MAGNAT RV2 Röhrentausch / Tuning

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zappa-esque
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 27. Dez 2014, 10:51
Hallo,
ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines Magnat RV 2. Mich hat die tolle Optik und die wertige Verarbeitung angesprochen. Dazu kamen noch die überwiegend positiven Berichte aus den unterschiedlichen Foren.
Auf die "Testberichte" der gängigen HiFi-Esoterik-Magazine gebe ich nichts!
Konnte dann bei Ebay ein echtes Schnäppchen landen.
Ich betreibe den Magnat an einem paar Heco Celan GT 902.
Meine ersten Höreindrücke sind sehr unterschiedlich. Tendenziell meine ich das diese Kombination sehr präsente Mitten hat. Das klingt manchmal etwas aufdringlich. Dabei ist ein solides Bassfundament ebenfalls vorhanden. Ich habe schon die Höhenabsenkung am Anschlussterminals genutzt, und die Höhen auf "Linear" eingestellt. Hat natürlich an den Mitten nix gebracht, aber ein Versuch war es wert.
Meine Frage:
1. Hat schon jemand Erfahrungen mit Röhrentausch am Magnat RV2?
2. Wer hat schon Alternativen zu den serienmässig verbauten Elektro Harmonix Röhren getestet?

Danke schon mal für eure Antworten!

Stay zapped!
mk0403069
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 27. Dez 2014, 13:01
Hallo Zappa,

Röhrentausch bringt auch beim RV2 nix, habe ich durch.
Seinerzeit fand ich den RV2 an Heco Celan XT 901 + Heco Celan Sub 38A auch nicht als so wirklich toll...
Langer Thread für Schlechtwetter oder bei Langeweile, der sich mit genau dem Thema befasst: Holzohren oder was?

Gruß, Matthias
Röhrenschmiede
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 27. Dez 2014, 15:30
Versuch macht kluch,

laut Schaltbild kannst Du statt der 6550 auch die KT 88 einsetzen.


Gruß,

Andreas
mk0403069
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 28. Dez 2014, 01:21
Hallo,

laut Schaltung kann man da alles Mögliche an Oktal-Röhren reinstecken...Nur bringt das Nix.
95% des Klanges, soweit man bei einem Verstärker davon sprechen kann, macht die Schaltung...die restlichen 5% gehen (vielleicht) auf die verwendeten Vorstufen- und Endstufen-Röhren, wenn überhaupt.
Der RV2 hat 'ne konsumertaugliche Schaltung....passt zu jedem Lautsprecher und klingt wie ein Transistor aus der 300€-Klasse.
Da werden KT88 von Tung-Sol, oder KTXXX von "Sonstewem" nix dran ändern....Nur das Verbrennen von Geld wird gefördert. Ok, auch das Auge ist glücklicher, aber ist das die Zielstellung eines Audio-Verstärkers, der eigentlich die Ohren beglücken sollte?
Dem RV2 ist Phasentreue und Bassfähigkeit fremd, da kannst stöpseln, was du willst.
Ok, ich habe nie versucht den zu "pimpen", sondern habe den einfach nur weitergegeben (verkaufen kann man bei einem Preis von 500€ nicht dazu sagen)...bin aber fest davon überzeugt, dass irgendwelche Maßnahmen aufgrund des Schaltungskonzeptes sowieso zum Scheitern verurteilt gewesen wären.

Dann die Lautsprecher...Ob nun Heco Celan GT902 oder Heco Celan XT901...ich glaube der Unterschied ist marginal...Nur ein Nachfolger in neuem Gewand. Meine stehen, mit Laken abgedeckt, schon seit mehr als einem Jahr auf dem Dachboden (nebst dazugehörigem Sub). Das Konzept taugt einfach (für Röhren) nicht, zu tief abgesplitteter Bass mit jeder Menge Phasenverzerrung...auch der Sub kann daran nichts ändern.

Hier müssen nicht Röhren, sondern Verstärker und Lautsprecher gewechselt werden, um ein wirkliches audiophiles Erlebnis gestalten zu können, welches eben nicht dem Konsumer-Mainstream entspricht, sondern einer korrekten Wiedergabe.

