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SPP 110 v. Monacor

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Beitrag
astral67
Stammgast
#1 erstellt: 03. Sep 2005, 10:30
Hallo zusammen,

ich habe noch aus den 90ern 4 Monacor SPP 110 im Keller liegen und frage mich schon die ganze Zeit, was ich damit sinnvolles anfangen könnte.

Hier mal Daten zu dem Chassis:
SPP-110/4 = 4 Ohm SPP-110/8 = 8 Ohm

Impedanz (Z) - 4Ohm
Resonanzfrequenz (fs) - 53Hz
Max. Frequenzbereich - f3–8000Hz
Maximale Belastbarkeit - 60Wmax
Nennbelastbarkeit (P) - 30Wrms
Mittl. Schalldruck (1W/1m) - 90dB
Nachgiebigkeit (Cms) - 1,95mm/N
Bewegte Masse (Mms) - 4,3g
Mechanische Güte (Qms) - 2,01
Elektrische Güte (Qes) - 0,46
Gesamtgüte (Qts) - 0,37
Äquivalentvolumen (Vas) - 8 l
Gleichstromwiderst. (Re) - 3,3Ohm
Kraftfaktor (BxL) - 3,3Tm
Schwingspulenind. (Le) - 0,3mH
Schwingspulendurchm. - 25,5mm
Schwingspulenträger - Alu
Lineare Auslenkung (Xmax) - ±2mm
Eff. Membranfläche (Sd) - 55cm²
Magnetgewicht - 10oz.
Gewicht - 0,9kg

---EDIT---
SPP-110/8 - technische Daten

Impedanz (Z) 8 Ohm
Resonanzfrequenz (fs) 55 Hz
Max. Frequenzbereich f3-8000 Hz
Maximale Belastbarkeit 60 WMAX
Nennbelastbarkeit (P) 30 WRMS
Mittl. Schalldruck (1W/1m) 90 dB
Nachgiebigkeit (Cms) 1,89 mm/N
Bewegte Masse (Mms) 4,4 g
Mechanische Güte (Qms) 2,01
Elektrische Güte (Qes) 0,46
Gesamtgüte (Qts) 0,37
Äquivalentvolumen (Vas) 8 l
Gleichstromwiderst. (Re) 6,5 Ohm
Kraftfaktor (BxL) 4,6 Tm
Schwingspulenind. (Le) 0,4 mH
Schwingspulendurchm. 25,5 mm
Schwingspulenträger Alu
Lineare Auslenkung (X¥) ± 2 mm
Eff. Membranfläche (Sd) 55 cm²
Magnetgewicht 10 oz.
Gewicht 0,9 kg
---/EDIT----

Hmmmm, bei dem Gewicht könnte man die z. B. als Buchstütze verwenden...grins*...

Neee, mal im Ernst....als Breitbänder taugen die wohl eher nicht, oder? Oder falls doch, bei welchem Gehäusekonzept?

Gruss,
Jens


[Beitrag von astral67 am 03. Sep 2005, 20:19 bearbeitet]
slowi66
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 03. Sep 2005, 11:16
Er (der mit 4 ohm) war zb im allerersten Cheap trick verbaut in verbindung mit einem PH 25 von Peerless. Es war auch mein erster selbstgebauter Lautsprecher
Er hat mir auch lange Zeit treue Dienste geleistet - viel dann aber leider einer Party zum Opfer Es wäre jedenfalls ein noch Lohnenswerter Nachbau.


[Beitrag von slowi66 am 03. Sep 2005, 11:31 bearbeitet]
astral67
Stammgast
#3 erstellt: 03. Sep 2005, 13:31
Hmmmm,

ich hab davon ja vier Stück rumliegen....

Also für 5.1 eins zuwenig und für Stereo zwei zuviel....

...oder man verbaut zwei pro LS-Box ....

Aber was nimmt man denn dann für einen HT?

Könnte eventuell dafür jemand hier einmal freundlicherweise ein Gehäuse rechnen?

Danke,
Jens
slowi66
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 03. Sep 2005, 13:56
Es waren 2 Tieftöner in reihe geschaltet, so daß der Lautsprecher nacherher wieder ca 8 Ohm hatte. Der Hochtöner war wie gesagt ein Peerless PH 25. Den gibt es meines wissens auch heute noch zu kaufen
astral67
Stammgast
#5 erstellt: 03. Sep 2005, 15:49
So, habe eben nochmal nachgeschaut: ich habe die 8 Ohm Ausführung.

Also parallell schalten und nach einem 4 Ohm HT Ausschau halten....

Hat jemand vielleicht einen Vorschlag um max. 20 Euro/Stück?
markusred
Inventar
#6 erstellt: 03. Sep 2005, 16:50
ich hab die ebenfalls früher verbaut. können viel hub und recht guten bass für die göße. mitten nicht linear bzw. optimal. am besten tiefe trennung zum hochtöner. oder auch ein kleiner breitbänder wie der frs8 von visaton als mittelhochtöner.

sorry für die schreibweise. geht momentan nur mit einer hand
astral67
Stammgast
#7 erstellt: 03. Sep 2005, 18:14
Gibt es irgendwo noch ein kostenloses Simulationsprogramm zum downloaden?

Habe keinen funktionierenden Link mehr gefunden...
slowi66
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 03. Sep 2005, 19:06
Hast du auch die TSP für die 8 ohm Version? Die sind mit sicherheit nicht die selben wie die welche du oben aufgeführt hast. Das Gehäuse für die für die 4 Ohm Lautsprecher hatte ein Volumen von ca 6,4 Liter und ein Bassreflexrohr mit 46 mm durchmesser und 120 mm länge - Pro Chasis wohlgemerkt ( Es waren zwei getrennte Kammern)
astral67
Stammgast
#9 erstellt: 03. Sep 2005, 19:25
@slowie

waren beide TT gleich abgestimmt?
slowi66
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 03. Sep 2005, 19:32
Ja
Zumindest hatten beide das gleiche Gehäusevolumen und Baßreflexrohr.
astral67
Stammgast
#11 erstellt: 03. Sep 2005, 20:20
Ich habe mal die TSP zum 110/8 oben reineditiert


[Beitrag von astral67 am 03. Sep 2005, 20:20 bearbeitet]
Thorsten-Fischer
Stammgast
#12 erstellt: 04. Sep 2005, 01:14
@ astral67
Wann in den 90ern hast du sie erstanden???
In den Zeitraum anfang/mitte der 90er sind einige Modelle mit anderen Daten (u.a. deutlich höhere Fs) ausgeliefert worden. Ein Messen der TSP wäre also von Vorteil bevor du Baust!
Ansonsten stimme ich dem Vorschlag TIEFE Trennung zu, ab ca. 1500 Hz ist der kleine nicht mehr so ganz überzeugend. DT-28N von Monacor wäre ein Hochtöner (auch für Doppelanordnung).
Bei Doppelanordnung sollte ein BB 2“ oder 3“ schon einen guten Wirkungsgrad haben so um 90 dB damit das passt. Einzeln ist das schon einfacher W2-800 von Tang Band z.B. Den Geschirmten SPP-110/8S gibt es noch bei Monacor. Und der TB ist schon Geschirmt.
5 bis 7 l. Bassreflex mit einem 4 cm Durchmesser Rohr Länge min 6 cm.

