Röhrenamp brummt

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PPM
Stammgast
#1 erstellt: 22. Apr 2004, 14:32
Hallo Gemeinde,

meine relativ neuen Röhrenendstufen Antique Sound Lab AV8 brummen! Das Brummen beginnt etwa 30 Sekunden nach dem Einschalten und ist nicht abhängig von der Lautstärkeeinstellung. Anschlüsse umpolen, andere Steckdose, half alles nichts. Mit neuen Röhren (2 mal 6BM8 pro Kanal) wurde das Brummen leiser, stört aber immer noch. Meine Lautsprecher Triangle Titus sind mit 91 dB nicht sooo empfindlich, dennoch drückt der Brumm doch ziemlich aufs Ohr und vermiest den Musikgenuß.
Eine Ruhestromeinstellung haben diese Amps nicht.
Woran kann es liegen? Die Übertrager? Die Röhren? Können Röhren eines anderen Herstellers Abhilfe schaffen?

Bitte um Hilfe

Patrick
Buddelfrosch
Stammgast
#2 erstellt: 22. Apr 2004, 17:01
Hallo Patrick,

haben die AV8 von Anfang an gebrummt oder kam das erst später?
Nach deiner Schilderung nehme ich an, dass das Brummen auf beiden Kanälen gleich ist, richtig?

Mein erster Tipp wäre die Röhren gewesen. Wenn der Verstärker solide gebaut ist aber nur, wenn eine davon defekt (im weiteren Sinne) ist. Das heißt grundsätzlich funktioniert sie noch, fügt dem ganzen aber ein brummen oder knistern bei. Das bekommt man aber ziemlich zuverlässig durch umstecken der Röhren auf den anderen Kanal heraus.

Scheint bei dir also eher unwahrscheinlich zu sein. Hast du noch Garantie auf die Teile?

Gruß
Gabor
Mario_F
Stammgast
#3 erstellt: 22. Apr 2004, 17:39


Ja ja Röhrenverstärker, viel Rausch viel Brumm kein Abschirmkäfig drumm...

Ich hatte in den letzten Monaten einige Röhrenverstärker bei mir. Fast alle haben gebrummt. Die einzige, die wirklich leise war, ist die Graaf GM100. Hast du mal versucht die Erdung abzuklemmen???

Aber bitte vorsicht, ein Händler hat mir dass bein ner Jadis JA 30 empfohlen. Dort war das Brummen besonders schlimm. Als ich nun die Erdung abgeklebt hatte, gab es einen heftigen Knall, ich dachte schon, dass sei das Ende meiner Lautsprecher gewesen...

Gott sei dank sind die aber sehr wiederstandsfähig.

Laß doch mal den Händle, bei dem du das Gerät gekauft hast, kommen und ihn das Problem beheben.

Gruß

Mario
PPM
Stammgast
#4 erstellt: 22. Apr 2004, 18:35
Nun, das Brummen war von Anfang an. Im Laden ist es mir nicht so extrem aufgefallen. Dort wurde es durch "Umweltgeräusche" überlagert. Der Vertrieb, Preference-Audio, tippte sofort auf eine defekte Röhre (was richtig war) und schickte mir einen neuen Satz. Nun brummt es immer noch, jetzt auf beiden Kanälen gleichmäßig (vorher war ein Kanal lauter).
Ich befürchte daß es kein Defekt ist und die Garantie deshalb nicht greift. Ich mußte rund 5 Wochen auf die neuen Röhren warten, damit ist wohl auch die Rückgabefrist abgelaufen?
Was soll ich tun?

Patrick

P.s.: was denn für eine Erdung abklemmen?


[Beitrag von PPM am 22. Apr 2004, 18:36 bearbeitet]
bruno.e
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 22. Apr 2004, 18:42
Ich hab meine ganze Anlage, wo zudem auch noch Gitarrenverstärker drinhängen, komplett von der Schutzerdung befreit. Nur eins der Geräte hat noch Schutzkontakt, und via Cinchkabel haben das dann alle.
Brummschleifen adieu... die Sicherung fliegt auch via Cinchkabel raus.

