Hochtöner gefetzt.

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rico*
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 06. Jul 2006, 13:31
Hallo zusammen,

ich habe die Canton LE107 Stand-LS.
Nun hab ich gestern leider versehentlich beide Hochtöner gekillt.. (Audiosignalkabel gezogen als Verstärker noch an war.. -.- )

Weiß jemand wo ich neue herbekomm (außer von Canton direkt)?

Es haldelt sich um die Hochtöner DT 25 G.
markusred
Inventar
#2 erstellt: 06. Jul 2006, 14:55
Wo Ersatz zu bekommen ist, weiß ich nicht. Falls Du keine Bezugsquelle findest, kann man Hochtöner auch reparieren lassen. Eine neue Schwingspule aufzuwickeln müsste in etwa 40 Euro pro Hochtöner kosten. Adressen findest Du hier im Forum genügend.

Noch etwas:
zur Vermeidung eines erneuten Hochtönertodes kannst Du beide Boxen für nicht einmal 2,50 Euro absichern, indem Du in den Pluspol vor dem Hochtöner ein PTC-Element einschleifst. Am besten das SE040 von Intertechnik.



>>>klick mich<<<


[Beitrag von markusred am 06. Jul 2006, 15:02 bearbeitet]
Fabian-1988
Stammgast
#3 erstellt: 06. Jul 2006, 15:57
Ist der Hochtöner durch so ein Element komplett gesichert, sprich kann er nicht mehr durch zu starke Signale zerstört werden? und brauch man für andere LS Modell andere Elemente??
rico*
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 06. Jul 2006, 17:50
danke für die hilfe.
da werde ich mich dann wohl direkt am canton wenden.


gruß,
rico
markusred
Inventar
#5 erstellt: 06. Jul 2006, 20:26

Gravedigger schrieb:
Ist der Hochtöner durch so ein Element komplett gesichert, sprich kann er nicht mehr durch zu starke Signale zerstört werden? und brauch man für andere LS Modell andere Elemente??

Ja, bei normalem Gebrauch über eine Frequenzweiche in der Box an einem Hifi-Verstärker sollte der Hochttöner mit diesem Element elektrisch nicht mehr zerstört werden können.

Der Einfachheit halber zitiere ich mal:
"Das PTC-Element ist ein Schutzelement welches bei einem Überstrom einen Widerstand entgegenstellt. Sein positiver Temperaturkoeffizient bewirkt, daß nach Überschreiten des Nennstromes der Innenwiderstand ansteigt und damit den Strom verringert und somit eine Sicherung für den angeschalteten Treiber darstellt. Im Gegensatz zu normalen Sicherungen stellt sich das PTC-Element wieder selbst zurück, wenn der Strom wieder unter der Nennleistung des PTC verringert worden ist."


Für Mitteltöner kann man solch ein Bauteil auch verwenden. Welchen Wert man für Hochtöner oder Mitteltöner (egal von welchem Hersteller) nehmen muss, steht auf der Intertechnik-Seite.

Gerade wenn man gern sehr laut hört, kann man so auf sehr einfache und billige Weise seine Hochtöner schützen. Eine weitere Alternative, die ich weniger elegant finde, sind Sofitten.
Emo
Inventar
#6 erstellt: 06. Jul 2006, 21:45
Ein PTC reagiert thermisch. Während es vor einem Tieftöner eine nahezu bombensichere Lösung darstellt, ist es für den HT noch ne 80:20 Angelegenheit(80 für Überleben).

Endstufen schwingen schonmal gerne kurz sehr heftig wenn man den Stecker im Betrieb rauszieht. Urache hierfür ist ganz einfach, dass bei Cinchsteckern leider meist Mass VOR dem Signalleiter getrennt wird.

Von Neutrik gibt es Stecker die dies verhindern.

