Sony SS E71 Magnet abgefallen

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deefz
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Nov 2014, 13:51
Liebe Hifi-Freunde,

es ist mir sehr wichtig diesen Lautsprecher zu reparieren und deswegen werde ich alles mögliche detailgetreu erzählen.
Vielleicht hat jemand eine Idee:
bei einem Post-Transport ist bei einer Tieftonchassis der Sony SS E71 der Magnet abgefallen.
Die Chassis ist eine Seas H336 (gebaut wird nur noch ein Nachfolger der 1cm größer ist).

Sony Chassis-Magnet

Ich habe versucht diesen mit Pattex wieder raufzukleben wobei die Spule zurückgehalten wurde um sie nicht zu verletzen. Dabei stellte sich heraus, dass die Spule nicht um den Metallkern des Magneten (kenne das Fachwort nicht) geht.
Der Magnet ließ sich auch mit allen Kräften nicht so setzen, dass die Spule frei drumherum sich bewegen konnte.
Aber der Magnet lies sich bewegen! Die Frage war also warum nicht in die richtige Position.
Auf den Fotos werdet ihr sehen dass der Magnet aus einem Magnetring und einem "Metallding samt Metallkern" besteht.
Dieser Metallkern um den die Spule gehen soll, ist aber nicht perfekt zentriert auf dem Magneten. Ihr könnt es auf den Fotos sehen. Es ist nicht der schiefe Winkel des Fotos!

Magnet vorne

Magnet hinten

Ist das normal?
Meine Erklärung für den ganzen Fall: Der Magnet ist überhaupt nur abgefallen, weil er ständig gegen den Kleber gewirkt hat, d.h. der Metallkern war vom Werk her zwar falsch zentriert, aber richtig verklebt, aber durch die falsche Zentrierung gab es immer seitens des Magneten Druck auf den Kleber, sodass es nach über 20 Jahren bei einem Stoß nachgegeben hat. In diesem Moment war der Magnet in Bewegung und ist ganz abgefallen.
Ich habe diese komplizierte Erklärung, weil der Magnet schon ohne Kleber so stark an der Chassis haftet, dass nicht mal ein Wurf gegen die Wand ihn abbringen würde - wie also ein Stoß auf dem Postweg? (es war sehr gut verpackt).
Der Metallkern scheint auch extrem auf dem Magneten zu haften - mit der Hand kriege ich den nicht um ein mm verschoben. Deshalb die Annahme, dass es ab Werk schon so war.
Durch diese falsche Zentrierung kriege ich den Magneten-Metallkern mit der Muskelkraft nicht in die richtige Position zentriert, sodass die Spule frei rundherum passt.
Der Metallkern hat sich auch nicht verbogen oderso - man sieht von beiden Seiten, dass es schief auf dem Magneten draufsitzt.
Ich müsste nun also mit irgendwelchem Werkzeug den Magneten (gegen die Magnetkraft) auf der Chassis zentrieren und mit starkem Kleber fixieren sodass er in dieser Position verklebt bleibt. Wobei es ständig wohl die Gefahr gäbe, dass es beim Spielen verrutscht und die Spule blockiert.

Vielleicht ist meine Erklärung auch Quatsch, weil mir einer von euch sagt, dass die "Metallkerne" des Magneten nie zentriert sind...

Aber wie kriege ich den nun zentriert draufgeklebt?
Wir haben es zu zweit versucht: Einer hält die Membran mit der Spule zurück während der Andere den Magneten versucht zu zentrieren mit ständigen Proben ob die Spule drumrumgeht, aber wie gesagt der Magnet ließ sich mit Muskelkraft nur so bewegen, dass die Spule nicht drumrumkam und die Erklärung nochmal kurz: weil eben der Metallkern nicht zentriert ist, zieht es den immer an die Seite und um den Kern in die Mitte zu kriegen reicht die Muskelkraft nicht aus.

Grade beim Schreiben habe ich bemerkt, dass auf der Chassis ja diese "Löcher" sind. Dienten sie auch irgendwie zur fixierung? Aber am Magneten finde ich nichts entsprechendes und es baumelten auch sonst keine Nieten, bzw. irgendwelche Metallstücke in der Box.

Ich will die Lautsprecher nicht aufgeben!
Bin für jede Idee dankbar.
Sisko39
Stammgast
#2 erstellt: 10. Nov 2014, 14:29
*Hmmm...*, wie würde ich das angehen?