Aber Röhrenverstärker: Es gibt so blöde Konstruktionen, wo man grundsätzlich vorhandenen Brumm per Symmetrierpoti minimieren muß. Bei dir wird sowas vermutlich vorhanden sein, du brauchst halt die Serviceunterlagen und etwas Glück... Ein gescheiter Röhrenverstärker braucht solche Potis gar nicht, er hat ein vernünftiges Netzteil.

Trenn mal den gelb-grünen Leiter im Netzkabel ab, solang dein Verstärker elektrisch mit einem anderen geerdeten Gerät verbunden ist, wird nichts tödliches passieren.
Wenns das war, haste gewonnen, wenn nicht, dann such nach dem Symmetrierpoti... Zumindest dein Verkäufer sollte etwas darüber wissen.

Im Netzkabel sind drei Drähte, ein blauer, ein brauner und ein grün-gelber. Du kannst auch mal versuchen, eine Plastikfolie so in den Netzstecker reinzuschwindeln, daß nur noch die zwei Stifte Kontakt bekommen, aber der Schutzkontakt am Steckerrand nicht mehr.
Eine Sache von paar Minuten :-)
Stell aber sicher, daß dein Amp mit einem anderen Gerät, CD-Player oder so, elektrisch verbunden ist!


[Beitrag von bruno.e am 22. Apr 2004, 18:56 bearbeitet]
PPM
Stammgast
#6 erstellt: 22. Apr 2004, 19:14
Auf Brummschleife tippe ich nicht. Ich habe schon sämtliche Steckdosen ausprobiert und im Laden brummte es ja auch (bloß störte es da nicht so sehr).
Ein Trimmpoti gibt es weder innen noch außen. Der Amp ist mit einem "Self-biasing circuit" ausgestattet. Hmm....
Mir geht es jetzt darum: kann ich das Gerät angesichts der beschriebenen Situation (5 Wochen behalten aber nicht mit gehört, da neue Röhren bestellt) zurück geben?
Oder hilft der Austausch gegen eine andere Röhrenmarke?
Oder kann man etwas an der Schaltung tricksen/löten/austauschen??

Patrick
bruno.e
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 22. Apr 2004, 19:35
Also wenn ein Verstärker brummt, und das nicht an Brummschleifen liegt, dann ist das ein massiver Mangel.
Geh zu deinem Laden und lass dir zeigen, daß er nicht brummt.
Wenn das nicht klappt, dann laß ihn gleich da stehen und auf Gewährleistung reparieren, Frist 1 Monat! Bring das zu Papier und laß es da oder reiche es nach.
Wenn er nicht brummfrei wird, kannst den Kaufvertrag rückabwickeln, du Geld und der Verkäufer bekommt seinen Schrott zurück.
DB
Inventar
#8 erstellt: 22. Apr 2004, 20:00
@bruno.e:


Es gibt so blöde Konstruktionen, wo man grundsätzlich vorhandenen Brumm per Symmetrierpoti minimieren muß. ...Ein gescheiter Röhrenverstärker braucht solche Potis gar nicht, er hat ein vernünftiges Netzteil.


Das sind keine blöden Konstruktionen, sondern eine Frage der DC- und auch AC-Balance. Es ist schon gut, wenn man beides nachjustieren kann, besonders nach einem Röhrenwechsel ist das sehr hilfreich.
Wie definierst Du "vernünftiges Netzteil"?

@PPM: Du könntest die Geräte bemängeln, daß eben der Brumm bei Dir zuhause (korrekte Verkabelung vorausgesetzt) unerträglich ist und dem Verkäufer klar machen, daß er handeln muß.
Die Frage ist natürlich dabei, brummt das Gerät auch im Neuzustand schon oder ist es wirklich defekt? Dazu bräuchtest Du die technischen Daten und müßtest den Fremd- bzw. Geräuschspannungsabstand messen. Wird der im Datenblatt angegebene Wert nicht eingehalten, hat das Gerät wohl einen Defekt.

MfG

DB
bruno.e
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 22. Apr 2004, 20:15
Wie definierst Du "vernünftiges Netzteil"?

