Orgelkonzerte / Berühmte Aufnahmen

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Kings.Singer
Inventar
#1 erstellt: 28. Okt 2006, 10:08
Hi.

Die Orgel ist das wohl vielseitigste spielbare Instrument. Auf unzählbaren CD's veröffentlicht erklingt sie. Doch mein Bestreben ist es, wirklich einzigartige Aufnahmen zu finden.

Welche wären da zu nennen?

Ich mache den Beginn mit einer einfachen Entscheidung:

Die Wanamaker-Orgel (nur noch getoppt durch die bedauerlicherweise in erbärmlichem Zustand befindliche Auditorium Organ in der Boardwalk Hall) gespielt von Peter Conte.



Doch welche Aufnahmen können noch durch die 'Hardware', die Ausführenden oder durch die Aufnahmetechnik begeistern?


[Beitrag von Kings.Singer am 28. Okt 2006, 10:10 bearbeitet]
AladdinWunderlampe
Stammgast
#2 erstellt: 28. Okt 2006, 10:52
Hallo Alexander,

als ideale Instrumente für französische Orgelmusik der Romantik sind natürlich die Orgeln von Aristide Cavaillé-Coll zu nennen. Wunderbar sind diese unter anderem für die Interpretation der Orgelkompositionen von Cavaillé-Colls Zeitgenossen César Franck geeignet.

Das Gesamtwerk Francks hat unter anderem Daniel Roth auf 3 CDs (Motette CD 11381, 11391 11401) in überaus einfühlsamer und agogisch sehr freier Weise eingespielt. Auf jeder dieser CDs kommen drei Cavaillé-Coll-Orgeln zum Einsatz: neben der berühmten, 1862 erbauten Orgel der Pariser Kathedrale Saint-Sulpice auch das 1848 erbaute Instrument der Kathedrale Saint-Etienne in Saint-Brieuc sowie das 1863 erbaute Instrument der Kirche Santa Maria del Coro in San Sebastian. Insbesondere letzteres weist in der Disposition eine große Nähe zu Francks eigener Orgel der Pariser Kirche Saint-Clothilde auf und verfügt über eine Noblesse des Tons, die ich persönlich manchmal sogar dem Klang des viel größeren Instruments in Saint-Sulpice vorziehe.

Herzliche Grüße
Aladdin


[Beitrag von AladdinWunderlampe am 28. Okt 2006, 11:26 bearbeitet]
embe
Stammgast
#3 erstellt: 28. Okt 2006, 22:05
Hallo,
um mal nur eine Aufnahme rauszupicken,
amazon.de

würd ich mit auf die einsame Insel nehmen.
Seit 1984 hab ich die Scheibe.

Welch ein Instrument, Klang und Interpretation

Gruß
embe
AladdinWunderlampe
Stammgast
#4 erstellt: 30. Okt 2006, 01:02
Hallo, liebe Orgelfreunde,

Das Veneto ist eine der reichsten Orgellandschaften Italiens. Insbesondere im Umkreis von Treviso finden sich hier zahlreiche gut erhaltene historische Orgeln aus dem 16.-18. Jahrundert, die in wunderbarer Weise die besondere Klanglichkeit des meist einmanualigen und von der Registerzahl eher klein dimensionierten italienischen Instrumententyps mit seinen sanglich warmen Prinzipalen, den zauberhaften Prinzipalschwebungen (Voce umana), den strahlenden, aber niemals schrillen Mixturen und den charmanten Flöten dokumentieren.

In der Kirche Sant'Andrea in Riva/Treviso findet sich ein Instrument, das für das Veneto des 18. Jahrhundert sehr typisch ist und möglicherweise von dem berühmten Orgelbauer Gaetano Callido errichtet wurde. Neben der klanglichen Schönheit dieser Orgel ist übrigens auch ihre architektonische Einbindung in den Kirchenbau bemerkenswert: Sowohl die Orgel als auch der Kirchenraum sind in ihren Proportionen in vielfältiger Hinsicht auf das Maßverhältnis des Goldenen Schnitts bezogen.

Der Organist Andrea Marcon hat die reichen musikalischen Möglichkeiten dieses Instruments in einer (übrigens auch aufnahmetechnisch brillanten) CD-Einspielung dokumentiert: "L'Eredità Frescobaldina, Vol. 2" ["Das Erbe Frescobaldis, Teil 2"], erschienen in der Reihe Divox Antiqua (CDX 79805). Hier findet sich eine bunte Zusammenstellung europäischer Orgelwerke des 17. Jahrhunderts, in denen sich das Vorbild und der Einfluss der Orgelmusik von Girolamo Frescobaldi bemerkbar machen: Kompositionen von Johann Jakob Froberger, Alessandro Poglietti, Sebastian A. Scherer, Johann Kaspar Kerll, Francois Roberday, Georg Muffat, Henry Purcell, John Blow und einem anonymen spanischen Komponisten dokumentieren die Farbenpracht und Transpranzenz des Instrument, aber zugleich auch die geistvolle Musikalität des ausführenden Organisten.

