3-Wege Vollaktivsystem + Sub mit selbsteingestelltem DSP

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SvenAmend
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Nov 2017, 18:52
Hallo allerseits,

da mir dieses Forum bei meinen bisherigen Audiofragen sehr gut weitergeholfen hat und ich nun meinen ersten "größeren" Car-Hifi Einbau(passives 2-Wege Frontsystem inkl. Dämmung/HT- Ausrichtung u. HU- Wechsel) mit viel Spaß und Neugier durchgeführt habe, spiele ich nun mit dem Gedanken für ein anderes Fahrzeug einen komplexeren Einbau in Verbindung mit einem 3- Wege Vollaktivsystem u. Sub mit selbstabgestimmten DSP/Class-D Verstärker, wie z.B. dem Helix V EIGHT DSP, durchzuführen.

Dass dieses Vorhaben einiges an HiFi- Wissen erfordert und mit einem Defektrisiko im Falle von u.a. fehlerhaft eingestellten Trennfrequenzen etc., behfatet ist, ist mir durchaus bewusst. An der notwendigen Geduld für Recherchen, Einbau und das Einstellen würde es bei mir nicht scheitern.

Im Hinblick auf die DSP-Settings würde ich mich bei den Trennfrequenzen vorab an den Datenblättern/Messdiagrammen der Hersteller orientieren um schonmal die Arbeitsbereiche grob einteilen zu können. Bei der Flankensteilheit würde ich nochmal hier im Forum fragen, sobald ich mich für ein entsprechendes Frontsystem entschieden habe. Die restlichen Parameter wie u.a. LZK und Pegel würde ich gerne, falls möglich, selbst mit einem Laptop Messsoftware und Messmikrofon justieren.

Hat den Helix V EIGHT DSP schonmal jemand im Forum mit der Helixsoftware selbst eingestellt? Falls ja, sind hier Bugs in der Software aufgefallen, bzw. was gibt es beim Messmikrofon(Modell, Positierung) spezielles zu beachten?



Viele Grüße und Danke im Voraus
Sven
Car-Hifi
Inventar
#2 erstellt: 05. Nov 2017, 19:45
Tach auch,


SvenAmend (Beitrag #1) schrieb:
Im Hinblick auf die DSP-Settings würde ich mich bei den Trennfrequenzen vorab an den Datenblättern/Messdiagrammen der Hersteller orientieren um schonmal die Arbeitsbereiche grob einteilen zu können.

Das ist eine gute Idee. Als Orientierung kann auch die Angabe der Resonanzfrequenz (fs) der jeweiligen Chassis dienen. Denn bei der Resonanzfrequenz sollte kein Lautsprecher arbeiten. Als Fausformel kann man sagen: bei Tieftönern sollte der Hochpass bei 1,3 bis 1,5 der fs liegen, bei Hochtönern etwa bei 2,5 bis 3 fs. Für den Mitteltöner irgendwas dazwischen, je nach Größe des Mitteltöners. Mit mehr Erfahrung legt man die Grenzfrequenz anhand der Verzerrungen fest.


Bei der Flankensteilheit würde ich nochmal hier im Forum fragen, sobald ich mich für ein entsprechendes Frontsystem entschieden habe.

Mit dem Butterworth-Filter bei 12dB/Okt. macht man nicht viel verkehrt.


Die restlichen Parameter wie u.a. LZK und Pegel würde ich gerne, falls möglich, selbst mit einem Laptop Messsoftware und Messmikrofon justieren.

LZK kann man zum Anfang auch relativ gut mit einem Maßband ermitteln und mittels Gehör anpassen. Technisch gibt es auch Möglichkeiten, die aber nicht ganz so einfach sind. Den Pegel hingegen kann man sehr gut mithilfe der Software anpassen.


Falls ja, sind hier Bugs in der Software aufgefallen,

Die Software wird sehr regelmäßig überarbeitet. Deutliche Bugs sind mir nicht aufgefallen und ich habe auch noch nicht von ihnen gelesen.


bzw. was gibt es beim Messmikrofon(Modell, Positierung) spezielles zu beachten?

