CT193 High End vers. Cheap Trick - oder was bringt Gehäusetuning

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b_buck
Stammgast
#1 erstellt: 05. Mai 2005, 16:45
Hi Folks,
durch einen glücklichen Zufall bin ich an ein zweites Pärchen CT193 (danke nochmals Wolfgang) gekommen. Der edle Spender hat im Gegensatz zu mir einen erheblichen Aufwand beim Gehäusebau betrieben. Grund genug den heutigen Vatertag zum ausgiebigen Vergleichshören zu nutzen bevor die Boxen in den Besitz meines Sohns übergehen. Kommen wir also zu den kleinen aber feinen Unterschieden:

1. CT193 built real cheap (CT):
Mein Paar sollte mit möglichst geringem finanziellem Aufwand „nur mal so zwischendurch“ in unserem Büro die grausamen Fertigteile einer Kompaktanlage ablösen. Da aber auf dem Regal nur wenig Platz ist müssen sie auch noch auf der Seite liegen:



Also habe ich mir einfach den Bausatz besorgt und aus 18mm profanem Kiefernholz das Gehäuse gebaut. Damit das ganze halbwegs zum Regal passt habe ich das Gehäuse Buchenfarbig lasiert und fertig!


2. CT193 built slightly different (HE):

Wolfgang legt sehr viel Wert auf schwingungsarme Gehäuse und hat den CT193 wie folgt aufgebaut:
• Material: 19 mm MDF, schwarz gebeizt und gewachst
• Außenmaße auf 178x450x370mm geändert wg. zusätzlichen Versteifungen und Fliesen
• Originalweiche ala CT193 & Zusatzmagnet
• Hornresonator am engsten Querschnitt leicht abgerundet
• „Strohhalmbedämpfung“ zusätzlich zur Dämmwatte



Diese Modifikation hat nicht nur eine Gewichtszunahme (CT= 5,7 kg/Box vers. HE= 14,7 kg/Box) sondern auch eine erhebliche Verbesserung beim „Klopftest“ zur Folge. Während die CT halt nach leerem Kasten klingt meint man beim HE fast auf Stein zu klopfen.



Der Größenvergleich zeigt die geänderten Gehäusemaße.

Der direkte Hörvergleich im selben Raum und natürlich mit gleicher Kette:



Kommen wir zum spannenden Teil: was hat es gebracht? Die Widergabe der HE – Version war wie zu erwarten im Bassbereich besser. Die Konturen kommen deutlicher heraus wenn es auch nicht tiefer in den Keller geht. Es sind deutlich weniger Resonanzen vorhanden und das Gehäuse spielt ruhiger. Was mich jedoch überraschte war der Hochtonbereich. Dieser viel bei der CT-Version etwas spritziger manchmal sogar mit unangenehmen S-Lauten auf. Bei der HE – Version war die Hochtonwiedergabe jedoch deutlich schlechter, zurückhaltend – kurz gesagt zu schwach. Dieses lässt sich wohl kaum auf das Gehäuse zurückführen. Ich vermute einen unterschiedlichen Weichenaufbau wobei der Sperrkreis bei beiden Boxen nicht mehr zu sehen ist. Wahrscheinlich unterscheiden sich die Kondensatoren – evtl. Elko/MKP oder der Kompensationsmagnet zeichnet hierfür verantwortlich.

Die Gretchenfrage: lohnt sich die Mühe?
Meiner Meinung nach schon. Auch wenn die Unterschiede das Ohr nicht „anspringen“ sind sie für den kritischen Hörer ohne Mühe deutlich hörbar. Bei kleinen geschlossenen Boxen ist dergleichen sicherlich übertrieben doch für die nächste größere Standbox oder Subwoofer auf jeden Fall schon vorgemerkt.


[Beitrag von b_buck am 05. Mai 2005, 16:48 bearbeitet]
das_n
Inventar
#2 erstellt: 05. Mai 2005, 16:48
rein äusserlich gefallen mir deine wesentlich besser
georgy
Inventar
#3 erstellt: 05. Mai 2005, 16:54
Hast du ihn mal gefragt welchen Sperrkreis er genomen hat? Der Sperrkreis beim CT 194 wo der SPH60X mit zweitem Magnet verbaut ist unterscheidet sich schon von dem aus CT193.
geist4711
Inventar
#4 erstellt: 05. Mai 2005, 21:40
wenn du so wie auf dem bild getestet hast, ist der bessere bassbereich kein wunder,
das untere pärchen steht direkt auf dem boden, das andere nicht....
wenn der ht-bereich unterschiedlich klingt, ist sicher die
weiche(sperrkreis?) unterschiedlich.
mfg
robert
b_buck
Stammgast
#5 erstellt: 05. Mai 2005, 22:08
Hallo Robert,


geist4711 schrieb:
wenn du so wie auf dem bild getestet hast, ist der bessere bassbereich kein wunder,
das untere pärchen steht direkt auf dem boden, das andere nicht....