Gruß, Matthias
Anro1
Inventar
#5 erstellt: 28. Dez 2014, 11:32
Hallo Zappa

also die Heco Celan GT 902 sieht ja vom Impedanzverlauf her nicht ganz so kritisch aus.
Im Datenblatt gibt der Hersteller 4-8Ohm an, würde auf jedenfall den 4 Ohm Abgriff am
Magnat RV2 verwenden.
Zudem würde ich zuerst mit der Ausrichtung/Einwickelung der LSP´s zum Hörplatz experimentieren,
denke das bringt mehr als ein Endröhrentausch.
Wenn die oberen Mitten/Höhen weiterhin zu prägnant sind kannst Du am BiWiring Terminal
der GT902 extern einen auf die störende Frequenz abgestimmten Saugkreis anbringen.
Dazu mußt Du aber wissen/messen/ausprobieren wo der überbetonte Frequenzbereich sitzt.

Wenn es nich nur um Nuancen dreht kannst Du mal die KT88 ausprobieren die auch aus meiner
Erfahrung je nach Amp gegenüber der 6550 ein wenig Grundton stärker spielt.

Grüsse und viel Spass und Erfaolg beim Abstimmen.


[Beitrag von Anro1 am 28. Dez 2014, 11:33 bearbeitet]
Tucca
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 28. Dez 2014, 13:44
Hallo Ernst,

also die Heco Celan GT 902 sieht ja vom Impedanzverlauf her nicht ganz so kritisch aus.
Im Datenblatt gibt der Hersteller 4-8Ohm an


Soweit ich mich erinnere, bezieht sich die Impedanzangabe (Nennimpedanz) auf 1000Hz.
Die Lautsprecherimpedanz ist frequenzabhängig und hat über den Frequenzbereich des Lautsprechers unterschiedliche Werte.
Du schreibst, daß der Impedanzverlauf der Celan nicht so kritisch aussieht. Ein Diagramm habe ich im Netz vergeblich gesucht; kannst Du eins verlinken? Dann ließe sich eindeutig feststellen, ob die Box bereits impedanzlinearisiert bzw. der Impedanzverlauf für Röhrenverstärker unkritisch ist.
Mit anderen Worten: Ich würde auch erstmal den Hebel bei den Boxen ansetzen, bevor ich mir über mehr oder minder kontrollierte Fehlanpassungen über einen Endröhrentausch Gedanken mache, zumal das das deutlich teuerere Experiment werden sollte.

Grüße,

Michael
Anro1
Inventar
#7 erstellt: 28. Dez 2014, 15:41
Hallo

den Impedanz Verlauf der Celan GT902 findet man hier-
Heco Celan Test Audio

einfach mal die Seiten durchblättern.
Grüsse
Tucca
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 28. Dez 2014, 17:01
Hallo Ernst,

danke für den Link.
Du hast recht, das sieht nicht kritisch und bereits impedanzlinearisiert aus. Allerdings ist der Frequenzschrieb für mein Empfinden zu stark geglättet. Aber dennoch scheint mir das von den mittleren Mitten bis in die mittleren Höhen etwas üppig. Ob sich das mit einem Röhrentausch regeln läßt, wage ich zu bezweifeln.

Grüße,

Michael


[Beitrag von Tucca am 28. Dez 2014, 17:13 bearbeitet]
zappa-esque
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 29. Dez 2014, 19:31
Hallo MK,

danke erstmal für deine Antworten, auch wenn sie nicht sehr ermutigend waren.
Deinen verlinkten Beitrag kannte ich bereits. (Hast ja eine schöne Diskussion da losgetreten...)
Der User Anro1 hat alternativ vorgeschlagen evtl. auf KT88 um zu rüsten. Hattest du das seinerzeit probiert, oder ist der Magnat gleich wieder verscheuert worden?
Ich entnehme deinen Beiträgen,das du dich in der Röhrentechnik sehr gut auskennst. Hälst du es für möglich, das ein "Schlosser" die Arbeitspunkte beim Magnat einstellen könnte? (Falls du den Magnat mal näher inspiziert hast)
Danke nochmal für deine Anregungen
zappa-esque
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 29. Dez 2014, 19:37
Hallo Anro,
vielen Dank auch für deine Anregung.
Mit welchen KT88 hast du denn schon Erfahrungen gesammelt?
Gruß
und stay zapped!
zappa-esque
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 29. Dez 2014, 19:46
Hallo Michael,