Das Mikrofon sollte möglichst linear messen. Sonst misst Du die Fehler des Mikros mit in die Anlage ein. Für die Position des Mikros gibt es verschiedene Ansätze. Die einen schwenken es vor der Nase, andere um den Kopf von einem Ohr zum anderen. Wieder andere befestigen das Mikro an der Kopfstütze - einige so, dass es an der Position der Nase misst, andere so, dass es an der Position mitten im Kopf misst. Ich las in einem anderen Forum sogar jemanden, der Mikrofone benutzt, die in das Ohr eingesetzt werden. Ich glaube, wenn man weiß was man tut, wenn man weiß was man einstellt und wie es sich auswirkt, ist die Methode egal.
zuckerbaecker
Inventar
#3 erstellt: 05. Nov 2017, 21:52

SvenAmend (Beitrag #1) schrieb:
einem 3- Wege Vollaktivsystem u. Sub mit selbstabgestimmten DSP/Class-D Verstärker, wie z.B. dem Helix V EIGHT DSP, durchzuführen.




Es heißt Aktiv

VOLL Aktiv gibts net.

Als Anfänger mit Null Ahnung kannst es eigentlich vergessen ein 3 Wege System einzustellen.
Viel zu komplex.


Vielleicht erst mal mit nem 2 Wege starten zum üben?

Im Netz findet man ab und an Anleitungen für Einsteiger.


http://www.kirchner-elektronik.de/~kirchner/AutoDSP.pdf


Einmessen - Neuauflage



Hallo zusammen,

es gibt schon einige, teilweise ältere Beiträge zum Thema Einmessen. Ich hab sie fast alle durchgelesen und auch schon einiges ausprobiert. Die Beiträge behandeln oft nur ein bestimmtes Meßsystem oder weichen von der Vorgehensweise erheblich voneinander ab. Andere Beiträge behandeln nur einen Teil der notwendigen Einstellungen. Ich möchte Euch meine Vorgehensweise schildern, mit der Bitte an die erfahrenen Einstellern unter Euch, die Vorgehensweise zu bewerten und bei Fehlern richtigzustellen.

Dafür schon mal

Mein Meßequipment:

- MacBook Air mit einer virtuellen Windows XP Maschine
- Behringer USB-Schnittstelle, die ohne Treiber auskommt
- Behringer ECM 8000 Mikrofon
- Hochwertiges Mikrofonkabel (Sommer)
- Liberty Praxis als Meß-Software

Mein DSP ist ein Bit Ten D, der digitale Informationen von einer JVC DVD-Unit bekommt. Die restliche Kette steht in meiner Signatur.

Meine Vorgehensweise:

1. Voreinstellungen

Alle Filter, EQ, LZK auf null, Pegel aller Kanäle auf -5 (damit ich Spielraum nach oben habe)

2. Filter

Aus Sicherheitsgründen (Chassis-Schutz) setze ich nur für die BB einen HP bei 100 Hz (24 db). Als erstes gleiche ich die Pegel grob ab. Dann messe ich alle Systeme einzeln und schaue mir an, wo sie sich "wohlfühlen". Bei den BB schaue ich, wann sie nach unten hin im Pegel deutlich abfallen. Das ist bei mir bei ca. 200 Hz der Fall. Es macht keinen Sinn, die BB unterhalb dieser Marke zu trennen, weil sie dann keine Energie mehr haben. Ein aufpushen mit dem EQ macht hier aus meiner Sicht auch wenig Sinn, sorgt nur für eine zusätzliche Belastung des Chassis. Dabei muss man natürlich immer im Auge behalten, wo die Resonanzfrequenz des Chassis laut Hersteller liegt und einen Sicherheitsabstand dazu halten. Im Fall meiner BB beträgt die Reso 100 Hz und mit einem entsprechend steilen Filter bin ich bei 200 Hz hart an der Grenze. Sehr hohe Pegel sind dann nicht mehr möglich. Danach messe ich die TT Fullrange und schaue, bei welcher Frequenz sie stark zappelig werden oder im Pegel stark abfallen. Aufgrund der Position der TT in meinem Auto kommen sie kaum über 200 Hz hinweg. Erst weiter oben kommen sie wieder auf Pegel. Also eine breitbandige Auslöschung. Von daher macht ein Transfer der TT in Dobos schon Sinn. In meinem Fall muss ich die BB also recht tief trennen. Ich habe verschiedene Trennfrequenzen zwischen 200-250 Hz ausprobiert, dabei auch unterschiedlich steil getrennt. Das beste Resultat habe ich bei einer Trennung der BB und TT jeweils bei 200 Hz / 18 db bekommen, die Phase der BB musste ich um 180 Grad drehen. Die abfallenden Flanken sehen bei der Messung gleich aus, eine Summen-Messung ergibt einen nahezu linearen Verlauf bei der Trennfrequenz und auch unmittelbar davor und dahinter! Das ist wichtig! Ich hatte vorher mit Filtern 2. Ordnung getrennt (BB und TT), bei der Übernahmefrequenz hatte ich den gleichen Pegel, aber kurz dahinter brach der Pegel minimal ein. Die abfallende Flanke des TT sah anderes aus (flacher), als die der BB. Man kann das auch hören, ein Rauschen ergibt ein etwas diffuses Signal. Somit hatte ich die optimale Trennfrequenzen für meinen Anwendungsfall gefunden. Den Subwoofer habe ich erst mal außen vor gelassen, darum kümmere ich mich ganz zum Schluss.

