ABL Modul oder Sub?

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Goreon80
Neuling
#1 erstellt: 28. Jun 2003, 12:12
Was ist eigentlich die sinnvollere Erweiterung bei Nubert Kompakt-LS ein ABL Modul oder ein Subwoofer? Platz spielt keine Rolle.
Fuxster
Inventar
#2 erstellt: 28. Jun 2003, 14:07
ABL ist insofern sinnvoller da es sich sich quasi in den eigentlichen Lautsprecher "integriert". Du hast keinen welligen Übergang wie das evtl beim Sub der Fall sein könnte. Also rein zum Musik hören ist ein ABL-Modul besser. Allerdings kann auch eine Nuwave 3 mit ABL nicht so tief herunter reichen wie ein guter Sub.
Battlepriest
Stammgast
#3 erstellt: 28. Jun 2003, 16:02
Nun, dieses ABL ist letztlich nur ein aktiver Filter, der den Bassabfall unterhalb der Resonanz kompensiert. Das funktioniert shcon mal nicht bei jedem Verstärker!

Zum anderen sinkt im im hierfür günstigsten Fall der Schalldruck bei geschlossenen Gehäusen um 12dB pro Oktave. Bei Bassreflex sind es sogar 24dB/Oktave. Um das wieder aufzuholen muss der arme Tieftöner mächtig Hub machen. Damit wird die maximal erreichbare Lautstärke mächtig einschränkt. Es sei denn man hat es mit reichlich Mebranflächenreserve zu tun. Also z.b. 2 25er Tieftöner zu einem 13er Mitteltöner.

Das schlimmste ist, dass die kleinen Membranflächen von Kompaktböxlein aufgrund der schlechten Strahlungskopplung auch noch den erhöhten Hub in einen unverhältnismässig hohen Blindwirkungsanteil verwandeln: Sie fächeln Luft hin und her, ohne, dass ein Ton entsteht.

IMHO sind diese Dinger für kleine Lautsprecher eine Fehlinvestition.
burki
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 28. Jun 2003, 16:25
Hi,

das Thema wird ja im nubert-Forum in schoener Regelmaessigkeit diskutiert.
Ich taete mit dem ABL-Modul nicht so hart umgehen wie Battlepriest, doch sehe ich es auch eher etwas skeptisch.
Die Anschlussfrage sollte man sich natuerlich stellen (vorallem wenn das Teil irgendwann einmal in einem Surroundsystem integriert werden sollte).
Zudem kostet das Modul Geld, d.h. eigentlich koennte man dann gleich 1-2 Nummern hoeher (bei den Boxen) einsteigen.

Fuer was die Nubertboxen eigentlich wirklich abgestimmt sind (d.h. mit oder ohne ABL) frege ich mich uebrigens auch.
Sicher sind die MTs/TTs "langhubfaehig", der erhoehte Leistungsbedarf wird durch den wesentlich steileren Abfall im Bassbereich gemindert und zudem bietet das ABL ja auch eine Anpassung im Hochtonbereich an, doch persoenlich wuerde ich eher eine Aktivierung des Bassbereiches bevorzugen.
Aber wie so haeufig: Der eigene Versuch macht klug und zurueckschicken kann man das ABL-Modul ja auch.

Falls H/K irgendwann eine Rolle spielen sollte, taete ich auf jeden Fall eher Richtung aktiven Sub schielen ...

Gruss
Burkhardt
Markus
Inventar
#5 erstellt: 28. Jun 2003, 20:12
Hi Goreon,

wie (fast) immer, so gilt auch hier: es kommt darauf an. Wenn Du vorhast ein Heimkino aufzubauen, wobei der Musikgenuss eine wirklich untergeordnete Rolle spielt, und Du gleichzeitig sehr hohe Pegel in einem recht großen Raum hören willst, dann ist der Sub sicher die beste Lösung.

Wenn allerdings der Raum etwas kleiner ist, wenn Du eine CD-Sammlung besitzt, die diesen Namen auch verdient oder wenn Du bei Lautstärken hören willst, die die örtlichen Seismographen cool lassen, dann wäre vermutlich ein ABL-Modul für Dich die richtige Lösung.

In meinem Fall ist der Hörraum ca. 50 qm groß, ich besitze eine CD-Sammlung, die keine Langeweile aufkommen läss, und höre meist bei Lautstärken, die den Ohrenarzt nicht sofort einen neuen Mercedes SL bestellen lassen und bin von daher mit der Kombination nuWave 10 plus ABL-Modul in Kombination mit einem 120 W-Verstärker (echte Watt!) sehr zufrieden. Es ist mir (von wegen extremer Hub) bisher noch nie gelungen, die Membranen zum Anschlagen zu bringen, auch wenn im Nubert-Forum jemand bei ca. 2-3 Uhr-Stellung des Lautstärker-Potis dies angeblich geschafft haben will.

Was Du nun wirklich brauchst, hängt also stark von Deinen Hörgewohnheiten und dem Umfeld ab.

Gruß,

Markus.


[Beitrag von Markus am 28. Jun 2003, 20:13 bearbeitet]
Battlepriest
Stammgast
#6 erstellt: 28. Jun 2003, 20:35

wenn Du eine CD-Sammlung besitzt, die diesen Namen auch verdient


Hallo Moderator,

was soll denn diese Aussage bedeuten? In letzter Konsequenz würde ich das in die Richtung interpretieren, dass bestimmte Musik in einer wie auch immer gearteten Weise besser als andere ist.
das_n
Inventar
#7 erstellt: 28. Jun 2003, 20:49
....jetzt scheint hier aber einer beleidigt^^
burki
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 28. Jun 2003, 21:31
Hi,

muss da Battlepriest's Bedenken teilen ...
Das Thema sollte IMHO unabhaemgig vom eigenen Musikgeschmack bzw. Quellen diskutiert werden.

