Tuning eines Aurexx Crystal 1

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Der_Wasi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Mrz 2005, 17:42
Aloha,

ich hab vor kurzem günstig einen Aurexx Verstärker bei Ebay ersteigert und bin begeistert von dem Kleinen.
Allerdings juckts mich in den Fingern, das geht bestimmt noch besser usw. ihr kennt das ja
Wo ließe sich bei diesem Verstärker was verbessern, gerade weil es Low-Cost-Ware ist.
Würde es z.B. was bringen den Koppelkondensator zwischen der Vorröhre und der Endröhre gegen einen hochwertigeren auszutauschen? Und was ist mit der Siebung, die beträgt 2x 100uF, wäre es sinnvoll das was zu machen, z.B. 2x 150 oder 220uF (Wobei da vermutlich eine Sicherung durchgehen würde)?

Mit den Röhren ist das auch so eine Sache, im Moment arbeitet in der Vorstufe eine ecc83 Tesla Röhre und in der Endstufe jeweils eine Ruby EL84-CZ Selected (heißt ja jetzt TAD). Als Ersatz habe ich mir schon mal vorsorglich ein paar Valvo Röhren ersteigert, war das ein Fehler bzw. sind die den Ruby und Tesla Röhren unterlegen?
Ihr seht, ich bin ein Neuling in Sachen Röhre, hab vorher immer Transistorverstärker genutzt, hoffentlich weiß jemand Rat.
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 21. Mrz 2005, 01:54
Hallo

Ob ich so ohne weiteres an die Innereien rangehen würde ohne wirklich zu Wissen was dann daso alles passiert weiß ich nicht

Bei den VV Röhren hast Du eigentlich freies Spielfeld, da kannst Du Dich austoben bis Deine Lauscher zufrieden sind.

Zu den EL84 kann ich Dir leider nix sagen, davon hatte ich noch keine und hab auch nix gehört, scheint eher ein weniger verbreiteter Typ zu sein

Der_Wasi
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 21. Mrz 2005, 18:51
Oha, doch noch eine Antwort, ich dachte schon niemand will mit mir "sprechen"
Also ein Schaltbild habe ich ja, nur keinen Scanner damit alle was davon haben.
Zumindest der Koppelkondensator ließe sich ohne weiteres ersetzen z.B. durch einen Mcap Supreme, mal schauen ob ich die Kiste mal zerlege.
Übrigens studiere ich Elektrotechnik, ist also schon so, dass ich ein wenig davon verstehe
Ich dachte nur, dass das vielleicht schon mal jemand vor mir gemacht hat. Wenn ich mich dran wage, werde ich auf jedenfall hier mal das Ergebnis posten.
Mittlerweile habe ich auch die Valvoröhren getestet und kann da jetzt nicht wirklich einen Unterschied zu den anderen Röhren hören, sie klingen genauso gut
Was mich allerdings etwas irritiert hat, ist die Tatsache, dass die Valvo-Vorröhre (ECC83) beim Einschalten kurz aufleuchtet und dann wieder normal glimmt.
Ich dachte, das sei ein Defekt, aber auch eine zweite Röhre (Ich habe vier ersteigert) weist exakt dieses Phänomen auf. Die Tesla ist da vollkommen normal. Hoffentlich ist das nichts schädliches
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 21. Mrz 2005, 19:19
Hi

hab Deinen Thread erst spät gesehen leider, und der Aurexx Crystal ist mir leider auch nicht wirklich bekannt

Gleiches Problem mit kurzzeitig hell aufleuchtenden VV-Röhren hatten wir hier schonmal in irgenteinem Thread nur gefunden habe ich das noch nicht.. vielleicht liest derjenige das ja mit und kann hier reinschreiben wo da das Problem war.



