Hilfe bei Lötstellen

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Knegge
Stammgast
#1 erstellt: 07. Jul 2011, 19:02
Hallo liebe MItglieder,
ich bin eher ein stiller mitleser seit mehreren Jahren.
Vor langer Zeit hatte ich einmal angefangen einen Kopfhörerverstärker zu bauen, mit dem Namen Eaton.
Nachdem es lange rumlag ohne wirklich fertiggestellt zu werden hoffe ich auf eure Hilfe.
Ich habe nahezu keine Löterfahrung und wenn ich mir das so anschaue, sieht das auch nicht wirklich gut aus... Da ich jetzt Urlaub habe, würde ich den Kopfhörerverstärker gerne zuende bauen.

PICT0032 Lötstellen


Kann man das so lassen? Wenn nein, kann man alles wieder abnehmen und sozusagen neu anfangen? Ich habe wie gesagt nahezu keine Löterfahrung. Welche Lötzinndicke wär am besten geeignet?

Habt ihr vllt. ein paar gute Tipps, damit die nächsten Lötstellen besser aussehen bzw. könnt ihr mir sagen, was mein Fehler ist?

Vllt. kann jemand von euch ja ein Bild von euch einstellen mit der Rückseite, wie es optimalerweise aussehen sollte.


Wäre euch sehr dankbar!
DjDump
Inventar
#2 erstellt: 07. Jul 2011, 21:58
DIe lötstellen gehen schon, aber ich würde sie nochmal einfach heiß machen, sodass sich ein art kegel bildet
Bild
bei dir sieht das eher nach einer kugel aus.
Ich denke dein Lötkolben war nicht heiß genug, und du hast zu viel Lötzinn genommen. Eine dünne schicht reicht, ähnlich wie beim kleben.

Die dicke vom Lötzinn ist meiner meinung eher nebensächlich. Ich nehme zur zeit 1mm, was für elektronik etwas dick ist, aber immernoch problemlos möglich. Wenn du was neues kaufen willst, würde ich 0.7mm nehmen.

lg, Leo
georgy
Inventar
#3 erstellt: 07. Jul 2011, 22:07
Ich würde bleihaltiges Lötzinn nehmen, falls du das noch nicht hast.
Lötzinn ohne Blei ist schlechter zu verarbeiten.
Knegge
Stammgast
#4 erstellt: 07. Jul 2011, 22:17
Danke für das Bild und die Antworten.

Stimmt bei mir sieht das eher wie eine Kugel aus bzw wie Perlen.
Was ist das "schmierige" um den Lötpunkt drumrum?

Vielleicht liegt es auch an meinem Lötkolben, das ist so ein Billigteil. Denke dieser wird nicht heiß genug, manchmal dauert es relativ lang, bis das Lötzinn anfängt zu schmilzen.
Guitarman95
Stammgast
#5 erstellt: 07. Jul 2011, 22:21
Das 'Schmierige' wird Flussmittel sein. Das beugt Oxidation der Kontaktflächen vor.

Nen Ordentlichen Lötkolben sollte man schon haben. Das macht viele Sachen einfacher.

MfG
georgy
Inventar
#6 erstellt: 07. Jul 2011, 22:24
Ich benutze seit über einem Jahr nen billigen Lötkolben von Conrad, da der gut funktioniert hab ich die Lötstation noch im Umzugskarton.
Wichtig ist wie schon geschrieben dass du Lötzinn mit Blei hast weil sich das besser löten lässt.
Da müsste auf der Lötzinrolle irgendwas mit Pb stehen, z.B. Sn60Pb39Cu1
Guitarman95
Stammgast
#7 erstellt: 07. Jul 2011, 22:34
Ich seit 2 Jahren ein zeimlich 'Günstiges' ding aus dem Baumarkt. Nachdem schon 2 Lötspitzen kaputtgegangen sind, hab ich mir selbst eine gedremelt. Läuft schon seit 1 1/2 Jahren mit der DIY- Spitze und funktioniert super!

Trotzdem macht eine hochwertigere Lötstation vermutlich einiges leichter.

MfG
georgy
Inventar
#8 erstellt: 07. Jul 2011, 22:38
Ich hatte den billigen nur geholt weil meine Lötstation verpackt war.
Bei Billiglötkolben ist oft die Spitze schnell durch, das Conradteil hält.
Guitarman95
Stammgast
#9 erstellt: 07. Jul 2011, 22:41
Ja, meine Waren ebenfalls durch.
Hab ich mir den nächstbesten Zelt-Hering geschnappt und mal ne ordetnliche Spitze drangemacht. Das funktioniert bestens, Und ersetzen musst ich das Ding, wie schon erwähnt, noch kein einziges mal.