Naja, Gleichspannung halt, oder kennst du eine Schaltung, die mit Wechselspannung arbeitet?
So eine blöde Frage...
Was du im Netzteil schon wegfilterst, brauchst hernach nicht ausbalancieren.


[Beitrag von bruno.e am 22. Apr 2004, 20:19 bearbeitet]
DB
Inventar
#10 erstellt: 22. Apr 2004, 20:26
@bruno.e:

Weniger die Frage war blöde als vielmehr Deine Antwort darauf (die genaugenommen gar keine Antwort ist).
Wenn Du Dich der Mühe unterziehst und einen Röhrenverstärker aufschraubst, kannst Du u.U. 4 Trimmpotis für den korrekten Abgleich finden: 2x Anodenstrom, 1x AC-Balance und 1x (oder auch mehr) Heizungssymmetrie.

Woran willst Du nun ein "vernünftiges Netzteil" festmachen?
500µ Siebung? CLC-Siebung mit 2x 25µ und 20H? Siliziumdioden oder Hg-Dampf-Gelichrichter? Drosseleingang? DC- oder symmetrierte AC-Heizung?
Ganz so einfach ist es nämlich nicht.


kennst du eine Schaltung, die mit Wechselspannung arbeitet?


Ja, für den HF-Bereich gab es auch Verstärker, die mit Selbstgleichrichtung arbeiteten. Da hat man in der Tat eine Wechselspannung als Anodenspannungsversorgung genommen.


MfG

DB
bruno.e
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 22. Apr 2004, 20:40
Also mein Sansui 1000A brummt nicht, und innen drin sind vier Potis für den Ruhestrom der Endröhren. Und das dürfte eins der besten Röhrengeräte sein, das jemals gebaut wurde im Audiobereich.

Irgendwie hat der Kollege Probleme mit einem Neugerät, und da frag ich mich schon, was das für ne Konstruktion ist...Dem hilft es nicht weiter, wenn wir über Mikrofarad labern....
fender
Stammgast
#12 erstellt: 22. Apr 2004, 20:44
Hallo Patrick,

Ich kenne das Gerät nur von Bildern.
Wenn das Brummen von anfang an war, würde ich auf jedem Fall zum Händler gehen, und würde es bemängeln.

Lass dir auch mal ein anderes Gerät dieses Typs vorführen, wenn das auch brummt liegt es vermutlich am Aubau des Gerätes selbst.
Da gibt es viele Möglichkeiten:
Der Netztrafo könnte hart an der Grenze sein,(schau mal wie heiß der Netztrafo wird wenn das Gerät 1 oder 2 Stunden läuft).
Die Siebkapazität im Netzteil könnte etwas zu niedrig sein.

Was mir bei dem Gerät auf dem Foto aufgefallen ist, ist dass der Netztrafo und der Übertrager nicht um 90 grad zueinander versetzt auf dem Chassis montiert ist, (da könnte das Streufeld des Netztrafos in den Übertrager einwirken, muss aber nicht).
Um gegenseitige Einstreuungen von Netztrafo und Übertrager zu vermeiden sollten sie eigentlich immer um 90 grad versetzt zueinander montiert sein.

Da gibt es noch viele möglichkeiten mehr.

Wie gesagt, geh mal zum Händler.
Und wenn die anderen AV8 auch brummen, würde ich mir vielleicht mal einen anderen besseren Röhrenverstärker
vorführen lassen.

Gruß, Fender.


[Beitrag von fender am 22. Apr 2004, 21:02 bearbeitet]
Buddelfrosch
Stammgast
#13 erstellt: 22. Apr 2004, 22:54
Schließe mich Fenders Meinung an. Was besseres fällt mir auch nicht ein. Da es sich wohl um kein übliches Standartproblem (Röhre defekt, Brummschleife) handelt, dürften Fernprognosen wohl eh nichts bringen.

Gruß
Gabor
PPM
Stammgast
#14 erstellt: 23. Apr 2004, 07:44
Morgen...

ich habe jetzt mal den Schaltplan und das Datenblatt rausgekramt.
Potis gibt es in der Schaltung keine.