Die atemberaubende Virtuosität, mit der Marcon beispielsweise Frobergers großangelegte Fantasia I sopra Ut, Re, Mi, Fa, Sol, La angeht, faszinieren mich ebenso wie die formstrenge Gravität in Kerlls Passacaglia und der temperamentvoll improvisatorische Zugriff, den er etwa bei den Toccaten Frobergers und Muffats an den Tag legt. Und ebenso bewundernswürdig ist auch Marcons differenzierte Registrierungskunst, die den Wechsel der musikalischen Affekte einfühlsam nachzeichnet und dabei eindrucksvoll den klanglichen Reichtum des kleinen Instruments demonstriert: ob beim tänzerisch beschwingten Beginn von Frobergers Canzon V nur eine einzelne, delikate Oktavflöte erklingt oder in den weiträumigeren Werken Frobergers, Kerlls oder des spanischen Anonymus das volle Werk zum Einsatz kommt, ob die chromatisch gewagten Elevationsmusiken in den geheimnisvoll schwebenden Klang der Voce umana gehüllt werden oder die einzelnen Abschnitte der Toccaten und Canzonen durch fantasievoll wechselnde Kombinationen apart gegeneinander abgetönt werden - stets bin ich überrascht, gebannt und begeistert, wie schön und charakteristisch jedes Register dieses Instruments klingt, in dessen Klang sich auch die Anblasgeräusche der Pfeifen und selbst noch das leise Trakturklappern so harmonisch einbetten, dass sie den akustischen Reiz sogar noch steigern.

Auch diese Aufnahme scheint mir als CD für embes Insel bestens geeignet zu sein - denn schließlich kann man nicht tagaus-tagein stets nur Bachs d-moll-Toccata hören...


Herzliche Grüße
Aladdin


[Beitrag von AladdinWunderlampe am 30. Okt 2006, 17:16 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#5 erstellt: 30. Okt 2006, 12:28
Möchte hier auch zwei neue Werke beitragen, die sowohl vom Repertoire als auch von der hervorragenden Aufnahme herausstechen (Mehrkanal-SACDs, 2006 aufgenommen):



Der Knüller ist hier die "Star Wars Suite" nach John Williams, bei der die Filmmusik in der Orgelfassung erstaunlich nahe an Orgelklassiker der Jahrhundertwende rückt.

Dazu passt dann auch die No. 2



gespielt auf zwei (!!!) Orgeln. Bombast dass die Hosenbeine schlackern !!!

Hier noch zwei Kritiken:

Crescendo: "Die Idee ist größenwahnsinnig, verrückt und lustig. Das Ergebnis ist zutiefst seriös. Eine Orgie aus Motiven, ein Querfeldein-Ritt durch Nibelheims grollende Tiefen bis hinauf in die Götterburg Walhall."

Der Tagesspiegel: "Da rollen die Bässe: Siegfrieds Tod, arrangiert für zwei Orgeln. Ein Tiefenrausch. Die Nachbarn werden Sie lieben. "

Grüße Michael


[Beitrag von arnaoutchot am 30. Okt 2006, 12:33 bearbeitet]
embe
Stammgast
#6 erstellt: 30. Okt 2006, 23:18
Hallo,
noch ne Scheibe die mir gut gefällt.
amazon.de

Das Mädel hats drauf

Gruß
embe
arnaoutchot
Moderator
#7 erstellt: 31. Okt 2006, 11:14
Gefällt Dir die Scheibe oder das Mädel besser ...
embe
Stammgast
#8 erstellt: 31. Okt 2006, 12:36
Hallo,
also ehrlich...
...beide

Gruß
embe
uem
Stammgast
#9 erstellt: 11. Dez 2006, 16:15
Berühmt sind sie wohl kaum, aber :
Der Schweizer HANNES MEYER macht auch sehr "spassige" Orgelaufnahmen
(er war / ist quasi das "Enfant Terrible" der schweizer Organisten)

http://www.starworld.ch/show.php?id=18136

http://www.amazon.de...rvogel-21/ref=nosim/

der Sousa-Marsch "Stars and stripes forever" auf der Zürcher Grossmünsterorgel "bläst wirklich den Marsch"

Gruss

Urs


[Beitrag von uem am 11. Dez 2006, 16:16 bearbeitet]
Laubandel
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 17. Dez 2006, 13:29
Ich schätze sowohl die romantischen als auch die barocken Interpretationen des französischen Organisten Olivier Vernet, eines Schülers von Marie-Claire Alain. Stilsicher und feinfühlig die romantischen Toccaten, gespielt auf der Cavaillé-Coll-Wunderorgel von Saint-Sulpice, Paris.



Leider habe ich diesen Sampler außerhalb Frankreichs noch nirgends erblickt.

Und hier barocke Aspekte:



Wen's mehr interessiert, der findet sein ganzes Programm auf seiner eigenen Homepagehttp://www.olivier-vernet.com/, leider sind die Hinweise zu seiner Konzerttätigkeit nicht auf dem neuesten Stand.

