Neue VW Standard-Systeme ("composition") - mieser Radio-Klang!

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AlexG1990
Inventar
#1 erstellt: 12. Mrz 2018, 21:53
Hallo!

Ich teste ja gerne Technik... Habe im Moment kein eigenes Auto, und nutze ab und an die VW Up!'s (CityFlitzer von Book'n'drive).

Gerade hatte ich einen ganz neuen (2017) mit dem neuen "composition phone"-System mit Farb-Display usw. (mit BT, ohne CD).
In der Standard-Ausstattung mit "nur" 2 Breitbändern als Lautsprecher vorne. Die sind eigentlich ganz anständig, bis auf dass denen die Hochtöner fehlen - aber mit Höhen= +8, Mitten= -3, Bass= 0 klingen die trotzdem ganz angenehm (wenn ich die gleiche Carsharing-Kiste irgendwann wieder erwische, bleibt das bis dahin dann meist auch so stehen^^ ).

Beim Radiohören ist mir aufgefallen, dass die Empfangsstabilität mit Dual-Tuner und Diversity (Heckscheibe + Dachantenne) zwar erste Sahne ist, der Radio-Klang (FM) aber im Vergleich zu Aux/BT/SD sehr flach ist (sehr "mittig" und wenig brilliant)!
Ich meine jetzt nicht die Sache mit dem Soundprocessing der öffentlichen Sender - das ist klar...
An den Klangeinstellungen (siehe oben) liegt es auch nicht, die sind für alle Quellen gleich. Der Quellen-Pegel ist auch egal, da keine Loudness vorhanden.

Jetzt kommts: Wenn ich mein Handy über Aux anschließe und da das Radio anmache, klingt es deutlich besser! Die Samsung-Handys haben sehr ordentliche Empfänger-Chips drin (die, die welche haben), der Tuner klingt auch an der Stereo-Anlage genauso linear wie ein HiFi-Tuner.
Natürlich "spratzelt" da der Empfang mit dem Aux-Kabel als Antenne innerhalb vom Auto, klein Vergleich mit dem Autoradio...aber der Klang ist DEUTLICH besser!
In anderen Autos mit Werkssystemen (z.B. Opel), oder in meinem alten mit JVC-Nachrüstradio wär der Klang auch exakt gleich, wenn ich zwischen dem integrierten Tuner und dem Handy über Aux umgeschaltet habe...

Kann das etwa sein, dass der FM-Klang absichtlich schlecht gemacht wird um DAB zu "pushen"? Auch wenn das ein System ganz ohne mitbestelltes DAB ist?
Ich weiß aus eigenen Tests, dass das übertragene Audio der öffentlichen Sender auf allen Übertragungskanälen, sowohl über FM, als auch DAB, Web, Sat, Kabel..., EXAKT gleich ist! (mit ganz wenigen Ausnahmen)
Wenn der FM-Tuner jetzt absichtlich "flach klingend" gemacht wird, ist klar dass DAB (sofern vorhanden) dann "scheinbar besser klingt".

Nach dem Abgas-Skandal ist denen ja alles zuzutrauen!
Die VW-Radios werden ja angeblich von TechniSat produziert, und die sollten eigentlich wissen wie man ein Autoradio konstruiert - aber die schaffen ja auch nur "auf Auftrag" .
Und VW steht ja dem ADAC und dieser Digital-Radio-Petition recht nahe, die das mit aller Gewalt durchdrücken wollen.
Naja, nach der Sache mit dem Abgas-Skandal ist denen wohl alles zuzutrauen!
Hab ja nix gegen DAB, aber man muss das alte ja deswegen nicht extra schlecht machen, sodass Radio hören echt gar nicht so dolle klingt!

Aber warum wird dann überhaupt erst ein gutes Dual-Diversity-System verbaut, wenn hintendran dann der Tuner "kaputt-gesoundet" wird?

Kann das echt sein, dass ein renomierter Auto-Weltkonzern mit Millionen von verkauften Autos da so einen Mist baut?
Es ist zwar weder mein eigenes Auto, und mir ist auch klar, dass sowas von den Millionen Auto-Käufern genau 0,0% davon interessiert, aber trotzdem...

Wenn ich so ein Auto selbst hätte, würde ich dieses "composition"-System (was sonst eigentlich sogar recht gut ist!) warscheinlich rausschmeißen...


