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Haydn, J.: Die Sinfonien

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Beitrag
Alfred_Schmidt
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 25. Feb 2004, 07:09
Hallo Forianer,

Ja sowas gibts auch: Einen Pilotthread oder Trailer
Thema: Die Sinfonien von Joseph Haydn

Ich würde gerne Threads über einzelne interessante Haydn-Sinfonien starten, möchte mir aber Enttäuschungen ersparen.
Kann man bei einer Beethoven- Bruckner- oder Mahler-Sinfonie noch davon ausgehen, daß die Mehrzahl der Gruppe über die meisten dieser Werke verfügt, ist dies bei Haydns 104 Sinfonien eher nicht der Fall. Und da es frustrierend sein kann, wenn man über eine ausgefallene Sinfonie "referiert", aber die hat sonst niemand, möchte ich mir vorher ein Bild machen, welche Sinfonien Haydns (vom wem eingespielt ist derzeit noch völlig egal)eine Mehrheit der Gruppe besitzt.
Anschließend können wir dann, wenn Interesse besteht, einzelne Sinfonien besprechen.
Gerade bei Haydn kann das interessant werden, weil etliche Leute der Meinung sind, Haydns Sinfonien mit den niedrigen Nummern seien den "Londonern" qualitativ unterlegen und daher nicht hörenswert. Die ist aber ein Irrglaube. Jede Sinfonie Haydns ist unverwechselbar und qualitativ hochwertig, da gibt es viel zu entdecken.Die "frühen" sind zwar zugegebenermassen für kleinere Besetzungen, dafür aber oft "revolutionärer"

Um mir also ein Bild zu machen, bitte ich jene, die an Haydn interessiert sind, mir aufzuschreiben welche Sinfonien sie daheim haben .

Man kann einfach nur die Nummern schreiben (ohne Hoboken Verzeichnis etc.) Oder aber nur den Titel (Paukenwirbel)
Ganz formlos, das genügt.

Einfach haben es jene, die schreiben: Alle
Oder aber jene, die schreiben: Keine

Wer relativ viele besitzt, sich aber die Arbeit nicht antun will,
kann auch schreiben: ca 35 Sinfonien

usw. usw.


Gruß aus Wien
Alfred
Albus
Inventar
#2 erstellt: 25. Feb 2004, 10:45
Morgen,

einfach: Alle. Viele darunter: mehrfach.

MfG
Albus
embe
Stammgast
#3 erstellt: 25. Feb 2004, 11:59
Hallo,
von Haydn fehlen mir noch die frühen Sym. 1- 20 in etwa, ein paar 50, 60, 70 + 80iger.
Komplett hab ich Sturm u. Drang, Pariser u. Londoner, soviel weiss ich sicher.
Gruß
embe
Hilda
Stammgast
#4 erstellt: 25. Feb 2004, 13:23
Von Haydn habe ich alle Symphonien, die Sturm und Drang, Pariser und Londoner mehrfach...

Gruss
Klaus
Alfred_Schmidt
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 25. Feb 2004, 14:59
Hallo

Von Haydn fehlen mir noch einige Sinfonien (etwa 25)
und zwar jene, die in Einzelveröffentlichungen schwieriger zu bekommen sind. Aber ich muß sagen, ich freue mich, immer noch neue kennenlernen zu dürfen. Andererseits habe ich etliche sinfonien bis zu 5 Fach, mein Haydn Sinfonien Segment umfasst ca 80 Cds.

Warten wir aus weitere Postings.

Gruß Alfred
gereon
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 25. Feb 2004, 17:03
pariser und londoner mehrfach, ansonsten nur einzel-cds, aber sehr spärlich. langfristig werde ich wahrscheinlich zu hogwoods gesamtaufnahme greifen wenn ihr mich nicht vom gegenteil überzeugen könnt
Hilda
Stammgast
#7 erstellt: 25. Feb 2004, 18:21

langfristig werde ich wahrscheinlich zu hogwoods gesamtaufnahme greifen wenn ihr mich nicht vom gegenteil überzeugen könnt


IIRC wird Hogwoods Gesamtaufnahme nicht vollendet lt. Decca... Überzeugt?????
Cliowa
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Feb 2004, 18:48
Habe nur die "London". Sonst KEINE.
Grüsse...Cliowa
op111
Moderator
#9 erstellt: 16. Feb 2008, 23:39
Aus einem geschlossenen redundanten Thread:


Martin2 schrieb:
Ich habe in den letzten Tagen wieder mit sehr viel Freude Haydnsinfonien gehört. Ich habe mal in meinen Beständen geguckt und ich habe doch so einiges an CDs, ganze 9 CDs mit Haydnsinfonien. Viel billiges Zeug darunter.

Gehört habe ich in den letzten Tagen:

Sinfonien 82, 96, 100 ( Naxos) Toll!

Sinfonien 48, 59 und 92 ( Pilz) Billige Scheibe, ganz schön.

Sinfonien 45, 59, 94 ( Vienna Classics)

Sinfonien 99 und 101 ( Pilz)

Diese vier Scheiben haben mich in den letzten Tagen bschäftigt.

Dann habe ich noch:

Sinfonie 22 und 104 ( Zyx)

Sinfonie 50, 87 und 89 ( Delta music)

Sinfonie 84,85 und 21 ( Music Video Bratislava)

Sinfonie 6, 7 und 8 ( aurophon)

Sinfonie 94, 100 und 101 ( DA Music)

Alle diese CDs waren sehr billig. Ich habe in meinem Leben schon viel billige CDs gekauft und meistens waren sie gar nicht so schlecht. Interpreten sind unter anderem die Capella Coloniensis, das Mozart Festival Orchester, Slowakische Orchester usw.

So höre ich mich denn ein bißchen durch meine Bestände und werde das noch eine gewisse Zeit machen. Danach plane ich doch, mir die Adam Fischer Box auf Brilliant mal zu holen. Bisher gefallen mir die Haydnsinfonien doch recht gut und ich glaube, eine Gesamtaufnahme wäre mal fällig. Ich habe auch meinen Mailpartner Julian aus London mal gefragt, er hat die Box und empfiehlt sie mir sehr.

Aber natürlich können hier auch andere Empfehlungen gegeben werden, etwa zu den Londoner Sinfonien, wo es möglicherweise besseres gibt als den Fischer.

Gruß Martin


[Beitrag von op111 am 16. Feb 2008, 23:40 bearbeitet]
Martin2
Inventar
#10 erstellt: 16. Feb 2008, 23:56
Nun ja, eine große Diskussion kam ja nicht auf in diesem alten Thread. Die Fischer/ Brilliant Box wurde erst gar nicht besprochen. Ich habe gerade die CD mit den Sinfonien 84, 85 und 22 gehört. Wirklich sehr nett zu hören, aber jetzt auch nicht überwältigend genial. Am besten hat mir die Sinfonie 85 gefallen. Es waren Einspielungen mit der Slowakischen Philharmonie ( irgendwie scheinen die im Billigsegment von Naxos mal angefangen allgegenwärtig zu sein).

Zunächst mal: Wer hier hat die Fischerbox und kann etwas dazu sagen?


