Laufzeit messen (LZK)

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-mKay
Stammgast
#1 erstellt: 23. Aug 2013, 11:06
Hallo,
ist es möglich die Laufzeit, bzw die Laufzeitdifferenz der Lautsprecher zu messen?

Ich habe das Kirchner Messmikrofon und Praxis.

Stelle mir das so vor, dass mir dir Software ein Signal generiert welches ich per Line IN in meine Anlage schleuse und am Hörplatz das Mikrofon platziert ist welches dann das Signal erkennt.

So habe ich die Gesamtlaufzeit von PC bis Mikro.
Mache ich das mit allen Chassis kann ich ja die Differenz ermitteln.

Nur wie geht das?

Grüße
Tobi
zuckerbaecker
Inventar
#2 erstellt: 23. Aug 2013, 11:10
Das wird zu ungenau.

Messe die Entfernung mit dem Zollstock,
gebe das in den DSP ein und regle dann nach Gehör nach.
Natürlich für HT und TMT getrennt.
-mKay
Stammgast
#3 erstellt: 23. Aug 2013, 11:15
Ja so habe ich das aktuell, aber ich habe mich halt gefragt ob es da nicht eine genauere Möglichkeit gibt.

Warum wird das zu ungenau? Die Laufzeit durch Notebook, Radio, DSP und Endstufen sollte doch idr. fast identisch ein.


[Beitrag von -mKay am 23. Aug 2013, 11:15 bearbeitet]
'Stefan'
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 23. Aug 2013, 11:43
Die Möglichkeit zur Messung der Laufzeit gibt's natürlich.
Mit ARTA 2-kanalig die Impulsantwort messen, dann hast du die absolute Verzögerung direkt angezeigt, 1-kanalig nur relativ mit Referenz bei 300 Samples.

Problem dabei:

Du misst zwar die Laufzeit mit Berücksichtigung des Schallentstehungsortes (die "gesehene" Laufzeit stimmt nicht mit der tatsächlichen Laufzeit überein, die "Zollstockmethode" ist nicht ganz korrekt), dabei werden aber im Auto quasi immer auftretende Effekte wie die Summenlokalisation ausgelassen.
D.h. in Näherung wird das Ergebnis stimmen, ABER:
Durch Reflexionen hast du je nach Einbauort und Bündelungsverhalten/Trennfrequenz des zu messenden Lautsprechers mal mehr oder weniger Abweichung drin, weil du ggf. eine Phantomschallquelle hörst, die zwischen tatsächlicher Lautsprecherposition und reflektierender Fläche, bspw. Seitenscheibe, liegt.
Je nach Laufzeitunterschied und Pegelverhältnis zwischen tatsächlicher und virtueller Schallquelle verschiebt sich der Ort der wahrgenommenen Schallquelle entsprechend.

Praktisch würde ich bei einem Hochtöner eher über Gehör arbeiten, bei einem deutlich früher bündelnden Breitbänder wird man mit der gemessenen Laufzeit schon sehr nahe am richtigen Ergebnis liegen.
Beim T(M)T bevorzuge ich ebenfalls die Methode über Gehör.

Hier:

http://dl.dropboxusercontent.com/u/19090537/Arta.pdf

jedenfalls 'ne Anleitung dazu. Da wird sowohl die relative als auch die absolute Methode beschrieben.
Eventuell auftauchende Fragen sind in dem Thread:

http://www.klangfuzz...ghlight=impulsanfang

mit hoher Wahrscheinlichkeit beschrieben.



[Beitrag von 'Stefan' am 23. Aug 2013, 11:47 bearbeitet]
-mKay
Stammgast
#5 erstellt: 23. Aug 2013, 19:16
Danke für die Antwort Stefan,
die Anleitung aufm Fuzzi habe ich später dann auch über die Suche gefunden.
Prinzipiell finde ich dort die 2-Kanal Messung sehr interessant, aber leider hat mein Notebook nur einen Mic In und kein Line In, sprich der Eingangspegel beim Durchschleifen wird vermutlich zu hoch sein.

Testen konnte ich das bisher noch nicht mangels Kabel ...

Also sehe ich das richtig, dass es zwar zu messen geht (siehe ARTA) aber eben nur mit der 2-Kanal Methode sinnvoll?

Mein Problem ist, dass trotz passendem Pegel von links zu rechts ich den Fokus meist extrem weit links habe.
Evtl ein Peak im Frequenzverlauf meiner Breitbänder, muss ich nochmal drübermessen.

Falls trotzdem noch wer andere, evtl exotischere oder einfachere Messmethoden hat, immer her damit

Grüße
Tobi
'Stefan'
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 23. Aug 2013, 19:28

mKay schrieb:
Also sehe ich das richtig, dass es zwar zu messen geht (siehe ARTA) aber eben nur mit der 2-Kanal Methode sinnvoll?


Beide Methoden funktionieren (im genannten Rahmen), die "absolute" ist eben bequemer.


Mein Problem ist, dass trotz passendem Pegel von links zu rechts ich den Fokus meist extrem weit links habe.


Dann würde ich mir -- wie von dir schon gesagt -- erstmal angucken, inwiefern die Frequenzgänge L/R voneinander abweichen.
Wichtig ist, L und R akustisch (!) gleich zu trennen und den Frequenzgang L/R insgesamt möglichst kongruent zu halten!
Mit einer Berg- und Talfahrt zieht's dir bei den jeweiligen Problemstellen natürlich den Fokus nach links oder rechts.



[Beitrag von 'Stefan' am 23. Aug 2013, 19:28 bearbeitet]
Micha_oder_so
Stammgast
#7 erstellt: 23. Aug 2013, 20:53
Gebe einfach mal meine Meinung mit ab.

Persönlich finde ich es mit Arta ermittelt und eingestellt am besten.
Braucht natürlich einiges an Übung, darf man nicht gleich aufgeben, bis alles funktioniert, beim Einstellen.
Nicht gleich aufgeben.
Sieht man auch die Phasenlage der Lausprecher.
Suche:
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