Ausschalten, oder nicht?

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nowatt
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 24. Dez 2007, 12:07
Hallo ihr Röhrenfreaks.
Ich habe den Einstein Vollverstärker und den Tuner Magnum Dynalab 108T. Also beides Röhrengeräte.
Wie ist das, laßt ihr die Geräte permanent an?? Oder wie lange "glüht" ihr diese vor??
Zählt man die Betriebsstunden eigentlich mit, wenn man die Geräte ständig an hat, ohne wirklich Musik zu hören??
Doofe Fragen, oder.
Gruß,
Hagen
5_0_H_z_S_
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 24. Dez 2007, 12:21
Die Röhre zählt die Betriebstunden zur Sicherheit immer mit !
Ersetzen wir alle Röhren durch Transistoren, hält das Erdöl wenigstens 2 Wochen länger ...

Gruss / HAIFAI will never dai !
rorenoren
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 24. Dez 2007, 14:31
Moin,

schalten wir alle Stand- By- Geräte ab, können wir alle Röhren an lassen...

Spass beiseite, wie bei allen Geräten, bei denen es sich nicht um hochpräzise Messgeräte handelt (und selbst bei denen), ist es sinnvoll, sie bei Nichtgebrauch auszuschalten.

Für kurze Pausen von unter 1 Stunde ist es grenzwertig.

Röhren verschleissein im Betrieb.

Bei allen Geräten, ausser Gegentaktendstufen in Arbeitspunkten ausserhalb vom A- Betrieb, verschleissen die Röhren fast völlig unabhängig vom Musiksignal.

Bei AB, B (und D = Betrieb in AB aber mit fester Vorspannung) sind die Ruheströme niedriger als die Ströme mit Signal.

Der Unterschied ist aber nur im B- Betrieb wirklich deutlich.
B- Endstufen werden im Allgemeinen für HiFi nicht eingesetzt.

Eine Röhre sollte je nach physischer Grösse und Heizleistung spätestens nach etwa 5 Minuten ihre volle Betriebstemperatur erreicht haben und stabile Betriebsbedingungen garantieren.

Spätestens dann sollten sich auch alle Klangunterschiede (wenn überhaupt vorhanden) erledigt haben.

Die "normalen" HiFi Röhren vertragen selbst häufiges Ein- und Ausschalten ohne Probleme.
(Vorkriegsröhren und Exoten nehme ich hier mal sicherheitshalber aus)

Bei Kleinröhren in Vorstufen und Empfangsteilen ist die abverlangte Leistung so gering, dass die Röhren Jahrzehntelang ohne Probleme arbeiten.
(meist unterhalb d. max. Belastbarkeit, daher deutlich höhere Lebenserwartung)

Die Angabe der Haltbarkeit in Betriebsstunden, dürfte sich in den meisten Fällen auf den maximal zulässigen Strom im Arbeitspunkt beziehen.
(wenn der unter einen bestimmten Wert sinkt, gilt die Röhre als "verschlissen", "aufgebraucht")

Bei Leistungsröhren sind die Angaben der Lebensdauer daher eher anwendbar.

Geräte für 3 oder 4 Stunden täglichen Musukgenuss rund um die Uhr eingeschaltet zu lassen, halte ich für Verschwendung.
(Strom und "Hardware")

Wenn Geräte "kalt nicht klingen", liegt ein Konstruktionsfehler vor.
(zumindest bei Röhrengeräten)

Also aus, wenn eine längere Pause abzusehen ist.

Auch wegen der Feuersicherheit von Vorteil!

Gruss, Jens


[Beitrag von rorenoren am 24. Dez 2007, 14:35 bearbeitet]
nowatt
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 24. Dez 2007, 14:42
Hallo Jens.
Danke für diese ausgiebige Antwort. So was hilft mir ungemein. Man will schließlich nicht aller falsch machen, was man nur falsch machen kann.
Mir wurde auch schon gesagt, laufen lassen, immer laufen lassen. Von wem? Von einem Hifi-Händler.
Vielen Dank und viele Grüße,
Hagen
Gelscht
Gelöscht
#5 erstellt: 24. Dez 2007, 14:55
Transistorgeräte laufen lassen,
Röhrengeräte ausschalten.
5_0_H_z_S_
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 24. Dez 2007, 17:26
@telefunky:

Warum sollte man Transistorgeräte im HIFI-Bereich laufen lassen, sind doch keine 6 1/2-stellige DVM ???
Etwa damit die Elkos durch die Netzteilwärme schneller austrocknen, oder die Grundlast der AKW abgenommen werden kann ?

