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Welches Nachbearbeiten ist nun besser?

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Franky666
Stammgast
#1 erstellt: 24. Mai 2008, 19:30
Hi Leute

Ich habe hier schon öfters gelesen, dass das Nachbearbeiten mit einem Kompressor nicht so gut sein soll.

Was ich so selber gemacht hab, schaute bislang immer so im Editor aus, wenn es fertig war:

http://i25.tinypic.com/f19p1x.png

Ich fand daran nichts auszusetzen.

Jetzt habe ich mich mit dem Thema Equalizer etwas mehr befasst, und gemerkt, dass man damit bessere, knackigere Ergebnisse bekommt, als durch Komprimieren. Hab einfach einzelne Frequenzen, die von den einzelnen Instrumenten stark bespielt sind, vorsichtig angehoben und es klang plötzlich alles viel klarer und rauschte weniger.

Jetzt schaut das Ergebnis im Editor so aus:
http://i27.tinypic.com/eqdnbo.png

Vom Klang finde ich das mit dem Equalizer viel besser und irgendwie rhytmischer und kräftiger. Ist einfach cooler. Hab nämlich beide auf ein Lautstärkelevel gesetzt und mit AB-Vergleich verglichen.

kann ich die neue Aufnahme mit der "zackeligen" Amplituden-Kurve so belassen oder kann es Probleme geben, wenn man den Kompressor weglässt und somit der Pegel ständig variiert??? Ich wollte nämlich ganz gerne meine ganzen alten Aufnahmen neu mischen und dann so machen, dass kein Kompressor drin ist. Hab das mit dem Komprimieren bislang auf Empfehlung eines Bekannten gemacht, weil der meint, dass das so viel besser ist und auch besser für die Hardware.

Die einen sagen so, die anderen soimages/smilies/insane.gif. Ich bin daher etwas ratlos...

Die Loudnesswar-Geschichte verstehe ich irgendwie nicht so ganz, wenn ich mir das im Inetrnet so durchlese und anschaue, weil ich leg doch keine Lautstärke mit der Aufnahme fest, da ich ja mit dem Lautstärkeknopf von den Bxoen die Lautstärke einstellen kann, wie ich will.


[Beitrag von Franky666 am 24. Mai 2008, 19:34 bearbeitet]
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 24. Mai 2008, 20:18
Die Zacken sollten eigentlich nie oben oder unten anstehen. Das währe der Idealfall.

Mit der MP3 bitrate darfst du auch noch etwas raufgehen wenn man dem Spektralanalyzer glaubt. Dürften irgendwo zwischen 128 und 192 kbit sein. Wobei ich den Analyter vom Nero nicht wirklich gut einschätzen kann. (Wavelab User).

Ansonsten kannst ja mal ein File als .wav rüberschicken und ich mach dir mal ein ordentliches Mastering.

MfG Christoph
Franky666
Stammgast
#3 erstellt: 24. Mai 2008, 20:34


Die Zacken sollten eigentlich nie oben oder unten anstehen. Das währe der Idealfall.

stehen sie bei der "neuen" Version nicht. Wenn sie das tun würden, "hüpft" die Analyzer-Kurve hinetr den 16khz hoch, so wie das auf dem rechten Kanal des 1. Screenshot zu sehen ist.



Mit der MP3 bitrate darfst du auch noch etwas raufgehen wenn man dem Spektralanalyzer glaubt. Dürften irgendwo zwischen 128 und 192 kbit sein. Wobei ich den Analyter vom Nero nicht wirklich gut einschätzen kann. (Wavelab User).

mist, erwischt (LAME mit V3 fürn MP3-Player). (Memo an mich selbst: Aus dem Screenshot den Analyzer rausschneiden )



Ansonsten kannst ja mal ein File als .wav rüberschicken und ich mach dir mal ein ordentliches Mastering.


Danke für das Angebot, aber ich möchte es gerne selber üben.


[Beitrag von Franky666 am 24. Mai 2008, 20:35 bearbeitet]
Accuphase_Lover
Inventar
#4 erstellt: 24. Mai 2008, 22:10

Franky666 schrieb:
Hi Leute

Ich habe hier schon öfters gelesen, dass das Nachbearbeiten mit einem Kompressor nicht so gut sein soll.


Kommt ganz darauf an was man erreichen will, welche Musik man bearbeitet und welchen wie parametrisierten Kompressor / Masteringlimiter man verwendet !

Durch Kompression ebnet man die Dynamik ein und erhöht andererseits die empfundene Lautheit. Bei Dance-Tracks ist das für gewöhnlich kein Problem, wenn die Lautheit nur um ein paar dB erhöht wird oder man für Dynamik nichts übrig hat. Bei einigen Musikarten macht höherer Dynamik sowieso nur wenig Sinn. Allerdings verflacht der Klang mit zunehmender Kompression zusehens, weswegen man vorsichtig sein sollte, wenn man dynamikreiche Musik, meist akustischer Natur bearbeitet.
Kompression hat hier im Forum einen sehr schlechten Ruf - Stichwort "Loudness War / Race" ! Deswegen werden dir viele eher abraten.
Wobei ich hier selbst schon zur Kompressionsbeführwortungs-Fraktion zähle, und die Kompression meist verteidigen muß.

