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4 Wege Lautsprecher für den Bereich ab 80hz als quasi LCR+A -A |
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Surroundosaurus
Schaut ab und zu mal vorbei |
#1
erstellt: 03. Jan 2026, 01:41
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Moin, In kurz: Ich suche einen 4 Wege Bausatz, der darauf ausgelegt ist, mit einem Subwoofer zusammen zu spielen. Er soll sich also rein auf den Bereich über 80hz konzentrieren und keine Kapazitäten für den Bereich darunter verschwenden. Es geht mir bei den 4 Wegen nicht darum, einen Superhochtöner zu ergänzen, sondern den Bereich der Mitte, den die meisten Modelle vernachlässigen, mit der gleichen Kraft und Dynamik rüber zu bringen wie den Rest. Das ganze sollte stehend und liegend baubar sein. In Lang: Ich bin seit einigen Jahren auf der verzweifelten Suche nach einem Soundsystem, welches meinen alten 4 Wege Quadral Taurin aus den 90ern das Wasser reichen kann. Ganz besonderes Augenmerk liegt darauf, dass sie Hans Zimmer Soundtracks wie den von Interstellar mit hohem Pegel ohne Komprimierung oder Verzerrung auf irgendeiner Frequenz wiedergeben sollen. Im Bass kann das fast jedes System, wenn man ordentliche Standboxen und 2 Subwoofer ab 12" hat, aber darüber scheint es mit nicht-fünfstelligem Budget schwierig zu werden. Ich konnte das Problem auf 2 Faktoren eingrenzen, die die meisten kaufbaren Systeme mitbringen: 1. Zu kleines Center. Hans Zimmer mischt auf 3 identischen massiven Monitor Boxen in der Front als LCR und gibt große Teile des Soundtracks und der Effekte auf das Center. Das Center muss den Fronts also ebenbürtig sein. Es muss bei mir aber liegen damit es unter den TV passt. Daher kommt kein klassisches LCR System in Frage. Zudem sind LCR Systeme immer wenig Musikalisch und rein auf Krawall gebaut. 2. Standboxen sind fast immer als Kompromiss gebaut. Die Hersteller bauen Standboxen immer so, dass sie alleine ohne Subwoofer als Stereo Lautsprecher bis tief hinab spielen können. Oft sind für maximalen Bass 2 große Tieftöner verbaut die früh trennen, so wie meine neuen z.B. bei 240hz. Da die Subwoofer aber unter 80hz übernehmen, spielen die riesigen Tieftöner nun bloß den winzigen Bereich von 80-240hz und sind komplett verschwendet. Darüber quält sich dann z.B. bei mir ein 13cm kleiner Mitteltöner bis 240hz herab und bis 3000hz herauf. Entsprechend ist er völlig überfordert und es kommt nur Matsch heraus. Ich möchte also ein Soundsystem bauen, bei dem alle Lautsprecher darauf ausgelegt sind, sich um den Bereich oberhalb des Subwoofers ab 80hz zu kümmern und bei dem das Center baugleich zu den Fronts ist, aber liegend gebaut. Platz ist kein Problem, das Center sollte aber eher in die Breite gebaut sein und maximal 30cm Hoch und Tief sein. Beginnend bei 80hz soll jeder der 4 Wege ca. 2-2,5 Oktaven übernehmen. Die Bestückung wäre: 2 Tieftöner 2 Tiefmitteltöner 1 oder 2 Mitteltöner 1 Hochtöner Ich würde bei den Tieftönern mit 170-200mm einstiegen und dann entsprechend kleiner werden. In den beiden Standboxen würde ich unten mit den beiden Tieftönern anfangen und die Tiefmitteltöner als d Appolito um die Mittel und Hochtöner setzen. Bzw bei 2 Mitteltönern diese auch als D Appolito. Im Center außen die Tieftöner, nach innen als liegendes D Appolito die Tiefmittel und in der Mitte übereinander Hoch und Mitteltöner bzw die ggf 2 Mitteltöner als Senkrechtes D Appolito zwischen dem horizontalen Tiefmittel D Appolito. In allen Versionen abgetrennte Kammern für jeden Weg. Ich bin mir unschlüssig, ob die Tieftöner und Tiefmitteltöner geschlossen oder Bassreflex seien sollten. Und weil das noch nicht genug ist: Dazu passend 90 grad Dipol Surround Lautsprecher, hier reichen 2 Wege, vermutlich aus den Hoch und Mittel oder Tiefmitteltönern der großen. Ebenso