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KT88 vs 6550 oder „tube rolling“ am Beispiel Jadis

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mattx
Stammgast
#1 erstellt: 06. Aug 2009, 12:08
Hallo HIFI-Forum,

habe mir vor einigen Monaten einen Vollverstärker Jadis DA-50S (2 x 30W) geleistet. Standardmäßig wird das Gerät vom deutschen Vertrieb mit 4 Endstufenröhren vom Typ EH-6550 (Electro Harmonix) ausgeliefert.

Obwohl an meiner Verity-Fidelio klanglich hervorragend, hat es mir – geschundene Highender Seele – natürlich keine Ruhe gelassen, das heißt, ich wollte auch andere Röhren auszuprobieren. Insbesondere eine KT-88 im Vergleich, die ja in gewissen Kreisen als die prinzipiell bessere Röhre angesehen wird.

Habe mir zu diesem Zweck zunächst bei TAD ein gemachtes Quartett KT-88 STR gekauft, dies ist eine Röhre, die in Deutschland entwickelt und von Shuguang in China produziert wird und von verschiedenen Seiten immer mal wieder Lob bekommen hat.

Zunächst war ich von der KT-88 begeistert, vor allem im Baßbereich kann sie mächtig anschieben und auch der Gesamteindruck ist kraftvoll und voluminös. Hier kann die 6550 nicht mithalten, sie wirkt insgesamt mehr zurückgenommen, filigraner.

Eindeutig negativ empfinde ich jedoch die Tendenz der KT-88 das Klangbild künstlich aufzuhellen, die Höhen wirken manchmal fast schon grell, was mit der Zeit ziemlich nervt. Nach etwas längerem Hören bemerkt man auch, daß die 6550 im Mittenbereich einfach feinsinniger spielt und schöner auflöst.

Fazit des Vergleichs: Die 6550 bliebt vorerst drin ! Punkt für den Audioplan Vertrieb, der offenbar weiß, was er tut.

Natürlich gelten meine Testergebnisse nur für den Jadis und lassen sich nicht verallgemeinern. Dennoch liest man gelegentlich ähnliches in der Forenwelt, z.B. auch im deutschen Octave Forum.

Interessant wäre sicher noch die Svetlana KT-88 (winged C), die insgesamt einen sehr guten Ruf genießt.

Werde mir aber nun eine Genalex KT-88 Gold Lion besorgen, habe mit Jadis Frankreich gemailt und sie empfehlen explizit diese Röhre am DA-50. Irgendwo im Netz hab ich gelesen, daß die Gold Lion die Vorzüge der KT-88 mit denen der 6550 in nahezu idealer Weise verbinden würde. Schau’n mer mal. Werde später nochmals berichten.

Über jegliche Kommentare, Hinweise würde ich mich freuen.

Grüße
Matthias


PS: Der Jadis ist ein Autobias-Verstärker.
RoA
Inventar
#2 erstellt: 06. Aug 2009, 12:43

mattx schrieb:
Werde mir aber nun eine Genalex KT-88 Gold Lion besorgen, habe mit Jadis Frankreich gemailt und sie empfehlen explizit diese Röhre am DA-50. Irgendwo im Netz hab ich gelesen, daß die Gold Lion die Vorzüge der KT-88 mit denen der 6550 in nahezu idealer Weise verbinden würde.


Mahlzeit,

hast Du schon diesen Thread gelesen?

Grüße,
Rolf
mattx
Stammgast
#3 erstellt: 06. Aug 2009, 15:37
Hallo Rolf,

ja, habe ich bereits gelesen.

Und Du hast recht, es ist ein gewisses Risiko, daß der Hype um die gold lion letztlich nur Geldmacherei ist.

Andererseits habe ich nun schon soviel Gutes über die Genalex gehört, daß ich es einfach probieren muß. Sonst gibt die Seele keine Ruhe ...

Grüße
Matthias
Diverex
Stammgast
#4 erstellt: 03. Jan 2011, 04:14
Ich nun einen Jadis mit Ei Yugoslavia KT-90 erworben.

Der Unterschied von 6550 zu KT-88 wurde ja schon im Thread erklärt.

Weiss jemand wo der (klangliche) Unterschied von 6550 und KT-88 zu KT-90 besteht und ob der Hersteller etwas taugt?

Stimmt es das es speziell Röhren zum Betrieb von Elektrostaten gibt oder ist das wieder nur Mythos?


Gruss

Diverex
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 04. Jan 2011, 13:35
Richtig ist, dass eine 6550 keine KT88 ist. Und richtig ist auch, dass man sich auf den Aufdruck auf der Röhre sollte verlassen können, wenn also KT88 drauf steht, sind die Daten gefälligst dem Datenblatt der KT88 entsprechend und nicht irgendwie anders. Benzin mit der Bezeichnung Super 98 hat schliesslich auch 98 Oktan und nichs anderes.
Dies mal generell.
Wenn man einen Verstärker entwickelt, dann entscheidet man sich für eine bestimmte Röhre und legt die Schaltung genau auf diese Röhre aus. Da wird die Anodenspannung entsprechend festgelegt oder die Schirmgitterspannung. Es wird entsprechend entschieden, ob es eine Ultralinearschaltung wird oder nicht. Und, und...

Vergleichen wir die Daten der 6550 mit jenen der KT88, so können beide 100W. Aber die KT88 macht dies in Ultralinear, mit einer Anoden- und Schirmgitterspannung von 550V, die 6550 läuft mit Anode 600V, aber Schirmgitter 300V. Und dies bei einer wesentlich geringeren Gittervorspannung. An diesen zwei Röhren ist eigentlich nur gemeinsam, dass beide in einem Glaskolben stecken und den selben Sockel aufweisen. Und es ist schon fast Zufall, dass die Sockelbeschaltung identisch ist. Das wars aber auch!!

