weiß jemanden einen einfachen Schaltplan

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Gelscht
Gelöscht
#1 erstellt: 19. Mai 2008, 23:01
weiß jemanden einen einfachen Schaltplan?

Es soll ein Wechselrichter werden, 12V auf ca 220V,
aber nicht 50hz, sondern 10-20 khz? Und Verwendung eines Ferrittrafos
mit wenig Windungen und evtl 2 mosfet als Powertransistoren?
kore
Stammgast
#2 erstellt: 20. Mai 2008, 00:07
es gibt 2 möglichkeiten

1) du hast das mit den frequenzen nicht verstanden (diese 10-20kHz beziehen sich auf die zwischenkreisfrequenz des hochsetzstellers und dann wird mit 50Hz eine art sinus erzeugt.

2) du willst echt 220V @ 20kHz, dann wäre die frage, wie viel strom willst du da abnehmen ?

und nur mal so gefragt, welche gerätschaften willst du denn da anschliessen ? ich schätze mal normale haushaltsgeräte ? dann wäre es quatsch da was selbst zu bauen. kauf dir was gescheites. denn wer keine ahnung von der materie hat, der sollte von solchen geräten besser die finger lassen. da gehört schon erfahrung dazu einen wechselrichter zu bauen. ich weiss das vom kollegen, der sowas schon etliche zeit macht, da er ne solaranlage hat und da das ein und andere mit wechselrichtern zu tun hat. nee was ist da schon viel um die ohren geflogen weil die induktivitäten uns nen strich durch die rechnung gemacht haben. glühlampen und lichterketten kannste damit betreiben. die sind ohmsche verbraucher. elektronisches - besser nicht anschliessen.

aber nun lass mal hören, was du eigentlcih willst

liebe grüße
Gelscht
Gelöscht
#3 erstellt: 20. Mai 2008, 06:51
hm, ich will am Ende Gleichstrom, ca 100 Watt.
Habe auch schon was aufgebaut, es funktioniert
bereits, aber unstabil. Manchmal sehr gut, manchmal
läßt die Leistung nach und die FETs werden heiß,
oder brennen durch usw.
Gelscht
Gelöscht
#4 erstellt: 20. Mai 2008, 07:39
forty-two
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 20. Mai 2008, 10:06
Semi-Off-Topic: Wow, wozu brauchst du denn 220V-GLEICHSPANNUNG?
kore
Stammgast
#6 erstellt: 21. Mai 2008, 11:48
also das schaltprinzip ist schon mal klar.

die frage nach 220V gleichspannung ist mir auch noch schleierhaft, aber ich hätte da auch ne anwendung für schon im auge.. allerdings bräuchte es da nur geringfügig mehr spannung. thema. studioblitzgeräte im portablen bereich. die studioblitze, die ich mal gesehen habe, hatte auch nur einen 230VAC anschluss und haben dann intern auch nur wieder runter auf ihre spannungen gewandelt. geht man da mit einem schlechten wechselrichter (das sind die die aus einer gleichspannung eine wechselspannung machen, deswegen auch WECHSELRICHTER) ran, der keinen echten sinus erzeugt, hauts dahinterliegende elektronik ausm leben.

wenn man genau weiss, dass im gerät keine negativen spannungen erzeugt werden, dann kann man allerdings auch mit gleichspannung ran. der strom geht dann halt im einfachsten falle nur noch über zwei dioden im brückengleichrichter. geht auch.

was für ne kapazität haben denn die fets ?
sind die bei den frequenzen evtl überfordert ?
sind die für diese frequenzen ausgelegt ?
fets kühlen bringt das was ?

