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2 nervende Sony DAT-Recorder - lohnt sich die Reparatur?

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sommerfee
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 10. Jul 2004, 08:36
Moin!

Ich hatte damals (neu) einen Sony DTC-55ES gekauft, der immer mehr herumgesponnen hat. Das Spulen verläuft leiernd und ungleichmäßig, häufig stoppt er beim Rückspulen ("CAUTION" blinkt) und mag solange nicht mehr, bis man das Band auswirft und neu einlegt. Öfters mag er auch nicht loslegen (Abspielen oder Aufnehmen), dann hilft auch nur der "Band auswerfen und neu einlegen"-Trick. Beim "Renumber" das gleiche Problem.

Als Ausgleich habe ich mir letztens einen gebrauchten DTC-670 zugelegt, der damals ein neues Laufwerk (das vom 690er?) verpasst bekomen hatte. Beim Abholen habe ich ihn gut durchgetestet und er schien wirklich ok zu sein. Selbst der schnelle Vorlauf/Rückspielen beim Abspielen funktioniert reibungslos beliebig lange, das hatte bei meinem 55ES noch nie richtig geklappt. 10x "Renumber" gestartet - kein Problem.

Nach einiger Zeit bekam ich jedoch die Macke dieses Gerätes heraus: Mitten beim Aufnehmen oder Abspielen stoppt er einfach so, ohne ersichtlichen Grund, scheinbar aus Langeweile. Da ich jedoch gerne Sendungen nachts aufnehme, wenn ich schlafe, ist das natürlich tödlich. Da war ja selbst der alte DAT-Recorder besser: Wenn der einmal angefangen hatte, was aufzunehmen, lief er wenigstens durch.

Lohnt sich eine Reparatur? Von welchem der beiden Geräte am ehesten? Hat jemand Erfahrungswerte, was sowas kosten würde? Auf MD möchte ich nur sehr ungerne umsteigen, schließlich habe ich schon die ganzen DAT-Medien. Und noch einen DAT-Rekorder gebraucht zu kaufen, der dann wieder zuhause irgendeine Macke offenbart, darauf habe ich nun wirklich keine Lust...

Liebe Grüße,
Axel
DB
Inventar
#2 erstellt: 10. Jul 2004, 09:19
Hallo,

das klingt nach einem ernsten Laufwerksproblem, welches auch bei hochwertigen Videorecordern auftritt, die die Drehzahl von Auf- und Abwickelseite auswerten.
-> Werkstatt

Meine Meinung zu DAT allgemein: DAT ist für den Heimgebrauch, wo keine zyklische Wartung stattfindet, schlichtweg ungeeignet.

Wenn Du wirklich mit DAT weitermachen willst, schau doch mal, ob Du ein Studioteil bekommst (deren Ersatzteilversorgung ist nicht schon nach 5 Jahren problematisch) und halte die entsprechenden Wartungsintervalle ein (die Dinger haben i.d.R. auch einen Betriebsstundenzähler).

MfG

DB
TBS-47-AUDIOCLUB
Stammgast
#3 erstellt: 10. Jul 2004, 10:55
Hey,

was "DB" schrieb: "Meine Meinung zu DAT allgemein: DAT ist für den Heimgebrauch, wo keine zyklische Wartung stattfindet, schlichtweg ungeeignet." ...kann ich nur einhundertprozentig unterstützen!!!

Auch ich/wir haben wegen der hohen Anfälligkeit dem DAT-System schnell den Rücken gekehrt... und sind seit 1997 mit dem MINI-Disc-System hochzufrieden... u.a. auch weil man damit Radio-Sdg. hervorragend, preiswert u. völlig sicher mitschneiden kann.

Gruß, Gunther
Großinquisitor
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 10. Jul 2004, 13:20
"Meine Meinung zu DAT allgemein: DAT ist für den Heimgebrauch, wo keine zyklische Wartung stattfindet, schlichtweg ungeeignet." ...kann ich nur einhundertprozentig unterstützen!!!



Also dem stimme ich nun wiederrum überhaupt nicht zu.

Habe selber schon drei DATs gehabt, jetzt noch zwei, und bislang keinerlei Laufwerksprobleme. Und das, obwohl die Rekorder alle mind. 8 Jahre alt sind und wirklich genug Betriebsstunden haben.

