Kompetenz bei Saturn - Begegnung der 3. Art! [Yamaha R-N500]

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BlubberLord
Neuling
#1 erstellt: 28. Jan 2016, 22:02
In einem Saturnmarkt (genauer: Dem Elektronikmarkt mit der europaweit größten Fläche) hatte ich heute eine äußerst exotische Begegnung: Ein Verkäufer, der Recht behalten sollte.

Auf der Suche nach einem neuen Verstärker habe ich natürlich zuerst fleißig im hifi-forum geblättert und stieß immer wieder auf die Aussage: "Kauf dir einen Gebrauchten für 100€ und investier mehr in die Lautsprecher."
Mein besagter Gebrauchter (Sony STR-DB780) nervte mich nach zwei Jahren mit Rauschen und Knacksen in der Aufwärmphase, war ein Surround-Verstärker (höre nur noch 2.1) und hatte keinen Schnickschnack (Netzwerk, USB...).
Der Yamaha R-N500 bot alles was ich wollte: Zwei optische digitale Eingänge, "nur" Stereo, Subwooferausgang, Netzwerk-Player, Abspielen von USB, Streamingdienste und AirPlay (für Partygelegenheiten nützlich). Für 400€ war's aber auch schon teurer als meine jetzigen Boxen (Teufel Ultima 20 Mk2).
Das nächstkleinere Modell Yamaha R-N301 bot leider keinen Subwoofer-Ausgang und auch kein Line, wo man etwas hätte abgreifen können.

Also habe ich ausnahmsweise mal einen Verkäufer gefragt und mich kurz mit ihm unterhalten. Er wirkte erstmal angenehm - er wollte mir nämlich nichts aufschwatzen sondern deutete daraufhin, dass ich in der Preisklasse bis 300€ vielleicht nochmal selber woanders schauen sollte. Dann ging's aber los: Er behauptete, Yamaha-Verstärker seien "inkompatibel" ("mir würden die Ohren bluten!") zu Teufelboxen, da beide Geräte extrem höhenlastig seien. Da ein Verstärker ja bloß digitale Signale in Stromschwankungen umwandelt und das in der Preisklasse eigentlich exakter als hörbar möglich sein sollte, tat ich das schonmal als einsetzendes Geschwurbel ab.
Dass die Teufelboxen bei mir bisher mit dröhnenden Bässen und verhaltenen Höhen spielten, bestätigte meine wachsenden Zweifel an der Kompetenz des Verkäufers.

Schließlich entschied ich mich aber wegen des guten Featuresets doch für den Yamaha R-N500. Ich zeigte dem Verkäufer ein Internetangebot für über 40€ unter dem Saturnpreis und bekam sang- und klanglos (ups, hoffentlich nicht wörtlich) den niedrigsten Preis angeboten.

Zuhause mit einigen sehr gewohnten Stücken eingehört und siehe da: Mir kommt es vor wie Nacht und Tag. Die Teufel-Regallautsprecher zischen beim Schlagzeugride zünftig und das latente "Quietschen" im Bogengeräusch eines historischen Streichinstruments kommt auch endlich überzeugend hörbar durch. Keine schwammigen Bässe zerdrücken mehr den "Präsenzbereich" für Gesang und Melodieoberstimme. Dafür fehlt schmerzlich der höhere Bassbereich, was flugs durch den Subwoofer ausgeglichen wird. Nur noch flugs die Trennfrequenz und Spektrum der Hauptlautsprecher anpassen - ups! Der Yamaha R-N500 bietet trotz seines stolzen Preises von UVP 450,-€ keine Möglichkeit, den Line-Ausgang für den Subwoofer im Spektrum anzupassen, noch die A und B-Boxenpaare. Klar haben die meisten Aktiv-Subwoofer selbst eine einstellbare Trennfrequenz, aber meiner eben nicht. Also muss noch eine einstellbare Weiche her, die ans Cinchkabel dran kann.
Den (von mir mangels Ausrüstung und Know-how nicht messbaren) Unterschied im Klang würde ich jetzt nicht auf die tatsächliche Elektronik schieben, sondern darauf, dass der alte Sony STR-DB780 schlichtweg kaputt war und deshalb knackste, rauschte und färbte was das Zeug hielt (im Vergleich zum Neuen).

Den technischen Schnickschnack einmal beiseite gelassen würde ich jedoch den alten Sony wegen der Bedienbarkeit, den Einstellmöglichkeiten und des Preis-Leistungs-Verhältnisses dem neuen Yamaha vorziehen - wenn denn der Klang derselbe wäre bzw. kein Defekt vorgelegen hätte.
Dadof3
Inventar
#2 erstellt: 29. Jan 2016, 07:35
Die Frage ist, wie du wirklich verglichen hast. Und wie der alte Sony eingestellt war. Vielleicht ist er gar nicht so kaputt, wie du meinst.

Ein vernünftiges Bassmanagement mit Trennung von Subwoofer und Hauptlautsprechern gibt es bei Stereoverstärkern nicht. Da ist der Yamaha keine Ausnahme. Daher würde ich persönlich für den Subwooferbetrieb immer einen AVR nehmen.
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