MfG
detegg
Inventar
#10 erstellt: 08. Jul 2011, 15:44

Guitarman95 schrieb:
Hab ich mir den nächstbesten Zelt-Hering geschnappt und mal ne ordetnliche Spitze drangemacht.

... DIY at his best!

@Knegge
... welchen Lötkolben und welches Lot verwendest Du?
Die Lötstellen sehen eher nach "Brateisen" aus

;-) Detlef
rebel4life
Inventar
#11 erstellt: 09. Jul 2011, 20:44

DjDump schrieb:
DIe lötstellen gehen schon, aber ich würde sie nochmal einfach heiß machen, sodass sich ein art kegel bildet


Die Lötstellen die ich überflogen hab sind eigentlich alle kalt. Und einen Kegel bekommst du beim nur reinen "hingehen" nur, wenn noch Flussmittel dran ist, du ne leere Hohlkehle hast oder die Platine durchkontaktiert ist (hier nicht der Fall), da der TS sicherlich keine Hohlkehle hat, muss man zuerst das überschüssige Lot mittels Litze entfernen und dann komplett neu löten. Und bitte weniger Lot. Nochmal heiß machen nützt selbst wenn Bedingungen ala Durchkontaktierung oder leere Hohlkehle erfüllt sind nichts, denn man braucht immer Flussmittel. Alles andere wäre kleben.

Beim Lot Sn60Pb38Cu2 oder Sn60Pb40, bleifrei braucht man nicht. Achte darauf dass es eine Flussmittelseele hat, ggf. noch Flussmittel dazu kaufen, ist hier aber nicht erforderlich.

Was nicht fehlen darf: Polibloc und dazu ein Glasfaserstift. Lötlack SK10 natürlich auch nicht. Wieso das ganze Zeug? Polibloc um die Platine beim Beginn zu reinigen, wenn schon Lötpunkte drauf sind, dann kommt man mitm großen Poliblock leider nicht mehr so gut hin, daher der Glasfaserstift, der ist außerdem für korrodierte Kontakte auch praktisch. Am Ende SK10 drüber, dadurch korrodiert die Platine nicht so stark, bei dir wäre das in dem Fall jetzt nicht ganz so schlimm, denn bei dir sind alle Pads verzinnt, ist aber dennoch praktischer solltest du mal andere Lochrasterplatinen verwenden.

Nochmal zu den Lötstellen: viel zu viel Lot und das vermutlich weil dein Lötkolben zu wenig Leistung hat und ungeregelt ist, daher lieber eine Lötstation kaufen die ordentlich Leistung hat, die WS81 von Weller sind hier zwar recht gut, aber fürs gelegentliche Basteln für die meisten zu teuer, daher würde ich z.B. eine Station von Aoyue empfehlen, die billigen Reihen gehen so, Ersatzteile gibt es bei vielen Versendern und Aoyue hat auch höherpreisiges im Programm.

MFG Johannes
Bertl100
Inventar
#12 erstellt: 10. Jul 2011, 13:49
Hallo,

also ich finde, dass die Lötstellen für den ersten Versuch gar nicht so schlecht aussehen.

Ich glaub gar nicht, dass da so viele kalt sind.
Ist halt nur zu viel Lötzinn. Aber es ist ja nur für den Heimbedarf! Und es muß auch keine 50 Jahre halten!

Das Problem an den Lötstellen ist "nur", dass man sie so (kugelförmige Lötperle, drumrum Flußmittel) sehr schlecht vernünftig beurteilen kann!

Vom "einfach nochmal heiß machen" der Lötstellen würde ich auch dringend abraten.

Gruß
Bernhard
Knegge
Stammgast
#13 erstellt: 11. Jul 2011, 20:13
Vielen Dank für eure Antworten.
Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, weiterzumachen


Vom "einfach nochmal heiß machen" der Lötstellen würde ich auch dringend abraten.


Wieso? eigentlich dürften sie ja dann nicht mehr Kugelförmig sein, oder sehe ich das falsch?