3. Laufzeit linke Seite

Ich war mir lange unschlüssig, ob ich erst entzerren oder erst die Laufzeit einstellen soll. Beides beeinflusst sich ja, wenn man die LZ nach Gehör einstellt. Ich muss mich dringend mal mit dem Messen der LZ auseinandersetzen, hab aber bis Sonntag (Finale) keine Zeit mehr dafür. Ich habe mich dazu entschlossen, zweigleisig zu fahren. Als erstes habe ich die Laufzeit der linken Seite zueinander eingestellt. Also li. BB zu li. TT. Damit ich das Signal des TT besser höre, habe ich ihn für diese Einstellung Fullrange laufen lassen. Danach wurde ein Rauschsignal (Pink Noise) in den Player geschoben. Durch das Verstellen der LZ des li. BB hab ich das Rauschen der beiden Lautsprecher in einen Punkt gebracht. Das Rauschen des TT wandert dabei nach oben oder unten. Irgendwann hört man, das das Rauschen nur noch aus einem Punkt kommt.

4. Entzerrung linke Seite

Nun erfolgte die Entzerrung der linken Seite. Ich habe erst mal die ganz groben Peaks abgesenkt und mich dann von unten nach oben durchgearbeitet. In der Nähe der Trennfrequenz immer mal wieder geschaut, ob nun der TT oder der BB mehr Einfluss auf das Absenken hat. Generell soll man den EQ in der Nähe der Übernahmefrequenz in Ruhe lassen, weil es die sauber eingestellte Phase (Punkt 2, Filter) wieder versaut. Ganz vermeiden konnte ich es nicht, dass ich kurz darunter (160 Hz) und kurz darüber (250 Hz) entzerren musste (bei 160 Hz viel zu laut, bei 250 Hz etwas zu laut). Zwischen 1 khz und 4 khz hab ich eine kleine Senke eingebaut, das mögen meine Ohren lieber. Zwischen dem Messen (übrigens mit Ohrschutz, damit ich zwischendurch auch mal mit Musik gegenhören kann und die Ohren durch das Rauschen nicht ermüden) hab ich immer mal wieder Musik gehört, um festzustellen, ob ich vom Trend her richtig liege. Eine Feineinstellung mit den Ohren erfolgt dann noch ganz zum Schluss, wenn beide Seiten eingemessen sind und (nahezu) gleich laufen.

5. Laufzeit rechte Seite

Siehe Punkt 3.

6. Entzerrung rechte Seite

Siehe Punkt 4.

7. Pegelabgleich der Seiten

Nachdem beide Seiten entzerrt wurden, habe ich einen Pegelabgleich zwischen linker und rechter Seite durchgeführt. Dabei müssen die TT natürlich (identisch) abgesenkt werden, weil sie mehr Schallenergie haben, als die BB. Hierzu habe ich erst die linke Seite gemessen und das Ergebnis mit Hold festgehalten. Danach die rechte Seite gemessen und durch Anpassen des Pegels mit der Meßlinie der linken Seite in Deckung gebracht. Dabei konnte ich mit Freude feststellen, dass sowohl der Trend, als auch die Einzelfrequenzen (Bänder) beider Seiten ziemlich nah zusammen lagen. Danach habe ich beide Seiten zusammen gemessen und den Pegel der TT angepasst (abgesenkt).