Allerdings bei einem 670er würde ich nicht mit Reparatur anfangen. Das steht in keinem Verhältnis zu dem was der Rekorder neu einmal kostete, den bei einer Laufwerksreparatur kannste locker mal 300 Euronen einplanen.
Was den 55er angeht, ist ne schwere Frage. Das teil war mal sehr teuer, aber ist halt auch schon alt mittlerweile.

Also mein DTC60 war einmal bei Reparatur, wegen defektem Kopfverstärker, und das kostete über 300 Euro. Meinen 57er würde ich nimmer reparieren lassen, und den 670er habe ich noch verkauft vor kurzem, bevor irgendwas den Geist aufgeben könnte
travolta999
Stammgast
#5 erstellt: 10. Jul 2004, 20:54
Das mit den Laufwerkproblemen bei Sony-Dats hab ich häufiger schon gehört. Ob das nun ein typisches Sony-Prob ist sei dahingestellt.
Ein Kumpel hat mal einen reparieren lassen, wobei das Problem nach geraumer Zeit wieder auftrat. Nun benutzt er ihn als reinen Wandler.
Ist auch noch ´ne Verwendungsmöglichkeit...
Großinquisitor
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 10. Jul 2004, 20:58

Ob das nun ein typisches Sony-Prob ist sei dahingestellt.



Leider gibt es da wirklich eine ganze Laufwerksserie die ziehmlich anfällig ist.

Nur sind eben nicht alle davon betroffen.
sommerfee
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 13. Jul 2004, 18:30
Danke für die Antworten!


-> Werkstatt


Weiß jemand eine kompetente Werkstatt für Sony-DATs? (Oder soll/muß das Ding zu Sony?) Und hat vielleicht jemand schonmal ein Laufwerkstausch gemacht und kann berichten, wie teuer es war, damit ich ungefähr abschätzen kann, ob sich das für mich lohnt?

Liebe Grüße,
Axel
Großinquisitor
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 13. Jul 2004, 19:48
Einen Laufwerkstausch hatte ich wie gesagt noch nicht, aber so 300 Euro solltest Du mindestens einplanen.

Eine Werkstatt wird nen DAT wohl eher selten reparieren, meistens werden die Geräte eh eingeschickt.
BassTrombone
Inventar
#9 erstellt: 13. Jul 2004, 20:10
hatte mit meinem 670 dasselbe problem..das Hifi Studio "hört sich gut an" in kiel hat den tadellos selber repariert und es hat ca. 120-150 DM gekostet wenn ich mich recht erinner...nach 10 Jahren Betrieb kann ein Laufwerk schon mal flöten gehen....jetzt hält es schon wieder ca. 4 jahre problemlos und es spielt relativ oft bei mir.....

Ich würd dem dat noch ne chance geben
grüße


[Beitrag von BassTrombone am 13. Jul 2004, 20:10 bearbeitet]
bukongahelas
Inventar
#10 erstellt: 14. Jul 2004, 01:08
Sommerfee:Statt teurer Reparatur DAT nur als Wandler
benutzen und über 2 Optoleitungen digital an
Soundkarte anschließen (Toslink Anschluß).
Ein betagter Rechner (500MHz) reicht.
Man kann die Aufnahmen dann komfortabel schneiden,
mp3 wandeln,brennen.

Die Mechanik der Sony DAT´s ist eben typisch
Konsumschrott.Ich habe DTC57ES und 59ES.
Ärgerlich:Geräte waren teuer,mehrere Reparaturen (Sony)
teuer und erfolglos,hunderte Aufnahmen verloren.

Diese Probleme habe ich mit meinen alten Analoggeräten
nicht.

Was nützt der tolle Digitalkram,wenn die Mechanik
nicht mithält ?

Ich kaufe seitdem nur noch Profigeräte (Tascam etc.).

Wer als Hersteller im Studiobereich so einen Mist baut,
ist schnell weg vom Fenster.

Meine Quittung:Nix mehr kaufen.
Das schmerzt die Hersteller am meisten.
Möglichst selberbauen.