[Beitrag von Martin2 am 16. Feb 2008, 23:57 bearbeitet]
pt_concours
Stammgast
#11 erstellt: 17. Feb 2008, 00:20
Hallo Martin2, mit der (Re)aktivierung dieses Threads weckst Du durchaus mein Interesse, denn was die Sinfonien von Haydn betrifft, bin ich bisher sehr lückenhaft bestückt- und das gilt es zu ändern. Auch wenn bei mir vorerst keine GA anvisiert ist, Devise ist eher Stück für Stück "aufstocken"
hier mein Bestand:

Sinf Nr.088 G-Dur/ Krauss, C./ Wiener Philharmoniker
Sinf Nr.088 G-Dur/ Furtwängler, W/ Berliner Philharmoniker

Sinf Nr.094 G-Dur/ Furtwängler, W/ Wiener Philharmoniker

Sinf Nr.101 D-Dur/ Harnoncourt, N/ Royal Concertgebouw Orch

Sinf Nr.102 B-Dur/ Harnoncourt, N/ Royal Concertgebouw Orch

Sinf Nr.103 Es-Dur/ Harnoncourt, N/ Royal Concertgebouw Orch

Sinf Nr.104 D-Dur/ Harnoncourt, N/ Royal Concertgebouw Orch
Sinf Nr.104 D-Dur/ Furtwängler, W/ Berliner Philharmoniker



Gruß pt_concours
Kreisler_jun.
Inventar
#12 erstellt: 17. Feb 2008, 00:23
Ich habe die Fischer-Box. Ich kann aus dem Stand aber nicht viel Konkretes dazu sagen. Höchstens was ich neulich schonmal schrieb:

Für die Londoner und Pariser Sinfonien die Box zu kaufen, ist Unsinn, dafür sind die Interpretationen nicht gut genug. Was aber nicht heißen soll, dass sie bei den weniger bekannten Stücken nicht konkurrenzfähig wären. Die einzigen Alternativen hier sind Naxos und Dorati. Letztere ist auch nur komplett zu haben, viel teurer und weder diese noch Naxos sind zuverlässig besser als Fischers, die meistens sehr ordentlich ist. Fischer ist also für eine GA mit Abstand der beste Deal. Die einzige echte Alternative wäre sich auf mühsame Weise alle einzeln zusammenzustoppeln, wobei man bei etlichen Stücken dann nur auf Naxos zurückgreifen könnte und die sind im Schnitt auch nicht besser.
Bei den bekannten Sinfonien ist die Konkurrenz erdrückend, es spricht gar nicht gegen Fischer, dass er hier nicht ganz mithalten kann.

vgl. hier

Ich glaube also schon, dass sich die Box für Dich lohnt. Alle frühen und mittleren auf Naxos nachzukaufen wird teurer und Du wirst nicht unbedingt besseres kriegen. Besser als die Billigst-Scheiben, die Du bisher hast, sind sie mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Die Aufnahmen entstanden über einen längeren Zeitraum, bei den späteren scheint Fischer einige "HIP"-Einflüsse aufgegriffen zu haben. Die Aufnahmen sind etwas hallig, die neueren etwas besser aufgenommen als die älteren.

Die Box kostet 50 EUR, das sind ca. 1,50 pro CD (33 sind drin), über 30 Stunden Musik
Wenn Du nur die wichtigsten Sinfonien einzeln kaufen wolltest, z.B.:

6,7,8 mit Harnoncourt ca. 10 EUR
"Sturm& Drang" (26, 39-52, 59 und noch ein paar dazwischen) mit Pinnock ca. 45 EUR
88-92 mit Kujiken ca. 12 EUR
"Pariser" mit Marriner oder Bernstein ca. 15-20 EUR
"Londoner" mit Brüggen oder Jochum ca. 22-35 EUR

kommst Du schon auf etwa das Doppelte und es fehlen Dir noch viele hörenswerte Werke zwischendurch.

viele Grüße

JK jr.
Martin2
Inventar
#13 erstellt: 17. Feb 2008, 00:59
Hallo Kreisler Junior,

danke für Deine Einschätzung. Na dann werde ich mir die Box demnächst mal holen. Das ist natürlich wieder einmal eine Box, die eine Menge "Stoff" bietet. Jedenfalls scheint der Fischer ja schon ganz ordentlich zu sein, ich kann nur sagen, daß mir die Naxos CD sehr gut gefällt, und wenn der Fischer auf dem Niveau ist, dann alle Achtung!

Bei mir ist halt immer das Problem, daß ich bei dem ganzen Gekaufe mit dem Hören nicht mehr ganz nachkomme. Meinetwegen meine Brahms Masterwork Brilliantbox, ich höre da immer wieder rein, heute zum Beispiel in das zweite Klaviertrio, das aber bei mir nicht so recht zünden wollte ( 1 und 3 finde ich besser).

Anderseits ist es nun auch wieder schön, viel "Stoff" zu haben, ich mag das, eine Klassiksammlung zu haben, wo man nicht alles gut kennt, sondern immer wieder nach Lust und Laune hineingreifen kann. Der Haydn kommt!

Gruß Martin
Martin2
Inventar
#14 erstellt: 28. Jul 2010, 15:39
jpc.de

Diese Box, die es neulich noch so günstig bei JPC gab, scheint es dort nun wirklich nicht mehr zu geben. Ich finde sie bisher phantastisch und ich bin glücklich, sie noch ergattert zu haben.

Die Pariser Sinfonien sind sehr gut ( obwohl ich Naxos, was ich auszugsweise kenne dort auch nicht schlecht fand) und auch was ich von den Londonern hörte ( 103, 103, 92) fand ich regelrecht phantastisch.

Bisher besaß ich von Haydn einige Einzelaufnahmen und Karajan mit den Londonern und Pariser Sinfonien. Karajan ist nicht im entferntesten so gut, letzlich doch eher routiniert runtergespielt.

Also diese Box ist toll, wenn ich auch sagen muß, daß ich mit den früheren Sturm und Drangsinfonien noch nicht soviel anzufangen weiß, aber ich habe auch erst eine CD gehört und das mag sich ändern.

Gruß Martin
Martin2
Inventar
#15 erstellt: 30. Jul 2010, 20:39
Gut, wenn sich niemand mit mir unterhalten will, unterhalte ich mich selber eben mit mir selbst. Das ist überhaupt kein Problem, denn ich finde mich selbst höchst interessant, also werden mir im Gespräch mit mir selbst die Gesprächsthemen sicher nie ausgehen.

Scherz bei Seite: Dank zum Beispiel auch der Empfehlung von Kreisler Jr. habe ich mir die Brüggenbox nun doch gekauft und bin immer noch sehr begeistert. Hörte also gestern und heute die Londoner Sinfonien. Wie ich feststellte, sind diese Einspielungen überhaupt nicht sensationshascherisch, so ist der Paukenschlag in der 94. Sinfonie überhaupt nicht sensationshascherisch, sondern vielmehr ins ganze integriert. Entsprechend ist der Themennachklapp in der 97. kaum so sensatonionell ( im langsamen Satz) oder auch das chromatische Thema im Finale.