Ich denke ich werde mir mal die Tage Entlötlitze oder eine Entlötpumpe kaufen und versuchen das wieder halbwegs gerade zu biegen.
Danke für den Tipp mit dem Glasfaserstift. Einige Kontakte schon ganz leicht korrodiert, also dunkler geworden sind.

Ich werde mal morgen dann euch die Lötkolben zeigen
Hab ein ganz "besonderes" Stück gefunden, welches eher aussieht wie ein Vorkriegsmodell womit man Panzer zusammenschweißen könnte.
ics1702
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 11. Jul 2011, 20:25

Knegge schrieb:

Hab ein ganz "besonderes" Stück gefunden, welches eher aussieht wie ein Vorkriegsmodell womit man Panzer zusammenschweißen könnte.


Also zu viel Leitung ist auch nicht gut. 15 Watt bei ungeregeltem Lötkolben und 60 Watt bei einer Lötstation reichen aus. Mehr Leistung bei ungeregelten Lötkolben zerstört dir nur die Bauteile und die Leiterbahnen lösen sich durch die Hitze ab.
Deinen Panzerlötkolben kannst du besser für Dachrinnen,HF-Gehäuse, Tiffany-Basteln oder zum Verzinnen von Starkstromleitungen (macht man aber nicht ) nehmen :-)

Wichtig ist eine saubere Lötspitze. Zur Not die Spitze an einem feuchten Schwamm immer wieder zwischendurch abstreifen. Ein ganz kleinen wenig Lötzinn danach auf die Lötspitze geben, dann die Leiterbahn und den Anschlussdraht des Bauteils erwärmen und jetzt erst mit einem feinen Lötzinn (mit Flussmittelseele) die Löstspitze und den Anschlussdraht/Leiterbahn berühren. Das Lötzinn sollte jetzt sofort schmelzen und bei bleihaltigem Lötzinn eine glänzende Verbindung zwischen Leiterbahn und Bauteil hergestellt haben, ohne Kugel . Bei bleifreiem Lot glänzt die Lötstelle aber nicht.

Gruß Thomas


[Beitrag von ics1702 am 11. Jul 2011, 20:34 bearbeitet]
rebel4life
Inventar
#15 erstellt: 11. Jul 2011, 21:26

ics1702 schrieb:
Zur Not die Spitze an einem feuchten Schwamm immer wieder zwischendurch abstreifen.


Das macht man nicht nur zur Not, das ist standard.

MFG Johannes
sladi24
Stammgast
#16 erstellt: 13. Jul 2011, 23:31
Mit einem starken Kolben gehts schneller, wenn man es kann, aber manche Bauteile werden bei 15 Watt schwer heiß (Brückengleichrichter vieleicht).

Hier ein Vergleich: http://www.youtube.com/watch?v=Vh9pWu6K6tc
Bei Youtube gibt's viele Anleitungen zum Löten.

Ich hab mir schwer getan, das gute Lot zufinden, das schlagartig fest wird.
Dieses eutektische Lot hat zB die Legierung Pb63/37.

Das normale Pb60/40 hat eine Temperaturspanne und wenn man wackelt bevor sie erstarrt, dann ist es eine kalte Lötstelle (stumpf statt glänzend).

Bei Conrad gibt's Sn62Pb36Ag2, aber sauteuer und mit dem Silberanteil für SMD Bauteile geeignet, da deren Kontakte (meist?) Silber enthalten und die Lötstelle mit diesem Lot länger hält.

Je dünner (Querschnitt) das Lot, desto einfacher ist es, die richtige Menge zu treffen, das dünnere ist zB. auch teurer.

Ich hab mit dem Conrad Kolben auch den Pimeta Verstärker gelötet, wenn Du den dreh raus hast, merkst Du es.

Flußmittelstifte sind praktisch, immer vorher verwenden, dann fließt das Lot.


[Beitrag von sladi24 am 13. Jul 2011, 23:39 bearbeitet]
Judaz
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 13. Jul 2011, 23:40
gibts überhaupt noch so stark bleihaltigen lötzinn? ich bange schon um meine letzte rolle. ich glaub ich hab ma gelesen dass sogar allgemein bleihaltiger lötzinn nicht mehr verkauft werden darf (bzw pb40 hab ich neulich mal gesehn, aber mehr nur bei mir daheim :D)
sladi24
Stammgast
#18 erstellt: 14. Jul 2011, 00:08
Bei Mouser gibt's noch welches, 0,5mm ab 20€.
rebel4life
Inventar
#19 erstellt: 14. Jul 2011, 00:56
Bleihaltiges Lot bekommt man noch problemlos her:

http://www.mercateo....-en29453-din-en29454

MFG Johannes
Judaz
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 14. Jul 2011, 01:14
cool danke für die info wieder was gelernt. was bleibt ist allerdings die frage: da gabs doch irgentne richtlinie oder irre ich mich da?
Bertl100
Inventar
#21 erstellt: 14. Jul 2011, 07:38
Hallo,

das dürfte die RoHS-Richtinie sein. Die betrifft aber meines Wissens nach nicht den Heim- und Hobbybereich.

