Radialhörner Selbstbau?

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vogeldrums
Stammgast
#1 erstellt: 06. Jul 2007, 19:42
Hallo Zusammen,
ja ich habe vorher gegoogelt und auch diverse Pages mit Hornselbstbauern gesehen haber Pläne/Bausätze für ein Radialhorn (ähnlich Fostex) habe ich nicht gefunden.Ich frage extra nach einem Radialhorn, da mein handwerkliches Unwissen mir suggeriert, das die einfacher zu bauen wären als z.B. Traxialhörner (hoffe das ist richtig geschrieben aber Ihr wisst was ich meine). Könnt ihr mir auf die Sprünge helfen?

Kennt jemand z.B. Pläne zum Selbstbau, ideal wäre natürlich ein Bauplan für einen kompletten LS mit Radialhorn wo Chassis, Treiber, Frequenzweiche etc. angegeben ist. Ich sage ehrlich das ich da jetzt nix konkretes plane zu bauen aber ich halte schon mal frühzeitig Ausschau nach neuen Projekten und wie ich euch im Forum kenne gibts da bestimmt reichlich von ;-)
Vielen Dank schon mal für die Infos.
Gruß
Frank
280SL
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 07. Jul 2007, 00:00

vogeldrums schrieb:
Hallo Zusammen,... Könnt ihr mir auf die Sprünge helfen?

Kennt jemand z.B. Pläne zum Selbstbau, ...
Vielen Dank schon mal für die Infos.
Gruß
Frank


Hi, ich habe heute Arta, die bekannte Messsoftware probiert. Mittels dieser habe ich die Intermodulation, oder andersherum, die "Klarheit" verschiedener Lautsprecher geschätzt. Demnach übertrifft ein schlichtes aber großes H53(H12)-Horn mit einfachem Phenoltreiber von SELENIUM selbst die besten Mitteltöner aus der Hifi-Gilde bei weitem. Und zwar ist es erschreckend viel besser! Mein Rat wäre, bei der bekannten Ramschrampe auf ein entsprechendes "Hörnchen" zu warten. Neulich habe ich dort genau dieses Horn für unter 100Euro/Paar gesehen. Auch zu empfehlen sind die Mantaray-Hörner von ALTEC, aber sehr teuer.

Ein Eigenbau kommt wegen des gute Angebots auf dem Antiquitätenmarkt doch eigentlich nicht in Frage. Neuere Hörner sind wesentlich kleiner, wenn man will. Die Radialhörner stellen n. m. Kenntnis den Stand der Technik VOR Erfindung des "Constant Directivity"-Paradigmas dar. Sie stehen trotz ihrer ungerechtfertigten Reputation eher auf dem Niveau von Radiolautsprechern "mit Hochtonkonus" ...

Nichts für ungut

Habe sie noch gefunden, aber der Preis ist bescheuert - ich habe meine für ~33Eus erstanden! Soll dat Hörnken auch bis 100kHz strahlen, dann besser nach EVs H90/H120
oder den besagten ALTECs gucken.
http://cgi.ebay.de/2...QQrdZ1QQcmdZViewItem


[Beitrag von 280SL am 07. Jul 2007, 00:23 bearbeitet]
ukw
Inventar
#3 erstellt: 07. Jul 2007, 01:16

280SL schrieb:

vogeldrums schrieb:
Hallo Zusammen,... Könnt ihr mir auf die Sprünge helfen?


Hi, ich habe heute Arta, die bekannte Messsoftware probiert. Mittels dieser habe ich die Intermodulation, oder andersherum, die "Klarheit" verschiedener Lautsprecher geschätzt. Demnach übertrifft ein schlichtes aber großes H53(H12)-Horn mit einfachem Phenoltreiber von SELENIUM selbst die besten Mitteltöner aus der Hifi-Gilde bei weitem. Und zwar ist es erschreckend viel besser!








Damit mein Posting nicht nur aus Schmeilies besteht...
da Hörner in der Umsetzung der ihnen zugeführten elektrischen Nahrung sehr brutal sind, ist es äußerst wichtig den richtigen Treiber mit dem richtigen Horn zu verheiraten. Ein guter Equalizer zur Entzerrung wird sonst Pflicht. Schaden tut er sowieso nicht.
280SL
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 07. Jul 2007, 07:41

ukw schrieb:

Damit mein Posting nicht nur aus Schmeilies besteht...
da Hörner in der Umsetzung der ihnen zugeführten elektrischen Nahrung sehr brutal sind, ...