[Beitrag von AlexG1990 am 12. Mrz 2018, 22:02 bearbeitet]
Car-Hifi
Inventar
#2 erstellt: 12. Mrz 2018, 22:30
Tach auch,

Du liegst mit einer Vermutung richtig, nur die Schlüsse, die Du ziehst, sind aus meiner Sicht falsch.

Ja, der VW-Konzern beschneidet die UKW-Signale in seinen Radios seit einigen Jahren erheblich. Die hohen Frequenzen werden deutlich beschnitten, die Dynamik verringert und vor allem die Breite der virtuellen Stereobühne zusammen gestaucht (fast bis auf Mono). Das dient aber mitnichten dazu, DAB+ Empfänger zu verkaufen. Das machten die schon, bevor sie DAB+ anbieten konnten. Statt dessen wollen sie die gefühlte Stabilität des Empfangs erhöhen.

Gehe bitte davon aus, dass für 95% aller Autokäufer das Küchenradio, die On-Ear-Kopfhörer oder die Plastiklautsprecher im Fernseher das Maß aller Dinge ist. Diese Menschen haben keine Ahnung davon, was guter Klang ist. Solchen Leuten ist es eher wichtig, dass das Radio nicht zischelt. Diese Leute wollen ihren Lieblingssender 10 km weiter empfangen können als mit dem Auto davor.

Da aber niemand zaubern kann, muss man zu solchen drastischen Maßnahmen greifen.

Ich höre übrigens bei vielen öffentlich rechtlichen Sendern Unterschiede zwischen der UKW- und der DAB+-Ausstrahlung, selbst oder gerade bei Alpine, JVCKenwood oder Pioneer. DAB+ hat eine höhere Dynamik, eine größere Bandbreite und auch die Breite der virtuellen Stereobühne ist deutlich breiter. Allerdings höre ich auch nur allzuoft die Fraktale einer schlechten Digitalisierung mit zu hoher Kompression heraus. Das vergrellt mir inzwischen das DAB+. Ich nutze mittlerweile lieber Audio-Streams via Internet.
AlexG1990
Inventar
#3 erstellt: 13. Mrz 2018, 00:23

Ja, der VW-Konzern beschneidet die UKW-Signale in seinen Radios seit einigen Jahren erheblich.

Aha, interessant. Ganz "modern". Machen das andere Hersteller auch?
Und wo ist im Menü die Einstellung "FM-Bedumpfung: AN/AUS", für die restlichen 5%?

Bei den älteren "Up!"s (2012-2016) mit den ganz einfachen RCD215 ist mir das auch aufgefallen.
(Die haben nebenbei nen BESCH*SSENEN Empfang)

Ich wette, das kann man irgendwo im Service-Menü oder mit Diagnosegerät sicher auch abschalten.


Gehe bitte davon aus, dass für 95% aller Autokäufer das Küchenradio, die On-Ear-Kopfhörer oder die Plastiklautsprecher im Fernseher das Maß aller Dinge ist. Diese Menschen haben keine Ahnung davon, was guter Klang ist.

Ja das kenn ich. Bei den meisten dürfte die Standard-Anlage im Auto sowieso das beste vorhanden Soundsystem sein.
Und noch nicht mal da wird bei den Meisten der Klang richtig eingestellt! Auch nicht bei den akademischen A6-Quattro-Protzkisten-Fahrern.
Da sind keine Sender abgespeichert, die Klangregelung auf "0", und alles auf Standard. Spielt doch.

Ich bezweifele auch, dass mehr wie 5% der Leute, die sich ein Nachrüst-Radio einbauen wissen, wie man das richtig einstellt.
Da ist das "Bumse-Preset" drin...jo...spielt...


Solchen Leuten ist es eher wichtig, dass das Radio nicht zischelt.

Tut es ja mit einem guten Diversity-Empfänger auch nicht - da merkt man über weite Strecken gar nicht dass das FM ist.


Ich höre übrigens bei vielen öffentlich rechtlichen Sendern Unterschiede zwischen der UKW- und der DAB+-Ausstrahlung

Ich eher nicht so. Habe DAB neulich for fun mal mit einem USB-Stick am PC ausprobiert, da bekommt man ja direkt den Stream.
Die ÖRs klingen mit brauchbaren Bitraten okay (trotzdem mit SBR) - einfach ohne Unterschied zu UKW.
Die Privaten sind teils richtig ekelhaft klirrig.
...und eh alles mit dem üblichen Processing.


selbst oder gerade bei Alpine, JVCKenwood oder Pioneer. DAB+ hat eine höhere Dynamik, eine größere Bandbreite und auch die Breite der virtuellen Stereobühne ist deutlich breiter.

