Gute Basswiedergabe - was ist zu beachten?

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ukw
Inventar
#1 erstellt: 18. Jun 2005, 17:27
Die Überschrift sagt es. Ich möchte einen Thread starten, in dem Gedanken zur guten Basswiedergabe zusammengetragen werden.
Es geht hierbei nicht um die Aufzählung von Fertigprodukten sondern vielmehr um das gemeinsame Erarbeiten der Grundlagen.

Ausgehend von meiner inzwischen überwundenen Tiefstbassneigung musste ich erleben, dass 20 Hz nicht alles sind...

Wie erreiche ich eine saubere und möglichst verzerrungsfreie und zeitrichtige Tieftonwiedergabe in Wohnräumen bis 150 m²?
Ich möchte schon überdurschschnittliche Pegel erzielen... 110-115 dB sollen möglich sein.
Die Art der Konstruktion ist frei - WAF interessiert erstmal nicht. Es geht darum ein Ziel zu formulieren
und dann Wege aufzuzeigen, wie dieses Ziel erreicht werden kann.
Wenn bei drei Wege Konzepten zu viele Kompromisse eingegangen werden müssen, wird einem 4 Weg Konzept der Vorzug gegeben.
30-35 Hz als unterer Frequenzbereich festgelegt.


Closed Box oder Horn erscheinen mir als möglicher Weg?
Was meint Ihr?

Gibt es noch Alternativen zum Bass Array?
clp99
Stammgast
#2 erstellt: 18. Jun 2005, 17:46
150m²?

Ich denke, die beste Lösung dafür sollte ein Double Bass Array sein!
A-Abraxas
Inventar
#3 erstellt: 18. Jun 2005, 17:53
Hallo,
zwei Eckhörner - entweder Klipschorn oder Eckhorn 18 - würden den Vorgaben entsprechen und sind mit den Ansprüchen an Verstärkerleistung sehr genügsam.
Dazu gibt es den unnachahmlich federnden sauberen Horn-Bass...
Viele Grüße
Spatz
Inventar
#4 erstellt: 18. Jun 2005, 19:16
Ein DBA mit 4 elektronisch begradigten (digitaler EQ) Eckhörn18ern... Wenn das klappt, ist Polen offen.
Herbert
Inventar
#5 erstellt: 18. Jun 2005, 21:46

Wie erreiche ich eine saubere und möglichst verzerrungsfreie und zeitrichtige Tieftonwiedergabe in Wohnräumen bis 150 m²?
Ich möchte schon überdurschschnittliche Pegel erzielen... 110-115 dB sollen möglich sein.


Einfachste Methode ist hier ein Horn, das braucht dann auch kein eigenes Kraftwerk im Keller. In erster Näherung würde ich sagen, dass es auf ein Drei-Wege-System mit Subbass hinausläuft, da Fronloaded-Hörner mit einer derart niedrigen Grenzfrequenz nach oben hin früh abgetrennt werden müssen.

Gruss
Herbert
Gelscht
Gelöscht
#6 erstellt: 18. Jun 2005, 23:18

Spatz schrieb:
Ein DBA mit 4 elektronisch begradigten (digitaler EQ) Eckhörn18ern... Wenn das klappt, ist Polen offen.


die ls dürfen bei einem array nicht in den ecken positioniert sein, sondern müssen gleich distanziert von ihren nachbarn, bzw. spiegelschallquellen positioniert werden. anders entsteht keine ebene wellenfront, die ganz entscheidend für das funktionieren des array ist. siehe http://www.monkeyfor...t/DAGA2003-Paper.PDF
audiofisk
Inventar
#7 erstellt: 18. Jun 2005, 23:58
Wenn man den Gedanken aber weiterspinnt:

- in allen [hoffentlich nur 8] Raumecken je ein Bass(horn)?

Geht das in die Richtung das der Raum dann eine funktionale Druckkammer ist?

Hat man dann überhaubt noch die Notwendigkeit den Aufwand für eine DBArraysteuerung zu treiben?

]-audiofisk°<

[edit]acht+) wird zu8)[/edit]


[Beitrag von audiofisk am 19. Jun 2005, 00:00 bearbeitet]
Spatz
Inventar
#8 erstellt: 19. Jun 2005, 00:29

markus767 schrieb:

Spatz schrieb:
Ein DBA mit 4 elektronisch begradigten (digitaler EQ) Eckhörn18ern... Wenn das klappt, ist Polen offen.


die ls dürfen bei einem array nicht in den ecken positioniert sein, sondern müssen gleich distanziert von ihren nachbarn, bzw. spiegelschallquellen positioniert werden. anders entsteht keine ebene wellenfront, die ganz entscheidend für das funktionieren des array ist. siehe http://www.monkeyfor...t/DAGA2003-Paper.PDF


Dann stellt man einfach an Front- und Rückwand je 2 Eckhörner, so hat man sein DBA. (Es gibt im Netz ein Bild von 2 Eckhörnern an einer Wand, ich weiss nur nicht wo... Aber es klappt.)
Gelscht
Gelöscht
#9 erstellt: 19. Jun 2005, 00:46
es geht darum, eine ebene wellenfront von vorne zu erzeugen (effektiv erst ab 2 richtig aufgestellten woofern: in ecken strahlen die woofer nur in sehr tiefen frequenzen zusammen eben ab). ein zeitverzögert und phasenverschobenes spiegelbild der vorderen ls an der rückwand, vernichtet die von vorne abgestrahlte energie. damit kann der von vorne abgestrahlte schall nicht mehr hinten reflektiert werden, womit raumeigene resonanzen ausbleiben.