Gruß
capacitor
astral67
Stammgast
#13 erstellt: 04. Sep 2005, 13:01
@cap

die sind aus der ersten hälfte der 90er....so um 93/94

zum messen fehlt mir leider equipment...jedenfalls sind sie ungeschirmt...

und ich habe sie mir damals als mt in mein soundboard in den gsi gebaut....axton soundboard mit 4x20cm oder waren 25cm tt - dazu ne titankalotte....

ein freund hat sie mir damals für den bereich von 500hz bis 8khz empfohlen....

...im auto klang das garnicht mal übel...
Thorsten-Fischer
Stammgast
#14 erstellt: 04. Sep 2005, 13:32
Hi astral,
ja für 500 – xxx sind die in Ablagen sicher brauchbar.
Aber jetzt willst du sie als TIEFMITTELTÖNER einsetzen und da ist es wichtig die Daten schon genau zu kennen. Als welcher Gegend kommst du wech? Vielleicht ist ja jemand in deiner nähe der Messen kann und würde?
Die mit Reso 55 Hz sind nämlich wirklich gut (zumal wenn man sie schon hat).

Gruß
capacitor
astral67
Stammgast
#15 erstellt: 04. Sep 2005, 14:41
@cap:
ich bin aus dem nördl. ruhrgebiet, kreis recklinghausen, und habe zufälligerweise sogar noch 2 wochen frei, grins*

d.h. ich kann rel. frei über meine zeit verfügen (zum. im moment)

ich muss zu meiner schande gestehen, ich habe hier vor fast 1,5 jahren mal nen thread gestartet zum gleichen thema, und da gings in die richtung d'appolito-anordnung und zwei sep. volumina pro tt, unterschiedlich tief abgestimmt.

leider konnte das mangels simulatonssoftware nicht weiterverfolgt werden.

Jens
Thorsten-Fischer
Stammgast
#16 erstellt: 04. Sep 2005, 20:03
Hallo astral,
Da kann dir geholfen werden. Is ja fast um die Ecke, woll.
Udo Wohlgemuth
Förderstr. 14
44799 Bochum
Telefon: +49 (0)234 770067
E-Mail: info@acoustic-design-online.de
Internet: www. acoustic-design-online.de

Gruß
capacitor
astral67
Stammgast
#17 erstellt: 04. Sep 2005, 20:58
Danke für den Tipp, Capacitor.
Der Laden ist kurz hinter meiner Arbeitstelle, grins*

Habe UW angeschrieben. Mal sehen, was er antwortet.

Ich hätte ja gern etwas schlankes, hohes auf qudratischem Fuss....na, mal sehen, was dabei rauskommt...

//<Edit>: Puh, ist der Mann schnell...
...leider konnte er auch nicht direkt weiterhelfen....
Hat denn eventuell jemand noch den Bauplan für den 1. CT aus K&T?
Dann kann ich mir vielleicht ein Paar Sats bauen, welches ich später mit einem passenden Subwoofer verbinden kann.
Den HT v. Peerless sollte es noch geben. Aber vermutlich gehen da auch noch andere HT's.

//</EDIT>

Aber nochmal gefragt: Wo kann ich denn an ein freies Softwareprodukt kommen, um das mal zu Simulieren?

Jens


[Beitrag von astral67 am 04. Sep 2005, 21:20 bearbeitet]
Thorsten-Fischer
Stammgast
#18 erstellt: 05. Sep 2005, 01:57
Hallo Jens,
Ich meinte hinfahren und die Teile Messen lassen!
Der Peerless NDT53, nee. 2000-2200 Hz Trennung ist Pflicht wenn es gut werden soll.
Oben hab ich schon was geschrieben, Monacor bietet sich an, DT-284, DT28N, DT-250, DT-252, Seas KT27/900, Seas KT27/800/TV, NoFerro12. Und noch andere die 2kHz Trennung erlauben.
Auch wenn ich mich mit dem Programm noch nicht ernsthaft auseinander gesetzt habe, ist das zumindest Freeware.
http://www.epicenter...echer_berechnung.htm

Gruß
capacitor
astral67
Stammgast
#19 erstellt: 05. Sep 2005, 11:19
@cap:

Was kostet denn der Spass? Umsosnt wird er das doch sicher nicht machen?

Und die paar Teile, die ich nur noch dazukaufen muss werden ihm seinen Arbeitsaufwand sicher auch nicht vergüten, oder liege ich da falsch?

Jens
Thorsten-Fischer
Stammgast
#20 erstellt: 05. Sep 2005, 22:56
Hi Jens,
Fragen, per Mail oder mal eben Reinschauen. Anrufen geht auch noch. Mehr kann ich dir nicht sagen. Aber wenn er mit dir bzw. du mit ihm einen Termin machst und die Weichenbauteile da Kaufst wird sich sicher eine Einigung finden. Die Preise sind Human bei ihm und nicht teurer als anderswo. Die Ermittlung der TSP dürfte nicht mehr als eine Viertelstunde brauchen. Und dann sagt er dir innerhalb kurzer zeit wie viel Volumen Die Gehäusemaße ergeben sich fast von selbst Höhe der Schallwand (2 SPP-110 + Hochtöner + eventuell BR) breite mindestens Chassisbreite + Material (19mm) und die Tiefe das das Volumen zustande kommt.
Frag Udo selbst.

Grüße auch an Udo
capacitor
astral67
Stammgast
#21 erstellt: 07. Sep 2005, 19:20
So,
hier mal die gemessenen Werte meiner SPP110/8:

FS: 74,6594 Hz
VAS: 4,0952 l
RE: 6,3 Ohm
QMS: 2,7315
QES: 0,5905
QTS: 0,4855
BI: 4,8803 Tm
dB: 86,6260
SD: 0,0055 m²
CMS: 0,9549 mm/N
MMS: 4,7587 g
LCES: 22,7444 mH

habe ich was wichtiges vergessen? Ich glaube nicht....


Basscad sagt soeben, der Treiber taugt zu gar nix...lach*

Also doch nur als Buchstütze?

@Cap: Udo kann deinem Forumsnamen keiner ihm bekannten Person zuordnen, aber er meint zumindest, Ihr kennt Euch

@Udo: nochmals, vielen Dank für die Messung.