Grüße

laubandel
Reiner_Klang
Stammgast
#11 erstellt: 17. Dez 2006, 14:35
Wer Freude an der Tastenmusik der Renaissance und des Barock hat, den möchte ich auf einen begnadeten Interpreten und die von ihm veröffentlichten Aufnahmen hinweisen:

Roland Götz (Augsburg)

Hier findet ihr Einzelheiten und alle CDs:
studio XVII augsburg, Roland Götz

Wunderschöne Instrumente, darunter viele kleinere und wenig bekannte mit herrlichem Klang und individuellen Besonderheiten. Auch das Repertoire enthält viele wenig bekannte und selten oder nie zu hörende Stücke. Ich kenne nicht alle seine CDs, aber alle, die ich kenne, sind großartig!
AladdinWunderlampe
Stammgast
#12 erstellt: 17. Dez 2006, 18:14
Liebe Orgelfreunde,

die Orgelwerke von Max Reger gelten auch ein Jahrhundert nach ihrer Entstehung bei vielen noch als schwierig - sowohl was die oftmals extremen technischen Anforderungen für den Spieler als auch was die Erfassung der harmonisch überaus bewegten, kontrapunktisch verwickelten und formal nicht selten amorphen musikalischen Vorgänge für den Hörer betrifft.

Um so erfreulicher ist es, dass gerade die beiden komplexesten Orgelwerke Regers - die Symphonische Fantasie und Fuge op. 57 und die monumentalen Variationen und Fuge über ein Originalthema fis-Moll op. 73 in einer Einspielung vorliegen, die ich als mustergültig empfinde:
Der Organist Heinz Wunderlich, der in den 1980er und 1990er Jahre viele Regersche Werke für Orgel auf CD aufgezeichnet hat, ist ein Schüler des Uraufführungsinterpreten der meisten großen Orgelwerke des Komponisten und engen Reger-Freundes Karl Straube. Und auch wenn eine auf derartingen persönlichen Verbindungen beruhende Interpretationstradition von sich aus nicht notwendigerweise eine "authentische" Ausführung (was immer das auch sein mag) gewährleistet, so ist doch unüberhörbar, dass Wunderlich mit Regers Orgelmusik in außerordentlicher Weise vertraut ist.

Diese Kompositionen verlangen einen Interpreten, der alle ihre technischen Schwierigkeiten meistert, ohne dabei die Übersicht über das kleingliedrige kompositorische Dickicht zu verlieren. Reine Virtuosität allein nutzt hier noch sehr viel weniger als bei mancher anderer Musik: Die in schwächeren Interpretationen oftmals bandwurmartig endlos erscheinenden musikalischen Phrasen wollen gegliedert sein; die formale Architektur muss agogisch einfühlsam herausgearbeitet werden; und an der Aufgabe, die oftmals überexakten dynamischen Vorschriften sowie die zu Extremen neigenden Tempovorschriften sinnvoll umzusetzen, ohne ihnen sklavisch zu verfallen, ist schon mancher Interpret gescheitert.

Der zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits einunsiebzigjährige Wunderlich meistert diese Aufgabe mit einer beeindruckenden Virtuosität und bewahrt dabei doch die notwendige Ruhe und Übersicht, um die musikalischen Linien und formalen Gliederungspunkte deutlich und so für den Hörer in einer fast selbstverständlichen Weise fasslich werden zu lassen. Seine Tempi sind zügig, aber - im Unterschied zu Rosalinde Haas, bei deren sportiven Interpretationen manches Detail technisch und musikalisch auf der Strecke bleibt - nie überhetzt, die Agogik wird sehr formbewusst eingesetzt, so dass weder über musikalisch Wichtiges hinweggespielt wird noch umgekehrt der musikalische Prozess in isolierte Momente zerfällt.

Klug ist auch die Wahl des Instruments: Während Wunderlich die ersten CDs seiner Reger-Einspielungen auf der Kemper-Orgel der Kirche St. Jacobi in Hamburg, an der er lange Zeit als Hauptorganist tätig war, vorgenommen hatte, die in ihrer neobarocken Klanglichkeit den Regerschen Steigerungswellen und Mischklängen freilich kaum gerecht wurde, hat er sich bei den späteren Aufnahmen für die Tzschöckel-Orgel der Kirche St. Michael in Schwäbisch Hall entschieden - ein viermanualiges Instrument, das mit seinen sechzig Registern groß, aber nicht monumental wirkt. In Verbindung mit der transparenten, nicht zu halligen Akustik der Kirche trägt dies sehr zur Durchhörbarkeit der Darstellung bei: Das Instrument erlaubt große dynamische Steigerungen, besitzt aber auch im vollen Werk bei aller Wucht die nötige Klarheit, so dass auch Zweiundreißigstelkaskaden oder vielstimmige Polyphonie nicht in einem klanglichen Nebel untergehen; es besitzt wunderbare romantische Farben, die Wunderlich gezielt zur Geltung bringt, ohne sich aber in klanglichen Effektmätzchen zu verlieren.