Gruß, Kevin
markusred
Inventar
#7 erstellt: 07. Jul 2006, 08:17
Hi Kevin,

eine blöde Eigenschaft haben die PTCs leider noch. In für Tieftöner ausreichender Dimensionierung haben die einen nicht zu vernachlässigen ohmschen Widerstand, der den Dämpfungsfaktor reduziert und die Gehäuseabstimmung verändert. Deshalb würde ich bei Bässen die Dinger nicht nehmen.

Bei Hochtönern kann man PTCs mit kleinerem Ansprechstrom nehmen, die dann einen geringen ohmschen Widerstand haben. Außerdem kann man den zusätzlichen Widerstand in die Weichenabstimmung einbeziehen.


Abgesehen von Störungen wie einem abgezogenen Stecker ist bei hohen Lautstärken immer noch ein möglichst kräftiger Verstärker die beste Lautsprecherversicherung.
Emo
Inventar
#8 erstellt: 07. Jul 2006, 09:47
Der Widerstand der großen PTCs ist ziemlich vernachlässigbar wenn mand en Widerstand der Spulen die in Reihe zum Chassis liegen betrachtet (Gibt auch spezielle Milliohm PTCs).

Dämpfungsfaktor wird eh maßlos überbewertet, nach so einigen landläufigen Theorien müssten ja alle Passivboxen im Bass klingen wie eine Schüssel schwappendes Wasser! Ist aber Unsinn.

Gruß, Kevin
Mwf
Inventar
#9 erstellt: 08. Jul 2006, 17:14
Hallo,


Bei Hochtönern kann man PTCs mit kleinerem Ansprechstrom nehmen, die dann einen geringen ohmschen Widerstand haben


Genau das Gegenteil ist der Fall.
Tiefton- oder Komplett-Box-geeignete Ausfuehrungen liegen bei 0.1 Ohm oder drunter, die kleineren hingegen bei 0.3 - 1 Ohm ("jungfraeulicher Kaltwiderstand").

Also der Tipp mit der Anpassung von Vorwiderstand/Spannungsteiler ist richtig, wenn der Hochtonpegel mit PTC nicht um 1-2 dB niedriger sein soll.

Wichtig:
Den PTC immer vorn in den Eingang des Filters legen (^)
-- und nicht direkt vor das Chassis --.
So lassen sich Folgeschaeden am Filter vermeiden wenn das Chassis durchbrennt und der Verstaerker dann die Filterkreise erbarmungslos fuettert ...
insbesondere wenn dann die Hoehen weiter aufgedreht werden weils so dumpf klingt...




aet Kevin:
Volle Zustimmung!

Gruss,
Michael

(^) = in Reihe mit dem 1. Kondensator des Filters (vom Verstaerker aus gesehen).
Den PTC hier ca. 1 Nummer groesser waehlen als nach IT-Empfehlungen.
rico*
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 10. Aug 2006, 20:07
hallo zusammen,
leider bin ich ne ganze zeit nicht dazu gekommen, hier reinzuschauen.
..deshalb erstmal danke für eure Beiträge.

Leider blick ich hier nimmer ganz durch..
Wie ist das nun.. ptc-element direkt vors chassis oder net?
Und kann mir jemand sagen, ob das Element SE040 nun das richtige ist, oder nicht?
Bin in dem Gebiet nicht gerade ein Held...
markusred
Inventar
#11 erstellt: 11. Aug 2006, 11:11
Hi rico,

SE040 in den Pluspol am Hochtöner einschleifen und der Hochtöner ist geschützt. Was soll man noch schreiben?

Vergiss einfach den Rest über Widerstände und Dämpfungsfaktoren
rico*
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 11. Aug 2006, 19:02

markusred schrieb:
Hi rico,

SE040 in den Pluspol am Hochtöner einschleifen und der Hochtöner ist geschützt. Was soll man noch schreiben?

Vergiss einfach den Rest über Widerstände und Dämpfungsfaktoren ;)


danke!
usmu
Stammgast
#13 erstellt: 11. Aug 2006, 19:23
Nicht auszudenken, was passiert, wenn du ihn versehentlich mit dem Minuspol in Reihe schaltest!