Gruss / Schöne Weihnachten
Gelscht
Gelöscht
#7 erstellt: 24. Dez 2007, 18:49
Transtoramps machen gerne während dem Ein-Aus den
Das liegt wohl an Dominoeffekten, die ansteigende Betriebspannung ist in der Schaltung nicht berücksichtigt?
Auch Elkos stehen lieber unter Spannung, keine Ahnung warum, Oxydation?
rorenoren
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 24. Dez 2007, 19:13
Die meisten Menschen im Bett.
Schlafen ist gefährlich!

Im Ernst, auch Transistorverstärker dürfen ausgeschaltet werden.

Dass sie beim Einschalten sterben liegt daran, dass sie da natürlich eine kurze heftige Belastung erfahren.

Die müssen sie aber vertragen, sonst: Fehlkonstruktion.
(zumindest in Bezug auf Betriebssicherheit)

Bei Halbleitern geschieht das Ableben im Gegensatz zu Röhren fast immer plötzlich.

Es kann genausogut im normalen Betrieb geschehen.

Sinnvoll, wegen der Elkos, ist eine regelmässige Benutzung.

Nach sehr langer Betriebspause (z.B. 1 Jahr) kann es sein, dass sich die Elkos neu formieren müssen.

Im Extrem ungünstigen Fall geschieht das bei einem der Elkos nicht, dann kann das alle möglichen Folgen haben.

Vom Knistern der Regler (ein Elko= ein Kanal) über das Ansprechen der Schutzschaltung wegen Gleichspannung am Ausgang.

Ein schwerer Defekt ist natürlich auch nicht auszuschliessen.

Normalerweise klappt das mit dem Formieren bei alten Elkos aber problemlos.
(dauert vielleicht 2-3 Einschaltzyklen)

Ist das Gerät nur einige Tage oder Stunden ausser Betrieb, besteht diese Gefahr nicht.

Also denke ich, dass auch Transistorgeräte genausogut abgeschaltet werden sollten.

Es mag Ausnahmen geben, bei denen die Betriebstemperatur über den Klang entscheidet, dann sind wir wieder bei der Fehlkonstruktion.
(kann klanglich trotzdem hervorragend sein...)

Wer Geld für Strom zum Fenster herauswerfen mag, kann immer alles eingeschaltet lassen.

Wer meint, sein Verstärker klänge kalt nicht, kann ihn natürlich 24h am Netz lassen.

Vielleicht ist in dem Fall der Gedanke an einen anderen Verstärker angebracht?

Naja, muss jeder selbst wissen.

Auch hier gilt wieder:

Die Gefahr, dass ein eingeschaltetes Gerät ein klein wenig "Feuer spuckt" ist da.

Wenn der Besitzer dabeisteht, passiert vielleicht nichts.

Wenn der Besitzer aber z.B. gerade arbeitet, kommt er vielleicht zu einem Haufen Asche zurück, der mal sein Zuhause war.

Ich wünsche das niemandem, und die Wahrscheinlichkeit ist so gross nicht.

Darüber nachdenken kann man aber schon mal.

Gruss, Jens
nowatt
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 24. Dez 2007, 19:28
Jetzt mal so nebenbei.
Ich habe an meinem Einstein Vollverstärker einen neuen CD-Player. Den Exposure 2010S. Mein Feund der über Weihnachten weg ist, hat mir seinen Einstein "Last Record Player" geliehen.
Diesen habe ich heute mal in meiner neuen Kette angeschlossen. Der Exposure ist nagelneu und wirklich nicht schlecht, im Gegeneteil. Aber ich habe echt gestaunt, um wie vieles sich der Einstein Player doch besser anhört.
Kann das sein, daß der Unterschied auch darin bestehen kann, daß beide aus dem gleichem Hause sind?? Und vielleicht auch beides Röhrengeräte sind?? Der Einstein Player hört sich am Verstärker einfach analoger an. Für meinen Geschmack liegen da Welten zwischen, obwohl der Exposure wrklich gut ist.
Wat nu
Gruß,
Hagen
Gelscht
Gelöscht
#10 erstellt: 24. Dez 2007, 19:34
dann ist es bei den Menschen Oxydation
oder Stromstoß beim Röhrenverstärkerlöten.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 24. Dez 2007, 19:36


Gruss, Jens,

der schon fix viele Stromstösse abbekommen hat, vielleicht deshalb................. .....
5_0_H_z_S_
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 24. Dez 2007, 19:36
nowatt schrieb:

Der Einstein Player hört sich am Verstärker einfach analoger an. Für meinen Geschmack liegen da Welten zwischen, obwohl der Exposure wrklich gut ist.