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die KT88 anders klingt, also höhenbetonter, weil sie vermutlich einfach viel stärker klirrt.
Was also als Höhenbetonung vernommen wird ist das Kreischen der vergewaltigten Röhre. Würde sie in ihrer angestammten Schaltung betrieben, würde das Problem nicht entstehen. Anders rum aber, wenn eine KT88 rein gehört und daher die Schirmgitterspannung 550V sein kann, kann die 6550 in einem Funkenregen untergehen.

Ich wünsche einfach jedem, der Röhren so gedankenlos quält, dass ihm die teuren Funzeln mit Krachen um die Ohren fliegen, aber manche würden es selbst dann nicht lernen.
Radiologe
Inventar
#6 erstellt: 04. Jan 2011, 14:29
Hallo zusammen,

kaum zu glauben,dass das was Richi schreibt noch immer nicht die Runde unter Röhrenbesitzern gemacht hat.
Hier werden doch tatsächlich noch immer wild Röhren in Verstärkern eingesetzt,welche dort nicht hinein gehören.

Wenn irgendein Röhrenguru eine Fremde Röhre für einen Verstärker aus klanglicher Sicht vorschlägt,dann hat dieser in wirklichkeit keine Ahnung,solange er nicht auch ein Schaltbild zur korrektur der Schaltungsumgebung liefert.
Die Schaltung will natürlich keiner ändern,denn bei Neugeräten würde ja die Garantie flöten gehen.

Mit "falschen" Röhren spielen ist natürlich erstmal viel bequemer.Wenn das Gerät dann doch mal hoch geht,wird die Spielerei bei der Garantieabwicklung natürlich nicht erwähnt


Gruß Markus
Diverex
Stammgast
#7 erstellt: 09. Jan 2011, 16:46
Hallo Markus,

mag ja alles sein aber Jadis hat (un)glücklicherweise in der Anleitung aber auch auf der Homepage für den Betrieb des DA88S
KT-88, KT-90 und 6550 angegeben.

Der Hersteller, nur mal kein Garagenbastler, wird sich schon dabei etwas gedacht haben, oder?


Gruss

Klaus
Hico.s
Stammgast
#8 erstellt: 09. Jan 2011, 17:38
Ja, Werbung.
Eigentlich baut man das Drumherum ja passend für einen Röhrentyp.
Also ist dieser ein Gerät -> es passt hier und da ein wenig,aber nicht optimal.(zu allen Röhren/Arbeitslinien)
richi44
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 10. Jan 2011, 14:52
Du kannst als Beispiel eine E84L oder eine EL84 oder eine 6BQ5 oder eine 7320 verwenden, wenn der Verstärker für eine EL84 gebaut ist. Diese vier Typen sind nämlich, was die Daten und damit die Umgebung betrifft identisch. Aber Du könntest nicht eine PL84 oder UL84 verwenden, selbst bei geänderter Heizung.
Und genau weil die Daten unterschiedlich sind geht das auch mit der KT88 und den "Alternativen" nicht, weil es keine Alternativen sind. Warum der Hersteller auf diese Idee kommt ist mal das Eine. Das zweite ist, dass es allenfalls bei der vorliegenden Schaltung "gehen" kann, wenn auch nicht optimal, aber es könnte ja jemand auf die Idee kommen, dass es generell geht, weil es beim vorliegenden Verstärker "möglich" ist. Und genau dem ist nicht so!!

Tatsächlich unterscheiden sich die Röhren. Und daher kommt es zu unterschiedlichem Klang (hauptsächlich als Folge eines höheren Klirrs). Tatsache ist nämlich, dass eine Röhre sowohl als UKW-Sender (also Hocjhfrequenz) wie als Gleichstromverstärker funktionieren kann. Und somit ist es absolut unlogisch, warum z.B. bei der einen die Bässe stärker kommen sollen als bei der anderen. Dies ist nämlich NICHT der Fall. Es kann höchstens sein, dass der höhere Klirr mehr Höhen vorgaukelt, weil mehr Oberwellen entstanden sind und ein Laie dies als schwächere Basswiedergabe einstuft. Tatsächlich hat es aber damit nichts zu tun.

Wenn also eine Schaltung durchdacht ist, so ergeben sich die besten Ergebnisse, wenn jene Röhren verwendet werden, welche der Schaltungsgrundlage und damit dem Röhren-Datenblatt entsprechen. Alles andere ist schlechter, auch wenn man es im ersten Moment als "besser" empfindet (Aha-Effekt).
Und es ist Tatsache, dass das Ohr manches als angenehmer einstuft, weil es für eine bestimmte Musikart und meist auch (nur) für eine bestimmte Aufnahme "besser" klingt. Dass es aber eine verfälschte Wiedergaber ist, die bei guten und kritischen Aufnahmen schlechter klingt fällt ja nicht gleich auf.

Die einfachen Gemüter freuen sich daran, dass sie eine Klangveränderung hin bekommen haben, obwohl sie von Röhrentechnik nichts verstehen. Kann sein, dass sie sich auch daran freuen, dass ein Trabi auch mit normalem Benzin läuft und erst noch weniger qualmt. Dass er dies aber nicht lange tut ist eine Tatsache, die jedem Autokenner klar ist, einfachen Gemütern aber möglicherweise verborgen bleibt...
RoA
Inventar
#10 erstellt: 10. Jan 2011, 16:35

Hico.s schrieb:
Eigentlich baut man das Drumherum ja passend für einen Röhrentyp.
Also ist dieser ein Gerät -> es passt hier und da ein wenig,aber nicht optimal.(zu allen Röhren/Arbeitslinien)


So ist es.

Vielleicht noch mal zur Klarstellung: Die KT88 ist das europäische Pendant zur amerikanischen 6550 bzw. der 6550A. Die Werte in den Datenblättern sind z.T. schwer vergleichbar, aber trotzdem weitgehend identisch, wobei die KT88 etwas höhere Grenzwerte hat. Die KT88 kann bedenkenlos statt der 6550 bzw. 6550A eingesetzt werden, umgekehrt gilt dies mit der Einschränkung, daß die zulässigen Grenzwerte nicht überschritten werden dürfen, was meist nicht der Fall sein dürfte, weil die Röhren in den seltensten Fälle am Limit gefahren werden dürften.