Dann ist die Katastrophe vorprogrammiert.
Ich sage nur : vagabundierende Blindströme.
Was das heißt, weißt du bestimmt selbst am Besten.

Die preiswerteste Lösung ist das Problem auszusitzen.
In 20 Jahren hörst du den platten HT nicht mehr.

Zumindest ist die Diskussion ausgewogen :
Milli-Ohm Spulen, Reinsilber LS-Kabel und PTC stehen gleichberechtigt nebeneinander.

Wie wäre es sich mal Gedanken zu machen über :

H = I x N / l

(Leider weiß ich nicht, wie man die Vektoren darüber malt.)

Das wird seit über 100 Jahren schlicht ignoriert. Steht da was von U ? Warum machen fast alle Verstärker am Ausgang U ? Seltsam oder ?

LS Mathe ist kein Gleichstrom- System.

Wir haben Induktivitäten, und wenn jemand so deppert ist FW, oder gar Saug- u. Sperrkreise einzusetzen auch noch nicht zu vernachlässigende Kapazitäten und weitere Realanteile.

Ist dies alles noch math. definierbar, wirkt die durch den Strom im Treiber erzeugte Kraft auf i.d.R. 2 Gasvolumen :

Das im Gehäuse
Das im Hörraum
Fenster auf oder zu ?

Wo bleibt die Zeit, das f(t) in euren Grundschulformeln ?


[Beitrag von usmu am 11. Aug 2006, 20:04 bearbeitet]
rico*
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 11. Aug 2006, 19:30

usmu schrieb:

Die preiswerteste Lösung ist das Problem auszusitzen.
In 20 Jahren hörst du den platten HT nicht mehr.


ööhm.. is jetzt net dein ernst, oder?!^^
Emo
Inventar
#15 erstellt: 11. Aug 2006, 19:33
Spamalarm.
usmu
Stammgast
#16 erstellt: 11. Aug 2006, 20:08
@ erno:

Ist das dein einziges Argument ?
Emo
Inventar
#17 erstellt: 11. Aug 2006, 20:34
Gegen Blödsinn? Nö. In dem Fall ja.


[Beitrag von Emo am 11. Aug 2006, 20:34 bearbeitet]
lilara
Stammgast
#18 erstellt: 16. Aug 2012, 17:13
Servus leute,

Mir ist kein HT durchgebrannt,

Muss den Thread leider wieder hoch Pushen Ich habe eine Frage.


CIMG4879

CIMG4881



Mein PTC hat 50V 1,10A, ich finde das ist zuviel. Sprich bis es den HT schützt. Oder kann es sein das die Dinger kaputt sind?

Ich hab den Lautstärkeregler zwischen 10-12Uhr und die PTC's greifen nicht ein. Kann ich denn einen etwas kleineren benutzen? Was wäre denn empfehlenswert? SE090 / SE075 / SE065 (der müsste jetzt zu schnell eingreifen oder?)

Box: Heco Interior Reflex 45 MKII

EDIT: Fotos sind alt
MfG


[Beitrag von lilara am 16. Aug 2012, 17:17 bearbeitet]
Sisko39
Stammgast
#19 erstellt: 21. Aug 2012, 12:14
Aber koscher sieht Deine Weiche auch nicht gerade aus, ist da mal der Widerstand heiß geworden und hat den Elko gleich etwas mit aufgeheizt?

Aber das hast Du wohl schon repariert...oder?

Ich hab nen SE065'er am Hochtöner "25mm Titankalotte" und nen SE090'er am "50'er Titan Mitteltöner"!

Gruß

Der Sisko


[Beitrag von Sisko39 am 21. Aug 2012, 12:20 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#20 erstellt: 21. Aug 2012, 22:31
Hi,
Sisko39 schrieb:
...Ich hab nen SE065'er am Hochtöner "25mm Titankalotte" und nen SE090'er am "50'er Titan Mitteltöner"...

