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Tschaikowsky: Gesamtaufnahme der Symphonien

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Autor
Beitrag
Christoph15
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 09. Jan 2005, 20:13
hallo!
Welche Gesamtaufnahme von Tschaikovsky gefällt euch am besten?

Gruß Christoph
antiphysis
Stammgast
#2 erstellt: 09. Jan 2005, 21:28
Äh, wie ist denn das gemeint? Der komplette Tschaikowsky - gar alle Werke , seine Symphonien, Ballette, Streichquartette?

Grüße
Christoph15
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 09. Jan 2005, 22:12
Entschuldigung ich meine seine Sinfonien.
antiphysis
Stammgast
#4 erstellt: 09. Jan 2005, 22:31
Ehrlich gesagt, bin ich kein Freund von Gesamteinspielungen der Tschaikowsky-Symphonien. Ich bevorzuge lieber Mehrfacheinspielungen einer Symphonie zu haben als alle in einem Paket. Manche Symphonien sind schwächer, so dass mir da eine Einspielung genügt. Andere habe ich dann tatsächlich mehrfach (in meinem Fall eine: die Pathetique).

Die ersten 3 Symphonien habe ich in Einspielungen mit Fedosejew. Bis auf die gewöhnungsbedürftige Klangqualität der Melodia-Aufnahmen, bin ich damit recht zufrieden.
Die 4te genügt mir in der Einspielung von Dohnanyi mit den Wiener Philharmonikern.
Die 5te habe ich in der letzten Aufnahme mit Karl Böhm (LSO). Die Darstellung wirkt sehr abgeklärt. Es finden sich sicher Alternativen, aber ich bin ganz glücklich mit dem, was ich hier habe.
Die 6. besitze ich in einer Einspielung mit Abbado (CSO - 1987) und einer mit Bernstein (NYP - 1987). Beide haben ihre Eigenheiten, aber da mir beide sehr gefallen, würde ich auch keine davon entbehren wollen. Bernstein ist - naturgemäß - etwas emotionaler. Abbado scheint mir hier hingegen mehr Tiefgang zu besitzen.
Ich hoffe, diese etwas oberflächlichen Einschätzungen genügen, zumal es sich eben nicht um die Darstellungen eines ganzen Zyklus' handelt.

Mein Fundus ist offensichtlich auch etwas angejahrt. Möglicherweise gibt es aus den letzten 20 Jahren Einspielungen, die Tschaikowskys symphonisches Schaffen differenzierter beleuchten.

Grüße
AcomA
Stammgast
#5 erstellt: 09. Jan 2005, 23:21
hallo musikfreunde,

ich habe ebenfalls keine gesamteinspielung. ich kenne die mrawinsky-aufnahmen (nr.4-6) mit den damaligen leningradern bei der dgg ganz gut und würde diese mal als eine art referenz beschreiben.

mit abbado/wiener p. (dgg) habe ich 2 und 4, exzellente vor allem klare darstellungen.

mit muti/philadelphia o. habe ich die nr.5. delikat.

die sechste habe ich mit toscanini/NBC-orch. und reiner/chicago symphony orch.. beide sind gipfelpunkte orchestraler interpretation. der reiner profitiert natürlich von der stereo-technik.

grundsätzlich habe ich den eindruck, dass tschaikowsky italienischen dirigenten besonders gut liegt.

gruß, siamak
teleton
Inventar
#6 erstellt: 17. Jan 2005, 09:59
Hallo Tschaikowsky-Freunde,

die Frage lauet: Welche Tschaikowsky-Sinfonien-Gesamtausgabe gefällt Euch am besten ?

Mir die Aufnahmen mit Jewgeni Swetlanow/versch.Moskauer Orchester (MoskauerRSO, BolschoiTheaterOrch.) ---
aber die Aufnahmen sind vom Klang her nicht immer das Gelbe vom Ei --- deshalb würde ich diese Gesamtaufnahme mit genau der gleichen Einstufung empfehlen:
Karajan/BerlinerPH auf DG (70erJahre-Aufnahme).
Karajan ist bei einigen Hörern sehr umstritten, doch gerade die ersten drei Sinfonien wird man kaum so eindrucksvoll gespielt hören. Man wirft Karajan hier aufwertungsversuche vor, doch gerade das macht die in Tschaikowsky´s frühen Zeit etwas ungeschickt komponierten Werke zu großen Sinfonien. Die Sinfonien 4-6 sind ebenfalls erste Sahne, auch klanglich.
Von der Sinfonie Nr.6 ziehe ich allerdings Karajan´s Aufnahme von 1960 noch der Aufnahme in der Gesamteinspielung enthaltenen vor - es ist meine Lieblingsaufnahme der Sinfonie Nr.6

Bei den Sinfonien 4-6 wird man auf die Dauer aber trotzdem nicht umhinkommen sich weitere Einzelaufnahen zuzulegen:
Sinfonie Nr.4 mit Bernstein/NewYorkerPH hat bekenntnishaften Charakter und ist unglaublich aufgeladen.
Sinfonie Nr.5 mit Solti/ChicagoSO auf DECCA ist für mich die Referenzaufnahme und diese CD enthält auch die besten Aufnahme von Mussorgsky´s Eine Nacht auf dem Kahlen Berge und Glinka´s Ouvertüre Ruslan und Ludmilla (da geht die Post ab wie bei keiner anderen).
Sinfonie Nr.6 mit Solti/ChicageSO ist auch eine weitere Empfehlung, die man haben sollte.
sound67
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 17. Jan 2005, 13:18
Gerade Karajan ist hier sehr kitschig, viel zu sehr Streicherklangbetont. Ein etwas zurückhaltenderer, transparenterer Zugriff wie der von Abbado (Chicago SO) tut den Werken sehr gut.