[Beitrag von Belzebub69 am 21. Mrz 2005, 19:20 bearbeitet]
speedikai
Inventar
#5 erstellt: 22. Mrz 2005, 17:55
hallo,

mein händler sagt, der aurexx ist eine idee von leuten einer holländischen hifi zeitschrift. angeblich gibt es wohl einige newsgroups zu dem thema. kenne mich da aber nicht aus. die erströhren sind ganz gut, da dürfte nicht viel gehen. meines erachtens geht das nur über veränderungen im inneren.

kai
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 22. Mrz 2005, 20:28
Die tauchen ja im Auktionshaus in rauen Mengen auf Und was für Farben.. also zumindest da wird mir

Aber sagt ja nix übern Klang
Wie siehts denn mit der Leistung aus.. kommst Du damit klar oder könnts doch nen Häppchen mehr sein?

m1rk0
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 22. Mrz 2005, 21:36
Ich hatte wegen der Auktionen schon im Kopfhörer-Forum nachgefragt, aber hier passt es vermutlich besser :

Das auf Ebay sind ja alles Bausätze, kann jemand wie ich (Bausatzerfahrung, aber keinerlei Röhrenerfahrung oder -wissen) soetwas bauen, und am Ende auch richtig einstellen?

Die Fertiggeräte sind zwar nicht viel teurer, aber ich würde gerne mal wieder sowas basteln...

Gruß,
Mirko
Der_Wasi
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 22. Mrz 2005, 22:38
@Belzebub69
Die Farben sind manchmal echt krass, ich hab ihn in silber ersteigert, das passt wunderbar zu meinem anderen Hifikomponenten.
Ich treibe mit dem Aurexx zwei Hörner mit ca. 96dB bei einem Watt, da reichen die 3,5W eigentlich immer aus.
Geringer sollte der Wirkungsgrad aber auch nicht sein, der Aurexx ist meiner Ansicht nach, wirklich nur für Hörner oder andere wirkungsgradstarke Systeme geeignet. Außerdem ist eine Impedanz von 8 Ohm Pflicht, da nur ein Abgriff für eben diese Impedanz vorhanden ist.
Ich habe in anderen Threads gelesen, dass einige ihren Aurexx als basschwach bezeichnen, das kann ich nicht bestätigen, vermutlich hängt das ebenfalls mit der Impedanz zusammen. Bei 4 Ohm fällt er einfach zu früh ab.
Meine Hörner haben hingegen einen Gleichstromwiderstand von 7,2 Ohm, sind also relativ zu den meisten anderen 8-Ohm Boxen, recht hochohmig und linear. Daraus folgt ein für Röhrenverstärker nahezu optimaler Betriebszustand.
Vermutlich harmonieren sie deswegen so gut mit dem Aurexx.
Auch obenrum fehlt nichts, ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Verstärker.

@m1rk0
Also bei Ebay sehe ich eigentlich fast nur Fertiggeräte, Bausätze sind da eher seltener
Selberbauen müsste aber auch gut gehen, zumindest, wenn der Verstärker so einfach wie der Aurexx aufgebaut ist.
Wenn du mit dem Lötkolben umgehen kannst und auch die nötige Vorsicht bei den bei Röhrenverstärkern üblichen hohen Spannungen walten lässt, dürfte das kein Problem sein.
Wichtig bei den Röhren ist allerdings, dass man bei den meisten Verstärkern zu Anfang den Arbeitspunkt der Röhren einstellen muss, aber auch das ist nicht so schwierig.


[Beitrag von Der_Wasi am 22. Mrz 2005, 22:38 bearbeitet]
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 22. Mrz 2005, 22:44
Wow.. cooler Bericht In silber gehts ja.. aber dieses grün ist ja ganz schrecklich. Das hört sich nach ner sehr guten Kombination an.. gibt bestimmt ein zufriedenes Gesicht beim Musik hören

m1rk0
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 22. Mrz 2005, 22:51
Hab nochmal bei Ebay nach "aurexx" gesucht, Bausätze und Fertiggeräte halten sich in etwa die Waage. Hatte ich vorher nicht gesehen, weil ich mir nur die schwarzen angesehen hatte, alle Fertiggeräte aber scheinbar grün sind .

Reicht zum einstellen ein normales Messgerät? Ich höre manchmal was von Oszilloskop und so. Da würde es bei mir schwierig werden.

