch einen langen Thread gibt, misst aber sehr gut über den gesamten Frequenzbereich ein, und bietet dann auch Presets. Je nach Geschmack und Abmischung der Musik




Das Antimode Dualcore (ak-soundservices.de) misst auf Wunsch bis 500Hz automatisch (man kann auch weniger einstellen) , darüber kann man manuell korrigieren.
Den gemessenen FG kann man auf den PC importieren und und anzeigen lassen. So ist auch das kein großes Problem, wenn man sich ein paar Grundkenntnisse bezüglich Akustik aneignet. Hier kann man sich 4 Presets anlegen.
Hier kann man auch, neben der analogen Verkabelung zwischen Vor- und Endstufe, wie gesagt einen Zupieler optisch oder per USB anschließen. und dann analog direkt in die Endstufe gehen
Nachdem ich mir online die BDA gezogen und gelesen hatte sah ich mich zwar noch überfordert ob der ganzen Möglichkeiten die das Gerät bietet, aber nachdem erst erst einmal da war und die erste autom. Messung getätigt war eigentlich doch alles ganz einfach
Den ersten Erfolg im Bassbereich hat man ja sofort, auch wenn es einem erst einmal etwas bassarm vorkommt . Man ist einfach seine Raummoden gewohnt und denkt da fehlt was. . Dann experimentiert man mit der Housecurve (Bassanhebung) ist dann erst einmal zufrieden, und merkt nach mehrmaligem Umschalten zur linearen Einmessung das man sich mit der Anhebung, zumindest bei guten Aufnahmen, zu viel Bass und geringere Präzision einhandelt
Bei schlechteren, bassärmeren Aufnahmen, wirkt eine moderate Anhebung aber Wunder.
Nach einer Woche habe ich mich dann ein wenig mit den noch leicht nervigen Mitten beschäftigt die mir schon länger aufgefallen waren
Ein paar Kessungen später hatte ich den Bereich gefunden der durch eine leichte, breitbandige Absenkung, die Wiedergabe nochmal wesentlich verbesserte
Trotz der Automatik muss man sich halt trotzdem etws mit dem Thema beschäftigen. Dafür wird man am Ende aber auch belohnt. Ich entdecke einige meiner alten CDs neu, und höre derzeit wieder viel mehr Musik

Durch das Fernabsatzgesetz kann man ja auch problemlos testen ob sich die Investition lohnt. Und Axel steht natürlich auch für Bertung per Telefon und Mail zur Verfügung.
Frank_Helmling
Inventar
#15 erstellt: 22. Sep 2013, 10:32
Eine ANtimode ist eine Art Signalprozessor oder EQ, den man zwischen Vor und Endverstärker einschleifen kann?

Ja (oder zwischen Zuspieler und Amp)

Also zu std67's Ausführungen: Auch ich bin ganz klar pro DSP! Zum DIRAC kann ich nix sagen, es scheint aber vom Hörensagen sehr gut zu sein. Das Problem: es läuft über den PC oder das Book - bei vielen kein Problem, da sie eh von dort zuspielen. Für Typen wie mich ein Riesenproblem, da ich ein Scheibenverbraucher bin.
Den einzigen AVR der einen händisch einstellbaren PEQ hat (ohne automatische Einmeßbefehlabfolge) ist der ROTEL RSX 1562 und aus dem Grund hab' ich auch so Einen dessen Nachteil ist allerdings die UVP von 2699,- Euro. Sein Riesenvorteil man kann von Hand genauso viel von nem Problem unterdrücken, wie man in z.B. nem Hörtest für richtig hält. Sein Nachteil: man muß von Hand einstellen, da keine Automatik. Und man muß natürlich insgesamt schon wissen was man da macht oder einen kennen oder es als Hobby sehen durch "rumspielen" zu lernen. Also nix für Jedermann....

Ich glaube, daß man auch bei den größeren DENONs und den YAMAHAs händisch arbeiten kann. Oder alternativ ein kleines antimode an den sub oder ein großes antimode vor den AVR. Das ist dann aber auch wieder eher teuer...

std war schneller...