Um die 6550 wird eine Menge "TamTam" gemacht, weil sie in den USA natürlich längst nicht mehr produziert wird und die NOS-Bestände allmählich zur Neige gehen. Deshalb werden inzwischen auch wieder Röhren aus aktueller europäischer und asiatischer Herstellung als 6550 gelabelt.

Bei Jogi gibt es einen interessanten Überblick über die 6550 und die KT88.
Hico.s
Stammgast
#11 erstellt: 10. Jan 2011, 21:21

RoA schrieb:
Früher hatte ich Angst vor remixed. Heute fürchte ich mich vor remastered.


Deine Signatur gibt mir gerad auch zu denken.
Da steckt viel Wahrheit drinnen...
Tirips
Stammgast
#12 erstellt: 12. Jan 2011, 16:11
Hallo alle zusammen,

Ich muss mich hier auch mal einklinken,
ich bin ja was Röhren Technik angeht auch ein absoluter Anfänger, oft gehört aber leider nie mit der Technik beschäftigt.
ich habe an meinem Verstärker auch Tube Rolling ausprobiert und fand den Klang für mich mit den KT 100 am besten ( klarster Klang, straffer Bass, direkter )
kann ich diese mit"gutem gewissen" gegen eine KT88 einsetzen, die Werte erscheinen mir nicht allzu unterschiedlich, oder habe ich etwas nicht beachtet ?
--> http://www.jogis-roe...-vergleichsdaten.htm

hab halt leider keine Ahnung über die Heizwerte usw.
Leistungsaufnahme ? max. 400 W
ich Entschuldige mich lieber gleich im vor hinein für meine Frage

viele grüße.


[Beitrag von Tirips am 12. Jan 2011, 16:13 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 14. Jan 2011, 11:08
Die magere Datenmenge, die in Jogis Seite enthalten ist, reicht für eine Beurteilung überhaupt nirgends hin. Ein Dieselmotor aus einem Tracker kann genau so 80PS haben wie ein Motörchen eines VW Polo, trotzdem würde ich in den Polo nicht den Tracker-Diesel einbauen.

In den tatsächlich seriösen Datensammlungen hört die Sache bei der KT 90 auf, also wird es schwierig, weiter zu recherchieren. Und in dieser Seite http://www.tubeampdo...tposten-pid-1285.htm
steht, dass die Röhren identisch seien, mit leicht unterschiedlichen Glaskolben. Dann wären sie austauschbar. Es steht aber auch dass sie die Leistung und Aussteuerbarkeit deutlich verbessern. Wenn sie identisch sind, ist das Blödsinn. Ist das aber Tatsache, dann sind die Röhren niemals identisch und damit unterscheiden sie sich in den Daten, die bei Jogi fehlen wie S, Ri und MyG2. Sind diese Werte unterschiedlich, so stimmt mit Sicherheit der Ra nicht mehr und bei einer Ultralinear ist die Schirmgitteranzapfung auch unterschiedlich zu wählen.

Um es also nochmals deutlich zu machen: Wer solchen Unsinn verbreitet handelt zwar kaufmännisch richtig (gibt Umsatz und braucht immer wieder neue Röhren oder Geräte), technisch aber zeigt es einen Sachverstand, der kurz über Null stehen geblieben ist!
Tirips
Stammgast
#14 erstellt: 14. Jan 2011, 17:43
Vielen Dank für deine Information, die mir natürlich auch Sinn machen, Ich habe jetzt noch diese Infos erhalten für die KT 100 vom Tube Amp Doc

Daten zur KT100 / KT94
static parameter

(tetrode wiring)
Ua…………………250V
Ug2……………… 250V
a………………… 140mA
Ig2(approx)…… 3mA
-Ug1(approx)……15V
Gm………………… 12mA/V
ri …………………12KΩ
µg1-g2…………… 8

(triode wiring)
Ua.g2……………250V
Ia+g2……………143mA
-Ug1(approx)… 15V
Gm…………………12mA/V
ri…………………670Ω
µ………………… 8


auf der Svetlana Seite werde ich nicht so richtig schlüssig von den Daten, aber in etwas gleich sind sie doch schon
oder was übersehe ich jetzt?
wie gesagt, sind mir deine aussagen sehr schlüssig,
ich möchte nur für mich etwas licht ins dunkel bringen, ob man die jetzt Tauschen kann, oder ob sie zu unterschiedlich sind ( im Netzt lese ich es vermehrt, das die halt Austausch bar wären, egal ob Englische oder Deutsche Seiten )
aufgefallen ist mir halt auch, das was für eine KT 88 530mv, ist für die KT100 zb. nur 320mv, man muss also schon wieder ein gutes Stück die Bias Einstellung korrigieren, der Trafo erscheint mir aber weniger erwärmt

PS: Sorry das ich hier kurz die KT 100 eingebracht habe.

viele grüße
RoA
Inventar
#15 erstellt: 14. Jan 2011, 19:28

Tirips schrieb:
in etwas gleich sind sie doch schon


Sie sind identisch mit den Werten der KT88 von JJ. Wie Richi schon schrieb, sind die Daten zur KT100 nebulös, um es mal gelinde auszudrücken. Mein persönlicher Eindruck: Die KT100 ist eine aus Marketing-Gründen umgelabelte KT88. Mal Hand auf's Herz: KT100 wirkt doch größer, stärker, schöner als KT88, woll? Und sie kostet nicht mehr als eine KT88. Es gibt sie von Shuguang, und die haben keine KT88 im Sortiment. Warum nur?