Höhenlautsprecher für Atmos etc aber nicht als Reflektoren sondern Direktstrahler unter der Decke. Ebenso 2 Wege, hier vermutlich aus dem Hoch und Mitteltöner der großen. Ein Traum wäre dann noch eine Empfindlichkeit die hoch genug ist, sie an einem normalen AV Receiver zu betreiben. Also >90db. Aber ich befürchte, spätestens da wird es zum Wunschtraum und man wird wohl nicht um Endstufen herumkommen. Gebaut bekomme ich die Gehäuse sicherlich selbst und auch die Weichen gelötet. Allerdings würde ich Hilfe bei der Auswahl der Komponenten benötigen und jemanden der die Weichen planen kann. Oder im Idealfall einen passenden Bausatz. Hat da jemand Tipps für mich, außer dass ich es nicht übertreiben soll? ![]() Grüße und Danke |
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stoneeh
Inventar |
#2
erstellt: 03. Jan 2026, 05:01
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Hi. Das wäre sicherlich, wenn ordentlich durchentwickelt, via FIR Processing angesteuert, etc. ein schönes Projekt. Aber ich offenbare dir gleich mal, dass sich seit dem Zeitalter der genannten Quadrals im Lautsprecherbau einiges getan hat; insb. bei den Chassis. Sowohl in den genannten, dir wichtigen Punkten Kompression und Verzerrung, bzw. der Abwesenheit davon, bieten moderne Chassis / Treiber ungleich mehr. 4 Wege, (Tief)Bass nicht mal mitgerechnet, sind also wirklich nicht notwendig. Die Herausforderung hier sehe ich in der Verfügbarkeit fertiger Pläne / Bausätze. SON-B oder PA-AMT fallen spontan ein, aber die klirren beide im Tiefmittelton ganz ordentlich, womit ich mich mit einer Empfehlung zurückhalte. DIY geht das prinzipiell easy. TMT 2x 8S219 in CB, HT SB26ADC oder T25A/B in einem der vielen verfügbaren Open Source Waveguides. Trennung irgendwo zwischen 1 und 2 kHz. Wird vom nichtlinearen und Off Axis Verhalten ziemlich gut. On Axis entzerrt man sowieso, somit quasi nach belieben regelbar. Man muss halt wissen, was man tut. Ohne Knowhow und Hingabe wird aus den besten Komponenten nichts. |
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der_Lauscher
Inventar |
#3
erstellt: 03. Jan 2026, 09:52
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ist zwar kein Selbstbau, aber ich würde mich mal an einem SVS Ultra Evolution-Set (Pinnacle, Center, Bookshelf) orientieren Was konkret hast du denn gegen deine Quadral genau gehört, die dann "so schlecht" dagegen abgeschnitten haben ? |
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Wholefish
Inventar |
#4
erstellt: 03. Jan 2026, 10:36
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Streng genommen wäre ja ein Subwoofer + 4 Wege Lautsprecher ein 5-Wege System. Die gibt's aus gutem Grund eher selten. Deine Herangehensweise, basierend auf der Erfahrung mit den Quadral, ist grundsätzlich natürlich nicht falsch. Stößt aber in der Praxis auf Grenzen, die am Ende das Gegenteil von dem bewirken, was du möchtest. Beispielweise begrenzt bei passiver Bauweise das leiseste Chassis den Wirkungsgrad aller anderen. Aktiv wird das eine stromfressende Materialschlacht, bei so vielen Wegen. Die Kabel will ich gar nicht erst verlegen Natürlich haben verschiedene Chassis auch Wirkbereiche, in denen die Abtstrahlung dem Ideal am nächsten kommt. Aber du hast die Übergangsbereiche außer Acht gelassen. Die Chassis werden nicht ohne Weiteres nahtlos ineinander übergehen und da wird es immer zu Problemen kommen. Was sich dann auch auf Dynamik oder das was man als "spielt direkt" wahrnimmt. Ich denke sowieso, dass im Heimkino, gerade bei den großen 7,9 oder 11er Setups Lautsprecher von Vorteil sind, die möglichst gebündelt spielen. Daher von mir die klare Empfehlung, auf ein Zwei-Wege Power Hifi Lautsprecher zu setzen. Die wollen meist von Haus aus gar nicht unter 80hz spielen, 90dB sollte locker drin sein und klanglich kommt es vermutlich näher an deine Erwartungen, als du denkst. |
