Focal Kit C800 Info gesucht

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-Kabakobi-
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Nov 2025, 17:30
Hallo,

ich habe noch ein paar sehr gut erhaltene Focal 10K6411 und möchte dafür gerne Gehäuse bauen.
Soviel ich weiß, hat Focal die Bässe in dem Kit C800 eingesetzt.
Ich möchte mir die Entwicklungsarbeit sparen, und einfach das Gehäuse und die Frequenzweiche von dem Kit C800 kopieren. Hat jemand zuverlässige Unterlagen darüber, die er mir kopieren und schicken kann? Das lasse ich mir auch gerne was kosten .

Bild einfügen klappt leider nicht, sonst hätte ich Bilder vom 10K6411 und dem Kit C800 eingefügt .

Viele Grüße vom Bodensee,
Udo
thonau
Inventar
#2 erstellt: 18. Nov 2025, 18:31
Hallo Udo,

die alten gedruckten Bauvorschläge habe ich leider nicht mehr.
Aber ich fand eigentlich alles mit Google.

1. Das Gehäuse:
Beitrag 1, Bild downloaden
http://audiohobby.pl/index.php?topic=7160.0


2. Die Weiche mit Anleitung zur prof. Umsetzung:

https://www.audiovin...php?p=542041#p542041


Aber beachte. Die Weiche funktioniert nur mit den org. Mittel,- und Hochtönern korrekt!

Ansonsten tolles Projekt, weil toller Lautsprecher, auch heute noch.

------------------------------------------------------------------------------------------------
Der Fehlerteufel war da:

L3 gehört nicht vor C3, sondern zwischen C3 und C4.
------------------------------------------------------------------------------------------------
ABER, ich finde das der Abstand der Luftspulen auf der Leiterplatte zu gering ist.
Baue die Weiche lieber auf einem Brett auf, lasse mehr Abstand zwischen den Spulen und verdrahte frei. Das sieht zwar nicht so professionell aus, wird aber besser funktionieren.


[Beitrag von thonau am 19. Nov 2025, 06:26 bearbeitet]
Mechwerkandi
Inventar
#3 erstellt: 19. Nov 2025, 08:25

thonau (Beitrag #2) schrieb:

Das sieht zwar nicht so professionell aus, wird aber besser funktionieren.

Warum?
thonau
Inventar
#4 erstellt: 19. Nov 2025, 08:36
dir auch einen guten Morgen,




ABER, ich finde das der Abstand der Luftspulen auf der Leiterplatte zu gering ist.
Baue die Weiche lieber auf einem Brett auf, lasse mehr Abstand zwischen den Spulen und verdrahte frei



https://postimg.cc/jL5ZvdC3


Mechwerkandi
Inventar
#5 erstellt: 19. Nov 2025, 10:50
Eine nachvollziehbare Begründung kann ich in der Skizze leider nicht entdecken.
Ich vermute zwar, dass der Autor mit der Darstellung auf den gegenseitigen Einfluss von Tonfrequenz-induzieren Magnetfeldern anspielt, kann aber den Kontext mangels Infos nicht nachvollziehen.

Wie waren die abgebildeten Spulen dimensioniert? Wie groß waren die Ströme bei welcher Frequenz? Wie groß waren die Abweichungen, bezogen auf die System-Impedanz? Wenn wahrnehmbar, wie haben sich die Abweichungen ausgewirkt?

Ist die oben abgebildete Platine das Original-Layout?


[Beitrag von Mechwerkandi am 19. Nov 2025, 16:24 bearbeitet]
-Kabakobi-
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 19. Nov 2025, 20:35
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Recherche! Der Plan für das Gehäuse sieht original und gut aus. Nehme ich natürlich sehr gerne! Dankeschöööön! Nur bei dem Schaltplan bin ich mir noch unsicher. Sieht nicht original aus. Habe auch einen Schaltplane gefunden, der originaler aussieht, aber von Deinem abweicht. L1 ist dort 3mH und L2 ist 2mH. R1 und R2 sind jeweils 1,2Ohm.
Schade, dass ich zu blöd zum Foto hochladen bin, dann könnte ich Dir die Schaltpläne zeigen.

Die zum Kit C800 original passenden Mittel- und Hochtöner habe ich nicht, aber andere Focal Tiefmittel- und Hochtöner. Die sind auch schon in einem Gehäuse eingebaut. Die 10K6411 will ich bei Bedarf und in einem separaten Gehäuse als Bassverstärkung dazustellen. Wie gesagt, anfangen will ich mit Gehäuse und Weiche der C800. Und dann mal schaun wie es klingt. Das scheint für mich der einfachste Weg zu sein...