Thomas
teleton
Inventar
#8 erstellt: 17. Jan 2005, 13:23
Hallo sound97,

tut mir leid, aber Abbado´s Tschaikowsky gefällt mir nicht so gut, der wirkt in meinen Augen einfach zu brav.
AcomA
Stammgast
#9 erstellt: 17. Jan 2005, 15:04
hallo teleton,

ich gebe sound67 recht. ähnlich wie bei rachmaninoff sind tschaikowskys werke gefährdet durch das abgleiten ins sentimentale. eine transparente bzw. klassizistische angehensweise ist eher ein gewinn. das hat mit brav nichts zu tun. gerade die 4. unter abbado mit den wiener philharmonikern ist nicht mehr 'brav' als z.b. bei mrawinsky.


gruß, siamak
TobeyW
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 18. Jan 2005, 00:12
Hallo

eine der besten Gesamteinspielungen überhaupt ist diese :



Symphonien Nr. 1-6
+Manfred-Symphonie;Capriccio Italien
Oslo PO mit Jansons

Meine Referenz bei Tschaikowsky !

TW
M_forever
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 18. Jan 2005, 04:39
Mrawinskys Aufnahmen der Sinfonien 4-6 mit der Leningrader Philharmonie wurden bereits erwähnt, man kann sie aber einfach nicht oft genug empfehlen. Das muss man einfach mal gehört haben, sonst kann man es nicht glauben, wie intensiv emotional und gleichzeitig klar strukturiert die sind, aus kaltem Stahl geschmiedet.
Diese Interpretationen gibt es bei DG gleich zweimal: von 1956, in Wien mono aufgenommen (Kurt Sanderling dirigiert hier die 4. Sinfonie), und von 1960, in London und Wien aufgenommen, diesmal in stereo.
Der Mrawinsky-Sammler hat natürlich beide Sets, es gibt auch noch einige live-Aufnahmen, vor allem der 5. und 6. Mravinsky hat die 5. neben der 5. Schostakowitsch als das für ihn wichtigste Werk bezeichnet.
Auf jeden Fall haben sollte man die DG-Aufnahmen von 1960, die auch immer noch erhältlich sind (die Doppel-CD hat ein monochrom grünes Bild von M vorne drauf, die Aufnahmen von 1956 sind in der Serie "The Originals" erschienen).

Ich hatte mal eine sehr schöne Gesamtaufnahme auf LP, mit Zubin Mehta und dem LAPO, mit denen er seine wahrscheinlich interessanteste Zeit hatte. Diese sind aber meines Wissens leider nie auf CD erschienen.

Wer wirklich alle Sinfonien in einer geschlossenen Gesamteinspielung haben will, dem würde ich auch die Aufnahmen mit Jansons und den Osloer Philharmonikern empfehlen. Diese sind ähnlich wie Mrawinsky von einem gleichzeitig sehr intensiven und strukturell klarem Ansatz geprägt, obwohl das Orchester nicht ganz so extrem wie die LP spielt.
AcomA
Stammgast
#12 erstellt: 18. Jan 2005, 16:02
hallo,

aus der gesamteinspielung mit jansons/oslo philh. orch. habe ich neulich die erste gehört. was mich daran erheblich störte, war der extrem hallige klang. alle anwesenden empfanden das ebenfalls als sehr störend. ein 'einlullender' effekt war teilweise da. zum vergleich hörten wir diese sinfonie aus der gesamteinspielung mit maazel und den wiener philharmonikern (decca, ADD). die maazel-aufnahme hatte einfach mehr zubieten, das war gewisseremaßen 'champions league'-format !


gruß, siamak
Chris_G
Stammgast
#13 erstellt: 15. Mai 2005, 11:43
Hallo Gemeinde,

was haltet Ihr von folgenden Gesamteinspielungen?









der Naxox-Gesamteinspielung,

oder Gewandhausorch. Leipzig, Masur auf Teldec...

Gruß
Christoph
Hüb'
Inventar
#14 erstellt: 16. Mai 2005, 11:25
Also die Termirkanov-Einspielung soll sehr gut klingen. Ansonsten kann ich Markevitch auf Philips empfehlen. Mrawinskys Aufnahmen der Sinfonien 4-6 wurden ja schon mehrfach erwähnt und sind eigentlich *Pflicht* .

Lenny auf Sony ist auch immer eine Empfehlung wert:
http://www.jpc.de/jp.../classic/rsk/hitlist

Doratis-Aufnahmen wurde im letzten Fono Forum nochmals positiv erwähnt. Sind klanglich - trotz des Alters - immer noch exzellent (viele ziehen die geringe Anzahl der damals benuzten Mikrofone sogar der heute verbreiteten Multimikrofonie vor):
http://www.jpc.de/jp.../classic/rsk/hitlist

Deinen Wunsch nach DDD-Aufnahmen kann ich nur bedingt verstehen. Hör' Dir doch einfach mal Stereo-Einspielungen aus der Zeit von 1957 bis ca. 1965 an. Die Klangqualität ist bis auf einen (i.d.R. niedrigen) Rauschteppich ganz hervorragend. Dir entgeht vieles, wenn Du nur nach modernen Einspielungen suchst .

Schau' Dir mal meine Anlage in meinem Profil an. Meinst Du, ich würde mich mit schrottig klingenden Aufnahmen anfreunden können?

Grüße,

Frank
Chris_G
Stammgast
#15 erstellt: 16. Mai 2005, 13:02
Hallo Hüb,

Deine Anlage schaut schon sehr beeindruckend aus
Vielen Dank nochmal für Deine Empfehlungen.
Vielleicht ist es so, dass ich einfach Mal im Vergleich bei meinen ADD zu DDD Aufnahme beträchtliche Unterschiede vernommen habe.

Das muss wirklich nicht überall zutreffen. Es gibt bestimmt auch sorgfältig abgemischte ADD Aufnahmen, die eine DDD Aufnahme hintersich lassen können. Nur leider kann ich mich da schlecht erstmal durch 5 Aufnahmen durchhören, bevor ich mich festlege. Zum einen fehlen mir die Finanzen für solche Unterfangen, zum anderen habe ich nicht die Zeit, um mir ein Werk so oft anzuhören.
Es gibt in der Klassik noch so viel zu entdecken, da muss ich wirklich nicht immer wieder das gleiche hören.