Auch im Automobil- und LKW-Bereich gibt es noch Ausnahmeregelungen, hier wird noch einiges an bleihaltigem Lot verbaut!

Gruß
Bernhard
kore
Stammgast
#22 erstellt: 14. Jul 2011, 08:54
ich hab da mal ne frage: wie soll der verstärker denn funktionieren? weil im moment sehen mir die lötpunkte nicht wirklich "verbunden" aus.. einfach nur wie reingesteckte und an den lötinseln angelötete bauteile...
detegg
Inventar
#23 erstellt: 14. Jul 2011, 10:07

Knegge schrieb:
Nachdem es lange rumlag ohne wirklich fertiggestellt zu werden hoffe ich auf eure Hilfe.


Knegge schrieb:
Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, weiterzumachen :(



Detlef
rebel4life
Inventar
#24 erstellt: 14. Jul 2011, 10:16

Bertl100 schrieb:

Auch im Automobil- und LKW-Bereich gibt es noch Ausnahmeregelungen, hier wird noch einiges an bleihaltigem Lot verbaut!


Nur falls es jemanden interessiert - gerade dieser Industriezweig hat nach bleifreiem Lot geschriehen. Selber haben se aber noch Ausnahmegenehmigungen, genauso wie Raum- und Luftfahrt, denn es gibt schlichtweg noch keine Langzeiterfahrungen.

Bei der RoHS fallen auch Kleinserien raus.


MFG Johannes
sladi24
Stammgast
#25 erstellt: 15. Jul 2011, 17:39
Hier zB kann man schön sehen, wie man lötet, und wie der passende Durchmesser vom Lot das vereinfacht.
video


[Beitrag von sladi24 am 15. Jul 2011, 17:42 bearbeitet]
rebel4life
Inventar
#26 erstellt: 18. Jul 2011, 00:34
Ich hab das Video nicht komplett angeschaut sondern nur ein wenig rumgespult.

Und einige Dinge sind grausam. z.B. dass er den SMD Widerstand in 0603 oder was das ist einseitig anlötet ohne Zuführung von Lot, Widerstand schepps, er lötet dabei seine erste Lötstelle nicht mit Flussmittel nach, sprich die ist gar nix.

Das auf dem Video sieht für mich nach vergoldeten Pads aus, sprich die muss man erst entgolden, ansonsten werden die Lötstellen spröde. Das hat der Herr in dem Video nicht gemacht. Zudem hat er eine viel zu spitze Lötspitze gewählt.

MFG Johannes
peterpantau
Stammgast
#27 erstellt: 23. Jul 2011, 20:00
Hey,
da stimme ich dem „rebel4life“ voll und ganz zu.
Das Video ist ein Witz!
Würden wir so Löten, hätten wir zu mindestens 80 % Ausschuss!


Grüße
peterpantau


[Beitrag von peterpantau am 23. Jul 2011, 20:02 bearbeitet]
sladi24
Stammgast
#28 erstellt: 24. Jul 2011, 10:02
Danke, der ist wohl eher für den Entwurf von Schaltungen zuständig.

Hier ist noch ein Video (zB bei 3m10s):
youtube


[Beitrag von sladi24 am 24. Jul 2011, 10:04 bearbeitet]
peterpantau
Stammgast
#29 erstellt: 24. Jul 2011, 19:20
Hey,
"ics1702" schrieb:
Zur Not die Spitze an einem feuchten Schwamm immer wieder zwischendurch abstreifen.
"rebel4life" meint:
Das macht man nicht nur zur Not, das ist Standard.

und ich sage heutzutage braucht man doch keinen feuchten Schwamm, sondern -
http://www.elv.de/Louml;tspitzen-Abstreifschwamm-mit-Tischstauml;nder/x.aspx/cid_74/detail_10/detail2_4104/flv_/bereich_/marke_


Grüße
peterpantau


[Beitrag von peterpantau am 24. Jul 2011, 19:31 bearbeitet]
rebel4life
Inventar
#30 erstellt: 24. Jul 2011, 21:15
Genau dieses Zeug nutzt die Spitze eben stark ab.