wenn du mit induktivitäten zu tun hast, dann bau zum schutz der fets noch mal extra eine schutzdiode ein (schnellschaltende shottky dioden)

bei nem motor den ich mal angesteuert hab, haben ich auch shottky diode parallel zum schalter eingesetzt und dann wurden die nicht mehr so warm.
Gelscht
Gelöscht
#7 erstellt: 21. Mai 2008, 17:20
Für ein Röhrenautoradio ist das Ganze.
Die fets bleiben ziemlich kalt, wenn richtig angesteuert, da sie ja nur schalten und nicht arbeiten. Die Ansteuerung
ist aber manchmal zu schwach, oder die Frequenz driftet. Dann werden sie in Sekunden heiß und Ende. Die Schaltung
hab ich mir selbst ausgedacht, das ist wohl der Fehler.
kore
Stammgast
#8 erstellt: 21. Mai 2008, 19:51
asoo röhre.. da gibts doch einfachere sachen.. grade auch mit selbsthochregelnde. irgendwas mal gelesen. schau mal hier, da gibts fertige platinen/konzepte. mal dort nachfraghen, mit welchen spannungen die arbeiten...

http://www.derplatin...c916637d9af74147a156
Gelscht
Gelöscht
#9 erstellt: 21. Mai 2008, 20:04
thanx für den link, aber die haben nichts dergleichen.
killmaster
Stammgast
#10 erstellt: 26. Mai 2008, 12:40
Hi,

ein wichtiger TIPP. Ich sehe vom Schaltplan ab, das du keine Regelung hast.
Der DC/DC darf ein max. Tastverhältnis von ca. 95 % haben. Sonst hast du Querströme, evt. die derzeitigen Probleme.

Außerdem ein und das selbe potential. Du musst hier auf die Wickelrichtung achten.´

Das Kernmaterial sollte ungefähr mit der max. Freuqenz hinhauen, sonst wird der Kern warm.

Gruß
krachkiste
Stammgast
#11 erstellt: 26. Mai 2008, 17:39
Warum eigentlich die Ansteuerung der FETs über noch nen Trafo?

Ich würde vielleicht höchstens den BDs noch nen "entlade-Widerstand" über die BE-Strecke spendieren, aber ob das wirklich was bringt hab ich noch nicht eindeutig eroiert. Vielleicht ist das auch Unsinn meinerseits.

Was sind das für FETs?

470mF mit 110V? Hast du soviel Platz ?

Tastverhältnis sollte ja bei dem Oszillator 50% sein.

PS: Versuch doch mal je 10kOhm parallel zu den 10nF zu schalten.
In der Simulation hat das mit 10nF alleine nicht funktioniert, weil der nachfolgende BC dann nicht mehr richtig angesteuert wird, weil sich der Kondensator auf |12V-1.3V| auflädt und dann dem BC nur noch -10.7 und +1.3V anbietet (so grob, dass er halt nicht mehr durchschaltet).


[Beitrag von krachkiste am 26. Mai 2008, 22:46 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#12 erstellt: 09. Jun 2008, 15:57
Der 2te Trafo war deswegen, damit auch die Minus-Gate
generiert wird, zum Sperren dachte ich?

Hab auch mal eine supereinfache Schaltung probiert.
Aber auch schlecht.
Die Spulen haben nur 5 - 10 Wdg.

http://freenet-homepage.de/datapics/schalttt.jpg

Gibts nichts besseres?
krachkiste
Stammgast
#13 erstellt: 09. Jun 2008, 16:34
MinusGate brauchts meiner Erfahrung nach eigentlich nicht.

Sollen denn die BDs nicht ganz durchschalten, oder warum die Ankopplung des Oszis über Kondensator? Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das so die FETs gescheit treibt.
Zumal eine direkte Treiberstufe bei der Schaltung überhaupt kein Problem ist, und in meinen Augen auch am naheliegensten wäre.
Gelscht
Gelöscht
#14 erstellt: 09. Jun 2008, 16:54
wie könnte so eine direkte Treiberstufe aussehen?
Schaltplänchen? Achja: HF-muß es sein.
krachkiste
Stammgast
#15 erstellt: 09. Jun 2008, 17:44
So zum Beispiel

Arbeitest du immer noch mit 50kHz? Dann sollte das überhaupt kein Problem sein.