Wie sagt Atze Schröder immer so schön: "Ja nee is klar" . Soll heißen, dass ich die Boxen natürlich beim umstöpseln auch jedes mal getauscht habe damit der BB immer schön auf Ohrhöhe war.


geist4711 schrieb:
wenn der ht-bereich unterschiedlich klingt, ist sicher die
weiche(sperrkreis?) unterschiedlich.


Denke ich auch s.o.

@das_n
Danke für die Blumen aber Optik ist halt nicht alles. Die schwarzen klingen "unten rum" schon besser und schwarz gebeizt / gewachst ist in natura gar nicht so hässlich wie ich vorher immer dachte.
Haesel
Stammgast
#6 erstellt: 06. Mai 2005, 06:48
Stimmt genau Georgy, wollte ich auch gerade fragen.
b_buck
Stammgast
#7 erstellt: 12. Mai 2005, 08:47
Hallo,

es hat etwas gedauert:


georgy schrieb:
Hast du ihn mal gefragt welchen Sperrkreis er genomen hat? Der Sperrkreis beim CT 194 wo der SPH60X mit zweitem Magnet verbaut ist unterscheidet sich schon von dem aus CT193.


Er hat den original CT194 Sperrkreis, sogar mit Mundorfs M-Cap aufgebaut. Der Kondensator wird doch wohl kaum schlechter als ein IT - Audyncap sein?!
Spatz
Inventar
#8 erstellt: 12. Mai 2005, 11:05
Mal ne andere Frage:

Wie wirkt diese komische Strohhalm-Dämmung?
b_buck
Stammgast
#9 erstellt: 12. Mai 2005, 12:53
Hallo Spatz,

sehr gute Frage - und kann man nur blaue nehmen??? .
Das wäre doch mal eine schöne Voodoo Diskussion. Ich denke aber mal dass die Halme nicht schaden habe aber ehrlich gesagt keine Ahnung.
das_n
Inventar
#10 erstellt: 06. Jul 2005, 22:50
die große bassreflexöffnungsfläche macht die ct-193 doch schon fast zu nem onken-gehäuse, oder?

ich will mir die ct-193 auch demnächst mal testweise bauen, wie pegelstark sind die bei neutralstellung des bassreglers? wollte sie als sats für meine bluesubs verwenden. sollte ich einen hochpasskondensator einplanen, um die evtl ab 150Hz mit 6dB langsam verabschieden zu lassen? oder sollte ich eher mit 12dB trennen? ich höre gerne etwas lauter, will aber auch mal einen breitbänder ausprobieren....


[Beitrag von das_n am 06. Jul 2005, 23:21 bearbeitet]
Herbert
Inventar
#11 erstellt: 07. Jul 2005, 20:29

wie pegelstark sind die bei neutralstellung des bassreglers

Zimmerlautstärke. Positivstellung des Bassreglers empfiehlt sich sowieso nicht, die Kleinen klingen recht tief, es fehlt allerdings etwas Kontur.

Gruss
Herbert
das_n
Inventar
#12 erstellt: 07. Jul 2005, 20:32

Herbert schrieb:

wie pegelstark sind die bei neutralstellung des bassreglers

Zimmerlautstärke.


hm dann sind die für mich eher nicht geeignet, höre gern etwas lauter. und weder sub noch receiver hat nen hochpass umd die zu entlasten, den müsste ich wenn dann passiv bauen, aber davor grauts mir wenn ich die preise für die spulen sehe.....

thx für die info
Herbert
Inventar
#13 erstellt: 07. Jul 2005, 20:42

hm dann sind die für mich eher nicht geeignet, höre gern etwas lauter.


Dann würde ich doch eher zu einer Lösung mit 160er oder 200er Treiber im Horn raten. Bedingt durch das Reflexgehäuse erreicht der kleine Monacor im CT nämlich enorme Auslenkungen.

Gruss
Herbert


[Beitrag von Herbert am 07. Jul 2005, 20:43 bearbeitet]
das_n
Inventar
#14 erstellt: 07. Jul 2005, 22:23
ich suche eine kompaktbox. ich habe jetzt canton le 107er, die werde ich jedoch wahrscheinlich bald nicht mehr stellen können, wenn ich zu hause ausziehe--ausserdem beissen sich die ganz leicht mit dn beiden subs im bassbereich. deshalb suche ich günstige, gut klingende kompakte (und ein 200er-treiber im horn ala viech oder geisthorn is da zu groß), die auch höhere pegel abkönnen, ohne zu verzerren (wie gesagt, kein hochpass vorhanden), dabei jedoch keinen bass liefern müssen.
auf die ct-193 bin ich gekommen, weil sie günstig ist, gute kritiken hat und ich breitbänder auch mal testen wollte.

aber das wird jetzt zu off-topic...


[Beitrag von das_n am 07. Jul 2005, 22:23 bearbeitet]
Herbert
Inventar
#15 erstellt: 07. Jul 2005, 22:58
Das klassische Kompaktböxchen mit 170/25er Bestückung bringt auch nicht viel mehr als die CT. Welche obere Grenzfrequenz hat denn dein Sub? Liegt diese nicht aufgrund des Bandpassprinzips eher niedrig? Das heisst dann, der Satellit muss dennoch recht weit "runter".