Der Schwamm ist sehr viel besser, gerade bei sehr viel Lötstellen pro Tag hält da ne Spitze deutlich länger.

MFG Johannes
Bertl100
Inventar
#31 erstellt: 24. Jul 2011, 21:22
Hallo zusammen,

interessant! Ich habe das Gegenteil gehört! Nämlich dass sich die Spitze durch die Thermoschocks beim Abwischen auf dem nassen, kalten Schwamm stärker altert als mit dieser "Reinigungswolle"!

Gruß
Bernhard
rebel4life
Inventar
#32 erstellt: 24. Jul 2011, 21:26
Bei dem IPC Class 3 Kurs bzw. beim Löten in der Luft- und Raumfahrt wird das so beigebracht.

Wer wird also Recht haben?


PS: So stark kühlt die Spitze nicht ab, denn man feuchtet den Schwamm an, macht ihn nicht nass. Das machen viele - dann ist es klar, dass die Spitze nicht so lange hält.

MFG Johannes
Bertl100
Inventar
#33 erstellt: 24. Jul 2011, 21:48
... na vermutlich Du!

Mein Arbeitskollegen haben mir halt gesagt, dass diese Lötspitzenreiniger die Lötspitze besser schonen als ein feuchter Schwamm.
Überprüft hab ich das nicht weiter.

Ich verwende ohnehin immer noch den Schwamm :-)

Gruß
Bernhard
sladi24
Stammgast
#34 erstellt: 25. Jul 2011, 12:59
Ich hab einen KH-Verstärker nur mit Schwamm und Billiglötkolben zusammengebaut.
Die Spitze war zum Schluß nicht am Ende.

Die Wolle hat mir drei Portasolspitzen innerhalb kurzer Zeit zerstört. Das Lot war das teure SMD-Lot vom Conrad, und dessen Flußmittelkern ist ein mildes.
Das Flussmittel greift die ja auch an.
detegg
Inventar
#35 erstellt: 25. Jul 2011, 13:04
Die 3 Lötspitzen meiner Weller WHCP halten jetzt seit >15 Jahren. Gereinigt wird mit feuchtem Schwamm.

;-) Detlef
peterpantau
Stammgast
#36 erstellt: 25. Jul 2011, 19:10
Hey,
man sollte nicht an eine Lötspitze Sparen.
Seit fast 30 Jahren benutze ich so etwas -
http://http://www.el...flv_/bereich_/marke_
Mit der Wolle gabs nie Probleme.

Grüße
peterpantau
Hmeck
Inventar
#37 erstellt: 25. Jul 2011, 21:19
Löten ist ja immer wieder DAS Thema - da will ich nicht abseits stehen.
Klar ist: Das verzunderte Zeug muss runter. Egal wie. Ich benutze einen kleinen, festen Baumwoll-Lappen, trocken, aber doppelt oder dreifach genommen. Einfach abwischen. Ab + zu die Zinnflusen abschütteln. Geht schneller als die Feuchte-Schwamm-Nummer.

Grüße, Hmeck


[Beitrag von Hmeck am 25. Jul 2011, 21:20 bearbeitet]
georgy
Inventar
#38 erstellt: 25. Jul 2011, 21:21
Man kann auch ein Tempo nehmen.
Ich hatte mal einen Billiglötkolben bei dem die Spitze einen ganzen Monat hielt, trotz Pflege.
DjDump
Inventar
#39 erstellt: 25. Jul 2011, 21:35
Ich nehm immer Stahlwolle zum saubermachen, klappt sehr gut, besser als Schwamm und Co, aber ich befürchte, dass die Wolle die Spitze abträgt, wenn ich zu oft abwische. Was haltet ihr davon?