Der Schaltung würde ich mal so 200kHz schaltspeed locker bescheinigen, ohne dass man sich das genauer anschauen muss. Darüber muss man nochmal nen Blick drauf werfen.
Gelscht
Gelöscht
#16 erstellt: 09. Jun 2008, 18:29
hm ich probiers aus.
krachkiste
Stammgast
#17 erstellt: 15. Jun 2008, 16:54
Sagt mal, kann das sein, dass dieses Konzept aus Beitrag #4 eigentlich gar nicht funktionieren kann?!

Denn, wenn das Tastverhältnis auch nur infinitesimal von 1:1 abweicht driftet doch der Primär-Wicklungs-Strom wüst durch die Gegend, weil er nicht haargenau kompensiert wird, also im Zweifelsfalle bis 12V/(R_FET + R_I), was bei R_ges = 1 Ohm ja schon 12A wären.

Ich würde dementsprechend empfehlen, einen der FETs durch eine starke Schottky-Diode zu ersetzen, und entsprechend nur den einen übrigen FET anzusteuern (vorzugsweise mit einem Direkttreiber wie aus #15)

Oder hab ich noch was entscheidendes übersehen...

Ich wollte eigentlich eine Quelle von http://schmidt-walter.eit.h-da.de/ (->Vorlesung ->Durchflusswandler) zitieren, aber deren Server ist grad offline, sodass ich nicht direkt an den Link rankomme.

Weiterhin viel Erfolg!

PS: Klick


[Beitrag von krachkiste am 16. Jun 2008, 13:58 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#18 erstellt: 17. Jun 2008, 18:37
Alles sehr theoretisch, bitte praxistauglichen supereinfacher Schaltplan?
Habe jetzt http://freenet-homepage.de/datapics/schalttt.jpg hier weitergespielt.
Anstatt dem heißen R hab ich einfach die Röhrenheizung vom Radio als ohmsche Last drangehängt.
Mit manchen Mosfets gehts, mit anderen nein, einige brennen gleich durch.
Den C hab ich durch einen Elko 47yF ersetzt.
Und den 3,3nF durch einen 1yF.
Immerhin ca 30 Watt (Glühbirne drangehängt zum Test)
krachkiste
Stammgast
#19 erstellt: 17. Jun 2008, 22:07
"Nichts ist praktischer als eine gute Theorie"! (Autor unbekannt)

So theoretisch ist das gar nicht was da steht, und theoretisch bedingt ja auch nicht zwangsläufig fehlende Praxistauglichkeit.

Also, bei diesem letzten selbstoszillierenden Ding gefällt mir als allererstes schonmal wieder nicht, dass das Gate nicht auf Masse bezogen wird, durch einen Widerstand. Vielleicht 100k, hauptsache mal Massebezug, später vielleicht auch weniger ausprobieren. Hast du den Plan irgendwo aus dem Netz?

Wozu sollen diese 2 Ohm überhaupt gut sein? Kann mir kaum vorstellen, dass die zur Funktion ernsthaft was beitragen, außer vielleicht zur Leitungsentstörung, da wär aber ne Drossel eher Zielführend.

Ich verstehe nicht ganz was du willst, du hast doch die Schaltung aus #4 schon gebaut. Du brauchst z.B. lediglich einen FET durch eine Diode austauschen, oder einfach eines der Gates auf Masse löten, da der FET ja selber schon eine in der DS-Strecke hat, ausprobieren und sehen obs geht, vielleicht dann den anderen FET zur diode umfunktionieren. Wie praxistauglich das dann ist, wird sich zeigen, aber wahrscheinlich praxistauglicher als vorher.
Oder ist diese Schaltung noch nicht "einfach" genug?

Außerdem wären Snubber bei deinen Schaltungen generell auch nicht schlecht, um die FETs zu entlasten...
killmaster
Stammgast
#20 erstellt: 18. Jun 2008, 00:05
Ich glaube die 2 ohm am Anfang, geben beim Anlauf ihren sinn. Ansonsten SINNlos!