Ansonsten ist die CT193 wirklich gut für das Geld.

Gruss
Herbert
das_n
Inventar
#16 erstellt: 08. Jul 2005, 08:33
naja, also ne klassische kompaktbassreflexbox mit 17er TMT kann schon ein mehrfaches der luft im bassbereich verschieben wie ein 13er breitbänder (der breitbänder hat ja kaum hub...nen 17er TMT hat doch locker +-3mm und viel mehr mebranffläche)....

meine bluesubs kommen bis über 130Hz, der zugehörige bluesat hat nur einen 8cm-tieftöner -- die grenzfrequenz des subs sollte nicht das problem sein, die bluesubs sind sehr breitbandig abgestimmt.
allerdings klingen minisatelliten in meinen ohren gräßlich, ausserdem ist ihr wirkungsgrad unter aller sau. nen 13er in den sats möcht ich schon haben, weshalb die bluesats nicht in frage kommen.

dazu kommt wie gesagt, dass ich ja keinen hochpass für satelliten habe, diese also den gesamten frequenzbereich mitkriegen würden. sie sollen nicht bei jedem bassignal gleich verzerren, wiederzugeben brauchen sie es natürlich nicht....

ich schau mich weiter um, monacor mirror wäre auch was schönes denk ich.....
b_buck
Stammgast
#17 erstellt: 08. Jul 2005, 09:30
Hallo N,

ich bin im Moment total begeistert von den CT214 (6 Stck warten schon beim Udo auf mich). Die kommen als cb "nur" bis ca 90 Hz und eignen sich bei meinem Wohnzimmertest sehr gut für Subunterstützung mit TW3000. Der Bluesub müsste auch sehr gut anzupassen sein. Die BlueSat sind übrigens nicht zu unterschätzen da sehr Pegelfest. Ich habe übrigens bald zwei übrig .
das_n
Inventar
#18 erstellt: 08. Jul 2005, 09:43
hmm die ct-214 wären natürlich auch eine alternative. ich würde sie allerdings in einer für mich günstigeren form bauen, tiefer und mit kleinerer front, "normal" halt....müsste ich dann die weiche verändern? hört man das überhaupt, wenn man die weiche einfach beibehält oder sind das nur theoretische unterschiede?

nein danke, die bluesubs sind mir einfach zuuu klein. ich mag den klang so wie er im moment bei mir ist schon, und im moment habe ich standboxen zu den subs--zu weit weg bis hin zu brüllwürfeln wollte ich nicht.....
b_buck
Stammgast
#19 erstellt: 08. Jul 2005, 10:20
Das ist natürlich der Vorteil bei cb - man kann so gut wie jede Form bauen. Ich hab das ganze umgerechnet als dreieckige Standbox ala Trimon / Triangel und bin mit einem Trennbrett als Weichenfach/Sockel auf schöne 105 cm und Ohrhöhe gekommen. Das Weichenfach könnte man zwar gut mit Sand füllen (bessere Standfestigkeit, mikrofonie, Gehäuseberuhigung usw.) aber ich habe mich aus optischen Gründen für eine ebenfalls dreieckige Granit - Platte entschieden.

PS: Die BlueSat sind auch klanglich nicht zu unterschätzen. Brüllwürfel ist eine wirklich unfaire Bezeichnung. Gegen übernahme der Portokosten könntest Du die ja einfach mal antesten.
das_n
Inventar
#20 erstellt: 08. Jul 2005, 10:34
danke für dein angebot, aber ich glaube bei meinen gelegentlichen pegelansprüchen müsste ich die teile bei ihrem wirkungsgrad von 78,5dB grillen...

ich brauche halt einfach was größeres. ausserdem müssten dann 2 8cm-tmtönerchen gegen 2 ausgewachsene 10"er anstinken....

ct-214 und monacor mirror sowie ducone/grünanlage als br-version gehen da eher in meine richtung....besonders der ct wegen den nicht einzufräsenden chassis.....


[Beitrag von das_n am 08. Jul 2005, 10:37 bearbeitet]
b_buck
Stammgast
#21 erstellt: 08. Jul 2005, 10:58
Den Mirror hatte ich auch mal in Betracht gezogen aber da das BR- Rohr an der Rückseite angebracht ist wird die Aufstellung schwieriger. Im Regal könnte die Subankopplung sogar nicht gelingen und dröhnlastig werden. Frei auf Ständer gefallen mir persönlich Kompektböxchen einfach nicht. Die Grünanlage habe ich mal gehört und war nicht sonderlich beeindruckt. Bei Deinen Pegelansprüchen würde ich mir den ct215 evtl. mal ansehen. Gleicher Tiefgang aber einiges lauter.
das_n
Inventar
#22 erstellt: 08. Jul 2005, 11:42
hmm also es sollte nicht größer werden, da die ls evtl auch mal in nen regal sollen etc....

bei der monacor mirror könnte man evtl das br-rohr zustopfen wenns dröhnt
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