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Al1969
Inventar |
#5
erstellt: 03. Jan 2026, 11:43
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Braucht man vier Wege? Natürlich nicht! Du gehst von komplett falschen Prämissen aus, wenn Du nur anhand des Chassisdurchmessers auf die Wiedergabefähigkeiten schließt. Ich kenne viele Zweiwegler, die eine Taurin in jeder Hinsicht an die Wand spielt. Besonders wenn man sie erst ab 80Hz spielen läßt. Die Taurin war zum Zeitpunkt ihrer Produktion der Einstieg in die Mittelklasse. Da war auch damals auch schon sehr viel Luft nach oben. |
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Surroundosaurus
Schaut ab und zu mal vorbei |
#6
erstellt: 03. Jan 2026, 21:38
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Danke für eure Antworten. Ich habe zunächst blauäugig und ungehört ein Set aus Quadral Argentum und Qube Subwoofern aufgebaut. Vorne das 3 Wege center 510 und daneben zwei 590 Standlautsprecher mit 3 Wegen und Doppelbass. Ich ging davon aus, 30 Jahre Entwicklung, die Titanium PP statt reinem Papier und 3 Wege plus Subwoofern statt 4 Wegen reichen, damit ein Einsteiger Lautsprecher so klingt wie die alte Taurin oder sie sogar übertrifft. Abgesehen vom Bass tuen sie das aber leider absolut nicht. Wie schon geschrieben, habe ich mittlerweile herausgefunden, dass die viel zu Tiefe Übergangsfrequenz der beiden 180er Bässe zu dem winzigen 130er Mitteltöner eins der Probleme sind. Durch die Trennung zum Sub bei 80hz sind die 180er quasi verschenkt und der 130er quält sich bis 240hz hinab während er versucht gleichzeitig bis 3000hz zu spielen. Die Taurins Hatten 180er Doppelbass und für die Mitte einen 180er Tiefmitteltöner zusammen mit einem etwas kleiner als 130er Mitteltöner bevor es zur Kalotte weiter ging. Sie sind einfach absolut präsent auf der ganzen Frequenz, während die Argentum unten Rum wie verrückt knallen und in der Mitte die Luft weg bleibt. Ebenso das Center. Sie sind beide 3 Wege, aber das Taurin Center hatte mehr als doppelt so viel Volumen und war ein Bassreflex gegen das viel kleinere geschlossene neue. In der Im Nachfolger, der Signum 90, hat Quadral das Problem offensichtlich adressiert dort spielen die beiden 180er Bässe nun nicht mehr nur bis 240hz sondern bis 550hz hoch. Der mitteltöner ist von 130 auf 180mm gewachsen und muss nur noch von 550 bis 3100 spielen statt 240 bis 3000. Darüber der Ringstrahler statt Kalotte. Leider war mir das damals nicht so bewusst und ich habe für einen paar hundert Euro Ersparnis auf die alten gesetzt. Ich möchte jetzt aber nicht nur kleckern und eine Generation hoch gehen, sondern wirklich klotzen und einen zweiten Fehlkauf verhindern. Zumal auch bei der Signum Seie das Center kleiner ist als die 90er. Ich kann mir aktuell schwer vorstellen, wie ich mit 2 wegen glücklich werden sollte wenn 3 es nicht können. Mein Ansatz wäre, begonnen bei 80hz mit 4 wegen 2 Oktaven pro weg als Übergangsfrequenzen zu nehmen. Generell wäre es ein 5.2.4 Setup, da der Raum eher klein ist. Wenn 2 Wege, wäre dann ein THX System wie das von Magnat was? Das hat LCR Lautsprecher die stehen und liegen können. Ich gehe bei THX 2 Wege Systemen aber irgendwie immer davon aus, dass die zwar sehr laut spielen, aber nur auf Sprache und Effekte ausgelegt sind und sie nicht besonders musikalisch spielen. Sie sind halt auch Recht günstig. Ich Stelle mir das dann immer so vor wie im Kino mit den schrillen, quakenden und schppernden Klängen, wo einem einfach nur die Ohren wehtun. . Zumindest klingen alle Kinos so, in denen ich bisher war. Danke für den SVS Vorschlag. Von SVS würde ich mir eventuell die Subwoofer holen. Das Ultra EVO Center sieht von den Daten ganz gut aus. Wenn auch 3 Wege und recht klein. Aber mit den 2 Wege Bookshelf kann ich mich nicht wirklich anfreunden und die Tower trennen ihre Tieftöner schon bei 140-170hz je nach Modell, das wäre nochmal deutlich tiefer als meine, wodurch die teuer bezahlten 8" brach liegen würden. Preislich über dem Budget. So grob 1.000 pro Lautsprecher wären der Plan für die 3 vorderen. 