Mirko
Gelscht
Gelöscht
#11 erstellt: 22. Mrz 2005, 23:04
Zum einstellen langt in diesem Falle ein Multimeter.
Klar ein Osszi kann man immer brauchen ist aber nicht zwingend erforderlich. Ansonsten als Osszialternative kann ich auch die Software Audiotester in Kombination mit einer Soundkarte empfehlen. Geht super und hast quasi noch die Funktionen für nen Spektrumanalyzer.
Der_Wasi
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 22. Mrz 2005, 23:17

m1rk0 schrieb:
Hab nochmal bei Ebay nach "aurexx" gesucht, Bausätze und Fertiggeräte halten sich in etwa die Waage. Hatte ich vorher nicht gesehen, weil ich mir nur die schwarzen angesehen hatte, alle Fertiggeräte aber scheinbar grün sind .

Reicht zum einstellen ein normales Messgerät? Ich höre manchmal was von Oszilloskop und so. Da würde es bei mir schwierig werden.

Mirko


Wow, ich hab eben mal bei Ebay geguckt, da ist ja plötzlich alles voll von Aurexx Verstärkern. Als ich meinen ersteigert habe, gab es nur zwei Angebote, daher meine obige Antwort.
Aber der Preis ist etwas hoch, meinen habe ich für 210 Euro ersteigert, der andere ging damals für 190 Euro (grün!) über den "Ladentisch". Ich würde auf bessere Angebote warten, der eine grüne für momentan 44,50 Euro kann ja nicht alles sein. Jetzt wo ich dieses grün nochmal gesehen habe, wird mir auch ganz anders *grusel*


[Beitrag von Der_Wasi am 22. Mrz 2005, 23:18 bearbeitet]
speedikai
Inventar
#13 erstellt: 23. Mrz 2005, 08:19
hallo,

die preise bei ibey sind sehr unterschiedlich.
wer sofort kaufen will:

www.walter-elektronik.de


kai
m1rk0
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 23. Mrz 2005, 12:01
Bei den geringen Preisunterschieden zwischen Bausatz und Fertiggerät ist das Selbstbauerlebnis allerdings nicht ganz so befriedigend. Können die die Fertiggeräte nicht mal 100 Euro teurer machen?

Im Kopfhörerforum will oder kann mir das scheinbar niemand beantworten: Ich hätte den gerne für meinen AKG K-1000 Kopfhörer (120 Ohm Impedanz aber mit so geringem Wirkungsgrad, dass er üblicherweise an die Lautsprecherklemmen angeschlossen wird). Spricht aus technischer Sicht etwas dagegen, den da anzuschließen? Ob der Klang bei der Kombination stimmt, kann mir vermutlich niemand so einfach sagen (oder hat vielleicht jemand hier beides?), aber das wäre ich durchaus bereit selber durch einen Kauf herauszubekommen.

Mirko
Tulpenknicker
Inventar
#15 erstellt: 23. Mrz 2005, 12:18

Bei den geringen Preisunterschieden zwischen Bausatz und Fertiggerät ist das Selbstbauerlebnis allerdings nicht ganz so befriedigend. Können die die Fertiggeräte nicht mal 100 Euro teurer machen?


Da hast Du recht Mirko :D!!

Ein ganz markantes Beispiel stellt z.Bsp der ELV-RV-100 aus "deutschen" Landen dar: Einige sehen ihn als Konkurrenz zu den guten Dynavox VR-70 (kann ich nicht beurteilen, da ich keinen von beiden je gehört habe), als Bausatz kostet er 519 € und als Fertiggerät inkl. Überprüfung 549 € (!?). Mich wundert nur der läppische Mehrpreis von gerade einmal 30 € gegenüber dem Bausatz.

...Stellt sich nur die Frage wo die Dinger zusammengelötet werden...
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 23. Mrz 2005, 15:04
Das mit den geringen Preisunterschiedn ist mir auch schon beim ELV aufgefallen.. mal ganz ehrlich würd ich mir die Arbeit für ca. 50€ nicht machen wollen, zudem dann noch das Risiko steigt nen Fehler reinzubauen und den Amp dann abrauchen zu sehen

Der_Wasi
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 24. Mrz 2005, 09:33

Belzebub69 schrieb:
Das mit den geringen Preisunterschiedn ist mir auch schon beim ELV aufgefallen.. mal ganz ehrlich würd ich mir die Arbeit für ca. 50€ nicht machen wollen, zudem dann noch das Risiko steigt nen Fehler reinzubauen und den Amp dann abrauchen zu sehen