8. Laufzeit (Fokus) - Step 1

Nun habe ich mich um den Fokus gekümmert. Ich habe die komplette linke Seite so lange verzögert, bis das Signal am deutlichsten aus einem Punkt kam. Hierzu habe ich wieder ein Rauschen verwendet. Der Fokus befand sich etwas zu weit rechts, was ich mit einer leichten Pegelanhebung der kompletten linken Seite ausgeglichen habe.

9. Entzerrung beider Seiten

Durch die Addition beider Seiten (die durch Einzelmessung entzerrt wurden) waren manche Bereiche in der Summe zu präsent oder zu leise. Hier habe ich jeweils beide Seiten um den gleichen Wert abgesenkt oder angehoben. Das war recht schnell erledigt.

10. Laufzeit (Fokus) - Step 2

Nach der Entzerrung des kompletten FS habe ich noch mal den Fokus kontrolliert. Passte noch

11. Ankopplung des Subwoofers

Als erstes habe ich durch Messungen festgestellt, wo sich der beste Übergang zu den TT ergibt und den Pegel grob eingestellt. Das hätte eigentlich reichen müssen. Aber ich war nicht ganz zufrieden. Also habe ich mir mit einem Bass-Track angehört, wann ich den Subwoofer als am weitesten vorne empfinde. Hierzu wurden verschiedene Trennfrequenzen ausprobiert, mit verschiedenen Steilheiten. Danach gemessen, ob sich das mit dem Gehörten deckt. Das passte, ich hatte keinen Einbruch bei der Übernahmefrequenz. Die LZ für den Subwoofer habe ich vernachlässigt (nur die Entfernung gemessen und das FS entsprechend verzögert), weil ich nur bei sehr groben Änderungen eine Veränderung höre. Ich denke, wenn die Phase beim Übergang passt, spielt der Subwoofer auch vorne. Da die TT schon recht tief mit Pegel runter spielen (etwa 50 Hz), konnte ich den SW tief ankoppeln und somit die noch fehlende Dämmung im Fahrzeug ein bisschen kompensieren Er spielt sau tief und sehr druckvoll in den untersten Oktaven.

So, jetzt könnt Ihr was dazu schreiben, Verbesserungsvorschläge machen, meine möglichen Fehler aufzeigen etc. und damit vielleicht auch anderen Usern helfen. Ich hab mir das alles selber angelesen, angedacht und ausprobiert. Ich stehe noch ganz am Anfang, was das Messen angeht und mache sicher noch viele Fehler dabei.

Gruß, Wolfram.

http://www.klangfuzz...Einmessen-Neuauflage

SvenAmend
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 04. Jan 2018, 19:49
Hallo zusammen,

erstmal besten Dank für eure bisherigen Hinweise zum o.g. Thema, super das die Helix DSP- Software offenbar keine Zicken zu machen scheint . Ich hoffe ihr seit ebenfalls gut ins neue Jahr gekommen.

Da es bei mir bzgl. eines aktiven 3 Wegesystems nun immer konkreter wird und ich bisher für meinen Geschmack sehr positive Hör- als auch Qualitätseindrück, mit der passiven Variante des Gladen Zero Pro 165.2 in der Phaseplug Ausführung sammeln konnte, stellen sich mir beim erweiterten potentiellen aktiven 3 Wege Frontsystem folgende Fragen (Fahrzeug wird ein entsprechend gedämmter C350 mercedes sein):

Wären aus eurer Hör- bzw. Messerfahrung heraus im Vergleich zum o.g. passiven 2 Wegesystem noch nennenswerte Verbesserungen im Kickbassbereich (Pegelverbesserung im Frequenzspektrum von ca. 50hz bis hinauf zu 100hz ) mit einem entpstechenden per LPF- und HPF- Setting inkl. 24db Flankensteilheit eingestellten eines alternativen 165mm aktiv angesteuerten Tieftöners möglich?

Welchen Durchmesser würdet ihr beim Mitteltöner und beim Hochtöner im C350 verbauen bzw. Was geben die werksseitigen Einbauplätze Maßtechnisch her? Eine Hochtönermonatge in der A-Säulenverklediung würde ich von einem evtl. vorhandenen A Säulenairbag abhängig machen.

Ist hier ein 3 Wegesystem mit den Werkseinbauplätzen überhaupt möglich?