Wenn man "analog" steigern kann, ist dann eine Sanduhr "digitaler" als eine Analoguhr mit Schrittschaltwerk ???

Viele Grüsse
nowatt
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 24. Dez 2007, 19:44

5_0_H_z_S_ schrieb:
nowatt schrieb:

Der Einstein Player hört sich am Verstärker einfach analoger an. Für meinen Geschmack liegen da Welten zwischen, obwohl der Exposure wrklich gut ist.

Wenn man "analog" steigern kann, ist dann eine Sanduhr "digitaler" als eine Analoguhr mit Schrittschaltwerk ???

Viele Grüsse


Kannst Du mir das genauer erklären, was Du meinst?
Oder habe ich mein Hörempfinden vielleicht falsch ausgedrückt??
Gruß,
Hagen
Gelscht
Gelöscht
#14 erstellt: 24. Dez 2007, 19:48
Jens und wie wars so jeweils?
ich meine die Stromschläge?
(sorry nowatt das nächste Mal haben wir einen eigenen thread)
5_0_H_z_S_
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 24. Dez 2007, 19:57
@nowatt:

Einstein hätte eventuell erklärt, dass alle physikalischen Vorgänge im atomaren Bereich "digitaler" Natur sind, und alles für uns "analog" Aussehende nur "quasi-analog" ist ...

Viele Grüsse
Gelscht
Gelöscht
#16 erstellt: 24. Dez 2007, 20:01
@nowatt... und Heisenberg hätte gesagt, daß man eh nix
genaues sagen kann: "Alles schmiert um die Wiklichkeit
drumrum"
nowatt
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 24. Dez 2007, 20:03

telefunky schrieb:
@nowatt... und Heisenberg hätte gesagt, daß man eh nix
genaues sagen kann: "Alles schmiert um die Wiklichkeit
drumrum"


Ach so. Und ich habe schon befürchtet, man hätte mich verstanden.
Na dann
Danke und Gruß,
Hagen
rorenoren
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 24. Dez 2007, 20:04
Kann mich nicht erinnern.....

@Nowatt:

Die Klangunterschiede bei CD Playern, wenn sie denn hörbar sind, sollten verhältnismässig gering sein.

Möglich sind aber Abstimmungen des Klanges in bestimmte Richtungen, wie z.B. "analog".

Andererseits kannst du abhängig vom Verstärker und nicht zuletzt von den Lautsprechern, unterschiedliche Eindrücke haben.

Wenn der Rest der Anlage warm und weich klingt, ist ein "analog" klingender Player vielleicht zuviel des Guten.

Der andere Player kann im Gegenzug vielleicht mehr Details zeigen, oder hat einfach mehr "Kick".

Wie gesagt, die Unterschiede sollten bei neutral abgestimmten Playern relativ gering sein.

Deutliche Unterschiede bedeuten Fehler des einen Players, oder eine gewollte Abstimmung des anderen, die zufällig zur Anlage passt.
(speziell zu Lautsprecher/ Raum)

Du wirst möglicherweise sogar feststellen, dass der positive Eindruck Langeweile weicht, und froh sein, dass du deinen Player hast.

Ist mir schon oft passiert, dass ein Player mich anfangs total begeistert hat und dann doch ein anderer (oft "der alte") wieder zum Liebling wurde, weil er auf Dauer doch mehr Spass machte.

Also keine Sorgen machen, das ist normal.

Jeder gute Player hat seine Meriten.