Gleiche EQ-Einstellungen (für jede Quelle separat)? Quellenlautstärke angeglichen (bei JVC über "Vol. Adjust"), v.a. wenn die Loudness-Funktion an ist (lautstärkeabhängige Bass-Anhebung)?

An der "Dynamik" kann sich so einfach gar nichts ändern, wenn es das gleiche Audio-Signal ist, was über den AAC-Encoder und den FM-Sender läuft. Irgendwo "mehr Bass oder mehr Höhen" *klingt* aber nach mehr Dynamik.
Bei der Stereo-Breite gibt's Tuner-seitig eigenltlich auch nur "100% Stereo" (mit mehr oder weniger Rauschen) oder Mono.
Aber ja, manche Werks-Radios können das dynamisch "schleichend" überblenden.

Hab bei den VW-Dingern auch gemerkt, dass die ne Art weichen "Limiter" drin haben, wenn man SEHR laut aufdreht und die internen Endstufen an die Grenze kommen. (das hat ja mit der Quelle jetzt nix zu tun)
Bei anderen (kenne jetzt nur noch Opel D-Corsa), wird dagegen automatisch die gesamte Lautstärke abgeregelt.
Die Nachrüst-Radios machen sowas nich...die Clippen eben einfach wenn man zu laut dreht.

Die Aux-Eingänge bei den VW-Dingern verzerren auch ab exakt 700mVeff (recht wenig, aber passend für die meisten begrenzten Handys).
Da wird die gesamte Klang-Sektion wohl mit nem DSP arbeiten (und die analogen Quellen digitalisieren). Bei anderen Radios mit voll-analogem Klang-/Verstärker-Teil verzerrt da natürlich nix, egal bei welchem Eingangspegel.


Ich nutze mittlerweile lieber Audio-Streams via Internet.

Joa kann ich mit O2 Free eigentlich auch machen (übers Handy per Aux oder BT). Bricht aber trotzdem zu oft ab, und ich will zum "einfach Radio hören" keine App starten und rumscrollen...
Im Auto hör ich entweder Offline-Musik vom Handy oder Radio (normal FM).
(Wenn ich ab und zu mit so nem Leihauto unterwegs bin stecke ich einfach das Klinkekabel rein, keine Lust da jedesmal die ganze Bluetooth-Koppelei zu machen - ist ja jedesmal ein anderer).


[Beitrag von AlexG1990 am 13. Mrz 2018, 01:02 bearbeitet]
Car-Hifi
Inventar
#4 erstellt: 13. Mrz 2018, 09:40

AlexG1990 (Beitrag #3) schrieb:
Aha, interessant. Ganz "modern". Machen das andere Hersteller auch?

Nicht alle machen es in der Stärke wie der VW-Konzern. Aber ja.


Und wo ist im Menü die Einstellung "FM-Bedumpfung: AN/AUS", für die restlichen 5%?

Scherzkeks!

Im Ernst: natürlich gibt es einen solchen "Schalter" nicht. Ich bin ja schon froh, wenn sowas die Premium-Nachrüsthersteller einbauen.


Ja das kenn ich. Bei den meisten dürfte die Standard-Anlage im Auto sowieso das beste vorhanden Soundsystem sein.
Und noch nicht mal da wird bei den Meisten der Klang richtig eingestellt! Auch nicht bei den akademischen A6-Quattro-Protzkisten-Fahrern.
Da sind keine Sender abgespeichert, die Klangregelung auf "0", und alles auf Standard. Spielt doch.

äähh nee! Bass und Höhen werden im Radio auf Maximum angehoben - "das macht man so!" und der Fader wird ein wenig nach hinten gedreht - "Musik muss doch ein wenig von hinten kommen" oder "ich brauche den Raumklang" oder "wofür sind denn hinten Lautsprecher eingebaut, wenn ich sie nicht deutlich wahrnehme?"


Ich bezweifele auch, dass mehr wie 5% der Leute, die sich ein Nachrüst-Radio einbauen wissen, wie man das richtig einstellt.
Da ist das "Bumse-Preset" drin...jo...spielt...

Richtig


Tut es ja mit einem guten Diversity-Empfänger auch nicht - da merkt man über weite Strecken gar nicht dass das FM ist.