Zusammengefaßt gesagt: Die Haydnschen Sensationen ( etwa auch das Fagott Flöten Duett in der 101. Sinfonie) werden kaum so sensationell dargeboten wie anderswo, aber was diese Einspielungen zweifellos bieten, ist vollkommen durchblutetes Musizieren - weshalb ich auch immer noch sehr begeistert bin von diesen Aufnahmen.

Gruß Martin
Moritz_H.
Stammgast
#16 erstellt: 30. Jul 2010, 22:32

Martin2 schrieb:
Gut, wenn sich niemand mit mir unterhalten will, unterhalte ich mich selber eben mit mir selbst. Das ist überhaupt kein Problem, …

Ist nicht nötig.

Höre in letzter Zeit vermehrt einige Sinfonien,
die mir in dieser Einspielung vorliegen:



Es spielt das Kammerorchester CPE Bach unter Leitung von Hartmut Haenchen.
M. E. recht solide Aufnahmen. Bin damit sehr zufrieden.
Kreisler_jun.
Inventar
#17 erstellt: 30. Jul 2010, 22:42
Der "Paukenschlag"-Akkord in 94, ii kommt bei Brüggen ziemlich deutlich einen Tick vor der Zählzeit, vermutlich absichtlich als kleiner Gag. Denn dass ein ff-Akkord kommen wird, weiß der moderne Hörer ja.

Eine Besonderheit, die man aber nur merkt, wenn man die Partitur verfolgt oder den Satz sehr gut in der üblichen Version im Kopf hat, ist, dass Brüggen eine Variante (ich glaube eine Urfassung, die Haydn später revidierte) des Finales zu 103 spielen läßt. In der Coda kommt es da zu einer ziemlich seltsamen harmonischen Entwicklung, die Haydn anscheinend letztlich doch größerer Einfachheit geopfert hat. Jedenfalls interessant, diese Variante zu haben. Diese Sinfonie gefällt mir bei Brüggen auch insgesamt sehr gut, nur der Paukenwirbel selbst klingt mir nicht geheimnisvoll genug (vielleicht einer Kombination von Aufnahmetechnik und Holzschlegel geschuldet).


Ich besitze, wie angedeutet, die 4 CDs mit Brüggens "Londonern" schon einige Jahre. Zwar habe ich neulich auch die komplette Box erhalten, aber hatte noch keine Gelegenheit reinzuhören.

Überdies habe ich in den letzten zwei Jahren so viel Haydn gehört, dass die Priorität nicht sehr hoch ist. Ich wollte mir aber jedenfalls zu dem Spottpreis die Box sichern.

JK jr.
Martin2
Inventar
#18 erstellt: 30. Jul 2010, 22:44
Hallo Moritz,

das könnte auch gut sein. Mit eben derselben Besetzung ( CPE Bach Orchester unter Hänchen) habe ich die Sinfonien von CPE Bach - mit dem Ergebnis allerdings, daß mir mein guter Freund Klaus eine Sinfonie mit einem anderen Ensemble vorführte, die viel besser gespielt war und ich mich dann noch fürchterlich blamierte, indem ich die vorgeführte Sinfonie ( die ich kannte, denn ich habe sie ja in meiner CPE Bach Box!! ) für ein Werk Jean Philip Rameaus hielt.

Gut: Längere Rede, kürzerer Sinn. Was Du da hast wird schon ganz gut sein, aber wirklich top?

Gruß Martin
Moritz_H.
Stammgast
#19 erstellt: 30. Jul 2010, 22:58

Martin2 schrieb:
Was Du da hast wird schon ganz gut sein, aber wirklich top?

Nunja, die Einspielungen sind ja auch nicht mehr die Neuesten … wie gesagt, ich bin damit zufrieden. Muss man eigentlich immer TOP-Aufnahmen haben?

Beim Klassik-Label Hännsler wächst eine neue GA heran mit den Heidelberger Sinfonikern unter Thomas Fey.
Davon habe ich auch einige Werke.
Die sind für meine Begriffe »TOP«.
Martin2
Inventar
#20 erstellt: 01. Aug 2010, 17:25

Moritz_H. schrieb:
Muss man eigentlich immer TOP-Aufnahmen haben?



Bestimmt nicht, nur ist Joseph Haydn ein Komponist, der mir ausgesprochen schwer fällt. Ich fand ihn irgendwie fade und farblos. Und da braucht es meiner Meinung nach schon "energiegeladene" Interpretationen, die die Musik ein bißchen von ihrem Grauschleier befreien. Das bietet für mich Brüggen - noch nie habe ich diese Sinfonien so spannend und energiegeladen gehört. Obwohl ich mit dem "top" auch ein bißchen vorsichtig wäre, manchmal übertreibt es Brüggen mit der Interpretation auch ein bißchen; also zum Beispiel dieses schöne Fagott Flöten Duett aus der 101. Sinfonie hätte ich gerne schlichter gehört.

Also Top oder nicht Top - Karajan in den Parisern und Londenern reicht für mich da bei weitem nicht ran und hat mir den "emotionellen Zugang" zu dieser Musik verstellt, wie auch die meisten anderen, meist Billigaufnahmen auch. Bei Brüggen dagegen ist alles "Papa Haydn" mäßige wie weggeblasen.

Nun müßte ich allerdings nach den Londonern und Parisern auch die anderen Sinfonien noch hören.

Gruß Martin
Schneewitchen
Inventar
#21 erstellt: 01. Aug 2010, 21:22

Martin2 schrieb:
Nun müßte ich allerdings nach den Londonern und Parisern auch die anderen Sinfonien noch hören.
Gruß Martin


Wenn man hören will,dann bietet sich Haydn 100&7 an.
Hier Haydn100&7
kann man sich sämtliche Sinfonien Haydns anhören und auch etwas über sie lesen.
Moritz_H.
Stammgast
#22 erstellt: 02. Mrz 2011, 09:27

Martin2 schrieb:
Hallo Moritz,

das könnte auch gut sein. Mit eben derselben Besetzung ( CPE Bach Orchester unter Hänchen) …

Gut: Längere Rede, kürzerer Sinn. Was Du da hast wird schon ganz gut sein, aber wirklich top?


Ein anderer Rezensent schreibt dazu:

In dieser Aufnahme, die zudem noch sehr preiswert ist, sind wichtige Sinfonien aus allen Perioden zusammengestellt und thematisch geordnet. Die Aufnahmen sind auf dem höchsten Stand der Aufführungspraxis und von größter Lebendigkeit. Virtuos gespielt aber immer den musikalischen Inhalt im Vordergrund. Sehr empfehlenswert. Es gibt z.Z. nichts Besseres auf dem Markt.


Noch Fragen?
Martin2
Inventar
#23 erstellt: 03. Mrz 2011, 17:49
Nun, bedauerlich ist es allerdings, daß der Haydn mit Dorati wieder sehr teuer geworden ist. Ich habe doch in letzter Zeit mit ihm ein wenig geliebäugelt.

Ansonsten aber ist es das alte "Komme ich mit dem Hören überhaupt nach?". Ich habe in letzter Zeit mal wieder den Haydn mit Karajan heraus gekramt, nachdem ich vorher viel Brüggen gehört hatte. Und offen gesagt gefällt mir der Karajan sehr gut. Das ist dann der alte Streit zwischen HIP und nicht HIP, bzw. "authentische Instrumente". Bei mir schlägt es mal in die eine, mal in die andere Richtung aus, ich möchte auf einen Haydn mit modernen Instrumenten allerdings wirklich ungern verzichten.