Gruss, Jens

Noch kein Edit, aber:

auha, jetzt wird´s philosophysikalisch?
Gelscht
Gelöscht
#19 erstellt: 24. Dez 2007, 20:15
und immer dran denken: Heisenbergs Unschärferelation.
(gilt fürs hören genauso)
Ringkerntransformator
Stammgast
#20 erstellt: 28. Dez 2007, 03:59
hallo,
ich hätte als röhrenneuling da auch mal ein paar fragen(wollte jetzt nich extra ein neues thema öffen)
und zwar:
eine röhre hält soweit ich das mitbekommen habe je nach benutzung bis zu 5000 betriebsstunden

wenn der verstärker nun oft an seiner leistungsgrenze benutzt wird gehen die röhren warscheinlich früher hin oder?
(wäre zumindest logisch)
was muss ich bei dem kauf neuer röhren beachten ?
reicht es auf namhafte hersteller wie JJ electronic zu achten ?

was kann an einer röhre alles kaputt gehen ?

und wie erkennt man eine kaputte bzw. eine bald kaputte röhre ?(bilder wären natürlich suuuper)

mfg
Ringkern


[Beitrag von Ringkerntransformator am 28. Dez 2007, 04:00 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 28. Dez 2007, 12:28
Moin Ringkern,

je nach Schaltungsauslegung verschleissen Röhren tatsächlich mehr, wenn ständig in voller Lautstärke gehört wird.

In Class A ist das fast nicht der Fall, in B stärker.

Im Dynavox ist ein Mittelding von A und B eingesetzt.
(D? Arbeitspunkt ungefähr zwischen A und B, feste Gittervorspannung)

Da ist es auch so, dass die Lautstärke über die Lebensdauer der Röhren entscheidet.

Das gilt allerdings nur für die Endstufenröhren. (EL34?)

Der Verschleiss der Röhren is bei normalen Lautstärken (Verstärker leistet dann vielleicht max 10 Watt) nicht merklich höher.

Die Lebensdauerangaben für Röhren werden ungefähr bei Vollast angegeben.

Ob die heutigen Röhren so haltbar sind, wie die aus der Röhrenära, kann ich nicht beurteilen.

Zum Glück sind die eingesetzten Röhren recht günstig zu bekommen.

"Gematchte" Röhren sind aber heutzutage sicher kein Luxus.

Der Aufpreis lohnt sich allein dadurch, dass die Röhren einmal in Betrieb waren und tatsächlich funktioniert haben.
(wenn sie denn wirklich gematscht wurden, was man bei seriösen Anbietern voraussetzen darf)

Tesla/ JJ und Electro Harmonix/Sovtek sind wohl vernünftige Röhren.
Ausfälle gibt es aber auch hier, wenn man Pech hat.

Zum Glück beansprucht der Dynavox die Röhren nicht am Rande ihrer Leistungsfähigkeit.
(ca 450 V Anodenspannung, in Class B waren bis zu 800V möglich (damals), die bekommen neueren Röhren aber nicht immer)

Qualitativ gute Röhren halten länger als 5000 Betriebsstunden, wenn sie nicht voll belastet sind. (so wie es normalerweise im Dynavox sein sollte)

Die Erstausstattung mit Chinesenröhren könnte allerdings deutlich früher am Ende sein, da habe ich aber keine Erfahrungen.

Die Vorstufenröhren, gute Qualität vorausgesetzt, können auch über 10000 Stunden halten.

Den Verschleiss kannst du nachvollziehen, indem du regelmässig den Ruhestrom misst und nachstellst.

Irgendwann wirst du nur noch knapp auf den geforderten Strom (bzw. die Messpannung) kommen.

Bis dahin dürfte auch die erzielbare Leistung spürbar geringer geworden sein.

Dann sind die Röhren am Ende.

Genau kann man das aber nur mit einem Röhrenmessgerät prüfen.
(zwischendurch, aber m.E. nicht nötig)


Ein Satz Ersatröhren ist übrigens als Reserve nie verkehrt.

Es gibt auch Fälle, in denen eine Röhre einfach so stirbt. (oder auch spektakulär mit Funken und Knallen)

Das merkst du dann schon.

In dem Fall sofort ausschalten und Stecker raus.

Wenn du einen "guten" Dynavox erwischst, sollten sonst keine Probleme auftreten.
(hierzu mal im Forum die diversen Threads zum Thema durchlesen)

Auf jeden Fall solltest du dir keine Sorgen machen.

Alle paar Monate mal nach dem Ruhestrom schauen, sonst einfach geniessen!