Und jetzt bringe ich mal was Neues ins Spiel. Eine neue Röhre. Die KT120. Sie ist größer und sie ist stärker als die KT88. Sie hat tatsächlich mehr Wumms. Mit einer max. Anodenverlustleistung von 60 Watt kann sie 30% mehr vertragen als eine KT88 (ca. 45 Watt), und sie bringt auch mehr Leistung. Ehrlich, und diese Röhre gibt es tatsächlich. Sie hat sogar fast die gleichen Parameter wie die KT88 und könnte, wenn die Platzverhältnisse stimmen, statt der der KT88 verwendet werden. Die Sache hat nur zwei Haken: Mehr-Leistung (wir reden hier über vielleicht ca. 10 Watt in Gegentakt AB, was in der Praxis keine signifikante Rolle spielt) bringt sie nur, wenn das Netzteil diese auch zur Verfügung stellen kann, der Übertrager das wuppt und die Schaltungsumgebung soweit paßt. Ansonsten bleibt sie unter ihren Möglichkeiten. Dummerweise braucht sie zweitens gut 25% mehr Heizstrom (2A statt 1,6A), d.h. Netzteile, die mit der KT88 bereits hart am Limit fahren, machen möglicherweise die Grätsche. Man sollte es sich also gut überlegen, solch eine Granate, die auch noch rund das doppelte kostet wie eine KT88, einfach einzustöpseln.
richi44
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 15. Jan 2011, 16:29
Nehmen wir mal an, die KT120 werde eingesetzt anstelle der KT88. Wenn sie 60W Verlustleistung verträgt im Gegensatz zu den 45W der KT88, aber die selbe Anodenspannung bekommt, so müsste der Anodenstrom ansteigen, damit auch tatsächlich eine höhere Leistung entstehen könnte. Um den höheren Strom fliessen zu lassen muss folglich der Arbeitswiderstand reduziert werden, sprich es müsste ein anderer Trafo rein.
Dann könnten wir tatsächlich mehr Leistung heraus holen.

Bleibt der selbe Ausgangstrafo drin, so bleibt die Abschlussimpedanz gleich und damit auch der mögliche Strom. Dabei ist es jetzt unerheblich, ob die Gittervorspannung höher oder tiefer sein muss, um den richtigen Arbeitspunkt zu erreichen. Wir können ja sicher die Röhre über den ganzen nötigen Bereich aussteuern.
Wenn aber der Strom gleich bleibt und die Betriebsspannung sowieso (weil wir am Netzteil mit dem Umstecken der Funzel nichts ändern), so bleibt die Leistung gleich.

Fazit: Die KT120 wird anstelle der KT88 nicht die Bohne an der Leistung ändern. Sie braucht aber eine höhere Heizleistung, was der Netztrafo erst mal liefern können muss. Das bedeutet, dass wir damit allenfalls den Netztrafo überlasten, sonst aber nichts erreichen. Und das Selbe gilt für jede beliebige andere Tauschaktion.

Und gehen wir einfach mal von folgender Tatsache aus:
Der Ausgangstrafo bestimmt zu einem wesentlichen Teil das Verhalten des Verstärkers, was Bass und Verzerrungen betrifft. Als Beispiel hier drei verschiedene Trafos eines Herstellers. Er bietet seine Trafos als Studio- Highend- und normale Hifiteile an. Betrachtet man nur mal den Frequenzgang, so liegt dieser im ersten Fall bei 14Hz bis 30kHz -0,1dB, im zweiten Fall bei 14Hz bis 52kHz -2dB und im dritten Fall bei 25Hz bis 52kHz -3dB.
Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als dass ein Austausch des Ausgangstrafos sehr wohl Einfluss auf den Klang haben wird. Ein Austausch der Röhre aber kann dann keinen Einfluss haben, wenn die Daten gleich sind und der Kennlinienverlauf gleich ist. Sind diese Parameter aber unterschiedlich, so sind die Röhren nicht gleich. Und wenn ich die gleichen Parameter vorfinde, so muss ich, um etwas unterschiedliches zu erreichen, die Aussenbeschaltung verändern, also in erster Linie den Ausgangstrafo tauschen. Ohne diese Änderung ist ein Unterschied nicht nachweisbar. Oder er ist so gross, wie er halt aus der Röhrentoleranz abgeleitet werden kann. Mit einem Trafotausch aber sind wir genau da, dass der Trafo einen entscheidenden Einfluss hat und dann ist es nicht die Röhre, sondern eben der Trafo, der den Unterschied macht.

Ich kann es nur einmal mehr wiederholen: Gleiche Röhren (mit genau identischen Kennlinien und Parametern) klingen gleich, nachweislich. Wer etwas anderes zu hören glaubt, soll dies mal beweisen und nicht nur mit dem Argument hausieren: Aber ich hörs!
Unterschiedliche Röhren können unterschiedlich klingen, wenn ihre Umgebung nicht zu den geänderten Parametern passen. Das hat aber nicht direkt mit der Röhre zu tun, sondern vor allem mit der Fehlanpassung der Schaltung.
Und wenn ich die Schaltung anpassen will ist meist der Ersatz des Trafos nötig. Diese Auswirkungen habe ich erklärt. Man kann sich Probleme gröberen Ausmasses ins Haus holen. Man kann das glauben, was "Tuner" so daher schwafeln um Geld zu machen. Oder man kann das glauben, was technisch-wissenschaftlich nachgewiesen und in Blindtests festgestellt wurde. Dann lässt man den Unsinn sein und spart Geld und Nerven.
Tirips
Stammgast
#17 erstellt: 15. Jan 2011, 18:55
Ich zb. sag ja nicht, das die KT 100 arg viel anders Klingt als die KT88, ( nicht mehr Bass o.ä. ) sondern irgendwie weniger "gestresst", die konturen am klang sind "klarer, straffer, sauberer " als wie mit der Svetlana KT 88 zb. auch ist sie nicht Lauter o.ä. nix mit mehr W.

mir kommt es halt so vor, als ob sie mehr "verträgt"
länger Laut hören zb. das ist es was mir halt aufgefallen ist,
und wenn der Klang "sauberer" wird, ist doch erstrebenswert.
sorry nicht falsch verstehen, mir ist es halt nur nicht ganz schlüssig in meiner Konstellation
oder ist die Schaltung gar für eine KT100*lol*

an was Merke ich, ob der Trafo und AÜs in die Knie geht?
Überhitzen, Kratzen, Knall ? ( sorry ich weiß es nicht )
bislang hatte ich bei mir keine Unterschiede dies bezüglich festgestellt.( ausser das ich die BIAS Einstellung erhöhen muss mit der KT 100 )
Eigentlich würde ich es ja nochmal gerne Testen, aber wenn ich das hier so lese, bleib ich wohl bei der KT88 ( gibts da auch wieder Hersteller Heitz unterschiede o.ä. )

viele grüße
akira68
Stammgast
#18 erstellt: 22. Jun 2011, 18:03
Letzte Beiträge sind ja schon ne Weile her.
Ich brauch mal hilfe weil ich einen Da50 zum testen hier hab.
Das erst enegative, keinerlei Bezeichnung an den Ls Klemmen
Was ist da was???

