FAQ - DVB-T-Empfang

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KuNiRider
Inventar
#1 erstellt: 23. Jan 2008, 17:03
Eigentlich werden wirklich fast alle Fragen zum digitalen terrestrischen TV-Empfang auf den Seiten:
www.Ueberallfernsehen.de und http://www.dvb-t2hd.de geklärt.
Auch das umfangreiche FAQ ist so gut, dass ich es hier nicht abtippe

Welche DVB-T-Antenne könnt ihr in X-Stadt empfehlen?
Aha du wohnst also in X-Stadt ... wo denn?
- aufm Berg?
- mit Sicht auf den Sender?
- im Tal?
- Kellerwohnung oder Penthouse auf einem Hochhaus?
- hinter einem größeren Gebäude?
- Beton oder Holzwände?

.... ich glaube du merkst wie sinnfrei so eine Frage ist, ganz besonders bei grenzwertigem Empfang (ORF in Deutschland). Das kann dir nur ein Fachmann vor Ort sagen, und selbst der kann es oft nur soweit einschränken, ob es sich lohnt eine Empfangsmessung zu machen, oder ob es vergebens wäre.
Die Antenne die bei Nachbarn auf der selben Etage einwandfreie Ergebnisse liefert, kann 5 Mauern weiter schon völlig unbrauchbar sein!
Grundsätzlich sin mechanisch große Antennen besser als stylische Kleine

Tips:

- Jedes DVB-T-Empfangsgerät benötig eine zusätzliche Antenne für den Empfang!
- Polarisation der Sender beachten! ursprünglich ist DVB-T für eine vertikale Polarisation gedacht worden, damit einfach Stabantennen funktionieren. Um aber in den schlecht versorgten Gebieten die vorhandenen Dachantennen (i.d.R. horizontal polarisiert) ohne Umbau nützen zu können, hat man dies in neueren Gebieten auf Horizontal geändert. Daher muss man in diesen Gebieten eine Stabantenne legen (Breitseite Richtung Sender) und Rahmenantennen um 90° drehen (siehe auch deren BDA).
- Passive Zimmerantennen reichen in den ausgewiesenen Gebieten meist aus, benötigen keine Versorgunsspannung (haben viele TV mit eingebauten Receiver nicht!) und sind auch durch eine Selbstbauantenne oder besser Selbstbau-Doppel-Quad-Antenne zu ersetzen.
- Aktive Zimmerantennen nie in Sendernähe benützen, da zuviel Pegel auch schadet.

- Aktive Zimmerantenne / Außenantenne?: Ein Verstärker macht das Signal nie besser! Er kann nur ein gutes Signal anheben, damit es eine lange Leitung oder eine Verteilung übersteht. Daher sind mechanisch große Antennen bei Empfangsproblemen immer vorzuziehen. Zimmerantennen mit 30...45dB Verstärkung sind schon von der Theorie her zu nichts zu gebrauchen denn wenn der eigentliche Empfang der eingebauten Antenne gut genug ist (ca.45dBMV), dann ist es nach dem Verstärker bereits zuviel

- Alte Hausantenne vorhanden: Die funktioniert auch bestens fürs Digitalfernsehen, in manchen Gebieten ist nur eine neue Ausrichtung nötig.

- TV mit DVB-T-Tuner + Kabelempfang gleichzeitig:
Sowohl Kabel-TV als auch DVB-T benützen die selben Frequenzen und stören sich dadurch gegenseitig. Daher:
. --> TV mit zwei Antenneneingängen = kein Problem
. --> TV mit nur einem Eingang, aber mit 5V für Aktivantenne = dann ein Relais wie das Spaun TAR 5 oder Axing SPU 6-02 nützen, dazu muss der TV aber automatisch bei DVB-T die 5 V zuschalten und bei Analogempfang abschalten können! (rtfm! )
. --> TV mit nur einem Eingang, aber ohne 5V für Aktivantenne = nur manchmal über teure Filter ca. 100,-€) lösbar oder über einen mechanischen Antennenumschalter.
Die Durchschleifmöglichkeit die manche Zimmerantennen bieten, funktioniert mit Kabel-TV in der Regel nicht, da auch im Kabel alle Frequenzen belegt sind und die sich gegenseitig stören:X

Wer nur hohe UHF-Kanäle als DVB-T hat, kann für ca 50,-€ bei Polytron eine UHF-Einspeisweiche nehmen, verzichtet dann aber auf ein paar ( meist digitale) Kabelprogramme (BK 021-450/470 (Kabel bis S39 / DVB-T ab K21)bzw. BK 021-606/630 (Kabel bis K38 / DVB-T ab K41)die obere Frequenz ist die Unterkante für DVB-T, die untere die Obergrenze fürs BK.
Es gibt aber auch mechanische Antennenumschalter für Antenne, dann muss man nicht umstecken.
Bastler können mit einem 12V-Koax-Relais (oft auch als D-Box-Relais verkauft, z. B. Spaun SAR 12), einem Kleinnetzteil und einer Funksteckdose sich eine kabelgebundene Fernbedienung basteln

Grundsätzlich ist die Frage aber Wozu? Das analoge Bild einer guten Kabelanlage ist nicht schlechter als das DVB-T-Signal.

HD+ hat nichts - aber auch wirklich garnichts mit hochauflösendem HD-TV zu tun, sondern ist nur der Versuch ein paar (imho minderwertige) Sender zu vermarkten. Der Empfang geht ausschließlich über spezielle Receiver + Karte (zur Zeit gibt es kein CAM für Fremdreceiver!) und obwohl man dafür extra zahlt (ca. 60,-€/Jahr) kann man die meisten Filme nicht aufzeichnen.

- Radioempfang über DVB-T:
Da kein Politiker zugeben will, dass die Todgeburt DAB wirklich tot ist und somit zur Zeit 180 Millionen Euro Steuergelder + TV-Gebühren in den Sand gesetzt wurden, wird DVB-T-Radio in Deutschland zur Zeit nur Versuchsweise im Raum Berlin genützt.

t b c


[Beitrag von joeben am 02. Dez 2015, 10:31 bearbeitet]
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