Nun ja. So mancher Diversity-Empfänger schaltet nur zwischen zwei Antennen hin und her. Manche benutzen den jeweils inaktiven Tuner auch nur zum Empfang von TMC-Nachrichten und/ oder zum Aktualisieren der Senderliste.


Habe DAB neulich for fun mal mit einem USB-Stick am PC ausprobiert, da bekommt man ja direkt den Stream.
Die ÖRs klingen mit brauchbaren Bitraten okay (trotzdem mit SBR) - einfach ohne Unterschied zu UKW.
Die Privaten sind teils richtig ekelhaft klirrig.
...und eh alles mit dem üblichen Processing.

Hast Du die Lautsprecher am PC im idealen Stereodreieck aufgestellt? Sind sie optimiert auf Dich ausgerichtet?

Spätestens wenn Du an einem OEM-VW-Radio einen richtig eingestellten DSP und Hoch-/ Mitteltöner auf Hörebene betreibst, merkst den Unterschied deutlich.



DAB+ hat eine höhere Dynamik, eine größere Bandbreite und auch die Breite der virtuellen Stereobühne ist deutlich breiter.

Gleiche EQ-Einstellungen (für jede Quelle separat)? Quellenlautstärke angeglichen (bei JVC über "Vol. Adjust"), v.a. wenn die Loudness-Funktion an ist (lautstärkeabhängige Bass-Anhebung)?

Nur zur Sicherheit: Dynamik ist nicht gleich Lautstärke. Es gibt in Berlin mindestens zwei Sender, bei denen der Unterschied mehr als deutlich ist (und die ich regelmäßig höre): Radio1 und Klassik Radio.


An der "Dynamik" kann sich so einfach gar nichts ändern, wenn es das gleiche Audio-Signal ist, was über den AAC-Encoder und den FM-Sender läuft. Irgendwo "mehr Bass oder mehr Höhen" *klingt* aber nach mehr Dynamik.

Äh. Doch. Im FM-Sender wird einfach ein Dynamikkompressor verbaut. Diese Technik ist kein Zauberwerk. Findet man in jedem guten Mischpult. Große Dynamik bei UKW kostet mehr Geld. Man bräuchte noch mehr Leistung und noch bessere Sender (um es mal populistisch zu vereinfachen).


Bei der Stereo-Breite gibt's Tuner-seitig eigenltlich auch nur "100% Stereo" (mit mehr oder weniger Rauschen) oder Mono.

Jaein. Man kann nach der Stereo-Dekodoerung das Stereo-Signal wieder mischen. So erhält man eine schmale, aber stabile Stereobühne, die aber extreme Links-/ Rechts-Signale noch gut wiedergeben kann.


Hab bei den VW-Dingern auch gemerkt, dass die ne Art weichen "Limiter" drin haben, wenn man SEHR laut aufdreht und die internen Endstufen an die Grenze kommen. (das hat ja mit der Quelle jetzt nix zu tun)
Bei anderen (kenne jetzt nur noch Opel D-Corsa), wird dagegen automatisch die gesamte Lautstärke abgeregelt.

Es geht soweit, dass bis zu einer gewissen Lautstärke der Frequenzgang linear angehoben wird, während ab 2/3 der maximalen Lautstärke nur noch der Mittel-/ Hochtonbereich lauter wird. Sowas hatte ich gerade vor ein paar Tagen bei einem aktuellen Touareg.


Die Nachrüst-Radios machen sowas nich...die Clippen eben einfach wenn man zu laut dreht.

Und selbst das müsste nicht sein...


Da wird die gesamte Klang-Sektion wohl mit nem DSP arbeiten (und die analogen Quellen digitalisieren).

Ja, natürlich. So ein Mini-DSP kostet in den bestellten Stückzahlen der Automobil-Industrie wenige einzelne Euro. Man wäre dumm, wenn man diese Technik nicht nutzen würde.



Ich nutze mittlerweile lieber Audio-Streams via Internet.

Joa kann ich mit O2 Free eigentlich auch machen (übers Handy per Aux oder BT). Bricht aber trotzdem zu oft ab, und ich will zum "einfach Radio hören" keine App starten und rumscrollen...

Ich meine nautürlich nicht normales Radio-Streaming, sondern einen spezialisierten Musik-Anbieter. Dem kann ich per Sprache befehlen, welche Musik ich hören möchte und Dank Telekom habe ich nur selten Probleme mit unterversorgten Gebieten.
AlexG1990
Inventar
#5 erstellt: 13. Mrz 2018, 23:27

Nicht alle machen es in der Stärke wie der VW-Konzern. Aber ja.

