Frage zu Y-Kabel Miniklinke--2xCinch

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hifi-stefan
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Jan 2018, 01:42
Hallo,

ich wollte mir gerne ein etwas besseres Audiokabel zum Anschluss eines Audioplayers (Stereo-Miniklinke) an einen Kopfhörerverstärker (2xCinch) kaufen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die beiden signalführenden Leitungen in dem Kabel mit dem Klinkenstecker offenbar innerhalb einer gemeinsamen Abschirmung verlaufen. Siehe z.B. die Bilder dieser beiden Exemplare (jeweils in der Mitte der Seite):

https://www.amazon.de/dp/B01KG432UO/


https://www.amazon.de/dp/B00LM2Y2U4/


Ist das nicht eigentlich ausgesprochen "suboptimal"? Denn dadurch entsteht doch ein Crosstalk zwischen linkem und rechtem Kanal! Anscheinend sind alle "hochwertigeren" Kabel so aufgebaut, während bei den billigen Kabeln mit Plastiksteckern und ohne vergoldete Kontakte etc. separate abgeschirmte Leitungen verwendet werden, z.B.:



Wie denkt Ihr darüber...?

Gruß,
Stefan
Uwe_Mettmann
Inventar
#2 erstellt: 04. Jan 2018, 05:36
Hallo Stefan,

schön ist das nicht, aber in den meisten Fällen wird man das Übersprechen nicht bemerken.

Viel problematischer ist der Massekontakt der Cinchstecker, denn der ist nicht geschlitzt. Passt der Durchmesser nicht zu 100% zum Cinchbuchse, gibt es keinen zuverlässigen Kontakt, und dass er zu 100% passt, ist unwahrscheinlich.


Gruß

Uwe
hifi-stefan
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 04. Jan 2018, 15:19
Hi Uwe,

> schön ist das nicht, aber in den meisten Fällen wird man das Übersprechen nicht bemerken.

Hmm, mag sein - insbesondere wenn man crossfeed etc. verwendet - aber es ist doch widersinnig: Da wird bei der Elektronik ein immenser Aufwand betrieben, das Übersprechen so gering wie möglich zu halten, und dann findet man nur solche Kabel... Andere scheint es - zumindest bei amazon.de - nicht zu geben (abgesehen von den ganz billigen aus Plastik und Blech).

Bei amazon.com habe ich eins mit getrennten Leitungen gefunden (Link) - und da haben die Cinch-Stecker "sogar" Schlitze... (dass die beiden in meinem ersten Posting keine hatten, war mir noch gar nicht aufgefallen, aber Du hast recht - die Dinger sind ja eine totale Fehlkonstruktion).

Ich war gestern noch beim MediaMarkt gucken - auch da hatten selbst Kabel für über 30 Euro nur 1 gemeinsame Leitung - wahrscheinlich auch nicht gegeneinander abgeschirmt. Auch Thomann hat nichts Vernünftiges.

Naja, dann werde ich wohl bei meinem einfachen Kabel von Belkin bleiben - das hat zwar nur eine einfache Abschirmung, sollte aber bei der niedrigen Ausgangsimpedanz des Players keine Rolle spielen. Immerhin hat es 2 separate Leitungen und vergoldete Kontakte...

Gruß,
Stefan
Meyersen
Stammgast
#4 erstellt: 04. Jan 2018, 19:47
Moin,

getrennte Leitung sind auf die relativ kurzen Entfernungen nicht von hörbarem Vorteil, und machen das Kabel mMn etwas "unhandlicher". Wenn es bisher keinerlei Probleme gab, kannst Du auch getrost bei dem vorhandenen Belkin-Kabel bleiben. Das von die ganz zuerst verlinkte Amazon-Kabel ist aber wirklich Mist, da die Cinch-Stecker keine Schlitze am Massekontakt haben.

Die hier: von DeleyCON nutze ich selbst seit längerer Zeit, u. A. im Vorführstudio zum Anschluss von iPad und Kundenhandys / Tablets. Würde ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Ein aus meiner Sicht großer Vorteil ist der etwas abgesetzte, längere Klinkenstecker, der auch durch eventuelle Tablet- oder Handyhüllen reicht. Kontakt bei Klinke immer sicher, Cinchstecker sitzen gut, aber nie brachial fest. Dazu gibt es eine gute Optik und durchaus brauchbare Haptik. Gibt es auch mit Winkel-Klinke, was ich für das iPad gut finde. Da steht seitlich nichts weit raus. Aus der Serie gibt es diverse Kabelarten und Adapter.

Gruß aus Königslutter

Kai
hifi-stefan
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 04. Jan 2018, 19:56
Hi Kai!

Das von Dir empfohlene Kabel sieht gut aus, aber wenn man dieser Rezension Glauben schenken darf, haben die Kabel gar keine Abschirmung. :-o Sachen gibt's...

Gruß,
Stefan
cr
Moderator
#6 erstellt: 04. Jan 2018, 20:19
Dir ist schon klar, dass du bei Musik keinen Unterschied hörst, ob die Kanaltrennung 50 oder 100dB ist?
hifi-stefan
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 04. Jan 2018, 22:23

cr (Beitrag #6) schrieb:
Dir ist schon klar, dass du bei Musik keinen Unterschied hörst, ob die Kanaltrennung 50 oder 100dB ist?


Unter der Annahme, dass 10 dB einer Verdoppelung der wahrgenommenen Lautstärke entspricht (Quelle), würde ich schon behaupten, dass man den Unterschied zwischen 1/32 und 1/1024 Übersprechen erkennen kann. Ob man das bewusst beim Musikhören mitbekommt, ist eine andere Frage, aber es geht ja auch ums Prinzip.
cr
Moderator
#8 erstellt: 04. Jan 2018, 22:31
Und wie hoch meinst du ist die Übersprechdämpfung zwischen zwei Mikrofonen bei einer Aufnahme?
Wie hoch ist die der Schallplatte bei 100Hz, 1000 Hz und 10.000 Hz?

PS: Ich weiß, was ein dB bedeutet
Und zwar nicht nur nur am Papier als 20 bzw. 10 log eines Verhältnisses, sondern auch in der Praxis......

Im übrigen kann das jeder sehr einfach mit so einer Strippe selber testen, indem er Tonmaterial nur in einem Kanals ausgibt und schaut, was am anderen noch da ist (aber bitte den Test machen, wieviel nicht schon von der Quelle an Übersprechen kommt). Oder noch besser, an der Quelle nur einen Kanal anstecken und schauen, was dann noch am Verstärker ankommt, wobei man an diesen nur den anderen Kanal anschließen darf. Selbstverständlich ist dieser an seinem anderen offenen Ende mit einem Widerstand entspr. der Quellimpedanz abzuschließen, denn sonst brummt es.
Viel Spaß beim Testen.


[Beitrag von cr am 04. Jan 2018, 22:37 bearbeitet]
Meyersen
Stammgast
#9 erstellt: 05. Jan 2018, 02:50

hifi-stefan (Beitrag #5) schrieb:
Hi Kai!

Das von Dir empfohlene Kabel sieht gut aus, aber wenn man dieser Rezension Glauben schenken darf, haben die Kabel gar keine Abschirmung. :-o Sachen gibt's...

Gruß,
Stefan

Moin,

Dank der bisher einwandfreien, störungslosen Funktion hatte ich noch nicht die Idee, eines der Kabel zu schlachten. Das werde ich auch jetzt nicht tun. Die Kabel tun ja ihren Job...

Gruß

Kai
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