Wenn ich mal ordentlich CD's haben sollte, kann ich dann mit bestimmten Präferenzen bestimmte Werke öfters anhören.
Im ersten Zug geht es mir dabei um die Musik von der bestmöglichen Seite zu hören.

Ich höre viel Klassik im Radio, muss aber sagen, dass mich die Nebengeräusche bei Live-Aufnahmen ziemlich stören...
Leider findet man bei den Online-Katalogen so selten Hinweise auf die Aufnahmeart.

Ich bin deshalb Usern wie Dir überaus dankbar, dass man solch spezielle Empfehlungen geboten bekommt. Wenn Du oder andere Spezialisten hier Empfehlungen auch aus der ADD-Riege haben, die es locker mit DDD-Aufnahmen technisch aufnehmen können, dann immer her damit.

Es ist wirklich schön so beim Entdecken der Klassik unterstützt zu werden. Ich versuche alleine mich zu informieren, was Tage verschlingt, jedoch nichts kann die Hörerfahrungen von bereits erfahrenen Usern ersetzen.

Deshalb nochmals, vielen Dank!

Gruß
Christoph
KV588
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 08. Sep 2005, 12:46
Bei 2001 gibt's momentan alle Tschaikowsky Symphonien mit dem Philadelphia Orchestra und Riccardo Muti für 12,95€. Kennt jemand die Aufnahmen und kann was dazu sagen?

Schonmal Danke und Grüße
Martin
vanrolf
Inventar
#17 erstellt: 02. Jan 2006, 04:46
Hallo zusammen,

die von Martin erwähnte Symphonien-Gesamtausgabe unter Riccardo Muti ist ursprünglich bei EMI erschienen und wurde von Brilliant zum Budgetpreis wiederveröffentlicht. Die Aufnahmen (7 CDs) stammen aus den Jahren 1975 bis 1980 und wurden in diversen Rezensionen sehr wohlwollend bis begeistert aufgenommen. Für Classics Today sind sie sogar ein "Kauf des Jahrzehnts":

http://www.classicstoday.com/review.asp?ReviewNum=9526

Inzwischen sind sie minimal teurer geworden (je nach Händler zwischen 14-18 EUR) und enthalten außerdem noch "Francesca da Rimini", "1812", eine "Schwanensee"-Suite, die Streicherserenade und "Romeo und Julia" (wohl Auszüge).



Ich werde sie mir in Kürze wohl zulegen, bei dem Preis schätze ich das Risiko eines Fehlkaufes als eher gering ein. Die angesprochenen Mrawinsky-Stereoaufnahmen der Nos. 4,5 und 6 (DG, 1960) werden im Februar in der "The Originals"-Reihe der DG wiederveröffentlicht. Da ich kürzlich einige Mrawinsky-Aufnahmen kennengekernt habe, die mir sehr gut gefallen (u.a. Schostakowitsch 6+10), werde ich hier wohl auch zugreifen:



Gruß Rolf
cr
Moderator
#18 erstellt: 02. Jan 2006, 05:10
Mein Repertoire

Die 6. mit Solti aus 1977, sehr brachial, hat aber dennoch was für sich. Dunkel-mystisch die 6. mit Giulini aus 1981, ein Muß.
Die 5. mit Abbado (reißt einen nicht mit) und Solti (1989).
Die 4. mit Maazel auf Telarc, galt damals als audiophil.
Manfred-Sym. mit Muti und Chailly.
Die 2. mit Geoffrey Simon (Chandos), da ungekürzte Fassung, und Muti.
Die 1. und 3. mit Karajan.


Die Muti-Einspielungen sind zu diesem Preis sicher kaufenswert, wenn man extremere Sichtweisen kennenlernen will, kommt man zumindest bei der 6. um die beiden obengenannten nicht herum.

Leider sind halt etliche Werke von Tschaikowsky vor allem lärmend ohne wirkliche Tiefe.


[Beitrag von cr am 02. Jan 2006, 05:18 bearbeitet]
vanrolf
Inventar
#19 erstellt: 02. Jan 2006, 06:58
cr schrieb:

Leider sind halt etliche Werke von Tschaikowsky vor allem lärmend ohne wirkliche Tiefe.


Hallo cr,

mit Tschaikowsky habe ich mich lange Jahre auch schwer getan, das meißte, das ich kannte, war mir zu bombastisch und schwülstig, was natürlich auch entsprechenden Interpretationen zuzuschreiben war. Einzige Ausnahme: die Nussknacker-Suite , im Ernst, die liebe ich (ich habe sie u.a. von Ormandy/Philadelphia Orchestra).

Vor ein paar Monaten hörte ich dann das Klavierkonzert No. 1 in der neueren Einspielung Argerich/Kondraschin und da gefiel es mir auch zum ersten Mal wirklich gut. Deshalb denke ich seit einiger Zeit daran, es doch nochmal mit Tschaikowsky zu versuchen, und mit Muti und Mrawinsky scheint die Gelegenheit jetzt günstig. Mrawinsky hat mich mit den genannten Schostakowitsch-Aufnahmen und einer fabelhaft-nüchternen Einspielung des Konzerts für Streicher, Schlagzeug und Celesta von Bartók sehr beeindruckt, mich interessiert dieser Dirigent zunehmend. Schon allein deshalb würde ich mir seinen Tschaikowsky zulegen wollen.

Die Symphonien Nos. 4,5 +6 habe ich ansonsten ebenfalls von Ormandy/Philadelphia Orchestra (Sony), zwar ältere, aber trotzdem sehr klangschöne, elegante Aufnahmen, vor allem der zweite Satz der 5 ist einfach ungeheuerlich. Es sind natürlich mehr die opulenten Pralinés, also einem Mrawinski wahrscheinlich genau entgegengesetzt, wenn auch auf hohem Niveau.

Gruß Rolf

ps: die Muti-Box enthält übrigens auch noch die "Manfred-Symphonie" und kommt damit dem Begriff "Gesamtausgabe" tatsächlich weit entgegen .
Hüb'
Inventar
#20 erstellt: 02. Jan 2006, 09:02
Hi!