500 für die Surrounds. Verglichen habe ich sie mit Klipsch RP 8000F II. Mächtiges Center aber die Fronts nur 2 Wege und sehr spezieller Klang. Magnat Signature 909, die haben 4 Wege und ziehen die Tieftöner sehr hoch, großer Mitteltöner, fokussiert den 4. Weg aber auf den Doppelhochton. Generell mein Favorit von den Standboxen aber das Center ist erheblich kleiner als die Fronts. Quadral Platinum+ Nine und Ten Base als Center. Bisher das beste Center überhaupt, aber die Fonts trennen ihre riesigen Druckkammer Tieftöner schon bei 200hz und bleiben nur die kleinen übrig für viel Geld. Generell habe ich immer nach Restposten von auslaufenden Serien gesucht, und.in höhere Preisklassen zu kommen. Ich habe auch schon ernsthaft überlegt, mir 3 große Center zu kaufen und die als LCR zu betreiben, da die im Gegensatz zu Standlautsprechern immer auf die Zusammenarbeit mit einem Sub ausgelegt sind. Es wäre natürlich super, wenn ich mit 2 Wege Lautsprechern ans Ziel kommen könnte, aber es ist schwer vorstellbar, wie 2 Chassis die so breitbandig spielen müssen, alle Frequenzen mit Kraft und Klarheit wiedergeben können. Das Chassis müsste ja dann mit großer Auslenkung bis 80hz spielen und gleichzeitig mit Druck in diese Bewegung feinere Schwingungen im 4 Stellungen Hz Bereich einbringen. Daher mein Gedanke das auf viele Treiber aufzuteilen, die sich auf ihren Bereich konzentrieren können. |
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stoneeh
Inventar |
#7
erstellt: 04. Jan 2026, 03:26
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Der zugehörige Fachbegriff lautet Intermodulation. Hier eine Erklärung inkl. empirischem Vergleich 2 Wege vs 3 Wege vs 3 Wege mit Subwoofer von Neumann ( Quelle):![]() ![]() ![]() Sieht erstmal gut aus und spricht für so viele wie mögliche Wege. Die aktuell besseren Chassis sind aber so demoduliert aufgebaut, dass sich diese Effekte kaum mehr feststellen lassen. Das trifft natürlich auf Purifi & co. zu, es gibt aber auch im sehr leistbaren Bereich, um 100€, welche, die in der Hinsicht fast an das state of the art rankommen. Das laber ich in dem Fall nicht nach, sondern ich habe oder hatte alles, von was ich spreche, auch selbst verbaut, und sowohl Intermodulationsverzerrungen gemessen (via Multitonmessungen), als auch gehört. Das Ergebnis ist relativ eindeutig - mehr als 3 Wege gesamt (d.h. Sub bereits inkl.) bringt idR keinen nennenswerten Vorteil mehr, bzw. tendiert darüber idR das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu negativ. |
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Wholefish
Inventar |
#8
erstellt: 04. Jan 2026, 10:36
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Dein Gedanke mit den bestmöglichen Übertragungsbereichen für jedes Chassis ist wahr, aber nicht die ganze Wahrheit. Für mich, aus Hobby Entwickler Sicht, hat Quadral bei der neuen Generation eher Geld gespart, als Klang drauf gepackt. Ich würde keine 2 parallel verschalteten 180mm Tieftöner bis 500hz laufen lassen. Außer, ich möchte Geld sparen, denn für die doppelt so hohe Frequenz kann ich vermutlich eine Spule mit deutlich niedrigerer Induktivität verwenden. Bis 500hz heißt, dass auch Stimmen, vor allem Männerstimmen hier noch deutlich mitschwingen. Dank der Doppelbesetzung aber sicherlich ein Kammfiltereffekt auftritt. Des Weiteren ist die Verwendung eines 180mm Mitteltöners für Frequenzen bis 3000hz als katastrophal zu bewerten. Ein 180mm Chassis, fängt in der Praxis schon bei rund 650-800hz an zu bündeln (Bündelungsfrequenz