S/N-Ratio 69 dB (Full Power) bzw. 61 dB bei 1 Watt/8 Ohm.
Meine Boxen haben einen Nennimpedanz von 4 Ohm.

DARF DAS BRUMMEN?

Gruß

Patrick
driesvds
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 23. Apr 2004, 08:43
um $140,- für ein röhren monoblock kann man nicht viel erwarten...

ich sehe auf der homepage auch das die produktion eingestellt wurde.

ein günstige solidstate ist sicher vernünftiger.

meine empfehlung: dankend zurückgeben!

PPM
Stammgast
#16 erstellt: 23. Apr 2004, 08:58
Hi,

jetzt wirds interessant. Auf welcher HP hast Du gelesen daß die Produktion eingestellt wurde?
Bei Preference-Audio steht nichts darüber.
Die Teile kosten übrigens 189 Euro pro Seite. Ich denke dafür darf man soliden Klang erwarten. Abgesehen vom Brumm klingt es auch erste Sahne. Aber Brumm ist für mich ein K.O-Kriterium.

Gruß

Patrick
driesvds
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 23. Apr 2004, 09:38
Fidelio
Stammgast
#18 erstellt: 23. Apr 2004, 12:01
Hallo Patrick,

schade, daß Du mit solchen Problemen kämpfen musst.



Vor dem Fidelio-Kauf muss das unbedingt gelöst sein.

Bei meiner BC Acoustique Araxe (92dB/W/m) hatte ich nie bemerkt, daß mein V50 leicht brummt beim Softstart.

Die Fidelios zeigen das aber deutlich.

Ansonsten sind die Dinger ganz schön freakig für´s Geld, was von der Einstellung prima zur Fidelio passen würde.

Hoffentlich gibt´s eine Lösung für Dein Problem (außer Neukauf natürlich)!
PPM
Stammgast
#19 erstellt: 23. Apr 2004, 12:35
Hi Fidelio,

das war auch mein Hintergedanke beim Kauf! Sie passen von der Leistung und vom Sound (absolut clean und satter Punch in Baß und Grundton) sowohl zu meinen Triangle Titus als auch zu den anvisierten Lowthers.
Schade, das mit dem Brumm...

Patrick

p.s.: ein sehr schönes und absolut störgeräuschfreies Gerät aus dem Programm von Antique Sound Lab wäre Orchid bzw. Tulip. Die Bestückung mit der 2A3-Röhre wäre perfekt für Lowther aber viel zu schwach für die Triangle.


[Beitrag von PPM am 23. Apr 2004, 12:41 bearbeitet]
Riker
Inventar
#20 erstellt: 23. Apr 2004, 12:43
Naja,
wenn's jetzt ein alter Röhrenamp gewesen wäre, hätte ich auf ausgetrocknete Siebelkos getippt - das Problem habe ich mit meinem. So zwölf Sekunden nach dem Anschalten setzt das Brummen ein, tief und fiese
Das sind angeblich die 50 Hz von der Netzleitung, die da "durchdrücken". Vielleicht ist bei dir das Problem ähnlich (Siebelkos, wobei bei neuen das eigentlich nicht sein dürfte).
Ich bin noch dabei mir eine "Ersatzkonstruktion" anzufordern.

Riker
DB
Inventar
#21 erstellt: 23. Apr 2004, 13:48
@PPM:

69 bzw. 61dB sind nicht so besonders viel Fremdspannungsabstand, an wirkungsgradstarken Lautsprechern dürfte das schon empfindlich stören.
Ist das eher ein helles Brazeln, was man auch aus dem Hochtöner hört oder nur ein tiefes Brummen?

Der Ursachen kann es viele geben, aber keine ist dabei, die man selbst an einem Gerät mit Garantie beheben sollte. Also bringe die Teile am besten wieder zum Händler.

MfG

DB
PPM
Stammgast
#22 erstellt: 23. Apr 2004, 13:55
Primär stört das Brummen, aber stimmt, es bratzelt bzw. summt auch!
Was ist das?
Fidelio
Stammgast
#23 erstellt: 23. Apr 2004, 14:18
Keine schlechte Idee, Patrick.