Ein Nachsatz für Interessenten der Muti-Box: diese gibt es sowohl als Sammlung von "Jewel-Cases", als auch als platzsparende Pappbox.

Lieben Gruß

Frank
cr
Moderator
#21 erstellt: 02. Jan 2006, 14:44

mit Tschaikowsky habe ich mich lange Jahre auch schwer getan, das meißte, das ich kannte, war mir zu bombastisch und schwülstig, was natürlich auch entsprechenden Interpretationen zuzuschreiben war.


Ich habe dabei vor allem an die Manfred-Sym und die 1812 gedacht.....
vanrolf
Inventar
#22 erstellt: 02. Jan 2006, 19:02
hallo cr,

tja, und mir gings früher tatsächlich auch beim ersten Klavierkonzert und der "Pathétique" so...
Es ist allerdings auch schon sehr lange her, daß ich mich mit Tschaikowsky befasst habe, es wäre nicht das erste Mal, daß sich mein Eindruck durch andere/bessere Aufnahmen deutlich ändert.

Gruß Rolf
alidoro
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 30. Dez 2006, 05:05
Hallo liebe Zielgruppe,

die Aufnahmen der 4. bis 6. mit dem LSO unter Igor Markevitch

http://www.amazon.de...2632?ie=UTF8&s=music

hab ich vor etwa 20 Jahren kennengelernt und seitdem nie wieder etwas besseres gehört! Wundert mich, dass Markevitch hier bisher erst einmal beiläufig erwähnt wurde.

Allenfalls wenn man die Pathetique mal zur Abwechslung in einer virtuosen Hochleistungsaufnahme hören möchte (der freilich leider der Tiefgang und die gewisse Sentimentalität fehlen), empfiehlt sich der Griff zu Michail Pletnev und dem Russischen Nationalorchester (DG). Zwar nicht der wahre Tschaikowsky, aber eine atemberaubende Orchesterperformance, die zumindest mich vom Stuhl reißt.

Neulich hatte ich das Vergnügen, David Zinman hier in Köln die 2. (Kleinrussische) dirigieren zu hören. Mein lieber Herr Gesangverein - da kam Freude auf! Das Stück höre ich jetzt öfter.

Dosvedania,

Alidoro
op111
Moderator
#24 erstellt: 02. Jan 2007, 12:18
Hallo alidoro,
die Gesamtaufnahme der Tschaikowsky-Sinfonien unter Markewitsch scheint nicht mehr komplett im Programm der Universal zu sein.
Bei Amazon finden sich noch diese 3 Titel

amazon.de

amazon.de

amazon.de

die Manfred-Sinfonie aber nicht mehr.

Gruß
thomasio
Stammgast
#25 erstellt: 13. Jun 2007, 00:46

alidoro schrieb:


....
Allenfalls wenn man die Pathetique mal zur Abwechslung in einer virtuosen Hochleistungsaufnahme hören möchte (der freilich leider der Tiefgang und die gewisse Sentimentalität fehlen), empfiehlt sich der Griff zu Michail Pletnev und dem Russischen Nationalorchester (DG). Zwar nicht der wahre Tschaikowsky, aber eine atemberaubende Orchesterperformance, die zumindest mich vom Stuhl reißt....


Dosvedania,

Alidoro



Hallo,
habe bisher Brahms nur von Karajan aus den 70ern, möchte mir jetzt aber auch eine klangtechnisch bessere 2te Edition zulegen. Habe im örtlichen Saturn mal in die Box von Pletnev reingehört und scheint mir klangtechnisch 1a zu sein. Für Interpretation zu beurteilen reichte die Zeit nicht. Leider ist der Preis die Box von Pletnev völlig überzogen: im Saturn 90 Euro, bei JPC sogar 95 Euro
http://www.jpc.de/jp.../rk/home/rsk/hitlist
, bei amazon anscheinend gar nicht.
Wer kann mir denn eine techn. gute DDD-Gesamtausgabe empfehlen? Sollte interpretatorich natürlich auch nicht völlig daneben sein

gruß thomas


[Beitrag von thomasio am 13. Jun 2007, 00:47 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#26 erstellt: 13. Jun 2007, 07:02
Hi!

Preiswert und DDD. Zudem ein Spitzenorchester und ein großer Dirigent:


http://www.jpc.de/jp.../rk/home/rsk/hitlist

Grüble selbst noch wegen dieser Einspielung.

Rein klanglich vllt. noch interessanter, wenn auch nicht DDD:
http://www.jpc.de/jp.../classic/rsk/hitlist

Grüße

Frank
op111
Moderator
#27 erstellt: 13. Jun 2007, 09:13

Hüb' schrieb:
Rein klanglich vllt. noch interessanter, wenn auch nicht DDD:
http://www.jpc.de/jp.../classic/rsk/hitlist


Die hier
Symphonien Nr. 1-6
+Capriccio Italien;1812-Ouvertüre;Romeo & Julia;
Slawischer Marsch;Schwanensee-Suite;Nußknacker-Suite
Los Angeles PO,
5 CDs

Zubin von Mehtas Tschaikowsky (und nicht nur den) habe ich als polierte 08/15-Schönklang-Routine in Erinnerung, keine Konkurrenz zu Abbado oder gar Markewitsch und Swetlanov.