berechnen, Membrandurchmesser nicht Außendurchmesser). Das heißt, bei 3000hz dürfte die Schallabstrahlung in die Breite kaum noch vorhanden sein und ein bruchfreier Übergang zum Hochtöner ist nicht mehr möglich. So was geht zu Lasten der Räumlichkeit, Bühne, Ortbarkeit, Details. Ein relativ kompromissloser Übergang zum 25mm Hochtöner gelingt mit einem Chassis bis 13cm Durchmesser bei einer Trennfrequenz von unter 2khz. Im Fertigsegment findet man das kaum. Hier perfekt umgesetzt: http://www.frank-landmesser.de/bau_tafal.htmlMit jeder Übergangsfrequenz schaffst du dir Probleme ins Haus. Deine Wahrnehmung des Klangs hat nichts mit der Anzahl der Wegen zu tun. Es ist eine reine Abstimmungssache. Gerade in kleineren Räumen sind Systeme mit wenigen "Wegen" tendenziell im Vorteil, da du nicht so nah an den Interferenzen der verschiedenen Chassis sitzt. Konkret kann ich dir mal eine Box nennen, die jetzt aus meiner Sicht gut passen könnte, und die ich auch schon selbst gehört habe. Die Triple X. https://www.hifitest...nacor-triple-x-23716Vielleicht gefällt es dir, da es eine Dreiwege Konstruktion ist. Als ich diesen LS in den Räumen der K&T gehört habe, erreichte er enorme Lautstärken und ein sehr geringes Niveau an Verzerrungen. Besser kann ein Coax wahrscheinlich nicht rundstrahlen. An Details oder ordentlich Energie im Mittelton dürfte dir da nix fehlen. Das einzige was da eher gefehlt hat, war Tiefbass. Aber das ist in deinem Fall ja gar nicht gewünscht. Der Erbauer Franky ist hier in den Foren auch aktiv. Ich könnte mir fünf davon gut als Heimkinobestückung vorstellen. Oder vorne sogar die Triple Play, als große Schwester. btw zum Thema Center: Ich würde da immer wenn möglich drei gleiche Lautsprecher vorne aufstellen. Vor allem liegende Center mit Doppeltiefmitteltöner würde ich großflächig umfahren. [Beitrag von Wholefish am 04. Jan 2026, 10:42 bearbeitet] |
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Surroundosaurus
Schaut ab und zu mal vorbei |
#9
erstellt: 05. Jan 2026, 01:37
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Danke, das ist sehr aufschlussreich. Wie Du schon sagst, sieht das auf den Grafiken natürlich so aus, dass mehr Wege besser sind. Interessant wären da natürlich vergleichende Messungen der demodulierten Lautsprecher. Ich tue mich da echt schwer, auf weniger als die 3 Wege plus Sub zu gehen, die ich jetzt habe. Ich muss dazu sagen, ich habe letze Nacht nochmal weiter mit Einstellungen gespielt und mal NeuralX eingeschaltet, was künstlich die Höhen Lautsprecher einbindet. Ich wollte mal gucken, ob das wirklich gut funktioniert. Es sind Quadral Phase A15 mit 1 Weg Vollbereichs Chassis, die aktuell noch direkt auf den Fronts liegen, da ich noch keine Zeit hatte, sie unter die Decke zu bringen. Erschreckender Weise, hat das mein Loch in der Mitte sehr stark aufgefüllt. Es ist quasi wie ein vierter Weg für die Fronts und wie bei meinen alten Taurin sitzt dieser ganz oben über dem Mittel und Tieftöner. Sicherlich trägt auch ein bisschen bei, dass es beeindruckender ist, wenn der Klang mit von oben bzw der ganzen Wand kommt, aber das deutliche Leiser werden der Mitten unter Last ist wirklich deutlich reduziert. [Beitrag von Surroundosaurus am 05. Jan 2026, 01:40 bearbeitet] |
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Surroundosaurus
Schaut ab und zu mal vorbei |
#10
erstellt: 05. Jan 2026, 01:57