Gruss, Jens
Ringkerntransformator
Stammgast
#22 erstellt: 28. Dez 2007, 16:17
hallo rorenoren,

danke für deine wiedermal sehr hilfreiche information

also ist es so das wenn die röhren älter werden der ruhestrom sinkt und ich das poti immer weiter aufdrehen muss um auf den idealen wert zu kommen
habe ich das so richtig verstanden?

mfg
Ringkern
Gelscht
Gelöscht
#23 erstellt: 28. Dez 2007, 17:07
runterdrehen (weniger neg Vorspannung)

bei class A gehts automatisch.

oder Röhre regenerieren oder Überheizen,
kann auch nochmal 1/2 Jahr halten.
Ringkerntransformator
Stammgast
#24 erstellt: 28. Dez 2007, 19:30
also mus man das poti immer weiter runter drehen mit der zeit

und das regenerieren wie funktioniert das genau ?
bei überheizen einfach ruhe strom auf z.b. 50mA(also 500mV) drehen oder wie?


mfg
Ringkern


[Beitrag von Ringkerntransformator am 28. Dez 2007, 19:38 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 28. Dez 2007, 21:00
Moin Ringkern,

vergiss das mit dem Regenerieren, es lohnt sich nicht.

Die Gefahr, dass eine so behandelte Röhre schwere Schäden am Verstärker verursacht, ist gross.

Zumal die Wirkung bei Leistungsröhren eher zweifelhaft ist.

Das Regenerieren wurde (evtl. wird) bei Fernsehbildröhren angewendet.

Da setzt sich auf den Katoden eine nicht emittierende Schicht ab. (bzw. bildet sich aus der Katodenbeschichtung)

Diese Schicht wird durch Überheizen und hohen Katodenstrom "weggebrannt".

Bei Vorstufenröhren gibt es dieses Phänomen wohl auch, da diese z.T. mit sehr geringen Strömen betrieben werden.

Bei Endstufenröhren ist die Katodenbeschichtung einfach aufgebraucht bzw. "weg".

Regenerierte Röhren neigen zu Kurzschlüssen, die den Übertrager oder/ und den Netztrafo gefährden.

Damit wird die Ersparnis mehr als aufgehoben.

Also besser nicht!

Ein Satz Endröhren kostet etwa 50 Euro.
(JJ/Tesla bei BTB 4 Stück 42 Euro plus Versand)

Ach so,

der Ruhestrom wird sich über lange Zeit kaum ändern.
(gute Röhren vorausgesetzt)

Erst wenn die Verschleissgrenze nahe ist, ändert sich der Ruhestrom schneller und stärker.

Die "ausgelutschte" Röhre wird durch den höheren Ruhestrom mit Gewalt dazu geprügelt, doch noch zu funktionieren.

Das Verschleisst den Rest der Röhre schnell.

Bevor es soweit ist, besser austauschen.

Die Röhren in der Vor- und Treiberstufe verschleissen kaum und stellen ihre Arbeitspunkte selbständig nach.
(automatische Gittervorspannung)

Diese Röhre werden eher durch Knistern oder Rauschen auffallen, wenn sie altern.

Sie kosten aber auch nicht viel.

Gute Röhren sollten einige Jahre halten.

Gruss, Jens
Ringkerntransformator
Stammgast
#26 erstellt: 28. Dez 2007, 21:35
und der ruhestrom der ausgelutschten röhre verringert sich dann ?
sprich wenn sie 35mA strom "bekommt" dann kann es sein das es 1 jahr später auf z.b. 25mA gesunken ist?
(an den messpunkten dann 250mV gemessen)



sorry für vllt. teilweise dumme fragen wie gesagt bin halt noch röhren anfänger(aber interessierter!)

mfg
Ringkern


[Beitrag von Ringkerntransformator am 28. Dez 2007, 21:38 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 28. Dez 2007, 21:57
Macht nix.

Anders lernt man doch nichts....

Ja, stimmt genau.

Vielleicht nicht nach einem Jahr, sondern nach drei.

Das wäre schon eine recht grosse Veränderung.

An den Potis wird die Gittervorspannung eingestellt, die den Ruhestrom bestimmt.

Am Messpunkt wird der Spannungsabfall über einen 10 Ohm Widerstand gemessen, der von der Katode zur Masse geht.
(also Messwert:10= Strom, mV:Ohm=mA)

Die Gittervorspannung ist negativ in Bezug auf die Katode.