Die Sache mit dem Dorati ist bedauerlich, aber ich kenne noch nicht einmal die Brüggenbox wirklich gut. Ich kenne noch nicht einmal die Londoner Sinfonien wirklich vernünftig, so hörte ich neulich die Sinfonie 102 mit großer Begeisterung und auf der Hülle stand "1. Satz geht, sonst so lala". Klar, ein Eindruck beim ersten Hören, aber jetzt beim Wiederhören ( mit Karajan) war mir unbegreiflich, wie ich diese tolle Sinfonie "so lala" finden konnte. Was für einen Sinn hätte es dann gehabt, mir den Dorati zu holen?

Gruß Martin
Schneewitchen
Inventar
#24 erstellt: 04. Mrz 2011, 12:27
amazon.de

Die limitierte Jubiläumsbox Box zum Haydnjahr 2009 scheint wohl weitgehend ausverkauft zu sein.
Ich hatte mir rechtzeitig ein Exemplar zugelegt,weil der Preis so unverschämt niedrig war und ich die Dorati Aufnahmen schon immer haben wollte.
Hüb'
Moderator
#25 erstellt: 04. Mrz 2011, 12:31
Hi,

bei Amazon-UK gibt es die Box noch sehr günstig für knapp 70 €:

http://www.amazon.co...9231117&sr=8-2-spell

Grüße
Frank


[Beitrag von Hüb' am 04. Mrz 2011, 12:32 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#26 erstellt: 04. Mrz 2011, 15:50

Martin2 schrieb:
Was für einen Sinn hätte es dann gehabt, mir den Dorati zu holen?


Den Sinn, dass sich zumindest mir mit Doratis frischen und emotionalen Interpretationen viele der Symphonien erschlossen haben, die ich sonst vermutlich als Langweiler abgestempelt hätte. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass erst Dorati mir den Haydn eröffnet hat.


[Beitrag von arnaoutchot am 04. Mrz 2011, 15:51 bearbeitet]
Martin2
Inventar
#27 erstellt: 04. Mrz 2011, 18:11

Hüb' schrieb:
Hi,

bei Amazon-UK gibt es die Box noch sehr günstig für knapp 70 €:



Hallo Frank,

das ist sehr nett von Dir. Da diese Box zumindestens im deutschsprachigen Internet nicht mehr günstig zu kriegen ist, werde ich versuchen, die Box über eine Bekannte bei Amazon.uk zu bestellen. Ich habe keine Kreditkarte, meine Bekannte hat eine.

Leider bin ich auch demnächst im Urlaub ( da werde ich auch hier nicht schreiben können ), aber dann kann ich ja eventuell diese Box an die Adresse meiner Bekannten schicken lassen.

Ich ärgere mich aber auch überhaupt über mich selbst - den Dorati hätte ich mir einfach holen sollen.

Gruß Martin
Schneewitchen
Inventar
#28 erstellt: 04. Mrz 2011, 18:33
Ich befürchte,daß die Dorati-Box bei amazon.co.uk nicht lieferbar ist.Temporarily out of stock bedeutet nichts gutes, wenn dort im Marketplace weit höhere Preise verlangt werden.
Natürlich soll man nie "nie" sagen,vielleicht kommen noch ein paar Exemplare rein.
Aber große Hoffnungen würde ich mir bei der derzeitigen internationen Preissituation für die Box nicht machen.Die Dorati-Box von 2009 ist eigentlich überall ausverkauft oder nur noch recht teuer zu bekommen.

Die Messiaen-Box der Dt.Grammophon war praktisch auch schon ausverkauft,als ich sie bei Saturn günstig bekommen konnte,obwohl sie vorher dort schon ausverkauft war.Irgendwelche Restexemplare fanden dann doch noch den Weg vom hintersten Lagerwinkel ins Verkaufsregal.
Oder wenn ich an die SACDs von Kraftwerk denke,die kurzzeitig wieder günstig erhältlich waren.

Ich muß gestehen,daß ich mir die ehemals preiswerte Dorati-Box "auf Vorrat" gekauft habe.
Reingehört habe ich noch nicht.
Martin2
Inventar
#29 erstellt: 04. Mrz 2011, 18:54
Hallo Schneewittchen,

ich habe die Box soeben bei Amazon UK bestellt und wir wollen doch mal das beste hoffen. An sich wäre es unverschämt, sie nicht zum angegebenen Preis zu liefern, sonst hätte man ja nicht die Daten der Kreditkarte Preis zu geben brauchen.

Gruß Martin
Martin2
Inventar
#30 erstellt: 04. Mrz 2011, 19:02
Anderseits wieder:


Please note that for items ordered from Amazon.co.uk this e-mail is only an acknowledgement of receipt of your order and your contract to purchase these items is not complete until we send you an e-mail notifying you that the items have been dispatched to you.


Also die halten sich immer ein Hintertürchen offen. Ich bin nicht so hoffnungsfroh.

Gruß Martin
Hüb'
Moderator
#31 erstellt: 04. Mrz 2011, 19:04
Ist beim deutschen Amazon aber identisch.
Die können ja auch nichts für ihre Zulieferer.
Schneewitchen
Inventar
#32 erstellt: 04. Mrz 2011, 20:39
Die "La Traviata" SACD aus der Living Stereo Serie wird bei amazon.co.uk seit Ewigkeit für 11,99 GBP angeboten.Für den Preis würde ich sie sofort kaufen.
Temporarily out of stock=vorübergehend nicht auf Lager.
Bei den heute üblichen Preisen wird sie aber nicht nur vorübergehend sondern nie wieder für 11,99 GBP lieferbar sein.

Solange amazon eine Bestellmöglichkeit anbietet,obwohl der Artikel nicht lieferbar ist,hat das für den Käufer einen Vorteil für den Fall,daß sich ein schlecht orientierter Marketplace-Verkäufer an dem niedrigen Amazon-Preis orientiert und ein preiswertes Angebot macht.Für den Verkäufer fatal,aber für den Käufer ein Glücksfall.

Im Fall der Dorati-Box sehe ich noch gewisse Chancen im Fachhandel oder Kaufhäuser vor Ort.
Diese Box war ja sozusagen zum Schnäppchenpreis angeboten worden und deshalb z.B auch eventuell bei WOM/Karstadt oder Kaufhof noch erhältlich.Da die dortigen Klassik-CD-Boxen manchmal lange im Regal liegen bleiben,kann man sie auch noch bekommen,wenn sie im Onlinehandel schon ausverkauft sind.
Kreisler_jun.
Inventar
#33 erstellt: 04. Mrz 2011, 21:46
Die Dorati-Aufnahmen waren beinahe durchgehend seit Beginn des CD-Zeitalters (und vorher als LPs) im Handel. Zuerst als 8 oder 9 4-CD-Sets, dann als Box. Nur eben nicht ganz so billig. Es ist aber ziemlich sicher, dass, selbst wenn die "Jubiläumesbox" gerade vergriffen sein sollte, diese Aufnahme wieder erscheinen wird. Und angesichts der momentanen Preise für Boxen sicher nicht allzu teuer (Vielleicht nicht für 70, aber dann eben für 100 EUR. Für diesen Preis erhält man die Box in der Auflage von 1997 z Zt. gebraucht).

amazon.de


[Beitrag von Kreisler_jun. am 04. Mrz 2011, 21:48 bearbeitet]
Martin2
Inventar
#34 erstellt: 03. Jul 2011, 18:29
amazon.de

Wie ich schon im heute gehört Thread schrieb, hörte ich mir heute und gestern aus dieser edlen Box die Sinfonien 101 und 102 mit Sigiswald Kuijken und seiner "kleinen Bande" - La petite bande an. Und ich bin von diesen Einspielungen begeistert, ich empfinde sie als besser als Brüggen und Karajan sowieso.