Gruss,

Jens
astral67
Stammgast
#22 erstellt: 07. Sep 2005, 20:13
So!

wie bedeutungsschwanger...

Habe also im Basscad mal ein wenig herumprobiert und dabei folgendes (vorläufiges?) Ergebnis herausbekommen:

BR mit 7 l
fg 53,3 Hz
fr 58,8 Hz
Rohrdurchmesser 3 cm
Rohrlänge 6,5 cm
-3dB bei 52 Hz

Bei "eingeschaltetem" Auto-Ql -> Ql=21
(Was bedeutet das eigentlich?)



Und wie tief trenne ich dann tatsächlich zum HT?

Und vor allem....welchen HT nehme ich denn überhaupt? Hat jemand einen Vorschlag. Der HT sollte schon preislich in den Rahmen passen, 4 Ohm haben und auch Schalldruckmässig zu den TT's passen.

Gruss,
Jens
Thorsten-Fischer
Stammgast
#23 erstellt: 07. Sep 2005, 23:27
Hallo Astral,
Ja, nein.
Udo weis wer ich bin aber Kennen (Persönlich) leider nicht!

Also Tiefen Bass sollte man mit dem gar nicht erst versuchen. Geh und Probier mal Höhere Abstimmungen.
Ein Vorschlag: zwei parallel 13 l. netto BR 7 cm Durchmesser ca. 16 cm Länge Das Gehäuse innere etwas stärker Bedämpft also Material für 20 l hinein, dabei drauf achten das das Rohr ende frei bleibt. Das mag simuliert nicht gut aussehen aber klingt noch. Und die Trennung nach oben wie gehabt nicht deutlich über 2 kHz.
Gruß
capacitor
astral67
Stammgast
#24 erstellt: 07. Sep 2005, 23:38
Also, nur damit ichs auch verstanden habe, beide in ein Volumen von insgesamt 13 l mit einem BR 7 x 13 cm?

Basscad spuckt da 57 HZ bei -3dB aus

Ich hab als Gehäuse eine sehr schlanke, hohe Säule im Kopf.
Ich denke, dann müsste das Rohr um 90° abgewinkelt nach oben ins Gehäuse umgeleitet werden. Wäre eine solche Anordnung denkbar?

Leider konnte mir auch Udo keine Empfehlung für nen HT ab gut 2 kHz geben. Vielleicht hat ja jemand hier eine Idee?


[Beitrag von astral67 am 07. Sep 2005, 23:42 bearbeitet]
Thorsten-Fischer
Stammgast
#25 erstellt: 08. Sep 2005, 00:04
Hallo Astral,
Ja, beide in einem 13 l. Gehäuse. ca. 60 Hz -3dB hab ich auch.
Ist eine Fehlabstimmung aber der wärmere Grundton macht sie (Klanglich) Größer und du kannst sie dann auch von der Wand wegstellen. Eine SEHR schlanke Säule hat auch nachteile, du solltest sehen dass du die Säule im inneren unterbrichst. Will sagen Stabilisierungsbretter die von der Rückwand/Fontwand Innenseite bis 2/3 der Fläche der Innenfläche abdecken und die sich dadurch bildenden Fächer stärker die kleineren Übergänge schwächer bedämpfen.
Wenn du willst mach 15 l. netto mit gleichem Rohr, mehr macht keinen sinn.
Das Rohr kann auch nach unten raus, musst so was wie kleine Säulen als Fuß bauen mit mindestens 8-10 cm. Oder ein Kanal der nach vorn/hinten austritt und einmal gefaltet ist. Ein Rohr ist Variabler, ein Schacht bzw. Kanal ist fest.
Sehr hoch dann kannst du auch nach oben das Rohr hinauslaufen lassen und mit Gitter/Akustikstoff dinge vorm hineinfallen schützen und der Frau sagen Blume geht nicht ist ein Loch drin und das muss so sein.
Der Hochtöner sollte so auf Ohrhöhe sein, also ca. 80-110 cm. vom Boden gemessen (je nachdem wie Hoch du sitzt). Die TMT so dicht wie möglich an den Hochtöner ran ca. 5 mm.

Gruß
capacitor

...jeder hört, so gut er kann...
Definitiv NEIN!
astral67
Stammgast
#26 erstellt: 08. Sep 2005, 00:17
Meinst Du ich kann die Fächerung realisieren, indem ich einmal von vorn nach hinten drei brettchen 2/3 Tiefe gegeneinander (zB im unteren drittel des Gehäuses) und dasselbe einmal von rechts nach links (2/3 Breite, etwa in der Mittte der Box) gegeneinander verschachtel?

Falls Ja, welchen Abstand sollten diese Brettchen dann zueinander haben?

Würden dabei ca 3-4 cm Abstand reichen?
Thorsten-Fischer
Stammgast
#27 erstellt: 08. Sep 2005, 00:21
Hallo astral,
Auf 1m Höhe sind vier Brettchen genug!
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ja. Das erste von der Front Innenseite nach hinten, das zweite von der Rechtenseite zur linken, das dritte von der Rückseite nach vorne, das viert von links nach rechts.

Gruß
capacitor
astral67
Stammgast
#28 erstellt: 08. Sep 2005, 00:37
Hallo Capacitor,

werde morgen mal einen Gehäuseentwurf plus Stückliste machen. Heute bin ich zu müde dazu.

Ich habe vor, die Boxen aus 12 mm zu bauen und die Versteifungen aus 10 mm.

Udo sagte mir heute, dass der kleine Treiber garnicht soviel Kraft hat, um das Gehäuse gross zum schwingen zu bringen.

Damit bekomme ich dann eine ziemlich schlanke, wenn auch nicht quadratische Säule von 124 mm Breite und 152 mm Tiefe bei einer Höhe von 1200 mm
Vielleicht noch einen etwas grösseren, massiven Fuss, damit es stabiler steht.


Find ich ganz schick!
Thorsten-Fischer
Stammgast
#29 erstellt: 08. Sep 2005, 00:52
astral,
Nimm 16 mm. 10 für innen ist ausreichend.

Gruß
capacitor
electronride
Stammgast
#30 erstellt: 08. Sep 2005, 10:45
Hi,

oh, ich habe oben irgendwie ein paar Beiträge übersehen ... nun ja.

Astral, was hat denn BassCad zunächst Seltsames errechnet? Das Teilchen ist ja mit seinen Parametern ausgesprochen praktikabel für recht kleine BR-Gehäuse und läßt sich ganz prima z.B. in 6L einsetzen (Abstimmung auf 60 Hz, BR-Kanal-Fläche 12cm2, Länge 13,5 cm):



Ggf. den Kanal auf 10-11 cm kürzen, wenn mehr "Druck" im Bassbereich verlangt wird; in diesem Fall steigt die Grenzfrequenz auf 65 Hz. Auch kleinere Gehäuse sind möglich.