Bei hoher Gittervorspannung ist der Strom durch die Röhre gering.
(Bspw. -50V)

Bei niedriger Gittervorspannung ist der Strom durch die Röhre hoch.
(Bspw. -10V)

Wenn die Röhre verschleisst, sinkt der Strom der Röhre selbst, obwohl die Gittervorspannung gleich bleibt.

Durch Drehen am Poti stellst du die Gittervorspannung niedriger, bis der angegebene Strom wieder erreicht ist.

Die Röhre muss also mit der verschlissenen Katode "mehr schuften", um den Strom zu halten.

Ein klein wenig ändert sich der Strom der Röhre während ihres Lebens immer.

Das gleichst du mit dem Poti aus.

Es werden immer nur wenige Grad Drehwinkel sein.

Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo es abwärts geht.

Das merkst du dann daran, dass es mit dem Ruhestrom immer schneller zur Neige geht, während das Poti immer weiter in Richtung Anschlag geht.

Dann isses soweit, neue Röhren rein.

Ganz genau kannst du den Zustand der Röhren auf einen Röhrenprüfer ablesen.

Da aber kaum noch jemand so ein Teil hat, musst du halt auf diese Weise oder nach Gefühl irgendwann den Zeitpunkt bestimmen, wann das ist.

Evtl. kannst du die Stellung der Potis markieren bzw. fotografisch festhalten.

Daran kannst du die Richtung erkennen.

Gruss, Jens
Ringkerntransformator
Stammgast
#28 erstellt: 29. Dez 2007, 15:07
moin rorenoren !
danke für deine hilfe jetzt hab ichs verstanden

bei weiteren fragen melde ich mich wenns recht is

mfg
Ringkern


[Beitrag von Ringkerntransformator am 29. Dez 2007, 15:08 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 29. Dez 2007, 15:12
Klar!
nowatt
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 29. Dez 2007, 15:38
Hallo Jens.

Habe die Sache natürlich mit verfolgt.

Daher sage ich auch danke. Ist wirklich gut beschrieben.

Viele Grüße,
Hagen
Ringkerntransformator
Stammgast
#31 erstellt: 30. Dez 2007, 20:24
was ich mich frage ist von was ist die helligkeit der röhren abhängig ?
weil man teilweise röhrenamps sieht deren röhren ja schon bald einer glühbirne ähneln
(z.b. manche bilder vom dynavox)
hängt das etwa auch vom ruhestrom ab ?
oder macht es auf den bildern nur den eindruck als wären sie so hell
denn die vorstufenröhre meines vincents glühen z.b. nur ganz leicht..

mfg
Ringkern


[Beitrag von Ringkerntransformator am 30. Dez 2007, 20:24 bearbeitet]
5_0_H_z_S_
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 30. Dez 2007, 20:34
Hängt von Temperatur der Heizwendel ab, wie bei Glühbirne.

Gruss 5 0 H z S
rorenoren
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 30. Dez 2007, 20:34
Moin,

das hängt von der Belichtungszeit und dem Umgebungslicht ab.

Liegt also am Foto.

Die Helligkeit ist von Röhre zu Röhre aber auch etwas unterschiedlich.

Die Heizspannung muss sehr genau eingehalten werden, die unterscheidet sich nur manchmal durch den Röhrentyp.

Typische Verstärkerröhren werden meist mit 6,3 Volt betrieben.

"Sonderlinge" wie 2A3, 300B, 845 usw, haben andere Spannungen.

Meist sind "grosse Röhren" auch heller.

Das Leuchten fällt aber nur im dunklen Raum deutlich auf.

Bei Tageslicht ist es nur ein Glimmen.

Vorstufenröhren glimmen meist nur ganz wenig.

Etwas mehr ist das bei Endröhren schon.

Verstärkerabhängig ist es auf jeden Fall bei gleichen Röhren nicht.


Gruss, Jens


Edit:
die Helligkeit hängt nicht vom Ruhestrom ab.

