Reparatur bei HK 6100 oder Neuanschaffung?

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goodkat23
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 28. Aug 2013, 14:12
Hallo zusammen!

Bei einer Wohnungsauflösung bin ich auf eine Anlage gestoßen, die aus diversen Harman-Kardon Elementen (Tuner, CD, Kassettendeck), Canton Ergo SC-L Boxen und einem HK 6100 besteht.

Letzterer gibt leider nur auf dem rechten Kanal ein Signal aus, egal welches Speakersystem (1 oder 2) benutzt wird.

Ich verstehe nicht besonders viel von der Materie, würde die Anlage aber als großer Musikliebhaber gerne benutzen. Die beiden Fachleute, denen ich einen Besuch abgestattet habe, hatten sehr verschiedene Meinungen, was das weitere Vorgehen betrifft. Beide sprachen zwar von einem Rechnungsbetrag von etwa 120 Euro. Einer von beiden meinte allerdings, mit einem neuen Verstärker für 200 Euro wäre ich besser aufgehoben, weil der Verstärker ein eher günstiges Modell wäre. Der andere sagte, es wäre ein echter "Klassiker", bei dem sich die Reperatur lohnt.

Kann mir hier jemand vielleicht ein bisschen bei der Entscheidung helfen?

Die Frage ist natürlich auch, ob sich nicht bald ein anderer Defekt ergibt - Immerhin stand die Anlage mindesten 6 Jahre unbenutzt und verstaubt in der Wohnung.

Ich würde mich sehr über Tips und Ratschläge freuen!
mkoerner
Stammgast
#2 erstellt: 28. Aug 2013, 17:36
Die größeren HKs aus der Zeit würd ich schon als Klassiker bezeichnen, die kleinen eher nicht.

Ich würd eher nach was anderem schauen. Z.b. einem Kenwood oder Denon aus der Zeit, oder was neues von Arcam oder Cambridge Audio.

Bei mir wurde der 6100 von einem SMSL SA-50 abgelöst. Das macht aber nur Sinn wenn man nur einen Eingang braucht oder noch einen Eingangsumschalter hat.

Der Rest klingt soweit brauchbar.

Mike
goodkat23
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 28. Aug 2013, 23:41
Guten Abend und Vielen Dank, Mike!

Das hilft mir schon mal. Ich hätte mit einem neuen Verstärker auch ein besseres Gefühl.

Sind die Verstärker im 200 Euro Bereich denn schon brauchbar, oder ist es eine "Schande" die Anlage an so einen "günstigen" Verstärker anzuschließen? Nehmen sich die verschiedenen Verstärker vom Klang her viel?

Gute Nacht!


[Beitrag von goodkat23 am 28. Aug 2013, 23:42 bearbeitet]
mkoerner
Stammgast
#4 erstellt: 29. Aug 2013, 17:57
Um 200€ wird schwer, wenn man mal von manchen China-"Glücksgriffen" absieht.

Du solltest so in die 250€-300€ Kategorie.

Klanglich ähnlich zum HK sind der kleine Marantz und der kleine Denon.

NAD und Cambridge sind auch noch interessant.

Gerade bei den günstigen Verstärkern gibt es klanglich große Unterschiede da man noch nicht alle Aspekte der Leistungsbereitstellung, Klirrvermeidung, Störabstände, Kanaltrennung, Rauschen etc. schon optimal umsetzen kann und deshalb individuell Schwerpunkte setzt.

Die oben genannten sind jedenfalls alle gut gemacht und klanglich eher unauffällig (neutral).

Den einen Chinesen den ich auch gut finde habe ich ja auch schon erwähnt .

Mike
goodkat23
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 02. Sep 2013, 16:35
Vielen Dank nochmal, Mike!

Das hat mir auf jeden Fall geholfen!
avh0
Inventar
#6 erstellt: 02. Sep 2013, 17:15
Hi, der 6100 ist recht schwach auf der Brust,BDA lohnt sich das reparieren nur, wenn man das selbst macht. Die Potis sind oft am Ende, manchmal geben die Endstufentrasistoren auf.
iIm Netz kann man aber die Serviceunterlagen finden..
Man bekommt gebraucht den viel größeren Hk6500 für rd. einen Hunderter,
meiner Ansicht nach allemal besser als alles Neue bis 300 EUR. (und auch reparierbar)
mkoerner
Stammgast
#7 erstellt: 05. Sep 2013, 17:32
Hi,

Würd ich nicht empfehlen. Die Schalter, Potis und Tasten an der 6er Serie (z.b. 655, 655Vxi, 6500) sind extrem Staub- und oxidationsanfällig und deshalb ist es ein ziemliches Risiko diese Serie gebraucht zu kaufen.