Was mir an diesen Aufnahmen so gefällt, ist der durch guten Klang, sehr gutes Orchesterspiel und Drive entstehende scharfe Fokus insbesondere der Allegro und Menuett Sätze. Die Langeweile, die mich bei dieser Musik - selbst beim Brüggen - gelegentlich beschleicht, ist wie wegeblasen, das wird auf der Stuhlkante musiziert und ist so ungeheuer erfrischend. Eine gewisse Enttäuschung war allerdings der langsame Satz der Sinfonie 102, wo das Cello nicht legato spielt und der Musik damit einen gewissen Reiz nimmt. Positiv finde ich, daß auch ein Cembalo mitspielt, so daß ein wenig die Basso Continuo Tradition deutlich wird, was den Sinfonien insgesamt so eine gewisse CPE Bach Schärfe zurückgibt. Teilweise höre ich in der Musik sogar eine gewisse "Motorik" heraus, die aufregend ist, und die ich anderswo noch nie hörte.

Seis drum, von diesen Interpretationen muß ich mehr haben. Allerdings sind die vollständigen Londoner Sinfonien in diesen Interpretationen sehr teuer. Die Einzel CDs sind erstaunlicherweise billiger und ich habe sie auf den Wunschzettel bei Amazon und JPC gesetzt.

Es gibt auch die Pariser Sinfonien mit Kuijken, allerdings mit dem Orchestra of Enlightment, die auch bei Amazon sehr freundliche Besprechungen erfahren und auch die habe ich ins Auge gefaßt.

Was ist eure Meinung?

Gruß Martin
McMusic
Inventar
#35 erstellt: 07. Jul 2011, 10:10
Hallo zusammen,

ich bin (noch) kompletter Neuling auf dem Gebiet der Haydn'schen Symphonien, würde mich aber ganz gerne langsam in das symphonische Gesamtwerk von "Papa Haydn" einarbeiten.

Nun muss es für mich nicht zwingend gleich eine GA der über 100 Symphonien sein. Gerade jetzt am Anfang würden mir wahrscheinlich die "Highlights" reichen. Sind das die genannten "Londoner", "Pariser" und "Sturm und Drang" Symphonien?
Gäbe es da eine klanglich und interpretatorisch ansprechende Box, die diese Werke enthält und die ihr mir empfehlen könnt?

Vielen Dank schonmal für die Tipps!

Viele Grüsse
Andreas


[Beitrag von McMusic am 07. Jul 2011, 10:15 bearbeitet]
Kreisler_jun.
Inventar
#36 erstellt: 07. Jul 2011, 10:50

McMusic schrieb:
Hallo zusammen,

ich bin (noch) kompletter Neuling auf dem Gebiet der Haydn'schen Symphonien, würde mich aber ganz gerne langsam in das symphonische Gesamtwerk von "Papa Haydn" einarbeiten.

Nun muss es für mich nicht zwingend gleich eine GA der über 100 Symphonien sein. Gerade jetzt am Anfang würden mir wahrscheinlich die "Highlights" reichen. Sind das die genannten "Londoner", "Pariser" und "Sturm und Drang" Symphonien?
Gäbe es da eine klanglich und interpretatorisch ansprechende Box, die diese Werke enthält und die ihr mir empfehlen könnt?

Vielen Dank schonmal für die Tipps!


Die Brüggen-Box, die das erfüllen würde ist vergriffen oder teuer. Ich würde daher sogar noch "kleiner" beginnen. Folgende CDs habe ich neulich schonmal in einem Einsteiger-thread genannt:

jpc.de jpc.de
jpc.de jpc.de
jpc.de

Dazu noch die 2. Hälfte der Pariser (85-87) mit Goodman, oder Kuijken mit allen (Alternativen mit modernem Orchester: Marriner, Bernstein, Wolf). Goodmans Haydn-CDs sind z Zt. alle recht preiswert; ich würde aber mit den Interpreten abwechseln, da die Unterschiede zwischen traditionellen und "historisierenden" Interpretationen und auch innerhalb letzterer teils erheblich sein können.
("Sturm & Drang sind hauptsächlich die 41-52, dazu 26, 39, 59 und noch ein paar weitere). Bei den Londonern gibt es überdies CDs mit Jochum, Dorati, Harnoncourt recht preiswert. Ein sehr guter Deal, allerdings mit einigen eher abseitigen Stücken ist die Box mit Harnoncourt/Concentus Musicus. Seine "Londoner" sind teils etwas eigen, aber gerade auch sehr preiswert

jpc.de jpc.de
jpc.de jpc.de
jpc.de jpc.de

Drei Superschnäppchen fallen mir gerade noch auf, zumindest die Jacobs-CD sollte man nicht verpassen, solange sie noch so günstig ist. Es handelt sich hier allerdings durchweg um recht "wilde" HIP-Lesarten, kein gemütlicher "Papa":

jpc.de jpc.de
jpc.de

Also, wenn Du erst einmal reinschmecken willst, bist Du mit den drei letztgenannten, sowie einigen von den ganz oben angeführten, gut bedient. Wenn Du es gleich etwas vollständiger haben willst, nimm die beiden Boxen mit Harnoncourt und Goodman oder Kujiken für die "Pariser". Ich würde aber eher zu Abwechslung raten. Wenn Geld keine Rolle spielt, nimm einfach alle.
McMusic
Inventar
#37 erstellt: 07. Jul 2011, 11:36
Na, da bleibt mir ja nicht viel mehr als

Vielen Dank für die sehr konkreten Tipps!

Werde mich mal Stück für Stück "reinarbeiten". Ich denke, ich fange mit den Londoner Symphonien an. Hab da den Harnoncourt (Cgo) im Auge.
Kreisler_jun.
Inventar
#38 erstellt: 07. Jul 2011, 13:19

McMusic schrieb:
Na, da bleibt mir ja nicht viel mehr als

Vielen Dank für die sehr konkreten Tipps!

Werde mich mal Stück für Stück "reinarbeiten". Ich denke, ich fange mit den Londoner Symphonien an. Hab da den Harnoncourt (Cgo) im Auge.


Die Londoner sind, wenn man von Beethoven, Schubert und dem späten Mozart kommt, vermutlich der beste Einstieg. 91/92 auf der Jacobs-CD sind allerdings im Grunde im selben Stil, da nur wenige Jahre vorher komponiert.