Röhren unterschiedlicher Hersteller sind trotz gleicher Heizspannung und gleichen Typs nicht unbedingt gleichhell.
Hängt unter anderem davon ab, wie das System konstruiert ist.
(z.B. ob Katodenröhrchen und/ oder Heizfaden weit herausschauen)


[Beitrag von rorenoren am 30. Dez 2007, 20:38 bearbeitet]
Ringkerntransformator
Stammgast
#34 erstellt: 31. Dez 2007, 02:49
alles klar habe mir schon fast gedacht das es am foto liegt

mfg
Roman
DB
Inventar
#35 erstellt: 31. Dez 2007, 13:12
Einen entscheidenden Einfluß auf die Helligkeit der Heizung hat die notwendige Katodentemperatur, die je nach Katodenmaterial unterschiedlich ist. Wolframkatoden beispielsweise leuchten sehr hell.

MfG

DB
metalfranze
Neuling
#36 erstellt: 01. Jan 2008, 14:23
Servus, wünsche ein gutes neues Jahr

Zum Thema: !!! Schaltet eure Röhren aus !!!

Mein Chinabhöller Red Dragon "Kung Fu" ist vor vier Wochen abgebrannt!!!
zum Glück war ich zuhause, aber mein Schlafzimmer war 10 Tage nicht zu benutzen, der widerliche, gesundheitsschädliche? Geruch war unerträglich.

Deshalb, !!! Schaltet eure Röhren aus !!!

metalfranze
Ringkerntransformator
Stammgast
#37 erstellt: 01. Jan 2008, 19:29
@Metalfranze

ohjee kann mir gut vorstellen das diese chinaböller eh öfter abbrennen...

mfg
Ringkern
rorenoren
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 01. Jan 2008, 19:36
Moin,

das ist der Unterschied zwischen Chinaböllern:

Die, die krachen sollen, krachen nicht.

Gruss, Jens
Ringkerntransformator
Stammgast
#39 erstellt: 01. Jan 2008, 19:40
@rorenoren



mfg
Ringkern
nowatt
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 01. Jan 2008, 19:54
Hallo und aus ein frohes neues 2008.

Da gibt es so schöne Kühlköpfe von EAT.
Diese sollen die Röhren gegen Vibrationen und Mikrofinie unterstützen.
Außerdem die Oberflächentemperatur um 10% verringern, was zur längeren Lebensdauer beitragen soll.

Cool Dampers, gibt es für alle Vor- und Endröhren fast aller Bauarten.

Kosten so im 4er Pack für Vorstufen 100 Euro.

So steht es geschrieben. Ob´s hilft

Gruß,
Hagen
rorenoren
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 01. Jan 2008, 20:33
Moin,

alles was man auf Röhren aufsteckt, die nicht dafür vorgesehen sind (bis auf einige Senderöhren eigtl. keine dafür vorges.!),
kann zu unvorhergesehenen Ereignissen führen.
(Glasbruch durch punktuelle Überhitzung oder Verzug usw.)

Die Chinaböller "krachen" nicht, weil die Röhren zu heiss werden, sondern weil irgendwelche Defekte auftreten.
(schlechte Bauteil- Verarbeitungsqualität, mangelhafte Einhaltung von Sicherheitsvorschriften usw.)

Defekte können aber bei allen Geräten auftreten, nicht nur bei Chinesen.


Dieses ganze Zubehör- Gelumpe hilft nur den Verkäufern und Herstellern von diesem Zeugs.
(nicht alles ist kompletter Unfug, aber doch ein Grossteil, meine Meinung!)

Röhren wollen nur ungehindert die Umgebungsluft an sich vorbeistreichen lassen, das reicht ihnen vollkommen.

Die Röhre muss im Innern heiss sein, sonst funktioniert sie nicht. (Katode)

Da künstlich irgendwelche Kühlungen dranzuschustern ist nicht sinnvoll und eine Verlängerung der Lebensdauer ist nicht zu erwarten.

Zumal zu dem Preis der "Kühlerattrappen" schon ein neuer Satz Röhren drin ist, wenn denn mal eine ausfällt.

Dann lieber "richtige Röhren" reinstecken, die die Temperaturen verkraften.

Wenn Chinaröhren das nicht können, helfen auch keine Überzieher.

Mikrofonische Röhren sind natürlich manchmal ein Problem, meist aber nur störend in Vorstufen.

Vorstufenröhren sind relativ preiswert, so dass Ersatz meist billiger ist, als viele sog. Röhrendämpfer, deren Wirkung zumindest umstritten ist.

Leute, kauft keinen Scheiss!


Gruss, Jens
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