Leo
georgy
Inventar
#40 erstellt: 25. Jul 2011, 21:40
Kommt drauf an wie fein die Stahlwolle ist und wie doll man dran reibt.
tsieg-ifih
Gesperrt
#41 erstellt: 25. Jul 2011, 21:53
Hallo,
interessanter Fred .

detegg schrieb:
Die 3 Lötspitzen meiner Weller WHCP halten jetzt seit >15 Jahren. Gereinigt wird mit feuchtem Schwamm.
;-) Detlef

Weller find ich gut, aber ich wünschte ich hätte so wenig zu tun. 15 Jahren 3 Lötspitzen ist sagenhaft
detegg
Inventar
#42 erstellt: 25. Jul 2011, 22:57

tsieg-ifih schrieb:
15 Jahren 3 Lötspitzen ist sagenhaft ;)

... ich betreibe das Ganze zu Hause als Hobby

;-) Detlef
WarlordXXL
Inventar
#43 erstellt: 26. Jul 2011, 00:20
Hey ho

Jetzt geb ich auch mal meinen Senf dazu.

Die Lötstellen sehen wirklich nicht dolle aus. Glaub aber auch nicht, dass die fast alle kalt sind. Das lässt sich mit nem Bild sowiso nicht richtig erkennen. Ne Lötstelle muss nicht unbedingt ne hohlkehle haben oder glänzen (schön wenns so ist) . In der Elektroniker Ausbildung wird es aber so beigebracht. Ist Elektrisch gesehen aber teilweise unfug. Lötest du z.b. über 350C dann verdampft das Flussmittel so schnell, das die Lötstelle einfach nicht mehr glänzt. Trotzdem kann sie elektrisch perfekt sein. Die Kugel form ist immer so ein Problem. Wenn man ne hohlkehle hat, kann man sicher sein, das der draht auch benetzt ist und nicht irgendwo unter der Kugel evtl nicht richtig verlötet wurde. Ist aber wie gesagt nicht zwingend so.

Wichtig beim Löten:

- Bleihaltiges Lot (gibts billig bei reichelt)
- die richtige Temperatur machts.....325-350C bei Lochraster oder normalen Hifi Platinen
- WICHTIG: die Lochrasterplatine vorher reinigen/von Kupferoxid befreien (es muss kein Poliblock sein: ganz feines Schleifpapier (800-1000er Körnung) tut es auch
- Lötlack kann man verwenden, muss man aber nicht. Wenn man die Platine aber länger als 1Tag ruhen lässt, sollte man sie wieder neu abschleifen, wenn man ohne Lötlack arbeitet
- mit der Spitze des Kolbens die Lötstelle vorher kurz erwärmen und dann erst Lot hinzugeben
- nicht zu lange drauf rum braten....das Flussmittel sollte nicht komplett verdampfen
- nicht zu viel Lot......wenn ne Kugelform raus kommt, wars zu viel

Zum Reinigen der Lötspitze:

Ein feuchter Lötschwamm ist optimal. Der Hersteller Weller gibt das auch so vor. Und an die Qualität dieser Lötwerkzeuge kommt nix ran. Die werden wissen wie es gemacht wird.

Die Spitzen von wertigen Lötstationen können die Temperaturunterschiede locker ab.....

Entlötwolle oder ähnliches geht auch....aber aus meiner persönlichen Erfahrung reinigen die die Spitze mehr schlecht als recht.

Meine Lötspitze hält jetzt schon ca 1,5Jahre.....und wer mich kennt der weiß das dass bei mir was heißen will.

PS: Das Video ist ja mal hart: Bauteile tot braten for insiders!

MFG

Micha


[Beitrag von WarlordXXL am 26. Jul 2011, 00:32 bearbeitet]
tsieg-ifih
Gesperrt
#44 erstellt: 26. Jul 2011, 13:09

detegg schrieb:

tsieg-ifih schrieb:
15 Jahren 3 Lötspitzen ist sagenhaft ;)

... ich betreibe das Ganze zu Hause als Hobby

;-) Detlef

Ich hatte früher auch geflunkert
tsieg-ifih
Gesperrt
#45 erstellt: 26. Jul 2011, 15:12

Bertl100 schrieb:
interessant! Ich habe das Gegenteil gehört! Nämlich dass sich die Spitze durch die Thermoschocks beim Abwischen auf dem nassen, kalten Schwamm stärker altert als mit dieser "Reinigungswolle"!


Hmeck schrieb:
Ich benutze einen kleinen, festen Baumwoll-Lappen, trocken, aber doppelt oder dreifach genommen. Einfach abwischen. Ab + zu die Zinnflusen abschütteln. Geht schneller als die Feuchte-Schwamm-Nummer.