By the way: Ich habe den SPP110/4 in einer der ersten KT-Kombis mit einem Visaton-HT und finde das eine ganz ausgezeichnete Kombi für den Preis. Steht immer noch hier und ist jedem neumodischen Optik-Schnick-Schnack-Breitbändersystem ostasiatischer Herkunft im Abstrahlverhalten meilenweit überlegen (das mußte mal sein ).

Alright,
Thorsten


[Beitrag von electronride am 08. Sep 2005, 10:50 bearbeitet]
astral67
Stammgast
#31 erstellt: 08. Sep 2005, 13:20
Hallo zusammen,

habe heute Holz zuschneiden lassen, um den Bauvorschlag von Capacitor zu realisieren.

Die Säulenbox wird 125cm hoch, 13,4cm breit und 15,2cm tief
Die Seiten sowie Böden und Deckel sind aus 15mm OSB, Die Fronten und die Rückwände sind aus 16mm MDF, die Teile für die Fächer 10mm MDF.

Die Anordnung der Lautsprecher wie folgt von oben nach unten:
1. TT
2. HTauf Ohrhöhe (bei mir ca. 100cm - 110cm, sitzend ), wobei noch imer nicht klar ist, welchen ich nehmen soll - Bitte Vorschläge machen -
3. TT
4. BR am unteren Ende der Box, Austritt nach vorn und dann 90° nach oben weg

Die Fächer, die Capacitor angesprochen hat, werde ich dann in dem noch freien Raum verteilen.

Die von den Usern verwendeten Simulationsprogramme unterscheiden sich in den Ergebnissen für den SPP110/8 nur um maximal eine Stelle nach dem Komma. Basscad hat ja etwas ähnliches berechnet wie die beiden anderen User.

Mal sehen, wie weit ich heute komme....habe leider nur 5 Schraubzwingen....

....aber mein Mopped muss auch noch fertig werden...gibt also genug zu tun....

Gruss,
Jens


[Beitrag von astral67 am 08. Sep 2005, 13:30 bearbeitet]
electronride
Stammgast
#32 erstellt: 08. Sep 2005, 13:41
Hi Astral,

BR-Rohr: Das würde ich unbedingt nach hinten verlegen, um die Abstrahlung störender MT-Anteile direkt zu Hörer zu vermeiden. Ich baue mittlerweile in 2-Weg-Konstruktionen alle BR-Öffnungen hinten ein - ein echter Gewinn. Weiterhin ist es ratsam, das Rohr mittig (nicht unten) auf der Rückwand anzuordnen, da störende stehende Wellen im Gehäuseineeren in der Mitte ihren minimalen Druck haben. Akustisch sinnvoll, aber gut, man muß da nicht dogmatisch sein.

HT: ab 2 kHz mit 12 dB kämen noch in Frage: Vifa D27TG-36-06, Seas KT 28 (12dB-Beschaltung). Beide kann ich sehr empfehlen und müßten passen. Ein Paar Vifa habe ich noch hier und würde sie günstig an Dich abtreten, falls Du Interesse hast.

Schöne Grüße,
Thorsten

P.S. Schraubzwingen sind nicht unbedingt nötig, gutes Tesa-Packband (stark spannen) und Beschwerung durch andere Gegenstände eignet sich hervorragend.

(www.electronblue.com)


[Beitrag von electronride am 08. Sep 2005, 14:31 bearbeitet]
astral67
Stammgast
#33 erstellt: 08. Sep 2005, 15:25
Hallo electronride,

welche Impedanz haben denn Deine Vifa?
Und wieviel sollen die kosten?
Falls Du aus dem Grossraum Recklinghausen kommst, könnte man ja über Abholung nachdenken.

Der Bau der Boxen wird ja fast schon ein richtiges Forumsprojekt....

Gruss,
Jens

PS: wenn man bedenkt, dass mir die Elektronik fürs Büro auch noch fehlt, bin ich doch schon recht weit
...naja zur Not schiess ich mir nen "Highendverstärker" für 40 Euros aus dem ibäh und nehm als Signalquelle meine Soundkarte aussem PC
electronride
Stammgast
#34 erstellt: 08. Sep 2005, 16:02
Hi Jens,

um die Impedanz brauchst Du Dir keine Sorgen machen, sie liegt bei den Vifa bei etwa 6 Ohm. Das ist aber kein Thema, Du kannst frei kombinieren und z.B. einen "8-Ohm"-HT locker mit einem "4-Ohm"-TT kombinieren, habe ich schon mehrfach gemacht. Die Impedanzangaben besagen ja gemäß Norm im wesentlichen nur, daß die ImpedanzKURVEN der Chassis bestimmte untere Grenzen nicht unterschreiten (3,2 Ohm bei sog. "4-Ohm"-LSP und 6,4 Ohm bei sog. "8-Ohm"-LSP). Forget about, it's alright :).
Die Chassis sind 10 Monate alt, übrig und deshalb nur kurz genutzt: 40 EURonen incl. Versand (unversichert), versichert 43 EUR. Das ist etwas weniger als die Hälfte des Neupreises.

Von irgendwelchen dubiosen (Mini-) "Highend"-Verstärkern aus dem e-Hafen nimm' bitte Abstand. Kaufe Dir dort lieber einen gebrauchten ordentlichen Reciever bspw. von Onkyo, Denon, Yamaha bis ca. 100 EUR. Falls Du ihn nicht mehr brauchst, verkaufe ihn dort einfach wieder.

Have fun,
Thorsten

P.S. Ich wohne in Dresden, kannst aber trotzdem gerne vorbeikommen ;-)


[Beitrag von electronride am 08. Sep 2005, 16:04 bearbeitet]
astral67
Stammgast
#35 erstellt: 08. Sep 2005, 17:22
@electronride:

Genau diese Art Verstärker (zB Onkyo 8420, etc) meinte ich mit "Highend"

Obwohl....ich beobachte da eine AVM Vorstufe....
Da bei meinem Yamaha AX550 Eingangswahlschalter NOK ist, ich den Vollverstärker aber auftrennen kann in Vor- und Endstufe.....
Wenn die AVM preiswert bleibt....habe ich wenigstens nen Grund, später mal nach leckeren Endstufen Ausschau zu halten....

Wegen des Vifa:
Ich mach mich mal schlau über den HT, vielleicht kommt ja noch der eine oder andere Vorschlag und würde bei Bedarf auf Dich zukommen. Aber halt den bitte nur nicht meinetwegen fest. Weg ist eben weg.

Gruss,
Jens

PS: bei den Spritkosten verschicke ich ja selbst schon als Paket, um zur Arbeit zu kommen Also wenn, dann Versand.
electronride
Stammgast
#36 erstellt: 08. Sep 2005, 18:32
Hi Jens,

Du verschickst Dich selbst als Paket? Raffiniert preisgünstig und nachahmenswert!