Gruß Lars
mattx
Stammgast
#19 erstellt: 22. Jun 2011, 18:20
Probier mal die Shuguang Treasures KT88-Z (black bottle), kann man bei BTB für 240,- im Quartett bestellen. Bisher die besten, die ich im Jadis erleben durfte ...
akira68
Stammgast
#20 erstellt: 22. Jun 2011, 18:25
Kannst du mir sagen, welche Anschlüsse 4 bzw 8ohm sind?

Gruß Lars
Diverex
Stammgast
#21 erstellt: 22. Jun 2011, 22:03
Auf http://www.jadis-electronics.com kannst Du Dir eine Bedienungsanleitung herunterladen.

Gruss

Klaus
akira68
Stammgast
#22 erstellt: 22. Jun 2011, 23:36
Mehr als das, hab ich da nicht gefunden...

Sensitivity : 100 mV
Bias : automatic
Power : 30 W Rms per chanel
Bandwidth @-3dB : 20Hz - 20 kHz
Connection : 5 inputs, line output, 2 speakers out
Tubes list : 4 x KT88, KT90, 6550,
2 x 12AX7/ECC83
3 X 12AU7/ECC82
Dimensions : 485 x 345 x 330
Weight : 31 Kg
Consumption : 275 W
Description : First of our new generation of integrated amplifiers, The
DA50S was designed to accept the new production of KT88, mythic
tubes for lots of audiophiles.
References

trotzdem schonmal danke an dich

Gruß Lars
akira68
Stammgast
#23 erstellt: 22. Jun 2011, 23:46
uups..überlesen...
2speakers out...also einfach Anschlußmöglichkeit für 2 Ls Paare.
Ich dachte das wäre für 4 und 8Ohm...

Danke nochmal

Gruß Lars
Diverex
Stammgast
#24 erstellt: 23. Jun 2011, 03:30
Oder Bi-Wiring.

Die inneren Klemmen sind direkt verdrahtet, zu den Äußeren führt eine extra Leitung. Also die Inneren benutzen.

4 bzw 8 Ohm läßt sich nur im Gerät ändern.
Welche LS sind denn angeschlossen?

Gruss

Klaus
akira68
Stammgast
#25 erstellt: 23. Jun 2011, 09:26
Die ACR STAte of the Art Eckhorn....
Noch eine Frage. Dieser Amp dient eigentlich der Orientierung und wurde freundlicher Weise vom Händler ausgeliehen. Hat er normalerweise eine Lautstärke Fb, oder kann man da was nachkaufen?

Gruß Lars


[Beitrag von akira68 am 23. Jun 2011, 09:29 bearbeitet]
Diverex
Stammgast
#26 erstellt: 23. Jun 2011, 14:56
Orientierung ist gut...

Du hast unter den Herstellern direkt 'Ferrari' ausgewählt.

Viel interessanter ist ob der 50er mit KT88 oder 6550 bestückt ist: 6550 ist der Gigant im Mitteltonbereich, KT88 der ungekrönte König im Bass und Hochtonbereich.

Der Jadis DA 50 RC ist fernbedienbar. (RC=Remote Control)

Gruss

Klaus
akira68
Stammgast
#27 erstellt: 23. Jun 2011, 17:43
Hi

da sind 6550 drin....mit den88ern nochmehr Bass.
Auwei, der Bass ist so Ok. Der HT ist mir ne Spur zu hart.
Mitten geht so noch grade in Ordnung. Ich hatte mir den an meinen Hörnchen..sagen wir mal wirklich nicht derart temperamentvoll vorgestellt. Das ist zwar ok so, aber in Verbindung mit dem HT etwas gnadenlos zumindest bei manchen Aufnahmen und höheren Pegeln.
Weiss Gott kein schlechter Amp und das Ergebnis, weiss teilweise zu begeistern, aber leider nicht 100%ig. Aber ich jammer schon auf hohem Niveau, das weiss ich.
Edit: hmm...schlecht ist der wirklich nicht... wir kämpfen noch Was hat es noch mit den Ls Anschlüßen auf sich?
Was sollen da für Unterschiede sein?

Gruß Lars


[Beitrag von akira68 am 23. Jun 2011, 17:58 bearbeitet]
Diverex
Stammgast
#28 erstellt: 23. Jun 2011, 19:03
Der Hochtonbereich ist sehr detailreich und hochauflösend.
Wenn die Quelle oder der HT das nicht können klingt es hart.

Ein Jadis Verstärker kann man nicht mal eben probehören, darauf muss man sich einlassen und dafür benötigt man in der Regel mindestens 4 Wochen Zeit.

Nach dem ersten Hörwochende hätte ich ihn mir nie gekauft, aber mein Händler hat mir zum Glück die Zeit gelassen...

Gruss

Klaus
akira68
Stammgast
#29 erstellt: 23. Jun 2011, 20:25
Hochauflösend ist schön und der Fostex T925 sollte das können Der ist in keinster weise überfordert.
Vergleich das mal mit einem Super Sportwagen( HT ). Ab und an mal
320 zu jagen macht Spaß... dauernd 320 wird streßig...
An was für Ls hat du den Amp?
Momentan tendiere ich zu etwas mehr Wärme im Klang. Was nir gut an der Kombi gefällt ist, das er richtig hinlangt an dem Horn, allerdings schwingt da zumindest wenn denn auch mal etwas Gas gegeben wird leider auch eine gewisse härte mit.