Wenn das Ding funktioniert, dann wäre es echt die Schau.
2A3-Konstruktionen sollen ja die erste Wahl fur Lowthers sein (allerdings nachgeplappert!).




Für das Geld könnte ich sogar noch schwach werden.

Ein Zweit-Amp kann ja nie schaden.
DB
Inventar
#24 erstellt: 23. Apr 2004, 14:40
@PPM:

Wenn nicht nur ein tiefes Brummen da istz, sondern das Störgeräusch auch höherfrequente Störanteile enthält, werden es mitz hoher Wahrscheinlichkeit Ladestromspitzen sein, die in der Schaltung stören. Wie gesagt, ist von außen nicht zu beheben.

MfG

DB
PPM
Stammgast
#25 erstellt: 26. Apr 2004, 10:54
Hallo Freunde,

mein Händler hat mir übers Wochenende die nächstgrößeren Monoblöcke, die AV20, mitgegeben.
Das Brummen ist deutlich geringer und klingt auch angenehmer. Aber immer noch störend.
Bestückt sind die AV 20 mit je 2 6L6.
Satter Baß, aber etwas neblig-diffuser Mittelhochton mit der Standartbestückung von ASL.
Ich habe mal gegoogelt. Von dieser Flasche scheint es unterschiedliche Varianten zu geben, die an die Bezeichnung 6L6 ein weiteres Kürzel mit 2 Buchstaben angehängt haben.
Sind die untereinander kompatibel (und lassen sich klangliche Verbesserungen erwarten?)? Können die 6L6 bedenkenlos gegen KT66 oder EL34 (wie ich stellenweise gelesen habe) ausgetauscht werden? Ich erhoffe dadurch klangliche Steigerung und eine weitere Abnahme der störenden Nebengeräusche.
Die AV20 sind mit 2 mal 2 Bias-Reglern ausgestattet.

Gruß

Patrick
Fidelio
Stammgast
#26 erstellt: 26. Apr 2004, 11:50
Hallo Patrick,

bei meinem V50 habe ich die serienmäßigen EL34 gegen russische 6L6GC Bj.77 getauscht mit dem Ergebniss, daß die Mitten viel natürlicher waren. Allerdings sind sie anscheinend etwas "schwächer" an den Frequenzenden, was mich allerdings nicht so stört.

Du kennst meine Vorlieben.

KT66, EL34 und 6L6 sind Pinkompatibel und laufen problemlos im Octave. Ob das bei Dir geht, keine Ahnung inwiefern Schaltung und Ausgangsübertrager da Probleme machen können.

Herr Hofmann von Octave hält übrigens alle aktuellen 6L6-Varianten für schrottig. Aber alte sind problemlos zu bekommen. Mein gematchtes altes Quartett hat gerade mal 88EUR gekostet.
PPM
Stammgast
#27 erstellt: 26. Apr 2004, 12:36
Mein Händler kennt die Fidelio und hält die AV20 für DEN Amp schlechthin um die Lowther-Schwächen zu kompensieren!
Naa jaa... Diese Brummen und Bratzeln ist shit, das Auflösungsvermögen mit den Standardröhren nicht akzeptabel. AV 20 ist eher ein "Rocker" fürs Grobe.
Der MG-SI 15 DT soll störgeräuschfrei und sehr fein klingen. Den werde ich mir als letzte Chance ausleihen. Entweder klappts, oder wenn nicht dann habe ich die Einsicht gewonnen daß meine Ansprüche in der angepeilten Preisklasse nicht erfüllt werden.
Es sei denn jemand kann meine Hoffnung bestätigen daß ich die AV20 mit anderen Röhren aufwerten kann?

Patrick
Fidelio
Stammgast
#28 erstellt: 26. Apr 2004, 12:50
Ein Verstärker also, der die Schwächen eines Lowther ausgleicht. Mit Scheißklang oder mit Brummen etwa?

Bullshit.

Langsam machen mir die Chinesen Angst. Dein Händler auch.