Das Problem, bei diesem 5 Teile experiment, die Fets schalten sich selbst ein, ist die Rampe durch Cx hochgenug, fängt der eine Fet zu schalten, Nachteil, sehr Temperaturabhängig. Die Vgs Spannung schwankt die ganze zeit hin und her. Nix schönes

Mein Vorschlag, einen ganz einfachen Lowcost Impulsgeber,
der besteht aus NE555 und ein paar widerständen sowie Kondens. wirklich einfach, damit steuerst du die Fets an.
Ich kann morgen mal ein Plan geben.
Gruß
Gelscht
Gelöscht
#21 erstellt: 18. Jun 2008, 20:44
Der Plan ist selbst-ausgedacht-ausprobiert.

NE555? Ich hasse kleine Käfer. Arachno-phobie haha.

Habe in der 5-Teile Schaltung auch mal 1 Ohm und 0,5 Ohm probiert, Die Leistung steigt an (Birne brennt heller).


Gar kein R geht nicht, FET-Exitus.
krachkiste
Stammgast
#22 erstellt: 19. Jun 2008, 00:30
Ich sag nur Massebezug.
Wenn der FET dann immernoch abraucht kann man ja mal weiter sehen.
Gelscht
Gelöscht
#23 erstellt: 19. Jun 2008, 13:21
mit 100k sofort aus, auch bei 2M sofort aus... hm
krachkiste
Stammgast
#24 erstellt: 19. Jun 2008, 14:19
und wenn du dann die 2 ohm noch weglässt (die heißwerdenden), gehts dann auch immer noch sofort aus...?

Und die Ansteuerwicklung verstärken (bessere kopplung, mehr windungen)?

Und wenn du die 2 MOhm nicht auf Masse beziehst sondern über einen Spannungsteiler auf eine einstellbare Vorspannung in der gegend von 3 oder 5 Volt?
Zweck0r
Moderator
#25 erstellt: 22. Jun 2008, 19:05
Was mir so spontan auffällt:

1. Keine Dioden über S/D zum Ableiten der Induktionsspannung. Sind die in den FETs schon eingebaut ?
2. Die Eintaktversion produziert eine asymmetrische Schwingung. Der Spannungsverdoppler ist da sinnlos, weil eine Spannung höher ist als die andere.
3. Hast Du die Schaltvorgänge mit dem Oszilloskop überprüft, z.B auf sich überlappende Einschaltphasen ? Blindes Herumprobieren wird wenig Sinn haben, fürchte ich.
4. Sind die Dioden für Schaltregler geeignete Typen ?

Grüße,

Zweck
krachkiste
Stammgast
#26 erstellt: 22. Jun 2008, 19:53

1. Keine Dioden über S/D zum Ableiten der Induktionsspannung. Sind die in den FETs schon eingebaut ?


Ja, ist normal üblich, das die eine drinn haben. Man müsste sich eher anstrengen welche ohne zu finden.
Gelscht
Gelöscht
#27 erstellt: 22. Jun 2008, 22:18
Der FET ist der IRLIZ24N.
In der Therorieschaltung von Krachkiste war die
"Entleerungsdiode" an einer gegensinnig gewickelten Spule?

Ich denke die Schaltung oszilliert nicht wirklich,
sie takert eher den Elko leer, sobald eine bestimmte
Ladespannung erreicht ist. Am Widerstand fallen immer
ca 3,7 Volt ab, egal ob 0,5 Ohm, 1 Ohm, 2 Ohm.
Tatsächlich läd der eine Elko etwas mehr auf als der
andere, ca 50% mehr Volt bei Glühbirnenlast.
krachkiste
Stammgast
#28 erstellt: 22. Jun 2008, 23:56
Das mit den 3.7V ist allerdings merkwürdig...