:prost


Seh ich auch so. Außer man wollte vielleicht ein paar Bauteile gegen noch "highendigere" austauschen, die könnte man dann direkt mit einbauen.
Philetta
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 27. Mrz 2005, 19:13
Hallo,
zu dem Preisunterschied Bausatz/Fertiggerät bei ELV kann ich nur sagen, das es sich anscheinend um den Abverkauf der restlichen Röhrenendstufen bzw. Vorverstärker handelt, bis Anfang diesen Jahres lag der Preisunterschied noch bei einigen 100 Euros.
Habe übrigends den ELV RVV-100 (Röhrenvorverstärker) zusammengebaut. Einige nette Detaillösungen sind schon vorhanden, z.B. elektronische Heiz- und Anodenspannungsstabilisierung, Eingangsumschaltung mit Relais, aber: die mitgelieferten Röhren von Ei ( ECC 82 und 83) sind lausig (rauschen, brummen und sehr mikrofonieempfindlich, Austausch gegen TFK ECC802S und Tesla ECC 83 hat sehr viel gebracht), billiges Stereo-Poti und popelige Mechanik für den Netzschalter, und die Optik: naja, Geschmackssache.
Auf jeden fall lernt man durch den Selbstbau das Gerät richtig kennen, ist recht einfach.
Der_Wasi
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 24. Apr 2005, 21:29
So, ich hab ja versprochen von den Tuningmaßnahmen zu berichten. Zunächst habe ich die originalen Koppelkondensatoren gegen Mcaps von Mundorf ausgetauscht und es scheinen tatsächlich mehr Details da zu sein. Ist natürlich schwierig das zu belegen, wegen Erfolgserwartung, fehlendem Doppelblindtest, bla bla bla...
Es ist auf jeden Fall nicht negativ ;). Der Aurexx klingt jetzt noch raumfüllender, mit dem eben beschriebenen Zuwachs an Details.
Bei den originalen Cs handelt es sich um XPP von Bennic, die ja auch einen guten Ruf haben, allerdings ist bei dem Mundorf die Toleranz nicht so groß.
Leider konnte ich noch nicht an den Elkos herumspielen, da es ungemein schwierig ist passende Elkos zu bekommen (sie sollen ja dahin passen wo vorher die anderen waren).
Nun hatte ich endlich passende Elkos bei Ebay ersteigert und der gute Mensch schickt mir die verkehrten, grrrr....
Das ist auch der eigentliche Grund warum das so lange gedauert hat, ich hatte vor beide Komponenten auf einmal zu ersetzen, war dann aber jetzt doch zu ungeduldig.
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 24. Apr 2005, 22:09
Hi

Schön von so erfolgreichen Modifikationen zu hören, stell doch mal ein paar Bilder ein von den modifizierten Teilen usw

Mein Cayin kriegt auch bald nen paar neue Kondensatoren verpaßt, 2 dieser Umbauten wurde schon durchgeführt von 2 Düsentriebs und Beide sind begeistert

Bei allem rumgelöte solltest Du falls Du die Bilder einstellst auch die Sicherheitshinweise nicht vergessen beim hantieren am offenen Amp

geist4711
Inventar
#21 erstellt: 25. Apr 2005, 11:13
sinnvolles 'tuning' an den aurex und auch dem vr70 sowie anderen 'günstigeren' meist aus dem asiatischen raum stammenden geräten, sind 1. die aü's gegen grössere zu tauschen(frequenzgang linearer und weiter runter).
2. evtuelle china-röhren gegen amerikanische oder russische zu taueschen, und 3. die condensatoren zwischen den stufen etwas grösser zu wählen. herstellerunterschiede sind an und für sich marginal, sofern diese die selben toleranzen haebn (zb 5%).
beim vergrössern der siebelkos muss man darauf achten ob evtl. der amp eine röhren-, silizium- oder selen-gleichrichter hat. erster und letztere mögen keine höheren ströme, die ja auch durch grössere siebkondensatoren entstehen(ladeströme).
weitere modifikation-möglichkeit wäre der austauscht der wechselspannungs-heizung gegen eine mit elektronisch geregelter gleichspannung.
bei alledem sollte man aber die leistungsfähigkeit des verwendeten trafo's nicht ausser acht lassen.
das einstellen der röhrenendstufen, erübrigt sich, sofern wenn die schaltung mit automatischer gittervorspannung aufgebaut wurde.
meine 5.1 endstufe mit aktiver .1 röhren-subweiche aber sub-transistor-endstufe,
habe ich mir selber gebaut, da kann man sich dann auch sicher sein das alle bauteile hochwertig sind und das netzteil anständig überdimensioniert wurde.
ausserdem gibt es 5-kanal-endstufen in röhrentechnik äusserst selten.....
mfg
robert