Die ursprüngliche Ausgaben dieser Aufnahmen (Max Reger: Orgelwerke 3 und 4, Signum SIG X28-00 und X29-00, 2 CDs) scheint vergriffen zu sein. Allerdings sind die Hauptwerke dieser Einspielung - neben op. 57 und op. 73 unter anderem auch die Choralfantasie "Wie schön leuchtet und der Morgenstern" op. 40,1, auf einer anscheinend noch greifbaren CD zusammengefasst: Organum ogm_240024.


Viel Vergnügen damit wünscht
Aladdin
AladdinWunderlampe
Stammgast
#13 erstellt: 02. Aug 2007, 00:52
Liebe Musikfreunde,

offenbar wird es höchste Zeit, dem grassierenden Sommerlochs-Katastrophen-Talk im Forum mal etwas Konstruktives entgegenzusetzen... Also gut:

Franz Liszt (1811-1886) war als Instrumentalist nicht nur ein großer Klaviervirtuose, sondern hat auch zahlreiche Stücke für die Orgel komponiert. Man muss vielleicht nicht alles davon kennen: Neben groß angelegten, eindrucksvollen Werken, die für die Entwicklung des romantischen Orgelsstils von bahnbrechender Bedeutung waren, stehen zahlreiche Transkriptionen eigener Orchestermusik oder beliebter Kompositionen von Chopin, Verdi, Wagner, Nicolai u. s. w., sowie viele kleine Stücke – teils eher funktional gedachte Andachtsmusiken, teils aber auch aparte oder geradezu experimentelle Miniaturen.

Der österreichische Organist Martin Haselböck hat vor einigen Jahren beim Label NCA Liszts gesamtes Orgelschaffen auf 5 CDs eingespielt. Ich besitze aus dieser Aufnahme bisher nur die zweite CD (NCA 60144-210) – und halte sie ganz im Sinne des Threads für eine Einspielung, die sowohl vom Repertoire als auch von der Interpretation, dem verwendeten Instrument und von der Aufnahmetechnik begeistern kann. Aber nun eins nach dem anderen:

1. zum Repertoire: Abgesehen von der halbstündigen Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam“, die sich auf der ersten CD der Reihe findet (die ich mir unbedingt noch besorgen muss!), enthält diese CD alle Hauptwerke Liszts für die Orgel: das allseits beliebte Präludium und Fuge über B-A-C-H, die Variationen über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ – in seiner experimentellen Chromatik, strengen Konstruktion und zugleich sinnfälligen Formdramaturgie meines Erachtens eines der bedeutendsten Lisztschen Werke überhaupt –, und die Evocation à la Chapelle Sixtine, in der Liszt gewissermaßen eine imaginäre Begegnung zwischen dem italienischen Komponisten Gregorio Allegri (1582-1652) und Wolfgang Amadeus Mozart beschwört: Allegri ist der Schöpfer des legendenumwobenen Miserere, das über anderthalb Jahrhunderte exklusiv nur während der Karwoche in der Sixtinischen Kapelle aufgeführt werden durfte, ehe der vierzehnjährige Mozart es während eines Rombesuchs gehört, aus dem Gedächtnis transkribiert und so für die allgemeine musikalische Welt zugänglich gemacht haben soll; In seiner Evocation stellt Liszt den musikalischen Motiven dieses Bußpsalms im Rahmen eines dualistischen Formkonzepts zweimal Passagen aus Mozarts Ave verum corpus gegenüber, um so die Spannung zwischen menschlicher Erlösungsbedürftigkeit und göttlicher Gnade musikalisch auszuloten.

Daneben finden sich auf der CD aber noch zwei weitere interessante Werke: einmal eine Transkription von Liszts symphonischer Dichtung Orpheus, die ich in ihrer zarten, zurückhaltenden Farbigkeit für eines der gelungensten Beispiele von Liszts in ihrer kompositorischen Qualität ziemlich durchwachsenen orchestralen Programmmusiken halten. Liszt griff bei in seiner Transkription auf eine bereits vorliegende Orgelbearbeitung des Orchesterwerks durch seinen Schüler Robert Schaab zurück, die er aber zum Teil eingreifend veränderte und so ein durchaus idiomatisches eigenständiges Orgelstück schuf. Und nicht zuletzt Les Morts – Oraison, eine instrumentale Trauerode aus Anlass des frühen Todes von Liszts 1859 verstorbenem Sohn Daniel, die mit musikalischen Mitteln ein Gedicht von Abbé Félicité-Robert reflektiert und Liszt anscheinend sehr am Herzen lag, denn 1864 notierte er, dass er sich den Vortrag dieses Stückes auf seiner eigenen Beerdigung wünsche.