Die "Theorieschaltung" (in keinster weise theoretisch, sondern praktische Realität) ist primärseitig exakt deine Schaltung aus #4 (!), bis auf eine Diode und ein FET statt zwei FETs. Sie sollte die kleinen Feinheiten aufzeigen, auf die man achten muss, damit die Schaltung aus #4 sicher funktionieren kann.
Mit der selbstoszilierenden Schaltung hat das nichts zu tun.



In der Therorieschaltung von Krachkiste war die
"Entleerungsdiode" an einer gegensinnig gewickelten Spule?

Ja, gegensinnig gewickelte Trafowicklung. Wie bei einer normalen Röhren Push-Pull-Stufe, und genau wie in deiner ersten Schaltung.

PS:
Bei der neuen Schaltung hast du dich aber vermalt, oder?


[Beitrag von krachkiste am 23. Jun 2008, 00:15 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#29 erstellt: 23. Jun 2008, 02:42
ja, die neue Schaltung ist
habs grad gelöscht. Versuch macht kluch.
3,7 Volt ist in etwa die Schaltspannung der meisten FET,
Die Betriebspannung pendelt
(gebremst durch den Lastwiderstand = bei mir die Röhrenheizung)
genau um diesen Wert.

Wird der Ferritkern nicht durch die Trafosekundärseite
entmagnetisiert? Und Zweck0r hatte ja gedacht, daß
die Spule durch eine Schutzdiode innen im FET
entmagnetisiert wird?
Übrigens mein Trafo hat nur 6 Windungen primär.
krachkiste
Stammgast
#30 erstellt: 23. Jun 2008, 18:20

Und Zweck0r hatte ja gedacht, daß
die Spule durch eine Schutzdiode innen im FET
entmagnetisiert wird?


Die Diode leitet nur in einer Richtung. Der FET leitet nur wenn er ausgeschaltet ist nur in einer Richtung. Wenn er aber eingeschaltet ist, leitet er immer. Das ist das Problem: Wenn nämlich der Strom durch die Primärwicklung null wird, sperrt die Diode und der strom bleibt null, der FET hingegen leitet aber weiterhin, denn er ist ja durchgeschaltet, sodass der Strom in der entgegengesetzten Richtung wieder ansteigt. So kommt nach jedem Schaltzyklus ein gewisses delta an Strom zu dem vorherigen Strom dazu. Die Folge, der Strom durch die Primärwicklungen driftet davon.
Mit der Diode hingegen wird der Strom durch die Primärwicklung immer wieder auf null zurückgesetzt, natürlich solange die Auszeit (der eine(!) FET ist Leerlauf) länger ist als die Anzeit.


Wird der Ferritkern nicht durch die Trafosekundärseite
entmagnetisiert?


Das Problem ist eher, dass (siehe oben) er durch die Primärseite immer weiter aufmagnetisiert wird, ohne das die Sekundärseite was davon hat.


Übrigens mein Trafo hat nur 6 Windungen primär.


Was hat dein Kern für nen AL-Wert? Was ist das für ein Kern (EI... etc.)? 6 Windungen klingt eigentlich erstmal recht wenig, aber wenn ich drüber nachdenke, bedeutet das, dass du Sekundärseitig ungefär 70wnd hast, so über den Daumen gepeilt.

Bei einem AL von 10µH hättest du eine Primär-Induktivität von 360µH.
u = L * (d/dt)*i => (d/dt)*i = u/L = 12/360µ = 33kA/s
bei einer Einschalt-Dauer von 10µs (50kHz) also
33kA/s*10µs = 0.33A.
Das ist der maximale Momentanstrom. Nach dem der Zeitverlauf des Stroms aber dreiecksförmig ist, ist der Durchschnittsstrom nur die Hälfte davon, also 0.17A.

Auch wenn das eine etwas große und grobe (daher vielleicht auch falsche) Abschätzung für die Primärinduktivität ist, und somit der Durchschnittsstrom noch etwas größer sein könnte, bräuchtest du ja ca. 100W/12V=8.3A. Das ist ein Faktor 50!