[Beitrag von op111 am 13. Jun 2007, 10:23 bearbeitet]
thomasio
Stammgast
#28 erstellt: 13. Jun 2007, 10:19
Schon mal vielen Dank für die Antworten bzw. Tips! Werde vor allem in die Abbado-Box in den nächsten Tagen im Saturn mal reinhören.
Kann sich jemand erklären, warum diese Pletnev-Box so extrem hochpreisig angeboten wird? 90 Euro für 5 CDs! Sind ja keine Super-Audio-CDs. Und man kriegt die in der Box noch nicht mal in 5 praktischen Einzel-CD-Hüllen sondern in einer dicken Plastick-Hülle (erinnert an diese vor allem früher verwendeten dicken Doppel-CD-Hüllen). Leider - so muss ich gestehen - kam mir der Klang schon sehr gut vor, auch etwas besser als bei anderen Digital-Aufnahmen. Habe mir auch den Anfang der 4. Sinfonie mit 2 anderen Aufnahmen vergleichen (es waren irgendwelche Einzel-CDs), und die "Fanfare" schien kam mir nur bei der Pletnev "angenehm", bei den anderen beiden doch recht aggressiv. Ist aber auch ein grds. Problem bei mir, dass ich oft DDD im Streicher-Bereich sehr angenehm finde und mir die Blaserei oft überbrillant bzw. hart vorkommt.
Gruß Thomasio
Frank1970
Stammgast
#29 erstellt: 13. Jun 2007, 10:28
Hallo zusammen,

empfehlen will ich noch diese Aufnahme (übrigens noch preiswerter, als die Boxen weiter oben):

Andrew Litton
Bournemouth SO



Vielleicht kein Orchester und kein Dirigent der aller ersten Garde - dafür aber der Beweis, dass auch diese vermeintlich zweite Garde erstklassige Aufnahmen machen kann!
Ich besitze noch eine ältere Ausgabe dieser Aufnahmen (nur die Sinfonien - ohne die ganzen Zusatzwerke) und habe länger nicht reingehört. Habe diese Aufnahme aber interpretatorisch und klanglich als sehr, sehr gut in Erinnerung.

Mit zwei befreundeten Klassikfreaks habe ich vor einiger Zeit mal ein Blind-Vergleichshören meiner etwa fünf Versionen der sechsten Sinfonie gemacht (weiß leider nicht auswendig, welche Versionen dies genau sind - meine CDs habe ich gerade nicht in der Nähe - ich höre immer nur Bernstein oder Litton - Bernstein ist natürlich extravagant! ). Dabei gewonnen als beste Aufnahme hat eben Andrew Litton mit dem Bournemouth SO.

Den letzten Platz bei diesem Vergleichshören belegte übrigens eine Deutsche Grammophon-Aufnahme Giulinis mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra. Da mir diese Aufnahme auch gar nicht gefiel, ist sie inzwischen per Bucht nach Taiwan verkauft worden. Soweit ich mich erinnere war dies nicht nur eine Frage unseres Geschmackes, sondern es wurde wirklich unsauber musiziert. Kennt vielleicht noch jemand diese Aufnahme?
Für mich wiederum ein Beleg dafür, dass auch große Namen kein Garant für gute Aufnahmen sind!

Viele Grüße
Frank
op111
Moderator
#30 erstellt: 13. Jun 2007, 14:52
Hallo Frank,

Frank1970 schrieb:
Den letzten Platz bei diesem Vergleichshören belegte übrigens eine Deutsche Grammophon-Aufnahme Giulinis mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra.
Soweit ich mich erinnere war dies nicht nur eine Frage unseres Geschmackes, sondern es wurde wirklich unsauber musiziert.

Wie/wo äußert sich dieses?


Frank1970 schrieb:
Kennt vielleicht noch jemand diese Aufnahme?

Ich habe die in meiner Sammlung.
Geschmacklich kann man gegen diese Aufnahme viel ins Feld führen,
sie erscheint mir weder ausreichend larmoyant um als Schmachtfetzen durchzugehen
noch ist sie übertrieben genug auf Effekt getrimmt, um den 1812-Fans Zucker zu geben.


Frank1970 schrieb:
Für mich wiederum ein Beleg dafür, dass auch große Namen kein Garant für gute Aufnahmen sind! ;)

Für mich ein Indiz dafür, daß auch Vergleichshören zu durchaus unterhaltsamen subjektiven Einschätzungen führen kann.

Ich kann mich an ein Vergleichshören mit Bruckners 5. erinnern, bei dem die Thielemann-Aufnahme favorisiert wurde.

Frank1970
Stammgast
#31 erstellt: 13. Jun 2007, 15:52
Hallo Franz,

also ich bin kein 1812-Fan!
Sonst habe ich nun aber das Problem, dass dieses Vergleichshören etwa 10 Jahre her ist und ich die CD schon lange nicht mehr besitze. Auch bin ich selbst kein Musiker, sondern nur reiner Hobby-Musikhörer (auch was Schönes! ). Habe halt nur die Erinnerung, dass mir die Giulini-Aufnahme gar nicht gefiel. Und zwar gefiel sie mir schon vor diesem gemeinsamen Vergleichshören nicht. Vieles klang für mich so in der Art: "Nein, so darf dies nicht sein!". Kann jetzt leider nicht sagen, was es genau war (wahrscheinlich kommen gleich Vermutungen, dass ich die anderen beiden Vergleichshörer irgendwie beeinflusst habe! ).

Viele Grüße
Frank
Martin2
Inventar
#32 erstellt: 13. Jun 2007, 16:43

Hüb' schrieb:
Hi!

Preiswert und DDD. Zudem ein Spitzenorchester und ein großer Dirigent:


http://www.jpc.de/jp.../rk/home/rsk/hitlist

Grüble selbst noch wegen dieser Einspielung.



Zur 4. fand ich folgende eher negative Kritik bei Grammophon:


In Abbado's earlier Tchaikovsky series on LP recorded for DG with the Vienna Philharmonic the really outstanding issue was of the Fourth Symphony. The bite and incisiveness, the electric control of tension, put it immediately, when it arrived in the mid-seventies, at the top of a long list. I fear that, though this new CBS version with the Chicago Symphony Orchestra has many enjoyable qualities, you would never recognize it as the work of the same conductor, at least not in the outer movements.

The surprise for me in the first movement—very apparent even before I brought the older DG into my comparisons has been the easy amiability of the performance. The opening fanfare with its Fate motif sounds warm and relaxed rather than fateful. There and later the Chicago ensemble do not have quite the biting precision of the old Vienna version, let alone Jansons's Oslo CD on Chandos. The main Moderato con anima is then smooth and moulded at a speed markedlv slower than before. That does admittedly allow for Swan Lake overtones to emerge winningly from the ulting rhythms, and the entry of the rising clarinet theme in the second group is pointed with delightful wit by the Chicago soloist, but next to the Jansons and the earlier Abbado, as well as a number of other versions, the tension is surprisingly low. This is a comfortably middle-aged view rather than one of youthful electricity.