[Beitrag von geist4711 am 25. Apr 2005, 11:18 bearbeitet]
Der_Wasi
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 25. Apr 2005, 12:23
@Belzebub69
Ja, wenn ich die Elkos ändere mache ich auch mal ein paar Fotos, hatte ich diesmal vor lauter Tatendrang ganz vergessen :P.

@geist4711
Danke für die Tipps.
Die Aü´s wären natürlich der erste Punkt an dem man ansetzen sollte, das wäre dann aber eine größere Aktion und ich wollte erstmal sehen ob ich mit diesen kleineren Eingriffen einen Erfolg erzielen kann.
Der Austausch der Heizung wäre sicherlich auch sehr sinnvoll, meine Röhren würdens mir danken, mal sehen ob ich das mal in Angriff nehme.
Die höheren Ladeströme haben mir auch schon Kopfzerbrechen bereitet (siehe meinen Eingangspost), aber die Gleichrichtersektion dürfte da keine Probleme machen, es sind Siliziumdioden. Zumindest hierbei ist der Aurexx dann schon etwas moderner ;).
Aber eine 5-Kanal Röhrenendstufe ist wirklich nicht schlecht, klingt bestimmt überirdisch. Ich muss da bei 5.1-Material mit meinem Onkyo TX-DS797 Vorlieb nehmen, der zieht mich dann immer aus den Röhrensphären in die kühle Transistorwelt herunter ;).
funny1968
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 25. Apr 2005, 14:05

Tulpenknicker schrieb:

Bei den geringen Preisunterschieden zwischen Bausatz und Fertiggerät ist das Selbstbauerlebnis allerdings nicht ganz so befriedigend. Können die die Fertiggeräte nicht mal 100 Euro teurer machen?


Da hast Du recht Mirko :D!!

Ein ganz markantes Beispiel stellt z.Bsp der ELV-RV-100 aus "deutschen" Landen dar: Einige sehen ihn als Konkurrenz zu den guten Dynavox VR-70 (kann ich nicht beurteilen, da ich keinen von beiden je gehört habe), als Bausatz kostet er 519 € und als Fertiggerät inkl. Überprüfung 549 € (!?). Mich wundert nur der läppische Mehrpreis von gerade einmal 30 € gegenüber dem Bausatz.

...Stellt sich nur die Frage wo die Dinger zusammengelötet werden... :.


HiFi-Stereo-Röhrenvorverstärker ELV-RVV-100, Komplettbausatz
Artikel-Nr.: 68-366-70
339,00 €


HiFi-Stereo-Röhrenvorverstärker ELV-RVV-100, Fertiggerät
Artikel-Nr.: 68-346-24
510,00 €

------------------

High-End-HiFi-Stereo-Röhrenverstärker ELV-RV-100, Fertiggerät
Artikel-Nr.: 68-319-42
819,00 €


High-End-HiFi-Stereo-Röhrenverstärker ELV-RV-100, Komplettbausatz
Artikel-Nr.: 68-324-16
519,00 €

Es ist nicht nur ein Hunni!
Tulpenknicker
Inventar
#24 erstellt: 25. Apr 2005, 14:18
Hi funny1968,

tja, die Preis scheinen sich schlagartig geändert zu haben,
wahrscheinlich wegen der hohen Nachfrage, oder es handelte sich vorher um einen markanten Druckfehler. 819€ erscheinen mir realistisch für ein Gerät das in Deutschland zusammengebaut wird und ich finde es nicht einmal zu teuer...