Back to Analog Roots !

bukongahelas
TBS-47-AUDIOCLUB
Stammgast
#11 erstellt: 14. Jul 2004, 04:24
Guten Morgen "bukongahelas",

ich möchte mal Deinen Beitrag aus unserer Sicht ergänzen:

"...Statt teurer Reparatur DAT nur als Wandler
benutzen und über 2 Optoleitungen digital an...einen MD-Player anschließen, man kann die "...Aufnahmen dann komfortabel schneiden, Kombinieren, verschieben usw. - und zwar in wesentlich kürzerer Zeit als am PC!

"...Geräte waren teuer,mehrere Reparaturen... MD-Player sind bezahlbar, sowie kaum reparaturanfällig (weil wenig Mechanik) u. im Vergleich zu DAT-Recordern gelingt jede Aufnahme (!) . Weil wir diese Zuverlässigkeit in unserem AUDIOCLUB brauchen, arbeiten wir fast ausschließlich mit der MINI-Disc-Technik.

Es grüßt Euer Gunther
golf2
Inventar
#12 erstellt: 14. Jul 2004, 06:02
Ich hatte den 55er mal,der hat dann einfach nicht mehr aufgenommen.Reparatur würde 300Euro kosten sagte eine sehr kompetente Ferseh (!) Werkstatt und es würde sich lohnen.
Ich bin aber schon länger auf MD umgestiegen und möcht nicht anderes mehr.
Die Mechanik der DAT taugt einfach wirklich nichts.

golf2


[Beitrag von golf2 am 14. Jul 2004, 06:03 bearbeitet]
bukongahelas
Inventar
#13 erstellt: 15. Jul 2004, 22:56
Mechanik: Kommt auf den Hersteller an.

MiniDisc: Ist Datenreduziert/komprimiert.
M.E. ist CD (44.1Khz/16bit) gerade akzeptabel.

Und wenn komprimiert (fürs Auto/Fete),dann
MP3 und nicht schon wieder so ne Insellösung
eines Herstellers.
Die Lektion habe ich schon vor 20 Jahren bei den
Video Systemen VHS , BETA , VIDEO2000 gelernt.

Warum ist die CD das erfolgreichste Digitalmedium ?
Weil sich alle an denselben Standard (vorher vereinbart/
"RedBook") halten müssen.
Stell Dir vor,CD´s von Sony könnten nicht auf Kenwood
Playern abgespielt werden ...usw.

bukongahelas
sommerfee
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 19. Jul 2004, 09:17

das Hifi Studio "hört sich gut an" in kiel


Das ist ein guter Tipp, in Kiel bin ich eh' hin und wieder mal, den 55ES hatte ich auch dort gekauft und ich hoffe einfach mal, daß die nach all den Jahren immer noch so drauf sind, daß sie keine Kunden über den Tisch ziehen.


Ich würd dem dat noch ne chance geben


Sehr viel mehr bleibt mir auch gar nicht übrig, eine Computerlösung kommt nicht in Frage (DAT steht im Schlafzimmer, Computer nicht) und solange ich noch DAT-Kassetten ohne Ende habe, sehe ich nicht unbedingt, daß ein Umstieg auf MD wirklich der Bringer wäre.

Liebe Grüße + Danke,
Axel
BassTrombone
Inventar
#15 erstellt: 19. Jul 2004, 13:33
ruf die doch vorher einfach mal an, die können dir bestimmt schon gleich sagen was kaputt ist und was es wahrscheinlich kostet.....die sind da ganz nett, vor allem um so "alte Schätzchen" kümmern die sich immer ganz gut....zumindest ist das mein Eindruck
svblack
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 20. Jul 2004, 18:08
Hallo,

ich habe ein DTC-57ES der hatte den gleichen Fehler mit dem Laufwerk, meistens sind es die Rutschkupplungen und die Federn des Bandteller die nicht mehr einwandfrei funktionieren, diese habe ich gegen neue ausgetauscht kosten ca. 25,-EUR damit war das Problem behoben. Es gibt auch Rep.-Kits von Sony um das Laufwerk zu reparieren, diese kann jeder Radio und Fernsehtechniker einbauen dann funktioniert das Laufwerk auch wieder!