It is very much the same in the finale, and though the middle movements bring more distinguished playing, middle-aged spread still applies. The extra warmth of the Andantino this time must be set against a new heaviness, a relative lack of contrast, and the pizzicato Scherzo is also both warmer and heavier, with less fun in the band music of the Trio. Some of the heaviness must be attributed to the weight of the Chicago recording, full and agreeable rather than sharply analytical. The Romeo and Juliet Overture makes an apt and generous coupling, though there too the performance is much too comfortable. I never thought to hear the clash of arms music sound so big, warm and easy, with no feeling of contest at all, just of superb players sitting happily back in their seats.'




Ich bin jedenfalls froh, im Falle der 4. diese auch hier wieder gelobte Einspielung der Sinfonie mit Abbado und den Wiener Philharmonikern zu haben. Aber verdammt günstig ist diese Einspielung natürlich wirklich.

Gruß Martin
op111
Moderator
#33 erstellt: 13. Jun 2007, 16:47
Hallo Frank,

Frank1970 schrieb:
also ich bin kein 1812-Fan! ;)

ich auch nicht, aber so ab und zu macht der Krach Spaß!


Frank1970 schrieb:
Sonst habe ich nun aber das Problem, dass dieses Vergleichshören etwa 10 Jahre her ist und ich die CD schon lange nicht mehr besitze.

Über Geschmack kann man bekanntlich nicht streiten
Ich kenne erbitterte Gegner sowohl der Furtwängler- als auch der Toscanini-Linie.
Giulinis Abstinenz von sentimental ausgewalzten Tempoverzögerungen und effektvollen Beschleunigungen fand ich überzeugend.

Ich hätte nur gern gewußt, wo die gavierenden Unsauberkeiten auf der Giulini-Aufnahme zu finden sind.
Das L.A.Philharmonic spielte seinerzeit m.E. nicht in einer Klasse wie z.B. die Orchester aus Chicago und Cleveland. Soweit ich mich erinnere, meinte ich das an einigen nicht 100%ig homogenen Streicherpassagen zu hören .


[Beitrag von op111 am 13. Jun 2007, 16:49 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#34 erstellt: 13. Jun 2007, 19:55
@Martin:
Danke für die Besprechung!
teleton
Inventar
#35 erstellt: 14. Jun 2007, 09:01
Hallo Tschaikowsky-Freunde,

ich hatte schon im Januar 2005 in diesem Thread meine Favoriten (Swetlanow, Karajan, Solti) für die Tschaikowsky-Sinfonien vorgestellt.

Inzwischen sind zwei wichtige Aufnahmen hinzugekommen:

Tschaikowsky: Sinfonien Nr.4-6 mit Mrawinsky / Leningrader PH

DG, 2 CDs, Aufnahme 1961 AAD
Die Klangqaulität von 1961 war für mich überraschend gut mit sauberem Stereopanorama und sezierender Durchhörbarkeit der Instrumentengruppen. Die DG-Techniker haben die Aufnahme in der Serie Originals gut remastert!

Zu Sinfonie Nr.5: Ich muß die Frage stellen ob Mrawinsky gerade im letzten Satz Tschaikowsky zu wenig Luft läßt ? Die Einleitung Andante maestoso klingt bei Bernstein wahrhaft majestätisch, gefolgt von einem stürmischen Allegro, aber der CBS-Klang ist schrill und von der nur ein Jahr jüngeren Qualität der Mrawinsky -Aufnahme 1961 weit entfernt. Allerdings fehlt mir bei der Mrawinsky-Aufnahme der sinfonische Klang, die beispielsweise die Aufnahme bietet, die mich schon früh geprägt hatte: Karajan DG1960.
Solti geht den Mittelweg, läßt Tschaikowsky mehr Luft als Mrawinsky, bei gleicher Emphase und erreicht für mein Hörempfinden mindestens den gleichen Gänsehautfaktor bei bester Klangqualität und großsinfonischem Klang (nicht so kammermusikalsch seziert wie bei Mraw.).
Bei meiner Begeisterung für beide Aufnahmen bleiben Beide fortan nicht im CD-Schrank stehen: Solti und Mrawinsky gehören zu den besten Aufnahmen der Sinfonie Nr.5

Die Sinfonien Nr.4 und 6 stehen jedoch mit Mrawinsky bei mir ganz oben an.



Tschaikowsky. Sinfonien Nr.1-6 mit Bernstein / New Yorker PH
amazon.de
SONY, 1957-1975 ADD
Die enthaltenen Aufnahmen umfassen einen weiten Aufnahmezeitraum von 1957 (Romeo und Julia) bis 1975 AAD. Entsprechend historisch ist teilweise die Klangqualität, die offenbar hier nicht neu remastert wurde, wie bei einigen anderen besprochenen Bernstein-Aufnahmen in letzter Zeit. Die Sinfonie Nr.4 ist eine ganz ganz exquisite Aufnahme von 1975, die Sinfonie Nr.5 von 1960 klingt so, wie es das Cover ahnen läßt --- "Columbia Legends". Nichts desto Trotz, Bernstein liefert einen packenden Tschaikowsky ab, der innnerhalb dieser Box immer wieder Appetit auf mehr macht. Seine Sinfonie Nr.5 würde man sich remastert wünschen, weil seine Interpretation von Solti´s Ganzleistung nicht weit entfernt ist.
Noch ein Bonbon:
Bernsteins Aufnahme der Sinfonie Nr.1 "Winterträume" in dieser Box ist meine neue Referenz für das Werk.
embe
Stammgast
#37 erstellt: 14. Jun 2007, 09:38
Ups, das gehört wohl eher hier her

Hallo,
Mehtas GA hab ich auf LP.
Klingt wie ein kleiner Karajan
War wohl zu der Zeit die Norm.
Da ist mir die GA von Haitink auf Philips schon damals lieber gewesen, nicht ganz so flott aber für europäische Verhältnisse ohne Schwulst. Klanglich sogar besser als die Decca!

