Driverack PX /PA+ vs PA2

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MerBe
Inventar
#1 erstellt: 06. Okt 2017, 11:14
Hi zusammen,
ich spiele zur Zeit mit dem Gedanken meine zwei Driverack PA+ und einen PX gegen PA2 auszutauschen um ein einheitliches und vor allem Remote steuerbares System zu haben. Nun liest man hier im Forum in alten Threads dass der PA2 misserabel klingen soll aber es werden nirgends Details genannt... Hat hier jemand eigene Erfahrung mit den alten DRs im Vergleich zum PA2? An der Bedienung am Gerät dürfte sich nichts groß geändert haben oder? Die App ist denke ich auch die gleiche wie für den Venu360 nur eben abgespeckt?
Im Internet liest man ansonsten überwiegend Gutes (bis auf Routing und Delay aber das ist bei meiner Anwendung Wurst da wenn ich mit Delaylines arbeite ich eh nochmal nen Venu360 vornedran habe), aber die vereinzelten sehr schlechten Kommentare machen mich stutzig...

danke schonmal


[Beitrag von MerBe am 06. Okt 2017, 11:16 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#2 erstellt: 06. Okt 2017, 12:26

Nun liest man hier im Forum in alten Threads dass der PA2 misserabel klingen soll


Das war dann wahrscheinlich ich Wie dem auch sei, ich find's am besten, solche Dinge für sich selbst zu beurteilen. Das Gerät gibt's ja bei Thomann mit dem üblichen 30 Tage Rückgaberecht.

Wie beurteilt man den "Klang" eines DSP? Also zuerst mal, kein Gerät in der Kette soll überhaupt einen Eigenklang haben. Das Optimum ist, wenn das Signal 1:1 übertragen wird. Messen tun sich alle DSPs leider essentiell gleich. Man geht also so vor, dass man das DSP ohne Filter an eine Fullrange Box hängt, vs ohne DSP in der Kette vergleicht, und hört, was Sache ist.
Ohne Filter wird das Signal trotzdem über die analoge Eingangssektion aufgenommen, vom A/D Wandler umgewandelt, vom D/A Wandler zurück auf analog gewandelt, und von der Vorverstärkersektion ausgegeben. All diese Komponenten haben natürlich Potential zur Signalbeeinflussung - schon alleine eine minderwertige Stromversorgung eines Geräts kann ganz schön Verzerrungen u.ä. reinhaun.
Idealerweise hat man einen Partner dabei, der (nicht sichtbar) für einen umschaltet - ist dann ein Blindtest, und nochmal aussagekräftiger.

Wenn man nichts, oder nichts signifikantes raushört, kann man dann ja weitermachen, und die Filter antesten. Die sind dann, wenn sie korrekt/hochwertig ausgeführt sind (die sind nämlich auch nicht genormt, unterscheiden sich also von Gerät zu Gerät), und richtig eingestellt, gewollte Signalbeeinflussung.

Wenn euch das PA2 nicht gefällt: gebrauchte Xilica XP gibt's mal alle paar Wochen oder Monate in der Gebrauchten Veranstaltungstechnik, um nicht allzu viel mehr Geld.
*xD*
Inventar
#3 erstellt: 06. Okt 2017, 12:31
Hi

Ja. Klanglich gibts daran nichts auszusetzen. Weder am alten noch am neuen.


An der Bedienung am Gerät dürfte sich nichts groß geändert haben oder?


Die Bedienung hat mit dem Venu 360 sehr viel mehr gemeinsam als mit dem alten PA. Die App ist gut, am Gerät ehrlich gesagt noch nie tiefer reingegangen. Es ist auf jeden Fall nicht gerade intuitiv.


Die App ist denke ich auch die gleiche wie für den Venu360 nur eben abgespeckt?


Ist nicht die gleiche, bedient sich aber gleich vom Prinzip.

Dass auch der PA2 ein sehr starres System ist, weißt du ja vermutlich. Für den Preis stimmt der Funktionsumfang aber auf jeden Fall (auch wenn meiner Meinung nach weiterhin die ganzen Spielereien mehr als verzichtbar sind, und dafür ein paar mehr EQs und mehr Delay... lassen wir das).
MerBe
Inventar
#4 erstellt: 06. Okt 2017, 14:19
ahh da meldet sich der Verursacher meiner Zweifel sogar persönlich zu Wort
Die klangliche Beurteilung sollte ich demnächst mal testen... Wäre wahrscheinlich der beste Weg. Deine Beiträge haben sich ein wenig so gelesen als würde man sich mit dem PA2 einen professionellen Handy-Lautsprechersound ins Rack holen. Das will ich natürlich vermeiden. Du hattest auch mal den PA2 mit dem PA+ verglichen und deutlich zu zweiterem geraten. Nunja ich stehe vor der Überlegung den PA+ gegen den PA2 zu tauschen. Wirklich so schlimm gewesen?