Um einen Eindruck vom weiten Spektrum der Sinfonien zu erhalten, würde ich als Ergänzung wenigstens eine der preiswerten CDs mit "Sturm&Drang"-Werken empfehlen, also von oben gezeigten z.B. Brüggens, Solomons' oder von der Goltz'
Die frühen, teils konzertanten und tonmalerischen 6-8 bieten sich an, wenn man zB Vivaldis 4 Jahreszeiten schätzt.
Schneewitchen
Inventar
#39 erstellt: 07. Jul 2011, 22:18
@McMusic
Ich möchte auf meinen Beitrag #21 hinweisen.

Sämtliche Haydn-Sinfonien kann man bei Haydn107.com anhören.
Mit dem Tool "StreamTransport" lassen sich sämtliche Sinfonien (Dorati oder Fischer)in voller Länge runterladen und mit dem VCL-Player nicht nur anhören sondern auch in mp3 (256) umwandeln.Das ist der kostengünstigste Weg zu allen Haydn-Sinfonien.

jpc.de

Man kann auch diese mp3 (320) CDs von Nimbus mit Fischer für ca.30 Euro kaufen.

jpc.de

Oder diese CD-Box von Brilliant mit Fischer für 50 Euro.

Ehe ich als Neuling in Haydn-Sinfonien verschiedene CDs kaufen würde,würde ich erst mal gratis wie o.a. hineinschnuppern.
FabianJ
Inventar
#40 erstellt: 16. Mrz 2012, 23:48
Haydns Londoner Sinfonien mit Nikolaus Harnoncourt am Pult sind schon seit geraumer Zeit (Amazon Marketplace ^^'') auf dem Weg zu mir. Nun suche ich noch eine gute Aufnahme seiner 88. Sinfonie, am liebsten in einer HIP-Fassung und nicht in einer großen Box.

Bei den üblichen Verdächtigen, also Brüggen, Harnoncourt und Gardiner, bin ich da nicht fündig geworden. Von Frans Brüggen gab es da schon etwas, aber 34 EUR für eine CD-R auf dem Amazon Marketplace sind mir dann doch zu viel.

jpc.de
Diese Aufnahme klang von dern kurzen Hörschnipseln her ganz interessant, die Aussagekraft solcher kurzen Tonfetzen ist aber bekanntlich begrenzt.

Was könnt ihr mir da empfehlen?

Mit freundlichem Gruß
Fabian
Kreisler_jun.
Inventar
#41 erstellt: 17. Mrz 2012, 00:44
Für HIP 88 ist vermutlich Kuijken die günstigste Option Ich kenne die zwar nicht, aber ein paar andere unter Kuijken, dürfte recht gut, aber nicht überragend sein. Würde mich allerdings sehr wundern, wenn McGegan (m.E bei Händel eher ein Langweiler) gelungener wäre.
Wenn moderne Instrumente mit HIP-Einfluss o..k. sind, würde ich auf Feys und Hugh Wolffs Einspielungen empfehlen (die habe ich beide) Die Kopplungen bei Wolff und Kuijken sind sinnvoller, da man die 82 und 95 ja mit anderen Sets eh kriegt, während 89 und 91 etwas stiefmütterlich behandelt werden.

amazon.de amazon.de amazon.de

Mein Favorit ist vermutlich allerdings die irre historische Aufnahme Scherchens (aber die gibts nur in einer Box oder als mp3 und der Rest ist lange nicht so gut)

amazon.de
FabianJ
Inventar
#42 erstellt: 17. Mrz 2012, 02:43
Bei Barockmusik muss das nicht unbedingt sein, aber bei Haydns Sinfonien stört mich ein modernes Orchester bei HIP-beeinflussten Aufnahmen nicht so.

Nun habe ich mal auf diversen Streamingseiten (Grooveshark, simfy) gesucht, ob ich zu den von dir empfohlenen Alben etwas finde. Bei den Aufnahmen von Thomas Fey und Hugh Wolff wurde ich nicht fündig, zu der Sigiswald Kuijken-CD scheint es nicht mal Tonschnipsel zu geben.

Die McGegan-CD gab es bei Grooveshark, sodass ich mir gleich mal Sinfonie Nr. 88 sowie "Die Uhr" angehört habe. Nicholas McGegan kannte ich, bevor ich bei einer Suche in diversen Online-Shops auf obige Haydn-CD gestoßen bin, nicht. Auch das Orchester war mir bisher kein Begriff. Zu seinen Händel und was er sonst noch hat aufnehmen lassen, kann ich somit nichts sagen.
Die Aufnahmen dieser beiden Sinfonien fand ich jedoch richtig packend.

"Die Uhr" habe ich schon in einer Aufnahme von Frans Brüggen. Im Vergleich fällt mir auf, dass McGegan den langsamen Satz deutlich schneller spielen lässt. Da gefällt mir Brüggens Aufnahme besser, aber insgesamt finde ich die Einspielung dennoch gut gelungen. Den Applaus am Ende der beiden Sinfonien hätte man meiner Meinung nach auch wegschneiden können, aber da vom Publikum ansonsten nichts weiter zu hören war, kann ich damit leben.

Vielen Dank für deine kompetente Antwort, aber die McGegan-CD hat mir beim Probehören so gut gefallen, dass ich für diese entschieden habe. Die Hugh Wolff-CD klingt in den JPC-Tonschnipseln interessant. Die werde ich mir mal merken für den Fall, dass ich eine weitere Aufnahme der 88. Sinfonie suche.

Vielen Dank nochmal.

Mit freundlichem Gruß
Fabian


[Beitrag von FabianJ am 17. Mrz 2012, 02:44 bearbeitet]
Kings.Singer
Inventar
#43 erstellt: 17. Mrz 2012, 10:18

FabianJ schrieb:
zu der Sigiswald Kuijken-CD scheint es nicht mal Tonschnipsel zu geben.


http://www.amazon.fr/dp/B00000J2PW/?tag=hf-bench1-21&linkCode=ur2
FabianJ
Inventar
#44 erstellt: 17. Mrz 2012, 15:05
Realplayer. Hm..das Programm hatte ich Ende der 90er das letzte Mal benutzt. Zu der Zeit waren fast alle per Internet verfügbaren Videos in dem Format. Das Programm fiel mir damals vor allem negativ auf, weil es während der Installation ungefragt allerhand Mist (u. a.Popup-Werbung) mit auf dem Rechner installiert hat, sich in Windows überall wo man es nicht haben will eingenistet hat und man den ganzen Kram nur schwer wieder restlos vom System entfernen konnte.

Zum Glück haben sich dann irgendwann andere Videoformate (Quicktime, divx/AVI und schließlich Flash) durchgesetzt. Seitdem kommt mir das Programm nicht mehr auf den Rechner. Es mag sein, dass sich das Programm inzwischen nicht mehr so bösartig verhält, aber aufgrund meiner negativen Erfahrungen bin ich da voreingenommen.
FabianJ
Inventar
#45 erstellt: 18. Mrz 2012, 21:30
Nachdem ich mir gestern mal Sinfonie 89 angehört habe, wurde Hugh Wolff-CD dann doch bestellt. Eine sehr schöne Sinfonie, die ich noch nicht kannte.