Naja...auf jeden Fall ist's mir da jetzt zum ersten Mal aufgefallen. Opel macht's wohl nicht.


äähh nee! Bass und Höhen werden im Radio auf Maximum angehoben - "das macht man so!" und der Fader wird ein wenig nach hinten gedreht - "Musik muss doch ein wenig von hinten kommen" oder "ich brauche den Raumklang" oder "wofür sind denn hinten Lautsprecher eingebaut, wenn ich sie nicht deutlich wahrnehme?"

Oh ja... (Wir scheinen da bei Vielem einer Meinung zu sein )
Ich bevorzuge ja einen "kräftigen, vollen, ausgewogenen Sound" (was auch immer das sein soll^^). Auf jeden Fall: "voll untenrum" (aber ohne "Mega-Bumm" oder "dröhnende" Oberbässe), klare Mitten (ohne herausstechende "Schrei-Frequenzen"), und "präsente" Höhen (aber ohne zu viel "zisch").
Jedenfalls erreicht man das NICHT mit "Höhen und Bass auf Anschlag"^^...
Hab schon paar Leuten die Anlage eingestellt, auch mit 3-Band-EQ und Loudness. Alles rein nach Gehör. Mache das meistens mit gut aufgenommenen, mir bekannten Rock-Songs! Konzentriert hinhörern, und die Level, Mittenfrequenzen, usw. feinfühlig soweit anpassen, bis es einfach "rund, satt und ausgewogen" ist. Dann nochmal Lieder wechseln, und noch "Feinkorrekturen" machen und die Settings für alle Quellen übernehmen.
Loudness-Funktion ist auch schwer von Vorteil, zumindest bei JVC ist das sehr gut umgesetzt!
Die meisten sagen dann einfach nur "hey, klingt echt gut so"! Na dann...


Nun ja. So mancher Diversity-Empfänger schaltet nur zwischen zwei Antennen hin und her. Manche benutzen den jeweils inaktiven Tuner auch nur zum Empfang von TMC-Nachrichten und/ oder zum Aktualisieren der Senderliste.

Egal, auf jeden Fall *kann* man mit empfindlichen Mehrantennen-Empfängern "alles in allem" schon einen "verdammt stabilen" FM-Empfang erreichen...
Da sind voll-abgestimmt Werks-Systeme einfach am besten.


Hast Du die Lautsprecher am PC im idealen Stereodreieck aufgestellt? Sind sie optimiert auf Dich ausgerichtet?

Nee...
Laptop mit DAB-Stick (ffmpeg AAC-Decoder) -> gute USB-Soundkarte (Terratec Aureon Xfire HD) -> an meinen gewohnten guten "Unterwegs-Kopfhörern".
UKW habe ich zum Vergleichen dann so reingeholt:
Wurfantenne -> Yamaha-Receiver (RX-E400) -> Tape-Out an Stereo-Line-In der USB-Karte -> Line-In "abhören".
...und dann hin und her geswitcht.
So kann man das "fair" vergleichen! Einverstanden?


Nur zur Sicherheit: Dynamik ist nicht gleich Lautstärke. Es gibt in Berlin mindestens zwei Sender, bei denen der Unterschied mehr als deutlich ist (und die ich regelmäßig höre): Radio1 und Klassik Radio.

Dann sind diese beiden Sender eben 2 solche "wenigen Ausnahmen", die über Digital relativ "clean" senden, und über FM das "Optimod-Matsch-Processing" fahren (was auch auf UKW _NICHT_ zwingend notwendig wäre! - in anderen Ländern klingt FM auch teils DEUTLICH besser!) - also UNTERSCHIEDLICHE Audio-Signale aussenden!

(..."so ähnlich" wie einige neue Musik-Alben auf Vinyl-LP besser klingen als auf CD/MP3, einfach weil - in dem Fall ironischerweise umgekehrt! - auf das technisch eigentlich schlechtere Medium einfach ein besseres/dynamischeres Mastering draufgehauen wird! )

Bei den allermeisten Sendern ist das nicht der Fall! Die allermeisten Sender sind also klanglich vollkommen identisch. Auch wenn man 320kBit/s DVB-S gegen FM vergleicht (schon gemacht).