Das hängt natürlich auch von der Impedanz ab.
Für "4 Ohm" (statt 8 ) wären theoretisch 41% höhere Ströme (für gleiche Leistung) abzusichern.

------------------------------------------
Generell sind PTC-Sicherungen hinten direkt vorm Treiber problematisch.
Es wird zwar der Treiber geschützt, als Folge dann aber die leer-laufende Weiche verbraten
(wenn nicht umgehend am Verstärker leise gestellt wird, oder es sich um Simpel 1. Ordnung-Filter handelt...),
es fehlt die Last zur Bedämpfung der Filterkreise.

Effektiver PTC-Schutz ist "vorne" -- am Eingang des jeweiligen Filters -- gegeben, beim Hochtöner in Serie zum Hauptkondensator. :).
Dort sind die Ströme evtl. etwas höher als direkt am Treiber (wg. der "Blindströme" in den Filtern), kann man berücksichtigen...

Gruss,
Michael


EDIT:
ooooops, das hab ich v. 6 J. oben auch schon geschrieben....


[Beitrag von Mwf am 21. Aug 2012, 22:37 bearbeitet]
kadioram
Inventar
#21 erstellt: 06. Sep 2012, 15:18
Hi,

ich finde das Thema "nachträgliche Absicherung der HTs" sehr interessant.

Dazu habe ich eine einfache Frage: kann man anstatt der PTC-Sicherung nicht einfach eine flinke Feinsicherung"verwenden, wie es z.B. bei einigen älteren GLE-Modellen von Canton der Fall war/ist?

Oder ist das was ganz anderes?
Mwf
Inventar
#22 erstellt: 06. Sep 2012, 20:24

kadioram schrieb:
...kann man anstatt der PTC-Sicherung nicht einfach eine flinke Feinsicherung"verwenden,...

Ja,
ist aber im Vergleich total unpraktisch.

Hier gibts die selbst-rückstellenden PTCs:
https://www.intertec...selemente/1768,de,11
http://www.lautsprechershop.de/index_hifi_de.htm?hifi/main.htm
miranda08
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 07. Sep 2012, 00:01
Hallo,

vor kurzem habe ich mit dem Thema eingehender beschäftigt und folgende Lösung zum Schutz ausschließlich des Hochtöners in einem 3-Wege System eingesetzt:

Transildiode BZW 06-5V8B 6,8V 600W 5% bidirektional

5V8 steht für die Kurzschlussspannung
B für Bidirektionalität

Diese Diode sitzt parallel direkt vor dem Hochtöner und schließt diesen im µs-Bereich ab ca. 6V kurz. Die Kapazität liegt im pF-Bereich. Ein Durchbrennen der Filter des HT ist bei meiner Dimensionierung eher unwahrscheinlich, bei weitem aber billiger als ein neuer HT.

Wichtig-sogar ganz wichtig: Unbedingt im Schaltplan der FW prüfen (oder nachmessen), ob nicht ein direkter Kurzschluss zur Endstufe hin erfolgt, bzw. die Gesamtimpedanz des LS unter einen kritischen Wert sinkt. Sonst besteht Gefahr, dass die Endstufe im Ernstfall abraucht. Also auf gar keinen Fall auf die Idee kommen, den kompletten LS vor der FW derart abzusichern.
Falls ja, muss ein Widerstand parallel geschaltet werden. Und das macht wieder keinen Sinn wegen der Veränderung der Gesamtimpedanz.

Es ist schon kurios! Mein Beyerdynamic DT880 ist genau so geschützt - ohne Parallelwiderstand! Habe zumindest keinen gesehen.

Die PTC-Lösung funktioniert ebenso wie die Feinsicherung. Beide sind im Zweifelsfall jedoch zu langsam. Wer es wirklich richtig machen will, kommt an einer aktiven Lösung nicht vorbei.

Im Grunde ist das Geschriebene auch die Zusammenfassung meiner Recherche in diversen Foren mit unzähligen Beiträgen.