[Beitrag von Frank_Helmling am 22. Sep 2013, 10:38 bearbeitet]
log11
Stammgast
#16 erstellt: 22. Sep 2013, 11:03
OK, vielen Dank für Eure Ausführungen zur Antimode. Jetzt kann ich mir was drunter vorstellen.
Ja 2699€ werde ich in absehbarer Zeit sicher nicht für einen AVR ausgeben wollen.
Antimoden sind ja wohl ursprünglich dafür gedacht, Dröhnen oder Hallen zu elemenieren. Beide Effekte habe ich bei mir nicht.
Obwohl mein Wohnzimmer recht minimalistisch eingerichtet ist, scheint der Teppichboden recht effektiv Hallefekte zu verhindern. Es ist also eher so, daß für mein Empfinden die Bassbetonung zu gering ist.
Ich klammere aus folgendem Grund jetzt mal bewusst den Heco Sub aus in meinen Überlegungen.
Gestern Nachmittag war ein Freund bei mir zu Besuch der sich im HiFi Bereich eigentlich ganz gut auskennt. Nach unzähligen Einstell und Positionierversuchen des Heco war er auch mit seinem Latain am Ende.
Ergebnis: Die Quantum 505 werden kaum durch den Heco unterstützt. Das war unabhängig von der Trennfrequenz und auch von der Phaseneinstellung. Ich werd mich gedanklich davon verabschieden an dem Marantz einen Sub zu betreiben. Das Einschleifen über Pre-Out und Main-In scheint hier nicht gut zu funktionieren.

Deshalb war jetzt die Überlegung was an der Aufstellung der Hauptboxen zu verändern und / oder die Boxen mal zu tauschen.


[Beitrag von log11 am 22. Sep 2013, 11:04 bearbeitet]
std67
Inventar
#17 erstellt: 22. Sep 2013, 11:16
wie gesagt kann man ohne Messungen nur raten

Problem beim Sub ist das bei nur einer Schallquelle die Überhöhungen und Täler sehr ausgeprägt sind. Wenn du nun ein einem ¨Loch¨ sitzt hilft das Verrücken des Sub nicht, oder nur wenig. Du müßtest den Hörplatz verlegen

Nutzt man zwei Schallquellen für den Bass, also zwei Subwoofer, oder in diesem Fall besser die Front-LS ist die Bassverteilung im Raum gleichmäßiger.
Das Problem das sich auch hier stellt ist das die Bassmoden, die man zwischen parallelen Wänden immer hat, einen breiten Frequenzbereich überdecken.
Wenn du bei 50Hz ne Mode hast kannst du sowohl 40Hz wie auch 60Hz kaum hören
Das zieht sich soweit das sogar Details im Mittelton verschluckt werden

WWenn man keine Möglichkeit hat akustische Baumaßnahmen wie Absorber etc umzusetzen ist ein DSP die beste Möglichkeit das in den Griff zu kriegen

Andere Lautsprecher nutzen da nix. Das Problem bleibt dasselbe


[Beitrag von std67 am 22. Sep 2013, 11:17 bearbeitet]
log11
Stammgast
#18 erstellt: 22. Sep 2013, 15:36
Was gibt es bei DSP's zu beachten und welcher wäre denn für ein reines Stereosystem mit 2 Stand LS gut geeignet? (auch in Bezug auf P/L)
Brauche ich dafür dann noch zusetzliches Equipment wie z.Bsp. ein Messmikrofon? Irgendwie muss der DFP / Antimode ja wissen, wie es am Hörplatz klingt.
Frank_Helmling
Inventar
#19 erstellt: 22. Sep 2013, 16:09
Das antimode ist eine Automatik und baut ihren eigenen Meß und Regelkreis auf via mitgeliefertem Mikro. Einen Mini DSP wirst du wohl noch verpacken müßen und ihn von deinem persönlichen Befehlabfolgenverarbeiter aus abstimmen. Ein Mikro mußt du dann separat kaufen und als Meßprogramm (Befehlsabfolgensammlung) eine offene Quelle nutzen oder ne Demoversion runtersaugen. Das hat den Vorteil, daß du Eindrücke sammeln kannst anhand der bildlichen Meßdarstellungen und diese Eindrücke dann unter Abhörkontrolle zu deiner eigenen Lösung zusammenstellst und nicht von der Automatik etwas vorgesetzt kriegst....
log11
Stammgast
#20 erstellt: 22. Sep 2013, 20:31
Danke für die Erklärungen Frank. Also ein DFP klingt für mich def. komplizierter in der Handhabung.
Ich werd mich mal in das Thema Antimode einlesen. Ob mir das allerdings auch bei meinem fehlenden Bass hilft.....k.A.
Frank_Helmling
Inventar
#21 erstellt: 22. Sep 2013, 22:28
Ich geh' mal davon aus, das du (und dein Kumpel der sich auskennt wohl auch) zu den 98% gehört, die keinen richtigen Baß kennen. Meine Neffen sind davor auch nicht gefeit obwohl sie es durch mich von klein auf besser wissen. Völlig übersteuerte Subwoofer im Auto und zuhause den Subwoofer so weit aufgedreht (immerhin so ein XTZ 99 irgendwas) bis man ihn deutlich als solchen wahrnimmt. Das ist irgendwie Generationsbedingt (ich kann auch nicht zu KFC zum Essen gehen, weil das in meinen Augen ein "brutal" versalzener Mampf ist - Unmengen stehen aber dafür Schlange und finden es gigantisch...). Versuch' mal irgendwo eine neutrale Musikdarbietung zu erwischen und es dir anzuhören. Das Problem ist so was zu finden. An das letzte
Mal als ich irgendwo "draußen" einigermaßen homogen klingend eine Musikkonserve gehört hab' kann ich mich garnimmer erinnern... . Selbst über Kopfhörer (welcher ja prinzipbedingt jegliche Raumeinflüsse ausschalten) wird es schwer, da diese vielfach zumindest gesoundet sind. Du fändest es wahrscheinlich abscheulich und müßtest dir eingestehen, das du eigentlich nach Möglichkeiten suchst für eine "überbaßte" Wiedergabe.