Ja, natürlich. So ein Mini-DSP kostet in den bestellten Stückzahlen der Automobil-Industrie wenige einzelne Euro. Man wäre dumm, wenn man diese Technik nicht nutzen würde.

Naja, zum einfachen Klang-Regeln ohne so Spezial-Sachen wie Laufzeitkorrektur o.ä. braucht man das nicht unbedingt. Für das genannte "Limiting" natürlich schon.

Man muss da ja vom internen Aufbau her grundsätzlich zwischen "konventionellen" (analogen) Systemen OHNE DSP und welchen MIT DSP unterscheiden!

Viele neue und ältere Werks-Radios und normale Nachrüst-Geräte im 50-200€-Bereich sind meistens konventionell aufgebaut (wie ein normaler HiFi-Verstärker auch):
-> Analoge Vorstufe mit analoger Regelung (Lautstärke, Equalizer, Loudness) -> analoge Endstufen
Da gehen analoge Quellen (FM, Aux-In) direkt über den Quellen-Umschalter in die Vorstufe, und für CD/BT/USB/DAB sitzt da genau ein D/A-Wandler drin, von dem es dann in den Umschalter/Vorstufe geht.
(Natürlich wird da alles digital über das Display "digital angesteuert" eingestellt, geregelt wird aber tatsächlich alles analog..."Digital-Poti")

Bei Systemen MIT DSP ist alles genau umgekehrt:
-> Digitales Klangprocessing (Lautstärke/Equalizer/Loudness/Limiter/LZK) -> ClassD-Stufe oder D/A-Wandlung mit konventioneller ClassAB-Stufe
Da gehen dann digitale Quellen (CD/BT/USB/DAB...) direkt als PCM in den Prozessor, und für analoge Quellen (FM, Aux) ist ein A/D-Wandler verbaut!
...also alles genau umgekehrt.

"Herausfinden" ob man ein konventionelles oder ein DSP-System hat kann man ganz gut über den Aux-Eingang! Wenn der bei einer bestimmten Spannung (Sinuston-App) verzerrt (bei den VWs die 700mVeff), dann ist da ein A/D-Wandler für den DSP davor. Und dann rauscht der auch "ganz leicht", wenn man den leeren Eingang "voll aufdreht" (wohl ein 16-Bit-ADC).
Bei konventionellen Analog-Systemen ist's komplett "still" und der Eingang nicht übersteuerbar.

Jedenfalls sind ältere VW-Systeme (2000er), ein Opel "CD60 Navi" von 2008, und mein altes ganz einfaches JVC KD-X30 konventionell analog aufgebaut!

Das Opel-Teil, was trotzdem die Lautstärke komplett absenkt wenn es verzerrt (die uralten VW alpha/beta/gamma auch), das passiert rein analog! Die Endstufen-ICs (meistens irgendwelche TDAs) haben teils einen Pin, wo die der Elektronik "zurückmelden" wenn Clipping auftritt, und die macht dann halt leiser. Alles analog.


Ich meine nautürlich nicht normales Radio-Streaming, sondern einen spezialisierten Musik-Anbieter. Dem kann ich per Sprache befehlen, welche Musik ich hören möchte und Dank Telekom habe ich nur selten Probleme mit unterversorgten Gebieten.

Ach so...sammele meine Mukke immernoch offline! (Inzwischen nur noch auf dem Handy mit 128GB-Karte). Gute neue Sachen kaufe ich bei Amazon als 320er-MP3, eine "0815-Pop" lade ich auch "mal" bei Youtube runter, wenn die Quali halbwegs OK ist...
"Spotify Free" hab ich aber auch...


[Beitrag von AlexG1990 am 13. Mrz 2018, 23:38 bearbeitet]
Car-Hifi
Inventar
#6 erstellt: 14. Mrz 2018, 00:39

AlexG1990 (Beitrag #5) schrieb:
Laptop mit DAB-Stick (ffmpeg AAC-Decoder) -> gute USB-Soundkarte (Terratec Aureon Xfire HD) -> an meinen gewohnten guten "Unterwegs-Kopfhörern".
UKW habe ich zum Vergleichen dann so reingeholt:
Wurfantenne -> Yamaha-Receiver (RX-E400) -> Tape-Out an Stereo-Line-In der USB-Karte -> Line-In "abhören".
...und dann hin und her geswitcht.
So kann man das "fair" vergleichen! Einverstanden?

