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4 Ohm Lautsprecher an 8 Ohm Verstärker

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Hundshaxen
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Apr 2016, 20:15
Hallo Leute,

habe mich heute, nach langem Überlegen, für eine neue Stereoanlage entschieden.
Lautsprecher sollen die Vienna Acoustics Beethoven Baby Grand oder die Mozart werden. Verstärker der neue Arcam SR 250.

Jetzt aber meine Frage: Auf fast allen Arcam Verstärkern steht auf der Rückseite über den Lautsprecherausgängen "8 Ohm Load impedance recommended" und in den techn. Daten findet man auch nur die Leistung für 8 Ohm Wiederstand. Die Lautsprecher haben laut Datenblatt 4 Ohm

Heißt das jetzt ich kann mein Vorhaben vergessen? Bitte um Aufklärung. Kann ja nicht sein dass Arcam das nicht aushält wenn man 4 ohm dransteckt oder? Weit weit günstigere Verstärker können das ja auch....

LG
Heiko/
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 12. Apr 2016, 10:13
Moin erstmal,

Ich sage mal JA und NEIN.

Zum einen kannst du 4 und sogar 2 ohm LS dranklemmen. ABER. Du läufst gefahr das dir der Verstärker bei zu hoher Last abraucht.

Ich versuche mal das einfach zu erklären..So niedrieger die Last,,Ohm,, die am Verstärker betrieben wird ist, um so höher sind die Ströme die durch die Transistoren ( Verstärkerschaltung) durchgeht. Sind die Ströme bzw die Lasten höher als was die Transistoren aushalten können gehen die defekt.

Möchtest du an einem 8Ohm Verstärker 6, 4 oder 2 Ohm LS anschließen darfst du den Verstärker nicht mehr auf volle Last betreiben.
Andersrum kannst du aber 12, 16Ohm LS ohne probleme anschließen. Je nach LS hast du aber vielleicht klangeinbußen.

Wenn du aber von den 4ohm LS 4 Stück hast. kannst du jewals zwei der LS in Reihe schalten damit du auf 8Ohm kommt.
Aber dran denken in REIHE und nicht Parallel sonst kommen aus den zwei mal 4 Ohm nämlich 2Ohm raus.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

Ach ja Sorry für Rechtschreibfehler. ;-))
Hundshaxen
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 12. Apr 2016, 11:47
Danke einmal für die rasche Antwort. Hab ich mir fast gedacht, dass das so ist. Leider...
War mir echt sicher mit dem Receiver und jetzt weiß ich nicht ob ich ihn nehmen soll

Gibt es noch einen anderen guten Stereoverstärker wie den Arcam, der HDMI Eingänge und Einmesstechnik hat??
Mickey_Mouse
Inventar
#4 erstellt: 12. Apr 2016, 14:52
ich würde mir da keine so großen Gedanken machen. Es gibt quasi keine "echten" 8 Ohm Lautsprecher mehr auf dem Markt (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel), man könnte den Arcam also eigentlich mit keinen handelsüblichen LS betreiben...

Heiko Erklärung ist extrem vereinfacht...
gegen zu viel Strom sind eigentlich alle Geräte abgesichert und wenn es durch das Netzteil ist, das ganz einfach nicht mehr liefert und somit eine Zerstörung ausgeschlossen wird.
Es stimmt allerdings, dass für dieselbe Lautstärke bei 4 Ohm LS mehr Strom aber dafür weniger Spannung nötig ist als bei 8 Ohm LS.
Wie angesprochen kann das Probleme mit dem Strom geben, aber es kommt ja noch die Spannung dazu! Die ungenutzte Spannung muss im Verstärker "vernichtet" werden, Leistung ist Spannung mal Strom -> die Verlustleistung steigt "doppelt" an! Erstens weil mehr Strom benötigt wird und zweitens weil mehr Spannung im Verstärker abfällt.