Gruß,

Nils
Der_Wasi
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 02. Mai 2005, 12:52
Hallihallo,

nun hab ich auch die Elkos ersetzt, hier mal ein paar Bilder:

So sah er vorher aus:


Die originalen Elkos:


Im Inneren sieht man jetzt auch die ersetzten Mundorf Koppelkondensatoren:


Auf dem nachfolgenden Foto ist ersichtlich, dass die beiden Elkos in ihren Dimensionen (außer in der Höhe) sehr gut übereinstimmen. Es war nicht einfach Elkos mit fast der 3-fachen Kapazität und genügender Spannungsfestigkeit zu bekommen, die trotzdem noch passen. Die um 50V geringere Spannungsfestigkeit ist nicht schlimm, da sowieso nur maximal 300V anliegen.


Und schwupps, schon sind die neuen drin


Hier ist mal der Schaltplan, für die Leute, die es interessiert. Der Verstärker ist erstaunlich einfach aufgebaut.


Tja, was soll ich sagen, der Effekt ist wirklich verblüffend. Ganz offensichtlich war mein Verstärker nicht ganz in Ordnung. Das nicht zu überhörende Brummen, welches bei mir latent vorhanden war, ist nun komplett verschwunden. Anscheinend sind die originalen Elkos nicht ganz in Ordnung gewesen bzw. hatten wohl nicht die volle Kapazität und konnten so nicht die gewünschte Siebung erzielen. Vielleicht war der Verstärker deswegen so günstig bei Ebay zu haben ;).
Jetzt wo das Brummen weg ist, merke ich erst wie störend es war, die Musik erscheint jetzt in einem ganz anderem "Licht". Zuweilen (Mit den den richtigen Tonkonserven)bekommt man eine Gänsehaut nach der anderen. Außerdem hat er jetzt wesentlich mehr "Dampf" untenrum, in Verbindung mit meinen Hörnern macht das höllisch Spass.
Dieser große Erfolg ist aber, aufgrund der oben geschilderten Zusammenhänge, nicht auf andere Aurexx-Verstärker übertragbar. Ich weiss nicht, ob der Austausch der Elkos bei "intakten" Verstärkern zu einem hörbaren Unterschied führt.
Wer Lust hat, kann es natürlich auch mal ausprobieren, dabei aber bitte an die Sicherheit denken: (Bilder sagen mehr als tausend Worte)


Gruß

Frank


[Beitrag von Der_Wasi am 02. Mai 2005, 13:06 bearbeitet]
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 02. Mai 2005, 13:00
Hallo Frank

prima das Du noch lebst und der Amp den Umbau bestens überstanden hat anscheinend

Meine verflixten Caps sind noch immer nicht angekommen sodaß mein Cayin noch auf seine warten muß. Aber Deine Fotos stimmen mich schon wieder ruhig

Ist doch prima wenn sowas nicht gleich wahnsinnige Kosten verschlingt und man mit etwas DIY Einsatz alles wieder hinkriegt

Viel Spaß noch mit den Amp

geist4711
Inventar
#27 erstellt: 02. Mai 2005, 17:29
nachdem ich das schaltbild gesehen hab, fällt mir da folgendes auf.
es fehlt ein condensator am eingang des amp, wenn das angechlossene gerät mal gleichspannung abgibt, verändert dies den arbeitspunkt der eingangs-röhre.
es fehlt auch zwischen R1 und PIN2 der 1k widerstand zur schwing-unterdrückung -sowas kann unter umständen vorkommen.
gleiches gillt für R10 /PIN2 der endstufen-röhre.
dann fehlt der endröhre der schutzwiderstand für's G2(pin 9) von 100R.
achte mal darauf, ob nach deiner änderung evtl R14 nun deuitlich heiss wird, selbes gillt für den trafo, wegen der höheren lade-ströme der grösseren sieb-elkos.
dann fällt mir auf, das laut datenblatt der R11 immer mit 135R angegeben wird und die speisespannung 256v nicht übersteigen sollte.
auch befindet sich in den phillips-schaltungen zwischen R4 und PIN8 der vor-röhre ein mit 50µ/63v überbrückter widerstand von 2,2k. dazu muss dann aber auch noch R2 statt an masse, an den punkt geführt werden, wo die GK ankommt
mein tip noch zur siebung,
teile die siebung, mit deinen gekauften elkos auf, für jeden kanal einen dieser elko's.
vor diesen, einen neuen widerstand(10w) einfügen, das die spannung dann am 'letzte' elko 256v nicht überschreitet.
(die grösse des neuen widerstandes, kannst du mit einem poti(5w), unter last einmal austesten, dann die passsenden fest-widerstände einlöten)
den alten elko an position C7 undC6 setzt du wieder ein, du hast ja die neuen als dritte siebstufe drin.
teure mundorf c's bringen übrigens so gut wie nichts klanglich.
nebenbei, belzebub, EL84 magst du nicht kennen, diese röhren waren jedoch in röhren-zeiten einer 'der' standart-typen....