Aber nochmal, es kommt immer darauf an welche Musik man bearbeitet und wie man es macht.
Dance-orientierte Sachen bearbeite ich häufig nach (auch andere !), allerdings nicht mit Nero's Wave-Editor, sondern ebenfalls mit Wavelab + hochwertigen Plugins aus der Studioszene.



Franky666 schrieb:

Jetzt habe ich mich mit dem Thema Equalizer etwas mehr befasst, und gemerkt, dass man damit bessere, knackigere Ergebnisse bekommt, als durch Komprimieren. Hab einfach einzelne Frequenzen, die von den einzelnen Instrumenten stark bespielt sind, vorsichtig angehoben und es klang plötzlich alles viel klarer und rauschte weniger.

Vom Klang finde ich das mit dem Equalizer viel besser und irgendwie rhytmischer und kräftiger. Ist einfach cooler. Hab nämlich beide auf ein Lautstärkelevel gesetzt und mit AB-Vergleich verglichen.


Kompressor und EQ sind ja auch zwei vollkommen verschiedene Dinge die man nicht miteinander vergleichen kann.
Bei richtiger Bearbeitung kommt meist eine Kombination aus beidem zum Einsatz.
Daß ein im Frequenzgang beabeiteter Mix deutlich besser klingen kann ist vollkommen klar. Hier lässt sich eine Menge machen.



Franky666 schrieb:

kann ich die neue Aufnahme mit der "zackeligen" Amplituden-Kurve so belassen oder kann es Probleme geben, wenn man den Kompressor weglässt und somit der Pegel ständig variiert??? Ich wollte nämlich ganz gerne meine ganzen alten Aufnahmen neu mischen und dann so machen, dass kein Kompressor drin ist. Hab das mit dem Komprimieren bislang auf Empfehlung eines Bekannten gemacht, weil der meint, dass das so viel besser ist und auch besser für die Hardware.


Beim Nachbearbeiten besteht immer die Gefahr einer Übersteuerung, gerade bei EQ-Einsatz !
Auch erhöht sich mit zunehmender Kompression die Wahrscheinlichkeit von Intersample-Overs.
Hier sollte immer ein korrekt arbeitender Brickwall-Limiter zum Einsatz kommen !
Einen Headroom zu 0.0 dBFS zu lassen ist sinnvoll, alleine schon um die Wahrscheinlichkeit von Ringing-Effekten des DAC zu reduzieren.


Franky666 schrieb:

Die Loudnesswar-Geschichte verstehe ich irgendwie nicht so ganz, wenn ich mir das im Inetrnet so durchlese und anschaue, weil ich leg doch keine Lautstärke mit der Aufnahme fest, da ich ja mit dem Lautstärkeknopf von den Bxoen die Lautstärke einstellen kann, wie ich will.


Die subjektive empfundene Lautheit (Loudness, nicht Lautstärke. Hier muss unterschieden werden !) ist abhängig vom Effektivwert des Signals, d.h. nicht der Spitzenwert eines Signals entscheidet, sondern der RMS-Wert (RMS=Root Mean Square) !
Dieser wird durch Kompression nach "oben" verschoben, d.h. 0.0 dBFS weiter angenähert, woraus sich eine höhere Lautheitsempfindung ergibt.

Praktisches Beispiel :
Wir vergleichen zwei Tacks miteinander. Track A besitzt einen durchschnittlichen RMS-Level von -20 dBFS, Track B einen von -10dBFS.
Bei identischer Lautstärkereglerstellung (z.B. 10 Uhr) klingt Track B etwa doppelt so laut wie Track A !
Zumindest bei durchschnittlicher Lautheitsverteilung eines Normal-Tracks.

Soweit der Zusammenhang.




Grüße
chilman
Inventar
#5 erstellt: 24. Mai 2008, 22:48
du solltest dir mal ein paar tutorials/anleitungen zum mixen und mastern durchlesen.
es ist ja nicht so, dass kompressoren grundsätzlich was schlechtes sind, nur wenn man sie falsch einsetzt klingen sie schlecht.
EQ sind genauso wichtig, sollten aber eig. auch nicht nur alleine eingesetzt werden.
evt. könntest du auch noch etwas reverb gebrauchen.

wichtig ist, dass man die effekte zielgerichtet und dosiert einsetzt, es bringt nix einfach überall nen kompressor drüberzuprügeln, nur weil man mal irgendwo gehört hat, dass das wichtig sei.

ich weiss jetzt natürlich nicht genau, was du vor hast und welches ausgangsmaterial du hast.

hier gibts zb. verschiedene tutorials, weiss jetzt abe rnicht genau wie gut die sind, ich war nur vorhin per zufall auf der seite, vll. bringt es dir ja etwas.
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