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Also würde das heißen, meine Argentum mit der Trennung bei 240hz und dem 135mm Mitteltöner sind eigentlich sogar besser? Wobei das Außendurchmesser der Chassis sind bzw ich glaube der Schraubenabstand, müsste ich mal messen. Die Membranen sind deutlich kleiner. Wenn dann wäre eher die Triple Play für die Front interessant und vielleicht eine Dipol Variante der TrippleX für hinten und einfach nur der Coax unter der Decke. Aber bei Coax und PA Technik ist für mich immer schwer vorstellbar, dass da der von mir gewünschte Klang raus kommt. Ungehört würde ich mutmaßen, dass mir Punktschallquelle, Sprachverständlichkeit etc eher nicht so wichtig sind sondern einfach maximale Dynamik, Druck und Klarheit auf allen Frequenzen. Kann das so ein Coax tatsächlich leisten? Ich ging immer davon aus, dass die beiden Treiber in einem Gehäuse und das "Loch" im Mitteltöner sich gegenseitig stören. Da Center wird leider liegen müssen, da es ein Fernseher und keine Leinwand ist. Zusätzlich hat es aktuell eine absurde Neigung nach oben, damit der Ton in der Mitte des Bildes ist. Wobei ich gestehen muss, ich merke durch die Neigung nach oben keinerlei Verschlechterung sondern nur Verbesserung im Klang, entgegen allgemeiner Empfehlung. Ich sage jetzt auch lieber nicht, das es 80° nach oben sind. Aber sie wieder direkt auf Ohrhöhe zu richten, verbessert den Klang tatsächlich auch nicht. Im Artikel lese ich, die Tripple Play kann liegen. Aber habe ich dann nicht eine vertikale statt horizontaler Abstrahlung? [Beitrag von Surroundosaurus am 05. Jan 2026, 02:00 bearbeitet] |
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stoneeh
Inventar |
#11
erstellt: 05. Jan 2026, 10:03
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Np. Und du hast recht, nach tatsächlichen Daten / Beweisen für meine Behauptung zu fragen. Leider habe ich viele der Kandidaten, von denen ich sprach, damals noch nicht standardisiert / easy vergleichbar vermessen; aaaber, ein bisschen was hab ich immer. Erstmal kann ich verweisen auf die Messungen meiner aktuellen Desktop-Monitore -> klick. Das Setup in dem Post besteht aus Subwoofer (~12"), getrennt bei 100 Hz, und einem 6,5" TMT und 1" HT im Waveguide. Klirr und IMD sind super vorbildlich, und es zeigen sich auch nirgends Schwachstellen im Frequenzverlauf, entgegen den Beispielen im Neumann Paper. Die Chassis / Treiber sind dabei noch nicht mal sonderlich moderne oder explizit demodulierte (via Ring) Exemplare, sondern einfach ein paar gut durchentwickelte klassisch gebaute.Dann kann man zB die von Erin vermessene TAD CR1TX erwähnen. Ist so ein Grenzfall - vom Bass auf den TMT wird bei 250 Hz getrennt. Von dort an ist es aber ein Zweiweger. Bei den IMD ebenso keine Schwachstellen irgendwo: https://www.erinsaudiocorner.com/loudspeakers/tad_cr1tx/Und, vll. am beeindruckendsten, ein ULB-"Zweiweger mit integriertem Subwoofer", der ebenso in der Multitonmessung selbst bei (für die Größe) hohen SPLs vorbildliches Verhalten ohne jegliche Schwachstellen in einem Frequenzbereich zeigt. UND bei der Kompression auch, was schlichtweg sensationell in dem Preisbereich ist. Review -> https://www.audiosci...er-mr5-review.64911/Man würde bestimmt noch eine Reihe weiterer Beispiele finden, aber ich denke meine Behauptung ist damit belegt - mit nach dem Subwoofer nicht mehr als zwei Wegen lässt sich essentiell das erreichbare akustische Optimum erzielen. Insb. das letzte Beispiel zeigt, dass Konzept und Preis gerne mal viel weniger Rolle spielen als Entwicklungsaufwand und Ingenieurskunst. |
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Michith
Inventar |
#12
erstellt: 05. Jan 2026, 12:06