achja, eins noch, baue auch gleich einen widerstand 250k, nach jedem der 'neuen' elkos ein, zum entladen wenn du den amp abschaltest.spannungsfestigkeit der elkos ist übrigens durchaus wichtig, messe mal, welche spannung der trafo unbelastet abgiebt, und schaue dann wie spannungsfest deine neuen elkos sind, der wert der elkos sollte über der leerlaufspannung des trafos liegen.

eine warnung noch, so hohe spannung kann schon beim ersten berühren tödlich enden, also entsprechende vorsicht walten lassen....
mfg
robert


[Beitrag von geist4711 am 02. Mai 2005, 17:42 bearbeitet]
speedikai
Inventar
#28 erstellt: 02. Mai 2005, 19:45
hallo,

keine ahnung ob da was fehlt.
aber das ist ne astreine 50er jahre schaltung.
die ist auf grund einer holländischen hifi zeitschrift und des dazu gehörigen forums verbessert worden.
ziel, günstig und gut!

kai
geist4711
Inventar
#29 erstellt: 02. Mai 2005, 20:03
die von mir gemachten vorschläge, stammen von dem schaltungs-design her von telefunken, einem der hersteller und entwickler der röhren.
wenn du meinst eine hifi-zeitschrift kennt sich da besser aus -bitte.
ich halte mich da lieber an die vorgaben der entwickler der bauteile, hier der röhren.
warum die bauteile, ergibt sich auch aus deren zweck und den erläuterungen und berechnungen, die zb in den labor-büchern von telefunken zu lesen sind.
und zum thema preis, die gemachten vorschläge meinerseits, zu den vorgegebenen bauteilen, kosten ja nun wirklich nicht allzuviel.
da sind 'extra mundorf surprime' oder wie sie auch heissen, super-condensatoren, allein schon wesentlich teuerer.
mfg
robert


[Beitrag von geist4711 am 02. Mai 2005, 20:04 bearbeitet]
speedikai
Inventar
#30 erstellt: 03. Mai 2005, 06:17
hallo robert,

es ging gar nicht um deine vorschläge.
wollte nur sagen, dass das auch so gut ist. natürlich hat der amp. einiges verbesserungspotential.

kai
geist4711
Inventar
#31 erstellt: 03. Mai 2005, 09:36
das habe ich schon verstanden.
nur, der amp ist eben so NICHT gut.
mindestens der widerstand für schwing-kompensation an der endröhre und der C am eingang gegen gleichspannung, als erstmal wichtigstes, fehlen.
und die bauteile sind für einen langfristigen sicheren betrieb unumgänglich.
sicher, ich habe auch schon bei diversen test-schaltungen diese teile weg gelassen, aber in dem endgültigen aufbau, waren sie immer vorhanden.
da wird an falscher stelle, mit teilen deren kosten im cent-breich liegen gespart.
zum beispiel der eingangs-C, stell dir mal vor, die eingangsröhre hat einen schluss von anode zum gitter, weil das gitter einen defekt bekommt.
wo landet dann die anodenspannung im ungünstigsten falle? eben, beim angeschlossenen gerät - nicht sehr gesund für dieses....
beispielsweise soundkarten reagieren auf sowas, und auch schon auf viel kleinere spannungen, mit ausfällen.