Hoffe, es hilft Dir weiter und beste Grüße
seychellenmanus
Stammgast
#24 erstellt: 07. Sep 2012, 13:57
Was ist eine Transildiode? Noch nie gehört. Ist dass die Kombination von zwei antiparalell geschalteten Z-Dioden?
Mwf
Inventar
#25 erstellt: 07. Sep 2012, 23:32

miranda08 schrieb:
...Die PTC-Lösung funktioniert ebenso wie die Feinsicherung. Beide sind im Zweifelsfall jedoch zu langsam. Wer es wirklich richtig machen will, kommt an einer aktiven Lösung nicht vorbei...

o.K.,
ist aber aufwendig, nur für extrem wertvolle Treiber sinnvoll,
bzw. PA (LS-Controller).

----------------------------------------
Einige meiner Erkenntnisse zusammengefasst (beschäftige mich schon länger damit ):

-- dyn. LS im Hoch- und Mitteltonbereich sollten ausschließlich thermisch überlastet werden können, i.e. Hitzetod.

-- mechanische Überlastung (Beschädigung) ist ein Zeichen für unpassende Filter und sollte nicht vorkommen (außer im Tief-Bass),
oder durch Soft-Overload der Treibermechanik abgefangen werdenimages/smilies/insane.gif

-- Erwärmung ist prinzipiell träge.
Die Integrationszeit von Schwingspulen für typ. Hochtöner liegt im Bereich 1 - 2 Sekunden -- auch kleine Bändchen, Magnetostaten /JETs --,
große Tieftöner bis 30 Sekunden

-- schneller muss eine Sicherung nicht sein, zu schnell verschwendet Dynamik

-- für LS-Anwendung typ. Polymer-PTCs haben eine Zeitkonstante im Bereich 3 - 20 Sec., je nach Größe,
Schmelzsicherungen, Sofittenlampen sind etwas schneller (habe bis 0.3 sec gemessen)

-- Erwärmung erfolgt durch Effektivwerte des Signals (RMS), nicht Spitzenwerte

-- Parallel zur Last geschaltetet /ableitende Elemente waren eher bei Röhrenverstärkern sinnvoll,
für Halbleiterendstufen (niederohmige Spannungsquellen) kommt nur Reihenschaltung von Sicherungen infrage, es sei denn, ausreichende Vorwiderstände sind im Spiel (wie richtig festgestellt)

Fazit:
Ich finde, passive Diodenclipper parallel zur schützenden Last sind keine so gute Idee, dyn. LS im Musikbetrieb preiswert zu schützen. (*)

PTCs werden den div. Anforderungen am besten gerecht (**), zwar evtl. minimal zu langsam (für Hochtöner, daher mit etwas Reserve dimensionieren),
aber reversibel, geringer Einfügungswiderstand (kalt), keine hörbaren Verzerrungen, und selbst sehr Ausfall-sicher...,

Es hat lange gedauert bis so ein Bauteil überhaupt und einigermaßen preiswert zu haben ist.

---------------
EDIT:
(*) = Absicherung gegen den GAU /Blitzschlag oder katastrophale Verstärkerdefekte wäre eine andere Diskusssion...

(**) = Sofittenlampen eignen sich gut für passive Kompressorschaltungen (sanfte Begrenzung), sind aber selbst Überlastungs-gefährdet,
es sei denn, man hat Spezialanfertigungen wie Bose....


[Beitrag von Mwf am 08. Sep 2012, 10:04 bearbeitet]
lilara
Stammgast
#26 erstellt: 14. Sep 2012, 08:40
Hallo,



Mwf, kannst dich bestimmt an mich erinnern


Ich habe ja einen 1,10A PTC in meiner Weiche. Ich habe meine HTs an Detsibell geschickt, wollte sie zentrieren und habs "vergeigt" (Drahtbruch) durch Hin und herdrehen.