Hier noch eine kleine Vifa-HT-Info (=HT270VF6): Er hat mit seiner Kammer eine tiefe Resonanzfrequenz für tiefe Ankopplung, einen glatten F-Gang und ist in einigen bekannten Projekten drin, z.B der ASE Vifa Korrekt MkII, der ASE MPR 2 und in der KlippKlapp:
http://www.speaker-online.de/vifa-ase/korrekt2.htm
http://www.speaker-online.de/vifa-ase/mpr2.htm
http://www.speaker-online.de/klippklapp/index.htm

Hier der HT:
http://www.speaker-online.de/vifa-ase/ht270vf6.htm

Schöne Grüße,
Thorsten


[Beitrag von electronride am 08. Sep 2005, 19:41 bearbeitet]
astral67
Stammgast
#37 erstellt: 08. Sep 2005, 20:15
Und wieder oute ich mich!
Diesmal zum Thema Frequenzweiche.

Also, für die beiden TT baue ich einen Tiefpass, da ich die beiden doch auch nur auf ein Volumen mit einer BR-Abstimmung laufen lasse, richtig?

Der HT bekommt seinen Hochpass einzeln.

Wenn ich nun bei 2000Hz trennen will, dann ist das doch die Trennfrequenz sowohl für den Hoch- als auch für den Tiefpass?

Also, angenommene Trennfrequenz 2kHz bei 12dB/Okt., die Impedanzen sind die Nennimpedanzen, oder welche nimmt man da?

Mit diesen Daten lasse ich z.B. Basscad nun die Bauteile für die Weiche ausrechnen. Damit habe ich eine Art "Grundeinstellung", richtig?

Hm, wenn ich es mir recht überlege, dann sollte ich mir am besten doch die Frequenzgänge der Lautsprecher im Übergangsbereich ansehen.

Wichtig ist doch, dass am -3dB-Punkt die Schalldrücke der beiden Treiber am besten gleich stark sind, oder irre ich da?

Gibt es bestimmte Vorgehensweisen bei der Abstimmung?
Bitte nur grundsätzlich antworten, da ich ja noch keinen HT habe. Ich würde dann zum richtigen Zeitpunkt lieber konkretere Fragen stellen.

Ich denke, morgen abend sind die Gehäuse bis auf die Schallwand im Rohbau fertig.

Gruss,
Jens
electronride
Stammgast
#38 erstellt: 08. Sep 2005, 21:37
Hi Jens,

ich möchte ganz offen sein - bitte nicht sauer sein: Mit Deinem Kennisstand kannst Du gegenwärtig keine LSP selbst entwickeln. Es bedürfte per Forenbeitrage wahnsinnig viel Input, um Dir das alles zu erläutern - too much. Für Dich wäre es zunächst angebracht, einmal die einschlägige Literatur zu studieren und z.B. regelmäßtig KT, HH und Hi-Fi-Selbstbau studieren. Ich habe hier einmal eine kleine kursorische Zusammenfassung gemacht http://www.electronblue.com/html/know-how.html; Du kannst auch mal die Literaturangaben in den Links studieren.

Wenn Du jetzt schnell zu einem Ergebnis kommen willst, dürfte es das Beste sein,
(1) die Teile zu verkaufen und auf einen erprobten Bausatz zurückzugreifen, den Du in Deine Gehäuse setzen kannst (z.B. die TMT ersetzen durch die 4-Ohm-Varianten).
(2) Oder Du bringst die Teile zu einem Profi um die Ecke und läßt Dir bei Entwicklung helfen.
(3) Als üble Hilfskrücke bzw. erste sehr grobe Näherung fiele mir noch ein, die 4-Ohm-Beschaltung für den mit einem SPP-110/4 bestückten Cheap Trick der K&T-Ausgabe (kann ich Dir kopieren) zu wählen und zunächst mal den Spannungsteiler anzupassen. Dann kämen als Hochtöner in Betracht: Visaton DTW-72 (oder Artgenossen), Peerless PH25 oder Vifa HT 195 (ich würde den Letztgenannten nehmen). Aber die Anpassung erfordert auch Know how.

Ich denke, es kommt sinnvollerweise nur Variante 1 und 2 infrage. Ich hoffe, das war keine Entmutigung - das sollte es nicht sein. Lautsprecher kann man ohne angemessenes Know-how nicht eben so mal schnell entwickeln. Viel Erfolg!

Thorsten


[Beitrag von electronride am 08. Sep 2005, 21:55 bearbeitet]
astral67
Stammgast
#39 erstellt: 08. Sep 2005, 21:55
Hey Thorsten, kein Problem,
a) lass ich mich nicht so schnell entmutigen
b) war die Ausgangslage des Threads, dass ich da 4 TT liegen hatte, die ich nicht wegwerfen wollte.
und c) bin ich genau davon momentan meilenweit entfernt.

Ich will schonungslos ehrlich sein:

Ich möchte mich ehrlich gesagt überhaupt nicht in Richtung Lautsprecherentwickler bewegen. Dazu fehlt mir einerseits die Zeit (Familie, Hobbies, Beruf) und andererseits auch das notwendige Kleingeld (Familie, Hobbies, Beruf) .

Aber was ich will, und das habe ich auch, ist einfach Lust und Spass daran, etwas Holz zu "verschwaten" und mir ein paar Lautsprecher ins Büro zu stellen, die ich gebaut habe.
Falls die (hoffentlich) dann nicht allzugrauselig klingen, umso besser.
Und wenn ich es mir recht überlege...vielleicht schliesse ich die sogar mal im Wohnzimmer statt der "the Hunter" an...

Worum es mir in der vorangestellten Frage ging, war die grobe Methodik einfach mal anzureissen.

Ich weiss, es gibt gerade hier Leute, die wirklich Wissen besitzen und das freundlicherweise an Leute, die nicht über soviel (spezifisches) Wissen verfügen (wie ich zB) weiterreichen, wenn auch nur in kleinen Dosen. Und genau in diesen kleinen Dosen einmal die Arbeitsweise der Entwickler zu "sehen" würde mir einfach Spass bereiten.

In diesem Zusammenhang: DANKE an alle, die Ihren Beitrag dazu geleistet haben,, dass in dieser Woche etwas Spass haben durfte.

