Frequenzweichen zur Impedanzlinearisierung?! d.h....

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dee-jay
Stammgast
#1 erstellt: 12. Mrz 2005, 13:39
hallo,
ich habe vorhin bei wikipedia gelesen, dass frequenzweichen die impedanz linearisieren.

wie muss ich mir das vorstellen??

mfg
W.F.
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 12. Mrz 2005, 16:07

gelesen, dass frequenzweichen die impedanz linearisieren


Nun Frequenzweiche ist eine Sache und Impedanzlinearisierung eine andere - für Transistorverstärker z.B. ist Impedanzlinearisierung rausgeschmissenes Geld.



Mit highfidelem Gruß
W.F.
dee-jay
Stammgast
#3 erstellt: 12. Mrz 2005, 16:30
also ist das nicht so, dass man an einer 3wege frequenzweiche 3 8 ohm ls hängt und dann als insgesamt impedanz 8 ohm erhält weil die frequenzweiche 8 ohm hat?


(sorry für diese dümmeren fragen, aber mit selbst bau habe ich mich noch nicht so beschäftigt)


mfg
W.F.
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 12. Mrz 2005, 16:50

also ist das nicht so, dass man an einer 3wege frequenzweiche 3 8 ohm ls hängt und dann als insgesamt impedanz 8 ohm erhält weil die frequenzweiche 8 ohm hat?


Ein Frequenzweiche "hat" nie 8Ohm , sondern wird ganz speziell für bestimmte Lautsprecher in einem bestimmten Gehäuse entwickelt. Das Endergebnis eine Lautsprecherbox hat dann eine bestimmte Nennimpedanz, wenn gewisse Impedanz-Untergrenzen nicht unterschritten werden.


Deswegen sollte man sowas wie Universalweichen nie kaufen, denn diese Dinger haben nur einwas universal gemeinsam - wenn man sich die Lautsprecherchassis frei zusammenwürfelt, wird das Endergebnis immer absolut mäßig ausfallen - Anfänger sollten deswegen fertig entwickelte Bausätze kaufen!

http://www.speaker-online.de/tips/newbie.htm

Mit highfidelem Gruß
W.F.
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 12. Mrz 2005, 18:42
Man kann mit Frequenzweichen messtechnische Fehler eines Lautsprechers "vertuschen". Wenn man sich beispielsweise die in Mode gekommenen Alu-Mitteltöner anschaut, so haben sie ab einer bestimmten Frequenz Überhöhungen und Täler. Solche Frequenzgang-Überhöhungen kann man ausgleichen. NUR ist das Ein- und Ausschwingen dieser "Tröte" nicht verbessert. Was nachher messtechnisch besser aussieht, ist gehörmässig (und bei den Ausschwingmessungen / Wasserfalldiagramm) noch viel schlimmer.
Wenn ein schlechtes Chassis verwendet wird, ist mit der Weiche nichts zu erreichen. Aus Kitekat gibts auch kein Züricher Geschnetzeltes, nur Katzenfutter.
Das gilt nicht nur für den Mitteltöner, sondern für alle Lautsprecher.