Das ist jetzt nicht böse gemeint, es läuft halt fast immer so, daß die Leute falsche Vorstellungen haben zum "Thema" Baß....
log11
Stammgast
#22 erstellt: 22. Sep 2013, 22:41
@Frank, ich nehme Dir das sicher nicht über und weiß durchaus was Du meinst.
Jedoch suche ich mit Sicherheit keine Überbetonung des Bassbereichs.
Leider besitzt mein Marantz keine Loudness Funktion, diese würde mir ggf. schon reichen.
Aus folgendem Grund denke ich so. Bei Zimmerlautstärke fehlt mir der TT Bereich, sobald ich jedoch etwas gehobenere Lautstärke höre (was nunmal in einem Mietshaus nur zu wenigen Zeiten möglich ist), dann passt das Klangbild.
Ich bräuchte als eine Möglichkeit, um bei niedrigen Pegel den TT Bereich etwas anzuheben.
Falls Du nen Tipp für einen guten EQ hast das wäre auch noch ne Möglichkeit. Das was ich bisher so gefunden habe war i.d.R. nur für den PA Bereich gedacht.
Frank_Helmling
Inventar
#23 erstellt: 22. Sep 2013, 23:44
ok, gut: Es ist natürlich klar, daß zu einer gehörrichtigen Abhörlautstärke eine Baßanhebung im unteren Lautstärkebereich gehört, wie du es ja kennst als sog. Loudnessfunktion. Was man machen kann: Du kannst rausfinden ob du eine Bi Amping möglichkeit an den Boxen hast und dein Receiver auftrennbar ist. Wenn dem so ist kannst du dir einen billigen und trotzdem ordentlichen Stereovollverstärker in der Bucht schießen und ihn an den Hoch/Mitteltonzweig hängen. Dann kannst du diesen nach Geschmack in der Lautstärke stärker begrenzen als den Baß somit kannst du den Baß separat regeln....und lauter lassen als den Rest....oder halt gleich Zwei gescheite subs, die kannst du auch separat regeln und noch separat aufstellen, sprich von der Wand weg.....
log11
Stammgast
#24 erstellt: 23. Sep 2013, 00:12
Ja also die Boxen sind auftrennbar und sind Bi-Ambing bzw. Bi Wiring fähig.
Der Marantz SR4021 ist zwischen Vor und Endstufe auch auftrennbar.

Ich kann jedoch nicht ganz nachvollziehen wie Du das dann mit einem seperaten Vollverstärker anschließen willst. Kannst Du mir das nochmal im Detail erklären?

Ich vermute Du meinst, daß ich den Vorverstärker des Marantz nutze um via Cinch-Y einmal die eigene Endstufe zu versorgen und seperat den Vollverstärker speise? Dieser versorgt dann z.Bsp. den Tieftonbereich der aufgetrennten Boxen.


[Beitrag von log11 am 23. Sep 2013, 00:13 bearbeitet]
Frank_Helmling
Inventar
#25 erstellt: 23. Sep 2013, 00:21

log11 (Beitrag #24) schrieb:


Ich vermute Du meinst, daß ich den Vorverstärker des Marantz nutze um via Cinch-Y einmal die eigene Endstufe zu versorgen und seperat den Vollverstärker speise? Dieser versorgt dann z.Bsp. den Tieftonbereich der aufgetrennten Boxen.


Jepp.