Wie lang hat Joseph Haydn an einer seiner Sinfonien ungefähr gesessen? Mir ist zwar klar, dass er ein langes Leben und eine entsprechend lange Schaffensphase hatte, aber über 100 Sinfonien von dieser Qualität zu schreiben, das schafft ja nicht jeder Komponist.
Kreisler_jun.
Inventar
#46 erstellt: 18. Mrz 2012, 23:48
Er hatte ja beinahe 40 Jahre Zeit (ca.1757 bis 1795). Kennst Du denn schon 90 und 92?

Ich weiß nicht, wie lange er an einer Sinfonie saß. Für einige der Londoner könnte man es wohl herausfinden. Oft hatte ein Komponist auch mehrere Projekte gleichzeitig. Mozart hat die Linzer Sinfonie angeblich "Hals über Kopf" in 3 oder 4 Tagen komponiert. Seine letzten beiden Sinfonien komponierte er in etwa 7 Wochen, dazu noch ein paar anderen Stücken gleichzeitig,
Es kam natürlich auch darauf, was sonst noch anstand. Haydn musste ja auch proben und Aufführungen dirigieren. Vermutlich hat er als älterer Mann auch nicht mehr so schnell komponiert wie Mozart mit Anfang 30.

Ohne genauere Daten zu finden, schätze ich, dass Haydn ca. 2 Monate für eine späte Sinfonie benötigte. Er kam im Januar 1791 in London an und am 11. März wurdee Nr. 96 aufgeführt, etwas später die Nr. 95. Lt. Walter: "Haydns Sinfonien" (C.H. Beck: München 2007) wurden diese Werke in London komponiert, da Haydn sich auf den dortigen Geschmack einstellen wollte. Kann natürlich dennoch sein, dass er Skizzen/Ideen schon gehabt hat.
Der kränkelnde Beethoven benötigte 1825/26 etwa je ein halbes Jahr für die letzten Streichquartette. Zwar nur vier Stimmen, aber erheblich längere und sehr dichte Stücke.

Je nach Komplexität der Stück und "Genialität" komponierten Komponisten wie Händel, Mozart, Haydn u.a des 18. Jhds. (und auch Schubert, Schumann) mitunter etwa so schnell wie sie Noten schreiben konnten... so irre das klingen mag.
Rossini soll im Bett liegend eine Opernarie geschrieben haben und als ihm das Blatt runterfiel oder wegwehte, war er zu faul aufzustehen und schrieb stattdessen die Arie nochmal auf (oder eine neue...).

Allerdings könnte Haydn bei der Komposition der Sinfonie 89 in Eile gewesen sein, da er für das Andante und das Finale auf Material aus einem Lyrenkonzert zurückgriff. Die Stücke wurden aber überarbeitet und erweitert.
Kings.Singer
Inventar
#47 erstellt: 19. Mrz 2012, 00:32
Hallo.

Seit Längerem ist mir Georg Philipp Telemann als einer der produktivsten "Vielschreiber" (sehr negativ konnotierter Begriff, Telemann-Kenner wissen welch ein Genie er war) der Musikgeschichte ein Begriff.

Habe, durch die aktuelle Frage angeregt, mal bei Wikipedia nachgelesen wie das so mit Telemanns "Vielschreiberei" war. Dort findet sich folgender Absatz


http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Philipp_Telemann schrieb:
Mit über 3600 verzeichneten Werken ist Telemann einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte. Dieser große Umfang ist teils auf seine flüssige Arbeitsweise, teils auf eine mit 75 Jahren sehr lange Schaffensphase zurückzuführen. Einen Eindruck von Telemanns Arbeitsweise gab Friedrich Wilhelm Marpurg, der berichtete, zu seiner Zeit als Kapellmeister am Eisenacher Hofe seien Telemann wegen der bevorstehenden Ankunft eines hohen Besuchs nur drei Stunden Zeit gegeben worden, eine Kantate anzufertigen. Der Hofpoet verfasste den Text, und dazu schrieb Telemann gleichzeitig die Partitur, wobei er meist noch vor dem Dichter mit der Zeile fertig war. Nach etwas über einer Stunde war das Stück fertig.


Unvorstellbar... Vielleicht Legendenbildung? Auf jeden Fall aber muss er dazu fähig gewesen sein in kürzester Zeit zu komponieren. Mit diesen über 3000 Werken lässt er schließlich auch einen Bach ziemlich alt aussehen. Wobei man dabei natürlich zahlreiche Selbstzitate finden dürfte!

Viele Grüße,
Alexander.


[Beitrag von Kings.Singer am 19. Mrz 2012, 00:36 bearbeitet]
Martin2
Inventar
#48 erstellt: 28. Mrz 2012, 02:53
Ich muß doch noch einmal sagen, daß mir in diesem Thread die Musik wieder mal viel zu kurz kommt. Mir wäre es sehr recht gewesen, über die Musik speziell auch der früheren Sinfonien jenseits der Pariser und Londoner ins Gespräch zu kommen, aber möglicherweise auch sogar über diese.

CD Tips sind eine sehr sinnvolle Sache, aber viel wichtiger wäre mir das Reden über die Musik.

Wie ich schon sagte, fällt mir diese Musik nicht leicht. Speziell auch die Pariser höre ich ganz gerne, aber auch die Londoner. Nur weiß ich nie so genau, ob ich dieser Musik so gerecht werde.

Was mich bei Haydn langweilt, ist die relative Ähnlichkeit der Musik, irgendwie klingt eine Sinfonie wie die andere, in Punkto "Oberflächenreiz" bietet selbst Mozart mehr. Anderseits hörte ich nun gerade heute und gestern wieder mal die CD mit der Abschiedssinfonie aus der Brüggenbox und gerade diese Abschiedssinfonie hat mir doch gut gefallen. Aber auch die anderen drei waren so schlecht nicht.

Also bitte: Reden wir mehr über die Musik, wie man sie aufnimmt, was man bei ihr empfindet und lassen dann meinetwegen den einen oder anderen CD Tip einfließen, aber tun wir nicht so, als ob Haydn für jeden, also auch für mich, der zugänglichste Komponist sein müßte.

Jedenfalls habe ich aus guten Gründen bisher auf große Anschaffungen wie die große Brilliantbox oder den Dorati und ähnliches verzichtet. Zusehr enttäuschte mich besonders die Sturm und Drang Sinfonien aus der Brüggenbox.

Es ist leider auch so, daß manche Empfehlungen aus Klassikforen ( schreibe gelegentlich auch mal in einem englischen) Menschen mit derart gestalteten Scheuklappen ganz genau wissen, was mir gefällt und damit von sich auf andere schließen. Händels Kammermusik auf der Zebra CD, die mir hier empfohlen wurde, fand ich übrigens auch ziemlich langweilig, obwohl ich da noch mal genauer rein hören werde. Möglich, daß das auch so bleibt. Möglich überhaupt, daß ich auf lange Sicht mehr bei der Musik der Hoch und Spätromantik hängen bleibe, oder früher Modernität, wo ich mich immer noch am wohlsten fühle.

So zersplittert sich ein Forum irgendwann auch, weil jeder seine Lieblingsmusik hört, anregend bleibt aber doch immer der Blick über den Gartenzaun, nervtötend kann es aber sein ( wie in diesem an sich kleinen und feinen englischen Forum), wenn einem jeder seine Lieblingsmusik aufdrängen will und für die meine kaum Interesse zeigt.

