Gehäuse für Bandpass

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Oliver20_2003
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 28. Mrz 2004, 20:41
Hallo erstmal an alle !
Hab mal ein bisschen rumgestöbert und muss sagen das es wirklich sehr interessant ist hier !!!
Nun zu meinem Probl:
Ich möchte den INFINITY 25er mit unten genannten Daten in nen einfach Ventilierten Bandpass baun für die Heimkinoanlage - insgesamt habe ich 4 davon die dann alle zusammen ein großes gehäuse bilden werden wo jeder einzeln in seinem bandpass spielt...
Nun hab ich die bitte ob mir jemand das passende Gehäuse berechnen kann da bei dem lsp nichts bei war.
Wäre echt super nett !!!
Hier die Daten:(Ist ein 25er)
Impedanz8Ohm
Nennbelastbarkeit (P)180Watt
Maximale Belastbarkeit250Watt
Frequenzbereich25-2700Hz
Resonanzfrequenz (fs)23Hz
Mittlerer Schalldruck (1W/1m)87dB
Gleichstromwiderstand (Re)7,6Ohm
Schwingspuleninduktivität (Le)4,26mH
Bewegte Masse (Mms)114g
Äquivalentvolumen (Vas)61L
Elektrische Güte (Qes)0,329
Mechanische Güte (Qms)9,219
Freiluftgesamtgüte (Qts)0,317

Vielen Dank schonmal
MFG Oliver
SATire
Stammgast
#2 erstellt: 02. Apr 2004, 11:06
Hallo Oliver,

das ist nicht so einfach zu berechnen, weil es so viele Möglichkeiten gibt.
Ganz wichtig zur Auslegung des Bandpass ist die Beantwortung folgender Fragen:

1. Welcher Frequenzbereich? Wo fängt Dein Tief-Mitteltöner an und was soll die untere Grenzfrequenz (bei -3 dB) werden?

2. Wie "laut" ist Dein Kompaktlautsprecher? Also wieviel db bei 1 W 1m soll der Bandpas machen? (Die angegebe Empfindlichkeit des Lautsprechers ist im Tiefbasbereich irrelevant)

3. Wo willst Du die beiden Boxen hintstellen. Ich empfehle dringend 2 Boxen aufzubauen, damit die Raumresonanzen nicht so drastisch nerven. Stehen die in der Nähe von Wänden -> weniger Empfindlichkeit notwendig...

4. Du hast doch hoffentlich keine Einschränkung was die Größe angeht? So viel kleiner als Bassreflexboxen ist ein Bandpass normal nicht, er kommt oft nur weiter 'runter...

Nur wenn Du Dir alle Fragen genau beantworten kannst, ist die Berechnung möglich. Anhaltspunkte:
Je größer der Übertragungsbereich desto leiser oder desto größer wird die Box
Je tiefer die Einsatzfrequenz desto größer und desto leiser wird die Box.

Heute Abend kann ich Dir ein paar Formeln aus einem Buch abschreiben, aber ohne die Diagramme hilft Dir das nicht viel... Möglicherweise kann ich Dir in der nächsten Woche was einscannen, falls Du im I-net nichts dazu finden kannst.
Ansonsten rechne ich Dir mal was vor, wenn Du Deine Wunschdaten sagst.

Viele Grüße,
Jens
Oliver20_2003
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 03. Apr 2004, 14:14
also das mit den Frequenzübergängen usw kann ich leider nicht beantworten da ich so genau keinen plan davon habe.
Ich will den einfach sehr tief abgestimmt haben oder am besten wäre vielleicht 2 stück dann sehr tief abzustimmen und die anderen beiden etwas auf druck abzustimmen.
Größenmäßig gíbts absolut keine einschränkung.
Wäre echt super wenn du mir so etwas berechnen könntest.
MFG Oliver
SATire
Stammgast
#4 erstellt: 05. Apr 2004, 10:49
Hallo Oliver,

ich habe wirklich keine Ahnung, was ich für Dich rechnen soll...
Was ist "sehr tief" und was ist bei Dir "Druck"? Willst Du irgendwelche Frequenzen absichtlich betonen (so habe ich das verstanden mit einmal tief und einmal laut abgestimmt...)? Welche? Oder wie groß ist Dein Raum?

Die Skalierungsfrequenz für den BP ist f/Qts=73 Hz bei Dir. Darum herum kann man jetzt beliebig viel spielen, mit deutlichen Auswirkungen auf Übertragungsbereich (1-2 Oktaven), Pegel, Einsatzfrequenz und Gehäusegröße...
So ein hart aufgehängter wie Du ihn hast ist aber eher für "laut" als für "tief" gedacht. Ist so etwa 45-120 Hz und 92 dB (bei 1W 1m) das, was Du Dir vorstellst oder geht es ganz woanders hin?
qnorx
Stammgast
#5 erstellt: 05. Apr 2004, 12:00
Hier geht's um den gleichen Tieftöner:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-71-657.html


Zufall oder die gleiche Person hinter den beiden Postings?
Oliver20_2003
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 05. Apr 2004, 15:36
also das ist zufall - aber in dem anderesn Thread ist ja schon eher geholfen worden.
Ich kenn mich leider nicht so genau aus um dir diese Trennrfrequenzen sagen zu können oder um jetzt zu sagen der soll von *hz bis *hz spielen
Ich bin daher auf dem bandpass weg da ich mir mal nen 30er gebaut habe den ich bei nem hifiladen hab berechnen lassen und der vom tiefbass usw einfach super geil war.. und das war ein extrem billig chassis.
Muss dann wohl evtl doch auf bassreflex gehen wie in dem anderen thread gesagt wenn man sonst nichts mnachen kann
MFG Oliver
SATire
Stammgast
#7 erstellt: 05. Apr 2004, 16:05
Hallo Oliver,

man kann ja was machen, aber wenn man nicht weiß, was man will, dann kann man auch nicht erfahren, wie man das bekommt...