Es kommt darauf an ob eine veredelte oder unveredelte Lötspitze verwendet wird. Bei veredelten Spitzen sind Chemikalien, Stahlwolle, Salmiakstein und Ähnliches tabu, da die Spezialbeschichtung angegriffen wird. Bei unveredelten Spitzen ist das egal, die halten eh nicht lange (aber es kommt darauf an was man macht)


WarlordXXL schrieb:
Lötest du z.b. über 350C dann verdampft das Flussmittel so schnell, das die Lötstelle einfach nicht mehr glänzt. Trotzdem kann sie elektrisch perfekt sein. Die Kugel form ist immer so ein Problem

Ja bei Kugelform weiss man nie genau ob unten richtiger Kontakt besteht (Wackelkontakt). Eine Kugel hat geometrisch gesehen die geringste Oberfläche , zudem kann die Löt-Stelle aufgrund der geringen Kontaktfläche bei Beanspruchung sich schneller lösen was ja auch logisch ist. Am besten mal am Bauteil wackeln und schauen was passiert
Generell ist bleihaltiges Lot besser und schonender für die Bauteile, da nicht so hohe Temperaturen erforderlich sind.
Einige behaupten sogar Blei klingt besser

Bei älteren Geräten und Reparaturzwecken ist Bleilot erlaubt (früher gab es nur Bleilot)
Bleifrei Bestimmungen geltend nach RoHs ab 1. 7. 06 für neu in Verkehr gebrachte Elektro- und Elektronikgeräte gibt es viele Ausnahmen, im Luft- und Raumfahrt-, Militär- und Medizinbereich. Bleifreies Lot muss öfters sporadisch nachverzinnt werden und erfordert eine höhere Temperatur und halten nicht lang.

Ein weitverbreiteter Irrglaube ist dass Lötstellen glänzen müssen. Das ist bei bleifreiem Lot nicht immer und wenn 2 % Silber im Lot enthalten ist sind alle Lötstellen auch matt. Von reinem Silberlot halte ich nichts da diese brüchig werden.

Generell ist heiss und kurz löten besser was nur über eine richtige Lötstation geht. Das Saubermachen gegen Verzundung (das Schwarze an der Lötspitze) mit einem feuchten Schwämmchen macht einer guten Lötstation nichts aus, da immer genug Temperatur-Reserve vorhanden ist.

z.B. Weller WECP20 Industrie Standardgerät reicht und kann permanent auf 300 bis 450 ° C stehen wenn man weiss wie es geht und was man lötet , da geht nichts kaputt.
Von den Billigdingern halte ich nichts, einige sind sogar lebensgefährlich, na ja fürs Gelegentliche reichts ja, aber fürs richtige Löten ist das Schrott, habe da so meine Erfahrungen

Eine richtige Lötstation hat Schutzkleinspannung, arbeitet mit optimaler Leistung die regelbar ist und wird unter galvanischen Trennung betrieben und ist somit optimal für elektronische Lötarbeiten geeignet
peterpantau
Stammgast
#46 erstellt: 26. Jul 2011, 17:34
Hey,
zitat aus Weller-Prospekt -
https://www.distrele...D0A692C628.chdist140

"WDC-Dry Cleaner
Die Lösung für Reinigungsprobleme mit bleifreien Loten
Entfernt gezielt Oxide auf der Oberfläche der Lötspitze
Antistatisches Gehäuse mit Softkante für Grobreinigung der Lötspitze
Gegenüber dem Schwamm bietet die spezielle Edelstahlwolle den grossen Vorteil, dass sie auf der Spitze eine dünne Restlotschicht zurücklässt, welche eine sofortige Oxidation der Eisenschicht verhindert"

Auch die sind auf den Hund gekommen.
Die Preise für Weller-Lötstationen sind nicht gerade Taschengeld würdig.
Dagegen gibt es hier -
http://www.elv.de/Lötstationen/x.aspx/cid_74/detail_1/detail2_651
bereits ab 15 Euro eine 48-Watt Lötstation.


[Beitrag von peterpantau am 26. Jul 2011, 17:35 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#47 erstellt: 26. Jul 2011, 17:50
... ich will ja nicht lästern.
Aber eine Lötstation für 15 Euro die kann doch nichts taugen!