Was ich eig. sagen wollte ist.Da ich noch recht jung bin (18) hör ich recht laut Musik. Ich hab den Lautstärkeregler auf 12Uhr oder weniger. mehr aber nicht Doch der PTC greift garnicht ein, Der Hochton geht nicht kurz weg, damit man denkt ahh, der PTC hat seine Arbeit gemacht. Ich denke die dinger sind Kaputt! Oder 1,10A ist zu überdimensioniert. Ich hab die Boxen von meinem Vater bekommen.



Da ich so einer völliger Noob bin, Möchte ich jetzt hier wissen ob ich einen etwas kleineren PTC einbauen kann, damit die HTs geschützt werden. Aber welchen? Kann mir jmd einen empfehlen den, ich dann bei Intertechnik kaufen werde.


MfG
lilara
Detsi_Bell
Stammgast
#27 erstellt: 14. Sep 2012, 15:15
Hallo!

So ein PTC hat schon zu seligen Dual-Zeiten oft nicht das bewirkt, was er sollte. Theoretisch ist das alles wunderbar und bei längerer Überlastung knapp über dem, was man dem HT wärmemäßig zumuten kann wird das auch funktionieren. Nicht aber bei kurzen, starken Impulsen. Dafür ist das Ding viel zu träge. Wer dazu neigt, seine Chassis auf diese Weise abzuschiessen, dem sei eine flinke Feinsicherung empfohlen. Den Halter kann man ja sogar auf die Frontplatte montieren, wie bei Revox mal gemacht. Und selbst damit wird man bestimmte Hochtöner noch beschädigen können.

Eine Glühlampe ist langsamer, aber immer noch schneller als ein PTC, wobei sie im Prinzip ja gleichartig funktioniert. Kann man auch mal probieren, ist aber schwieriger abzustimmen, da es nicht unendlich viele Typen gibt.

Das Beste wäre, einen HT zu haben, der mechanisch total robust ist, und nur durch zuviel Wärme zu beschädigen ist, so wie Mwf das sieht. Nach meiner Erfahrung ist auch das nur Theorie. Und damit kommen wir zu den HT von lilara.

lilara schrieb:
Ich habe ja einen 1,10A PTC in meiner Weiche. .... Möchte ich jetzt hier wissen ob ich einen etwas kleineren PTC einbauen kann, damit die HTs geschützt werden. Aber welchen?

Deine Hecos sind nicht (!) thermisch überlastet worden, die Spulen haben keine nennenwerten Wärmespuren, die PTCs können somit keinen Schutz bewirken. Diese Dinger sind leider mechanisch nicht sehr robust, das ist bekannt. Ich habe schon mehrere repariert.

Da hilft nur, entweder weniger Gas geben, oder einen anderen, stabileren HT einzusetzen.

Best: Detsi

PS: Deine Hecos sind in der Post.
Mwf
Inventar
#28 erstellt: 14. Sep 2012, 22:28

lilara schrieb:
... Möchte ich jetzt hier wissen ob ich einen etwas kleineren PTC einbauen kann, damit die HTs geschützt werden. Aber welchen? ...

Wenn du auf Nr. Sicher gehen willst, nimm einen "RXE 065" (0.65 A Haltestrom), den müsste ein 4 Ohm-Hochtöner auslösen, bevor er selbst Schaden nimmt.
Die Verkleinerung erhöht den Kalt-Widerstand, sodass der Hochtöner damit etwas leiser spielen wird (max. 1 dB).

---------------------------------
Deine Bilder zeigen immer noch heftige Überhitzungschäden.
Ist da jetzt alles wichtige repariert, auch unter der Platine ? -- Dazu gab es doch schon mal einen Thread
-- Wenn nicht, solltest du das schnellstens nachholen.

