Brumm an 6 Ohm Boxen aber nicht an 8 Ohm?

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Stadtmusikant
Neuling
#1 erstellt: 18. Okt 2007, 20:56
Guten abend zusammen,

ich höre nun schon seit vielen Jahren mit diesen glühenden Teilen und dachte mir, ich kann meiner Freundin auch mal was gutes tun. Bei ebay also einen Raphael 20 + 20 (entspricht weitgehend der Stereo 25, hat aber drei schaltbare Eingänge) gesteigert. Die Aüs des Raphael sind für 8 Ohm angepasst. Daran dann die selbst gebastelten Solo 20-LS mit den Visaton B 200 Breitbändern (6 Ohm Nennwiderstand)angeschlossen. Sehr feiner Klang zusammen, aber leider ein deutlich vernehmbarer Brumm im Leerlauf. So richtige Begeisterung kommt da nicht auf. Den Raphael dann an meine B&W DM 220i Boxen (mit ca. 91 db/1W/1m etwa der gleiche Wirkungsgrad wie der Visaton B 200 in der SOLO 20 Box, aber 8 Ohm Nennwiederstand), angeklemmt. Ergebnis: Prima Klang und Brumm nur noch mit dem Ohr direkt am Lautsprecher zu vernehmen. Genau anders herum verhält sich mein Selbstbau, der bis auf die Endstufenröhren (je zwei EL 95) schaltungstechnisch einem Grundig NF1 entspricht: deutlich hörbares Leerlaufbrummen an den 8 Ohm B&W-Boxen, kaum hörbarer Brumm an den 6 Ohm Visaton. Die Aüs des NF1 sind, so glaube ich zumindest, für 5 Ohm LS ausgelegt. Meine Frage: kann das geschilderte Brummverhalten mit der nicht ganz korrekten Anpassung der LS an die jeweiligen Aüs zusammen hängen. Glaube ich irgendwie nicht, denn mit meinem Saba-Telewatt TR 60 (Hybrid mit Sandvorstufe und Röhrenendstufe) erzeugen beide LS-Paare (an den 8 Ohm Abgriffen angeschlossen) keinerlei hörbaren Brumm.
Weiß jemand Rat oder hat eine Erklärung? Muss ich vielleicht noch ein bisschen basteln?

Vielen Dank im voraus und Grüße,

Thomas
rorenoren
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 18. Okt 2007, 21:50
Moin Thomas,

eine mögliche Erklärung wäre, dass die Breitbänder aufgrund des Impedanzanstiegs zu den Höhen hin ein Problem für die Gegenkopplung werden.
(Gegenkopplung wird zur Mitkopplung wg. Phasendrehung)

Der Verstärker schwingt dann.

Bei zusätzlichen Hochtönern bleibt die Impedanz im oberen Bereich meist noch relativ niedrig.

Versuche mal, einen 8 Ohm Widerstand an den Ausgang anzuschliessen. (evtl. mit ca 4,7µF Bipolar Elko in Reihe)

Wenn das Brummen dann weg ist, stimmt meine Vermutung, wenn nicht, war´s Blödsinn.
(etwas leiser wird´s natürlich durch die Last nur mit R, daher der Elko))

Ich hatte das an einem meiner Selbstbauverstärker.

Die Übertrager sind sehr alt (Telefunken 1953), und deren Frequenzobergrenze dürfte bei 12-13kHz liegen. (geschätzt)

Mit Breitbändern (RFT) hatte er keine Leistung und je nach Röhre fing die Anode an zu glühen. (ganz leicht)

Mit je 10 Ohm im Ausgang ist das Problem weggeschummelt.

Kondensatoren im Gegenkopplungszweig oder direkt am Ausgang haben das Problem jeweils verschlimmert.

Nun klingt das Ding ganz gut und macht selbst ohne LS keine Mucken.

Gruss, Jens
Radiologe
Inventar
#3 erstellt: 18. Okt 2007, 23:05
Hallo,

die von Jens aufgeführten Gründe decken sich auch mit meinen Erfahrungen.War ebenfalls ein Eigenbau(mein erster EL84 Gegantakter nach Rhodenhuis) und auch ein Ovaler RFT Breitbänder machte Probleme,wohingegen meine damligen Canton Fonum 701DC prima daran liefen.Auch die EV SP12C liefen daran probemlos.
Der Verstärker schwingte an den RFT´s zwar sehr tieffrequent (3-5Hz) aber auch hier half eine Impedanzlinearisierung.
Alternativ könnte man den Widerstand in der Gegenkopplungsschleife probeweise etwas vergrößern.

Gruß Markus
Stadtmusikant
Neuling
#4 erstellt: 19. Okt 2007, 13:55
Hallo
und vielen Dank für die prompten Antworten und die Tipps.
Impendanzlinearisierung könnte also das Mittel der Wahl sein. Ich glaube, die LS 20 Boxen haben so etwas. Bestehend aus 6,8 Ohm Widerstand und Elko 47 µF in Reihe. Hier der Link: http://www.visaton.de/bilder/weichen/gross/solo20_w.gif
Mit dieser Impendanzlinearisierung soll sich nach Visaton eine sehr glatte Frequenz/Widerstandsfunktion ergeben, siehe hier: http://www.visaton.de/bilder/frequenz/gross/solo20_fs.gif
Ich werde einfach einmal die Werte entsprechend des Vorschlags von Jens variieren und schauen was passiert. Wenns nichts hilft, knöpfe ich mir mal die Gegenkopplung vor.
Erfahrungsbericht folgt.

Grüße,

Thomas
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