Lohnt sich überhaupt 4K Filme zu schauen?

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lowden
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Jan 2019, 04:38
Hallo zusammen,

zu aller erst ich bin kein TV Experte ich habe mir letzte Woche einen schönen LGC8 65" geholt. Nun hab ich schon einige Testfilme im 4K und HDR gezogen etc. Allerdings auch einige zum Testen in 720p und auch im 1080p, des weiteren hab ich auch oft auf die Bitrate geachtet.

Wenn ich auf der Couch liege hab ich ungefährt 3.5m zum TV, daher scheint mir der Kauf eines 4K TVs nun ein wenig sinnfrei, sehe ich das richtig? Denn wenn ich Tabellen online vergleiche komme ich doch nur in Genuss von 4K wenn ich bei einer Entfernung maximal 1.8m vom Fernseher sitze, was bei mir nicht zutrifft. Habe heute nachmittag auch einen Kurzfilm geladen in 720p und etwas über 2Mbit Bitrate und ich muss sagen, der steht nichts dem Film nach den ich im HDR habe und der auf 65Gig Größe kommt. Ich würde nicht sagen, dass ich einen großen Unterschied sah, irre ich mich da vielleciht gewaltig oder stimmt das im Endeffekt doch? Klar, dass mein alter 2012 LED vom Samsung nicht annähenrd an die Qualität kommt, dennoch bn gerade ein wenig enttäuscht.

Mein Kumpel ist ein großer 4K Fan und meinte die ganze Zeit er würde den Unterschied sehen - ich glaub allerdings, dass es nur Gelaber ist. Wenn ich 3.5 vor meinem 65" sitze und den Inhalte mit 1080 und rund 5Mbit Bitrate schaue siehts für mich genauso aus wie ein 4K mit über 50Mbit Bitrate :/

Was meint ihr dazu?

Danke
jehe
Inventar
#2 erstellt: 05. Jan 2019, 05:34
naja, ich hab nen 49"er UHD Gerät und sitze recht genau 2,5m (Auge zu Bildschirmoberfläche) weit weg.
Da lassen sich Unterschiede zwischen FHD und UHD nur schwerlich erkennen.
Allerdings gibt es auch Ausnahmen, die wohl in erster Linie vom zugespielten Material abhängen.
Bei "Der Marsianer" z.B. könnte der Unterschied zwischen beiden Auflösungen kaum größer sein. Schaut man sich z.B. den Raumanzug in den Außenscenen an, so sind da gestochen scharfe Details zu erkennen, welche man in FHD eigentlich nur erahnen kann.
Das ist mir auch schon bei einigen anderen UHD Filmen bei denen ich auch über entsprechendes Vergleichsmaterial in FHD verfüge, aufgefallen.
Aber wie gesagt, ist nicht bei allen UHD Filmen so, bei den meisten ist beim dem Abstand kein nennenswerter Unterschied feststellbar.
sumpfhuhn
Inventar
#3 erstellt: 05. Jan 2019, 07:21
Ich nehme schon mal Platz:

th
Ralf65
Inventar
#4 erstellt: 05. Jan 2019, 12:14
womit vergleichst Du denn....?