Liebe Grüße,
Udo
-Kabakobi-
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 19. Nov 2025, 20:45
...und ich sehe, dass er für C1 und C2 teure Folienkondensatoren (MKP) genommen hat. Das ist doch in dieser Beschaltung gar nicht notwendig, oder? Reichen da nicht billige Elkos?
thonau
Inventar
#8 erstellt: 19. Nov 2025, 21:34
Hi,

du bist nicht zu blöd, das funktioniert einfach nicht mehr in diesem Forum, mit den Bildern hochladen und ich dachte das wäre schon lange repariert. Zu diesem Forumsdefekt gibt es auch ein eigenes Thema. Ich werde da mal nachlesen ob das so bleibt, oder noch Aussicht auf Reparatur besteht.
Es gibt auch einen Tipp von Herr_der_Ringe externe Bildhoster zu verwenden.
Aber ich habe die andere Schaltung auch gefunden. Die anderen Spulenwerte sind aber auch für einen anderen Tieftöner. Wenn ich es richtig erkenne, ein
10K516J !

Zu den Kondensatoren gibt es immer Empfehlungen auf MKT, oder eben MKP. Elkos altern leider und verändern ihre Werte. Bei sehr großen Kapazitäten geht es meist nicht ohne Elkos, wobei ich selber mit denen von IT noch nie Ärger hatte.

Das Problem bei der Weiche des Kit C800 sind natürlich die vielen Spulen und die heutigen Kupferpreise.

Ich wünsche dir aber viel Erfolg und vielleicht gibst du hier nach Fertigstellung einen Bericht ab. Das wäre super.




---------------------------------------------------------------------------------
http://www.hifi-foru...read=3307&postID=1#1


[Beitrag von thonau am 19. Nov 2025, 21:39 bearbeitet]
Wave_Guider
Inventar
#9 erstellt: 19. Nov 2025, 23:52
Bei geratenen Spulen-Verortungen ist meist nicht bekannt,
welchen Wickel-Sinn die Spulen dabei eigentlich auf dem Experimentier-Brett hatten.

Vom Experimentier-Brett wird üblich der Schalt-Plan mit den dabei erprobten Werten abgeleitet.
Der verwendete Wickel-Sinn der Spulen, er wird dabei aber NIE erfasst.

Folge:

obwohl alles richtig gebaut, kann man sich durch die evtl. "falsche Polung" der Spulen,
so 0,5 dB bis 1 dB Abweichung im Frequenzgang einhandeln,
gegenüber der Weiche vom Experimentier-Board.

Grüße
Thomas
MBU
Inventar
#10 erstellt: 20. Nov 2025, 04:32

thonau (Beitrag #8) schrieb:
Elkos altern leider und verändern ihre Werte. Bei sehr großen Kapazitäten geht es meist nicht ohne Elkos, wobei ich selber mit denen von IT noch nie Ärger hatte.


Du hast die nur noch nicht lange genug! Ich hatte mit Mitte der 90-er einen Vorrat an IT-Elkos zur FW-Entwicklung angelegt und schon vor 10 Jahren waren die fast alle defekt.
-Kabakobi-
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 20. Nov 2025, 09:42
Hallo Thomas,

jetzt habe ich es auch gesehen. Ganz oben links in die Ecke gequetscht steht 10K516J. Meinst Du den Schaltplan?
Ja, Elkos altern, aber in dieser Beschaltung machen klanglich Folienkondensatoren keinen Sinn, oder?
Und Danke für den Hinweis mit den Fotos! Jetzt brauche ich dafür keine Zeit mehr verschwenden.

Liebe Grüße,
Udo
Mechwerkandi
Inventar
#12 erstellt: 20. Nov 2025, 14:34

-Kabakobi- (Beitrag #11) schrieb:

Ja, Elkos altern, aber in dieser Beschaltung machen klanglich Folienkondensatoren keinen Sinn, oder?


-Kabakobi- (Beitrag #6) schrieb:

Die zum Kit C800 original passenden Mittel- und Hochtöner habe ich nicht, aber andere Focal Tiefmittel- und Hochtöner.

Da wäre es vielleicht zweckmäßig, zunächst mal zu klären, ob in dem beschriebenen Umfeld eine Differenzierung überhaupt Sinn macht...
Die rote Hinweis-Lampe "Achtung, Esoterik!" glimmt schon.
-Kabakobi-
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 20. Nov 2025, 14:53
Hi Andi,

ich verstehe Deine Aussage nicht. Was meinst Du mit "Differenzierung"?

Liebe Grüße,
Udo
Pollton
Inventar
#14 erstellt: 20. Nov 2025, 15:28

MBU (Beitrag #10) schrieb:

thonau (Beitrag #8) schrieb:
Elkos altern leider und verändern ihre Werte. Bei sehr großen Kapazitäten geht es meist nicht ohne Elkos, wobei ich selber mit denen von IT noch nie Ärger hatte.


Du hast die nur noch nicht lange genug! Ich hatte mit Mitte der 90-er einen Vorrat an IT-Elkos zur FW-Entwicklung angelegt und schon vor 10 Jahren waren die fast alle defekt.