Bei nem Bassreflex musst Du Dir ja auch eine Trennfrequenz für die Weiche aussuchen und die Lautstärke der verschiedenen Chassis anpassen, damit der Frequenzgang halbwegs so wird, wie Du Dir das vorstellst. Da hast Du dann also die gleichen Fragen zu beantworten: Was für 'nen Bass willst Du.
Oliver20_2003
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 05. Apr 2004, 16:41
da wird nichtsmehr über ne weiche laufen da die chassis hinterm dem sub out der digital endstufe sind.
Ich möchte eigentlich gerne 2 bässe im bandpass haben die sehr tief abgestimmt sind und die anderen beiden dann im bassreflex wo evtl bisschen mehr kickbass und druck mit drin ist
MFG Oliver
SATire
Stammgast
#9 erstellt: 05. Apr 2004, 17:27
Ich habe mir gerade zwei neue Bandpässe für meine Chasis ausgerechnet: 36-89 Hz bei 92 db +-3 dB (Q2=0,9) in 100 l und 41 -114 Hz bei 90 dB +-3 dB in 54 l (Q2=1,1). Jetzt muss ich die innenarchitektonischen Begebenheiten noch mit meiner Frau diskutieren und mich dann entscheiden. Auch da gibt es natürlich noch viele Alternativen, ich bin aber auf 90 dB festgelegt, weil ich die Kompaktboxen schon habe (90 dB, f-3dB =80 Hz, genug Kondensatoren im Schrank, um das mit dem Bandpass passend zu machen).

Wenn Du sowieso ein Bassreflexgehäuse aufbaust und eine elektronische Weiche hast, dann mach die doch einfach doppelt so groß und pack' die anderen da auch 'rein. Tiefbas geht ja mit Bassreflex genausogut wie mit dem Bandpass. Und Schallplatte hörst Du ja nicht mehr, oder?
SATire
Stammgast
#10 erstellt: 06. Apr 2004, 09:30
Hallo Oliver,

ich denke, dass Dein Chassis nicht besonders gut für die Tiefbasswiedergabe (mit einem Bandpassgehäuse) geeignet ist, weil das Qts=0,317 so klein ist und daher F=73 Hz recht groß. Daher fällt das Volumen klein aus und der Wirkungsgrad eben auch:

Ein Beispiel: Bandpass mit s=0,7 und Q2=1 (-> Übertragungsbereich 51-110 Hz +- 3 dB)
Reflexvolumen: schlappe 12 l Vol=4*s^2*VAS*Qt^2
geschlossenes Volumen: 7 l V1=VAS/((Q2/Qts)^2-1)

macht zusammen also V=19 l

Dann ist der Wirkungsgrad
W= f(untere Grenzfrequenz)^3 * V/10.000.000= 51^3*19/10.000.000=0,25%, was 86 dB bei 1 W 1 m entspricht. Der "Bandpassbonus" beträgt in diesem Fall satte +5 dB -> 91 dB

Eine noch tiefere Abstimmung bringt wegen Frequenz hoch 3 eine deutlich schwächere Lautstärke (auch bei Bassreflex nur um max. Faktor 2 besser).

Wenn Du 2 Chassis parallel einbaust hat die Box ein Innenvolumen von 38 l bei einer Lautstärke von 94 dB, was vielleicht zu Deinen anderen Lautsprechern passt, aber eine untere Grenzfrequenz von 51 Hz ist nicht so toll.

Alternativ: S=0,7, Q2=0,8 -> 40 - 90 Hz
12 l + 11 l =33 l -> W=0,21 % + 1 dB -> 87 dB
Mit 2 parallel: 66 l Volumen netto und 90 dB bei 1 W 1m. Ist das noch laut genug? Immerhin geht die schon ab 40 Hz aber so ab 90-100 Hz sollten dann die Kompaktboxen weiter machen.

Wenn Du bei Bassreflex auf Q2=0,5 abstimmtest ->
V=33 l, f2=36 Hz (untere Grenzfrequenz abstimmen auf ~54 Hz) kommst Du immerhin auf 54^3*33/5.000.000=1% ~92 dB.

Die Chassis werden also recht laut sein mit schwachem Tiefbass, egal wo Du sie hineinbaust. Das hätte ich Dir vielleicht vorher schon mal ausrechnen sollen, bevor ich Dich mit den ganzen Fragen nervte.

Viele Grüße,
Jens


[Beitrag von SATire am 06. Apr 2004, 11:02 bearbeitet]
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