Gruss,
Jens

PS: es würde mich freuen, wenn ich, falls ich dann tatsächlich noch einen HT bekommen habe, nochmal die eine oder andere Frage im Rahmen dieses Threads stellen dürfte.
Thorsten-Fischer
Stammgast
#40 erstellt: 08. Sep 2005, 22:48
Hallo Jens,
Du bist einfach zu schnell. Aber was soll’s, wenn die Gehäuse schon fast fertig sind kann das mit dem Entwickeln ja beginnen. Wie mein Namensfetter und Vorposter ja sagte fehlt dir grundlegendem wissen. Aber der Udo ist ja in der nähe. Allein schon aufgrund der SEHR schmalen Schallwand sollte egal mit welchem Hochtöner die Frequenzweiche Eingemessen werden. Solche schmalen Schallwände sind für den Mitteltonbereich nicht sonderlich gut, daher muss das unbedingt messtechnisch überprüft werden. Nur mit dem Gehör wird das nichts. Selbst wenn du so viele Daten in Weichen Simulationsprogramme eingibst wie du willst.
Grundsätzlich ist der Einfluss der Schallwand in Freeware und preiswerten Programmen nicht enthalten oder variabel genug. Zum ermitteln von ausgangswerten und zum verifizieren von schon angelesenen Wissen ist das aber eine gute Übung. So braucht nicht alles komplett neu ersonnen werden. So kann auf jeden fall die Entwicklung, in diesem fall dann wohl eher das Messtechnische überprüfen sehr kurz und damit auch Preiswert gehalten werden. Und das Ergebnis, kann ich dir versprechen wird schon für einiges an Überhaschung sorgen (positiv).

Gruß
capacitor
astral67
Stammgast
#41 erstellt: 09. Sep 2005, 16:26
Hmmm,

war ich echt zu schnell?

Schallwand zu schmal...hmmmm...und wenn ich dem Gehäuse eine Schallwand aufsetze, die breiter ist als die eigentliche Box? Das Volumen kann ich ja so verwenden, wie es bereits ist.

Wie breit sollte die Schallwand denn idealerweise mindestens sein?

Dem Design tut es eigentlich keinen Abbruch, wenn im oberen viertel des Lautsprechers die Schallwand jeweils rechts und links sagen wir z.B. 3 -4 cm übersteht. Wenn die Ränder einen Radius angefräst bekommen sieht das sogar ganz gut aus.

Das soll nun nicht heissen, dass ich den Weg zu Udo scheue, im Gegenteil. Wenn es preislich erschwinglich ist, ist das ne gute Option.

Gruss,
Jens
Thorsten-Fischer
Stammgast
#42 erstellt: 10. Sep 2005, 00:16
Hallo Jens,
Kann, nicht muss. Den Weg zu Udo würde ich dennoch empfehlen weil es als Ergebnis mit Messtechnischer Unterstützung einfach „besser“ wird. Und dann kann er dir auch sagen ob die Verbreiterung etwas bringt (einige seine Entwicklungen hat er auch so modifiziert). Lernen für eventuelle neue Projekte wirst du auch mehr! Ich kenne die preise von Udo nicht genau, bzw. was er so für das Messen einer Weiche nimmt. Aber die Paar Euro sind es mit Sicherheit wert wenn man bedenkt das du mit einem Hochtöner der sich im guten Preis/Leistungsverhältnis beweg eine schon nette kleine Box bekommt. Das die kleine Säule keine Bassorgien kann ist klar. Dennoch gibt es andere LS die da nicht mehr mithalten. Und Die Wahl des Hochtöner ist ja auch noch nicht geklärt. Ein Profil das der zukünftige erfüllen sollte ist, Trennfrequenz um 2 kHz, Kleine Frontmaße (ab 40 bis 80 mm) um alles sehr dicht zu bekommen, SPL min 90 dB.
Gruß
capacitor
astral67
Stammgast
#43 erstellt: 10. Sep 2005, 09:12
Ja, das sehe ich beidesmal genauso, Capacitor.

Zum einen was die Wahl des HT angeht und zum anderen die Gestaltung der Weiche. Ich werde Udo mal anmailen und ihn fragen, wie er solche Arbeiten berechnet.

Die Suche nach dem passenden HT gestaltet sich insofern schwierig für mich als dass sich die beiden TT ja in "Summe" nur noch auf ca. 4 Ohm Niveau bewegen.
Für die 90 dB bei kompakten Abmessungen sollte es nicht allzu schwer sein, etwas passendes zu finden.
Aber die Auswahl an 4 Ohm HT ist ziemlich mau, zumindest finde ich beim Googeln nicht arg viel.

Nun hatte Electronride in einem früheren Beitrag geschrieben, er würde sogar 8 Ohm HT in einem solchen Fall kombinieren.

Bedeutet das nicht eine Riesenlast für den Verstärker?

Eine andere Frage: Das Bassreflexrohr (7x16cm) möchte ich mit 70mm HT-Rohr realisieren. Dazu habe ich mir mal einen 90° Bogen im Baumarkt gekauft. Kann ich die wirksame Länge dieses Bogens mit der mittleren Länge des Rohrbogens gleichsetzen?

//Edit:

Udo Wohlgemuth hat mir als HT den NDT 53 von Intertechnik (richtig?) vorgeschlagen.

Daraus resultiert für mich folgende Aufgabenstellung:
1.)Hochpass und Tiefpass für die jeweiligen Impedanzen für Trennfrequenz 2,5 kHz rechnen und Bauteilwerte heraussuchen.

2.) Pegelanpassung
Wie passe ich in der Weiche einen 8 Ohm HT an einen 4 Ohm TT an?

3.) Abstimmung der Weiche bei Udo W. mittels Messystem

//Edit


Gruss,
Jens


[Beitrag von astral67 am 10. Sep 2005, 15:23 bearbeitet]
electronride
Stammgast
#44 erstellt: 10. Sep 2005, 19:42
Hallo Astral,

typische dynamische Lautsprecher haben keinen linearen Impedanzverlauf, vielmehr ändert sich die Impedanz über die Frequenz. Schau' Dir mal z.b. hier die blaue Impedanzkurve eines (ferrofluidfreien) HT an - sie ist nicht linear!:
http://www.d-s-t.com/link/vifa/data/xt25tg30-04c.htm

Ich hatte ja bereits geschrieben, daß es sich um Impedanzkurven handelt. Weil es sich um Kurven handelt, kann man die Berechnung per Simpel-Rechner vergessen! Viel viel besser ist es, mit erprobten Standardwerten zu beginnen.
In Deinem Fall bei einer Trennfrequenz von ca. 2,5 kHz kann man z.B. für einen typischen 6-Ohm-HT mit einem 12dB-Filter mit Werten 4,7-6,8uF und 0,33mH-0,39mH beginnen.

Wenn Du wirklich selbt entwickeln willst, kannst Du mal mit 6dB-Filtern beginnen. Lies hierzu mal den Artikel von Heinz Schmitt: Frequenzweichen ohne Messgerät entwickeln. Studieren und Probieren, in: K&T 2/01, 24-27.

Das Problem mit den SPP-110/8 könnte auch sein, daß sie ebenso wie die 4-Ohm-Variante einen Sperrkreis benötigen - das macht die Sache nicht gerade leichter.