Gruß
svblack
Meiler
Stammgast
#17 erstellt: 20. Jul 2004, 20:50
Reparatursatz? Dann will ich das wohl auch mal probieren! Habe das gleiche Problem (Mechanik Bandtransport) mit meinem 59ES, steht inzwischen nur noch als Dekoration rum. Mein Wehleid hatte ich vor ein paar Tagen schon im Audiomap Forum geklagt, willkommen im Club! Muss morgen mal bei Sony in Köln anrufen.

Der DAT Recorder (BJ 1996) war übrigens "MY LAST SONY"!

Ich besitze Gerätschaften der Marken Parasound, Mackie, Panasonic, Revox, Marantz, Thomson, und noch irgendwas,(?), alles was bisher (in den letzten 16 Jahren) den Geist aufgab, war von Sony... (CD Player, (2x!) Tuner, Videorecoder...) alles andere hielt bislang.

BTW: Das gute Stück ist- mit besagtem Mangel- zu kaufen. Wenigstens optisch makellos. Man maile mir.

Es Grüßt
Meiler
Großinquisitor
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 20. Jul 2004, 22:47
Da muß ich wieder sagen bisher

Toi Toi Toi


Hab einiges von Sony, nebst zwei DAT Rekordern, und alles summt und brummt wie es sein sollte.
Ein DAT brauchte mal neue Kopfverstärker letztes Jahr, was aber nach der langen Zeit und den wirklich vielen Betriebsstunden genehmigt war.


Das einzige was mich bei Sony mal ärgerte war bislang ein TV Gerät, welches ich meiner Mutter gegeben hatte. Fast 1000 Euro gekostet und nach 5 Jahren der Empfänger hinüber. Aber war mit 80 Euro Repkosten alles andere als Tragisch. Lediglich nach 5 Jahren und dem damaligen Preis erwartet man es halt nicht gerade.


[Beitrag von Großinquisitor am 20. Jul 2004, 22:48 bearbeitet]
svblack
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 21. Jul 2004, 17:46
Hallo,

hier sind mal die Laufwerksbezeichnungen der Sony DAT-Recorder. Wie man sieht gibt es zwei verschiedene Typen.

DTC-670 - DATM100
DTC-57ES - DATM100
DTC-690 - DATM102
DTC-59ES - DATM102

soviel ich weiß gibt es bei beiden Laufwerken Probleme mit dem Bandtransport, d.h das Band wird nach kurzer Zeit angehalten, oder das Vor b.z.w Rückspulen wir unterbrochen.

Gruß
Frank
bukongahelas
Inventar
#20 erstellt: 21. Jul 2004, 22:21
Vergessen: Nach "DTC-59ES" googled,
stieß auf eine private Anleitung zur
LW-Rep. mit Fotos.

Mein 59er war schon dreimal zu je 200 Euro
bei Sony.
Danach hatte ich Probleme mit alten Aufnahmen,
SONY:"Wir mußten die Spurlage korrigieren,war
vorher dejustiert.Jetzt ist alles optimal eingestellt".
Nach der 2.Rep ließen sich überhaupt keine alten
Aufnahmen mehr Abspielen.
SONY:"Das liegt an Ihren alten,mit falscher Spurlage
bespielten Cassetten".

Das Geld für die Reps hätte ich besser verbrannt,
dann hätte ich mich nicht über Unfähigkeit
ärgern müssen.
Fairerweise:Nicht nur Sony hat sich solchen Mist
erlaubt,auch Philips und Dynaudio.

Wie gesagt,Consumerschrott ade,nur noch ProfiGeräte
und wenns eben geht,DIY.

Achja,bei den alten Bandgeräten von Akai (gibts nicht mehr)
und Thorens wurde mir kulant geholfen.
Ein Relikt aus besseren Hifi-Zeiten.

bukongahelas
TBS-47-AUDIOCLUB
Stammgast
#21 erstellt: 22. Jul 2004, 06:15
Hallo "bukongahelas",

nicht das wir uns falsch verstehen, ich will hier nicht SONY den Rücken stärken, aber das Problem mit der Spurlage ist durchaus bei "normalen, preiswerten" DAT-Recordern vorhanden.
Auch wir hatten mit unseren SONY-DAT-Recordern diesbezüglich Ärger.