anders ausgedrückt: je ebener die vorne erzeugte welle wird, desto höher die absorbtionsfrequenz an der rückseite.
in kleinen räumen bekommt man mit einem 2x2 dba schon sehr gute ergebnisse. je grösser der raum, umso mehr woofer müssen angebracht werden, um die geforderte ebenmässigkeit der schallwellen zu erreichen.
Neutz
Stammgast
#10 erstellt: 19. Jun 2005, 01:14
Wenns ein normaler Raum ist würde ich pro Ecke 2 E. 18 reinstellen, jew. übereinander.
Das sollte doch reichen, falls Heimkino bedarf besteht kann man ja noch in die Ecken hinten die 12 oder 15 zoll Variante einbringen.

btw.: Welche MT HT sind denn geplant? 4 mal Viech pro Seite?
Gelscht
Gelöscht
#11 erstellt: 19. Jun 2005, 09:53
nochmal: die aufstellung eines woofers in raumecken ist die sicherste methode alle raumresonanzen optimal anzuregen. starke lautstärkeunterschiede von locker 30 db sind die folge. bei einem 2x2 dba müssen sich die woofer in höhe der halben wandhöhe und ein viertel der frontbreite von der jeweils linken und rechten wand entfernt befinden.
zusätzlicher vorteil eines dba: die woofer müssen nicht entzerrt werden, da keine resonanzen mehr zu erwarten sind. ausserdem steigt der max. schalldruck durch die vielzahl der woofer an, bzw. verzerrungen werden bei gleicher lautstärke verringert.
ukw
Inventar
#12 erstellt: 19. Jun 2005, 12:21
@ Neutz: ein Breitband wird nicht reichen...
um eine saubere Stereobühne zu haben, dürfen keine Viecher an der Seite stehen. Heinkino ist bei mir nicht geplant.
Grundsätzlich müssen sich die Mittel und Hochtöner den Vorgaben vom Bass unterordnen.

Frage: Bei einem Bass Horn wäre es möglich die obere Frequenz bis etwa 300 Hz laufen zu lassen ?
Frage: Ist das Zeitverhalten eines Horns (FL oder BL mit Druckkammer) optimal?

Wenn das Horn über mehrere Oktaven läuft, enstehen dabei Verdopplungen und Auslöschungen (Resos) im Horn?
Von 33 - 262 Hz entspricht 3 Oktaven.

Horn hat eben den großen Vorteil, dass ich mit weniger Verstärkerleistung auskomme. Aber kein Vorteil ohne Nachteil

Die Aufstellung eines Bass array hat bei richtiger Positionierung der Bässe den Vorteil, den Raum gleichmäßiger anzuregen. Die nötige tiefe Trennfrequenz erfordert m.e. ein 4 Wege System, da ein Mitteltöner von 100-1500 Hz schwerer zu realisieren ist.
Oder wieder Horn?
Die Bündelung der Hörner kann hoch sein. Aber wie erreiche ich eine stetige Zunahme der Bündelung eines Mittelton Horns von 100-2000 Hz ohne das die Bündelung im oberen Frequenzbereich zu stark wird?
Stehwelle
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 19. Jun 2005, 17:25
Hörner? Aber immer! Am besten ist wenn man darauf sitzt oder mittendrin ist! Siehe auf dem Foto! http://www.exoticaudio.org/big_horn.jpg
Aber leider ist in einer Mietwohnung der Ärger mit Vermieter und Nachbarn vorprogrammiert!
geist4711
Inventar
#14 erstellt: 19. Jun 2005, 17:33
dreiwege dürfte für solch eine räunlichkeit schon reichen.
hochtonhörner(zb ringstrahler) ab 5khz für die höhen,
zb FL-hörner für die mitten bis ca 100hz runter und ab da dann ein paar eckhörner würde ich da vorsehen.
basshörner bis 300hz laufen lassen würde ich nicht machen,
viele hörner laufen ja nur bis max 200hz optimal.
das ganze natürlich aktiv getrennt(mindestens sat/sub).
mfg
robert
ukw
Inventar
#15 erstellt: 19. Jun 2005, 17:45
Ich habe nirgendwo im Netz Hinweise zur Gehäusegüte bei Hörnkonstruktionen gefunden
Herbert
Inventar
#16 erstellt: 19. Jun 2005, 22:49
Hallo Uwe,

um bei der geforderten unteren Grenzfrequenz halbwegs annehmbare Abmessungen zu erhalten muss das Basshorn schon gefaltet werden. Frequenzen von 300 Hz sollten durch eine Faltung nicht mehr laufen. "Pi mal Daumen" würde ich das Basshorn bis 100, max. 150 Hz laufen lassen und darüber dann durch Hörner ohne Faltung ergänzen. Ein Eckhorn hat zudem den Nachteil der Eckaufstellung, Freiheitsgrade bei der Konstruktion werden schon zu Beginn stark eingeschränkt.Für den Freqenzbereich von 100 bis 20.000 Hz können es dann ruhig 3 Wege sein. Kennst Du diese Seite: http://www.volvotreter.de/new_system.htm? Prinzipiell ist dort realisiert, wie es aussehen könnte.

Gruss
Herbert
ukw
Inventar
#17 erstellt: 19. Jun 2005, 23:31
Hallo Herbert,
Danke für den Tipp - ich kannte diese Site und das Projekt schon.

Natürlich könnte ich loslegen und irgendwas bauen, nur ist mir die Ergebnisseite zu vage.
Mir fehlt die Erfahrung, die ich erst durch Try and Error auf dem Mesweg erreichen könnte.

Wo finde ich Infos zur Gehäusegüte und zum Zeitverhalten eines Horns?

Weiter bleibt die Frage des Bündelungsmaßes und der Resonanzen im Horn.
ukw
Inventar
#18 erstellt: 21. Jun 2005, 17:17
OK, ich werde mir Messsoftware besorgen und mich auf den Weg machen...
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