der LG C8, speziell OLED ist qualitativ doch bereits sehr hochwertig und speziell bei HDR Wiedergabe, die ja meist ein Bestandteil der 4K Auflösung ist. sollten doch deutlich sichtbare Unterschiede zu herkömmlichen nicht 4K Kontent zu erkennen sein.
Je größer die Diagonale bei 4K, desto eher werden auch Unterschiede zu Full HD Modellen in gleicher Diagonale sichtbar.
bigscreenfan
Inventar
#5 erstellt: 05. Jan 2019, 12:32
3,5 m sind zu weit weg als das auf einem 65er noch deutlich ein qualitätsvorteil zu sehen wäre. Ich war von meinem 65c8 2,5 m entfernt und da merkte ich den unterschied bei hochwertig produzierten uhd Discs schon. Weiter hätte ich aber nicht wegsitzen dürfen. Beim 75er sind der Abstand 3m um noch was von der uhd Auflösung zu haben. Sitze ich weiter weg verschwindet auch da der Mehrwert. Wohlgemerkt nur die schärfe betreffend, hdr und Farben sind auch auf kleineren schirmen sichtbar.
Wie schon so oft: will man schärfe betreffend was von uhd haben kauft man entweder groß oder verringert den Abstand zum tv deutlich.
Scorsese
Stammgast
#6 erstellt: 05. Jan 2019, 13:34
Bei dem Abstand häte ich einen größeren TV genommen. Der wesentliche Unterschied ist der erweiterte Farbraum. Das sieht man auch auf 3,5m Abstand. Ein Bekannter hatte sich damals mal einen 40Zoll Full-HD Bildschirm als Ersatz zu einer Röhre geholt und meinte nachher ernsthaft, dass sich Full-HD bei 4m Abstand voll gelohnt hätten. Was er meinte war aber nicht die Auflösung sondern die besseren/erweiterten Farben. Das wird oft verwechselt. Ein weiterer Unterschied ist die Qualität des Signals und das fehlende Skaling/Artefarkte. Wenn das 4k-Signal grundsätzlich besser ist, dann sieht man das ggf. auch auf größerem Abstand. Hinzu kommt dass der TV das 4K-Signal nicht skalieren muss. Mit Auflösung hat das alles aber nichts bzw. wenig zu tun.


[Beitrag von Scorsese am 05. Jan 2019, 13:41 bearbeitet]
sumpfhuhn
Inventar
#7 erstellt: 05. Jan 2019, 14:01
So, nun gefällt mir aber das Bild mit erweitertem Farbraum und HDR nicht, bleibt also wieder nur die Auflösung.
Die mir aber, ab Punkt X, keine Vorteile mehr bietet.
Da kommen wir dann wieder zur Eingangsfrage .
Z00lu
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 08. Jan 2019, 13:19
Ach herrje,
zum Glück wird man ja nicht zum kauf eines teuren 4k TV's gezwungen.
Wenn man keinen Unterschied sieht reicht auch ein TV für 300EUR.
Btw. alle heutigen 4k TV's skalieren egal was für eine Eingangsauflösung auf 4k, je nach Modell mehr oder weniger gut.
Auch alle anderen Bildparameter werden angepasst damit der Unterschied zu nativ 4k HDR so gering wie möglich ausfällt.
Schaltet das doch mal alles ab wenn überhaupt möglich, skalieren lässt sich offt nicht abschalten, und vergleicht dann das Bild.
jehe
Inventar
#9 erstellt: 08. Jan 2019, 15:34
natürlich skalieren UHD Geräte sämtliche Inhalte hoch. Das passiert aber nach dem Prinzip der Interpolation, was wiederum scharfe Kanten und Details auflöst und verwaschen und weich aussehen läßt. Das man mit dieser Methode nicht annähernd ein UHD ähnliches Bild erreicht dürfte sollte somit klar sein, es fehlen eben einfach Bildinformationen.
Das deutliche Unterschiede zwischen FHD und UHD Material nicht immer auf den ersten Blick wahrnehmbar sind, dürfte wie bei mir auch, am falschen Betrachtungsabstand liegen. Von echten UHD Filmen mal abgesehen, gibt es darüber hinaus eben auch noch genug Quellen im Internet, bei denen man schon auf den ersten Blick sieht, das die Auflösung zwar UHD ist, das Ausgangsmaterial aber bestenfalls in FHD vorgelegen hat. Solche Mogelpackungen verunsichern dann eben auch einfach viele User.
sumpfhuhn
Inventar
#10 erstellt: 08. Jan 2019, 20:19

Z00lu (Beitrag #8) schrieb:

zum Glück wird man ja nicht zum kauf eines teuren 4k TV's gezwungen.



