Filmkorn der größte Mist

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I.M.T.
Inventar
#1 erstellt: 29. Okt 2012, 23:27
Hallo an alle.
Als ich Gestern Blu-Ray schaute bekamm ich Augenschmerzen. Dieses unerträgliche Filmkorn gegriesele! Das ist auch noch so gewollt! Wieso werden bei Filmen immer wieder nachtäglich Filmkorn hinzugefügt? Das nervt doch ohne ende. Als ich zum vergleich eine folge der Serie Lost in den player legte(als 720p-rip). Welch Wunder in der Bildqualität. Es war eine wohltat Gesichter grieselfrei zusehen. Auch liesen sich Details und Tiefendarstellung um einiges besser erkennen.Ich würde gerne eure Meinung wissen wie ihr zu dem Thema "Filmkorn" steht? Ich würde es abschaffen oder nicht?
Warf384#
Inventar
#2 erstellt: 29. Okt 2012, 23:29
Filmkorn nachträglich hinzufügen ... warum sollte man das tun? Ist mir ehrlich gesagt auch noch nie aufgefallen. Evtl ein Einstellungsfehler?
trancemeister
Inventar
#3 erstellt: 29. Okt 2012, 23:31
Hallo I.M.T.
Du hast ein Problem das ich nicht nachvollziehen kann - aber wenn du es mit 720p-rips von Fernsehsendungen kompensieren kannst ist es ja schön für Dich
Buschel
Inventar
#4 erstellt: 30. Okt 2012, 11:48
Welcher Film war das?

Edit: Filmkorn und Rauschen kann übrigens unerträglich werden, wenn der Schärferegler am TV/AVR/Player zu weit hochgedreht ist.


[Beitrag von Buschel am 30. Okt 2012, 14:57 bearbeitet]
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 31. Okt 2012, 15:08
Moin

wenn ich den Kollegen richtig verstehe, dann mag er den 'vinatge-look' mancher Produktionen nicht, wo ein artifizielles 'Filmkorn' gerne benutzt wird, um zB Rückblenden greifbarer zu gestalten.
Manchmal wird auch damit ein kompletter Film 'veredelt'.

Sowas steht für mich auch auf dem gleichen Level wie 'Knacksen' und 'Rillenrauschen', wie es bei manchen Produktionen heute gerne - gerade im Bereich der elektronischen Musik- als Stilmittel benutzt wird..

Es nervt, wenn man eine neue Schallplatte 3x gewaschen hat, das Geräusch nicht leiser wird- und dann feststellt, das die CD genau so 'rauscht'...
I.M.T.
Inventar
#6 erstellt: 31. Okt 2012, 15:47
Du hast es verstanden. Genauso meine ich es. Ich möchte ein scharfes plastisches wie z.b. Pandorum und nicht wie in 300 als "Filmkornvergewaltigung" haben. Bei Sucker Punch Grieselt es mir auch zuviel. Gut das ich nicht der einzige bin. Im Kino war nix vom Filmkorn zusehen. Aber auf BD da muss es sein.
*Cineast*
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 04. Mai 2013, 13:07
Ich denke künstliches Filmkorn macht, wann es behutsam eingesetzt wird, bei Digital produzierten Filmen einen filmischerren Look. Bei "Der Hobbit" mit 48 fpr wirkt das Bild so glatt wie eine Digitalfotografie völlig frei von Filmkorn. Mir gefällt es gar nicht, wenn ein Phantasy Epos so steril und total real aussieht.
HiFi_Addicted
Inventar
#8 erstellt: 05. Mai 2013, 21:19
Filmkorn ist essentiell für eine Gute Bildwiedergabe. Ohne Filmkorn würden wir uns vermutlich am Banding der 8Bit Medien stören.
*Cineast*
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 05. Mai 2013, 21:26
Gegen Banding würden mehr Bits helfen. Wenn der Videofarbraum auch volle 255 Werte bei 8 bit erweitert werden würde wäre schon ein Schritt in Richtung Videos ohne Banding gelegt. Wieso beschränkt man künstlich die zahl möglicher Tonstufen?
HiFi_Addicted
Inventar
#10 erstellt: 05. Mai 2013, 22:28
Die künstliche Einschränkung stammt noch aus der Zeit in der Composite Video dominierend war
Man wollte ein Übersteuern bzw Untersteuern der AM Fernsehsender verhinder. Die Einschränkung bei weiß soll verhindern dass bei der üblichen negativen Modulation nach hinzufügen des Farbträgers die Trägerfrequenz nicht abreißt -> Tonstörung bzw bei Schwarz dass nicht versehentlich die Syncronisation durcheinander kommt.
Im REC.2020 ist aber der Spuk dann zwar auch nicht vorbei aber die 8 Bit sind tot. So wie es ausschaut ist dieser Farbraum für die 4k Blu Ray verblindlich wie jetzt der REC.709 für Blu Ray und REC.601 für DVD.