Gruß Lars
akira68
Stammgast
#30 erstellt: 24. Jun 2011, 12:06
Hmm.... diese Franzosen... der Amp macht mir echt Kopfzerbrechen..... der hat eine Menge stärken.
Stockfish Cd klingt sehr gut und glasklar, körperhaft mit gutem knorrigem Bass... er sthet aber nicht auf Frauen, da zischelt er zuweilen bei S lauten...

wollte schon dreimal meinen wieder anschließen und habs dann doch noch nicht gemacht...
Vieleicht teste ich die Tage noch unison performance....

Gruß Lars
Diverex
Stammgast
#31 erstellt: 24. Jun 2011, 12:47
Er steht sogar sehr auf Frauen, wie alle Franzosen.

Der Jadis löst die Stimmen gnadenlos auf, nur Deine HTs können damit nichts anfangen und es zischt...

Der Quercheck mit unisono ist eine gute Idee.
Noch besser ist Deinen Transistor oder eine andere Röhre für ein paar Tage anzuschließen.

Es wird Dir mit jedem Tag ohne Jadis jede Menge 'Musik' fehlen, garantiert.

Aber nicht auf Röhrenverstärker mit Röhren Glutamat hereinfallen, die einfach nur schönen!

Gruss

Klaus

akira68
Stammgast
#32 erstellt: 24. Jun 2011, 13:05
Was für Ls hast du dran?
Ich halte den Fostex T925 für einen der besten Hochtöner überhaupt. Wenn der nix damit anfangen kann, frag ich mich welcher dann ?
In der Art wurde er bisher bei mir noch nicht angespielt und das ist natürlich auch etwas neu und ungewohnt.
Ein bekannter hat denselben (Amp Emitter und ART G2 ). Seine Ht ist mit meinem sehr vergleichbar, wenn der Jadis dranhängt.
Bei vielen Aufnahmen mag ich das so sogar, nur gibt es eben auch welche (auch unter den audiophilen cds...) wo es schon sehr gnadenlos ist, auffälligerweise bei Frauenstimmen. Mich würden deine Ls mal interessieren.
Kennst Du den Unison performance?

Gruß Lars


[Beitrag von akira68 am 24. Jun 2011, 13:11 bearbeitet]
mattx
Stammgast
#33 erstellt: 24. Jun 2011, 13:11
Diverex hat doch eigentlich schon alles gesagt.

Quelle, Lautsprecher, Röhren, es muss eben passen !

Und dazu benötigt man Zeit und Ruhe, da ist nix mit husch husch …

Wie klingt den dieses ACR-Eckhorn im Hochtonbereich an anderen Verstärkern, was hattest da denn schon dran ?

Und was sind da für 6550er Endröhren drin, Electro Harmonix ?

In diesem Zusammenhang sollte man sich auch klar machen, daß die Vorstufenröhren oft größere Klangunterschiede produzieren als die Endröhren. Hier lohnt sich ggf. auch mal ein Tausch.

Letzte Frage: Welcher CDP ?

Gruß
Matthias
akira68
Stammgast
#34 erstellt: 24. Jun 2011, 13:19
Momentan (Leihgabe) Meridian C8.2
Mein Transistor Kombi Aaron vor endstufe.
Ein Kumpel hat sogut wie denselben Ls, mit Emitter1 und Audionet ART G2. Man kann sagen das es im Ht ebenso hoch Auflöst...alerdings meine ich, das es hier häufiger zu...sagen wir mal spitzen kommt. Das ist auch kein dauerhaftes Empfinden, was sich bei jeder Aufnahme findet!

Aber man darf doch behaupten, das der Jadis ein helles klangbild produziert, allen hier ungenannte Qualitäten mal aussen vor....

Kann schon sein, das wenn ich meinen Transistor wieder dranhänge erstmal ernüchterung folgt..

Gruß Lars
akira68
Stammgast
#35 erstellt: 28. Jun 2011, 01:38
Werd das gute Stück leider wieder abgebem. Er passt einfach nicht zu den Ls. Die schärfen gibt es bereits im Mt Horn...
Schade eigentlich, wenn die Kette passt sicher ein Topteil,
hier macht das aber leider keinen Sinn.
Muß ich mich dann weiter umsehen..

Gruß
Diverex
Stammgast
#36 erstellt: 28. Jun 2011, 07:03
Ich habe den DA 50 bei meinem Händler schon mit ganz vielen unterschiedlichen Lautsprechern gehört, aber scharf war da wirklich nie etwas, ganz im Gegenteil.

Probiere mal andere Verstärker. Vielleicht hat ein Gerät dieser Klasse einfach nur Schwächen in einer Kette aufgedeckt.
Bin gespannt.

Viel Erfolg

Klaus
akira68
Stammgast
#37 erstellt: 28. Jun 2011, 08:56
Hallo Deverex

waren da vileicht auch Hornlautsprecher dabei? Mir ist aufgefallen, das mein Mt Horn sehr weit rauf spielt.
Hab Pegelsteller für das Ht Hörnchen angebaut um ihn leicht zurückzunehmen, dabei ist mir das aufgefallen, was aber laut nachfragen bei anderen Leuten mit dem Ls normal ist.
Ich dachte vom Höreindruck, das diese schaärfen/Härte im Ht stattfinden....
Hmmm...macht mich schon nachdenklich....besonders wenn du sagst, das du solche Dinge noch an keinem Ls gehört hast.
Die Ls haben 106db Wirkungsgrad, von daher dachte ich es passt einfach nicht zusammen... Bei einigen Aufnahmen passt es bzw es fällt da nicht so auf...diese Aufnahmen sind aber klar in der Unterzahl...
Mal sehen was der Händler sagt, der ist sehr hilfsbereit und hat denke ich viel Ahnung von der Materie...
Bin schon drauf und dran einen Emitter1 zu nehmen...mal sehen..