Gibt es evtl. AMG- spezifische Lautsprecheraufnahmen im Gegensatz zu anderen Ausstattungslinie welche ein 3 Wegesystem ermöglichen bzw. Verwähren?
Audiklang
Inventar
#5 erstellt: 04. Jan 2018, 21:03
hallo

was es für einbauplätze ab werk in dem gewünschten auto gibt suchst am besten mal in einem markenforum nach , da solltest du das finden wo da was für einbaubedingungen vorhanden sind

trennungen kann man nicht einfach pauschal empfehlen , auch nicht flankensteilheiten , dass sollte man messen und gegenhören

Mfg Kai
Car-Hifi
Inventar
#6 erstellt: 04. Jan 2018, 21:53

SvenAmend (Beitrag #4) schrieb:
(Fahrzeug wird ein entsprechend gedämmter C350 mercedes sein):

Es ist ja ganz nett zu wissen, welchen Motor der Wagen hat. Viel wichtiger wäre aber zu wissen, welche Typenbezeichnung er tragen wird. Momentan ist die vierte Generation der C-Klasse am Start. Jede hat ihre Eigenheiten.
SvenAmend
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 04. Jan 2018, 22:32
Sorry hatte ich total vergessen, es wird sich beim C350 definitiv zwischen den Baureihen W204, C204 oder W205 bewegen. Welche Baureihe es von den o.g. letzendlich tatsächlich wird, bin ich noch unschlüssig.

Ich hoffe die Angaben helfen etwas weiter.
Car-Hifi
Inventar
#8 erstellt: 04. Jan 2018, 23:01
Danke für die Erläuterung.


SvenAmend (Beitrag #4) schrieb:
Welchen Durchmesser würdet ihr beim Mitteltöner und beim Hochtöner im C350 verbauen bzw. Was geben die werksseitigen Einbauplätze Maßtechnisch her?

In den W204 passen werkseitig keine Mitteltöner - Du müsstest also eigene Einbauplätze anfertigen. Im W205 finden 10er Mitteltöner Anwendung, allerdings ist das Platzangebot beschränkt und die meschanische Aufnahme - nennen wir es höflich mal - speziell. Allerdings bekommt man im W205 nur mit viel Arbeit 16er Tieftöner eingebaut.

Das Schöne: Mercedes hat sich was von BMW angeguckt - sie bauen jetzt in alle Autos nach und nach die gleichen Lautsprecher ein. Das bringt mit sich, dass es fertige Sets in verschiedenen Preisklassen gibt, die sich einfach installieren lassen, 100%ig passen und (je nach Hersteller) auch noch verdammt gut klingen.


Ist hier ein 3 Wegesystem mit den Werkseinbauplätzen überhaupt möglich?

Wie gesagt, im W204 nein, im W205 ja.


Gibt es evtl. AMG- spezifische Lautsprecheraufnahmen im Gegensatz zu anderen Ausstattungslinie welche ein 3 Wegesystem ermöglichen bzw. Verwähren?

Mir ist nicht bekannt, dass Mercedes in der Mechanik des Innenraums viele Unterschiede zwischen den Austattungsreihen macht.
SvenAmend
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 04. Jan 2018, 23:10
Besten Dank für die Hinweise. Das klingt für mich langsam aber sicher so, als könnte man in diesem Mercedes beim Lautsprecherwechsel den ein oder anderen Herzinfarkt bekommen, falls man nicht Fahrzeugspezifische Umrüstsets kaufen würde?
SvenAmend
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 04. Jan 2018, 23:26
Im Zweifel könnte ich ja auch im W204 in 2 Wegesystem aktiv betreiben. Hier scheinen ja 165er Ls jedenfalls in die Türen zu passen, allerdings müssten diese dann via Adapter eingebaut werden wenn ich das richtig verstehe.
Car-Hifi
Inventar
#11 erstellt: 04. Jan 2018, 23:37
Ja in den W204 passen vorn 16er in die Türen. Und natürlich braucht man Einbauringe - ohne geht es seit 20 Jahren nicht mehr.