Auf CD hab ich bis heute keine GA der Sym

Markewitsch tät mich noch jucken...

Von den nachfolgenden Dirigenten hab ich mehr als eine eingespielte Sym:

Swetlanow ist extrem hart und ruppig, von mir aus auch entschlackt, klanglich aber Katastrophe zumindest auf meinen
Olympia/Chant du monde CDs.
Fedoseyev, ist zahmer, künstlicher Sondstage auch Olympia.
Mrawinsky trifft mein Geschmack voll, leider keine Sym 1-3 verfügbar.
Solti jumpt seinen Tschaikowsky auch ohne 1-3.

Wäre noch Böhm mit der 5. + (6. allerdings auf LP)
Eigentlich nicht schlecht wie Böhm das gemacht hat,
sehr trocken und doch abgeklärt. Jedenfalls nicht langweilig für mich.

Klemperer, 4-6 ist ne schrullige Alternative, klanglich akzeptabel bis auf Übersteuerungen in der 6.
Aber hier hört man die alte Orchesteraufstellung und bedauert die vielen anderen guten Interpretationen
in amerikanischer Version.

Ich suche noch Gielen oder Kubelik für meine Sammlung.
Vielleicht macht Herr Nott mal ne SACD mit Tschaikowsky
der hat auch ein Faible für die deutsche Aufstellung.
Norrington wär auch ne Überlegung wert...

Gruß
embe
embe
Stammgast
#38 erstellt: 14. Jun 2007, 09:39
Ooch Mann Franz,
jetzt warste aber schneller wie ich

Gruß
embe
op111
Moderator
#39 erstellt: 14. Jun 2007, 09:58
Hallo zusammen,

als einzige Gesamtaufnahmen auf CD habe ich mir die Bernsteins und Mutis geleistet, ohne daß mich beide vom Hocker hauen würden. Abbados hatte z.T. gute Kritiken - ich hatte beim Probehören nicht den Eindruck daß die besser ist als Mutis.
Gibt es eigentlich eine GA von Riccardo Chailly?
Dessen "Manfred" ist umwerfend.

Was embe zum klang bei Swetlanow schreibt, trifft auch gemildert auf meine Melodiya LPs zu (nur sind die eher dumpf, undurchsichtig, dünn, typisch 70er Jahre Ostblock), dank LP-Bonus fällt das Urteil nicht so vernichtend aus, auf den Original-Bändern steckt evtl. mehr als das Medium damals hergab - oder die Produzenten hergeben wollten.
Die CDs habe ich zum Glück nicht.
Wenn Olympia/Chant du monde beim "Aufbereiten" wieder wie bei Roshdestwenkijs Bruckner und D. Schostakowitsch gewütet hat, kann ich mir die Katastrophe vorstellen.

Norringtons 6. (habe ich nur als TV-Aufnahme) ist mir zu nüchtern. Die geteilten Violinen führen zu einigen neuen auch irritierenden Eindrücken, würde gerne mal 1-5 + Manfred in dieser Sitzordnung hören.


[Edit: Zitat mit Duplikat von embes Beitrag gelöscht.]


[Beitrag von op111 am 14. Jun 2007, 10:07 bearbeitet]
op111
Moderator
#40 erstellt: 14. Jun 2007, 11:13
Aus einem anderen Thread:

teleton schrieb:
Zu Tschaikowsky mit Solti:
Ich meine natürlich die klangstarken Solti-Aufnahmen mit dem Chicago SO der Sinfonien Nr.4-6 (Decca).
Ich meine Analog sind alle Solti-Aufnahmen mit Tschaikowsky.

Die Sinfonie Nr.5 war meine erste Tschaikowsky-Platte mit Solti / Orchestre Nnational de ORTF (auch Decca).
Das war eine gute Interpretation, aber der neuere Solti aus Chicago setzt noch einiges mehr drauf und nicht nur klanglich.


Hallo Wolfgang,

Solti hat auch 2 Remakes in Digitaltechnik aufgenommen.
Mehr später.



[Beitrag von op111 am 14. Jun 2007, 11:17 bearbeitet]
enkidu2
Inventar
#41 erstellt: 16. Jun 2007, 12:42
Wundere mich gerade: die Tschaikowsky-Sinfonien 4-6 mit Solti sind bei mir alle digital. Wusste gar nicht, dass es auch Analogeinspielungen gibt.
op111
Moderator
#42 erstellt: 16. Jun 2007, 12:54

enkidu2 schrieb:
Wundere mich gerade: die Tschaikowsky-Sinfonien 4-6 mit Solti sind bei mir alle digital. Wusste gar nicht, dass es auch Analogeinspielungen gibt.

Von der 5.+6. gab es DDD Remakes - aufgrund der Repertoirepolitik der Decca sind mal die alten, mal die neuen im Programm.

Die 4. hat Solti wohl nur einmal am 5.5.1984 in Chicago aufgenommen.

Die Analogaufnahmen entstanden 1975/76 in Chicago,
5. (43:48) 13.-15.5.1975 Decca 425 516-2
6. (42:40) 18.- 25.5.1976 Medinah Temple Decca 430 442-2

Gruß
enkidu2
Inventar
#43 erstellt: 02. Jul 2007, 09:11
@Franz-J.: Hätte Deine Antwort genauer lesen sollen. So ist es mir erst heute beim Transfer der CD auf Festplatte aufgefallen. Habe die 6. Sinfonie mit CSO und Solti auch nur als Analog-Aufnahme aus dem Jahr 1976. Und daher auch nur 4. und 5. Sinfonie in digital.

Weshalb mich dann doch interessiert, von wann es eine digitale sechste mit Solti geben soll.
Kings.Singer
Inventar
#44 erstellt: 16. Aug 2007, 20:11
Hallo!

Kann jemand zur folgenden Aufnahme etwas sagen?