--------------------
DetsiBell erinnert uns zu Recht daran, dass ältere Kalotten-Hochtöner oft mechanische Schwächen haben und/oder Filter mit zu niedriger Übergangsfrequenz.
Für solche Mängel ist ein Polyswitch prinzipiell zu langsam. Da hilft vorsichtige Dimensionierung, s.o.
Mwf
Inventar
#29 erstellt: 14. Sep 2012, 22:36

Detsi_Bell schrieb:
...So ein PTC hat schon zu seligen Dual-Zeiten oft nicht das bewirkt, was er sollte...

Kann ich bestätigen.
Die PTCs der 70/80er Jahre (andere Materialien) waren deutlich schlechter als die heutigen für LS geeignet.
lilara
Stammgast
#30 erstellt: 15. Sep 2012, 10:53
@Mwf

Die Fotos sind alt, steht auch in meinem Post weiter oben. Ja die Weiche habe ich mit meinem Vater repariert. Die Widerstände kleben jetzt nicht an der Platine.


https://www.intertec...E065_1768,de,11,4653 Dieser ist richtig nicht wahr?

EDIT: Wegen Mwf seine Aussage: Für solche Mängel ist ein Polyswitch prinzipiell zu langsam. Da hilft vorsichtige Dimensionierung, s.o. Kann ich mich nicht entscheiden, Lieber eine SE050 oder SE065 was sagt ihr? Gibt es unterschiede zwischen SE & RXE ?


@Detsi - Überweisung ist raus. Danke!!!!!


MfG


[Beitrag von lilara am 18. Sep 2012, 08:36 bearbeitet]
lilara
Stammgast
#31 erstellt: 18. Sep 2012, 08:43
Guten Morgen,


@All - Macht es was aus wenn ich von Intertechnik einen SE065 oder einen SE050 kaufe, was meint ihr welchen von den 2?

Oder muss es ein RXE065 sein? Auf der Seite gibt es keine RXE.




@Detsi - Hochtöner sind da, und spielen bis jetzt einwandfrei, Ich danke dir vielmals!!!
Mwf
Inventar
#32 erstellt: 18. Sep 2012, 22:27

lilara schrieb:
...Oder muss es ein RXE065 sein? Auf der Seite gibt es keine RXE...

SE scheint eine OEM-Bezeichnung zu sein.
(R)XE ist die Bezeichnung für den Original Polyswitch für LS-Anwendung von Raychem.
Sieht genauso aus, sollte ähnlich funktionieren, wenn du keine Auswahl hast....

Besorg dir doch beide Stärken, wenn du so unsicher bist, kosten nicht die Welt....
Je niedriger der Stromwert, desto dumpfer der Hochtöner (wenn du die Verluste nicht an anderer Stelle ausgleichen kannst).

Aber eigentlich brauchst du die doch garnicht, als gebranntes Kind bist du vorsichtig, zumindest aufmerksam ...

----------------------------------------------
Wenn du immer noch Interesse hast:
Ich erinnere, dir auch schonmal erzählt zu haben, der "richtige" Einbauort für Sicherungen ist vorne in der Weiche, nicht "hinten" vorm Treiber.
Wenn du das nochmal raussuchst, Bilder von oben und unten (Leiterbahnen), evtl. Schaltplan,...
gibts auch konkret wo dein PTC reinmuss, damit er sicher funktioniert und beiläufig auch die Weichenbauteile schützt.
Detsi_Bell
Stammgast
#33 erstellt: 19. Sep 2012, 06:41
Hi!

Mwf schrieb:
Aber eigentlich brauchst du die doch garnicht,....


Sie helfen in diesem speziellen Fall auch nicht. Ich will's hier nochmal in aller Deutlichkeit sagen: Der Heco-19er ist kein Steher. Wer gerne lange laut hört, sollte sich nach einer anderen Box oder, bei entsprechenden Möglichkeiten, nach einem anderen HT umsehen.

Ich habe bis jetzt drei Stellen gefunden, an denen die Schwingspulenzuleitung bricht. Im Prinzip sollte ich diese Warnung gar nicht schreiben , denn ich baue gerne noch weitere Exemplare auf flexible Zuführungen um.

Best: Detsi
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