Wenn man aber gute Chassis verwendet und diese vom Frequenzgang her genügend Spielraum lassen, sodass man die Übergangsfrequenz nicht aus Chassisgründen festlegen muss UND wenn der Schalldruck der Chassis gleich ist, gibt es NUR eine Auftrennung in die einzelnen Bereiche und keine Kosmetik (oder Schönheitsoperation) und auch keine Pegelanpassung. In diesem Fall kommt man mit einer fertigen Universalweiche genau so weit wie mit eine extra angefertigten. Denn es gibt da nichts zu basteln. Und Gehäusefehler haben auf der Weiche eh kein Bauteil zur Korrektur.
Wenn man nämlich die Weichen guter Boxenhersteller anschaut, die unterschiedliche Chassis-Fabrikate verbauen, so sind die Weichen sehr einfach aufgebaut und lassen sich problemlos nachrechnen. Wenn aber ein Hersteller nicht die besten, sondern die billigsten Chassis evrbaut, sind die Weichen wahre Meisterwerke und mit Sicherheit das Teuerste an der Box. Und auch sie können keinen guten Klang zaubern.
lens2310
Inventar
#6 erstellt: 12. Mrz 2005, 21:54
Parallelwiderstände vor den Chassis "glätten" in gewissem Maße die Impedanz des Chassis, so das berechneten Bauteile besser arbeiten können. Sie sind meist Teil eines Spannungsteilers und dienen zur Pegelanpassung. Dann gibt es noch sogenannte R-C Glieder, ebenfalls parallel geschaltet die den Impedanzanstieg zu höheren Frequenzen vermindern sollen. Meinst Du das ?
dee-jay
Stammgast
#7 erstellt: 12. Mrz 2005, 23:08
also ich glaube ich sag einfach mal wozu ich das brauche.
vielleicht wirds dann einfachher mir zu helfen.
also ich habe vor mir irgendwelche boxen für partys zu bauen, dazu habe ich im keller noch alte magnat auto ls ich glaube das sind die ls 207. da hatte ich dann vor, die hochtöner vom bass zu nehmen und den bass dann in einem gehäuse zu verstecken. dann wollte ich noch diese pioneer als mitteltöner einbauen http://cgi.ebay.de/w...item=4532698622&rd=1



die HTs von den magnatls wollte ich als HTs bebehalten, der bass bleibt bass.
da habe ich gedacht entweder ich nehme zwei subwooferweichen oder zwei 3 wege weichen (werden ja zwei lautsprecherboxen).
also soll nicht unbedingt was hochwertiges sein.

so sollen die ls aussehen (skizzen):


der innere ls soll der magnat bass sein, der orange sichtebare ls sollen die magnat hochtöner werden, und der silberne ls soll der pioneer dann sein.

also ist es mit den frequenzweichen nicht so, dass die ne bestimmte impedanz haben, egan was für lautsprecher dann noch an der frequenzweiche dran sind? wenn man 3 ls an einen verstärkerausgang hängt, dann ist die impedanz sehr niedrig wie sieht es dann mit einer frequenzweiche aus?


mfg


[Beitrag von dee-jay am 12. Mrz 2005, 23:11 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#8 erstellt: 12. Mrz 2005, 23:19
Hallo dee-jay,
mit Hilfe der Frequenzweiche ist es möglich, mehrere Chassis, die 8 oder auch 4 Ohm Impedanz haben, an einem Verstärker zu betreiben, ohne dass der abraucht. Jedem Chassis wird der Frequnezanteil zugewiesen, den er am besten wiedergeben kann. Die Spulen und Kondensatoren verhindern die Verminderung des Widerstandes, die durch reines Parallelschalten der Lautsprecher hervorgerufen würde. Bei Spulen erhöht sich die Impedanz mit steigender bei Kondensatoren mit fallender Frequenz. So "sieht" der Verstärker nahezu den gleichen Widerstand bei allen Frequenzen. Die Auslegung der Trennfrequenz und damit auch der Gesamtimpedanz auf 4 oder 8 Ohm ist von den beteiligten Chassis abhängig.

Gruß Udo
dee-jay
Stammgast
#9 erstellt: 14. Mrz 2005, 16:03
das gleiche gilt dann auch für aktivweichen oder?

wenn ich eine aktivweiche einbaue (egal welche) dann bräuchte ich keinen verstärker mehr oder?
`

mfg chris
georgy
Inventar
#10 erstellt: 14. Mrz 2005, 16:51
Es gibt Aktivweichen ohne und welche mit Verstärkern, deswegen kann man das nicht verallgemeinern ob man noch Verstärker braucht oder nicht.
Schlappohr
Inventar
#11 erstellt: 14. Mrz 2005, 19:23
Hallo!

Du brauchst, glaube ich, erst mal ein bissl "Grundwissen" zum Thema.
Ich empfehle dir die Rubrik "Hifi-Wissen" hier im Forum oder div. andere Quellen!! (s. Links)
Wikipedia ist nicht schlecht, aber imho viel zu kompliziert erklärt für einen Anfänger. Such dir was einfacheres.