Zum Thema Mitteltöner. Es gibt ja Mitteltöner im 5-6 cm Format. Denen könnte man zusammen mit dem Hochtöner ein kleines Gehäuse auf dem Armaturenbrett vorn links und rechts an der Scheibe bauen. Denn so ein kleiner Mitteltöner, der vielleicht ab 500 Hz spielt, ist immer noch besser als gar kein Mitteltöner und Bühne oben erst ab 2-3 kHz … ;-)

Ja, die Fertigsystem für den W205 sind nicht unbedingt sexy. Die ganze Spannung der Auswahl fehlt. Und die Individualität geht flöten. Aber ich behaupte mal frech: wenn Du das ganze aktiv mit einem DSP trennst und den gut einstellst, hast Du trotzdem eine sehr ordentliche Anlage, bei der niemand sagen wird "ach, das sind doch die Lautsprecher von xy!". Und wenn man es doch individuell haben möchte, fertigt man eben Ringe für 20 cm an, benutzt die 10er in den Türen weiter und ersetzt die Hochtöner durch was feines. Und auch hier wieder: mit DSP, ordentlich eingestellt, wird das eine überzeugende Anlage.
SvenAmend
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Jan 2018, 23:58

Car-Hifi (Beitrag #11) schrieb:
Ja in den W204 passen vorn 16er in die Türen. Und natürlich braucht man Einbauringe - ohne geht es seit 20 Jahren nicht mehr.

Zum Thema Mitteltöner. Es gibt ja Mitteltöner im 5-6 cm Format. Denen könnte man zusammen mit dem Hochtöner ein kleines Gehäuse auf dem Armaturenbrett vorn links und rechts an der Scheibe bauen. Denn so ein kleiner Mitteltöner, der vielleicht ab 500 Hz spielt, ist immer noch besser als gar kein Mitteltöner und Bühne oben erst ab 2-3 kHz … ;-)

Ja, die Fertigsystem für den W205 sind nicht unbedingt sexy. Die ganze Spannung der Auswahl fehlt. Und die Individualität geht flöten. Aber ich behaupte mal frech: wenn Du das ganze aktiv mit einem DSP trennst und den gut einstellst, hast Du trotzdem eine sehr ordentliche Anlage, bei der niemand sagen wird "ach, das sind doch die Lautsprecher von xy!". Und wenn man es doch individuell haben möchte, fertigt man eben Ringe für 20 cm an, benutzt die 10er in den Türen weiter und ersetzt die Hochtöner durch was feines. Und auch hier wieder: mit DSP, ordentlich eingestellt, wird das eine überzeugende Anlage.


Ok ein eingespachteltes Aufbaugehäuse auf dem Armaturenbrett mit Mitteltöner und Hochtöner wäre im W204 definitiv auch eine Option um ein 3 Wegesytem ein zu bauen.

Bei diesen Fahrzeugspezifischen Systemen bin ich, obwohl ich diese nie gehört habe (weder aktiv noch passiv), immer ein wenig skeptisch was die Qualität angeht, ich bin auch bereit für gutes Equipment ein wenig zu investieren.

Prinzipiell würde ich mich bei einem aktiven 3 Wege Frontsystem im Preisbereich von ca. 700€ bis hin zu ca. 1.500€ für die Lautsprecher bewegen, in den Preisklassen darüber (und eigentlich auch schon ab 1.000€) bin ich mir nicht mehr sicher, ob es überhaupt klanglich besser wird, oder ob vielmehr Voodoo zum Tragen kommt .


[Beitrag von SvenAmend am 05. Jan 2018, 00:00 bearbeitet]
Bastet28
Inventar
#13 erstellt: 05. Jan 2018, 12:50
Am Anfang sah ich dein Vorhaben alles selbst als "Neuling" einzustellen nicht nso kritisch wie Zuckerbäcker, deine beiden Nachfragen stimmten mich dann aber um.
1. Du willst Lautsprecherempfehlungen ohne das Auto/Modellreihe zu kennen
2. "Herzinfakt" (?) ein OEM Austauschsystemen gegenüber einem Gladen Zero das auf 3-Wege erweitert wurde zu bevorzugen, nur weil weniger Einbauaufwand betrieben werden muss? Bei der Anfrage kann nicht viel Ahnung von Lautsprechern vorhanden sein.

3. - 3Wege Front (voll)aktiv macht 6 Kanäle, für den Sub nimmt man besser einen Monoblock ran - ich vermute dass evtl aufgrund eines aktuellen YT Videos die hinteren Kanäle passiv über die V8DSP betrieben werden sollen? (welche) LS sind hinten vorgesehen? Oder soll der Sub an der V8DSP laufen?