Geh mal zum Udo :-)

Schöne Grüße,
Thorsten


[Beitrag von electronride am 10. Sep 2005, 19:43 bearbeitet]
Thorsten-Fischer
Stammgast
#45 erstellt: 10. Sep 2005, 23:39
Hallo Jens,
Wie electronride sagte ist die Nominal Impedanz des Hochtöner EGAL.
Den Peerless, den der Udo sehr gut kennt halte ich trotzdem für weniger geeignet als einen der Wirklich bei 2 kHz einsetzbar ist. Vor allem wen du electronrides guten Vorschlag mit dem Experimentieren aufnimmst und mit Tabellen Werten für 6 dB Weichen erstmal was versuchst. Die SPP110 brauchen auch in Parallelschaltung eine Impedanzlinearisierung und ein 12 dB Filter das auf die Schallwand abgestimmt ist, glaub mir ich habe vor einigen Jahren viel mit denen gemacht. Als damaliges Optimal verwendete ich eine Morel Kalotte, mag sein das das nicht ganz stimmig (Preis/Leistung) ist, aber es klang ausgesprochen gut. Heute ist die Auswahl schon größer und sicher würde die NDT53 gehen, zumal sie sehr günstig ist und gut klingt. Ich glaube aber nicht das Udo seine weichen Berechnet, er wird Messen. Wer weis vielleicht zaubert er ja sogar eine seiner Serienweichen.
Gruß
capacitor
astral67
Stammgast
#46 erstellt: 11. Sep 2005, 00:08
Hallo Thorsten, hallo Thorsten,
...na, bei der Begrüssung kann ich es mir zukünftig aber einfach machen....

@electr: Steht Dein Angebot mit dem Vifa noch?
@Cap: Würdest Du den Vifa D27TG-36-06 als tauglicher einstufen als den NDT 53?

Dann quasi eine "Grundweiche" mit "Standardwerten" bauen und messen?

Ich vermute, dass jeder Pass messtechnisch separat für sich, sozusagen "standalone" ermittelt wird?
Und dann im Anschluss erst der Gesamtfrequenzgang betrachtet wird?

Sagt mir, wenn ich da methodisch unsinnig rangehe.

Gruss,
Jens

PS: Kann man so alte K&T-Hefte noch nachbestellen oder kann mir jemand mit dem Artikel den electronride oben genannt hat aushelfen?
electronride
Stammgast
#47 erstellt: 11. Sep 2005, 00:42
Hi Astral,

ja, das Angebot mit den Vifas steht noch.

Richtig, man baut die Filterzweige getrennt auf und mißt dann Einzel- und Summenfrequenzgänge axial und unter Winkeln. Man mißt auch Impedanzgang, Phase etc. Auf meiner Seite Know how stehen einige Meßprogramme drin - wie wär's z.B. mit Audiotester? Und bitte lesen lesen lesen ...

Wie wir (hi Namensvetter :-) schon geschrieben haben, reicht's aber aller Voraussicht nicht mit den Standardfiltern, sondern es sind evtl. noch Imp-linearisierung und Sperrkreis vonnöten. Kannst Dich ja langsam an alles rantasten. Erstmal die TTs mit Spule und HT mit Kondensator linearisieren (6dB), dann Spannungsteiler des HT anpassen, usw.

Ich würde dafür plädieren, daß Du einen Beitrag zur Ankurbelung des Konsums bzw. des BSP in Deutschland leistest und Dir Artikel bzw. Heft von K&T zusenden läßt. Das kommt der auch der Selbstbauszene zugute.

Have fun,
T.


[Beitrag von electronride am 11. Sep 2005, 00:42 bearbeitet]
electronride
Stammgast
#48 erstellt: 11. Sep 2005, 01:00
Ich bin's nochmal, Astral,

wenn Du jetzt tatsächlich in die Weichenentwicklung einsteigen willst, dann sind Investitionen vonnöten bzw. wirst Du über kurz oder lang Investitionen tätigen, die Deine Chassispreise (ggf. bei weitem) übersteigen, das ist Dir klar? Man fängt klein an mit ein paar Filterbauteieln, hofft, daß es reicht, dann reichen die aber natürlich dpch nichtt, dann möchte man ein besseres Meßprogramm, ein Anschaltbox, weiter Software, dann braucht an wieder viel mehr Filterbauteile, usw. usf. ....


Buy more and more speakers,
T.
astral67
Stammgast
#49 erstellt: 11. Sep 2005, 09:32
Hallo Thorsten,

ja das kenne ich zur Genüge. Wenn man einmal von etwas "gepackt" ist.
Ich weiss für mich selbst noch nicht, ob das hier ein einmaliger Ausflug ist/bleibt oder ob ich diese Hobby ausbauen möchte/kann. Da spielen, wie Du schon sagtest, wirtschaftliche Faktoren in Form von Ausgaben für Equipment eine Rolle. Da ist dann auch die räumliche Situation zuhause und nicht zuletzt die Familie, die Ihr gutes Recht fordert.
Ich habe angefangen, Deinen Links zu folgen und die Idee, sich ein Meßsystem zuzulegen, ist verlockend, wenn auch nicht gerade billig.
Wobei noch dazu kommt, dass ich in keiner Weise Lust dazu habe, dieses Hobby irgendwan mal zu kommerzialisieren. Man kann also nicht von Investitionen, sondern leider nur von Ausgaben reden .

Ich werde jedenfalls versuchen, die von Dir angesproche Ausgabe von K&T nachzubestellen.

Die Idee mit 6 dB Filtern zu beginnen, finde ich übrigens nicht übel. Nur ein Bauteil pro Zweig sollte das herausarbeiten der Methodik aufs wesentliche Reduzieren.


Wie wir (hi Namensvetter :-) schon geschrieben haben, reicht's aber aller Voraussicht nicht mit den Standardfiltern, sondern es sind evtl. noch Imp-linearisierung und Sperrkreis vonnöten. Kannst Dich ja langsam an alles rantasten. Erstmal die TTs mit Spule und HT mit Kondensator linearisieren (6dB), dann Spannungsteiler des HT anpassen, usw.


Was genau meinst Du in diesem Fall mit linearisieren? Frequenz oder Impedanz?

Also, die Vifas würde ich nach Basscad mit 10,62µF und die beiden TT's mit 0,2 mH beschalten. Die entsprechende Werte herauszusuchen bzw. durch Kombination anderer Einzelwerte werde ich hinbekommen. Dann sollte der -3dB Punkt beidesmal bei 2500Hz liegen.