Erst mal ordentlichen 2-Komponenten Metall-Kleber auf Epoxid-Basis gekauft.

Dann etwas die Pattex-Reste entfernen.

Dann den Magneten vorsichtig noch mal richtig angesetzt wo er war, da kann man ihn langsam drehen, bis er sich wieder in seine Reste ein setzt, so das die Schwingspule auch wieder original sitzt und nicht kratzt.

Dann mit einem dünnen Edding am Rand entlang rundum anzeichnen und auch ein paar Striche für die richtige Positionierung am Rand machen und den Magneten wieder entfernen.

Dann vorsichtig die Magnetreste von der Trägerplatte entfernen und plan schleifen.

Den Magneten auch plan schleifen...darauf achten, das man die Markierung nicht zu sehr mit angeht.

Dann den neuen 2K Kleber auftragen und den Magneten an der gezeichneten Markierung ansetzen und festkleben.

Also so würde ich das wohl versuchen zu machen.

Gruß

Der Sisko


[Beitrag von Sisko39 am 10. Nov 2014, 14:32 bearbeitet]
deefz
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 10. Nov 2014, 16:02
ok, danke Sisko.

Das Problem ist ja, dass er mit Muskelkraft nicht in die Position zu bringen ist wo er zentriert ist, weil der Metallkern des Magneten an sich schon verschoben ist. Es ist nicht so, dass es schwer ist die Position zu finden. Ich denke es wäre recht einfach wenn der Metallkern in der Mitte sein würde, aber so zieht es den immer sehr stark an die Seite.
Das mit den Markierungen haben wir schon gemacht.

Ich bräuchte irgendwas stärkeres als Muskelkraft, was den Magneten verschiebt und immer genau da hält... so wie es wohl auch bei der Fabrik gewesen sein muss. Da war es nicht wichtig, dass der Metallkern nicht zentriert ist, weil die Maschinen das eh hinkriegen. (vermute ich)

Ich werde es trotzdem heute nochmal versuchen!
Eine Idee ist auch erstmal Holzstäbchen odersowas drunterzulegen damit die Magnetkraft schwächer ist und die richtige Position gefunden werden kann, aber wenn sie dann da ist - wie fixiere ich die bis der Kleber aushärtet?....

das mit einem ordentlichen 2-Komponenten-Metall-Kleber ist ein guter Vorschlag.
Detsi_Bell
Stammgast
#4 erstellt: 10. Nov 2014, 18:32
Hallo!

deefz (Beitrag #1) schrieb:
Vielleicht ist meine Erklärung auch Quatsch, weil mir einer von euch sagt, dass die "Metallkerne" des Magneten nie zentriert sind..


Naja, ahemm, ungefähr so ist es. Allerdings umgekehrt, der Polkern ist schon zentriert, und zwar in der Polplatte, das ist der verbliebene Teil, der mit den drei Schrauben am Korb befestigt ist. Womit diese Frage auch geklärt wäre....

Die genaue Position des Ferritringes ist nicht so wichtig und wird bei der Produktion nur grob berücksichtigt. Die ist auch für Dein Problem nicht relevant, der ganze Ring mit dem Eisen würde auch bei exakter Zentrierung immer in eine Richtung schnappen. Daher ist der Klebeversuch in dieser Form zum Scheitern verurteilt, da mußt Du Dir keine Gedanken machen. Das geht so einfach nicht. Übrigens sehe ich schon kleine Beschädigungen am Spulenträger, es ist fast ein Wunder, daß da nicht schon mehr kaputt ist.


Ich bräuchte irgendwas stärkeres als Muskelkraft, was den Magneten verschiebt und immer genau da hält... so wie es wohl auch bei der Fabrik gewesen sein muss.

In der Fabrik wird das System erst magnetisiert, wenn der Zusammenbau erfolgt ist. Das ist ein ziemlich guter Trick, denn so vermeidet man übelste Quetschungen an den Fingern der Beschäftigten und magnetische Schmutzpartikel im Inneren.

Best: Detsi
deefz
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 11. Nov 2014, 14:23
Danke für die Erklärung Detsi, fand ich interessant!

d.h. also gar keine Hoffnung mehr für mich?

Grüße
deefz
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