Zuletzt: welches Gesamtbudget war/ist geplant?
SvenAmend
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 05. Jan 2018, 15:52

Bastet28 (Beitrag #13) schrieb:
Am Anfang sah ich dein Vorhaben alles selbst als "Neuling" einzustellen nicht nso kritisch wie Zuckerbäcker, deine beiden Nachfragen stimmten mich dann aber um.
1. Du willst Lautsprecherempfehlungen ohne das Auto/Modellreihe zu kennen
2. "Herzinfakt" (?) ein OEM Austauschsystemen gegenüber einem Gladen Zero das auf 3-Wege erweitert wurde zu bevorzugen, nur weil weniger Einbauaufwand betrieben werden muss? Bei der Anfrage kann nicht viel Ahnung von Lautsprechern vorhanden sein.

3. - 3Wege Front (voll)aktiv macht 6 Kanäle, für den Sub nimmt man besser einen Monoblock ran - ich vermute dass evtl aufgrund eines aktuellen YT Videos die hinteren Kanäle passiv über die V8DSP betrieben werden sollen? (welche) LS sind hinten vorgesehen? Oder soll der Sub an der V8DSP laufen?

Zuletzt: welches Gesamtbudget war/ist geplant?


Zu 1.) Also da ich beabsichtige diesen Wagen zum Sommer hin erst noch zu kaufen und bisher noch keine Probefahrten hinter mir habe, konnte und wollte ich mich bei den Modellreihen noch nicht 100%ig festlegen.

Darüberhinaus hatte ich das im Threadverlauf halt vergessen anfangs zu erwähnen, aber seis drumm...

Zu 2.) Meine Schilderungen im Threadverlauf fielen eindeutig gegen ein OEM Austauschsytem aus, hier wird ganz klar eine individuellere Nachrüstlösung z.B. von Gladen, beabsichtigt. Da ich des Weiteren bei den neuen Fahrzeugen nicht jede Montagekleinigkeit kenne, habe ich einfach mal ein wenig plakativ den Begriff des "Herzinfarkts" in den Raum geworfen.

Man muss nicht jedes meiner Wörter auf die berühmte Goldwaage legen .

Zu 3.) Das ein 3 Wege Vollaktivsystem 6 Kanäle benötigt, ist mir durchaus bewusst. Ich weis ehrlich gesagt garnicht wie du darauf kommst dass ich ein passiv getrenntes Hecksystem einbauen möchte, davon wurde im Threadverlauf nichts geschrieben und ist auch nicht beabsichtigt. Es dreht sich um ein aktives 3 Wege Frontsystem u. ggf. ein Subwoofer, falls mir der Kickbass des Frontsystems nicht ausreichen sollte (Zugegeben dass ich den Subwoofer eher als optional erachte habe ich nicht klar genug kommuniziert).

Wenn ein Subwoofer zum Frontsystem dazu kommen würde, ist es angedacht das Subwoofersignal aus der v eight dsp an einen Monoblock Verstärker weiterzuben damit dieser antständig arbeiten kann.

Zum Budget habe ich folgenden Rahmen:

DSP - ca. 1.000€

3 Wege Frontsystem - ca. 700€ bis 1.500€
(Darüber ist es in meinen Augen besten Falls Voodoozeugs :-))


Kabel, Sicherungshalter/Sicherung und ggf. High-Low Adapter etc. bis ca. 250€
(Falls mir das original Radio/MMI/Command- Interface gefällt bleibt das erhalten)

Dämmung - ca. 250€
Lautsprecherringe für 165mm Lautsprecher dürfen gerne aus Alu sein - Hier kalkuliere ich bis ca. 150€ pro Paar.

Aufbaugehäuse/Pods/Ringe für MItteltöner - je nach Entscheidung relatix flexibel
Subwoofer bis 500€ Monoblock max. 500€
Simon
Inventar
#15 erstellt: 05. Jan 2018, 15:58
Kauf den Wagen und mach dir DANN Gedanken.

Und freundlich grüßt
der Simon
SvenAmend
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 05. Jan 2018, 15:59

Simon (Beitrag #15) schrieb:
Kauf den Wagen und mach dir DANN Gedanken.