Ja, besonders die gelben. Habe ich auch einige von, alle Defekt. Sind MKP, man sagt die altern nicht, aber einige anscheinend doch
thonau
Inventar
#15 erstellt: 20. Nov 2025, 16:13

-Kabakobi- (Beitrag #11) schrieb:


in die Ecke gequetscht steht 10K516J. Meinst Du den Schaltplan
Ja, Elkos altern, aber in dieser Beschaltung machen klanglich Folienkondensatoren keinen Sinn, oder?
Und Danke für den Hinweis mit den Fotos! Jetzt brauche ich dafür keine Zeit mehr verschwenden.

Liebe Grüße,
Udo


Hallo,
Ja, genau diesen Schaltplan meine ich auch.
https://www.diyaudio...cal-kit-c800.372814/

Zu den Elkos. Ob und wie der Klang sich ändert kann ich nicht sagen.
Es gibt immerhin noch die Möglichkeit eine große Kapazität durch Parallelschaltung mehrerer kleiner Elkos mit hoher Spannungsfestigkeit und einem/mehreren MKT´s zu erstellen.
Wenn ich jetzt die negativen Erfahrung mit IT Elkos lese, dann empfehle ich die natürlich nie wieder.
Vielleicht sind die von Mundorf besser, ich habe keine Ahnung. Und dann gibt es auch noch "rauhe" und "glatte" Elkos.


Das du andere MT/HT an dieser Weiche benutzen möchtest, geht leider nicht.
Wenn das schon vorhandene Zweiweger sind, wäre es da nicht sinnvoll einen Subwoofer zu bauen und aktiv zu trennen?


-Kabakobi-
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 20. Nov 2025, 16:56
Jaja. ich benötige nur die Weiche für den Bass. Sorry, wenn das nicht klar war. An der Mittel- und Hochtonweiche bin ich nicht interessiert und brauche ich auch nicht. Aktiv ungerne. Will nicht so viele Geräte rumstehen haben. Bin gerade in eile...
Mechwerkandi
Inventar
#17 erstellt: 21. Nov 2025, 11:58

-Kabakobi- (Beitrag #13) schrieb:

Was meinst Du mit "Differenzierung"?

Die Unterscheidung verschiedener Kondensator-Typen vor dem Hintergrund vermeintlich klangfördernder Eigenschaften.
-Kabakobi-
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 21. Nov 2025, 12:28
Daumenregel:
Wenn der Kondensator in Reihe zum Lautsprecher geschaltet ist (Strom geht durch die Spule des Lautsprechers), spielt die Bauart des Kondensators für den Klang eine Rolle.
Wenn der Kondensator in parallel zum Lautsprecher geschaltet ist (Strom wird auf Masse geleitet), spielt die Bauart des Kondensators für den Klang keine Rolle.
So habe ich es jedenfalls vor langer Zeit mal gelernt. Wollte das in diesem Fall nochmal bestätigt haben (Elko vs. MKP).
Pollton
Inventar
#19 erstellt: 21. Nov 2025, 16:30

thonau (Beitrag #15) schrieb:
Wenn ich jetzt die negativen Erfahrung mit IT Elkos lese, dann empfehle ich die natürlich nie wieder.

Dazu wollte ich noch was klarstellen. Die MKP von IT die meine, sind die gelben mit roten Enden, ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll. Leider kann man hier keine Bilder mehr hoch laden, sonst würde ich die zeigen. Die müssten aus 80er 90er Jahren sein. Das habe ich an andere Stelle auch schon gehört, aber das sind nur die einzigen Typen die mir bekannt sind. Von anderen Typen habe ich nie Probleme gehabt und noch nichts von gehört. Die aktuellen Typen kann man unbedenklich weiterempfehlen.
Ich habe gestern ein Video über Gauder Akustik gesehen. Die verwenden ausschließlich nur IT und Mundorf Bauteile. Wenn man weiß, in welcher Preisliga die Gauder angeboten werden, dann sagt das schon alles. Aber nicht wegen des Videos bin ich überzeugt, dass IT und Mundorf gleichzusetzen ist.
Pollton
Inventar
#20 erstellt: 21. Nov 2025, 16:37

-Kabakobi- (Beitrag #18) schrieb:
Daumenregel:
Wenn der Kondensator in Reihe zum Lautsprecher geschaltet ist (Strom geht durch die Spule des Lautsprechers), spielt die Bauart des Kondensators für den Klang eine Rolle.
Wenn der Kondensator in parallel zum Lautsprecher geschaltet ist (Strom wird auf Masse geleitet), spielt die Bauart des Kondensators für den Klang keine Rolle.
So habe ich es jedenfalls vor langer Zeit mal gelernt. Wollte das in diesem Fall nochmal bestätigt haben (Elko vs. MKP).

Die einen sagen ja, die anderen nein. Bei Elkos hat man meist höhere Toleranzen, das könnte einen Unterschied machen. Ich persönlich verwende immer MKT oder MKP, wobei ich MKP vor den HT immer bevorzuge. Die 2 - 3 Euro mehr, dann braucht man sich keine Gedanken mehr zu machen.
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