10 Bit: 0 IRE = 64 100 IRE = 940 die obersten und unteren 4 möglichen Werte dienen der Synchronisation.
12 Bit 0 IRE = 256 100 IRE = 3760 die obersten und unteren 16 möglichen Werte dienen der Synchronisation.
*Cineast*
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 06. Mai 2013, 09:24
Wie ich gesehen habe soll bei 4K der Farbraum viel größer als bei HDTV sein. Er soll verglichen mit den RGB Farbräumen größer als AdobeRGB sein. Damit wäre man in der Lage nahezu alle sichtbaren Farben auf dem TV abzubilden. OLED soll es möglich machen. Um auf einem TV mit so großem Farbraum BRs farbrichtig abspielen zu können muss noch einiges am Farbmanagement getan werden. Der erweiterte Farbraum soll ja nicht zu bunteren Farben führen ( Gras sieht extrem übertrieben Grün aus) sondern mehr Platz für hoch gesättigte Farben bieten, damit ein rotes Kleid nicht wie eine rote undefinierbare Fläche aussieht sondern gut differenziert wird. Auch gesättigten Cyan und Gelbtönen würde ein erweiterter Farbraum mehr Leuchtkraft und Differenzierung verleihen.

Bei BRs und DVDs eigentlich ein Colortag oder ähnliches dem TV zugeführt. Farbmanagement ist im Fotobereich zumindest unter Profis und Amateuren seit 10 Jahren Standard. Ein TV sollte mit Colorimeter und implementierter Kalibrierungssoftware geliefert werden, um alle Bildquellen exakt abzubilden.

Was ich bei aktuellen Fernseher vermisse ist ein Preset, für SD und HD Material sei es über Sat, Kabel oder HDTV als auch über DVD oder BR. Die TV Hersteller meinen wohl, der dumme Kunde will alles bunter. Ähnliches beobachte man auch bei der Farbwiedergabe von Kompaktknipsen und DSLRs. Die kompakten neigen dazu alles bunter zu machen. Die SLRS sind da näher an der Realität.


[Beitrag von *Cineast* am 06. Mai 2013, 09:36 bearbeitet]
feivel1983
Stammgast
#12 erstellt: 10. Mai 2013, 21:19
natürlich gabs bei Sucker Punch auch im Kino Filmkorn zu sehen....
Und ob der glattgebügelte moderne Look soviel angenehmer ist, das lass ich mal im Raum stehen.
Ist nunmal ein gängiges Stilmittel, bzw. früher aus technischen Gründen entstanden. Lieber hab ich Filmkorn und ein scharfes Bild als weggefiltertes Filmkorn plus Wachsgesichter.
#Dosenfutter#
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 13. Mai 2013, 01:39

*Cineast* (Beitrag #11) schrieb:
Wie ich gesehen habe soll bei 4K der Farbraum viel größer als bei HDTV sein. Er soll verglichen mit den RGB Farbräumen größer als AdobeRGB sein. Damit wäre man in der Lage nahezu alle sichtbaren Farben auf dem TV abzubilden. OLED soll es möglich machen.


Davon, daß ein Format das transportieren (beinhalten) kann, hat man noch lange nicht die Farbwiedergabe auf dem Ausgabemedium (Bildschirm). Die heutigen OLEDs sind davon immer noch ein gutes Stück weit entfernt.