Allerdings mußt du rausfinden ob du ein Kabel brauchst zischen Vor und Endstufe des Receivers oder ob das auch ohne geht, nicht das du dann noch nen Kurzen kriegst...
log11
Stammgast
#26 erstellt: 23. Sep 2013, 00:26
So ganz versteh ich das nicht. Ich verbinde doch Vor und Endstufe des Receivers mit dem Y Cinch und den Abzweig nutze ich um den Vollverstärker am Main In zu versorgen?!
Ich bin mir nur nicht sicher ob ich mit einem Pre-Out 2 speperate Endverstäker so ohne weiteres speisen kann.....ohne daß es da zu unerwünschten Effekten kommt.
Frank_Helmling
Inventar
#27 erstellt: 23. Sep 2013, 00:40
Ich glaube nicht, daß du die Vorstufe und die Endstufen des receivers mit Kabeln verbinden mußt, das ist schon intern der Fall und würde m.M.n. nur zu nem Kurzschluß führen. Die Aus und Eingänge sind vorhanden um separate Endstufen zusätzl. oder alternativ zu nutzen oder die eingebauten Endstufen an anderen Vorstufen nutzbar zu machen...
log11
Stammgast
#28 erstellt: 23. Sep 2013, 00:43
Doch muss ich def! Ich habe es im aufgetrennten Zustand schon probiert, da hab ich keinen Ton.
Ist ja eigentlich auch logisch, der Pre-Out und Main-In am Receiver ist ja dafür gedacht einen EQ oder DSP einzuschleifen.
Frank_Helmling
Inventar
#29 erstellt: 23. Sep 2013, 01:14
Ja ok, dann stimmt deine Verkabelungsvermutung.

Beachte: Der Vollverstärker (Vollv. deshalb, weil er eine Lautstärkeregelung besitzt) kommt in den Zweig den du da "abschwächen" willst, den "lauter" geht ja nicht, nur leiser....
log11
Stammgast
#30 erstellt: 23. Sep 2013, 09:00
@Frank, mit Auftrennen der Brücke an den Boxen verändere ich doch dann auch den Widerstand?!
Für mein Verständnis müsste der Boxenwiderstand pro Einzelanschluss (HT+MT und TT) dann gringer werden.
Damit wird die Endstufe dann mehr belastet. Ich bin mir nicht sicher ob der Marantz SR4021 das abkann,

Probieren würd ich das hingegen schon ganz gerne mal, das horizontale Bi-Amping.
Frank_Helmling
Inventar
#31 erstellt: 24. Sep 2013, 10:01
Keine Ahnung ob die Impedanz halbiert oder gedoppelt wird oder gleichbleibt...vielleicht ließt ja jemand mit, der das weiß....?

Ich weiß nur:

Es ist weniger die Impedanz an sich als deren Verlauf (Schwankung) und der Hochton ist da stabiler im Verlauf, während der Tieftöner die Schwankungen beisteuert. Diese Schwankungen belasten die Endstufe ob jetzt beide Zweige an ihr hängen oder nur einer, deshalb auch der theoretische Vorteil, daß der Hoch/Mittelton nun die eigene Endstufe weniger duch Impedanzschwankungen belastet und somit in Grenzbereichen unangestrengter versorgt wird....

Der größte Vorteil ist halt die separate LS-Regelung und somit die Frequenzganganpassung....
Mwf
Inventar
#32 erstellt: 24. Sep 2013, 12:04
Hi,
log11 (Beitrag #30) schrieb:
@Frank, mit Auftrennen der Brücke an den Boxen verändere ich doch dann auch den Widerstand?!
Für mein Verständnis müsste der Boxenwiderstand pro Einzelanschluss (HT+MT und TT) dann gringer werden....

Nein, wie kommst du darauf , eher im Gegenteil.
Die Brücke schaltet ja die Zweige parallel, d.h. mit Brücke fliesst mehr Strom, v.a. weil der Frequenzbereich größer ist.

----------------
Ohm und Watt kannst du komplett ignorieren, wenn es wie hier um zivilen Gebrauch geht.

Wenn dir Bass bei geringeren Lautstärken fehlt und es mit Sub selbst bei
-- höchster Ü-Frequenz (hier "200 Hz") - das bringt die Wärme /Fülle , und
-- optimierter Phase /Polarität

nicht zufriedenstellend klingt,
würde ich mich doch mal nach einem anderen Amp mit Loudness und/oder Bass-Steller umsehen.

-------------------------------
Ansonsten vermute ich atypische Akustikprobleme.
Du sitzt vor einer Rückwand (wie gebaut?), wo eigentlich ein Druck /-Dröhnmaximum herrschen sollte, also das Gegenteil von deinem Empfinden.

Den Sub mal nach hinten gestellt, in die Ecke neben dem Sofa, Phase optimiert ?


Gruss,
Michael
std67
Inventar
#33 erstellt: 24. Sep 2013, 15:57
na das mit dem zusätzlichen Verstärker halte ich aber für Gebastel
Dann lieber gleich einen kaufen der Loudnes bietet
Oder einen AVR mit Audyssey und somit DynamicEQ
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