Weg mit dem Ding!



Wenn es bei Deiner Triangle mit dem Ohr am Treiber leicht brummt, dann brummt es mit den Fidelios am Hörplatz ordentlich.
Also sollte das Ding bei Deinen jetzigen Lautsprechern brummfrei sein.

Kopf hoch.


[Beitrag von Fidelio am 26. Apr 2004, 13:56 bearbeitet]
HardSpacer
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 26. Apr 2004, 17:40
Ich habe mir mal die Aurexx Chrystal 1 aus Jux nachgebaut.

Holzplatte 3Löcher rein 2 Aüs und nen Trafo aus nem alten Stereo Radio, 2 Russische EL84 und ne Russische ECC83.

Freiverdrahtet ohne Heizleitungn zu verdrillen oder die Leitungen zu sortieren.

Stecker rein 1min gewartet CD-Player an und Gas.

Kaum Brumm und nur ein leichtes Grundrauschen aber sonst Picobello

Für nen SE Eintaktamp mit 2x 3,5Watt ist das Teil an meinen JBL XTIs wirklich recht laut und verdammt kräftig.

Hab das Dingen jetzt schon 2wochen gequält und meinen EL34 GT amp erstmal eingemottet.

Wie Ihr seht gehts auch ohne großen Aufwand bzw mit etwas Glück.

Gruß
Patrik
DB
Inventar
#30 erstellt: 26. Apr 2004, 18:19
@PPM:


Können die 6L6 bedenkenlos gegen KT66 oder EL34 (wie ich stellenweise gelesen habe) ausgetauscht werden?


Nein. Es mag in manchen Fällen weder zu einer Beschädigung der Röhren noch des Verstärkers kommen, aber ein Röhrenverstärker ist für einen bestimmten Röhrentyp entwickelt und optimiert. Und damit sollte er auch bestückt werden.
Wenn eine pinkompatible Röhre reingesteckt wird, kommen auch Töne raus, aber es wird kein optimales Ergebnis mehr sein.

Zur Kompatibilität von 6L6 und EL34:
Von der 6L6 gibt es mehrere Ausführungen, die je nach Art hinsichtlich Uamax (360V ... 500V) und Qamax (19W ... 35W) verschieden sind.
Die EL34 hingegen weist nur ein Qamax von 25W auf, läßt aber Anodenspannungen bis 800V zu. Außerdem braucht die EL34 mehr Heizstrom (1,5A) als die 6L6 (0,9A), die eine recht schmächtige Katode besitzt.

Zudem müßte bei einem Tausch auf jeden Fall der Ruhestrom korrigiert bzw. für korrekte Anpassung u.U. auch der Ausgangsübertrager getauscht werden.

MfG

DB
PPM
Stammgast
#31 erstellt: 28. Apr 2004, 15:08

Ich habe mir mal die Aurexx Chrystal 1 aus Jux nachgebaut.

Holzplatte 3Löcher rein 2 Aüs und nen Trafo aus nem alten Stereo Radio, 2 Russische EL84 und ne Russische ECC83.

Freiverdrahtet ohne Heizleitungn zu verdrillen oder die Leitungen zu sortieren.

Stecker rein 1min gewartet CD-Player an und Gas.

Kaum Brumm und nur ein leichtes Grundrauschen aber sonst Picobello

Für nen SE Eintaktamp mit 2x 3,5Watt ist das Teil an meinen JBL XTIs wirklich recht laut und verdammt kräftig.

Hab das Dingen jetzt schon 2wochen gequält und meinen EL34 GT amp erstmal eingemottet.

Wie Ihr seht gehts auch ohne großen Aufwand bzw mit etwas Glück.

Gruß
Patrik


Hallo Namensvetter,
hast Du die original-Bauteilequalität des Aurexx verwendet oder was besseres genommen? Gerade solche Minimalschaltungen (Purismus pur - steh ich drauf!) stehen und fallen mit der Qualität der Bauteile.
Kannst Du mir mal den Schaltplan/Bauplan zukommen lassen?
Gruß
Patrick
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