Allerdings arbeitet Arcam mit der Class-G Technik!
Bei niedriger Last wird die Endstufe mit niedriger Spannung versorgt und bei hoher Last wird die Spannung umgeschaltet.
Leider gibt Arcam in dem kurzen PDF zu CLass-G keine vernünftigen Angaben, wie "intelligent" sie das gemacht haben?!?
Man kann das einfach anhand der Lautstärke Einstellung machen, das wäre dann dasselbe wie der ECO-Modus bei den D&M Modellen oder man guckt nach der tatsächlich benötigten Spannung. Das ist der Unterschied zwischen einer simplen Steuerung und einem geschlossenen Regelkreis.

Aber auf jeden Fall hilft diese Technik, da "unten rum" mit niedriger Spannung gearbeitet wird. S.o. niedrigere Spannung -> weniger Verlust-Leistung -> weniger Hitze!

Mir ist kein anderer Stereo Verstärker bekannt, der mit HDMI und vor allem Dirac-Live aufwarten kann.
Wenn man nicht auf einen AVR mit anderer Einmesstechnik umsteigen will, dann käme noch die Lösung mit einem "normalen" Verstärker und Dirac-Live in einem HTPC in Frage. Ich weiß nicht, ob man da bei Stereo auch ein "externes" Signal (also nicht etwas was der HTPC selber abspielt) per Dirac korrigieren kann. Ich habe die Mehrkanal Version und das noch nie ausprobiert, mein PC hat auch keine Eingänge.
Hundshaxen
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Apr 2016, 17:12
Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann ich mir den Arcam also gönnen, ohne Angst haben zu müssen, dass er mir abbrennt, nur soll ich ihn im Stromsparmodus betreiben? Habe ich da nicht einen schlechteren Klang?
Mickey_Mouse
Inventar
#6 erstellt: 12. Apr 2016, 17:31
das ist meine Meinung und ich gebe keine Garantien und der Rechtsweg ist ausgeschlossen

wenn ein heutiger Verstärker nicht mit 4-Ohm Lautsprechern klar kommt, dann het er diesen Namen nicht verdient!
Manche Hersteller machen es sich ja auch ganz einfach, siehe B&W! Viele deren LS dürften sich eigentlich gar nicht 4-Ohm nennen, weile deren Minimum bei 3 Ohm liegt, erlaubt ist aber nur eine Abweichung von maximal 20% nach unten, d.h. 3,2 Ohm Minimum für einen 4-Ohm LS.
Die sagen aber einfach, dass es sich um 8-Ohm LS handelt, damit sich die Leute nicht solche Gedanken machen wie du

Soviel ich weiß kann man beim Arcam keinen ECO oder Stromsparmodus an/ausschalten, der ist prinzipiell immer aktiv. Das spart ihnen natürlich eine aufwändigere und teurere Kühlung.
Aber warum sollte das schlechter klingen?!?
wenn z.B. nur maximal +/-20V ausgeben muss (das reicht bei 4 Ohm LS für 50W Sinus) dann braucht man ihn auch nur mit +/-20V betreiben (plus etwas "Verluste" natürlich) und nicht mit den +/-40V die mindestens erforderlich sind um überhaupt theoretisch 100W an 8 Ohm ausgeben zu können.
Heiko/
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 12. Apr 2016, 22:29
Ja Mickey Mouse da hast du recht.

Ich habe es aber auch wirklich stark verkürzt geschrieben. Prinzipiell war es ja richtig.

Zum anderen wie sich die Schutzschaltungen der neueren Geräte verhalten, da kann ich NICHT so richtig mitreden. Da ich ein großer Fan von alten Klassikern bin.. Und zu 90% all deren die ich bislang repariert habe war der Defekt auf zu niederohmigen LS zurück zu führen.

Weil viele Idi**** ..ich meinte Leute..denken... Ach ich schließ mal eben soo 6 LS Paare z.b. an einen Basic M2A dran, und wundern sich warumm es später dann auf einmal knallt...und einem die schööönen Teuren DAT-Transistoren um die Ohren fliegen.