Bei den preiswerteren Geräten werden nämlich Kunststoff-Umlenkrollen eingebaut, die sich nach einer gewissen Zeit "einschleifen". Man merkt das leider erst dann, wenn ein von einem anderen Recorder aufgenommenes DAT-Band eingelegt wird. Doch zu diesem Zeitpunkt ist es schon zu spät u. die zuletzt gemachten Aufnahmen lassen sich auf anderen Geräten nicht mehr abspielen.

Das war einer der Gründe, weshalb wir uns recht schnell vom DAT-System verabschiedet haben.

Gruß, Gunther
Shortpulse
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 24. Jul 2004, 22:39
Hallo erstmal...

Ich denke ich muss meinen Senf jetzt einmal dazu geben da hier doch eine menge Zeug geschrieben steht das so nicht richtig ist. Also jeder der einen DTC-670 hat, kann stolz sein grade ihn zu haben. Im Vergleich mit dem 690er 790er 57er 59er und 60er steht der 670er glänzend dar. Das liegt daran das sowohl das Laufwerk als auch die Vorstufe bedeutend hochwertiger aufgebaut wurden als bei den nachfolger Modellen. Als der 670er konstruiert wurde war noch Kohle in der Kasse und es wurde nicht an Material gespart.

Das "Laufwerks leiden" kommt nicht vom Laufwerk sondern vielmehr vom Netzteil das im laufe der Jahre an Leistung verliert (ähnliche wie bei Videorekorder) Die Ursache steckt im Kapazitätsverlust der Elkos. Der große Unterschied zum Videorekorder ist der, das die Sony Dat Rekorder eine Gleichauf Analyse machen und wenn das Signal nur 200ns aus dem Takt ist schaltet er sich ab. (Das machen Videorekorder nicht!)
Je nach verwendeter Kassettenlänge wird der Motor nun stärker oder schwächer belastet und das abschalten kommt beim einen früher oder später.
Wer nun seine Mechanik ölt glaubt zunächst das Gerät repariert zu haben, das ist aber quatsch da der Fehler (defekte Elkos) nach wie vor besteht! Als die Sonys ende der 80er Jahre das Licht der Welt erblickten gab es meistens nur 80 Grad Celsius Elkos - bei Verwendung von heutigen 105 Grad/C Elkos spielt ein Sony die nächsten 20 Jahre. Das liegt zum einen daran das die DAT Mechanik wesentlich simpler ist als allgemein vermutet wird. Die einzige Schwachstelle die mir aufgefallen ist, ist das
Bremsband vom linken Wickelteller, hier wurde bei allen Sonys nur billiger Filz benutzt (selbst beim 2000er)
Oftmals liesst man, dass der Keilriemen neu muss - das ist der größte Blödsinn da die Sony´s Zahnriemen haben und diese weder ausleiern noch sonstwie verändern - selbst wenn es hier ein Problem gäbe kann er direkt am Motor nachgespannt werden. Wer seinen Sony verkaufen oder repariert haben möchte, kann sich gern bei mir melden

Gruss Jörg (Shortpulse)
shortpulse@mail.com
revoxerfahrener
Neuling
#23 erstellt: 28. Jul 2004, 19:37
Hallo allerseits!

Ob sich die Reparatur eines defekten DAT-Recorders lohnt oder nicht, hängt davon ab, wie viel Ihnen Ihr Archiv, Ihre Tonbandsammlung, wert ist, und was Sie gesammelt haben.

Sollten Sie ein Archiv besitzen, das aus Raritäten und anderen besonderen Aufnahmen besteht, sollten Sie das Gerät auf jeden Fall reparieren lassen und vielleicht auch ein zweites gebraucht erwerben und nach Möglichkeit überholen lassen.

Aber das ist noch nicht die ganze Sache. Wir müssen nämlich leider davon ausgehen, daß das Format DAT vor dem Ende seiner Systemlebensdauer steht:hail. Das zeigt sich daran, daß sehr viele Geräte (insbesondere auch Studiogeräte) aus dem Sortiment genommen worden sind. Ähnliches konnte man in den 80er Jahren bei den Spulentonbandgeräten beobachten, bis nur noch Revox und Tascam übrigblieben.