Mike
Keksstein
Inventar
#8 erstellt: 05. Sep 2013, 17:57

Gerade bei den günstigen Verstärkern gibt es klanglich große Unterschiede da man noch nicht alle Aspekte der Leistungsbereitstellung, Klirrvermeidung, Störabstände, Kanaltrennung, Rauschen etc. schon optimal umsetzen kann und deshalb individuell Schwerpunkte setzt.


Man kann davon ausgehen das moderne Transistorverstärker schon so gut konstruiert sind das es keine "klanglichen" unterscheide macht, selbst bei günstigen. (Wohlgemerkt gut konstruierte Geräte!)
Einige Billige Modelle aus den 70er bis 80ern scheinen allerdings Probleme mit komplexen Lasten zu haben, die "klingen" dann wirklich nicht. (oder das ist auf Zeitbedingte Defekte zurückzuführen, weis da jemand was?)

Den kleinen NAD kenne ich selbst, sauber verarbeitet für den Preis. Damit macht man nichts falsch.

Gruß
goodkat23
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 12. Sep 2013, 10:10
Dankeschön für die Antworten!

Habe ein bisschen gesucht, weiß aber nicht ganz genau, welchen NAD ihr meint.

Meint ihr den Nad C315?

Schönen Tag!
Keksstein
Inventar
#10 erstellt: 12. Sep 2013, 18:50
goodkat23
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 19. Sep 2013, 09:44
Super, Danke Dir!
goodkat23
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 07. Okt 2013, 18:12
Guten Abend,

wollte hier nochmal kurz nachhacken. Ich hab mich ein bisschen umgesehen und versucht, eure Empfehlungen günstig in meiner Umgebung zu bekommen. Ich würde als Student gerne gebraucht etwas finden, kaufe aber recht ungern "blind" über das Internet, daher dauert die Suche noch an.

Damit ich die Situation ein bisschen überbrücken kann, hatte ich folgende Idee: Ich schließe beide Boxen an den funktionierenden Kanal an. Eine dabei über Speaker System 1 und die andere über Speaker System 2.
Dann würde ich die Balance komplett auf den funktionierenden Kanal stellen und hätte, wenn beide Speakersysteme aktiviert sind, zumindest einen ordenlichen Mono Sound.

Meine Frage: Haut das so hin und vor allem: Kann ich mir sicher sein, dass dabei nichts "abraucht" weil auf dem einen (kaputten) Kanal keine Last in Form eines Speakers hängt?

Würde mich freuen, wenn ihr mir nochmal weiterhelfen könntet!
suicides
Stammgast
#13 erstellt: 01. Jul 2014, 12:00

mkoerner (Beitrag #2) schrieb:
Die größeren HKs aus der Zeit würd ich schon als Klassiker bezeichnen, die kleinen eher nicht.

Ich würd eher nach was anderem schauen. Z.b. einem Kenwood oder Denon aus der Zeit, oder was neues von Arcam oder Cambridge Audio.

Bei mir wurde der 6100 von einem SMSL SA-50 abgelöst. Das macht aber nur Sinn wenn man nur einen Eingang braucht oder noch einen Eingangsumschalter hat.

Der Rest klingt soweit brauchbar.

Mike


Sorry fürs ausgraben, aber bin am überlegen ob ich nicht meinen 6100er gegen einen SMSL SA-50 oder 98 tauschen soll (eigentlich wegen dem Platzbedarf).

War die Soundqualität nach dem tausch besser/schlechter?
Deine Erfahrungen dazu würden mich intressieren

MfG Lukas
mkoerner
Stammgast
#14 erstellt: 02. Jul 2014, 08:09
Da ich da nur sehr simple Lautsprecher dranhabe ( JBL Microcontrol ) kann ich zur Klangqualität nicht viel sagen. Mein Eindruck ist aber, das ich mich nicht verschlechtert habe. Es gibt einen Eindruck von Räumlichkeit, der Klang löst sich sauber von den Boxen und es ist bei höheren Pegeln Druck drin. Ich würde sagen das ich in dem Setup da keinen Unterschied höre.

Hauprdifferenz: Beim Harman hat man den Trafo sehr deutlich brummen hören. Das ist jetzt weg, dafür hört man ein sehr leises Zischen aus den LS, das hat der Harman nicht gemacht. Da mich das Zischen weniger stört als das Brummen, musste der Harman gehen.

Man hat halt nur noch einen Eingang und keinen Phonozweig mehr, das ist evtl. schon ein Problem.

Mike
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