Ich würde nicht mal ein 4k TV geschenkt nehmen.
Schlicht der Tatsache geschuldet, das nie wieder ein TV Gerät im Wohnkino Einzug halten wird.
Robby_Analog
Stammgast
#11 erstellt: 30. Sep 2019, 13:48
ja, ich muss eine lanze für 4k ultra hd brechen.

aber nicht in sachen höherer auflösung. ein mehrwert, der vollkommen ausser acht gelassen wird, ist die farbreinheit. ultra hd dicss haben weniger farbrauschen und damit meine ich nicht das filmkorn. durch weniger farbrauschen wirken die bilder plastischer und farbreiner. das bild wirkt wie ein foto und nicht wie ein videoframe. man kann es gut mit professionellen digital kameras vergleichen, die bei gleicher auflösung bessere bilder liefern als günstige kompaktkameras, trotz gleicher auflösung.

ich hab hier mal ein vergleichsbild erstellt. wenn ihr mit der maus aufs bild fährt, wird auf die blu ray version gewechselt. ihr seht dann auf dem kotflügel des autos, wie es plötzlich anfängt zu rauschen. das ist nicht das filmkorn, da es auf der 4k version nicht zu sehen ist und dort auch nicht weggefiltert wurde, da das 4k bild auch noch konturschärfer ist. ich habe sehr viele 4k und 1080p filme auf caps verglichen und konnte oft diese vergleiche mache. das ist ein deutlicher mehrwert!


https://caps-a-holic...=134059&l=0&i=0&go=1
langsaam1
Inventar
#12 erstellt: 30. Sep 2019, 15:47
- ist wie bei den Demo Sendungen in HD
(da haben mich damals die SONY Demo Szenen am meisten beeindruckt)
- so genau bei 4K Demo Kanälen Sendungen
-- per Sat Astra z.B. Vergleichen: Fashion TV HD > 4K ; Servus TV Deutschland für SD > HD
- eher ungeeignet (aber nett Vergleich der Overlay Einblendungen zum Studio Bild) sind:
pearlTV SD > HD > 4K und QVC SD > HD > 4K
wobei QVC sogar noch einen Sonderstatus hat: der ist in einigen Regionen auch per DVB-T2HD in h.265 Empfang und dann mal das HD Sat bzw. Kabel Signal vergleichen ...


-- zu Filmen:
ist extrem !!! abhängig Wie und Womit da 4K erstellt wird;
leider nervt die Filmindustrie indem zu Weilen für unterschiedliche Märkte unterschliche Farbvariationen bzw.Color Grading verwendet wird


[Beitrag von langsaam1 am 30. Sep 2019, 15:52 bearbeitet]
sumpfhuhn
Inventar
#13 erstellt: 30. Sep 2019, 15:53
Na klar sieht die 4k Scheibe besser aus, die BD von Casino ist ja auch verhunzt.
Viele alte Filme auf BD sind Verbesserungswürdig.
Ich habe gestern z.B. Jagd auf Roter Oktober auf Ultra HD gesehen, obwohl nur ein 2k Beamer, sieht die Scheibe zur BD besser aus.
Wenn ich aber Alita in UHD schaue, sehe ich zur BD keinen Unterschied.
Ich bleibe jedenfalls bei der BD, 4k wird nur im Extremfall ausgetauscht(siehe Predator) oder im Sonderangebot(Alita) gekauft.
Robby_Analog
Stammgast
#14 erstellt: 30. Sep 2019, 16:41

langsaam1 (Beitrag #12) schrieb:

-- zu Filmen:
ist extrem !!! abhängig Wie und Womit da 4K erstellt wird;
leider nervt die Filmindustrie indem zu Weilen für unterschiedliche Märkte unterschliche Farbvariationen bzw.Color Grading verwendet wird


soviel zum thema filme erleben, wie es der regisseur haben wollte. so fast jeder medienträger (dvd, bluray und ultra hd) bekommt andere farbabmischung, selbst innerhalb mehrerer bluray releases unterscheiden sie sich erheblich. das habe ich bei fast 80% der filme auf caps a holic.com festgestellt.