Vorerst würde ich sagen, zum probieren lass es lieber so, ist erstmal sicherer. Wenns dann mal sicher läuft kannst du ja noch an der maximalen Leistung arbeiten.
Gelscht
Gelöscht
#31 erstellt: 24. Jun 2008, 12:57
Mein Trafo ist der gelbe Trafo aus einem Computernetzteil.
Die Wickeldaten weiß ich, da ich mal einen baugleichen Trafo abgewickelt habe. Der Kern ist Ferrit.
Ist diese Diode eigentlich eine Z-diode?
krachkiste
Stammgast
#32 erstellt: 24. Jun 2008, 15:48

Mein Trafo ist der gelbe Trafo aus einem Computernetzteil.

Ok, dann würde ich an dem auch erstmal nicht drann rumschrauben...


Der Kern ist Ferrit.

Ferrit ist nicht gleich Ferrit. Es gibt da verschiedene Materialien mit unterschliedlichen Eigenschaften. N27 oder N87 sind z.B. recht häufig.

Die Bauform und das Material bestimmen den AL-Wert. Dieser ist maximal wenn der Kern keinen Luftspalt hat (wie es bei dir sein sollte, aber vielleicht nicht ist, je nach dem was für eine SNT-Topologie in dem PC-Netzteil mit diesem Trafo realisiert wurde) und verringert sich mit zunehmendem Luftspalt.

Das jetzt bei einem bereits gewickelten Trafo genau auseinander zu sezieren macht erstmal keinen Sinn.

Aber du könntest ja mal den Trafo komplett ausbauen, so dass alle Wicklungen leerlaufen und über einer der beiden Primärwicklungen die Induktivität messen, ich hoffe du weißt, wie das geht.
Das gibt dann eine recht gute Schätzung der Hauptinduktivität, mit deren Kenntnis man dann deine Schaltung dimensionieren kann.


Ist diese Diode eigentlich eine Z-diode?

Das habe ich doch schon geschrieben, und das steht bestimmt auch in dem von dir so verhassten theoretischen Pampflet drinn, das ich hier verlinkt hatte.

Es ist auf keinen Fall eine Zener-Diode. Idealerweise nimmt man dafür eine Schottky-Diode die für den Strom gebaut ist. z.B. eine MBR20100. Die Hält 10A vorwärtsstrom und 100V Sperrspannung aus. Die beiden Anoden einfach zusammenlöten (Dadurch verdoppelt sich nicht der Maximalstrom, da der Strom hauptsächlich nur durch die Diode mit der geringeren Vorwärtseinsetzspannung fließt).

Der Witz, warum man eine Schottkydiode nimmt, ist:
Ihre geringere Vorwärtseinsetzspannung -> geringere Verluste
und ihr schnelles Schaltverhalten.
Eine Diode wie die 1n400x wäre z.B. viel zu langsam, selbst wenn sie den Strom abkönnte.

Für evtle Überspannung (ich dachte, vielleicht kommst du deswegen auf die Zenerdiode) durch die Entladung der Streuinduktivitäten baut man sog. Snubber, die auch in dem Pampflet behandelt werden.


[Beitrag von krachkiste am 24. Jun 2008, 16:09 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#33 erstellt: 24. Jun 2008, 23:06
neuer Schaltplan neues Glück:
http://freenet-homepage.de/datapics/schallll.jpg
danke an Krachkiste, deine Tips sind gut.
Der Aufbau lief lange im Test, bei erträglich heißem Kühlkörper.
Die Leistung war erstaunlich hoch. ca 10 Ampere Stromaufnahme!
Aber mehrmals an-aus hat dann doch zum FET-Tod geführt.
Ich denke vielleicht mal ein kleines Relais, das die Gates
beim Ausschalten an Masse legt und beim Einschalten wieder freigibt?
krachkiste
Stammgast
#34 erstellt: 24. Jun 2008, 23:57
Cool! Freut mich das es doch so gut geht. Man weiß ja nie genau was die Realität noch für einen bereit hält, um einem einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Du hast ja jetzt schon 120W. Müsste also langen. Nur überleben muss es noch, richtig? Leuchtete die Lampe eigentlich auch so hell wie 120W? Sonst müsstest du überlegen, ob du wegen Spannungsspitzen mist gemessen hast?