2. zur Interpretation: Leider wird ein Werk wie das höchst originelle Präludium und Fuge über B-A-C-H von vielen Organisten allzu häufig als virtuoses Schaustückchen missbraucht – vor allem wohl deswegen, weil es technisch nicht gar so schwierig ist, wie es für unbefangene Ohren zunächst den Anschein haben mag. Glücklicherweise ist Martin Haselböck kein Vertreter dieser stumpfsinnigen Schneller-lauter-tiefer-bässer-Fraktion, sondern ein kluger, sensibler und auch philologisch akribischer Musiker, der unter anderem auch die erste kritische Noten-Gesamtausgabe der Orgelwerke Liszts herausgegeben hat. Haselböcks große Vertrautheit mit der kompositorischen Sprache Liszts kommt seiner Interpretation im teils durchaus beherzt virtuosen, nie aber überhetzten Zugriff auf diese überaus „sprechende“ Musik zugute, der auf jegliche Effektmätzchen verzichten kann: wunderbar die agogische Gestaltung der vielen rezitativischen Einschübe zwischen den großen Ausbrüchen, wunderbar auch die wohldosierte Gestaltung der verschiedenen Steigerungswellen, die Haselböck durch eine dynamisch abgestufte und farbenreiche Registrierung zu unterstützen weiß – und wunderbar ist natürlich auch die Wahl eines geeigneten Instruments:

3. das Instrument: Haselböck hat für die zweite CD seiner Gesamtaufnahme die Ladegast-Orgel der Evangelischen St. Jakobskirche in Köthen gewählt – ein 1873 erbautes Instrument, das mit 47 auf drei Manuale und Pedal verteilten Registern auf den ersten Blick noch nicht einmal besonders groß erscheint. Allerdings ist entgegen einem anscheinend unausrottbaren Vorurteil auch bei romantischer Orgelmusik Größe nicht alles: Liszt hat seine ersten großen Orgelwerke für Instrumente von Ladegast komponiert, und das Erstaunliche an der Köthener Orgel ist für meine Ohren neben romantischen Zungenregistern wie der Äoline des Schwellwerks ein überaus schillernder, voluminöser, aber niemals greller Plenumklang, der durch einen dezent fluktuierenden Spielwind (und das ist kein Euphemismus für „schwindsüchtig“) zusätzlich verlebendigt wird.

4. Zu dem überaus nuancierten und klugen Zugriff des Interpreten passt, dass auch das Klangbild der Aufnahme überaus seriös ist: Die SACD vermittelt im Surround-Modus einen kraftvollen und räumlichen Eindruck, ohne dabei mit künstlich aufgepeppten Tieftonorgien, aufgeblähtem Raumhall oder umgekehrt übernah losplärrenden Zungenchören jenen „spektakulären“ Sound zu erzeugen, den manche bevorzugt zur Demonstration der vermeintlichen Qualitäten ihrer Anlage verwenden. Die Akustik der St. Jakobskirche ist angenehm durchhörbar, ohne trocken zu sein und der überaus charakteristische Klang des gut 130 Jahre alten Instrument ist wunderbar realistisch eingefangen – auch klanglich ist diese CD in meinen Ohren ein rares Juwel. Darum sei sie hiermit wärmstens empfohlen.


Herzliche Grüße
Aladdin
hargi
Stammgast
#14 erstellt: 24. Okt 2007, 13:23
Hallo miteinander,

Alladins Kritik bzw. Lob der Liszt-Aufnahme kann ich bezüglich der besprochenen Platte (Haselböck an der Köthener Ladegastorgel) nur unterstreichen.

Will aber hinzufügen, dass ich sie auch für die definitiv beste CD der ganzen Reihe halte, mit der die anderen Teile nicht immer mithalten können. Das liegt zum einen daran, dass die sonstigen Liszt-Werke längst nicht immer dem Vergleich mit den großen Highlights standhalten. Nicht jedes Lisztsche Orgelstück ist wirklich ein Meisterwerk, das man allzu oft hören will/muss, finde ich.

Das liegt aber auch an den Interpretationen Haselböcks an den anderen Orgeln. Ist die Aufnahme an der kleinen Hohenmölsener Orgel noch von einer gewissen Ruhe und Intimität getragen, so gleiten die Vol.'s die in Schwerin und Merseburg aufgenommen sind, wie ich finde, nicht selten in Langeweile ab. Auch ist seine Registerwahl nicht immer spannend oder überzeugend.

Beide Instrumente, Schwerin (1871) und Merseburg (1855, von Liszt sehr geschätzt) erfordern langsame Tempi, einmal wegen des Nachhalls (Schwerin!!), einmal wegen der Schwergängigkeit dieser frühen Riesenorgeln. Ich finde aber, Haselböck gelingt es längst nicht immer, den Spannungsbogen zu halten.

(Nebenbei: Schlimmer, ja unerträglich in dieser Hinsicht sind die ebenfalls sehr neuen Liszt-Aufnahmen von Michael Schönheit bei Dabringhaus+Grimm. Hier schaffe ich es kaum, die Lisztschen Großwerke an einem Stück durchzuhalten!)

Gegenbeispiel - und vielleicht Kauftipp für Alladin, was die große Ad-nos-Fantasie angeht: Christoph Schoener an der Schweriner Ladegastorgel, erschienen Anfang der 90er bei Mitra-Classics und meines Wissens noch lieferbar. (Auf der CD ist noch das weitere Riesenwerk dieser Zeit: Reubkes Fantasie über den 94. Psalm.)

Hier wird ebenfalls langsam gespielt, aber mit so einer inneren Spannung, wie ich sie noch auf keiner anderen Tonaufnahme des Stücks erlebt habe. Auch klangschöner, weil subtiler registriert als bei Haselböck, wie ich finde.