Gruss
Burkhardt
jan
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 28. Jun 2003, 22:03
hallo battlepriest,

so wie ich markus einschätze, sollte das mit der CD-Samlung lediglich verdeutlichen, dass jemand nur dann eine "wahre" CD-Sammlung hat, wenn er auch regelmässig musik hört... und nicht lediglich zwei kuschelrock und eine bravohits irgendwo verstauben... eine irgendwelche musikalischen richtungen disqualifizierenden äusserung kann man wohl aussschliessen....

gruss
jan
jan
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 28. Jun 2003, 22:09
ach ja zum thema hab ich auch noch was.
besitze die nuline100 mit abl. und habe weder mit mangelndem bass noch mit zu geringer lautstärke ein problem. (marantz pm8000) und ich besitze sogar eine cd und LP (!!!)- sammlung, die auf jeden Fall ihren Namen verdient. (und wenn ich der einzige mensch bin, der das findet, ist es trotzdem so, schliesslich steht sie ja bei mir...)

...ich hab nicht mal einen fernseher... geschweige denn ein surround system.... kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass man mehr bass braucht.... (das würde mir meine nachbarn auch nicht vergeben...)

aber das hilft wahrscheinlich auch nicht viel weiter...
Goreon80
Neuling
#11 erstellt: 28. Jun 2003, 22:48
Es sollte später schon ein Suroundsystem daraus wachsen. Musik höre ich allerdings von CD nur in Stereo. Ich habe schon Musik gehört, bei der Bassfrequenzen dabei waren, die ich erstmals mit meinem Omega 380 gehört habe, diese Tieftöne habe ich sonst auch bei Standboxen nicht wahrgenommen. Mir stellt sich daher die Frage warum oftmals geschrieben wird, dass ein Subwoofer mehr zum Heimkinosystem als zum Stereosystem gehören sollte?
jan
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 28. Jun 2003, 22:55
hi goreon80... ich kann die nur mal das nubert-forum empfehlen, wenn du da nicht schon längst gewesen bist. lauter freundliche leute, die nahezu jede windung jeder nubert-box im kopf haben... mir wurde da immer sehr schnell und nett geholfen... vielleicht probiersts mal....


www.nubert.com ... und dann zum forum durchklicken
Herbert
Inventar
#13 erstellt: 29. Jun 2003, 02:21
Hallo gereon80,

der Aussage von battlepriest ist nichts hinzu zu fügen! Versuche dieser Art, eine "bessere" Basswiedergabe zu erzielen gibt es schon länger. In Neuss gibts auch einen Laden, der seit schätzungsweise 10 Jahren einen ähnlichen Equalizer anbietet. Auch hier werden im Besonderen die mechanischen Grenzen der Treiber ausgelotet.

Physik bleibt Physik, und deswegen würde ich die Basswiedergabe lieber dem "Spezialisten", nämlich einem ausreichend dimensioniertem Chassis überlassen.

Gruss
Herbert
Markus
Inventar
#14 erstellt: 29. Jun 2003, 09:35
Hallo Jan, hallo Battlepriest,

ich wollte mit meiner Aussage keine Qualitätsbeurteilung von Musik durchführen, sondern, und das dürfte durch den Kontext recht schnell klar werden, unterscheiden zwischen denen, die 3-5 Scheiben ihr Eigen nennen und diese auch nur sporadisch hören, und denen, die jeden Tag mehrere Stunden Musik hören und dabei über Monate hinweg keine Scheibe zweimal hören müssen.

Alles klar?

Gruß,

Markus.

P. S. Ich denke, dass ich auch als Moderator hier meine Ansichten zu Themen von HiFi und Musik äußern darf, wenn dabei keine extrem polarisierenden Standpunkte bezogen werden.
Battlepriest
Stammgast
#15 erstellt: 29. Jun 2003, 10:25
Hallo Markus/Moderator,

ich habe kein Problem damit, dass Du als Moderator an einer Diskussion teil nimmst.

Ich fand Dein ursprüngliches Posting eben nicht so eindeutig, deshalb habe ich nachgehakt. Mit dieser Erklärung kann ich aber gut leben, auch wenn ich da sehr viel toleranter bin. Wenn jemand eben nur 3 CDs hat und eben nur diese in allerbester Qualität hören will, so ist das für mich genauso OK wie Leute, die Schlager, Volksmusik, HipHip, Rap oder eine der anderen dutzenden von Musikrichtungen verkonsumieren, denen ich rein gar nichts abgewinnen kann.

Gruß
Frank

P.S. zum Thema zurück. Vom Bass bis in den Grundtonbereich gilt nach wie vor, dass Membranfläche durch nichts ausser noch mehr zu ersetzen ist
Markus
Inventar
#16 erstellt: 29. Jun 2003, 15:00
Hallo Frank,

bzgl. der Membranfläche gibt es auch wieder unterschiedliche Effekte, die zu berücksichtigen sind. So ist z. B. wenn die Membranfläche nur durch einen einzigen Tieftöner geliefert wird die Trägheit sehr groß und das Ein-/Ausschwingverhalten dadurch sehr schlecht. Hier hilft eine Aufteilung in mehrere Membranen, was allerdings wiederum andere Nachteile in sich birgt.

Ich habe bereits sehr gut eingestellte Sub-Sat-Systeme gehört, die von der Homogenität her einer großen Standbox sehr nahe gekommen sind und diese in Bezug auf Pegel im Tiefbass-Bereich übertroffen haben. Der Laie, der ein solches System allerdings bei sich zu Hause installieren soll, ist da erfahrungsgemäß meist überfordert.

Gruß,

Markus.
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