Ach jaa und echte 8Ohm LS gibt es noch wie Sand am Meer. Die aber hauptsächlich als einzel Box oder Chassis im PA bereich eingesetzt werden.

Und wenn ich jetzt Fachwerkeln darf kann ich sogar sagen das dass eigentlich völlig Latten ist. Weil der Widerstand beim LS im Betrieb je nach Last schwankt.... 8 Ohm LS haben im Betrieb .. sagen wir mal die LS brüllen grad am Limmit... dann liegt der Widerstand bei rückmischer Musik zwischen 0,5 Ohm bis 30 Ohm. Es sind zwar nur Sekundenbruchteile aber immer noch Messbar. Und da muss der Verstärker ja auch mit fertig werden können.

Nun ja alles was ich sagen wollte ist, trotz Schutzschaltungen bin und bleibe ich da immer etwas Skeptisch. Es gibt nicht um sonst die Herstellerangaben. (Obwohl die ja auch Lügen können).

Sorry für Rechtschreibfehler.

mfg. Heiko
Mickey_Mouse
Inventar
#8 erstellt: 13. Apr 2016, 10:36
naja, das klingt alles eher nach "gefährlichen Halbwissen" was du da so von dir gibst...

woran erkennst du denn, dass ein Verstärker wegen zu hohem Strom und nicht einfach wegen Überhitzung gestorben ist?
auch die alten Klassiker haben meist irgendeine Form von Überlastschutz verbaut. Wie gesagt, wenn es nur das Netzteil ist, das vorher in die Knie geht.
und wenn man schon anfängt zu "fachwerkelnd", dann wird niemand mit ein bisschen Ahnung in diesem Zusammenhang mehr Widerstand sondern Impedanz sagen! Und die ist in erster Linie von der Frequenz abhängig und (so gut wie) nicht davon, ob die gerade "am Limit brüllen".

so richtig ernst nehmen kann ich diese "Geschichten um kleine Kinder zu erschrecken" nicht, wenn ich ehrlich bin...

ich würde zur Not mal eine Anfrage an Arcam stellen. Mal sehen ob sie dann die Hosen runterlassen und zugeben, dass ihre Verstärker mit kaum einem handelsüblichen Paar HiFi LS (wir reden hier weder über einzelne Chassis noch PA LS) betrieben werden darf. Ich möchte wetten, dass da so ein aalglatter Marketing Spruch zurück kommt, nach dem Motto dass die meisten LS ja 4-8 Ohm seien, man das zur Sicherheit geschrieben hat und es bei entsprechender Vorsicht keine Probleme geben dürfte.

In der Anleitung zu meinem Auto steht auch drin, dass ich vor Antritt JEDER Fahrt die Flüssigkeitsstände und Beleuchtung überprüfen soll, macht das jemand tatsächlich?!?
cr
Moderator
#9 erstellt: 13. Apr 2016, 20:29
In den HiFi-Magazinen wird immer mit 4 Ohm auch getestet (meist auch mit 2). Es kann sich wohl kein Hersteller erlauben, dass seine Geräte bei 4 Ohm regelmäßig abrauchen!
Hundshaxen
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 14. Apr 2016, 13:34
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten
Dann ist mein Gewissen ja beruhigt und ich kann mir den Arcam zulegen.

Danke euch
Hundshaxen
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 15. Apr 2016, 05:33
Wollte noch etwas Interessantes zum Thema hinzufügen
Ich habe jetzt Arcam direkt per Mail angeschrieben und mich zum Thema erkundigt. Folgendes habe ich als Antwort erhalten:

Hi Patrick,
Thank you for your email. SR250 (and all ARCAM amplifiers) will work well with speaker impedances 4ohm-8ohm. It’s just that most of our specifications are measured at 8ohm but it will work well with 4ohm.

KR's
Michael


Dann wäre das also geklärt.
PS: @Mickey Mouse Du hattest also recht mit der Antwort von Arcam
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