Danke auch für deine Anmerkung. Woran erkennt man denn bitteschön eine für Röhrenverstärker impedanz[i]kritische[i] Box?
Auf welche Merkmale bzw. Parameter achtet man in der Regel?
Ich meine, es ist mir klar das die Lautsprecher aus dem Hause HECO ihre Herkunft nicht verleugnen können (oder wollen). Da steckt schon noch ein bisschen Taunus mit drin...
Das hat mich aber nie gestört, ich bin da so kein Linearapostel.
Anros` Vorschlag mit dem Saugkreis scheitert leider am fehlenden Messequipment, aber ja:
Ich werde zunächst mal die Aufstellung der Lautsprecher korrigieren, dann sehen wir weiter.
Danke an alle!
Gruß


[Beitrag von zappa-esque am 29. Dez 2014, 19:47 bearbeitet]
Anro1
Inventar
#12 erstellt: 29. Dez 2014, 20:28
Hallo Zappa

meine Erfahrung mit der KT88 <> 6550 bezieht sich auf einen Röhrensatz Tausch bei
einer Convergent JL-2. Die JL-2 war mit Svetlana Winged-C 6550 bestückt, und ich habe
mir einen 2. Satz Electro Harmonix KT88 gekauft.
Beide Röhrensätze waren penibel genau gematched und liefen im selben Arbeitspunkt.
Die KT88 war verglichen mit der 6550 W-C in der JL-2 Endstufe wahrnehmbar wärmer, hatten
einen leicht dickeren, vielleicht auch unpräzieseren Bass, und verhielten sich von der tonalen Energieverteilung ein wenig zurückhaltend im, früher sagte man, "Diskant".
Würde schätzen ~ -1/4dB in den oberen Mitten, Höhen.
Lange Rede ob ein Röhrentausch auf KT88 beim Magnat mit den Heco´s etwas und wieviel
bringt muss man einfach ausprobieren.

Ich würde mir einen Parametrischen Equalizer leihen, Güte (Q-) auf 1 Oktave, -1-2dB einstellen
und dann von 2-6Khz durchstimmen. Das Ganze mit langen Kabel anschiesen, das Gerät am Hörplatz und die als kritisch empfundene Musik abspielen, und kucken/hören was beim Durchstimmen von 2-6Khz passiert. So kann man recht schnell den nervenden Frequenzbereich identifizieren.
Man kann natürlich auch messen.
Dann einen weiteren Spannungsteiler, oder einen entsprechenden Saugkreis zu bemessen und ausprobieren ist kein Hexenwerk, sind nur wenige Bauteile.

Zu Deiner Frage, kann ein "Schlosser" den Bias der KT88/6550 am Magnat einstellen
Klar wenn er eine Anleitung dazu hat, und weiß was er tut, kein Problem.
Spass bei Seite, das hängt IMHO davon ab, wie die Bias Einstellung beim Magnat vorgenommen wird. Sind entsprechende Abgriffe zum Messen vorhanden, kennst Du die empfohlenen Werte, und hast
Du ein geeignetes Messgerät und ein wenig Erfahrung mit Röhrenverstärkern, dann absolut kein Problem.
Muss man das Gerät öffnen und direkt an den Kathoden Widerständen messen, so würde ich dem unerfahrenen Anwender raten die Finger davon lassen.
Netzspannung oder Gleich/Hochspannung können ganz schnell tödlich sein.
Also beim Öffnen des Gerätes absolute Vorsicht!!!
Grüsse


[Beitrag von Anro1 am 30. Dez 2014, 12:56 bearbeitet]
Tucca
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 30. Dez 2014, 12:48
Tach,

Woran erkennt man denn bitteschön eine für Röhrenverstärker impedanz[i]kritische[i] Box?

An einer großen Schwankungsbreite der Impedanz um die Nennimpedanz herum, also ein vielfaches bzw. Bruchteile.
Anders als Transistorverstärker erzeugen Röhrenverstärker mit ihrer hohen Ausgangsimpedanz, wenn sie an Boxen ohne Impedanzlinearisierung betrieben werden, in den Bereichen hoher Impedanz (z.B. Trennfrequenzen, Bereich der Tieftöner-Resonanz) einen mehr oder weniger ausgeprägten Schalldruckanstieg. Eine Box ohne Impedanzlinearisierung hat also an einem Röhrenverstärker einen anderen Frequenzgang als an einer Transistor-Endstufe.

Grüße,

Michael
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