Nein, da bin ich nicht einverstanden. 99,99% aller Musikaufnahmen sind für das herkömmliche Stereodreieck mit zwei Lautsprechern vor(!) dem Hörer aufgenommen und abgemischt. Nur der allerkleinste Teil ist für die Wiedergabe mit Kopfhörern optimiert. Dem entsprechend sollte man Klangproben auch stets über solch eine herkömmliche Stereoanlage durchführen.

Ja, ich besitze auch Kopfhörer und benutze die regelmäßig - gute In-Ears (von einem mittelständigem deutschen Unternehmen) in der Bahn, hauptsächlich um meine Mitbürger auszublenden und Over-Ears (von einem anderen deutschen mittelständigem Unternehmen) zu Hause, wenn ich andere nicht stören möchte, zum Beispiel beim PC Zocken oder beim Klavierspielen. Auch und gerade deshalb ist mir bewusst, dass man die oben genannten Aufnahmen mit Kopfhörern eben nicht auf ihre Stereoqualität prüfen kann, weil es keine virtuelle Stereobühne vor(!) dem Hörer gibt, sondern der Ton virtuell im(!) Kopf passiert.
AlexG1990
Inventar
#7 erstellt: 14. Mrz 2018, 02:14
Ich mach morgen eine Aufnahme Digital/FM parallel und lege die Spuren in Audacity nebeneinander...
(inkl. L/R-Differenz-Bildung)
Will's selbst wissen!

Das Dumme ist, dass ich diesen DAB-Stick schon wieder verkauft habe - aber ich kann ja stattdessen den WEB-Stream parallel aufnehmen, der sollte nicht gerade schlechter als DAB sein...

1x SWR3 (das Processing ist ja egal, wenn ich _relativ_ vergleichen will!)
...und 1x HR2 Kultur-Programm (nich so mein Fall - aber zum Vergleichen )


[Beitrag von AlexG1990 am 14. Mrz 2018, 02:16 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#8 erstellt: 17. Mrz 2018, 00:30
@Car-Hifi:

Nebenbei, der Test ist noch in der Mache!

Das ist doch alles nicht "so einfach":

1. sind die Pegel bei Web/FM teils unterschiedlich (bei SWR3 mit identischem Signal 1:1 kalibiert), und bei anderen ist dann mal FM lauter und mal der Webstream

2. Sind nur bei *manchen* Sendern die Signal-Phasen invertiert (ist nebenbei nicht hörbar, sieht man aber im Graphen), und kein Mensch weiß, an welcher Stelle (Stream-Encoder, FM-DA-Wandler, Tuner, Soundkarte, ...) das passiert - muss man also vorher immer checken und mit Audacity "umschubsen".

3. Sind die Samplerates der Webstreams immer unterschiedlich 44.1/48

Ist also bei ca. 10 gecheckten Sendern doch ne heiden Fummel-Arbeit

Ich nehm jedesmal ca. 10-15 Minuten auf, um Songs+Moderation/Teaser mit drin zu haben...
Car-Hifi
Inventar
#9 erstellt: 17. Mrz 2018, 01:31
Ich bin gespannt und übe mich in Geduld.
AlexG1990
Inventar
#10 erstellt: 17. Mrz 2018, 23:34
So, ist alles eingespielt jetzt. 12 Sender!
(habs halt nebenbei laufen lassen)

Radio-AB-Vergleich

Das ist der Setup - genauso simpel wie einfach...

Ich bin inzwischen ja längst zum "Minimalisten" mutiert. Mir langt's ja wenn ich weiß wie der ganze Kram funktioniert^^

20180317_205555_sml

Im Hintergrund das weiße "Kabelchen" ist die Antenne...ein 1,5m-"Klingeldrähtchen"
Der Receiver hängt normalerweise am Kabelanschluss.

Es gibt auch schon "erste Erkenntnisse" - es schein so als haben wir BEIDE recht...!
AlexG1990
Inventar
#11 erstellt: 21. Mrz 2018, 00:55
So, habe das ganze fertig und in DIESEN THREAD ausgelagert:
http://www.hifi-foru...m_id=234&thread=1681
Car-Hifi
Inventar
#12 erstellt: 25. Mrz 2018, 12:43
Hallo Alex,

ich möchte Dir hier antworten, weil wir beide hier unsere Diskussion angefangen haben.