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Hallo 4 Wege können durchaus Sinn machen, wenn man den einzelnen Chassis die optimalen Einsatzbereiche zuweist. Es gibt da ein Beispiel aus den 80gern, dem ich früher nachgeeifert habe (nur die passive Version, die aktive war damals unbezahlbar), die Gröhnemeier Box.Hier wird der Tiefbass bei glaub 200Hz getrennt, dann ein 17er, eine 50mm Kalotte und ein Bändchen, klingt sogar passiv sensationell. Legendäre Vertreter dieser Art wären auch die hier., lange die Stereoplay Referenz.Bei beiden Beispielen wird ein 17er möglichst früh getrennt, dass der nicht in die Bündelung kommt, eine grosse Kalotte tief angebunden und relativ spät ein HT angekoppelt. Das erachte ich für sehr aufwändig aber sinnvoll, klingt einfach sehr souverän so eine Box. Die andere Möglichkeit 4 Wege zu erreichen wäre dann das ganze um einen sehr guten 13er MT aufzubauen, ich höre schon seit 20Jahren auf PSM120, die bei ca. 2500 Hz getrennt sind, eine 28er Kalotte (NoFerro800) übernimmt dann oben, unten wird durch W200S ergänzt bei etwa 450Hz übernimmt der 13er. Ein 30er Peerless ergänzt die geschlossenen Boxen von 30 bis 80Hz. Das Setup ist mit identischen Speakern für Surround (5.1) ausgelegt, für uns ist das die beste Lösung. Aber ein fünfter Weg ist nicht wirklich sinnvoll, du solltest dich halt für die eine oder die andere Art 4 Weg entscheiden. Gruss, Michi |
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der_Lauscher
Inventar |
#13
erstellt: 05. Jan 2026, 14:51
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bei mir war das ab 1984 die Dynaudio Compound 5, die ich mir aus "Original-Preis-Gründen" selbst nachgebaut hatte Übergangsbereiche: 300 Hz / 3 kHz / 15 kHz. Die mir bekannte extremste Art mit "Mehrwegen" und Aktiv ist eine Von Schweikert Ultra 11, die mich jedoch bei der Hörprobe nicht überzeugen konnte |
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Wholefish
Inventar |
#14
erstellt: Gestern, 08:57
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Dynamik, Druck und Klarheit kannste doch im Prinzip als Definition für PA nehmen Der Pappe ist es beim Luftmoleküle anschubsen relativ wurscht, welches Label der Hersteller draufgedruckt hat. Ist halt auch hier wiederum alles Abstimmungs- bzw. Konstruktionssache. Ich glaube, dass du diverse schlecht eingestellte und/oder minderwertige PA Lautsprecher im Kopf hast und du da ungerechtfertigt verallgemeinerst. Wenn du dir die Frequenzgangmessung ansiehst, wirst du sehen, dass der Verlauf über 8khz schon unruhiger ist, wie es bspw. bei einer guten Kalotte im passenden Waveguide wäre. Das ist natürlich der Bauart geschuldet. Wenn ich aber herauslese, was dein Anforderungsprofil ist, bzw. deine klangliche Vorstellungen, vor allem bezüglich Dynamik und Klarheit... Klingt für mich wie gemacht für einen Lautsprecher wie bspw. die Triple X. Bezüglich dem Betrieb im Liegen hast du den Vorteil, zumindest bei drei von 4 Seiten in der Coax abstrahlt, einen (fast) gleichen Abstand zur Gehäusekante zu haben. Mit außen angeordnetem Tieftöner seh ich da kein Problem. Thema Center: Die horizontale Abstrahlung ist bei den klassischen Centern das Problem. Nicht die vertikale. Daher kipp den ruhig, wie du möchtest Bzgl. Trennfrequenzen... Besser oder schlechter ist schwer zu sagen. Die Gesamtkonstruktion zählt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man es schafft, einen 180mm MT an eine Kalotte bruchfrei anzubinden. Ebenso finde ich es tendenziell problematisch, Doppel 180mm bis 500hz zu ziehen. Vielleicht kann man jedoch auch mit entsprechend aufwendiger Filterung da was Gutes rausbekommen. Daher... Die Anzahl der Wege, die Trennfrequenzen etc. sagen erstmal einzeln betrachtet nichts aus. Btw: Die Triple X würde ich mir persönlich übrigens gar nicht bauen. Ich bevorzuge sanftere Lautsprecher, mit mehr Tiefgang und hohe Pegel brauch ich gar nicht. Ich bin ganz klassisch der neutrale 2-Wege Monitor Fan Du hast aber andere Anforderungen. |
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thonau
Inventar |
#15
erstellt: Gestern, 15:51
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Hallo, nachdem klar wird das vier Wege auch vier Probleme ergeben. Moderne Zweiweger sollten möglich sein, mit weniger Kompromissen. Ich werfe mal die Elbe ins Rennen. |
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