Schöne Grüße
Harald
AladdinWunderlampe
Stammgast
#15 erstellt: 25. Okt 2007, 18:28
Hallo Harald,

schade, das die anderen CDs von Martin Haselböcks Liszt-Einspielung das hohe Niveau der wirklich grandiosen 2. Folge nicht halten können. Wie ich schon in meinem Beitrag ausgeführt habe, halte ich nicht jedes Lisztsche Orgelstück für ein Meisterwerk, aber neben den von mir erwähnten, auf in der 2. Folge der Einspielung versammelten Kompositionen ist zweifellos insbesondere die Fantasie über "Ad nos, ad salutarem undam" ein geradezu visionärer Wurf, der weitreichende Folgen für die spätere Orgelmusik gehabt hat, und so hatte ich mir von Haselböcks Einspielung gerade dieses Stückes - und dann noch an der Ladegast-Orgel des Merseburger Doms - viel versprochen. Um so dankbarer bin ich natürlich für den Hinweis auf die CD von Christoph Schoener - zumal auf der CD noch die geniale Sonate von Julius Reubke enthalten ist, die ich bisher leider nur in einer - wie gewohnt exzentrischen - Einspielung von Jean Guillou besitze. (Obwohl ich insgesamt kein großer Verehrer Guillous bin, finde ich diese Aufnahme übrigens durchaus nicht schlecht; aber natürlich ist sie nicht sonderlich idiomatisch, man hört also teilweise doch eher Guillou als Musik der deutschen Romantik...)


Herzliche Grüße
Aladdin


[Beitrag von AladdinWunderlampe am 25. Okt 2007, 18:39 bearbeitet]
hargi
Stammgast
#16 erstellt: 25. Okt 2007, 20:14
Hallo,

heut abend hab ich mir Vol.1 der Serie (Haselböck in Merseburg, incl. "Ad nos") noch mal angehört.

Sie ist auf jeden Fall kein Fehlgriff, empfehlen kann man sie also durchaus. Und auch vielleicht die beste erhältliche Klangpräsentation der frisch restaurierten Orgel. Nur die Tempi irritieren mich stellenweise sehr, wie gesagt. Vor allem in der Ad-nos-Fantasie; mal getragen, mal aber auch etwas "hechelnd" (v.a. im 1. Teil des Stücks). Es wirkt nicht wirklich überzeugend und wie aus einem Guss. Ich kanns wieder nur durch den Negativvergleich mit Schoener sagen: Schoener ist nie behäbig, nie verhetzt - und doch immer spannend.

Interessant ist übrigens, wie leise die Merseburger Orgel in der wirklich echten Welt ist. Selbst ihr Tutti ist im Vergleich zu heutigen Hör- und Orgelbaugewohnheiten (der Trend geht zur Brüllmaschine) fast kammermusikalisch. Man dreht zu Hause am Player definitiv lauter auf als es das Original wäre. In Schwerin ist das noch frappierender: Überwältigt wird man auch hier von der Fülle und Feinheit des Klangs, nicht aber von Lautstärke. Da die Bauzeiten beiden Orgeln 15 Jahre auseinanderliegen, in denen sich Ladegasts Ästhetik ein Stück weiterentwickelt hat, lohnt sich auch in dieser Hinsicht ein Vergleich.

Wenn man Geld übrig hat, kann man zum Haselböck schon greifen. Ich habe die Gesamteinspielung neulich bei einem schweizer Versender für 44 Franken als Sonderangebot gesehen. Wenn ich dran denke, dass ich mir jede SACD sofort bei Erscheinen für 18,99 Euro geholt habe und dass bei der Gesamtausgabe noch eine DVD mit einem spielenden und kommentierenden Haselböck gratis dabei ist, ärgere ich mich schon, nicht abgewartet zu haben. Also: Augen offen halten bei Wolthat's, Zweitausendeins und Konsorten.

Grüße
H.
klio
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 19. Nov 2007, 11:50
Eine Orgellandschaft mit wirklich schönen historischen Orgeln ist Ostfriesland. Einen Überblick über die verschiedenen historischen Orgeln gibt die sehr interessante Aufnahme von Harald Vogel, Orgeln in Ostfriesland 2: http://www.organeum.com/deutsch/ost2P.html
Außerdem die m.E. unübertroffene Buxtehude-Einspielung durch Ulrik Spang Hanssen an der großen Arp-Schnitger-Orgel in der Ludgerikirche in Norden. Ich habe Buxtehude selten so schön registriert gehört: Dietrich Buxtehude, Complete Organ Works 3
Ulrik Spang-Hanssen, April 1992, DAD Prod. No. PACD 70, PAULA (Billund/Dänemark) Die CD gibt es mittlerweile als Teil des Buxtehude-Gesamtwerkes für wenig Geld.
TomorrowNeverKnows
Stammgast
#18 erstellt: 12. Dez 2012, 10:48
Hallo Orgel- und Aufnahmeprofis,

was haltet Ihr von diesen Aufnahmen?