Hallo,

Der Wirkungsgrad hat ja nur mittelbar mit der Klangqualität zu tun. So sehr kritisch wie angedeutet ist die Treiberanpassung auch nicht. Zum Ausmaß des Erschreckens:

ARTA lässt ein aus vielen dicht beieinanderliegen Tönen bestehendes Messsignal abspielen. Die Chassis füllen die Lücken zwischen den Einzeltönen mit Klirr- ind Intermodulationskomponenten. Die Höhe dieses Störteppichs ist subjektiv nachvollziehbar ein geeignetes Qualitätskriterium.

Bei gleicher Lautstärke und Spektrum ~200Hz .. 20kHz:

SEAS WP171NP -35dB (~2%)
Audax HM130Z0 -35dB (~2%)
PHL1220/1330 -45..-55dB (~0,7..0,2%)
SELENIUM H12 << -65dB (<<0,1%, weit unterhalb des Umgebungspegels bei 65dB)

ps: die DML/NXT speaker von FANE sind ähnlich gut wie das H12 ...

Ein Radialhorn ist mt dem Erscheinen von Constant Directivity Hörnern in den 70er Jahren (!!) veraltet. Für die Konstruktion von CD-Hörneren braucht(e) man sehr leistungsfähige Computer. Dass sich die Radialhörner so penetrant in der HiFi-Szene gehalten hatten (VISATON) liegt an der Ignoranz vieler Hifi-Enthusiasten. Das hat sich aber nun geändert. Aktuell brauchen die Röhrenfeaks u/a die Mantaray-Hörner, die erste Serie der Electro Voice CDs und die vielen Nachbauten auf. Mit etwas mehr Geld auf dem Tisch bekommt man neue CDs, die "erschreckend" viel besser sind als Radial- oder auch Kugelwellenhörner, siehe 18Sound, Limmerhorn usw. und für altbacken reine MT-Anwendung noch immer die Riesentröten a la SELENIUM H12.

Viel Spaß

Noch mehr OffTopic? Das wäre doch mal was für den CONTEST zum Forumstreffen: B&C 15PL40 ++ SELENIUM H12 ++ Monacor HT-??? Die Ramsch-Männer-Aktivbox mit zeitkorrigiertem Mitteltonhorn. Eiche furniert.


[Beitrag von 280SL am 07. Jul 2007, 08:55 bearbeitet]
vogeldrums
Stammgast
#5 erstellt: 07. Jul 2007, 12:40
Hallo Zusammen,
vielen Dank für eure Informationen. Das Thema Radialhorn-Selbstbau hat sich dann wohl eher erledigt. Zugegeben habe ich nicht alles technische detailliert verstanden, werde es aber nachlesen.

Gibt es denn zu den genannten Hörnern, ich nenne sie mal Laienhaft "Einbauhörner" (wohl oft aus dem PA-Bereich denke ich?), denn auch komplette Bausätze??? Ich hatte in einem anderen Thread mal nach Hornlautsprechern ala´ Klipsch gefragt und da wurde mir Canare-as empfohlen. Vielleicht muss ich den noch mal detaillierter anmailen/anrufen. Kennt denn sonst jemand Bausätze, weil ich leider nicht über die technischen Mittel und das technische Verständniss verfüge die komplett in Eigenregie zu berechnen.
Bis später
Frank
ukw
Inventar
#6 erstellt: 07. Jul 2007, 12:54
Mein Tipp: Frag mal SRAM. Der kennt so ziemlich alles an Chassis, Treibern und Hörnern am Markt.
280SL
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 07. Jul 2007, 12:54

vogeldrums schrieb:
Hallo Zusammen,Das Thema Radialhorn-Selbstbau hat sich dann wohl eher erledigt.
Frank


Hi Frank,

Wenn Du ein Messgerät hast kannst Du eigentlich einfach ein paar halbwegs passende Sachen zusammenkaufen. M/HT-Treiber, CD- Tröte ab ~1kHz und ein 30er Bass in Reflex, ab geht die Wutz. Es wäre mehr ein dauerndes Hobby, das nie so recht ans Ziel kommt. Ich kann mir keinen anderen vernüftigen Grund vorstellen, für HiFi zu Hause ein Hornsystem anzustreben.

So Long
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