Gruß

ps: kann es denn nicht sein, das an dem Jadis irgendwas nicht stimmt? Oder ist es ghar möglich, das seine Leistung in meinem Umfeld nicht reicht? Allerdings ist Pegelsteller auf 9 Uhr schon ordentlich laut... bei 10Uhr schon sehr laut...


[Beitrag von akira68 am 28. Jun 2011, 08:58 bearbeitet]
akira68
Stammgast
#38 erstellt: 28. Jun 2011, 10:03
Hätte noch eine Frage:
was hat es nun mit den Ls Anschlüßen auf sich? Wenn die nicht für 4 bzw 8Ohm sind, wo liegt der Unterschied?
Evtl. liegt da ja der Hund begraben...

Gruß Lars
Diverex
Stammgast
#39 erstellt: 28. Jun 2011, 10:54
Die LS Klemmen sind für Bi-Wiring.
Frag doch mal Deinen Händler nach dem Alter der Röhren.

Gruss

Klaus
Diverex
Stammgast
#40 erstellt: 28. Jun 2011, 10:55
Jede Menge Hornlautsprecher!
Der Händler führt die gesamte Tannoy Produktreihe.

Gruss

Klaus
akira68
Stammgast
#41 erstellt: 28. Jun 2011, 11:44

Diverex schrieb:
Die LS Klemmen sind für Bi-Wiring.
Frag doch mal Deinen Händler nach dem Alter der Röhren.

Gruss

Klaus


Für Biwire...dann hab ich schon so eine art Plazeboeffekt.
Hab umgeklemmt und dachte erstmal; scheint besser!?
werd ich machen, muß mich langsam eh mal bei ihm melden.
Tja klanglich...dicht drann... Sarah k- Waterfalls....hebt sie die Stimme an wirds etwas hart (Track3)...mal sehen wie es weitergeht. Wäre ich ausschließlich nur Leisehörer hätte ich vieleicht nichtmal was zu meckern ( obwohl ich das schon auf hohem Niveau tue..geb ich zu )

Gruß Lars
Diverex
Stammgast
#42 erstellt: 28. Jun 2011, 13:03
Ist ja auch richtig das es über die innen liegenden Klemmen minimal besser ist, da diese dirkt verdrahtet sind.

Gruss

Klaus
akira68
Stammgast
#43 erstellt: 28. Jun 2011, 13:38
Hab zuletzt die äusseren Klemmen benutzt. Lustigerweise fand ich "schlechte" quellen oder komprimiertes Zeugs, besser klingend als sonst. Ja leider ist diese "härte" bei mir immer da, mal mahr mal weniger...
Gruß Lars
mattx
Stammgast
#44 erstellt: 29. Jun 2011, 11:03
Inwieweit die Lautsprecher für den harten Klang verantwortlich sind, mag ich zwar nicht abschließend zu beurteilen, ich halte das aber für wahrscheinlich !

Thema Röhren: Die von Audioplan in meinem Jadis-Amp verbauten Röhren sind von Electro-Harmonix, Typ EH-6550 bzw. ECC82/83, das Klangbild ist hier in der Tat eher frisch und hell, aber - an meinen LS - niemals als hart zu bezeichnen. Wenn man allerdings den eher romantischen, dunkleren Röhrensound sucht, würde ich z.B. eher SED-KT88 „C“ nehmen.

Bei den Vorstufenröhren wird’s dagegen schwierig bzw. teuer (NOS), wobei man beachten sollte, dass diese meist den größeren Einfluss auf das Gesamtergebnis haben.
akira68
Stammgast
#45 erstellt: 29. Jun 2011, 11:19
Meine Erfahrungen sind da eher gering und wenn überhaupt nur an den Leistungsröhren vorhanden (vergelich zwischen Kt88 und 6550 am großen Cayin) das wars dann aber auch...gehört hab ich an meinen vorherigen Ls schon ein Paar Röhrenamps...
Abschließend bevor Da50 ins Auto geht, hab ich nochmals gehört...Jazz/Klasik Sampler. Ich bin kein ausgesprochener Klassikfan, aber hier könnt ich einer werden...das war schon großes Kino.
Verdammt der ist schon sehr gut...mit etwas tuning vieleicht sogar für mich komplett hinzukriegen...ob er evtl. etwas zuwenig Leistung hat..bzw ob ich Pegelmäßig zuviel verlangt hab, vermag ich nicht zu sagen.
Tut mir schon weh ihn abzugeben und gestrichen ist er noch nicht.
Wäre der nächst größere evtl. was für mich?
Ich leihe heute einen Leben C600 aus um mal zu hören wie der typische Lebenklang ist. Er wird eine ganz andere Richtung haben...
Wiegesagt ist such und find angesagt und es ist nicht auszuschließen das es doch eine Jadis wird... Er war verdammt dicht dran mein neuer zu werden...

Gruß Lars
akira68
Stammgast
#46 erstellt: 29. Jun 2011, 15:32
Nun teste ich grade einen Leben C600...Rücksprache mit Herrn Knopf bzgl. dem Jadis und meinen Beschreibungen nach empfahl er eher die Kt 120... zumindest wäre die als Feintuning einen Versuch wert....
Nun lausch ich mal dem Leben..

Gruß Lars


[Beitrag von akira68 am 29. Jun 2011, 15:34 bearbeitet]
mattx
Stammgast
#47 erstellt: 29. Jun 2011, 18:32
Die neue KT120 habe ich im Jadis auch getetest, sehr gute Röhre. Aber nicht in allen KT88-Amps einsetzbar, da sie einen etwas höheren Heizstrom ziehen.

Audio Research ist zB vor einger Zeit komplett auf die KT120 umgestiegen.

Bin mal gespannt ...
richi44
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 29. Jun 2011, 18:40
Einfach mal wieder als Gedankenschubs:
Eine Röhre reagiert mit ihrem Anodenstrom auf die negative Spannung des Gitters gegenüber der Katode. Und auch die ECC83 ist in der Lage, diese "Fahrt" ohne Abweichung innerhalb einer Stunde, einer Sekunde oder innert 10 Mikrosekunden auszuführen. Das gilt sogar für recht anständige Endröhren-Brummer. Und die Röhre steht nur da und bewegt sich dabei nicht, sie zeigt nicht mal den Anflug einer Regung!!