Was passiert, wenn du einen FET nur als Diode betreibst, also sein Gate abklemmst und es gegen Masse legst?
Ich habe die Vermutung, dass beim Einschalten beide FETs gleichzeitig einschalten, weil der Oszi erst anlaufen muss, bevor einer wieder ausgeschalten würde.
Wobei der andere nat. immer noch durchgeschalten wird, bis der Oszi läuft. Hm, wenn also nur einer abraucht wüssten wir schonmal etwas mehr...

Die Verlustleistung an der DS-Diode des nicht angesteuerten FETs könnte nach dieser Maßnahme laut Datenblatt des IRLIZ24N sogar die gleiche sein, im Nennbetrieb mit 10A. Obwohl ich rein intuitiv eher mit einem gewissen Anstieg rechnen würde.

Mit einer richtigen Schottkydiode könntest du also sogar noch was reißen und hast noch weniger Aufwand und Verlust. Aber das sind noch ungelegte Eier

Wenns dann immer noch abraucht mit dem "DiodenFET" nach mehrmaligem Ein und Ausschalten, würde ich mich ernsthaft mit Snubbern beschäftigen, und sehen ob die "Induktions"-Spitzen wärend des Betriebs den FETs zu schaffen machen, und dann nach gewisser Zeit, die ja zufällig nach dreimal Einschalten um sein könnte, einfach Sense ist, und ihm der Einschaltstrom den Todesstoß versetzt.

Hast du die FETs eigentlich bei dir gehortet?
Gelscht
Gelöscht
#35 erstellt: 25. Jun 2008, 06:00
ja. habe 1000St IRLIZ24N im ibäi-USA gesteigert. ($ ist niedrig).
Der Trafo hat noch 2 andere Abgriffe, so könnte man die
Leistung wieder reduzieren. (Ist schon fast zuviel.)
Man kann ja auch noch die 12 Volt Batteriespannung mit dazunehmen?
Die Birne hat tüchtig geleuchtet, heller als Steckdosenbetrieb und
der IRLIZ24N ist ja auch nur mit 26Watt angegeben.
Oder an der Frequenz rumspielen? Oder die Relaisidee,
eine Fernbedienung wollte ich eh... oder die Schottkydiode.
krachkiste
Stammgast
#36 erstellt: 25. Jun 2008, 10:46

ja. habe 1000St IRLIZ24N im ibäi-USA gesteigert. ($ ist niedrig).

OK


Der Trafo hat noch 2 andere Abgriffe, so könnte man die
Leistung wieder reduzieren. (Ist schon fast zuviel.)

Naja, wenn dein Röhrenradio mit der Spannung klarkommt, würds ja passen. Weil Leistung ziehts ja nur so viel wies braucht.
Es gibt ja wahrscheinlich nur die Möglichkeit 5V und 12V weil PC NT. Je nach dem wo du grade drann bist wird sich die Ausgangsspannung wohl entweder ungefähr verdoppeln oder halbieren.

Man kann ja auch noch die 12 Volt Batteriespannung mit dazunehmen?

Da muss ich passen, hab keinen Plan was du damit meinen könntest.

Die Birne hat tüchtig geleuchtet, heller als Steckdosenbetrieb

ok dann sind die 270V plausibel, sah auf dem bild ein bischen müde aus


und
der IRLIZ24N ist ja auch nur mit 26Watt angegeben.

Naja du hast aber auch nur 10W verlust pro FET im Moment.


Oder an der Frequenz rumspielen? Oder die Relaisidee,
eine Fernbedienung wollte ich eh... oder die Schottkydiode.