Also reden wir mal wieder mehr über Haydn, ich werde mal sehen, ob ich die Brüggenbox in nächster Zeit mal durchhöre und werde mal den einen oder anderen Kommentar dazu schreiben ( wie ich das auch mit der Golden Age of the Romantic Piano Concerto Box gemacht habe), vielleicht entwickelt sich daraus ja ein Gespräch.

Gruß Martin
FabianJ
Inventar
#49 erstellt: 28. Mrz 2012, 21:51
Ist es nicht völlig normal, dass man bei CD-Tipps vor allem auch Scheiben empfiehlt, die einem selbst zusagen? Bei Musik tickt doch jeder ein wenig anders, man kann sich da nur sehr begrenzt in den Kopf des anderen hineinversetzen. Ich zum Beispiel tue mich bei Mozart-Sinfonien schwerer und finde zu denen Haydns leichter Zugang. Warum auch immer. Zu ähnlich klingen die mir bisher bekannten Haydn-Sinfonien auch nicht und langweilig schon gar nicht. Aber vielleicht kenne ich seine musikalischen Schlaftabletten nur noch nicht. Ein Großteil seiner 107 Sinfonien ist mir bisher völlig unbekannt.

Wenn man zu bestimmten Komponisten oder bedeutenden Werken von ihnen keinen rechten Zugang findet, ist das doch völlig normal und in Ordnung. Zumindest so lange man die Werke, die einem nicht sofort zusagen, nicht pauschal als Mist abtut. Man kann und muss ja nicht alles mögen.

Wenn man brauchbare CD-Empfehlungen haben möchte, sollte man deshalb möglichst präzise ausformulieren, in welche Richtung es gehen soll. Ein gewisses "Restrisiko" des Fehlkaufs bleibt aber dennoch. Ich finde deshalb Platformen wie z. B. simfy und YouTube praktisch, da man dort zwar nicht alles aber doch viele CDs mal Probe hören kann.

Anderen allzu penetrant den eigenen Musikgeschmack aufs Auge zu drücken, ist aber nicht in Ordnung. Das sehe ich ähnlich. Vor allem kann das nicht funktionieren, sofern das Gegenüber nicht ohnehin schon ähnlich tickt. Hier im Klassikforum ist mir so etwas bisher aber noch nicht aufgefallen.

Mit freundlichem Gruß
Fabian


[Beitrag von FabianJ am 28. Mrz 2012, 21:54 bearbeitet]
flutedevoix
Stammgast
#50 erstellt: 29. Mrz 2012, 00:29
[quote]Was mich bei Haydn langweilt, ist die relative Ähnlichkeit der Musik, irgendwie klingt eine Sinfonie wie die andere, in Punkto "Oberflächenreiz" bietet selbst Mozart mehr.[/quote]

Hm, was ist den Oberflächenreiz?
Melodik bzw. Ohrwurmqualität? - Dann würde ich auch sagen, daß Mozart mehr bietet
Struktur? - Unentschieden
Übertraschungen? Rhythmische Elemente? - Vorteil Haydn
Was will ich damit sagen? Es ist doch sehr unterschiedlich, wie man Musik wahrnimmt!

Was mich allerdings wundert, ist, daß Martin die Haydnschen Sinfonien als relativ ähnlich bezeichnet. Vielleicht liegt das doch am "NMebenbeihören" und am weniger konzetrierten Hören. Wenn man alleine die bekannten Pariser oder Londoner Sinfonien nimmt sind, sind ja die Unbterschiede ohrenfällig: Bär - Huhn - La Reine bzw. Paukenschlag - Paukenwirbel - 104, um nur einmal die drei bekanntesten nebeneinander zuz stellen. Aber auch in den "nbamenlosen" differieren ja unterchiedliche formale Ansätze (Monothematik, "klassisches" Sonatenhaiuptsatzform, "verschleierte" Sonatenhauptsatzform mit Themenkomplexen, die bisweilen fast auf Bruckner vorweisen, unterschedliche Lösungen der langsamen Sätze etc.)

Vielleicht kommt da aber auch wieder einmal der Fluch der Boxen durch. Man wird Haydns Sinfoinen sicher nicht gerecht, wenn man sie regelrecht frißt, so et wa 4 - 5 am Tag hört. Man wird den unerschpflichen Reichtum, die Feinheit der Kompsition vernutlich nur durch konzertriertes und analytisches Hören erkennen können. Daneben bietet nach meinem Enpfinden Haydn genug "Oberflächenanreiz" (Brillanz, melodischer Reichtum, überraschende Effekte etc.), um auch als gepflegte Untwerhaltungsmusik "nebenbei" zu gefallen. Ganz im Sinne Mozarts, der ja auch für Kenner und den Gelegenheitshörer schrieb


[Beitrag von flutedevoix am 29. Mrz 2012, 00:30 bearbeitet]
Martin2
Inventar
#51 erstellt: 29. Mrz 2012, 02:33
Fluch der Boxen? Vielleicht. Es gibt im übrigen drei Stufen der Vertrautheit: Unvertrautheit, Vertrautheit und "auf dem Schirm haben". Beethovens Sinfonien habe ich auf dem Schirm, Haydns Pariser und Londoner sind mir weitestgehend vertraut, das heißt, ich höre sie nicht, als ob sie mir neu wären. Wenn ich sie höre, sage ich, ah ja, das kenne ich. Fragt mich aber jemand: Pfeife mal was aus Haydns 89. , muß ich passen.

Auf dem Schirm hat man musikalische Urerlebnisse. Dazu gehören für mich Mozarts letzte drei Sinfonien. Zumindestens deren Anfänge könnte ich sicherlich aus dem Gedächtnis pfeifen oder singen.

Aber das Fabian mit Mozart mehr Schwierigkeiten hat als mit Haynd wundert mich insofern nicht, als die letzten drei ( und vielleicht noch die Prager) wirklich heraus ragen, alles so ab der kleinen g moll unbedingt hörenswert ist ohne daß man vielleicht alles auf dem Schirm hat und die frühen dann eher Übungswerke eines Teenagers waren.

Haydns Sinfonien sind in ihrer Gesamtheit vermutlich mehr ernst zu nehmen. Diese Abschiedssinfonie gefällt mir wirklich sehr gut und man darf sich durch das Anekdotische des Werks nicht irreführen lassen.

Das mit dem "Ähnlichen" bezieht sich für mich bei Haydn weniger auf die Melodik, als auf Harmonik und Instrumentation. Das klingt für mich oft wirklich sehr ähnlich. Beurteilen kann ich das selbstverständlich nicht, aber sagen wir mal scherzhaft, nicht alles bei Haydn wirkt auf mich so überraschend wie Strawinskis Le Sacre. Möglicherweise komme ich dann Haydns Sinfonien dermaßen näher, daß ich in ihnen eher Streichquartette oder Klaviersonaten für Orchester sehe. Eine Ausnahme ist dann Haydns 100., die ich gerne in der Aufnahme mit Barry Wordsworth ( Naxos) höre. Da denke ich: Mein Gott, der alte Haydn konnte, wenn er wollte, auch mal was richtig "Fetziges" schreiben.

Gruß Martin
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