Und jetzt kommt jemand und behauptet, dass er mit bestimmten ECC82 und -83 einen hellen Klang gehört hat.
Wenn die ECC83 in den Sockel gehört und er steckt da eine ECC82 rein (nur weil die Stifte passen), so ist absolut klar, dass die ECC82 mit einem Ruhestrom von unter 1mA klirren muss wie die Sau. Und Klirr klingt hell. Aber entschuldigung, das IST ja genau das Problem, dass wieder mal Röhren getauscht werden ohne zu wissen, was da passiert.
Und wenn ich mir vorstelle, man würde statt der ECC82 eine ECC83 reinstecken, die für maximal 8mA Anodenmstrom gebaut ist und möglicherweise in der Schaltung mit 12mA betrieben wird.

Dass eine andere Endröhre mit anderen Kenndaten am Ausgangstrafo (besonders bei SE-Schaltungen) zu höherem Klirr führt, ist kein Wunder. Dass es bei Röhren mit gleichen Daten zu Unterschieden kommen soll ist selbst bei Endröhren eigentlich unmöglich. Bei identischen Vorröhren in normalen Schaltungen kommt es nachweislich nicht zu hörbaren Auswirkungen. Sollte sowas gehört werden, müsste es dringend nachgemessen werden. Da solche Messungen fehlen sind diese Aussagen mit mehr als nur Vorsicht zu geniessen.
akira68
Stammgast
#49 erstellt: 29. Jun 2011, 18:52
Wenn ich dich da jetzt halbwegs richtig verstanden hab, ist unter keinen Umständen ein Unterschied der anderen Endröhre zu hören?
Wiegesagt bin kein Röhrenspezie. aber zB am Cayin 100 (meine ich hieß der) haben wir zwischen Kt 88 und 6550 wohl unterschiede gehört.
Oder hab ich dich einfach nur falsch verstanden....?

Gruß
Diverex
Stammgast
#50 erstellt: 29. Jun 2011, 20:06
Hallo Lars,

wie klingt den der Leben so??

Zwischen KT88 und 6550 sind erhebliche Unterschiede wie Du es auch gehört hast. 6550 macht eine unglaubliche Auflösung in den Mitten, KT88 dafür Basskontrolle, eine irre Hochtonwiedergabe und mehr Leistung. KT90 und KT120 können noch mehr Leistung und letztere werden von Herrn Knopf vor allen Dingen für leistungshungrige Boxen empfohlen.

Der DA 88S, also der größte Jadis Vollverstärker, kontrolliert die Lautsprecher wesentlich besser und ist in allen Belangen noch einmal deutlich besser, aber auch doppelt so teuer.

Ein Bekannter von mir geht seit er den DA 88S hat in wesentlich weniger Klassik Konzerte....

Gruss

Klaus
akira68
Stammgast
#51 erstellt: 29. Jun 2011, 20:59

Diverex schrieb:
Hallo Lars,

wie klingt den der Leben so??

Zwischen KT88 und 6550 sind erhebliche Unterschiede wie Du es auch gehört hast. 6550 macht eine unglaubliche Auflösung in den Mitten, KT88 dafür Basskontrolle, eine irre Hochtonwiedergabe und mehr Leistung. KT90 und KT120 können noch mehr Leistung und letztere werden von Herrn Knopf vor allen Dingen für leistungshungrige Boxen empfohlen.

Zu Kt88 und 6550 hab ich im Cayin auch so empfunden, wobei mir da noch an LaScala die 6550 eher zugesagt hat

Der DA 88S, also der größte Jadis Vollverstärker, kontrolliert die Lautsprecher wesentlich besser und ist in allen Belangen noch einmal deutlich besser, aber auch doppelt so teuer.

deutlich besser..das hättest du jetzt nicht sagen dürfen..

Ein Bekannter von mir geht seit er den DA 88S hat in wesentlich weniger Klassik Konzerte....

Das kann ich mir sehr gut vorstellen, da ist der Da50 schon großes Kino. Wiegesagt ab und an mal würd ich das auch hören, mit dem Amp wäre ich bald Klassikfan...schon leicht überwältigend

Gruss

Klaus



Der Leben...kurz gesagt, obwohl der Jadis so wie bestückt war, nicht ganz gepasst hat, hab ich seine große Klasse erkannt und ihn auch nicht gestrichen.
Der Leben ist aber auch ganz toll. Hat einen anderen Charakter. ist etwas "wärmer" passt auf anhieb besser hier rein. Bisher kommt jede Musikrichtung toll, aber weit weniger spektakulär aber trotzdem nicht langweilig. Beim Jadis (abgesehen von den Dingen die nicht gepasst haben; subjektive härte..) war der Bass knorriger, besser unter Kontrolle, druckvoller wie der gesammte Klang druckvoll war.
Der Leben punktet wieder mit desserer Räumlichkeit und Bühne( die aber nicht Welten besser). Er geht gelassener ans Werk, hat mindestens die Gleiche Auflösung und Details klingt minimal farbiger (aber absolut kein Vergleich zu einer Shindo die ich mal mit Brocksieper Monos zuhause hatte). Die Shindo Aurieges war das farbstärkste was ich bisher überhaupt gehört hab. Da wäre aber die Frage ob einem das auf Dauer nicht zuviel wird. Aber Jazzbläser, Gitarren hat niemehr soviel Spaß gemacht.

Du hast das in den ersten Posts schon gut ausgedrückt. Von wegen; du hast dir zur Orientierung gleich Ferrari ausgesucht. Dann ist der Leben vieleicht ein Maibach...beides Traumteile. Der Jadis Da50 ist demnach noch steigerbar mit dem 88 (weil da 88er Röhren drin sind? ) und der Leben mit dem suoerleckeren Pre und der C600P Endstufe.
Aber der C600..hmm...könnte mich verlieben...anrührender Klang...beides Ganz große Kaliber

Gruß Lars
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