Nachdem unsere ersten beiden Behringer DCX kaputt gingen hatte ich damals den Driveracks eine Chance gegeben und da wir seither keine Ausfälle hatten und ich mit der Bedienung zufrieden bin (ich sehe schon, da gehen die Meinungen auseinander ) habe ich in Richtung der DRs weiter aufgestockt und so meine Ansammlung hinbekommen. Die Bedienung ist bei allen Geräten relativ ähnlich daher möchte ich eigentlich ungern jetzt zu einem anderen Hersteller wechseln auch wenn diese Preis-Leistungstechnisch besser wären (außer vielleicht wenn ich gegen einen Lake tauschen könnte )

Ich vermiete oft ohne beim Aufbau vor Ort zu sein und da hat es sich schon öfters als praktisch erwiesen wenn man egal welches Case beim Kunden ist, einfach aus der Erinnerung am Telefon den Controller erklären kann falls es Probleme gibt. Also hauptsächlich praktische als technisch-logische Gründe...

Das starre System kenne ich ja von meinem PX und PA+. Da diese Controller fest in Endstufenracks verbaut sind und die Presets dementsprechend ausgelegt sind, dass ich nicht umstecken muss, ist es also in dem Fall kein Problem. Delay ist das Einzige was mir fehlt aber kein Beinbruch ist.
stoneeh
Inventar
#5 erstellt: 06. Okt 2017, 18:49

MerBe (Beitrag #4) schrieb:
Wirklich so schlimm gewesen?


Jep. Sehr unerwartet, weil was soll sich innerhalb einer Modellreihe schon so grossartig ändern? Die Performance der Wandler laut Datenblatt sieht ja auch ähnlich bis gleich aus. Aber ja, der Unterschied war gross. Das PA+ hör ich kaum aus der Kette raus, das PA2 war einfach nur grottig. Der Kollege, mit dem ich meine Anlage zusammen gebaut hab, war auch dabei, und hatte den gleichen Höreindruck, bzw war genauso perplext.
Die Software (Filter) hat ebenso nicht so reagiert wie die des Vorgängers.

Aber he, selber überprüfen macht klüger. Vll hatte ich einfach nur eine frühe Serie. Hab mir das Ding ja geholt kurz nachdem es auf den Markt gekommen ist.

Und mit den Ohren ist es auch so ne Sache. Viele Leute hören einfach keine Unterschiede zwischen Geräten. Die Synq Amps werden ja auch teilweise hochgelobt, und ich kann bzw wir können über die Dinger nur sagen, dass wir so einen komischen verzogenen Sound wie das rauskommt keine Minute aushalten. Das zum Beispiel. Also einfach selber probieren.
MerBe
Inventar
#6 erstellt: 08. Okt 2017, 15:02
okay er bekommt seine Chance! Nun weiß ich zumindest was ich zu erst teste bevor das Teil zum Kunde geht. Wenn mir etwas negatives im Vergleich auffällt geht er wieder zurück zum Händler Es wäre mir aber natürlich lieber wenn ich den weg meiden kann und ich hell auf begeistert werde... FIR Filter hat er ja leider nicht oder?
MerBe
Inventar
#7 erstellt: 07. Nov 2017, 11:41
Sooo mal kurz mein Testergebnis:
Den PA2 hatte ich mit dem größeren Venu360 verglichen. Im ersten Test war ich in einer kleinen Sporthalle in der ich eh aufbauen musste. Dort wurde der PA2 an den Subs getestet. Die Kette war wie folgt: Pioneer DJM250K -> Venu360 bzw. PA2 -> Lab Gruppen FP9000 -> Epic Audio CWH-18. Tops waren die Jobst MT1514 an einer IPD2400 aber an der Stelle wurde nichts getestet
Beide Controller waren auf Highpass 42,5Hz/ BW 48dB pro Okt; Lowpass 100Hz/ LR 24dB pro Okt. Alle anderen Gimmicks waren deaktiviert. Die Limiter habe ich nicht verglichen.
Musikalisch habe ich querbeet über Techno, Rock und Pop gehört und konnte keinen Unterschied hören.

Den selben Test habe ich ein paar Tage in meinem "Lager" mit meinen Amate Audio JK12A gemacht mit dem gleichen Ergebnis. Bei dem Test war die Weiche auch auf Durchzug, also ohne FIlter eingestellt.

Entweder hat dbx ordentlich mit dem Update nachgebessert oder ihr hattet vielleicht noch irgendwas eingestellt was ich nicht drin hatte?
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