http://www.amazon.de...id=1355304867&sr=1-5

und die hier im Vergleich

http://www.amazon.de...id=1355305430&sr=1-2

Danke und schönen Gruß von

TomorrowNeverKnows

p.s. dieser thread sollte am Leben erhalten werden...
arnaoutchot
Moderator
#19 erstellt: 12. Dez 2012, 11:48
Die erstgenannte ist ein kompletter Zyklus neu aufgenommen in Mehrkanal auf SACD. Der andere ist der berühmte Walcha-Zyklus, bin mir aber nicht sicher, ob da überhaupt alles schon in Stereo ist. Interpretatorisch hat sich seit den Walcha-Aufnahmen sicherlich auch einiges getan, zB wird der audite-Zyklus ja komplett auf zur Entstehungszeit der Stücke von Bach existierenden Silbermann-Orgeln gespielt. Klanglich sind sowieso Welten dazwischen. Also meine Wahl fiele leicht: AEOLUS/SACD. Für Nur-Stereo-CD wäre eher der Weinberger-Zyklus auf cpo noch eine Altrnative.


[Beitrag von arnaoutchot am 12. Dez 2012, 11:50 bearbeitet]
Kreisler_jun.
Inventar
#20 erstellt: 12. Dez 2012, 12:19
Meines Wissens ist die gezeigte Walcha-Box in stereo (um 1960). Es gibt noch eine weitere mit diesem Organisten in Mono, um 1950 eingespielt.

Für Silbermann-Orgeln gibt es einen Eterna/Berlin-Zyklus (keine Ahnung, wie komplett) mit unterschiedlichen Organisten, aufgenommen in den 60er/70ern.

Ich würde ggf. statt eines 50-150 EUR-Klotzes erstmal einige Einzel-CDs hören/anschaffen, da sich Klangqualität, verwendete Orgeln und Interpretationsstil wohl ziemlich unterscheiden können.
TomorrowNeverKnows
Stammgast
#21 erstellt: 12. Dez 2012, 14:32

arnaoutchot schrieb:
Die erstgenannte ist ein kompletter Zyklus neu aufgenommen in Mehrkanal auf SACD. Der andere ist der berühmte Walcha-Zyklus, bin mir aber nicht sicher, ob da überhaupt alles schon in Stereo ist. Interpretatorisch hat sich seit den Walcha-Aufnahmen sicherlich auch einiges getan, zB wird der audite-Zyklus ja komplett auf zur Entstehungszeit der Stücke von Bach existierenden Silbermann-Orgeln gespielt. Klanglich sind sowieso Welten dazwischen. Also meine Wahl fiele leicht: AEOLUS/SACD. Für Nur-Stereo-CD wäre eher der Weinberger-Zyklus auf cpo noch eine Altrnative. ;)


Hallo arnaoutchot,

vielen Dank für Dein feedback.

Ja, ich denke, das erwartet man auch, dass eine neue SACD Neuaufnahme besser ist, als eine auf CD-Format übertragene, die mehr als 50 Jahre alt ist.

Aber manchmal nimmt man doch die alten Sachen, wenn ein Spieler genial ist, oder die Qualität des Instruments, der Komposition oder was auch immer trotz allem eben herausragend zu hören ist. Daher meine Fragen.

Habe gehört, dass die Silbermann Orgeln zu den weltbesten gehören sollen. Ist das so? Und dann wäre natürlich die Frage, wie gut die Aufnahme ist und die Spielkunst/Interpretation auf diesen Silbermann Orgeln.

Eine gute Aufnahme ist ja auch Geschmacksache. Gerade bei Orgel die Frage, geht man mit dem Mikro sehr dicht ran und kommt dann die Raumakustik/der Hall ausreichend zur Geltung oder umgekehrt und dann kann die Orgel sehr "im Hintergrund" wirken...

So ist diese wunderbare Scheibe

http://www.amazon.de...id=1355318639&sr=8-2

sehr dicht, deutlich, temperamentvoll und mit hohem Lautheitspegel. Ob man da a la loudness war "gemastered" hat, weiß ich nicht. Da ich die Ursprungsdynamik nicht kenne, kann ich nichts sagen. Es klingt jedenfalls alles sehr sauber und deutlich.

Und die Walcha käme eben für mich nur in Frage, wenn man wirklich außergewöhnliche Spielkunst vernehmen kann (bei allen Aufnahmemängeln aus heutiger Sicht).

Schönen Gruß von

TomorrowNeverKnows
TomorrowNeverKnows
Stammgast
#22 erstellt: 12. Dez 2012, 14:37

Kreisler_jun. schrieb:
Meines Wissens ist die gezeigte Walcha-Box in stereo (um 1960). Es gibt noch eine weitere mit diesem Organisten in Mono, um 1950 eingespielt.

Für Silbermann-Orgeln gibt es einen Eterna/Berlin-Zyklus (keine Ahnung, wie komplett) mit unterschiedlichen Organisten, aufgenommen in den 60er/70ern.

Ich würde ggf. statt eines 50-150 EUR-Klotzes erstmal einige Einzel-CDs hören/anschaffen, da sich Klangqualität, verwendete Orgeln und Interpretationsstil wohl ziemlich unterscheiden können.