Habe bisher die kaum zu übetreffende Einspielung in der DGG-Originals Serie (Nr. 4 bis 6) und ärgere mich jedes Mal, wenn ich nach dem zweiten Satz die CD wechseln muss.

Deshalb suche ich nach einer Aufnahme, die sich auf einer einzigen CD befindet.

Dabei bin ich natürlich auf verschiedene Aufnahmen gestoßen, u.A. die oben Abgebildete. Dann ist mir noch eine Philips-CD mit Gergiev/WPO aufgefallen (mit Gergiev habe ich bei russischer Musik bisher sehr gute Erfahrungen gemacht).


Wäre für eine kleine Entscheidungshilfe sehr dankbar.

Gruß,
Alex.
Hüb'
Inventar
#45 erstellt: 16. Aug 2007, 20:18
Hi!

M. ist bei T. eigentlich immer "eine Bank".
Ich würde mich vor dem Kauf allerdings vergewissern, dass es sich um eine Stereo-Aufnahme handelt.

Alternative: Brenn Dir die 5. doch einfach auf eine CD-R!

Grüße

Frank
Kings.Singer
Inventar
#46 erstellt: 16. Aug 2007, 20:31
Ich traue dem Kopieren, CD-R's usw. nicht. Zumal ich die Tracks ja erst digitalisieren müsste, da sie sich auf verschiedenen Quellen befinden.
Dabei bin ich eigentlich alles andere als altmodisch... Handelt sich wohl um ein ähnliches Phänomen wie Kabelklang (davon halte ich allerdings recht wenig ).

Naja...

Bei JPC ist die abgebildete CD übrigens als DDD, 1983 gekennzeichnet. Deswegen wurde ich hellhörig. Allerdings weiß ich nicht, ob der liebe Jewgeni fünf Jahre vor seinem Tod nicht doch ein wenig an Biss verloren hat.
Es gibt ja nun auch eine Einspielung von 1978 auf einer Einzel CD (ADD, Olympia) und natürlich viele andere ältere.

Und eine Meinung zu Gergiev würde mich auch interessieren. Wie gesagt: Bisher hat er mir bei russischer Musik immer gefallen.

Aber für alle CDs reicht das Budget dann doch nicht. ^^

Viele Grüße,
Alex.


[Beitrag von Kings.Singer am 16. Aug 2007, 20:31 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#47 erstellt: 16. Aug 2007, 20:40
Du schriebst doch von der DGG-Originals-Serie, wobei es sich ja um eine CD handelt.
Keinen Bekannten zur Hand, der die 5 mal schnell auf einen Rohling wirft?

Für den 2. Teil Deiner Frage muss ich leider an jmd. Anderen abgeben...

Grüße

Frank
Joachim49
Inventar
#48 erstellt: 16. Aug 2007, 21:09

Kings.Singer schrieb:


Bei JPC ist die abgebildete CD übrigens als DDD, 1983 gekennzeichnet. Deswegen wurde ich hellhörig. Allerdings weiß ich nicht, ob der liebe Jewgeni fünf Jahre vor seinem Tod nicht doch ein wenig an Biss verloren hat.

Alex.


Ich habe de DGG-Version, allerdings noch aus der Zeit vor der 'Originals'-Wiederausgabe, und die Erato von 1983 (DDD). Die Erato muss wohl mit der hier diskutierten Version identisch sein. Ich habe nicht den Eindruck 'dass der liebe Jewgeni ... doch ein wenig an Biss verloren hat'. Nach meiner Erfahrung werden alte Herren sogar oft noch bissiger... Wenn es so sehr stört, dass man bei der DGG die CD wechseln muss (auch in Konzerten gibt's kleine Pausen zwischen den Sätzen, z.B. zum Nachstimmen), dann kann ich die 83-er Version uneingeschränkt empfehlen. Die Tempi sind ein wenig schneller
DGG 14.33/11.53/5.30/11.01
1983 13.57/11.47/5.37/11.26

Die DGG ist in London aufgenommen (Wembley Town Hall)
die Erato ein 'Heimspiel' - live in der grossen Halle der Leningrader Philharmonie.
Gergievs Aufnahme kenne ich nicht. Da würde ich eventuell zuviel Spektakel und Hochglanz erwarten ...
freundliche Grüsse
Joachim
Kings.Singer
Inventar
#49 erstellt: 17. Aug 2007, 11:47

Joachim49 schrieb:
Wenn es so sehr stört, dass man bei der DGG die CD wechseln muss (auch in Konzerten gibt's kleine Pausen zwischen den Sätzen, z.B. zum Nachstimmen),...


Schon einmal vielen Dank (auch an Frank) für deine Einschätzung.

Zum Thema CD-Wechsel: Meißt höre ich liegend auf meinem Bett, die Augen zu und relativ konzentriert. Da ist es schon "schöner", die Symphonie komplett zu hören ohne zum CD-Player laufen zu müssen usw. wenn es doch eine Alternative gibt.

Viele Grüße,
Alex.
Kings.Singer
Inventar
#50 erstellt: 30. Apr 2008, 15:45
Hi.

Ich habe mir heute folgende CD gekauft:




Wurde erst kürzlich in der Ausgabe veröffentlicht. Kann vielleicht trotzdem schon jemand etwas dazu sagen, was mich erwarten wird? (Habe erst am Wochenende Gelegenheit da mal rein zu hören.)


Viele Grüße,
Alex.


[Beitrag von Kings.Singer am 30. Apr 2008, 15:46 bearbeitet]
alidoro
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 19. Jul 2008, 18:11
Ciao,

habe gerade bei amazon.com die Markevitch-Gesamtaufnahme mit dem LSO (2X2 CDs, 1-3 und 4-6) bestellt. Beim jetzigen Dollarkurs weniger als 30 Öre, incl. Versand. In Deutschland sind diese wunderbaren Aufnahmen zunehmend schwer zu bekommen. Freu!

A dopo,

Alidoro
Hüb'
Inventar
#52 erstellt: 20. Jul 2008, 19:19
Na Glückwunsch!
Wirklich eine gelungene GA!
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