mfg
robert
Der_Wasi
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 03. Mai 2005, 16:28

geist4711 schrieb:
nachdem ich das schaltbild gesehen hab, fällt mir da folgendes auf.
es fehlt ein condensator am eingang des amp, wenn das angechlossene gerät mal gleichspannung abgibt, verändert dies den arbeitspunkt der eingangs-röhre.
es fehlt auch zwischen R1 und PIN2 der 1k widerstand zur schwing-unterdrückung -sowas kann unter umständen vorkommen.
gleiches gillt für R10 /PIN2 der endstufen-röhre.
dann fehlt der endröhre der schutzwiderstand für's G2(pin 9) von 100R.
achte mal darauf, ob nach deiner änderung evtl R14 nun deuitlich heiss wird, selbes gillt für den trafo, wegen der höheren lade-ströme der grösseren sieb-elkos.
dann fällt mir auf, das laut datenblatt der R11 immer mit 135R angegeben wird und die speisespannung 256v nicht übersteigen sollte.
auch befindet sich in den phillips-schaltungen zwischen R4 und PIN8 der vor-röhre ein mit 50µ/63v überbrückter widerstand von 2,2k. dazu muss dann aber auch noch R2 statt an masse, an den punkt geführt werden, wo die GK ankommt
mein tip noch zur siebung,
teile die siebung, mit deinen gekauften elkos auf, für jeden kanal einen dieser elko's.
vor diesen, einen neuen widerstand(10w) einfügen, das die spannung dann am 'letzte' elko 256v nicht überschreitet.
(die grösse des neuen widerstandes, kannst du mit einem poti(5w), unter last einmal austesten, dann die passsenden fest-widerstände einlöten)
den alten elko an position C7 undC6 setzt du wieder ein, du hast ja die neuen als dritte siebstufe drin.
teure mundorf c's bringen übrigens so gut wie nichts klanglich.
nebenbei, belzebub, EL84 magst du nicht kennen, diese röhren waren jedoch in röhren-zeiten einer 'der' standart-typen....

achja, eins noch, baue auch gleich einen widerstand 250k, nach jedem der 'neuen' elkos ein, zum entladen wenn du den amp abschaltest.spannungsfestigkeit der elkos ist übrigens durchaus wichtig, messe mal, welche spannung der trafo unbelastet abgiebt, und schaue dann wie spannungsfest deine neuen elkos sind, der wert der elkos sollte über der leerlaufspannung des trafos liegen.

eine warnung noch, so hohe spannung kann schon beim ersten berühren tödlich enden, also entsprechende vorsicht walten lassen....
mfg
robert


So, nochmal Danke für die weiteren Tipps. R14 werde ich mal überprüfen. Eine dritte Siebstufe ist eine gute Idee, aber die noch in das Gehäuse zu bekommen könnte schwierig werden.
Die fehlenden Widerstände und Kondensatoren die du nennst, haben, in der Tat, Hand und Fuss. Dass ausgerechnet daran gespart wurde,... nicht gut.
Sicher bringen die Mundorfs kaum was, ich hab ja schon in dem vorherigen Statement geschrieben, dass man sich auch viel einbilden kann ;).
Bei den Elkos hatten die Klangunterschiede ja einen anderen Grund.
Die Spannungsfestigkeit der neuen Elkos beträgt übrigens 400V, das dürfte doch eigentlich mehr als genug für den Aurexx sein.
Am Wochenende werde ich mich dann auf jeden Fall nochmal um den Verstärker kümmern.

Gruß

Frank
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Aurexx Crystal I: Sicherung fliegt immer
oelik am 16.03.2011  –  Letzte Antwort am 18.03.2011  –  4 Beiträge
Aurexx crastal möglich?
Ringkerntransformator am 26.12.2007  –  Letzte Antwort am 27.12.2007  –  10 Beiträge
Was kaufen: Aurexx Crystal oder Antique Sound AV-8
Keith_R am 03.08.2005  –  Letzte Antwort am 05.08.2005  –  4 Beiträge
welchen: Aurexx Crystal oder DYNAVOX VR-70 E ???????
koky am 24.04.2006  –  Letzte Antwort am 27.04.2006  –  10 Beiträge
Aurexx Ultimo 1
marc_WSW am 06.03.2007  –  Letzte Antwort am 22.12.2013  –  2 Beiträge
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