Gruss,
Jens
electronride
Stammgast
#50 erstellt: 11. Sep 2005, 11:42
Hi Astral,

linearisieren bedeutet hier, daß man bspw. den Frequenzanstieg eines Tiefmitteltöners zu hohen Frequenzen egalisiert (Mitten sind lauter als der Baß!). Guck Dir mal die Schaubilder von unbeschalteten Tief/mittel)dönern an! Schließlich kann man auch dem Impedanzgang linearisieren.

Bitte vergiß endlich die Bauteile-Berechnung von BassCAD (für Gehäuseberechnung isses aber gut), das funzt nicht und wäre eine niemals passende Standardweiche für einen idealen bzw. idealtypischen Treiber, der überhaupt nicht existiert! Wie oben beschrieben kann man die Bauteile so nicht sinnvoll berechnen! Man bräuchte die Meßdaten der Chassis (Z.B: Frequnezgang, Phase, Impedanzverlauf), die man dann z.B. in LSPCad einspeisen kann, um sinnvolle Werte zu erhalten.
Die Vifas sollte man hier mit nicht mehr als 6,8 uF beschalten, bei Deinen TMT sind vermutlich Werte so um 0,47 mH sinnvoll (Luftspule, 1mm Draht).

Alright, ich habe noch eine Idee: Die SPP-110/8 verkaufst Du und legst Dir folgenden Klassiker zu (CT 50, Version mit 2 TMT pro Seite):
http://wt.parsimony....64&Beitragsnummer=23
http://www.speaker-online.de/bauen/ct50.htm

Die Teile müßten in Deinem langen Gehäuse gut laufen; daß Dein Kanal kürzer ist, ist Wurst, daß der Querschnitt etwas geringer ist, müßte in Ordnung gehen. Der SP60/8 ist deutlich günstiger als der SPP-110 und läßt sich gut beschalten. Du kannst bei diesem Projekt mit Spannungsteilern, der Bedämpfung etc. experimentieren und erste Erfahrungen sammeln. Zu einem späteren Zeitpunkt kannst Du es sogar noch um einen weiteren Tieftöner ergänzen.

Mit einem solchen Projekt zu beginnen halte ich für einen besseren Einstieg in den Selbstbau, als erstmal häufig frustrierende Erfahrungen mit Weichenbeschaltungen in Eigenkonstruktionen zu machen, und das ohne Erfahrungswerte.

Schöne Grüße,
Thorsten


[Beitrag von electronride am 11. Sep 2005, 11:44 bearbeitet]
Thorsten-Fischer
Stammgast
#51 erstellt: 11. Sep 2005, 20:28
Hallo electroride,
schöner Vorschlag, aber genau da unterscheiden wir uns. Während ich versuche mit dem vorhandenen und einem im rahmen bleibenden Gesamtpreis zu arbeiten sind Empfehlungen „verkaufen und neu kaufen“ nicht so mein ding. Es ist nicht jedem so einfach das zu tätigen zumal das auch wieder ein Aufwand ist.
Aber die alten Lines mal wieder zu sehen macht auch Spaß, die hochzeit der Supronylkalotten.
Und die SPP110 können mehr als ihnen zum teil zugetraut werden. Laut, werden sie nicht können (die gezeigte alternative auch nicht) und mit den Hochtöner von Vifa kann man leben wenn man will. Er ist halt genau der typische Vertreter der Hochtöner die für (echt oder ähnlich) D´appolito meines Erachtens weniger geeignet sind weil 104 mm. Außendurchmesser, was eben dem SEHR dicht beieinander widerspricht. Ob quasi oder echte D´appolito, es ist dem Klangbild förderlich und preislich sind kleine meist ja Neodym Hochtöner auch sehr interessant. Als 28 mm. (oder 29) aber auch einige 25 mm. Hochtöner.
Da astral sie fürs Arbeitszimmer möchte denke ich das Pegel über 90 dB wohl kaum gefragt sind und bis dahin werden auch mit 6 dB beschaltete Hochtöner (auch der von Dir) noch sauber klingen.

Hallo astral,
die Entscheidung welchen Hochtöner liegt in letzter Instanz bei dir. Vorschläge gab es genug (sicher nicht allumfassend, aber ausreichend). Das für dein Projekt auch mit (fast) jedem erwähnten Hochtöner schon gute Ergebnisse zu erzielen sind bin ich sicher, auch deine Zweifel „hab ich jetzt wirklich alles richt, bzw. das Beste gewählt“ sind immer die fragen die sich ein jeder Selbstbauer schon VIELE male gestellt hat. Deine kosten sind bis dato, Gehäuse nebst bau und die Fahrt um die TSP zu ermitteln (zu kleinkrämerisch wollen wir nicht werden und die Forenzeit mit zu zählen). Jetzt noch die Hochtöner und die Weiche plus einer eventuellen Pauschale fürs Messen.
Experimentieren kannst du im Nachhinein immer noch. Denn erst wenn die Box fertig (Bestückung, Weiche, Gehäuse) bei dir die ersten töne von sich gibt wirst du wissen ob erhofftes, erwartetes auch erzielt wurden, um dann alles diskutierte noch mal zu verifizieren und nicht stimmiges aus den Dialogen neu zu diskutieren. Dieses wurde erst durch das www und solchen Foren überhaupt möglich, ich kenne noch andere Zeiten als die freunde des Selbstbaus jede Ausgabe der K&T mit nervösem Tagesablauf erhofft wurde. Die Selbstbauer sich beim Händler ihres Vertrauens trafen und sich stundenlang austauschten und zum teil sogar Neukunden dieser Händler gleich mit einbezogen wurden und mit allen möglich Hilfe und Ratschlägen überhäuft wurden. Oder sich in ihre Werkstätten zurück zogen und dann mal irgendwann mit ihren Konstrukten an freunde und bekannte sowie beim Händler zum Nachmessen wieder einfanden. Durch solche Foren ist das deutlich entspannter geworden, und gekauft wird beim billigsten Internetshop, der Handel geht kaputt und ein großer Fundus an Wissen mit ihm. Dann sind solche ja mal schnell gemachten TSP Messungen auch nicht mehr möglich. Selbstbaufreund zu sein bzw. zu werden ist sicher ein nettes Hobby und das erarbeiten welches Meßsystem reichen wird ein kostspieliges. Bauteilesahmlungen von hunderten fein Sortiert und jede freie Minute am nächsten Projekt zu arbeiten, dann mehr für freunde und bekannte (weil die Familie sonst bald Kündigt, wenn’s aber für eine guten Freund ist…) ja. Das erste was von Nöten ist hast du gemacht, du fingst an dich zu informieren, und DAS wird NIE aufhören.
Aufgrund von feststehenden Zeitmangel klinke ich mich hier mal ein bisschen aus, bleibe aber für fragen erreichbar und wenn irgend machbar beobachte ich. In zwei Wochen bin ich dann hoffentlich wieder öfter dabei.
Viel erfolg!
Gruß
capacitor
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