Außerdem wird zur Zeit in den Studios das computerbasierte Recording (24/192) eingeführt, das ohne Bandgeräte, - seien sie nun analog oder digital - auskommt. Ein Blick auf die Websites von Musikerfachgeschäften mag dies illustrieren. Ich habe in meiner Nachbarschaft ein solches Studio schon gesehen. Es besteht aus einem Computer mit Monitor, einem Audio-Frontend und hochwertigen Nahfeld-Monitoren. Als Archiv dient ein großer Server im Keller.

Daher empfehle ich Ihnen, zunächst einmal eine möglichst große Wechselfestplatte zu erwerben und die DAT-Aufnahmen über den Digitaleingang einer Soundkarte wie der Midiman Audiophile auf diese Festplatte zu überspielen und dort erst einmal unkomprimiert (im .wav oder .aiff-Format) zwischenzulagern. Davon können Sie sich schon jetzt eine Abspielkopie im mp3 Format für einen mp3-Player erstellen. Unter Umständen werden Sie auch noch einen Abtastratenwandler (ein Behringer Ultramatch SRC 2000 genügt; zur Not kann man auch eine stationäre MiniDisc dazu mißbrauchen, indem man sie auf Aufnahme stellt, ohne ein Medium einzulegen) benötigen.

Kürzere Aufnahmen von bis zu 79 Minuten Länge könnten und sollten Sie schon jetzt auf CD-R überspielen und dort endlagern. Für längere Aufnahmen, die nicht gut unterteilt werden können, müssen Sie auf die DVD-Audio warten, die in diesem Herbst erscheinen soll. Auch die entsprechende Brennsoftware für den PC wird wohl dann verfügbar sein. Wenn der CD-Brenner Ihres Computers auch mit 90-minütigen Rohlingen kompatibel ist, umso besser.

Sie könnten die Aufnahme dann aber auch über die digitalen Ausgänge der Soundkarte dem Digitaleingang eines DVD-Audio-Recorders zuführen. Wahrscheinlich wird dann wieder der Abtastratenwandler zu Ehren kommen, wenn die Sondkarte nur das AES-EBU-Format ausgeben und der DVD-Recorder dieses Format nicht verstehen sollte.

Ich würde Ihnen raten, mit diesen Sicherungsmaßnahmen so rasch wie möglich zu beginnen.

Als Alternative zum portablen DAT-Recorder scheinen die portablen Flashcard/Microdrive-Recorder von Marantz recht vielversprechend zu sein.:prost

Zu meinen eigenen Geräten: ich bseitze einen DTC 55-ES, einen DTC 57-ES und einen DTC-790. Ich selbst habe mit den Geräten keine größeren Probleme gehabt, außer daß der DTC-790 vor ein paar Jahren seinen Lademechanismus zerlegt hat (den habe ich selbst wieder zusammengebaut) und daß später Lötstellen aufgegangen sind.

Letztes Jahr war der DTC-790 wegen eines Laufwerkdefektes bei Sony in Schlieren. Dabei wurden diese Fehler beseitigt, was mitsamt dem neuen Laufwerk CHF 790.- (etwa 600 EUR) kostete.

Die übrigens sehr aufschlußreichen Serviceunterlagen für diese Geräte kann man bei ELV beziehen. Aus diesen geht hervor, daß der DTC-57ES mit dem DATM-100 ausgerüstet ist, während im DTC-790 eine Weiterentwicklung, der DATM 110, eingebaut wurde. Die beiden Laufwerke sind fast identisch und gegeneinander tauschbar (die Teileliste unterscheidet sich nur durch ein kleineres Teil); lediglich die Laufwerkshalterung mit dem Lademechanismus und dem Kassettenfenster ist unterschiedlich. Aber die Laufwerkshalterung gehört laut Serviceanleitung nicht zum Laufwerk. Der DTC 55 ES ist mit dem DATM 13 ausgestattet, der elektrisch nicht mit späteren Laufwerken tauschbar ist, obwohl die Laufwerkshalterung von DTC-55ES und DTC-57ES identisch ist.

Ich bitte für mein ausführliches Votum für Verständnis, falls das jemanden nerven sollte.


[Beitrag von revoxerfahrener am 28. Jul 2004, 19:40 bearbeitet]
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