*Cineast* (Beitrag #11) schrieb:
Um auf einem TV mit so großem Farbraum BRs farbrichtig abspielen zu können muss noch einiges am Farbmanagement getan werden. Der erweiterte Farbraum soll ja nicht zu bunteren Farben führen ( Gras sieht extrem übertrieben Grün aus) sondern mehr Platz für hoch gesättigte Farben bieten, damit ein rotes Kleid nicht wie eine rote undefinierbare Fläche aussieht sondern gut differenziert wird. Auch gesättigten Cyan und Gelbtönen würde ein erweiterter Farbraum mehr Leuchtkraft und Differenzierung verleihen.


Das Farbmanagement ist kein Problem, das funktioniert schon auf jedem PC per Software. Die maximale Sättigung ist ein Problem, die Abstufung ein ganz anderes. Die Fernseher und Monitore haben schon von den Panels her nicht die nötigen Abstufungen. Und was passiert, wenn man etwas nicht in den vorgesehenen Abstufungen darstellen kann? Richtig, Banding. Sowas kann man nicht verkaufen, das fällt schon beim flüchtigen hinsehen durch. Deswegen wird getrickst und man ist wieder am Anfang - künstliches Korn.
*Cineast*
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 13. Mai 2013, 10:35
Farbmanagement funktioniert bei Stand Alone BRplayern und TV nicht. Im Computerbereich gibt es den Displayport,der bei professioneller Bildbearbeitung in Phoshop angewendet werden kann. Die Grafikkarte muss 10 Bit ausgeben können und das Panel muss 10 Bit/Kanal nativ nutzen können. Das können nur absolute Grafikmonitore, die entsprechend kosten. Bis so eine Technik in TV Konsumer Markt eingezogen ist, werden noch Jahre durchs Land gehen. Die HDMi Schnittstelle soll auch hochbit fähig sein, was noch nicht angewendet wird. HDMI Wikipedia
#Dosenfutter#
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 13. Mai 2013, 10:52

*Cineast* (Beitrag #14) schrieb:
Farbmanagement funktioniert bei Stand Alone BRplayern und TV nicht.


Sry, aber das ist Quark. Farbmanagement ist eine Frage der Software, nicht der Hardware. Und aus genau dem Grund kann das in jedem Player realisiert werden, durch die Firmware. Es macht nur keiner, weil der Kunde es nicht verlangt und dafür auch nicht zahlen will.


*Cineast* (Beitrag #14) schrieb:
Im Computerbereich gibt es den Displayport,der bei professioneller Bildbearbeitung in Phoshop angewendet werden kann. Die Grafikkarte muss 10 Bit ausgeben können und das Panel muss 10 Bit/Kanal nativ nutzen können.


Sry, aber das ist genausoein Quark. Es ist weder vom Displayport noch von anderer Hardware abhängig und erst recht wird kein 10Bit/Kanal gebraucht. Farbmanagement gibt's schon sehr lange und auch auf analogen Monitoren, auf Scannern und Druckern kann das angewendet werden. Voraussetzung ist, daß man ein Geräteprofil hat bzw. das selber erstellen kann und die Kette durchgehend das Farbmanagement nutzt, also für jedes genutzte Gerät ein Profil vorhanden ist.
*Cineast*
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 13. Mai 2013, 11:34
Sehe ich auch so. Solange keine Geräteprofile angewendet werden funktioniert auch kein richtiges Farbmanagement. Dazu müsste jedes TV mit Colorimeter ausgeliefert werden und im TV eine Messoftware integriert sein, mit der der exakte Displayfarbraum ausgemessen werden und das Eingangssignal könnte exakt in den Displayfarbraum umgerechnet werden. Das Profil wird dann in die Bildschirm-Lut beschrieben. Einmal im Monat müsste der Benutzer daran erinnert werden seinen TV neu zu kalibrieren um über die gesamte Lebensdauer konsistente Farben genießen zu können.So wäre immer eine richtige Farbwiedergabe gewährleistet und dann manuelle Einstgellungsgemurkse hätte ein Ende.

Dann würde ein TV wahrscheinlich zwischen 1500 und 2000€ liegen. In der TV Oberklasse könnten die Hersteller damit experimentieren.
harrykeller
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 18. Sep 2013, 18:30
Nicht nur Filmkorn, sondern auch ausgelaugte Farben und "besoffene" Kamera.

http://www.youtube.com/watch?v=DUd5RPVDjPY

Gut das ich den Mist nicht gucke Da wirste ja bekloppt.

Liebe Grüße

Harry
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