Hier 'ganz kurz' (welch Ironie) ein paar Sachen angerissen:

1. Die Frequenzweiche teilt das Musiksignal in verschiedene Frequenzbereiche auf, bei einer 3-Wege-Box also in den Bereich der tieffrequenten Signale für den Tieftöner (Bässe) , sowie ein Signal mit den mittleren Frequenzen für den Mitteltöner, etc...

2. Folgendes gilt für Passivweichen:
Im einfachsten Idealfall(!) heisst das, dass die Weiche zb. alle Töne mittlerer Frequenz, die vom Verstärker geliefert werden, ungehindert an den Mitteltöner durchlässt. An den Hoch- und Tieftönern kommt nichts von dem Mittensignal an, weil die Weiche dieses NICHT dahin durchlässt (sperrt; dabei hochohmig sein tut..).
Am Verstärker 'hängen' also nie die 3 LS parallel, da die Weiche das Signal immer nur zu einem Treiber weitergibt (Im theor. Idealfall, wie gesagt..).

Bildlich gesehen kann man sagen:
wenn du einen mittleren Ton abspielst, gibt es nur die Verbindung "Verstärker->Mitteltöner", und damit ist die Impedanz des Mitteltöners relevant!
(Bei tiefen Tönen also dann equivalent die Impedanz des TT und bei hohen die des HTs!)
Die Frequenzweiche ist also vordergründig nicht das Teil, das die Impedanz bestimmt, sondern nur ein "Tor" zwischen Verstärker und Lautsprecher.

3. Es lassen sich zusätzliche Bauteile auf der Weiche anordnen, um die Impedanz (des angeschlossenen LS-Chassis!) zu "linearisieren".
Das heisst aber nur, dass die Eigenschaft jedes eingebauten Lautsprecherchassis, bei verschiedenen Frequenzen auch unterschiedliche Impedanzen zu haben, damit ein Stück weit kompensiert wird (s. lens2310). Ist aber nur in Spezialfällen notwendig.

4. Allerdings sind die Bauteile auf einer Weiche immer für Lautsprecher mit einer bestimmten Impedanz ausgelegt. Wenn du also (einfaches Bsp) eine 4-ohm-Weiche (also eine für 4 Ohm-LS) an 8-Ohm-LS anschliesst, trennt die Weiche die Frequenzbereiche völlig falsch! (siehe 1.)
Du musst also vorher wissen, welche Impedanz die LS-Chassis haben und die passende Weiche dafür finden.

5. Aktivweichen:
Bei Aktivweichen funktioniert das Teilen des Musiksignals genauso, nur dass die Weiche zwischen Mixer und Endstufen(Verstärker) kommt und damit die Weiche gar nichts mit der LS-Impedanz zu tun hat. Nachteil: Du hast nach der Weiche 6 (unverstärkte) Musiksignale (für 2x3-Wege), brauchst also 6 Endstufen!! teuer!
(Das es Aktivmodule mit Weiche und Amps zusammen gibt, macht das ganze nicht billiger....)

Du hast ja einen krassen Bauplan, da.
Meine Meinung/Erfahrung:
Soviel Aufwand und Geld (Gehäuse bauen, Weiche etc) lohnt sich nicht für so Standardtröten wie du sie einbauen willst. Du kannst ja weder das Gehäuse berechnen, noch eine Frequenzweiche berechen/kaufen, wenn du keine Daten zu den Lautsprechern hast! (s. ebay-Auktion)
Am Ende baust du es einfach irgendwie, und es klingt sch***e , und du wirfst es wieder weg
Wäre schade...
Ich schliesse mich W.F. an: Such dir einen fertigen Bauvorschlag.

@Udo: Bevor der Verstärker abraucht, sind die Hoch- und Mitteltöner dran!!

edit: Hab mir nochmal die Bilder angesehen. Wenn du es so baust, kommt da nicht 1 dB Bass raus...


[Beitrag von Schlappohr am 14. Mrz 2005, 19:30 bearbeitet]
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