da frage ich mich was für ein sinn die perfekte FARB kalibration ergeben soll und wieso manche soviel wert darauf legen und ihren tv teuer kalibrieren lassen, obwohl die fernseher out of the box schon gut eingestellt sind. die perfektion macht doch wegen dieser color grading schindluderei der filmindustrie keinen sinn, weil wie gesagt die farben stets anders sind, mal warm goldig, dann kühl gemastern, dann wiederum mit einem grünstich oder/und hartem kontrast usw.......
MovieDirk
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 01. Okt 2019, 15:51
Hallo,

Ich bin vom 4k-Thema ziemlich ernüchtert. Die erste 4k-Scheibe die ich gesehen hatte war ein Schock … Han Solo A Star Wars Story . Es gibt aber auch Leute im Forum die der Scheibe eine sehr gute Bildqualität bescheinigt haben. Wenn man im Forum ein bisschen liest, stellt man fest, das den Leuten unterschiedliche Dinge wichtig sind bei der Bildqualität … bei den einen die Farbe, Schwarzwert, HDR, Farbrauschen … bei mir ist auf Platz 1 der Wichtigkeit die Bildschärfe. Also das die Konturen scharf sind und sich die Objekte voneinander klar abgrenzen, dadurch wird das Bild dreidimensionaler und realer.

Ich bin ein ganz Schlimmer, denn ich nehme viele Filme über DVBT2 auf :D. Ich schaue aber von 2 Meter auf eine 55-Zoll Samsung-Glotze (2.500 EUR-Klasse) … das passt noch. Beispielsweise habe ich den Marsianer 4K-Scheibe mit einer DVBT2-Aufnahme von dem Film verglichen weil der Film damals hinsichtlich Bildqualität ständig in den Medien war und ich ziemlich ernüchtert war als ich die Scheibe eingelegt hatte. Hatte von mehreren Szenen mehrere Standbilder gemacht und miteinander verglichen. Ich hatte Schwierigkeiten Unterschiede in der Bildschärfe auszumachen. Auch The Revenant und Blade Runner 2049 waren in der Hinsicht für mich enttäuschend.

Ein Film den ich hinsichtlich Bildschärfe richtig gut finde ist Guardians of the Galaxy 2, obwohl der Film ja nur vom 2k-Master kommt.

Ja, das mit den Farbänderungen ist ein Drama. Ganz heftig bei The Dark Knight. Den Film fand ich super. Die 4k-Scheibe eine Katastrophe. Die wenigen IMAX-Szenen waren gut aber die grüne Farbgestaltung furchtbar.

Ich hatte zu meinem "4k-Start" direkt zwanzig 4k-Scheiben gekauft da ich an deren Mehrwert geglaubt hatte. Bei Saturn fand ich diverse Filmtrailer in 4k mega beeindruckend. Zuhause kam die Ernüchterung.

Wenn ich eine Scheibe kaufen möchte, dann schaue ich i.W. erst unter "Blu-ray-Rezensionen.net" nach. Avengers Infinity War und Endgame habe ich beispielsweise nur als normale Bluray gekauft.

Viel spaß beim Filme glotzen

Viele Grüße
Dirk
Klausi4
Inventar
#16 erstellt: 01. Okt 2019, 17:28

MovieDirk (Beitrag #15) schrieb:
Ich schaue aber von 2 Meter auf eine 55-Zoll Samsung-Glotze (2.500 EUR-Klasse) … das passt noch. Beispielsweise habe ich den Marsianer 4K-Scheibe mit einer DVBT2-Aufnahme von dem Film verglichen, weil der Film damals hinsichtlich Bildqualität ständig in den Medien war und ich ziemlich ernüchtert war, als ich die Scheibe eingelegt hatte. Hatte von mehreren Szenen mehrere Standbilder gemacht und miteinander verglichen. Ich hatte Schwierigkeiten Unterschiede in der Bildschärfe auszumachen.


Deshalb habe ich bei der letzten Amazon-Aktion bei "Der Marsianer 3D" zugeschlagen - das gibt mir auf dem passiven Stereo-3D-Bildschirm des älteren LG-UHD-OLED die volle HD-Schärfe der Blu-ray mit der 3D-Auflösungs-Zugabe, die von allen Stereoskopie-Freunden seit alten 3D-Dia-Zeiten geschätzt wird...
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