Erst mal ganz großes Lob und Dank für die Arbeit, die Du Dir gemacht hast und die gute, ausführliche Dokumentation Deiner Messungen. Ich stimme mit den Deduktionen der Graphen mit Dir überein und werde in Zukunft meine Aussagen über UKW vs. DAB+/Internetstream entsprechend anpassen.

Noch eine Ergänzung zu meinen Ausführungen der "Breite der virtuellen Stereobühne". Ich habe in den letzten Wochen bewusst mit meinen VAG-Radio versucht, so viele verschiedene UKW-Sender wie möglich zu hören. Und ja, auch da muss ich (aus meiner Sicht leider ) zurück rudern. Es ist offenbar so, dass einzelne Radiosender wie Radio1 diese auf UKW zusammenstauchen. Andere Sender wiederum bauen eine ganz breite, natürlich klingende Bühne auf.

P.S.: Ich habe nicht schlecht Lust, Deinen Aufbau bei mir nachzuvollziehen und das mit ein paar Berliner Sendern auch mal durchzumessen. Allein der Phlegmatismus hält mich davon ab.

Also nochmal danke für Deine Arbeit.
AlexG1990
Inventar
#13 erstellt: 26. Mrz 2018, 02:24
Moin!


Erst mal ganz großes Lob und Dank für die Arbeit

Naja, hab ja geschrieben dass ich sowas das letzte Mal mache, weil da schnell der Kopf raucht
Waren halt 2 Stunden "nebenbei laufen lassen", und nochmal 2 Stunden "analysieren"...
Hätte jetzt noch locker 20 Sender mehr testen können , aber irgendwann zeigen sich halt "Regelmäßigkeiten"...


Ich stimme mit den Deduktionen der Graphen mit Dir überein und werde in Zukunft meine Aussagen über UKW vs. DAB+/Internetstream entsprechend anpassen.

Habe dazu ja geschrieben, dass es wir BEIDE recht haben!
Gerade bei den Privaten gibt es ja klare Unterschiede - abgesehen davon, was jetzt tatsächlich besser klingt.
Und wir haben ja bewiesen, dass das nicht am System an sich liegt (Input=Output), sondern halt an unterschiedlichen Ausspielungen (nicht bei den Öffis).
(Und wie gesagt, das "Tuner-Sounding" bei VW war mir auch neu gewesen!)


P.S.: Ich habe nicht schlecht Lust, Deinen Aufbau bei mir nachzuvollziehen und das mit ein paar Berliner Sendern auch mal durchzumessen. Allein der Phlegmatismus hält mich davon ab

Lass es bleiben... Lohnt sich nich...
Wird wohl überall in D gleich sein, dass die Privaten es so machen, und die Öffis anders...
Processed ist sowieso alles...

Fahr mal nach BeNeLux/Frankreich/Italien: Da haut's dir erstmal die Pappen aus den Türen wenn du da von nem deutschen Sender auf einen von denen Umschaltest - teils _deutlich_ besserer Sound!
In Lux und Italien denkst du da bei manchen Sendern du hörst das Original von MP3/CD...

Gibt's bei euch in "Big-B" noch MotorFM/FluxFM? Da hatte ich immer mal ganz gerne reingehört als ich 2009 mit nem Kumpel ne Woche in Berlin war...
(Mit nem alten Sony-Ericsson Walkman-Handy ...die hatten ziemlich guten Empfang!)

Gruß Alex!


[Beitrag von AlexG1990 am 26. Mrz 2018, 02:55 bearbeitet]
Car-Hifi
Inventar
#14 erstellt: 26. Mrz 2018, 19:52
Ja, Flux FM gibt es noch. Die Musikauswahl in ihrer Gänze ist etwas sonderbar. Mal der absolute Hammer, mal etwas (für mich) völlig obskures.
AlexG1990
Inventar
#15 erstellt: 27. Mrz 2018, 10:12

Ja, Flux FM gibt es noch. Die Musikauswahl in ihrer Gänze ist etwas sonderbar. Mal der absolute Hammer, mal etwas (für mich) völlig obskures.

...jop, exakt so habe ich den in Erinnerung!
Habe da damals paar nette Indie-Rock Sachen entdeckt, die ich heute noch in der Playlist hab, z.B. "Muff Potter" und sowas...

2015 hab ich den in Stuttgart zufällig wieder gehört, der war dort On Air...inzwischen nich mehr...
Der sollte glaub auch mal in den DAB-Bundesmux, aber war wohl zu teuer^^

Muss da übers Web mal wieder reinhörn...
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