Und freundlich grüßt
der Simon

Das lass ich gelten
Car-Hifi
Inventar
#17 erstellt: 06. Jan 2018, 01:25

Simon (Beitrag #15) schrieb:
Kauf den Wagen und mach dir DANN Gedanken.

Wer macht denn sowas? Der Wagen wird doch in unseren Kreisen üblicherweise nach den HiFi-Möglichkeiten ausgesucht!
Bastet28
Inventar
#18 erstellt: 06. Jan 2018, 11:36
Du meinst billiger, verrotteter Zustand damit das aufflexen, schneiden, schleifen und spachteln von Blech und Innenraum leichter fällt und genug Geld für die Musikkomponenten über bleibt. Ist was dran, auch wenn es mit zunehmendem Alter weniger Verrottete Basis mit Zunehmender Skrupellosigkeit kompensiert wird.
Simon
Inventar
#19 erstellt: 06. Jan 2018, 14:22

Car-Hifi (Beitrag #17) schrieb:

Simon (Beitrag #15) schrieb:
Kauf den Wagen und mach dir DANN Gedanken.

Wer macht denn sowas? Der Wagen wird doch in unseren Kreisen üblicherweise nach den HiFi-Möglichkeiten ausgesucht! :D

McLaren F1 ist leider unbezahlbar. Der BP23 wird einen ähnlichen Preis haben.
MIA Electric ist fast so mies wie eine APE.

Der mittige Fahrersitz wäre für mich DAS Argument, das Auto nach den HiFi-Möglichkeiten auszusuchen.
Beim Rest bin ich bei Bastet. Was nicht passt, wird passend gemacht.

Und freundlich grüßt
der Simon
Car-Hifi
Inventar
#20 erstellt: 06. Jan 2018, 15:47
Ich ging davon aus, dass wenn ich drei(!) feist grinsende Gesichter hinter meine Aussage stelle, es als Sarkasmus erkannt wird. Aber scheinbar sollte ich stets darauf hinweisen.

Natürlich würde ich mir keinen 3er Golf mehr kaufen, nur weil er das beste und stabilste Auto war, das VW je bebaut hat. und natürlich kann sich kaum jemand einen Sportwagen mit Mittelsitz leisten (interessanterweise sind die Personen, die das können, sehr knauserig, wenn es darum geht, eine HiFi-Anlage ins Auto zu bauen…). Und einsitzige Lieferfahrzeuge mit Moped-Motor sind auch nur für wenige Personen eine annehmbare Alternative.

Wenn man allerdings die Wahl hat zwischen einem der letzten W204 und einem der ersten W205 und die im Preis sehr ähnlich sind, dann könnte man die Wahl auch davon abhängig machen, mit wie viel Aufwand man eine Anlage unter seinen selbst gesteckten Bedingungen eingebaut bekommt.

Nein, in diesem Beitrag befindet sich keine Ironie.
Simon
Inventar
#21 erstellt: 06. Jan 2018, 15:51
Die Ironie war schon zu erkennen.

Und freundlich grüßt
der Simon
zuckerbaecker
Inventar
#22 erstellt: 06. Jan 2018, 19:06
Frontsystem 5.1
Simon
Inventar
#23 erstellt: 06. Jan 2018, 20:06
Sehr schön!
Wer damit quer durch Asien zuckelt, muss Aber schon wirklich kpmpromissfrei sein.

Und freundlich grüßt
der Simon
zuckerbaecker
Inventar
#24 erstellt: 06. Jan 2018, 20:50
Er war solange mit basteln beschäftigt das er nie los kam
Bastet28
Inventar
#25 erstellt: 07. Jan 2018, 20:52
"Natürlich würde ich mir keinen 3er Golf mehr kaufen, nur weil er das beste und stabilste Auto war, das VW je bebaut hat"

Wo war da Ironie?

Erst sinnvolles / gescheites Auto in nachvollziehbar technisch sauberem Zustand zulegen und dann ales weitere Planen. Viel Freude und Augen auf beim Fahrzeugkauf. Aber nach dem Hinweis vieleicht auch mal nen 3er Golf im Auge behalten, in der Scene dürften sich wohl die am aufwändigst instandgehaltenen Fahrzeuge finden wenn man sich den Ersatzteile+Zubehörkauf Umsatz anschaut
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