Ich würd sagen erstmal sehen was bei Gate gegen Masse passiert, dann brauchst du erstmal keine SchottkyDiode besorgen, kostet ja zeit und geld...
Vor allem würde mich auch persönlich interessieren, was dann passiert, wenn man das so macht mit der Diode.
Dann Snubber, und dann kann man noch mit der Frequenz rumspielen.

Man könnte auch versuchen die 560 Ohm beim Treiber nicht direkt an Plus zu hängen, sondern mit einer Kombination aus RC und Transistor erst verzögert aber dann möglichst plötzlich an Plus zu legen.
Dazu würde ich heute Abend einen kleinen Plan einstellen, wie ich das meine...

Über die Vorgänge beim Ausschalten könnte man sich auch noch gedanken machen. Da sinkt ja die Spannung langsam ab und damit auch die Einschaltspannung am Gate, sodass der FET nicht mehr richtig durchschaltet und dann durchbrennt.
Gelscht
Gelöscht
#37 erstellt: 25. Jun 2008, 15:54
Über den 560 Ohm habe ich auch nachgedacht, aber eher so:
die 560 Ohm statt an plus an Masse legen. Und den Vorverstärkertransistor (der mit den 12k + 1,5k)
einen PNP statt einen NPN. Dann die Treibertransistoren über Si-Diode
aus einem Elko versorgt. Mit etwas Glück bleibt dann der
Treiber PNP nach dem Ausschalten des Oszillators noch 1-2 Sekunden
durchgeschaltet, was dann den FET abschaltet / löscht. Könnte Sinn machen.
krachkiste
Stammgast
#38 erstellt: 25. Jun 2008, 18:11
Meinst du den PNP dann als Emiterfolger?
Dann wäre aber die minimale GS-Spannung schon 1.4V, da wirds langsam kritisch. Außerdem gibts du den Vorteil einer Zwischenerstärkung auf, der darin besteht, die Flanken zu verkürzen, und damit die Umschaltzeiten, was sich auf die Verluste im FET auswirkt.

Wenn nicht Emiterfolger ist es dasselbe wie vorher mit NPN. Außer, dass du den kräftigen Pull-Down für einen Widerstand aufgibst.

Mein Vorschlagplan kommt in Bälde, ich muss nur vorher noch was erledigen...
Gelscht
Gelöscht
#39 erstellt: 25. Jun 2008, 19:34
hm, habe inzwischen die 12 Volt-Windung angeklemmt mit neuen Fets. Keinerlei Fet-Tod mehr, auch bei 30 x An-Aus.
Kühlörper wird nur handwarm und ca 190 Volt bei 100 Watt Birne = ca 75 Watt.

Des Rätsels Lösung eventuell: In der ersten Version konnte
in den unbenutzen 12 Volt-deadends die HF schwingen wie in einem Dipol. Man hätte den deadend-Spulen etwas zu tun geben müssen oder sie irgendwie dämpfen müssen.
In der neuen Version ists aber egal, so wie es jetzt geschaltet ist, hat jede Spule eine Aufgabe.
krachkiste
Stammgast
#40 erstellt: 25. Jun 2008, 20:15
OK, na dann... spar ich mir den Plan.

Die Ergebnisse eines Dauertests würden mich interessieren.
Was passiert, wenn du noch ne Lampe dranhängst, dass es wieder 120W sind, um zu sehen ob es vielleicht an der Leistung lag?

PS: Ach ja, und was passiert, wenn du nur wenig Leistung ziehst? Vielleicht 10W.


[Beitrag von krachkiste am 25. Jun 2008, 20:17 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#41 erstellt: 25. Jun 2008, 22:59
habe ein paar Stunden durchlaufen lassen
und habe auch Leerlauf probiert,
dann geht die Spannung auf 350 Volt
gemessen an den Elkos-Spannungsverdoppler)
aber kein Defekt (bis jetzt).
Suche:
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