Hallo Kreisler jun.,

ja ich habe es auch so verstanden, dass diese Walcha Box in Stereo ist und die "neuere".

Ich werde mal in Deinen Vorschlag Eterna/Berlin-Zyklus reinhören.

Bin für weitere Tipps zu sehr guten Aufnahmen/Interpretationen in Betzug auf Orgel/ Orgel&Trompete dankbar.

Schönen Gruß von

TomorrowNeverKnows
arnaoutchot
Moderator
#23 erstellt: 12. Dez 2012, 14:53
Hallo TNK, ich muss hier einwenden, dass ich die AEOLUS-Aufnahme gar nicht und von Walcha nur wenige Ausschnitte auf Orgel-Samplern kenne. Mein Urteil leitete sich daher ausschliesslich aus vorhandenen anderen Orgel-Aufnahmen ab. Generell tut Raumklang einer Mehrkanal-SACD einem Kirchenraum, in dem die Orgel nun mal steht, eigentlich nie schlecht. Wenn ich heute eine Gesamtaufnahme von Bachs Orgelwerk suchen würde (was ich nicht tue, ich hatte mal den Stockinger, aber habe ihn wegen fehlender Notwendigkeit, das komplett haben zu müssen, weggegeben), würde ich mir auf jeden Fall AEOLUS anschauen. Aber Kreisler hat recht, muss man den Bach wirklich komplett haben oder ist es sinnvoller, sich über Einzelaufnahmen zu nähern ?

Diese hier fand ich zB sehr schön

amazon.de


und die absolute Killerplatte in klanglicher Hinsicht ist immer noch diese hier, leider sehr rar und teuer.

amazon.de
Kreisler_jun.
Inventar
#24 erstellt: 12. Dez 2012, 15:00
Ich bin hier beim besten Willen kein Experte; die DDR-Aufnahmen der Silbermann-Orgeln sind klanglich wechselhaft, jedenfalls nicht so gut wie viele der in der Lukaskirche Dresden gemachten Orchesteraufnahmen. Wenn es um Super-Duper-Klangreferenz geht, gewiss nicht die erste Wahl, aber ziemlich sicher klanglich nicht schlechter als Walcha (vermutlich im Gegenteil).
Bei Orgeln geht es ja nicht um absolute Qualität, sondern darum, was historisch und musikalisch am besten zu Bach passt. Da sind Silbermann-Orgeln zwar nicht die einzigen, aber jedenfalls sehr schön und passend.

Die 15-CD-Box ist inzwischen spottbillig, freilich sind dann vermutlich die Informationen eher spärlich. Die älteren CDs dieser Aufnahmen waren einzeln oder doppelt und sind zu unterschiedlichen (teils überhöhten) Preisen zu finden.
Aus der schon genannten Reihe bei cpo dürften einige Scheiben auch günstig zu kriegen sein. Trompete & Orgel gibt es mit Güttler, Maurice André und anderen üblichen Verdächtigen.

amazon.de amazon.de
Azuri
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 06. Jan 2013, 22:34
Hallo arnaoutchot ,

die Scheibe mit Power Biggs ist seit einigen Wochen wieder bei dem Lieferanten mit 3 Buchstaben für 14,99€ bestellbar! Wenn Du nach Bach und Biggs suchst, findest Du sie schnell. Hat allerdings ein anderes Cover.


[Beitrag von Azuri am 06. Jan 2013, 22:35 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#26 erstellt: 06. Jan 2013, 22:48
Hi,

Du meinst wahrscheinlich diese hier. Ja, das ist das gleiche Programm, aber das ist nur die Stereo-CD. Die gab es immer. Die teure & rare Ausgabe ist die Mehrkanal-SACD, weil da die vier Orgeln des Freiburger Münsters adäquat in den vier Ecken des Raumes abgebildet werden.

jpc.de
Wilke
Inventar
#27 erstellt: 07. Jan 2013, 13:25
In der neuen Fono forum gibt es einen sampler von der aeolus Gesamtaufnahme! gruß Wilke
arnaoutchot
Moderator
#28 erstellt: 07. Jan 2013, 13:39
Ist der Sampler auch eine SACD ?
Wilke
Inventar
#29 erstellt: 08. Jan 2013, 08:29
Auf dem sampler steht:
Alle Titel sind Auszüge aus dem aeolu-Super Audio cd Programm. Als Hybrid-Sacds bieten sie zusätzlich zu Stereo auch 5.0 Surroundklang." Ganz klar scheint es nicht zu sein

Leider habe ich keine Sourroundanlage. gruß RAlf.
Azuri
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 09. Jan 2013, 14:02

Ja, das ist das gleiche Programm, aber das ist nur die Stereo-CD.


Alles klar! Die Hörbeispiele haben mich auch nicht wirklich überzeugt: In Stereo wird man fast hippelig, wenn man mal links und dann wieder rechts eine Breitseite abbekommt!
Als Mehrkanalaufnahme über eine gute Surroundanlage aber bestimmt nett!
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