Gruß
Bernhard
tsieg-ifih
Gesperrt
#48 erstellt: 26. Jul 2011, 19:04
Der "platzsparende" Mini Spar-Trafo sagt alles, der Rest ist vermutlich auch nicht besser.
In Industriebetrieben wäre sowas natürlich nicht zugelassen.
In der Beschreibung steht sogar dass diese 15 Euro Lötstation nicht unnötig lange einer hohen Temperatur eingestellt bleiben darf
Unbeaufsichtigt würde ich sowas nicht anlassen.
WarlordXXL
Inventar
#49 erstellt: 26. Jul 2011, 19:12

peterpantau schrieb:
Hey,
zitat aus Weller-Prospekt -
https://www.distrele...D0A692C628.chdist140

"WDC-Dry Cleaner
Die Lösung für Reinigungsprobleme mit bleifreien Loten
Entfernt gezielt Oxide auf der Oberfläche der Lötspitze
Antistatisches Gehäuse mit Softkante für Grobreinigung der Lötspitze
Gegenüber dem Schwamm bietet die spezielle Edelstahlwolle den grossen Vorteil, dass sie auf der Spitze eine dünne Restlotschicht zurücklässt, welche eine sofortige Oxidation der Eisenschicht verhindert"

Auch die sind auf den Hund gekommen.
Die Preise für Weller-Lötstationen sind nicht gerade Taschengeld würdig.
Dagegen gibt es hier -
http://www.elv.de/Lötstationen/x.aspx/cid_74/detail_1/detail2_651
bereits ab 15 Euro eine 48-Watt Lötstation. :D



Das gilt vielleicht für Bleifreies Lot.....aber das benutzt kein Elektroniker der etwas ahnung hat. Es bietet nur nachteile gegenüber Bleihaltigem.......

Und Bleifrei ist nur für Neugeräte vorgeschrieben. Für reperaturen ist das bleihaltige erlaubt.

Und bei dem Schwamm bleibt auch immer eine kleine restmenge lot auf der Spitze...ist zumindest bei meiner so....

Und zum Thema Weller = teuer

Ich hab für meine Station rund 200 Euro bezahlt....dafür weiß ich was ich hab....kann die Spitzen ohne Probleme nachbestellen und kann auch große Flächen ohne Probleme löten. Das kannst du mit ner billigen vergessen....die bringen die Temperatur nicht schnell genug an die Spitze.

Ich hatte vorher auch schon diverse Erfahrungen mit billigeren Stationen (Voltcraft =50Euro etc.) Diese waren aber im Vergleich zur jetzigen 25Klassen schlechter...Auch die hoch gelobten ERSA (mittlere Preisklasse) kommen lange nicht an Produkte von Weller heran.

Also wenn man ofter Lötet so sollte man auch im Hobby berreich ein mal das Geld investieren. Die Stationen halten auch ohne Probleme 20 Jahre und länger...

MFG

Micha


[Beitrag von WarlordXXL am 26. Jul 2011, 19:14 bearbeitet]
peterpantau
Stammgast
#50 erstellt: 26. Jul 2011, 19:53
Hey,
ich habe nicht gesagt das man eine Lötstation für 15 Euronen kaufen soll, aber es muss nicht unbedingt einer für 200 werden.
Beispiel - 1984 erwarb ich diesen Bausatz von ELV -
http://www.elv.de/EL...cid_726/detail_33406
inklusive Lötkolben LV50 und 6 verschiedene Lötspitzen ohne Gehäuse für etwa 60 DM.
Und damit Arbeite ich, fast täglich, bis heute!
Fazit: es muss nicht immer Weller sein.:D

Grüße
peterpantau


[Beitrag von peterpantau am 26. Jul 2011, 19:59 bearbeitet]
WarlordXXL
Inventar
#51 erstellt: 26. Jul 2011, 20:39

peterpantau schrieb:
Hey,
ich habe nicht gesagt das man eine Lötstation für 15 Euronen kaufen soll, aber es muss nicht unbedingt einer für 200 werden.
Beispiel - 1984 erwarb ich diesen Bausatz von ELV -
http://www.elv.de/EL...cid_726/detail_33406
inklusive Lötkolben LV50 und 6 verschiedene Lötspitzen ohne Gehäuse für etwa 60 DM.
Und damit Arbeite ich, fast täglich, bis heute!
Fazit: es muss nicht immer Weller sein.:D

Grüße
peterpantau


Ja, da hast du schon recht. Es gibt mit Sicherheit auch günstige Qualitativ brauchbare Produkte.......

Aber glaub mir...wer einmal Weller hatte will wieder Weller

MFG

Micha
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